Selbstvertrauen stärken: 10 + 5 bewährte Übungen & Tipps

Wahrscheinlich haben Sie sich diese oder eine ähnliche Frage bereits gestellt:

„Wie kann ich mein Selbstvertrauen aufbauen?“

Die Antwort:

Das gelingt Ihnen mit gezielten Übungen, durch die Sie sich mehr zutrauen. Jeden Tag etwas mehr.

Hier erfahren Sie 10 bewährte Übungen und Tipps sowie eine Trainingsmethode, um Ihr Selbstvertrauen dauerhaft zu stärken.



Die folgenden Übungen sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN, das neben einem umfangreichen E-Book und einer Trainingsanleitung auch Übungskärtchen enthält (→ alle Infos zum Downloadpaket – HIER KLICKEN).

Übungen aus dem Downloadpaket werden u. a. von der KLINIK SGM LANGENTHAL (Psychotherapie/Psychosomatik) genutzt – etwa zur Unterstützung der Patienten beim Erlangen von mehr Selbstvertrauen im Alltag. 

Selbstvertrauen steigern: 10 bewährte Übungen & Tipps

Ü 1: Sprechen Sie laut(er): Löwenstimme

Auch die Sprache und die Stimme haben Auswirkungen auf die Selbstsicherheit. So kann ein Sprachfehler dazu führen, dass man sich grundsätzlich im Hintergrund hält.

Menschen mit einem geringen Selbstvertrauen sprechen automatisch leiser.

Wenn Sie auch zum leisen Sprechen tendieren, versuchen Sie, bewusst lauter zu sprechen. Finden und üben Sie Ihre „Löwenstimme“. Beginnen Sie hiermit in Gesprächen mit vertrauten Personen. Dann üben Sie in Unterhaltungen mit Menschen, die Ihnen nicht so vertraut sind.

Auch ein Rhetorikkurs kann helfen, sich mit der eigenen Sprache und Stimme zu behaupten.


Ü 2: Achten Sie auf Ihre Körperhaltung

Durch die Kontrolle Ihrer Körperhaltung können Sie mehr Selbstvertrauen gewinnen. Die Haltung sollte stets aufrecht und gestärkt sein, nicht etwa zusammengesunken und kleinmachend.

Sie werden sich automatisch besser und auch sicherer fühlen, wenn Sie mit geradem Rücken und leicht geschwellter Brust auftreten.

Überprüfen Sie über einen längeren Zeitraum Ihre Körperhaltung, und zwar in möglichst vielen Situationen. Durch diese laufende Kontrolle wird ein Zurückfallen in alte Muster verhindert.

Bereits nach kurzer Zeit haben Sie sich dadurch eine selbstsichere Körperhaltung angewöhnt, die sich auf Ihr Selbstvertrauen positiv auswirkt.


Ü 3: Führen Sie Selbstgespräche

Die Autorin und renommierte Psychologieprofessorin Dolores Albarracin ist überzeugt:

„Das Selbstgespräch ist eines der wichtigsten Werkzeuge, mit dem wir unser Verhalten steuern können.“

Deshalb: Führen Sie Selbstgespräche. Also kein gedankliches Selbstgespräch, sondern hörbar.

Wichtig laut einer Studie von Forschern der Universität von Michigan:

Beim Selbstgespräch von sich selbst nur namentlich und in der dritten Person sprechen.

Ein Beispiel auf Ihre Person bezogen:

„Das ist eine große Herausforderung für den/die … (Ihr Vorname). Aber … (Ihr Vorname) schafft das sicher!“

Klingt zugegebenermaßen seltsam und ungewohnt.

Wozu das Ganze?

Selbstgespräche haben mehrere positive Wirkungen:

Mit einem Selbstgespräch

  • gewinnen Sie mehr Klarheit für eine Situation/eine Herausforderung,
  • können Sie sich gut motivieren und fokussieren,
  • betrachten Sie Situationen und Vorfälle objektiver und emotionsloser (weniger im Gefühlsmodus),
  • werden Sie nachsichtiger gegenüber sich selbst,
  • kommen Sie besser und schneller ins Tun.

All dies trägt letztlich zur Stärkung Ihres Selbstvertrauens bei.

Sprechen Sie mit sich aber immer wertschätzend – eben wie eine sehr gute Freundin bzw. ein sehr guter Freund das tun würde.

Und wo Selbstgespräche führen?

Beispielsweise bei einem Spaziergang, in einem abgeschlossenen Raum (WC), unter der Dusche, im Auto bei der Fahrt zur Arbeit, … Möglichkeiten gibt es genug.


Ü 4: Nicht jammern!

Ein Zitat, angeblich von Albert Einstein (unterschiedliche Quellenangaben):

„Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist, aufhören zu jammern.“

Hin und wieder jammern kann durchaus entlastend und befreiend wirken. Wenn das Jammern allerdings zur Gewohnheit wird, kann dies sogar das Gehirn verändern und vergesslich machen [Studie].

Zudem belasten Sie sich durch „chronisches“ Jammern selbst, was auch Ihr Selbstvertrauen beeinträchtigt.

Deshalb: Machen Sie sich bewusst, ob, wie oft, bei wem und in welchem Zusammenhang Sie jammern. Wenn Sie sich dann beim Jammern ertappen, sagen Sie (in Gedanken) laut STOPP. Dann versuchen Sie stattdessen, etwas Positives der Situation abzugewinnen.


Ü 5: Überzeugen Sie sich mit der Spiegel-Übung

Stellen Sie sich vor einen Spiegel (z. B. morgens vor dem Badezimmerspiegel). Blicken Sie sich dann in die Augen und sagen Sie sich:

„Ich bin ein wunderbarer und liebenswerter Mensch.“

Diesen Satz wiederholen Sie möglichst oft. Natürlich können Sie auch eine andere aufbauende Formulierung wählen.

Eine Variation dieser sogenannten Affirmation kann auch gezielt für eine bevorstehende herausfordernde Situation genutzt werden. Vor einer wichtigen Prüfung können Sie sich beispielsweise sagen:

„Ich bin stark und schaffe das!“

Das selbst von sich zu hören setzt Prozesse im Gehirn in Gang, die dem Selbstvertrauen zu neuem Antrieb verhelfen.


Ü 6: Nehmen Sie Haltung an

Hierbei handelt es sich um eine einfache Körperübung, die dennoch große Auswirkungen auf das Selbstvertrauen haben kann.

  • Stellen Sie sich hierzu aufrecht hin, sodass die Füße etwa hüftbreit auf dem Boden stehen.
  • Nun bauen Sie sich so auf, als hätten Sie unendliche Kraft, drücken den Brustkorb nach vorne und spannen Sie die Schultern.

Durch die Muskelspannung spüren Sie, wie viel Kraft in Ihnen steckt und Sie fühlen sich – beispielsweise für eine kommende Aufgabe – gestärkt.

Extra-Tipp:

Achten Sie über einen längeren Zeitraum (z. B. eine Woche lang) darauf, wie sich Ihre Körperhaltung je nach Situation ändert. Beobachten Sie auch Personen, die in Ihren Augen große Selbstsicherheit und starkes Selbstvertrauen ausstrahlen. Ahmen Sie ihre Körpersprache nach. Wie fühlt es sich an?

Probieren Sie in einem weiteren Schritt verschiedene Körperhaltungen aus. Machen Sie sich bewusst, wie sich diese auf Ihre augenblickliche Stimmung auswirken. Wenn Ihnen eine besonders kraftvoll erscheint, nutzen Sie diese zukünftig möglichst oft, bis sie Ihnen in Fleisch und Blut übergeht.


Ü 7: Belohnen Sie sich

Eine in Aussicht gestellte Belohnung trägt zur Motivation bei.

Stellen Sie sich also eine Belohnung in Aussicht, insbesondere für fordernde Aufgaben, die Sie Überwindung kosten.

Zudem verstärkt die Belohnung den Geschmack des Erfolgs und macht Mut für neue Aufgaben.

Und mit jedem noch so kleinen Erfolg wächst Ihr Vertrauen in sich selbst etwas mehr.

Extra-Tipp: Die Selbstvertrauenskasse 

Wenn Sie während des Tages etwas schaffen, das Ihrem Selbstwert besonders zuträglich ist, werfen Sie z. B. eine 20 Cent-Münze in ein Sparschwein. Nach jedem Erfolgserlebnis füttern Sie es mit einer Münze. Ist es prall gefüllt, gönnen Sie sich vom Inhalt etwas Schönes. Genießen Sie dabei noch einmal ganz bewusst das Erreichte. Ihr Selbstvertrauen wird gestärkt.


Ü 8: Entmachten Sie Ihre negativen Gedanken

Nicht selten richtet man das eigene Selbstvertrauen zugrunde, indem man sich selbst ständig kritisiert und so ein Gefühl erzeugt, nur wenig wert zu sein. Selbstkritik sollten Sie sich also unbedingt abgewöhnen.

Wenn Ihnen solche negativen und dekonstruktiven Gedanken in den Sinn kommen, halten Sie bewusst inne und fordern Sie die innere Stimme auf: „Halt die Klappe!

Dieses bewusste Innehalten macht eine Gedankenumkehr – also von dekonstruktiv in konstruktiv, von negativ in positiv – möglich, bis die guten Gedanken schließlich überwiegen.

Extra-Tipp:

Hilfreich bei diesem Prozess kann auch ein 30 Zentimeter langer Streifen sein, der sich aufrollen und abschneiden lässt. Markieren Sie auf diesem Streifen die ersten zehn Zentimeter in grüner, die zweiten zehn in gelber und die letzten zehn Zentimeter in roter Farbe.

Diesen Streifen tragen Sie nun immer bei sich und reißen einen Zentimeter ab, sobald Sie sich selbst kritisieren. Sie beginnen mit dem grünen Bereich. Ziel ist es, dem roten Bereich und am besten sogar dem gelben möglichst lange fernzubleiben.


Ü 9: Achten Sie auf Ihr Äußeres

Man muss sich in seiner Haut und in seinen Kleidern wohlfühlen, nur dann kann man nach außen entsprechend auftreten.

Deshalb sollten Sie großen Wert auf Ihr Äußeres legen. So kann bereits eine neue Frisur enorm das selbstsichere Auftreten fördern sowie Mut machen, sich einer Herausforderung zu stellen.


Ü 10: Nutzen Sie Wenn-dann-Bedingungen

Der bekannte Psychologe Prof. Peter Gollwitzer empfiehlt Wenn-dann-Sätze zur Steigerung der Selbstdisziplin und Willenskraft auf dem Weg zum Ziel – oder in unserem Fall: auf dem Weg in Richtung zu mehr Selbstvertrauen.

Wenn-dann-Bedingungen eignen sich insbesondere für Situationen, in denen Sie selbstsicherer agieren und reagieren möchten.

Hier zwei Beispiele für Wenn-dann-Sätze:

  1. WENN mich meine Kollegin das nächste Mal ungut angeht, DANN stelle ich mich aufrecht hin, blicke ihr fest in die Augen und im Anschluss ignoriere ich sie.
  2. WENN ich das nächste Mal vor einer herausfordernden Situation stehe, DANN atme ich drei Mal tief durch, zähle von 5 rückwärts und stelle mich dann der Herausforderung.

Nehmen Sie ein Blatt zur Hand. Überlegen Sie sich nun für Situationen, in denen Sie selbstbewusster und selbstsicherer reagieren möchten, eine (oder mehrere) Wenn-dann-Bedingung(en).


Tue ich immer das Gleiche,
werde ich immer das
Gleiche bekommen.
Möchte ich etwas Anderes,
muss ich es anders oder
etwas Anderes tun.

Persönliche Gedankennotiz


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Sie wollen jeden Tag an Selbstvertrauen gewinnen?

Hilfe zur Selbsthilfe & Anleitungen zur Stärkung Ihres Selbstvertrauens erhalten Sie damit:



Selbstvertrauen aufbauen: 5 Übungen zum Ausdrucken

Hier können Sie die vorgestellten Übungen als PDF-Dokument ausdrucken.


Die obigen Übungen und das folgende Training sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN: 

Selbstvertrauenstraining: Wie Sie effektiv Ihr Selbstvertrauen trainieren

Nicht nur im Sport können Sie mit einem individuellen Training großartige Erfolge erzielen und sich weiterentwickeln. Auch zur Steigerung Ihres Selbstvertrauens bietet sich ein Training an.

Nutzen Sie hierzu ein Ritual, indem Sie in regelmäßigen Intervallen eine Übung aus einem „Powergefäß“ ziehen (ein beliebiges schönes Gefäß, in das Sie Übungskärtchen geben) und diese in Ihren Alltag integrieren.

Liebgewordene Rituale sind wie kleine Fixpunkte in unserem Leben, die uns einfach guttun.

Gehen Sie am besten so vor:

  1. Probieren Sie verschiedene Übungen, Techniken und Tipps aus.
  2. Notieren Sie auf Zettelchen jene, die Ihnen besonders gefallen. Dann falten und in ein ansprechendes Gefäß geben.

    Mit dem Downloadpaket erhalten Sie ein E-Book mit über 50 Selbstbewusstseinsübungen sowie Übungskärtchen zum Ausschneiden → alle Infos – HIER klicken.


  3. Ziehen Sie dann in regelmäßigen Intervallen (z. B. 1x pro Woche) aus dem Gefäß ein Zettelchen/Kärtchen mit einer Übung.
  4. Diese gezogene Übung setzen Sie nun täglich in Ihrem Alltag um.
  5. Nachdem das Übungsintervall (z. B. nach einer Woche) um ist, greifen Sie nach einer neuen Übung.
  6. Stellen Sie bei der Durchführung fest, dass Ihnen eine Übung nicht sonderlich liegt, wird diese aussortiert.
  7. Wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie sämtliche Kärtchen durchhaben und Ihre favorisierten und wirksamsten Übungen entdeckt haben.
    Diese geben Sie erneut in Ihr Gefäß.
  8. Hernach können Sie einen weiteren Trainingsdurchgang starten.

Mit dieser Vorgehensweise bringen Sie Abwechslung in Ihren Übungsalltag. So bleibt die Motivation auf lange Zeit aufrecht.

Durch dieses einfache Training werden Sie jeden Tag mehr an Selbstvertrauen erlangen – für ein zufriedeneres Leben.


Ihre Lieblingsübungen griffbereit – weitere Möglichkeiten:

Alternativ zu einem schönen Gefäß können Sie für das Selbstvertrauenstraining Ihre Lieblingsübungen auch in anderen Behältnissen unterbringen oder digital abspeichern.

Hier verschiedene Möglichkeiten (als Beispiel mit den Übungskärtchen aus dem Downloadpaket „SELBSTBEWUSSTSEIN“):

oder:

oder als Online-Variante:


Übrigens: Auch in der Psychotherapie, Pädagogik sowie in einschlägigen Kursen und Coachings kommen Übungen zur Stärkung des Selbstvertrauens zur Anwendung.

Verwendung in Gruppentherapien: 

Die Teilnehmer erhalten jeweils ein Kärtchen, nehmen es mit nach Hause, führen die Übung regelmäßig durch und berichten bei der nächsten Gruppensitzung von ihrer Erfahrung.


Selbstbewusstsein ist nicht:
„Sie werden mich mögen.“
Selbstbewusstsein ist:
„Es ist okay, wenn
sie es nicht tun.“
Unbekannt


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Jeden Tag mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein!

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Weiteres Wissenswertes und zum Thema häufig gestellte Fragen:

Definition: Was ist Selbstvertrauen?

Darunter versteht man das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken.

Merkmale & Zeichen: Wie Sie Selbstvertrauen erkennen

Wenn Sie ein starkes Selbstvertrauen besitzen, werden Sie an sich selbst folgende Eigenschaften und Vorteile erkennen.

Menschen mit einem starken Selbstvertrauen

  • werden selten von Selbstzweifeln und Unsicherheiten geplagt,
  • setzen sich Ziele und sind motiviert und überzeugt, diese zu erreichen,
  • lassen sich von Rückschlägen nicht unterkriegen, sondern sehen die daraus gewonnenen Erkenntnisse als wertvolle Erfahrungen,
  • haben Führungsqualitäten und werden von den Mitarbeitern als Autorität wahrgenommen,
  • sind entscheidungsfreudig,
  • strahlen Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit aus,
  • kennen sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen, und konzentrieren sich primär auf ihre Stärken,
  • weichen nicht jeder Konfrontation aus und scheuen sich nicht, ihre Meinung kundzutun,
  • sind nicht permanent bestrebt, die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern achten auf ihre eigenen Bedürfnisse,
  • scheuen sich nicht davor, ihre Komfortzone zu verlassen,
  • brauchen nicht ständig die Bestätigung von anderen.

Test Selbstvertrauen: Wie ist es um Ihr Vertrauen in sich selbst bestellt?

Selbstvertrauen lässt sich nicht unmittelbar messen. Aber die Beantwortung der nachstehenden Fragen gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie stark Ihr Vertrauen in sich selbst ausgeprägt ist.

Beantworten Sie die Fragen möglichst schnell, ohne groß darüber nachzudenken.

Wie viele der folgenden Fragen können Sie mit einem eindeutigen Ja beantworten?

  1. Kostet es Sie Überwindung, auf andere Menschen zuzugehen?
  2. Fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie als Person nach vorne treten müssen?
  3. Ist es Ihnen unangenehm, Nein zu sagen bzw. eine Bitte abzuschlagen?
  4. Fällt es Ihnen schwer, sich gegenüber anderen durchzusetzen?
  5. Geben Sie in Konfliktsituationen häufig nach, auch wenn Sie sich im Recht wissen?
  6. Wollen Sie anderen unbedingt gefallen?
  7. Stellen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten an?
  8. Ist es Ihnen wichtig, was andere von Ihnen denken?
  9. Scheuen Sie sich davor, etwas Neues auszuprobieren?
  10. Wirken Niederlangen und Rückschläge in Ihnen lange nach?
  11. Ist es Ihnen unangenehm, vor mehreren Menschen zu sprechen?
  12. Versuchen Sie oft, es anderen recht zu machen?
  13. Plagen Sie häufig Schuldgefühle?
  14. Macht es Sie verlegen, wenn Sie ein Kompliment erhalten?
  15. Haben Sie Angst, andere Menschen in Ihrem unmittelbaren Umfeld zu enttäuschen?
  16. Ist es Ihnen unangenehm, den Augenkontakt länger zu halten (z. B. in Gesprächen)?
  17. Sind Sie mit Ihrem Äußeren unzufrieden?
  18. Vergleichen Sie sich oft mit anderen und schließen dabei schlechter ab?
  19. Denken Sie häufig negativ?
  20. Fokussieren Sie sich mehr auf Ihre Schwächen als auf Ihre Stärken?
  21. Tendieren Sie dazu, alles schwarz zu sehen und sich Sorgen über zukünftige mögliche Ereignisse zu machen?
  22. Neigen Sie zu Selbstkritik?

Hier können Sie den Fragebogen als PDF herunterladen und ausdrucken:

Wie viele Fragen haben Sie mit Ja beantwortet?

Wenn Sie mehr als die Hälfte bejaht haben, zeugt das von einem ausbaufähigen Selbstvertrauen. Nutzen Sie zur Stärkung gezielte Übungen.


Mangelndes Selbstvertrauen: Ursachen

Menschen kommen nicht mit einem geringen Selbstvertrauen auf die Welt. Es gibt immer Gründe, warum wir so sind, wie wir sind. Jeder von uns hat seine eigene Biografie, seine prägende Vorgeschichte.

Ein schwaches Selbstvertrauen resultiert immer aus unserem Selbstbild und aus eingefahrenen Glaubenssätzen, Denk- und Verhaltensmustern, die sich über mehrere Jahre gebildet haben.

Glaubenssätze werden früh durch das soziale Umfeld geprägt, insbesondere durch die Erziehung. Wenn bestimmte Vorwürfe durch die Eltern in Dauerschleife laufen – quasi negative „Mantras“ –, wirkt sich das unweigerlich auf das Selbstbild der Kinder aus.

Solche prägenden Vorwürfe können sein:

  • „Das kann auch nur dir passieren.“
  • „Aus dir wird nie etwas werden.“
  • „Das verstehst du nicht.“
  • „Das ist zu schwierig für dich.“
  • „Das lernst du nie.“
  • „Du bist unfähig.“
  • „Da blamierst du dich nur.“
  • „Du machst das immer falsch.“
  • „Das kannst du nicht.“
  • „Das schaffst du nicht.“
  • „Was werden bloß die anderen von dir denken.“

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen umso stärker zur Selbstkritik neigen, je mehr sie als Kinder von den Eltern kritisiert wurden.

Auch überängstliche Eltern können die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens ausbremsen, indem die Ängstlichkeit und Übervorsichtigkeit auf ihren Nachwuchs übertragen wird.

Aber nicht nur in der Kindheit und im Teenageralter entstehen negative Glaubenssätze und im ungünstigsten Fall sogar belastende Zwangsgedanken. Auch in späteren Beziehungen können sich neue entwickeln, wenn Sie z. B. von Ihrem Partner permanent abschätzig und respektlos behandelt werden.

Ebenso können belastende Ereignisse das Selbstvertrauen torpedieren:

  • Trennung (Beziehung)
  • Jobverlust
  • erfolglose Jobsuche
  • eine psychische Erkrankung wie Depression
  • Burnout
  • Fehlgeburt(en)
  • Partnerschaften, die einem nicht guttun
  • berufliche und private Niederlagen und Rückschläge
  • ein Umfeld, das einem keine Wertschätzung und Anerkennung zuteilwerden lässt

In solchen Umfeldern und Phasen scheint das Selbstvertrauen verloren gegangen zu sein. Wie wiederfinden, wie zurückgewinnen? In der Regel kommt es nach Überwindung dieser schwierigen Zeiten von alleine zurück. Zusätzlich kann dieser „Rückholprozess“ durch regelmäßig durchgeführte Übungen beschleunigt werden.

Vorsicht!

Der eine oder die andere versucht durch Alkohol- oder Drogenkonsum schwierige Lebensabschnitte zu bewältigen und den Mangel an Selbstvertrauen zu kompensieren.

Dass Alkohol die Hemmschwelle senkt, ist bekannt. Aber nach dem Rausch ist das kurzzeitig „gestärkte“ Selbstvertrauen wieder sofort weg. Dann besteht die Gefahr, dass eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, die schließlich in die Sucht führt.


ZUR INFO: Die obigen Übungen sind ein Auszug aus dem → ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN.

Das Downloadpaket wird u. a. von der KLINIK SGM LANGENTHAL (Psychotherapie/Psychosomatik) genutzt – zur Unterstützung der Patienten beim Erlangen von mehr Selbstbewusstsein im Alltag. Hilfe zur Selbsthilfe.


Fehlendes Selbstvertrauen: 4 Nachteile

Menschen mit geringem Selbstvertrauen sehen sich häufig mit folgenden Unannehmlichkeiten konfrontiert:

Nachteil 1: Sie werden häufiger ausgenutzt

Einfach deshalb, weil sie dazu neigen, zu allem Ja und Amen zu sagen. Sie lassen sich so manche fordernde Dreistigkeit gefallen und können keine Bitte oder keinen Wunsch abschlagen.

Nachteil 2: Sie werden öfter verletzt

Menschen mit wenig Selbstvertrauen neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse hintanzustellen und stattdessen zuerst anderen zu helfen.

Wenn dann diese Hilfsbereitschaft nicht wertgeschätzt und erwidert wird, ist das mit Enttäuschungen und Verletzungen verbunden.

Nachteil 3:  Sie tendieren zu Burnout

Burnout kann vielfältige Ursachen haben, u. a. auch das Vernachlässigen der eigenen Bedürfnisse.

Zudem werden Personen mit geringem Selbstvertrauen oft Tätigkeiten zugeschanzt, für die sie eigentlich nicht zuständig sind. Dadurch bleibt ihnen weniger Zeit für die Erledigung der eigenen Aufgaben, weniger Zeit für persönliche Vorhaben, weniger Zeit für sich selbst.

Das führt unweigerlich zu Fehleranfälligkeit, Stress, Überforderung und über kurz oder lang zu einem Gefühl des Ausgebranntseins. Burnout!

Nachteil 4: Sie werden leichter zu Opfern

Personen mit geringem Selbstvertrauen weichen in der Regel jedem Konflikt aus. Zudem werden sie häufig in die Opferposition gedrängt, weil andere wissen, dass sie mit keinem/kaum Widerstand rechnen müssen.


Man muss auch tun

Um das Selbstvertrauen zu stärken, gilt:

Es ist nicht genug zu wissen,
man muss auch anwenden,
es ist nicht genug zu wollen,
man muss auch tun.

Goethe


KOMMEN SIE NOCH HEUTE INS TUN, damit Sie mehr Selbstvertrauen erlangen. Das gelingt Ihnen mit dem Downloadpaket. Die obigen Übungen und das Training inkl. Übungskärtchen sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket SELBSTBEWUSSTSEIN:


Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum Downloadbereich, dann schreiben Sie mir einfach!

 

Burkhard Heidenberger


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Kommentare

  • Kokou

    Ich finde es toll, nur nach wenigen Minuten lesen.

    Kokou antworten
  • okan

    Sehr interessant. :)

    okan antworten
  • Tobi

    Ein sehr guter Beitrag mit vielen Punkten, die man umsetzen sollte. Nur in der Umsetzung kann man sich verändern. Besonders die Veränderung der Körperhaltung ist sehr effektiv. Wenn man sich richtig aufrichtet und die Brust raus streckt, dann fließt förmlich das Vertrauen. Mit der Änderung der Körperhaltung und mit einem kräftigen Sprechen, ändern sich auch die Gefühle.

    Liebe Grüße

    Tobi

    Tobi antworten
  • Toller auf den Punkt gebrachter Beitrag. Die Tipps lassen sich leicht aber effektiv in den Alltag integrieren. Gerade ein ehrliches und freundliches Lächeln wird oft unterschätzt. :)

    Gruß Tobias

    Tobias antworten
  • Nils

    Hallo,

    ich bin gerade durch Zufall auf diese Seite gekommen, aber mit den Tipps, die man hier erhält, kann das Leben schon leichter laufen. Ich werde einiges davon umsetzen und hoffe, dass sich mein stressiges(selbstgemachtes) Leben verbessern kann.

    Danke für die vielen nützlichen Tipps!

    Nils

    Nils antworten
  • Lara

    Schöner Beitrag Danke =)

    Gerade der Tipp mit der Körperhaltung macht einen wahnsinnigen Unterschied und ist inzwischen sogar wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden.

    Es funktioniert tatsächtlich und kann am einfachsten und schnellsten von jedem ausprobiert werden.

    Allen viel erfolg beim ausprobieren ! Lara =)

    Lara antworten
  • Sergio

    Super Beitrag, danke =)

    Der Tipp mit der Körperhaltung hat so einen energetischen Effekt. Man merkt sofort den Unterschied, wenn man es in der Praxis anwendet. Es funktioniert und ich kann es selbst bezeugen.

    Sergio

    Sergio antworten
  • Hallo,

    das mit den Selbstgesprächen fand ich am besten.
    Ich kenne Affirmationen, doch das mit den Selbstgesprächen ist ein klasse Tipp. Vor allem, wenn man das öfter macht, dann kann das innere Gequatsche in der Zeit nicht ins Negative abrutschen, was oft schnell wieder passiert.

    Herzlichst
    Georg

    Georg antworten

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