INTUITION: „Hallo Bauchgefühl, was sagst du?“

Gleich eine Frage vorweg:

Vertrauen Sie Ihrer Intuition und handeln Sie häufig intuitiv?

(Sie können statt Intuition auch die Begriffe Bauchgefühl, innere Stimme, sechster Sinn oder innerer Kompass einsetzen, die häufig synonym verwendet werden.)

Wenn die Intuition etwas anderes sagt als der Verstand …

Situationen, die Sie wahrscheinlich kennen

Wenn Sie die Eingangsfrage bejahen können, dann kennen Sie wahrscheinlich folgende Situationen:

  • Sie treffen eine Entscheidung wider Ihr Bauchgefühl. Im Nachhinein wird deutlich, dass die Entscheidung falsch war und Sie Ihrem Bauchgefühl hätten vertrauen sollen.
  • Sie haben in einer Situation gut und richtig gehandelt, können aber nicht genau erklären, warum Sie genau so und nicht anders dabei vorgegangen sind.
  • Beim ersten Treffen mit einer Person löst diese in Ihnen ein Gefühl aus (ob positiv oder negativ), ohne dass es offensichtliche Gründe dafür gibt. Später – oft auch erst nach langer Zeit – stellen Sie fest, dass Sie mit Ihrem Gefühl vollkommen richtig lagen.
  • Sie haben eine außergewöhnliche Idee, eine verheißungsvolle Eingebung, und sind selbst erstaunt, wie Sie überhaupt darauf kommen konnten.
  • Ein „komisches Gefühl“ hält Sie von einer Handlung ab, ohne dass Sie es rational begründen können. Später stellt sich heraus, dass diese warnende Vorahnung völlig berechtigt war.

Aber was ist überhaupt Intuition?

Zuerst zum Begriff selbst: Intuition kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „anschauen“ oder „genau hinsehen“ – im übertragenen Sinne können Sie daraus auch „genau (in sich) HINEINsehen“ oder „genau nach innen sehen“ ableiten.

Etwas vereinfacht dargestellt, ist die Intuition ein individueller UNBEWUSSTER Wissensspeicher, der Informationen und Erfahrungen beinhaltet, die ein Mensch in seinem bisherigen Leben gesammelt hat.

Für William James Mayo, US-amerikanischer Chirurg und Mitgründer der renommierten Mayo Clinic, ist die Intuition das „instinktive Zusammenfassen von Erinnerungen und anderen Beweismaterialien, von den fünf Sinnen eingesammelt und vom Bewusstsein korreliert“.

Der kanadisch-US-amerikanischer Psychiater Eric Berne hat sich intensiv mit der Intuition befasst. Seine Definition:

Intuition ist das Wissen, das auf Erfahrung beruht und durch direkten Kontakt mit dem Wahrgenommenen erworben wird, ohne dass der intuitiv Wahrnehmende sich oder anderen genau erklären kann, wie er zu der Schlussfolgerung gekommen ist.

Nun unterscheiden sich die (Lebens-)Erfahrungen von Menschen in der Art und im Umfang. Dabei spielen neben dem Alter auch das soziale und das kulturelle Umfeld eine wesentliche Rolle. Deshalb ist auch die Intuition bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

Sie nehmen mehr wahr, als Sie vermuten

Um auf diesen unbewussten Wissensspeicher zurückzukommen: In jedem Moment – auch jetzt, wo Sie diesen Text lesen – nehmen Sie weitaus mehr wahr, als Ihnen wahrscheinlich bewusst ist.

Denn Ihr Verstand nimmt nur einen Bruchteil der Informationen auf, die Ihnen Ihre Sinneskanäle permanent liefern.

Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass unser Bewusstsein eine Informationsmenge von max. 40 bis 50 Bits pro Sekunde verarbeiten kann (abhängig von diversen Faktoren).

Allerdings empfängt unser Gehirn über die Sinneskanäle im gleichen Zeitraum ein Vielfaches an Informationen, und zwar 11 Millionen Bits, wie der Wissenschaftsjournalist Tor Nørretranders in seinem Buch „Spüre die Welt. Die Wissenschaft des Bewusstseins“ schreibt. Diese Unmengen an Informationen gehen größtenteils direkt ins Unterbewusstsein über.

Wie ein kleiner Lichtstrahl in einer dunklen Riesenbibliothek

Damit Sie eine vage Vorstellung von dem gigantischen Schatz an Informationen und Erfahrungen bekommen, auf den Ihre Intuition zugreift:

Versetzen Sie sich in eine riesige dunkle Bibliothek, in der Sie mit einer Taschenlampe auf eine Buchseite leuchten. Diese Seite können Sie sich als jenen Punkt vorstellen, den Ihr BEWUSSTSEIN „sieht“:

Sehen Sie den kleinen Lichtstrahl (den gelben Punkt)? Das „sieht“ Ihr BEWUSSTSEIN.

Nun wird über einen Schalter die gesamte Beleuchtung der Riesenbibliothek eingeschaltet. Alle darin befindlichen Bücher sind für Ihr UNTERBEWUSSTSEIN im gleichen Moment sichtbar, während Sie mit der Taschenlampe (Ihrem Bewusstsein) nur eine Buchseite wahrnehmen:

Das nimmt Ihr UNTERBEWUSSTSEIN im gleichen Moment wahr.
(Bei genauer Betrachtung sehen Sie noch den Taschenlampenstrahl.)


Die Intuition sendet Ihnen Signale. Geben Sie Acht!

Die Intuition kann Ihnen über Körpersignale oder über Gefühle „Botschaften“ senden – etwa durch ein gutes Gefühl (z. B. Kribbeln im Bauch) oder ein „komisches Gefühl“ im Zusammenhang mit einer Entscheidung, Warnsignale durch ein Ziehen im Bauch, ein bedrückendes Gefühl im Brustbereich, …

Sie sollten diese Impulse nicht ignorieren, sondern sie bewusst wahrnehmen und ihnen vertrauen – wie ein Sprichwort besagt:

Achte auf dein Bauchgefühl. Egal wie gut etwas aussieht: Wenn es sich nicht gut anfühlt, geh weiter.

Trainieren Sie Ihre Intuition

Sie können Ihre Intuition schulen und dadurch verbessern. Denn je stärker sie ausgeprägt ist, desto eher wird es Ihnen gelingen,

  • schnell gute Entscheidungen („aus dem Bauch heraus“) zu treffen, ohne dass Sie die komplexen Zusammenhänge detailliert verstehen müssen,
  • Handlungen vorauszuahnen und Vorfälle zu prognostizieren (auf Basis Ihrer unbewussten Erfahrungswerte, Muster und Informationen),
  • in einer Situation zu erkennen, was Sie im tiefsten Inneren wirklich wollen – auch wenn der Verstand Ihnen vielleicht etwas anderes sagt,
  • Warnsignale wahrzunehmen („spüren, wenn etwas nicht stimmt“) und sich dadurch von Vorhaben abzuwenden, die Ihnen wahrscheinlich schaden,
  • auf wertvolle Ideen und Eingaben zu kommen, ohne intensiv darüber nachzudenken.

6 Übungen für einen besseren Kontakt zu Ihrer Intuition

Beim Üben sollten Sie möglichst entspannt sein und sich wohlfühlen (» hier einfache Entspannungsübungen). Dadurch sind Sie sensibler für intuitive Empfindungen.

Intuitions-Übung 1

Die Kreuzworträtsel-Übung

Eine Übung, mit der es mir selbst gelingt – nicht immer, aber oft –, bereits vergessen geglaubte Erinnerungen mit den damit verbundenen Gefühlen aus den Tiefen des Unterbewusstseins ins Bewusstsein zu befördern (wie eben auch die Intuition auf Informationen, Muster und Erfahrungswerte aus dem Unterbewusstsein zurückgreift).

Und so gehen Sie vor:

  1. Nehmen Sie ein Kreuzworträtsel und einen Stift zur Hand.
  2. Nun beginnen Sie mit einem beliebigen Suchbegriff.
  3. Bevor Sie aber die Buchstaben des gesuchten Worts in die entsprechenden Felder eintragen, denken Sie kurz darüber nach, was Sie mit diesem Begriff assoziieren, woran er Sie erinnert.
  4. Und so gehen Sie mit jedem weiteren Rätselwort vor: Ehe Sie es in die Buchstabenfelder eintragen (falls Sie es wissen), halten Sie kurz inne und denken Sie über den Begriff nach. Was kommt Ihnen dazu spontan in den Sinn?

Sie werden überrascht sein, welche unerwarteten Erinnerungen Ihr Unterbewusstsein dabei zu Tage fördert.

 

Intuitions-Übung 2

„Hallo Bauchgefühl, was sagst (fühlst) du?“

Wenn Sie vor einer Entscheidung stehen, fragen Sie ganz bewusst Ihr Bauchgefühl, bevor Sie über Ihren Verstand sämtliche rationalen Aspekte zur Entscheidungsfindung abrufen.

Führen Sie sich die verschiedenen Entscheidungsoptionen vor Augen. Notieren Sie auf einem Blatt Papier die Möglichkeiten und die entsprechenden Empfindungen. In einem weiteren Schritt schreiben Sie bei den jeweiligen Optionen die rationalen Aspekte auf – also „die Stimme Ihres Kopfes“ kommt zu Wort. Sind Ihre Bauchstimme und die Kopfstimme der gleichen Meinung?

Je häufiger Sie Ihr Bauchgefühl bei der Entscheidungsfindung einbeziehen, desto besser wird die Verbindung zu Ihrem unbewussten Wissensschatz.

 

Intuitions-Übung 3

Führen Sie Selbstgespräche

Was Selbstgespräche mit Intuition zu tun haben? Damit fassen Sie Aspekte und Erkenntnisse – die Ihnen bisher vielleicht nicht richtig bewusst waren, weil Sie sie als innere Stimme nur intuitiv wahrgenommen haben – in gesprochene Worte.

Tragen Sie also hin und wieder Ihre innere Stimme hörbar nach außen, indem Sie laut mit sich selbst sprechen. Das kann in einem abgeschlossenen Raum, unter der Dusche oder auch im Auto bei der Fahrt zur Arbeit sein.

Wichtig: Laut einer Studie von Forschern der Universität von Michigan ist ein Selbstgespräch besonders wirkungsvoll, wenn Sie von sich selbst nur namentlich und in der dritten Person sprechen.

Beispiel: „Der/die [eigener Vorname] spürt ein angenehmes Kribbeln im unteren Bauchbereich, wenn er sich vorstellt, dass …“

 

Intuitions-Übung 4

Machen Sie Prognosen

Versuchen Sie in alltäglichen Situationen, die weitere Handlung vorauszuahnen.

Als Beispiel: Sie beobachten zwei Menschen, die sich begegnen. Wer von beiden wird wohl zuerst grüßen?

Oder Sie besuchen eine Veranstaltung mit Teilnehmern, die sich nicht kennen. Wer wird sich in einer Unterhaltung zusammenfinden, welche Gruppen werden sich bilden?

In einem Geschäft: Welches Produkt wird eine Person wohl als Nächstes kaufen?

Durch diese selbst gestellten Aufgaben lernen Sie, Menschen und Situationen intuitiver wahrzunehmen.

 

Intuitions-Übung 5

Der Bodyscan

Eine Übung, mit der Sie Ihre Körperwahrnehmung fördern: der Bodyscan. Je besser Ihre Körperwahrnehmung, desto empfänglicher sind Sie für intuitive Signale, die Ihnen Ihr Unterbewusstsein sendet.

Der Bodyscan ist eine Achtsamkeitsübung, bei der verschiedene Körperregionen gedanklich berührt („gescannt“) werden – also eine Art mentale Reise durch den eigenen Körper.

» Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bodyscan

» Weitere Achtsamkeitsübungen

 

Intuitions-Übung 6

(Intuitiv) Drauflos schreiben

Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand oder machen Sie das Ganze digital in einem Textverarbeitungsprogramm.

Und dann geht’s los! Nicht groß nachdenken, sondern einfach drauflos schreiben. Es geht dabei nicht um die Erstellung eines bedeutungsvollen Textes. Sie sollten nur darauf achten, dass die einzelnen Sätze einen Sinn ergeben, ohne zwingend in einem thematischen Zusammenhang zu stehen.

Alternativ können Sie auch drauflos malen/zeichnen, ohne ein bestimmtes Motiv vor Augen zu haben.

 


Fazit: Trainieren und vertrauen Sie Ihrer Intuition!

Sie können Ihre Intuition durch regelmäßiges Üben schulen. Je ausgeprägter die Verbindung zu Ihrem immensen Informations- und Erfahrungsschatz im Unterbewusstsein, desto öfter wird sie Ihnen als weiser Ratgeber zur Seite stehen. Sie müssen nur ihren Signalen Gehör schenken und vertrauen.

Wenn Sie also wieder mal ein „komisches Gefühl“ haben, das Sie nicht einordnen können, ignorieren Sie es nicht oder tun Sie es nicht als Einbildung ab, sondern nehmen Sie es als intuitiven Impuls wahr. Sehen Sie Ihren analytischen Verstand und Ihre Intuition als wunderbar ergänzende Partner, die Ihnen Gutes wollen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Intuition gemacht?

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • lex

    geiler vergleich, der mit der bibliothek und die 2 bilder dazu!

    lex antworten
  • Andrea Enzinger

    Lieber Herr Heidenberger,

    das Lesen Ihrer Beiträge bereitet mir immer Freude und die Inhalte bleiben hängen und haben mir schon oft neue Perspektiven eröffnet.

    In den von Ihnen eingangs genannten Situationen habe ich mich tatsächlich wiedererkannt, habe sie aber bisher nicht direkt mit meiner Intuition in Verbindung gebracht.

    Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich immer wieder mal nicht rational, sondern aus einem unbestimmten Gefühl heraus gehandelt und dann gemerkt, dass ich gut daran tat, genau so gehandelt zu haben. Das lässt sich ja meist erst später beurteilen.

    Werde mir vornehmen, genauer auf mein Bauchgefühl zu hören, weil ich nun dank dieses Beitrags auch die Zusammenhänge besser verstehe und der Begriff “unbewusster Wissens- und Erfahrungsschatz” gefällt mir dazu besonders gut. Die Bilder und die Analogie mit der Bücherei sind klasse für die Vorstellung Wahrnehmung Bewusstsein/Unterbewusstsein!

    Machen Sie weiter so!

    LG Andrea

    Andrea Enzinger antworten
  • Niki

    Mein Bauchgefühl hat mich noch nie enttäuscht, noch nie!!!

    Ich bin überzeugt, dass wenn die Menschen mehr auf ihre Intuition vertrauen würden, wären sie glücklicher und die Welt und der Umgang miteinander wäre auch besser.

    Niki antworten
  • Gerold W.

    Ich lasse oft mein Bauchgefühl entscheiden, nicht immer, aber immer öfters. ;)

    Gerold W. antworten
  • Christine

    Ich möchte zu diesem Thema einen Vorfall teilen, wie er sich vor 40 Jahren – damals war ich gerade mal 20 – in meinem damaligen Zuhause in Kanada (Ottawa) passiert ist.

    Auslöser war ein chinesischer Kochkurs, den ich über mehrere Abende verteilt absolvierte. Der Veranstaltungsort befand sich fußläufig von meiner Wohnung. An jenem Abend im Monat Dezember – es war schon lange dunkel – ging ich nach Kursschluss zu Fuß mit einer alten Dame, die in meinem Gebäude wohnte, nach Hause. Während die Frau an der Gehsteig-Innenseite ging, befand ich mich an der Straßenseite des Gehsteigs. Wir waren in ein Gespräch vertieft, und ich spürte in der nahen Distanz Schritte hinter uns.

    Ich war mir sofort bewusst, dass uns jemand verfolgte, wollte jedoch nicht unhöflich sein und die Aufmerksamkeit von meinem Gesprächspartner abziehen und bin daher meinem Impuls, nach hinten zu blicken, nicht gefolgt. Ich nahm auch wahr, wie sich die Schritte hinter uns beschleunigten, als wir auf eine Straßenkreuzung zugingen. Und schwupps – da riss mir ein junger Mann meine Handtasche, deren Trageriemen ich um mein Handgelenk gewickelt hatte, mit einem festen Ruck von der Hand.

    Während ich mit den Trageriemen in der Hand zurück blieb, verschwand der Räuber mit meiner Tasche und dem wertvollen Inhalt (ich hatte gerade einen großen Betrag an Bargeld abgehoben und auch meine Ausweise dabei, die ich an diesem Tag beruflich benötigte) in Windeseile in einer dunklen Seitenstraße. Der Räuber wurde dann zwar am nächsten Tag aufgrund meiner Beschreibung von der Polizei in meinem Wohnviertel noch einmal gesichtet, jedoch leider nicht gefasst. Und bei mir blieb ein Schock zurück und das Gefühl – ach hätte ich doch nur…

    Liebe Grüße
    Christine

    Christine antworten
  • Rosemarie Lenske

    Übung Nr. 6 drauflos schreiben, habe ich sofort durchgeführt.

    Am besten den Timer auf 10 Minuten stellen. Dann ununterbrochen schreiben.

    Ich würde auf alle Fälle empfehlen mit der Hand zu schreiben. Außerdem würde ich raten, mit einem Bleistift zu schreiben, weil man dann das Schreibgeräusch hört. Und nun loslegen ohne Unterbrechung. Der Stift sollte immer Kontakt zum Papier haben. Sollte einem nichts einfallen, einfach blablabla schreiben und schon geht es weiter mit den Intuitionen. Ich habe diese Übung früher ganz oft gemacht und war immer wieder erstaunt, wie viel ich schreiben konnte.

    Man soll sich während des Schreibens auch keine großen Gedanken machen, ob das klug ist, ob es gut klingt oder ob die Rechtschreibung stimmt. Das ist dabei völlig nebensächlich. Wenn man dem Schreibfluss freien Lauf lässt, kann man schon sicher sein, dass das geschriebene von innen kam.

    Vielen Dank Burkhard Heidenberger für diesen tollen Impuls.

    Rosemarie Lenske antworten
  • Heike

    Hallo – habe in den letzten Jahren situationsbedingt “verlernt”, auf mein Bauchgefühl zu hören. Bzw. war es mir nie so richtig bewusst, dass auf den “Bauch” hören definitiv oftmals besser ist als sich immer auf den Verstand zu verlassen.

    Erst in letzter Zeit wurde mir richtig bewusst anhand einiger “nach reiflicher Überlegung” getroffenen Entscheidungen, dass genau dieses “Nachdenken” fehl am Platz war und der Bauch doch besser geurteilt hat.

    Ich versuche nun doch intensiver auf den Bauch zu hören, zu spüren was er sagt. Was allerdings teilweise schwer fällt, weil erstens Mr. Verstand sich immer sehr schnell einschaltet. Und hat der sich erstmal eingeschaltet, tritt Mr. Bauch sehr schnell in den Hintergrund.

    Es kostet Kraft, noch einmal nachzuspüren – aber es gelingt mir immer besser. Und ich fahr gut damit…

    Mr. Bauch hat mich in der letzten Zeit oftmals “gerettet” vor Fehlentscheidungen, und seien es ganz profane Geschichten/Entscheidungen…

    Heike antworten
  • Stefan

    Hallo Herr Heidenberger,

    Bauchgefühl, ein echt schönes und besonders wertvolles Thema!

    Meine Meinung dazu lautet:

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Weil, die besten und grandiosesten Entscheidungen in meinem Leben habe ich immer dann getroffen, wenn ich auf “MEIN” Bauchgefühl gehört habe.

    Habe ich dieses Thema mal außer Acht gelassen und bei wichtigen Fragen nicht darauf geachtet, man glaubt es kaum, lag ich zu 99,9% mit meiner Entscheidung falsch!

    Heute und schon seit langer Zeit ist es so, dass ich immer, wenn ich (größere) Entscheidungen treffen soll oder muss, 10 Minuten in die Stille gehe, alles fließen lasse, in aller Ruhe abwarte, und dann meinem Bauchgefühl folge. Und was soll ich sagen: Es lebt sich echt, echt gut damit! ??❣️‼️

    Liebe Grüße aus Berlin, Stefan

    Stefan antworten
  • Anna Medesi

    Schöne Darstellung!

    Anna Medesi antworten
  • Marlene

    Hallo lieber Herr Heidenberger,

    ich freue mich – immer – über Ihre Beiträge. Vielen lieben Dank dafür.

    Das mit der Intuition – mein persönlicher Ausdruck dafür ist “Mein Bauchgefühl” – klappt bereits seit Kindertagen ganz hervorragend und die wenigen Male – wo ich nicht darauf gehört habe – egal in welcher Lebenssituation – sind ganz gehörig in die “Hose” gegangen.

    Das bedeutet natürlich – dass es mir nicht von Anfang an so deutlich bewusst war – mein Bauchgefühl – es war zuerst immer dieses Gefühl von – ich fühl mich gut oder nicht gut – es ist für mich so richtig oder eben nicht richtig – es ergab sich dann im Laufe meines Lebens ganz von alleine und gehört eben zu mir – dass sich dieses gute Gefühl fest verinnerlicht hat – ich empfand/empfinde es als einen festen Bestandteil meines Lebens und brauchte dann überhaupt gar nicht mehr über bestimmte Entscheidungen nachzudenken – sondern mir fielen die Entscheidungen – meine Entscheidungen – ganz einfach nur – unglaublich – leicht.

    Ich bin unheimlich dankbar für so ein zufriedenes Leben – welches gar nicht viel braucht um glücklich und zufrieden zu sein – und alles was darüber hinaus geht – ist der pure Luxus … für mich !!!!! Das ist “meine Geschichte von meinem Bauchgefühl”.

    Ganz herzliche Grüße Leni

    Marlene antworten
  • Anonym

    Hallo Herr Heidenberger!

    Vielen Dank für diesen wundervollen Artikel!

    Ich werde die Übungen nutzen, um zu meinem ursprünglichem Bauchgefühl wieder zurück zu gelangen. Es ist leider durch eine sehr zerstörerische Beziehung ziemlich ins Wanken geraten.

    Ich wusste damals intuitiv, dass mich diese Beziehung nicht glücklich machen wird und bin trotzdem darauf eingegangen.

    Mir wurde immer wieder gesagt, dass ich mir etwas einbilde und meine Gefühle mich täuschen, ich mir selber was einrede, was gar nicht stimmt. Und so habe ich immer mehr an meinem Bauchgefühl gezweifelt und wurde immer unglücklicher.

    Am Ende dachte ich, dass ich Schuld am Scheitern unserer Pläne war. Ich habe es inzwischen geschafft, mich zu trennen und stelle fest, dass mein Bauchgefühl mich all die Zeit nicht getäuscht hat, ich es nur einfach ignorieren wollte, weil ich gehofft und vertraut habe, nur leider nicht mir selbst.

    Gerade in Liebesbeziehungen fällt es oft schwer, etwas Wichtiges wahrzunehmen, wenn man bereits die rosarote Brille aufgesetzt hat.

    Ich möchte aber weder mir noch meinem Gegenüber mit Groll gegenüber stehen, sondern es als Chance für mich sehen.

    Genauer hinzusehen, was ich benötige und ob ich es bei einem anderen Menschen finden kann. Außerdem werde ich jetzt bewusster auf mein Bauchgefühl hören und es nicht mehr so außer Acht lassen.

    Anonym antworten
    • Vielen Dank für Ihren Erfahrungsbeitrag!

      Mir wurde immer wieder gesagt, dass ich mir etwas einbilde und meine Gefühle mich täuschen, ich mir selber was einrede, was gar nicht stimmt. Und so habe ich immer mehr an meinem Bauchgefühl gezweifelt und wurde immer unglücklicher.

      Ja, die Ratgeber im eigenen Umfeld können sich auch täuschen, während die innere Stimme in der Regel eher richtig liegt. Denn das Bauchgefühl berücksichtigt auch die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, und diese können andere Menschen niemals so gut kennen, wie man sie selbst bzw. wie das eigene Bauchgefühl sie kennt.

      Steve Jobs hat es einmal so formuliert:

      „[…] Lass nicht zu, dass der Lärm anderer Menschen deine eigene innere Stimme übertönt. Hab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen.“

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Esra

    Intuition hat nix mit Esoterik zu tun!!

    Esra antworten

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