Zeitmanagement: Wie macht das Verleger Frank-Michael Rommert?

Zur Person:

Zeitmanagement Dipl.-Medienwirt Frank-Michael Rommert produziert Sach- und Fachbücher zu den Themen Arbeitsorganisation, Management und Führung.

Er ist Verleger des Praktiker-Leitfadens für mehr Büroeffizienz des Organisationsexperten Jürgen Kurz sowie Verleger der Bücher zur UPTODATE-Offensive für erfolgreiche Unternehmensführung im Handwerk.

Er veröffentlichte das Buch “Ordnung ohne Stress – Der Effizienzvorsprung im Büro mit der MAPPEI-Methode” (GABAL Verlag, Offenbach).

Website von Frank-Michael Rommert

Herr Rommert, was bedeutet für Sie persönlich Stress?

Wenn Stress auftaucht, bringt mich das meist auf Ideen grundsätzlicher Natur, die dazu beitragen, eben diesen Stress künftig zu vermeiden.

Negativer Stress entsteht ja meist dort, wo die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Sind die Rahmenbedingungen dagegen in Ordnung, tragen sie mich fast zu meinen Zielen – und zwar stressfrei.

Ich sage nicht, dass jeder Stress schlecht ist; doch im Alltag bevorzuge ich einen Gemütszustand der stressabwesenden Ruhe, Souveränität und gedanklichen Klarheit.

Wie organisieren Sie Ihren Arbeitsalltag?

In der Regel mache ich mir bereits am Vorabend klar, welche eine wichtige Aufgabe ich am kommenden Tag erledigen möchte. Wenn ich durch Unterbrechungen nichts anderes schaffen sollte – diese eine wichtige Aufgabe behalte ich im Blick. Das hilft mir beim Konzentrieren auf das heute Wesentliche.

Was mir auch hilft: Teilaufgaben bringe ich konsequent an einem Stück zu Ende. Auf diese Weise vermeide ich, dass zu viele Herausforderungen offen bleiben.

Auf meinem Schreibtisch habe ich übrigens nur die Unterlagen zu der Aufgabe, an der ich gerade arbeite. Ansonsten ist er leer. Das fördert die Konzentration ungemein.

Für die Aufbewahrung von Unterlagen gibt es deutlich intelligentere und besser handhabbare Lösungen als Stapel. Hat zwar Jahre gedauert, bis ich das verstanden und umgesetzt hatte, doch heute klappt das so gut wie automatisch. Hier mein Schreibtisch:

zeitmanagement schreibtischordnung

Welches ist Ihr wichtigstes Zeitmanagement-Tool und warum?

Ich bin ein haptischer Mensch – ich fasse die Dinge gern an. Am wichtigsten sind für mich daher die Memory-Boards der Firma MAPPEI. Mit Karten organisiere ich meine Langfrist-, Jahresabschnitts-, Wochen- und Tagesziele.

Wie das funktioniert, beschreibe ich in meinem Buch „Ordnung ohne Stress“ auf den Seiten 152 bis 157. Auch sehr nützlich ist meine Wiedervorlage auf Mappenbasis:

zeitmanagement schreibtischordnung

Nach welchen Kriterien legen Sie (Aufgaben)Prioritäten fest?

Die Priorität einer Aufgabe ergibt sich für mich daraus, ob mich das Erledigen dieser Aufgabe meinen Zielen näher bringt.

Da ich meine Ziele (mit unterschiedlichen zeitlichen Horizonten) aufschreibe und sie auch durchsehe, ergeben sich die Prioritäten beim Durchsehen der Ziele fast von selbst.

Wie können Sie sich nach einem anstrengenden Arbeitstag am besten entspannen?

Beim Radeln oder Spazierengehen durch die oberbergischen Wälder, beim Hören von Musik J. S. Bachs und Arvo Pärts, beim Glas Wein mit meiner Frau am Kamin, beim Lesen der von Volker Michels hervorragend besorgten Hermann Hesse-Gesamtausgabe – es gibt viele Möglichkeiten.

Haben Sie Zeitmanagement-Tipps für meine Leser?

Die meiste Zeit können Sie dadurch sparen, indem Sie sich darüber klar werden, was Sie wirklich wollen. Denn dann fällt es viel leichter, nein zu sagen und sich nicht dauernd vor den Karren anderer Interessen spannen zu lassen.

Damit meine ich nicht, dass Sie nur an sich und Ihre Bedürfnisse denken sollten. Im Gegenteil, es gibt kaum etwas befriedigenderes, als wirksam für andere Menschen da zu sein.

Wenn Sie also nach einem Zeitmanagement-Tool suchen, dann fangen Sie an mit Ihrem persönlichen Zielmanagement – noch heute.

Herzlichen Dank, Herr Rommert!

Das Buch von Frank-Michael Rommert (erhältlich u.a. bei Amazon):

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