Selbstbewusstsein & Selbstsicherheit stärken: 7 + 5 Übungen & Tipps


Wahrscheinlich haben Sie sich diese oder eine ähnliche Frage bereits gestellt:

„Wie kann ich mein Selbstbewusstsein aufbauen?“

Die Antwort:

Das gelingt Ihnen mit gezielten Übungen, durch die Sie selbstbewusster werden. Jeden Tag etwas mehr.

Hier erfahren Sie bewährte Übungen und Tipps sowie eine Trainingsmethode, um Ihr Selbstbewusstsein dauerhaft zu stärken.



Die folgenden Übungen sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN, das neben einem umfangreichen E-Book und einer Trainingsanleitung auch Übungskärtchen enthält (→ alle Infos zum Downloadpaket – HIER KLICKEN).

Das Downloadpaket wird u. a. von der KLINIK SGM LANGENTHAL (Psychotherapie/Psychosomatik) genutzt – etwa zur Unterstützung der Patienten beim Erlangen von mehr Selbstbewusstsein im Alltag. 

Selbstbewusstsein stärken: 7 bewährte Übungen & Tipps

Ü 1: Führen Sie Selbstgespräche

Die Autorin und renommierte Psychologieprofessorin Dolores Albarracin ist überzeugt:

„Das Selbstgespräch ist eines der wichtigsten Werkzeuge, mit dem wir unser Verhalten steuern können.“

Deshalb: Führen Sie Selbstgespräche. Also kein gedankliches Selbstgespräch, sondern hörbar.

Wichtig laut einer Studie von Forschern der Universität von Michigan:

Beim Selbstgespräch von sich selbst nur namentlich und in der dritten Person sprechen.

Ein Beispiel auf Ihre Person bezogen:

„Das ist eine große Herausforderung für den/die … (Ihr Vorname). Aber … (Ihr Vorname) schafft das sicher!“

Klingt zugegebenermaßen seltsam und ungewohnt.

Wozu das Ganze?

Selbstgespräche haben mehrere positive Wirkungen:

Mit einem Selbstgespräch

  • gewinnen Sie mehr Klarheit für eine Situation/eine Herausforderung,
  • können Sie sich gut motivieren und fokussieren,
  • betrachten Sie Situationen und Vorfälle objektiver und emotionsloser (weniger im Gefühlsmodus),
  • werden Sie nachsichtiger gegenüber sich selbst,
  • kommen Sie besser und schneller ins Tun.

All dies trägt letztlich zur Stärkung Ihres Selbstbewusstseins bei.

Sprechen Sie mit sich aber immer wertschätzend – eben wie eine sehr gute Freundin bzw. ein sehr guter Freund das tun würde.

Und wo Selbstgespräche führen?

Beispielsweise bei einem Spaziergang, in einem abgeschlossenen Raum (WC), unter der Dusche, im Auto bei der Fahrt zur Arbeit, … Möglichkeiten gibt es genug.


Ü 2: Suchen Sie den Blickkontakt

Der Weg zu mehr Selbstsicherheit führt auch über den Augenkontakt. Eine Person, die im Gespräch, aber auch generell den Augenkontakt zu anderen Menschen aufbauen und halten kann, wirkt automatisch selbstbewusster und gefestigt.

Suchen Sie den Augenkontakt und halten Sie diesen angemessen lange. Das fällt vor allem zu Beginn den meisten schwer. Deshalb sollten Sie mit dieser Übung bei vertrauten Personen beginnen und dann auf fremde Personen ausweiten.


Ü 3: Nicht jammern!

Ein Zitat, angeblich von Albert Einstein (unterschiedliche Quellenangaben):

„Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist, aufhören zu jammern.“

Hin und wieder jammern kann durchaus entlastend und befreiend wirken. Wenn das Jammern allerdings zur Gewohnheit wird, kann dies sogar das Gehirn verändern und vergesslich machen [Studie].

Zudem belasten Sie sich durch „chronisches“ Jammern selbst, was auch Ihr Selbstbewusstsein beeinträchtigt.

Deshalb: Machen Sie sich bewusst, ob, wie oft, bei wem und in welchem Zusammenhang Sie jammern. Wenn Sie sich dann beim Jammern ertappen, sagen Sie (in Gedanken) laut STOPP. Dann versuchen Sie stattdessen, etwas Positives der Situation abzugewinnen.


Ü 4: Sagen Sie NEIN

Das Wort „Nein“ kommt vielen Menschen schwer über die Lippen, obwohl es enorm wichtig für das eigene Selbstbewusstsein ist.

Sagen Sie nicht Ja, wenn Sie eigentlich verneinen wollen. Denn nehmen Sie widerspruchslos alles hin, zeigen nicht Ihre Enttäuschung, Ihren Ärger und die unguten Gefühle, kann das wie eine Abwärtsspirale wirken, die Sie weiter runterzieht.

Wenn Sie lernen, Nein zu sagen, achten Sie automatisch auch sich selbst und die eigenen Bedürfnisse.

Meist wird schnell deutlich, dass andere Menschen nur selten Probleme damit haben, wenn Sie etwas ablehnen.

Mit einem Nein in der richtigen Situation erkennen Sie schnell, dass Sie selbst großen Einfluss auf die Geschehnisse haben, die Ihr Leben bestimmen.

Oft ist es sogar so, dass Ihnen mit einem klaren Nein mehr Respekt entgegengebracht wird, als wenn Sie zu allem Ja sagen. Dieser Spruch bringt es auf den Punkt:

Lerne Nein zu sagen,
umso mehr wird dein
Ja geschätzt werden.

Beginnen Sie mit einem Nein am Tag. Wenn wieder jemand mit einem Anliegen zu Ihnen kommt oder Ihnen etwas aufhalsen will, für das Sie gar nicht zuständig sind, sagen Sie höflich aber bestimmt Nein.

Mit jedem Nein wird es Ihnen leichterfallen. Sie gewinnen an Selbstsicherheit.

Wenn es Ihnen anfangs schwerfällt, Bitten abzulehnen, bestimmen Sie selbst, wann Sie der Bitte nachkommen: „Ich kann das machen, aber erst am …!“


Ü 5: Nutzen Sie Wenn-dann-Bedingungen

Der bekannte Psychologe Prof. Peter Gollwitzer empfiehlt Wenn-dann-Sätze zur Steigerung der Selbstdisziplin und Willenskraft auf dem Weg zum Ziel – oder in unserem Fall: auf dem Weg in Richtung zu mehr Selbstbewusstsein.

Wenn-dann-Bedingungen eignen sich insbesondere für Situationen, in denen Sie selbstsicherer agieren und reagieren möchten.

Hier zwei Beispiele für Wenn-dann-Sätze:

  1. WENN mich meine Kollegin das nächste Mal ungut angeht, DANN stelle ich mich aufrecht hin, blicke ihr fest in die Augen und im Anschluss ignoriere ich sie.
  2. WENN ich das nächste Mal vor einer herausfordernden Situation stehe, DANN atme ich drei Mal tief durch, zähle von 5 rückwärts und stelle mich dann der Herausforderung.

Nehmen Sie ein Blatt zur Hand. Überlegen Sie sich nun für Situationen, in denen Sie selbstbewusster und selbstsicherer reagieren möchten, eine (oder mehrere) Wenn-dann-Bedingung(en).


Ü 6: Überzeugen Sie sich mit der Spiegel-Übung

Stellen Sie sich vor einen Spiegel (z. B. morgens vor dem Badezimmerspiegel). Blicken Sie sich dann in die Augen und sagen Sie sich:

„Ich bin ein wunderbarer und liebenswerter Mensch.“

Diesen Satz wiederholen Sie möglichst oft. Natürlich können Sie auch eine andere aufbauende Formulierung wählen.

Eine Variation dieser sogenannten Affirmation kann auch gezielt für eine bevorstehende herausfordernde Situation genutzt werden. Vor einem Vorstellungsgespräch, einem Date, einem Vortrag oder einer wichtigen Prüfung können Sie sich beispielsweise sagen:

„Ich bin selbstbewusst und stark. Ich schaffe das!“

Das selbst von sich zu hören setzt Prozesse im Gehirn in Gang, die dem Selbstbewusstsein guttun.


Ü 7: Selbstbewusst stehen, selbstbewusst auftreten

Hierbei handelt es sich um eine einfache Körperübung, die dennoch große Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein haben kann.

  • Stehen Sie aufrecht, sodass die Füße etwa hüftbreit auf dem Boden stehen.
  • Nun bauen Sie sich so auf, als hätten Sie unendliche Kraft, drücken den Brustkorb nach vorne und spannen Sie die Schultern.

Durch die Muskelspannung spüren Sie, wie viel Kraft in Ihnen steckt und Sie fühlen sich – beispielsweise für eine kommende Aufgabe – gestärkt.

Extra-Tipp:

Achten Sie über einen längeren Zeitraum (z. B. eine Woche lang) darauf, wie sich Ihre Körperhaltung je nach Situation ändert. Beobachten Sie auch Personen, die in Ihren Augen großes Selbstbewusstsein ausstrahlen. Ahmen Sie ihre Körpersprache nach. Wie fühlt es sich an?

Probieren Sie in einem weiteren Schritt verschiedene Körperhaltungen aus. Machen Sie sich bewusst, wie sich diese auf Ihre augenblickliche Stimmung auswirken. Wenn Ihnen eine besonders kraftvoll erscheint, nutzen Sie diese zukünftig möglichst oft, bis sie Ihnen in Fleisch und Blut übergeht.


Tue ich immer das Gleiche,
werde ich immer das
Gleiche bekommen.
Möchte ich etwas Anderes,
muss ich es anders oder
etwas Anderes tun.

Persönliche Gedankennotiz


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Sie wollen jeden Tag an Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit gewinnen?

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Selbstbewusstsein aufbauen: 5 Übungen zum Ausdrucken

Hier können Sie die Übungen als PDF-Dokument herunterladen und ausdrucken.


Die obigen Übungen und das folgende Training sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket: 

Selbstbewusstseinstraining: Wie Sie Selbstbewusstsein lernen & trainieren

Nicht nur im Sport können Sie mit einem individuellen Training großartige Erfolge erzielen und sich weiterentwickeln. Auch zur Steigerung Ihres Selbstbewusstseins bietet sich ein Training an.

Nutzen Sie hierzu ein Ritual, indem Sie in regelmäßigen Intervallen eine Übung aus einem „Powergefäß“ ziehen (ein beliebiges schönes Gefäß, in das Sie Übungskärtchen geben) und diese in Ihren Alltag integrieren.

Liebgewordene Rituale sind wie kleine Fixpunkte in unserem Leben, die uns einfach guttun.


Gehen Sie am besten so vor:

  1. Probieren Sie verschiedene Übungen, Techniken und Tipps aus.
  2. Notieren Sie auf Zettelchen jene, die Ihnen besonders gefallen. Dann falten und in ein ansprechendes Gefäß geben.

    Mit dem Downloadpaket erhalten Sie ein E-Book mit über 50 Selbstbewusstseinsübungen sowie Übungskärtchen zum Ausschneiden → alle Infos – HIER klicken.


  3. Ziehen Sie dann in regelmäßigen Intervallen (z. B. 1x pro Woche) aus dem Gefäß ein Zettelchen/Kärtchen mit einer Übung.
  4. Diese gezogene Übung setzen Sie nun täglich in Ihrem Alltag um.
  5. Nachdem das Übungsintervall (z. B. nach einer Woche) um ist, greifen Sie nach einer neuen Übung.
  6. Stellen Sie bei der Durchführung fest, dass Ihnen eine Übung nicht sonderlich liegt, wird diese aussortiert.
  7. Wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie sämtliche Kärtchen durchhaben und Ihre favorisierten und wirksamsten Übungen entdeckt haben.
    Diese geben Sie erneut in Ihr Gefäß.
  8. Hernach können Sie einen weiteren Trainingsdurchgang starten.

Mit dieser Vorgehensweise bringen Sie Abwechslung in Ihren Übungsalltag. So bleibt die Motivation auf lange Zeit aufrecht.

Extra-Tipp: Die Selbstbewusstseinskasse 

Wenn Sie während des Tages etwas schaffen, das Ihrem Selbstwert besonders zuträglich ist, werfen Sie z. B. eine 20 Cent-Münze in ein Sparschwein. Nach jedem Erfolgserlebnis füttern Sie es mit einer Münze. Ist es prall gefüllt, gönnen Sie sich vom Inhalt etwas Schönes. Genießen Sie dabei noch einmal ganz bewusst das Erreichte. Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.

Durch dieses einfache Training werden Sie jeden Tag selbstbewusster – für ein zufriedeneres Leben.


Ihre Lieblingsübungen griffbereit – weitere Möglichkeiten:

Alternativ zu einem schönen Gefäß können Sie für das Selbstbewusstseinstraining Ihre Lieblingsübungen auch in anderen Behältnissen unterbringen oder digital abspeichern.

Hier verschiedene Möglichkeiten (als Beispiel mit den Übungskärtchen aus dem Downloadpaket „SELBSTBEWUSSTSEIN“):

oder:

oder als Online-Variante:


Übrigens: Auch in der Psychotherapie, Pädagogik sowie in einschlägigen Kursen und Coachings kommen Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins zur Anwendung.

Verwendung in Gruppentherapien: 

Die Teilnehmer erhalten jeweils ein Kärtchen, nehmen es mit nach Hause, führen die Übung regelmäßig durch und berichten bei der nächsten Gruppensitzung von ihrer Erfahrung.

Ein weiterer Anwendungsbereich: 

Die Übungen und Kärtchen können auch im Unterricht eingesetzt werden. Insbesondere Teenager in der Pubertät leiden häufig an einem geringen Selbstwertgefühl z. B. aufgrund körperlicher Veränderungen wie starker Akne.


Selbstbewusstsein ist nicht:
„Sie werden mich mögen.“
Selbstbewusstsein ist:
„Es ist okay, wenn
sie es nicht tun.“
Unbekannt


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Jeden Tag mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit!

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Weiteres Wissenswertes und zum Thema häufig gestellte Fragen:

Definition: Was ist Selbstbewusstsein?

Darunter versteht man das Bewusstsein seiner selbst.

Wer sich seiner Stärken, seiner Fähigkeiten selbst bewusst ist, agiert selbstsicher.

Wie wird man selbstbewusster?

Ihr Selbstbewusstsein können Sie mittels regelmäßig durchgeführter Übungen steigern und manifestieren.

Der Zusammenhang zwischen Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstliebe und Selbstannahme

Das Selbstbewusstsein hängt unmittelbar mit dem Selbstbild zusammen. Daraus resultiert das Selbstwertgefühl, das wiederum mit der Selbstliebe und der Selbstannahme einhergeht:

Einer Person, die sich selbst als minderwertig sieht (Selbstbild → geringer Selbstwert), fällt es schwer, sich selbst zu lieben (Selbstliebe) und sich so anzunehmen (Selbstannahme), wie sie ist.


Merkmale & Zeichen: Wie Sie Selbstbewusstsein erkennen

Wenn Sie selbstbewusst sind, werden Sie an sich folgende Eigenschaften und Vorteile erkennen.

Menschen mit einem starken Selbstbewusstsein

  • werden selten von Selbstzweifeln und Unsicherheiten geplagt,
  • setzen sich Ziele und sind motiviert und überzeugt, diese zu erreichen,
  • lassen sich von Rückschlägen nicht unterkriegen, sondern sehen die daraus gewonnenen Erkenntnisse als wertvolle Erfahrungen,
  • haben gute Führungsqualitäten,
  • werden von anderen eher als Autorität wahrgenommen und akzeptiert (z. B. der Lehrer von seinen Schülern)
  • sind entscheidungsfreudig,
  • kennen sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen, und konzentrieren sich primär auf ihre Stärken,
  • weichen nicht jeder Konfrontation aus und scheuen sich nicht, ihre Meinung kundzutun,
  • sind nicht permanent bestrebt, die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern achten auf ihre eigenen Bedürfnisse,
  • scheuen sich nicht davor, ihre Komfortzone zu verlassen,
  • brauchen nicht ständig die Bestätigung von anderen.

Macht Selbstbewusstsein attraktiv?

Menschen, die bereits über ihre Körpersprache großes Selbstbewusstsein (nicht Arroganz!) ausstrahlen, wirken auf andere in der Regel attraktiver als unsichere Personen. Allerdings sagt diese Ausstrahlung noch nichts über deren wahren Charakter aus.


Test Selbstbewusstsein: Sind Sie selbstbewusst?

Selbstbewusstsein lässt sich nicht unmittelbar messen. Aber die Beantwortung der nachstehenden Fragen gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie stark es ausgeprägt ist.

Beantworten Sie die Fragen möglichst schnell, ohne groß darüber nachzudenken.

Wie viele der folgenden Fragen können Sie mit einem eindeutigen Ja beantworten?

  1. Kostet es Sie Überwindung, auf andere Menschen zuzugehen?
  2. Fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie als Person nach vorne treten müssen?
  3. Ist es Ihnen unangenehm, Nein zu sagen bzw. eine Bitte abzuschlagen?
  4. Fällt es Ihnen schwer, sich gegenüber anderen durchzusetzen?
  5. Geben Sie in Konfliktsituationen häufig nach, auch wenn Sie sich im Recht wissen?
  6. Wollen Sie anderen unbedingt gefallen?
  7. Stellen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten an?
  8. Ist es Ihnen wichtig, was andere von Ihnen denken?
  9. Scheuen Sie sich davor, etwas Neues auszuprobieren?
  10. Wirken Niederlangen und Rückschläge in Ihnen lange nach?
  11. Ist es Ihnen unangenehm, vor mehreren Menschen zu sprechen?
  12. Versuchen Sie oft, es anderen recht zu machen?
  13. Plagen Sie häufig Schuldgefühle?
  14. Macht es Sie verlegen, wenn Sie ein Kompliment erhalten?
  15. Haben Sie Angst, andere Menschen in Ihrem unmittelbaren Umfeld zu enttäuschen?
  16. Ist es Ihnen unangenehm, den Augenkontakt länger zu halten (z. B. in Gesprächen)?
  17. Sind Sie mit Ihrem Äußeren unzufrieden?
  18. Vergleichen Sie sich oft mit anderen und schließen dabei schlechter ab?
  19. Denken Sie häufig negativ?
  20. Fokussieren Sie sich mehr auf Ihre Schwächen als auf Ihre Stärken?
  21. Tendieren Sie dazu, alles schwarz zu sehen und sich Sorgen über zukünftige mögliche Ereignisse zu machen?
  22. Neigen Sie zu Selbstkritik?

Hier können Sie den Fragebogen als PDF herunterladen und ausdrucken:

Wie viele Fragen haben Sie mit Ja beantwortet?

Wenn Sie mehr als die Hälfte bejaht haben, zeugt das von einem ausbaufähigen Selbstbewusstsein. Nutzen Sie zur Stärkung gezielte Übungen.


Mangelndes Selbstbewusstsein: Ursachen

Menschen kommen nicht mit einem geringen Selbstbewusstsein auf die Welt. Es gibt immer Gründe, warum wir so sind, wie wir sind. Jeder von uns hat seine eigene Biografie, seine prägende Vorgeschichte.

Ein schwaches Selbstbewusstsein resultiert immer aus unserem Selbstbild und aus eingefahrenen Glaubenssätzen, Denk- und Verhaltensmustern, die sich über mehrere Jahre gebildet haben.

Glaubenssätze werden früh durch das soziale Umfeld geprägt, insbesondere durch die Erziehung. Wenn bestimmte Vorwürfe durch die Eltern in Dauerschleife laufen – quasi negative „Mantras“ –, wirkt sich das unweigerlich auf das Selbstbild der Kinder aus.

Solche prägenden Vorwürfe können sein:

  • „Das kann auch nur dir passieren.“
  • „Aus dir wird nie etwas werden.“
  • „Das verstehst du nicht.“
  • „Das ist zu schwierig für dich.“
  • „Das lernst du nie.“
  • „Du bist unfähig.“
  • „Da blamierst du dich nur.“
  • „Du machst das immer falsch.“
  • „Das kannst du nicht.“
  • „Das schaffst du nicht.“
  • „Was werden bloß die anderen von dir denken.“

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen umso stärker zur Selbstkritik neigen, je mehr sie als Kinder von den Eltern kritisiert wurden.

Auch überängstliche Eltern können die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins ausbremsen, indem die Ängstlichkeit und Übervorsichtigkeit auf ihren Nachwuchs übertragen wird.

Aber nicht nur in der Kindheit und im Teenageralter entstehen negative Glaubenssätze und im ungünstigsten Fall sogar belastende Zwangsgedanken. Auch in späteren Beziehungen können sich neue entwickeln, wenn Sie z. B. von Ihrem Partner permanent abschätzig und respektlos behandelt werden.

Ebenso können belastende Ereignisse das Selbstbewusstsein torpedieren:

  • Trennung (Beziehung)
  • Jobverlust
  • erfolglose Jobsuche
  • eine psychische Erkrankung wie Depression
  • Burnout
  • Mobbing
  • Fehlgeburt(en)
  • Partnerschaften, die einem nicht guttun
  • berufliche und private Niederlagen und Rückschläge
  • ein Umfeld, das einem keine Wertschätzung und Anerkennung zuteilwerden lässt

In solchen Umfeldern und Phasen scheint das Selbstbewusstsein verloren gegangen zu sein. Wie wiederfinden, wie zurückgewinnen? In der Regel kommt es nach Überwindung dieser schwierigen Zeiten von alleine zurück. Zusätzlich kann dieser „Rückholprozess“ durch regelmäßig durchgeführte Übungen beschleunigt werden.

Vorsicht!

Der eine oder die andere versucht durch Alkohol- oder Drogenkonsum schwierige Lebensabschnitte zu bewältigen und den Mangel an Selbstbewusstsein zu kompensieren.

Dass Alkohol die Hemmschwelle senkt, ist bekannt. Aber nach dem Rausch ist das kurzzeitig „gestärkte“ Selbstbewusstsein wieder sofort weg. Dann besteht die Gefahr, dass eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, die schließlich in die Sucht führt.


ZUR INFO: Die obigen Übungen sind ein Auszug aus dem → ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN.

Das Downloadpaket wird u. a. von der KLINIK SGM LANGENTHAL (Psychotherapie/Psychosomatik) genutzt – zur Unterstützung der Patienten beim Erlangen von mehr Selbstbewusstsein im Alltag. Hilfe zur Selbsthilfe.


Fehlendes Selbstbewusstsein: 4 Nachteile

Unsichere Menschen sehen sich häufig mit folgenden Unannehmlichkeiten konfrontiert:

Nachteil 1: Sie werden häufiger ausgenutzt

Einfach deshalb, weil sie dazu neigen, zu allem Ja und Amen zu sagen. Sie lassen sich so manche fordernde Dreistigkeit gefallen und können keine Bitte oder keinen Wunsch abschlagen.

Nachteil 2: Sie werden öfter verletzt

Denn sie neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse hintanzustellen und stattdessen zuerst anderen zu helfen.

Wenn dann diese Hilfsbereitschaft nicht wertgeschätzt und erwidert wird, ist das mit Enttäuschungen und Verletzungen verbunden.

Nachteil 3:  Sie tendieren zu Burnout

Burnout kann vielfältige Ursachen haben, u. a. auch das Vernachlässigen der eigenen Bedürfnisse.

Zudem werden Personen mit geringem Selbstbewusstsein oft Tätigkeiten zugeschanzt, für die sie eigentlich nicht zuständig sind. Dadurch bleibt ihnen weniger Zeit für die Erledigung der eigenen Aufgaben, weniger Zeit für persönliche Vorhaben, weniger Zeit für sich selbst.

Das führt unweigerlich zu Fehleranfälligkeit, Stress, Überforderung und über kurz oder lang zu einem Gefühl des Ausgebranntseins. Burnout!

Nachteil 4: Sie werden leichter zu Opfern

Denn sie weichen in der Regel jedem Konflikt aus. Zudem werden sie häufig in die Opferposition gedrängt, weil andere wissen, dass sie mit keinem/kaum Widerstand rechnen müssen.


Man muss auch tun

Um das Selbstbewusstsein zu stärken, gilt:

Es ist nicht genug zu wissen,
man muss auch anwenden,
es ist nicht genug zu wollen,
man muss auch tun.

Goethe


KOMMEN SIE NOCH HEUTE INS TUN, damit Sie mehr Selbstbewusstsein erlangen. Das gelingt Ihnen mit dem Downloadpaket. Die obigen Übungen und das Training inkl. Übungskärtchen sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket:


Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum Downloadbereich, dann schreiben Sie mir einfach!

 

Burkhard Heidenberger


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Kommentare

  • Stephan Wießler

    Toller Input, den du da gibst, Burkhard.

    Ich habe auch jahrelang nach Glück gesucht und auch sehr viele Menschen danach befragt. Am Ende läuft es nach meiner Erfahrung auf eines hinaus: Selbstliebe!

    Kleine Übung für die tägliche Selsbtliebe: Jeden Tag den ganz Körper bewusst und voller Liebe eincremen.

    Liebe Grüße,

    Stephan

    Stephan Wießler antworten
  • Reinhard

    Sehr wertvolle Schritte und Übungen.

    Ja, ich finde auch: Es ist Selbstliebe. Die Verbindung von Selbstliebe mit seiner ureigenen Bestimmung bzw. das, was man sehr gerne macht = Selbstbewusstsein.

    Sich-seiner-selbst-bewusst-zu-sein

    Ganz nach dem Zitat von Ernst Ferstl:

    „Die Unfähigkeit, in sich selber zu wurzeln, treibt seltsame Blüten.“

    Reinhard antworten
  • Bodo Neumann

    Ich habe mir jetzt gerade die Übungen für mehr Selbstbewusstsein durchgelesen.

    Ich finde, das E-Book besteht aus einer sehr guten Mischung aus Selbst-Reflektion und direkten Anleitungen für die Umsetzung. Gerade Letzteres ist so wichtig, um das Selbstbewusstsein auch wirklich steigern zu können.

    Bodo Neumann antworten
  • Dr. Zimmer

    Interessanter Beitrag und wichtige Ansätze für die Steigerung des Selbstbewusstseins. Praxisorientierte Anwendungen für mehr Selbstsicherheit sind neben der Selbstreflexion auch ein wichtiger Bestandteil zur Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin gespannt die Übungen Ihres E-Books zu lesen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dr. Zimmer

    Dr. Zimmer antworten
  • Heide-Rose

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich lese schon lange Ihre Beiträge und schätze sie sehr. Das E-Book kannte ich noch nicht. Tolle Zusammenstellung!

    Heide-Rose antworten
  • Frau Otterer

    Hat super geklappt! Sehr gute Zusammenstellung, einige Übungen kannte ich schon. Noch eine Frage: Darf ich Ihre Übungen auch in meinen Kursen verwenden?

    Frau Otterer antworten
  • Ronald

    Feines eBook, danke!

    Ronald antworten
  • Frank

    Fehlendes Selbstvertrauen und fehlende Selbstsicherheit können aber auch vollkommen andere Ursachen haben. Ich habe es selbst erlebt. Nach 45 Jahren Unsicherheit und Konzentrationsschwäche und stark mangelhaftem Selbstbewusstsein wurde festgestellt, dass ich einen Gendefekt habe, das sogenannte Klinefelter Syndrom. Das hat in Deutschland 1 Mann pro 500. Zeugungsunfähigkeit ist die eine Auswirkung… und Testosteronmangel mit allen Nebenwirkungen die andere.

    Seitdem ich den Hormonspiegel künstlich auf ein Normalmaß anhebe, hat sich alles verändert! Da hätte mir kein Psychologe oder irgendwelche Bücher helfen können…

    Frank antworten

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