Das Schilfrohr und der Ölbaum

Ein Schilfrohr und ein Ölbaum stritten sich über Stärke, Festigkeit und Ruhe. Der Ölbaum spottete über das Schilfrohr, wie schwach es sei und wie es leicht von allen Winden hin und her bewegt werde. Das Schilfohr schwieg.

Plötzlich kam ein heftiger Sturm auf. Das hin- und hergeschüttelte Schilfrohr hatte den Windstößen nachgegeben und blieb unbeschädigt. Der Ölbaum dagegen, welcher sich den Winden entgegengestemmt hatte, wurde gebrochen und fiel um.

Nach Aesop, griechischer Fabeldichter, um 550 v. Chr. (leicht umgeschrieben)

Und was können wir aus dieser Fabel mitnehmen? Vielleicht, dass Nachgeben nicht immer ein Zeichen von Schwäche sein muss.



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