Das heimliche Königskind

Es war einmal ein König. In seiner Stadt herrschte große Armut. Die Menschen in der Stadt waren verbittert und unzufrieden und sie fürchteten ihren Herrscher.

Eines Tages ließ der König alle Bewohner am Stadtplatz versammeln, um ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Gespannt und ängstlich richteten die Menschen ihre Blicke auf den König und waren neugierig auf die wichtige Mitteilung.


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Selbstverständlichkeiten

Kinder können über so manches staunen, das uns Erwachsene nicht (mehr) berührt – weil wir eben bereits vieles kennen und deshalb nicht mehr näher betrachten oder hinterfragen. Und damit verlieren wir oft den Blick auf das Schöne und das Wunderbare, das uns täglich umgibt. Passend dazu diese Geschichte aus meinem ZEITBLÜTEN-Buch (Herder-Verlag):

Ein Mann sitzt mit seinem 17-jährigen Sohn im Zug. Mit großen Augen schaut der junge Mann aus dem Fenster und fragt:

„Papa, ist das eine Kuh?“ Der Vater lächelt und antwortet: „Ja, mein Sohn.“ Aufgeregt spricht der Junge weiter: „Papa, diese Blume ist eine Sonnenblume, oder?“ Die Antwort lautet wieder: „Ja, mein Sohn.«


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Die fünf Gelehrten und der Elefant

In einem Königreich lebten einst fünf weise Gelehrte. Und sie alle waren blind. Ihr König schickte sie auf die Reise nach Indien, um herauszufinden, was ein Elefant ist.

Dort angekommen, wurden sie von einem Helfer zu einem Elefanten geführt. Sie standen dann um das Tier und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.

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Warum soll ich nicht aufgeben?

Eine Geschichte, die Mut macht und Trost spendet:

Eine Frau hatte ihren Job verloren, ihre Beziehung ging in die Brüche, sie wurde krank. Und nichts von dem, was sie sich in den letzten Jahren so sehr gewünscht oder erträumt hatte, hat sich erfüllt.

Sie hat sich nach richtigen Freunden gesehnt, nach etwas Glück, nach finanzieller Sicherheit – nach all dem, was andere Menschen in ihrem Umfeld offensichtlich hatten, wie sie immer wieder feststellen musste.

Nun war der Punkt erreicht, an dem sie nicht mehr weiterleben wollte. Aber bevor sie sich vollkommen aufgab, suchte sie einen alten, weisen Mann auf, der schon zahlreichen anderen Menschen mit seinen Ratschlägen geholfen haben soll. Sie fragte ihn:

„Weißt du nur einen einzigen Grund, warum ich nicht aufgeben sollte?“


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Geschichte: Die Unterwäsche für einen besonderen Anlass

Man kann nie wissen, wie lang der gemeinsame Weg noch ist. Deshalb sollten wir die Zeit nutzen und für jeden Meter dankbar sein, den wir mit uns wichtigen Menschen zusammen gehen können. 

Ein Mann öffnete im Beisein seines besten Freundes die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier gehülltes Päckchen heraus. Feine Unterwäsche lag darin. Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und Spitze.


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Der wahre Wert des Rings

In dieser Geschichte geht es um den Selbstwert – welchen Wert wir uns selbst zuschreiben. Dieser steht in direktem Zusammenhang mit dem Selbstbild. Sind wir mit einem starken Selbstwertgefühl ausgestattet, so nehmen wir uns trotz unserer Schwächen und Fehler als wertvoll und liebenswürdig wahr.

Ein junger Mann suchte einen Weisen auf, um ihn um Hilfe zu bitten. „Meister, ich bin gekommen, weil ich mich so wertlos fühle, dass ich überhaupt nichts mit mir anzufangen weiß.


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Der Garten des Königs

Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard hat es einmal so formuliert: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Dazu passend diese Geschichte:

Vor langer Zeit, als die Menschen die Sprache der Blumen und Bäume noch verstanden, lebte ein König. Er besaß einen wunderschönen Garten, den er über alles liebte. Darin wuchsen mächtige Palmen, prächtige Weinstöcke, duftende Rosen, würzige Kräuter und unzählige bunte Wildblumen.


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Der schwarze Punkt

Wir haben es größtenteils selbst in der Hand, inwieweit Lebensfreude und Genuss in unserem Alltag Platz finden: 

Eines Tages kam die Professorin in die Klasse und kündigte einen Test an. Sie verteilte das Aufgabenblatt wie üblich mit der beschrifteten Seite nach unten. Dann rief sie ihre Studenten auf, das Blatt umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller standen auf dem Zettel aber keine Fragen – zu sehen war nur ein schwarzer Punkt auf der Mitte des weißen Papiers.


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Ich wünschte mir …

Schon Mark Twain wusste: »Der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist: zu versuchen, einem andern eine Freude zu bereiten.« Jemandem eine Freue machen, kann so einfach sein – wie auch diese Kurzgeschichte vermittelt:

Ein Mann hatte gerade mit seinem neuen Auto die Waschstraße verlassen, als schon ein Junge herbeilief und mit großer Begeisterung seinen Wagen polierte.

„Sie haben aber einen tollen Wagen, gehört der Ihnen?“

Lächelnd gab er zur Antwort: „Ja, den hat mir mein Bruder geschenkt.“


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Der tollste Papa

Indem wir einer Person Zeit schenken, zeigen wir ihr unsere Wertschätzung. Denn Zeit gehört mit zum Wertvollsten, das wir anderen schenken können: 

Drei Jungen unterhalten sich über ihre Väter:

„Mein Papa ist Pilot und oft lange unterwegs. Immer wenn er nach Hause kommt, schenkt er mir Süßigkeiten.“

„Mein Papa ist Manager und deshalb oft im Ausland. Immer wenn er nach Hause kommt, schenkt er mir Spielsachen.“


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Der Rest meines Lebens

Ein Vorfall kann dazu führen, dass von heute auf morgen plötzlich nichts mehr so ist, wie es war, oder dass man sein bisheriges Leben hinterfragt und auf den Kopf stellt, weil sich durch den Vorfall die wahren Prioritäten im Leben herauskristallisieren. So ein Vorfall kann beispielsweise eine schreckliche Diagnose sein. Dazu eine Kurzgeschichte aus dem Buch „111 Herzensweisheiten“:

» Es war ein sonniger Montagmorgen, als ich meinem Arzt zu einem Abschlussgespräch gegenübersaß. Ich hoffte auf ein Rezept, das gegen meine in der letzten Zeit auftretenden, massiven Kopfschmerzen wirksam wäre.

Mein Arzt jedoch rang mit seinen Worten. Er versuchte mir anhand des CT-Bildes so schonend wie möglich beizubringen: „Es tut mir sehr leid, Ihnen die schreckliche Diagnose mitteilen zu müssen. Sie haben einen Hirntumor, der inoperabel ist. Ihre Lebenserwartung beträgt schätzungsweise nur noch ein Jahr!“


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Der Glaube einer Mutter

Wir beurteilen und verurteilen einen Menschen oft vorschnell, was Auswirkungen auf sein gesamtes Leben haben kann – wie auch diese Geschichte darstellt:

Diese Geschichte trug sich vor weit über hundert Jahren zu. Thomas war ein wissbegieriger, kleiner Junge. Daher konnte er es kaum erwarten, endlich in die Schule zu kommen. Da er jedoch seit seiner Geburt schwerhörig war, tat er sich dann schwer, den Erklärungen und Anweisungen seiner Lehrer zu folgen.

Eines Tages überreichte ihm der Schulleiter einen versiegelten Brief, welchen er seiner Mutter aushändigen sollte. Als die Frau dieses Schreiben las, traten ihr Tränen in die Augen.


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Die geheimnisvolle Türe

Häufig ist das Offensichtlichste die Lösung. Das gilt es zu erkennen:

Es war einmal ein König eines großen Reiches, dem das Wohle seines Volkes sehr am Herzen lag.

Sein engster und weiser Berater stand bereits seinem Vater viele Jahre hilfreich zur Seite. Als dieser in die Jahre kam, forderte er den König auf, frühzeitig nach einem Nachfolger zu suchen, um diesen noch in das Amt einführen zu können.


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Vertauschte Rollen

Es mag durchaus vorkommen, dass wir uns von brillanten Rednern blenden lassen. Denn rhetorisch versiert bedeutet noch lange nicht, dass der Redner auch wirklich kompetent ist und Ahnung von der Sache hat, über die er spricht. Dazu die folgende Geschichte mit einer charmanten Pointe:


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