Gehirnjogging-Übungen: Einfach, ungewöhnlich, wirksam

Erkennen Sie sich in der folgenden Frage wieder?

Nimmt Ihre Vergesslichkeit zu und Ihre Konzentrationsfähigkeit lässt nach?

Wenn Sie diese Frage mit Ja beantwortet haben, dann finden Sie im Folgenden einfache, aber wirksame Übungen, mit denen Sie Ihre geistige Leistungsfähigkeit wieder steigern und dadurch die Herausforderungen im Alltag oder Beruf besser bewältigen werden.

Sie werden staunen, wie sich das regelmäßige Gehirnjogging positiv auf Ihre geistige Leistungsfähigkeit auswirkt!

Gehirnjogging bedarf keines großen Aufwands. Im Gegenteil!

Im Alltag bieten sich genug Möglichkeiten, unser Gehirn zu trainieren. Gehirnjogging-Übungen lassen sich häufig nebenbei durchführen, aber auch Wartezeiten können Sie damit sinnvoll überbrücken.

Ebenso können diese dazu genutzt werden, um Kindern einen sinnvollen und mit Spaß verbundenen Zeitvertreib zu bieten – beispielsweise auf langen Autofahrten.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung solcher Gehirnjogging-Übungen. Fischen Sie sich jene Übungen heraus, die Ihnen am besten gefallen. Bauen Sie diese in Ihren Alltag ein.


In der Gruppe oder allein – Gehirnjogging macht Spaß und fördert die Gedächtnisleistung

Die meisten der vorgestellten Übungen lassen sich auch in der Gruppe oder mit einem Partner durchführen. Dadurch kann beispielsweise ein kleiner „Wettbewerb“ gestaltet werden, der die Motivation und die Freude am Gehirntraining fördert.

Die Übungen sind für Jugendliche, für Erwachsene bis ins hohe Alter und die meisten auch für Kinder geeignet. Denn bereits bei Kindern kann man das Interesse wecken, das Gehirn zu trainieren. Bei Kindern sollten allerdings der Spaß und die spielerische Herangehensweise im Vordergrund stehen.


Die folgenden Übungen und das Gehirntraining sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket, das neben einem umfangreichen E-Book und einer Trainingsanleitung auch Übungskärtchen enthält (→ alle Infos zum Downloadpaket GEHIRNJOGGING – hier klicken).

10 wirksame Gehirnjogging-Übungen

1. Buchstaben streichen

  1. Nehmen Sie eine Tageszeitung oder Zeitschrift und einen Stift zur Hand.
  2. Stellen Sie zudem eine Uhr mit Sekundenzeiger bereit.
  3. Nehmen Sie sich eine beliebige Seite der Zeitung vor.
  4. Stoppen Sie die Zeit, während Sie einen vorher festgelegten Buchstaben auf der gesamten Seite mit dem Stift markieren.
  5. Beim nächsten Durchgang wählen Sie einen anderen Buchstaben und versuchen, die Markierung in einer merklich kürzeren Zeit zu schaffen.

Auch wenn der Markierungsaufwand von der Häufigkeit des ausgewählten Buchstabens abhängt, bildet die gestoppte Zeit eine Orientierung für Ihre Fortschritte.

Steigerung:

Streichen Sie in einem Durchgang zwei oder drei festgelegte Buchstaben.


2. Wie viele Schritte?

  1. Machen Sie sich zu Fuß auf den Weg.
  2. Zählen Sie unterwegs Ihre Schritte.
  3. Verzählen Sie sich, beginnen Sie mit dem Zählen erneut von vorne.

Diese Übung klingt zwar einfach in der Umsetzung, ist sie aber nicht. Sie können sie beispielsweise bei einem Spaziergang oder beim Joggen durchführen.

Steigerung: 

Zählen Sie nur jeden zweiten, jeden dritten, jeden … Schritt und/oder steigern Sie Ihr Gehtempo. Und richtig herausfordernd wird es dann, wenn Sie sich gleichzeitig mit jemandem unterhalten und in Gedanken die Schritte mitzählen.


3. Wörter vermeiden

  1. Entscheiden Sie sich gleich morgens für ein Wort, das Sie während des Tages nicht gebrauchen. Das kann beispielsweise das Wörtchen „aber“ sein.
  2. Während des Tages nehmen Sie also nie das gewählte Wort in den Mund.

Wenn wir plötzlich für häufig genutzte Wörter jeweils ein anderes Wort oder eine Umschreibung verwenden sollen, ist das eine große Herausforderung für unsere grauen Zellen.

Steigerung: 

Den Schwierigkeitsgrad steigern Sie, indem Sie gleich mehrere Wörter wählen oder ein noch häufiger verwendetes Wort (z. B. „ich“).


4. Rückwärtssprechen

  1. Denken Sie sich einen beliebigen Satz aus. Beispiel: Ich freue mich auf den morgigen Tag.
  2. Sprechen Sie diesen Satz laut aus.
  3. Dann sprechen Sie den Satz rückwärts: Tag morgigen den auf mich freue ich.

Das Rückwärtssprechen fordert das Gehirn auf ganz besondere Art und Weise. Je länger der Satz, desto größer die Herausforderung. Im Laufe der Zeit wird es Ihnen gelingen, immer schneller rückwärtszusprechen.

Steigerung: 

Eine weitere Herausforderung besteht darin, nicht nur den Satz rückwärtszusprechen, sondern jedes einzelne Wort.


5. Buchstabieren

  1. Überlegen Sie sich ein langes Wort.
  2. Buchstabieren Sie es von vorne nach hinten. Möglichst schnell.
  3. Dann buchstabieren Sie es von hinten nach vorne.

Buchstabieren ist eine einfache Gehirnjogging-Übung mit der Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad zu steigern.

Sie können auch Zufallswörter wählen, indem Sie blind auf eine beliebige Textstelle in einer Zeitung oder in einem Buch tippen.

Steigerung: 

Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, buchstabieren Sie einen ganzen Satz. Hierbei wird Ihr Konzentrationsvermögen gut trainiert.


6. Zählen, zählen, zählen, …

  1. Blicken Sie auf eine Uhr mit einer Sekundenanzeige. Noch besser eignet sich für diese Übung ein Metronom – sollten Sie ein solches besitzen.
  2. Dann beginnen Sie in Sekundenintervallen (oder auch in Zwei-Sekunden-Intervallen) zu zählen: in Zweiersprüngen von 100 rückwärts – also 100, 98, 96, …
  3. Bei jedem Fehler beginnen Sie erneut mit dem Zählen.

Eine Übung, die sich leichter anhört als sie tatsächlich ist:

Steigerung: 

Den Schwierigkeitsgrad können Sie variieren, indem Sie die Zählgeschwindigkeit erhöhen (z. B. mit dem Metronom das Tempo steigern) und/oder die Zahlenintervalle (Dreier-, Vierersprünge etc.) ändern. Eine weitere Möglichkeit: in einer Fremdsprache zählen.


7. Fünf Wörter, ein Buchstabe

  1. Bilden Sie einen möglichst sinnvollen Satz aus fünf Wörtern, die alle mit dem gleichen Buchstaben beginnen. Beispiel: Aus dem Buchstaben „F“ folgt der Satz „Fridolin feiert freitags fröhlich Feste“.
  2. Versuchen Sie, möglichst schnell einen Satz zu bilden, um die Konzentration zu fordern.
  3. Machen Sie das gesamte ABC durch. Das kann natürlich auch mit Unterbrechungen erfolgen.

Steigerung: 

Die Anzahl der Wörter erhöhen oder gleichzeitig zwei Buchstaben wählen (der Anfangsbuchstabe der Wörter im Satz wechselt nach jedem Wort).


8. Auf den Kopf stellen

  1. Nehmen Sie ein Buch zur Hand.
  2. Schlagen Sie es an einer beliebigen Stelle auf und stellen Sie es auf den Kopf.
  3. Lesen Sie nun den Text möglichst flott.

9. Zuhören und wiederholen

  1. Stellen Sie das Radio oder den Fernseher für genau 5 Minuten leise.
  2. Dann versuchen Sie, alles Gesprochene zu verstehen und es „zeitversetzt“ zu wiederholen (ähnlich dem Ablauf beim Simultandolmetschen).

Diese Übung schult ausgezeichnet das Kurzzeitgedächtnis.

Steigerung: 

Eine Steigerung gelingt, indem Sie die Übung auf 10 bis 20 Minuten ausdehnen.


10. Schnelle Antworten

Die Übung „Schnelle Antworten“ lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Sie stellen sich selbst verschiedene Fragen in Bezug auf Ihren Alltag und auf Situationen, die etwas zurückliegen.

Diese Fragen versuchen Sie dann möglichst schnell zu beantworten. Hierbei werden das Erinnerungsvermögen und die Konzentration stark gefordert.

Beispielfragen:

  • „Was gab es vorgestern zu Mittag?“
  • „Welche Sendung habe ich mir am Dienstag im Fernsehen angeschaut?“
  • „Welches Geschenk bekam ich vor zwei Jahren von meinem Mann/von meiner Frau zum Geburtstag?“


❁ Zeitblüten-Downloadpaket:

Wie Sie Ihre Merkfähigkeit und Konzentration steigern – bewährte Übungen & Anleitungen:


Die obigen Übungen und das folgende Gehirntraining-Ritual sind ein kurzer Auszug aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket „Gehirnjogging (Sich mehr merken & besser konzentrieren).“

Ein effektives Gehirntraining

Nutzen Sie für Ihr Gehirntraining ein Ritual, indem Sie in regelmäßigen Intervallen eine neue Übung aus einem „Überraschungsgefäß“ ziehen und durchführen.

Liebgewordene Rituale sind wie kleine Fixpunkte in unserem Leben, die uns einfach guttun.

Gehen Sie am besten so vor::

  1. Probieren Sie verschiedene Gehirnjogging-Übungen aus. [Das ZEITBLÜTEN-Downloadpaket enthält 50 Gehirnjogging-Übungen.]
  2. Notieren Sie auf Zettelchen jene Übungen, die Ihnen besonders gefallen. Dann falten und in ein schönes Gefäß geben. [Mit dem Downloadpaket erhalten Sie die darin enthaltenen 50 Gehirnjogging-Übungen auch als Kärtchen zum Ausschneiden.]
  3. Ziehen Sie in regelmäßigen Intervallen (z. B. 1x pro Woche) aus dem Gefäß ein Zettelchen/Kärtchen mit einer Übung. Ein Akt mit Überraschungseffekt.
  4. Diese gezogene Übung führen Sie nun möglichst täglich durch.
  5. Wenn Sie einen neuen „Übungsrekord“ aufstellen, wird dieser mit Datum auf der Rückseite des Kärtchens notiert.Beispiel für Übung Nr. 2:
    Rekord 1, [Datum]: fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 36
    Rekord 2, [Datum]: fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 75
    Rekord 3, [Datum]: fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 126
  6. Nachdem das Übungsintervall (z. B. nach einer Woche) um ist, kommt das Zettelchen mit der durchgeführten Übung in ein zweites Gefäß. (Stellen Sie bei der Durchführung fest, dass Ihnen eine Übung nicht sonderlich liegt, wird diese aussortiert.).
  7. Nun ziehen Sie eine neue Übung aus dem ersten Gefäß, die Sie wiederum in den nächsten Tagen in Ihren Alltag integrieren.
  8. Das Ganze wiederholt sich, bis die Kärtchen mit Ihren favorisierten Übungen aus dem ersten in das zweite Gefäß gewandert sind. Dann können Sie einen weiteren Trainingsdurchgang starten und so beispielsweise über das gesamte Jahr Ihr Gehirn effektiv trainiere.

Mit dieser Vorgehensweise bringen Sie Abwechslung in Ihren Übungsalltag und die Motivation bleibt auf lange Zeit aufrecht.

Sie werden staunen, wie Sie durch dieses Training Ihre Gehirnleistung merklich verbessern.


Ihre Lieblingsübungen griffbereit – weitere Möglichkeiten:

Alternativ zu einem schönen Gefäß können Sie für das GEHIRNTRAINING Ihre Lieblingsübungen auch in anderen Behältnissen unterbringen oder digital abspeichern (über 50 Übungskärtchen erhalten Sie mit dem Downloadpaket „Gehirnjogging: Übungen (Sich mehr merken & besser konzentrieren)“:

oder:

oder:


Gehirnjogging-Übungen zum Ausdrucken

Die obigen 10 Übungen sind ein Auszug aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket „Gehirnjogging (Sich mehr merken & besser konzentrieren)“:


Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum Downloadpaket, dann schreiben Sie mir einfach!

Burkhard Heidenberger


Zeitblueten.com wurde von Trainerlink mit der Höchstbewertung (Note 1) prämiert und in der Verlagspublikation „Die besten Adressen im Weiterbildungs-Web“ aufgenommen. Trainerlink listet redaktionell geprüfte Websites zu den Themen Karriere, berufliche Qualifizierung und Erwachsenenbildung.

Auszug aus der Trainerlink-Bewertung:

Die Note 1 gibt es für absolute Top-Seiten, die nicht nur einen hohen Informationsgehalt aufweisen, sondern umfassende weiterführende Zusatzinformationen und Service-Leistungen bieten.



Kommentare

  • Elisabeth French

    Das sind wirklich sehr schöne Konzetrationsübungen, die sich sehr gut in den Alltag integrieren lassen. Sie machen viel Spaß.

    Besten Dank für die schönen Anregungen.

    Mfg. Elisabeth

    Elisabeth French antworten
  • andrea anisiebo

    In den Übungen werden auch die Kommunikationsfähigkeiten verbessert, was ich sehr schön finde.

    andrea anisiebo antworten
  • Di

    Hallo Herr Heidenberger,

    Ich hab fast alle nun schon beim Lesen ausprobiert und das nach einem ganz schlimmen Tag für mich.

    Ich hab mich sehr amüsiert. Besonders toll fand ich das rückwärts sprechen. Das mit den Fingerübungen ist auch lustig. Sie müssen sich vorstellen, dass ich mich gerne dabei fotografiert hätte, weil ich total konzentriert geguckt haben muss …

    Danke, danke, danke …

    Di antworten
  • Maria

    Ich finde diese Übungen sehr gut, da ich mich nicht wirklich gut konzentrieren kann und sehr schnell abgelenkt bin.

    Maria antworten
  • Gabriele Barby

    Hallo Herr Heidenberger,

    momentan leite ich vertretungsweise einen Gehirnjoggingkurs im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und so auf Ihre Seite aufmerksam geworden.

    Die Seite finde ich toll, zumal auch immer angegeben wird, für welche Gehirnzellen die Übungen geeignet sind.

    Danke und liebe Grüße

    Gabriele Barby

    Gabriele Barby antworten
  • Petra

    Hallo Herr Heidenberger,

    tolle Übungen! Ich bin viel mit dem Auto unterwegs und mache dabei folgende Übungen:

    Aus den Autokenzeichen bilde ich Sätze. Bsp. Kennzeichen HH-BB “Helga holt bunte Bete” oder ich errechne aus den Nummer die Quersumme und teile diese.

    Bei LKWs mit Firmennamen schaue ich, wieviel Worte ich aus diesem Namen bilden kann.

    Spedition Heidenberger: Heide, Ei, den, Berg, Berge, Er, Eid … dann kann man noch versuchen, mit diesen Worten sinnvolle Sätze zu bilden.

    Die Orte auf den Schildern lese ich rückwärts.

    Viele Grüße

    Petra antworten

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