Das verschwundene Gold

Es lebte ein geiziger reicher Mann, der sein Gold unter einem Baum in seinem Garten vergraben hatte. Einmal in der Woche ging er in seinen Garten, grub das Gold aus und betrachtete es stundenlang.

Dann geschah es: Eines Tages fand er nur noch ein leeres Loch in seinem Garten, das Gold war weg.

Der Mann war fertig und weinte so laut, dass seine Nachbarn herbeieilten, um zu sehen, was passiert war. Aufgelöst erzählte er seinen Nachbarn vom gestohlenen Gold.

Einer fragte ihn: „Hast du das Gold zu etwas gebraucht?“

„Nein, ich habe es mir bisher nur wöchentlich angesehen!“

„Wenn du es nicht verwendet hast, dann kannst du genauso gut jede Woche herkommen und das Loch anschauen.“

Und was will uns diese kurze Geschichte sagen?

Vielleicht Folgendes:

Hin und wieder sollten wir uns etwas gönnen, uns damit auch selbst etwas Gutes tun – und das “Gold” nicht nur zum Betrachten horten. Denn was haben wir vom größten Reichtum, wenn wir uns am Lebensende davon nichts gegönnt haben. Was bleibt: Andere nach uns werden sich darüber freuen oder darüber streiten.



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