Emotionale Intelligenz: Woran Sie Menschen mit hohem EQ erkennen

Der Begriff „Emotionale Intelligenz“ wurde im Jahr 1990 von den amerikanischen Psychologen John D. Mayer und Peter Salovey eingeführt. Populär wurden die Einsichten der Psychologen durch das Bestsellerbuch „EQ. Emotionale Intelligenz“ von Daniel Golemans.

EQ steht also für den emotionalen Intelligenzquotienten. Im Gegensatz zum „klassischen“ IQ umfasst die emotionale Veranlagung keine verbalen oder mathematischen Fähigkeiten. Vielmehr ist damit die Begabung im Umgang mit den eigenen und fremden Empfindungen gemeint – oder wie Goethe es genannt hat: Herzensbildung.

Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz sind also in der Lage, fremde und eigene Gefühle gut einzuschätzen und auch zu beeinflussen.

Eine emotionale Begabung ist beispielsweise bei der Mitarbeiterführung von Vorteil und allgemein dort, wo diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt ist, wie bei Verhandlungen und generell im Umgang mit Menschen.

Das kann durchaus auch bedeuten, dass eine Person mit einem hohen EQ beispielsweise im Beruf erfolgreicher ist als eine Person mit mehr fachlicher Qualifikation oder einem höheren IQ, aber eben geringerer emotionaler Intelligenz.

Woran lassen sich nun Menschen mit einem hohen EQ erkennen? 6 Merkmale

Dazu im Folgenden 6 Merkmale, die auf emotionale Intelligenz schließen lassen.

Werfen Sie mal einen Blick auf Ihren Bekanntenkreis, auf Ihr Arbeitsumfeld. Auf welche Personen treffen diese Merkmale zu? Vielleicht auch auf Sie selbst? Dann können Sie davon ausgehen, dass diese Personen bzw. Sie eine hohe emotionale Intelligenz aufweisen!

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… können mitfühlen, aufheitern, trösten.

Personen mit emotionaler Intelligenz …

1) … können ihre Emotionen steuern

Sie sind gut dazu in der Lage, ihre Stimmungen und Gefühle zu beeinflussen und zu steuern. Das geschieht oft durch einen inneren Dialog. Auf diese Weise können sie ihre Gefühle bei Bedarf leichter unter Kontrolle halten als eine Person mit einem geringeren EQ.

Das ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn sie wütend sind oder sie sich ihre Enttäuschung nicht anmerken lassen möchten.

Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz sind ihren Gefühlen nicht so sehr ausgeliefert.

Die Fähigkeit zur Selbststeuerung, also der Situation angemessen zu reagieren, erweist sich sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag als vorteilhaft.

2) … können sich motivieren

Menschen, die über eine hohe emotionale Intelligenz verfügen, können sich in schwierigen Lebenslagen den Anforderungen entsprechend leichter motivieren.

Dadurch ist es ihnen möglich, immer wieder Leistungsbereitschaft zu entwickeln und sich für eine bestimmte Sache zu begeistern. Diese Fähigkeit zur Selbstmotivation ist insbesondere in schwierigen Situationen gefragt, z. B. wenn sich ein bestimmtes Vorhaben anders entwickelt, als es ursprünglich geplant bzw. gewünscht war.

Menschen mit hohem EQ können sich also immer wieder selbst anspornen und neue Kräfte sammeln.

Sie sind nicht so schnell frustriert, falls einmal etwas nicht so klappt, wie sie sich das ursprünglich vorgestellt haben.

3) … können mitfühlen

Ihnen fällt es leicht, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Sichtweisen und Gefühle nachzuvollziehen.

Außerdem können sie der jeweiligen Situation entsprechend reagieren und ihr Gegenüber z. B. trösten, aufheitern oder motivieren. Sie bringen ihren Mitmenschen Respekt entgegen und zeigen eher Verständnis für deren Art zu denken und zu handeln.

Sie akzeptieren die Meinung anderer, ohne diese zwangsläufig gutheißen zu müssen.

Kurzum: Sie besitzen eine ordentliche Portion Einfühlungsvermögen.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von „Empathie“.

Empathisch veranlagte Menschen sind nicht nur in sozialen Berufen sehr erfolgreich. Insbesondere Führungskräfte profitieren davon, sich in ihre Mitarbeiter hineinversetzen zu können und diese somit den Anforderungen entsprechend aufzubauen und zu motivieren.

4) … besitzen soziale Kompetenz

Personen mit hoher emotionaler Intelligenz finden schnell den Kontakt zu ihren Mitmenschen. Ihnen fällt es auch leicht, Beziehungen über einen längeren Zeitraum hinweg zu pflegen und aufrechtzuerhalten.

„Emotional begabte“ Menschen verfügen also über ein gut funktionierendes Konflikt- und Beziehungsmanagement.

Sie finden in der Regel leichter einen Partner und leben häufig länger in einer harmonischen Beziehung.

5) … sind gute Gesprächspartner

Da Personen mit einem hohen EQ gut zuhören und auf ihr Gegenüber eingehen, sind sie als Gesprächspartner sehr beliebt. Sie können sich gut artikulieren und geben dem Gegenüber das Gefühl, dass sie es ernst nehmen und das Gesagte verstehen und einordnen können.

1) … besitzen ein realistisches Selbstbild

Menschen mit einem hohen EQ können sich selbst gut einschätzen. Sie verstehen ihre eigenen Bedürfnisse, kennen sowohl ihre Gefühle als auch ihre Ziele und die Motive für ihr Tun.

Oder anders ausgedrückt: Sie sind selbstbewusst. Sie sind sich ihrer Fähigkeiten, Stärken, Schwächen und Gefühle „selbst bewusst“.


Selbstbewusstsein lässt sich steigern!

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Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen ein?

Beantworten Sie hierzu folgende Fragen. Können Sie den überwiegenden Fragen eindeutig zustimmen, lässt sich daraus schließen, dass Sie mit Menschen besonders gut umgehen können und dadurch in Ihrem persönlichen Umfeld sehr wertgeschätzt werden.

Und wenn Sie einem Beruf nachgehen, in dem der Umgang mit Menschen als Schlüsselkompetenz gefragt ist, werden Sie auch darin sehr erfolgreich sein.

Und hier die Reflexionsfragen:

  1. Ich kann Menschen in der Regel gut einschätzen, auch wenn ich die betreffende Person noch nicht lange kenne.
  2. Ich verliere auch in herausfordernden Situationen nicht so schnell die Nerven.
  3. Ich kann gut trösten.
  4. Ich trete anderen Menschen grundsätzlich unvoreingenommen gegenüber.
  5. Mir fällt es nicht sonderlich schwer, mich zu entschuldigen, wenn es angebracht ist.
  6. Ich habe schon öfter einen Streit geschlichtet bzw. einen Konflikt gelöst.
  7. Andere Menschen fühlen sich in meiner Gesellschaft wohl.
  8. Ich muss nicht immer meinen Kopf durchsetzen und kann auch nachgeben.
  9. Mir wird häufig Vertrauen entgegengebracht.
  10. Ich bin in Gesprächen und im Umgang mit anderen authentisch und ehrlich.
  11. Ich kann meine Anliegen, meine Bedürfnisse und meinen Standpunkt gut kommunizieren.
  12. Ich bin höflich und hilfsbereit.
  13. Ich kann meine Grenzen gut abstecken, wenn es die Situation erfordert, kann Nein sagen.
  14. Mir fällt es leicht, in einem Team zu arbeiten.
  15. Ich bin ein guter Gesprächspartner.
  16. Für Probleme anderer habe ich immer ein offenes Ohr.
  17. Ich lache gerne.
  18. In einer heiklen Situation kann ich meinen Gesprächspartner beschwichtigen, ohne ihn zu verärgern oder zu beleidigen.
  19. Ich habe ein gutes Gespür dafür, ob es einem anderen Menschen gut oder schlecht geht.
  20. Ich kann über Fehler hinwegsehen, bin nicht nachtragend und kann verzeihen.
  21. Ich bin kritikfähig. Ich setze mich mit berechtigter Kritik auseinander.
  22. Ich bin gut im Smalltalk.
  23. Ich kann andere mitreißen, begeistern und motivieren.
  24. Falls notwendig, kann ich konsequent durchgreifen.
  25. Ich bin selbstbewusst.
  26. Ich kann mich gut in die Situation einer anderen Person hineinversetzen und deren Gefühle nachvollziehen.


Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Carlo Düllings

    Das ist aber eine ganz schön lange Liste, die man beherrschen muss, um sich emotional intelligent nennen zu dürfen. :-)

    Obwohl Sie natürlich recht haben, dass man bei der Definition „Begabung im Umgang mit den eigenen und fremden Empfindungen“ (die ich so auch teilen würde) eigentlich all das können müsste. Aber natürlich sind auch emotional intelligente Menschen keine Übermenschen.

    Zum Beispiel kenne ich viele, die eher zurückhaltend, ja sogar schüchtern sind und die sich sehr schwer damit tun würden, fremde Menschen anzusprechen. Was ich bei diesen introvertierten Menschen aber eigentlich immer beobachten konnte ist, dass sie meist sehr gut darin sind, zu wissen, was in anderen vorgeht und was sie in dem Moment brauchen, weshalb andere sie als emotional intelligent bezeichnen würden. In Ihren Kategorien wären sie gut bei „Gesprächspartner sein“ schlecht bei „soziale Kompetenz haben“.

    So gibt es bei den meisten, der von Ihnen genannten Bereiche Menschen, die in einem Bereich sehr gut, im anderen aber eher schlecht sind. Würden Sie solche Menschen auch als emotional intelligent bezeichnen?

    Viele Grüße

    Carlo

    Carlo Düllings antworten
    • Danke für Ihren Kommentar!

      Zu Ihrer Frage „Würden Sie solche Menschen auch als emotional intelligent bezeichnen?“:

      Natürlich muss ein Mensch mit einem hohen EQ nicht alle aufgelisteten Merkmale aufweisen.

      Wie bei der Ermittlung des klassischen IQ diverse Fähigkeiten berücksichtigt werden, gilt es auch beim EQ mehrere zu berücksichtigen, die sich in den von mir oben aufgelisteten Merkmalen zeigen können.

      Je mehr der aufgelisteten Merkmale bei einer Person zutreffen, desto eher lässt sich auf einen hohen EQ schließen.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Karin

    Das ist ein sehr übersichtlicher und informativer Artikel. Er regt mich zum Weiterlesen und Nachdenken an, insbesondere weil ich mich darin sehr gut wiedererkennen kann. Ich überlege schon länger, ob die Charakteristiken der emotionalen Intelligenz auf mich zutreffen.

    Zumal mir mein Leben lang oft aufgefallen ist,

    • dass mir viele Sachen im Leben einfacher fallen als meinen Mitmenschen,
    • dass ich bestimmte Muster und Strukturen zwischenmenschlicher Beziehungen besser erkenne als andere, teilweise so gut, dass man viele Reaktionsketten vorhersehen kann,
    • dass ich die Gefühle anderer Menschen sofort erkenne, wie ein offenes Buch und sofort spüre, falls auch nur eine Kleinigkeit im Wanken ist,
    • dass ich andere Menschen verstehe, Empfindungen nachvollziehen kann, welche ich selbst noch nicht erlebt habe,
    • dass ich verstehe, wie der Mensch funktioniert und wie ich mich daraus resultierend in Situationen zu geben habe,
    • dass ich meine eigenen Gefühle so gut kenne, dass ich mich komplett selbst steuern und beeinflussen kann,
    • dass ich andere auch beeinflussen “könnte”, was ich jedoch nur nutze, um Menschen zu helfen, aufzuheitern, zu motivieren.

    Der einzige Punkt, in dem ich widersprechen müsste, ist die gute Ausdrucksfähigkeit! Die ist nicht immer gegeben, bspw. bei Themen wie Wirtschaft und bei ähnlichen. Man versteht mich, meine Aussage kommt an, ist aber nicht immer wortwörtlich korrekt ausgedrückt.

    Liebe Grüße

    Karin antworten
    • Danke Karin!

      Die von Ihnen genannten „Merkmale“ lassen auf eine hohe emotionale Intelligenz bei Ihnen schließen.

      Mit Ausdrucksfähigkeit ist weniger gemeint, dass man sich über sämtliche Themen (Wirtschaft etc. – wie von Ihnen genannt) mit anderen austauschen kann, sondern vielmehr, inwieweit man sich allgemein mit anderen gut unterhalten und die eigenen Anliegen und Meinungen verständlich vermitteln kann. Das scheint bei Ihnen ja auch zuzutreffen, da Sie schreiben: „Man versteht mich, meine Aussage kommt an …“.

      Und noch etwas: Ob ein Gespräch bzw. eine Unterhaltung gut oder weniger gut verläuft, hängt auch oft davon ab, inwieweit man sich in den Gesprächspartner hineinversetzen, seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann – und da sind wir wieder bei der emotionalen Intelligenz.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Emotionale Intelligenz und hoher IQ sind zwei paar Stiefel. Nehmen wir Sanvant, das sind höchstbegabte Autisten, aber sie erkennen im Allgemeinen keine Emotionen.
    Der IQ wird sowieso häufig überschätzt, zumal er sich an Kulturtechniken orientiert.

    Empathie lässt sich bis zu einem gewissen Maß erlernen. Empathie und emotionale Intelligenz sind zudem nicht an den herkömmlichen IQ gekoppelt. Allerdings kann einem eine gewisse Intelligenz erleichtern, Empathie zu lernen.

    Astrid Radtke antworten
    • Nowell

      Aber was bringt mir diese ganze emotionale Intelligenz?

      Nichts … Es ist so und wird sich auch nicht ändern. Ohne Abschluss, keine Ausbildung … Ohne Ausbildung, keine Arbeit und ohne Arbeit kein Leben und da kann jemand so emotional begabt sein wie er will. Ohne IQ kein SEIN!

      Ich frage mich, ob der Mensch da noch etwas wert ist …

      Es geht ja nicht um die “einfache” emotionale Intelligenz, um damit sowieso nur sich zu sehen, sondern viel mehr darum, andere zu sehen … Der Mensch denkt nur noch an sich und hat keine Zeit mehr noch auf andere zu achten … genau das macht mich traurig.

      Und es ist nicht so, dass ich es leicht habe, Mitgefühl zu empfinden, sondern es eher ein Krampf ist, nicht zu empfinden. Und ich glaube nicht, dass Menschen, die über eine wirkliche emotionale Intelligenz verfügen, viele soziale Kontakte knüpfen, da sie mit Menschen, die diese Intelligenz nicht haben, gar nichts zutun haben wollen.

      Ich denke, dass Menschen wie ich es einfach nicht schaffen in dieser Welt zu leben. Und nein, ich habe auch kein Selbstwertgefühl … Viele Dinge muss ich verneinen, da es entweder gar nicht stimmt oder es extrem ist.

      Nowell antworten
      • Melek Yzidi

        Mit hohem EQ ein glückliches Leben ohne IQ. Mit hohem IQ ohne hohem EQ ist es ein leeres trauriges Leben. Denk nach :)

        Melek Yzidi antworten
  • Andreas

    Achtung, Autisten haben eher einen niedrigen IQ, die meisten einen IQ unter 70!

    Warum diese Menschen in bestimmten Richtungen anderen Menschen weit überlegen sind (wie im Film Rain Man), liegt genau auch an dem Grund, dass sie sich um nichts anderes kümmern müssen bzw. das Gehirn arbeitet nur in einer bestimmten Funktion sehr effektiv, sprich Sachen exakt nachzeichnen, das Auswendiglernen von verschiedenen Dingen oder rechnen.

    Das könnte ein Gehirn eines normalen Menschen auch leisten, nur müssen “wir” uns oder besser gesagt unser Gehirn sich auch noch anderen Sachen widmen – sei es das Vorausplanen bestimmter Arbeiten oder auch soziale Kontakte pflegen. All dies müssen autistische Menschen nicht.

    Eine extrem hohe Intelligenz zeichnet sich unter anderem dadurch aus, in allen Bereichen überlegen zu sein. Außerdem sei gesagt, dass das Gehirn von jemandem mit einem IQ über 140 ca. 15x schneller arbeitet als eines mit einem durchschnittlichen IQ.

    Andreas antworten
  • Andreas

    Also IQ und emotionale Intelligenz gehören zum Teil schon zusammen, denn:

    Es ist bewiesen, das intelligente Menschen gelassener sind und sich sozial viel leichter integrieren können oder könnten. Nun warum könnten?

    Es gibt viele intelligente Menschen, die das dem Anschein nach nicht schaffen, aber das ist ein Trugschluss! Sie sind durchaus in der Lage sind, sich perfekt in soziale Strukturen einzufügen, sogar besser als andere, nur blicken diese Menschen weiter voraus und langweilen sich dann über die Strukturen der Gesellschaft. Oder sie wissen nicht mal, dass sie so intelligent sind.

    Bestes Beispiel wäre z.B. Hitler, der einen sehr hohen IQ hatte, er konnte ja Massen bewegen und hatte sein Umfeld voll und ganz hinter sich. Oder Politiker, Sänger oder Schauspieler, viele dieser Leute sind hochbegabt und haben ja genau aus diesem Grund so Erfolg, weil sie sich gut integrieren bwz. sich durchsetzen können. Ansonsten wären sie nicht dort, wo sie sind.

    Meiner Meinung oder Erfahrung nach löst ein hoher IQ die emotionale Intelligenz ab. Die meisten, die sehr gescheit sind, besitzen die Gabe der emotionellen Intelligenz schon in sich, wissen das aber vielleicht gar nicht.

    Andreas antworten
  • Ina

    Aufgefallen ist mir, dass emotional intelligente Menschen es nicht immer leicht in der Gesellschaft haben. Häufig sind diese Menschen sehr sensibel, sehr feinfühlig, sehen halt die Nöte der Menschen. Das kann durchaus zu einer Überforderung führen.

    Ich konnte beobachten, dass diese Menschen Erfahrungen mit Ablehnungen, Ausgrenzung etc. machen mussten. Diese Menschen spiegeln ihr Gegenüber direkter, es kann durchaus zu Neid, Hass, Eifersucht, Mobbing kommen. Das führt zur Verunsicherung und kann diese Menschen zutiefst verletzen.

    Ina antworten
  • Esther Arnold

    Sehr geehrte Zeitblüten-Leser, sehr geschätzter Herr Heidenberger,

    heute ging ich (w/53) mit offener Seele mein “Mami” in Weggis besuchen (Schifffahrt Luzern-Weggis; zurück Weggis-Küssnacht-Luzern Bus/Zug).

    Meine positive Ausstrahlung und übliche Neugierde haben Folgendes ausgelöst:

    • Ich habe 2, seit langem verheirateten Paare zum Schmunzeln und sogar Lachen gebracht. Ein Paar hat mir sogar ihre Adresse gegeben.
    • Eine Gruppe von ca. 15 chinesischen Touristen haben mir irgendwie die Erfolgserwartungen meines Tiger-Balsams erklärt ohne dass ich sie darum gebeten habe.
    • Mein Mami traute sich von mir ihren eingeklemmten Ischiasnerv massierend zu behandeln.
      Trotz Hitze habe ich (auch dank Stützstrümpfen) alle meine Vorhaben geistig und physisch aufrecht (!) erledigt.
      Meine Schmerzen oder anderwärtigen Probleme wurden heute von mir ignoriert.

    Jetzt kommt es:

    IQ habe ich ca. 124-126.
    Beim EQ gibt’s so ein “up and down”.
    Ich behaupte sehr sensibel zu sein. Ich fühle, leide und freue mich mit meiner Umgebung.
    Dazu bin ich wetterabhängig plus ev. Vollmond etc..

    Nach meinem Hormon- und demzufolge Altersschub ist mein Selbstvertrauen schwer am Wackeln. Ich sage mir täglich: “Werde keine Hypochonderin und schwelge nicht in Selbstmitleid!”

    Also, liebe Zeitblüten-Leser und natürlich lieber Herr Heidenberger:

    Ich strebe Gelassenheit an, will redlich bleiben, Demut und Dankbarkeit pflegen.

    Ich profitiere von Ihren Beiträgen und möchte Ihnen herzlichst danken!

    Mit besten Gedanken und lieben Grüssen
    Geniesst “ES”… (das Leben…)

    Esther

    Esther Arnold antworten
  • Claudia

    Sehr geehrte Herr Heidenberger!

    Ihr Beitrag über die emotionale Intelligenz fand ich sehr interessant! Es gib zu viele Menschen die die emotionale Intelligenz als nicht so wichtig erachten. Da ich der Meinung bin, dass sich die Gesellschaft auf den IQ schon zu sehr fixiert hat.

    Ich meine das so: Es wird vorgelebt, je intelligenter der Mensche ist, umso besser ist er. Oder bei Bewerbungen, viele Menschen werden durch ihre fehlenden Erfahrungen, die sie im Lebenslauf aufweisen, abgelehnt, dabei ist es in den Stärken (Anschreiben) doch zu lesen, dass man auch ohne Berufserfahrung die Tätigkeit ausüben kann.

    Für manche Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz ist es auch nicht immer einfach, sich in der Gesellschaft anzupassen. Dies deuten andere Menschen als zurückhalten oder schüchtern (wie es oben in den Kommentar schon genannt wurde).

    Wenn man jetzt die Körpersprachen und die Mimik des Menschen liest und nicht nur im Vorteil ist, sondern alleine schon vorahnen kann, wie der Gegenüber ist und ob die Charakterzüge wirklich zusammenpassen oder doch nur gespielt sind. Ist es möglich, dass sich die Person, die einen hohe emotionale Intelligenz verfügt, sich nicht nur zurückzieht, sondern sich aus den allgemeinen Gesprächen raus hält.

    Beispielsweise werde ich oft um Rat gefragt und wenn mir eine Frage gestellt wird, weiß ich schon im Vorfeld, ob die Person die Antwort selbst weiß oder nicht. Und daher mache ich es der Person auch nicht so einfach, sondern verwickel sie in ein Gespräch, sodass sie sich selbst die Antwort geben kann und oft kommt dann eine Antwort wie „ich wusste es doch schon die ganze Zeit“ und ärgert sich im Nachhinein.

    Das sind oft Unterdrückungen von Wahrheiten, die die Menschen einfach nicht sehen wollen, ob es unbewusst oder bewusst vorkommt.

    Über dieses Thema könnte ich mich stundenlang unterhalten bzw. schreiben. Ich beschäftige mich nicht nur damit, sondern bin selbst eine Persönlichkeit, die mit dieser Intelligenz aufgewachsen ist und sie selbst ausübt und mich viel weiter entwickeln konnte und dies als Fähigkeit meinerseits nutze und alleine durch die Bevölkerung erweitert habe.

    Ich sehe nicht nur die Menschen, wie sie sich geben, ich sehe auch das, was sie versuchen zu verbergen. Und ob ich mich in sie hineinversetze oder nicht, kommt immer auf die Situation drauf an.

    Ich wünsche einen schönen Tag!

    Claudia antworten
  • E

    Vielen Dank für diesen Artikel.

    Das Meiste trifft auf mich zu, wenn auch nicht alles. Mit der Zeit langweilt es mich, mit Menschen Kontakt zu haben, da ich fast jedes – nennen wir sie “emotionales Muster” – kenne. Das finde ich natürlich sehr schade und will nur ungern, dass es passiert.

    Haben Sie, Herr Heidenberger, diesbezüglich einen Vorschlag?

    LG
    E

    E antworten
    • Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie richtig verstanden habe. Denn man kann ja auch gerne mit Menschen zusammen sein, unabhängig davon, ob man deren „emotionale Muster“ kennt oder nicht – z. B. weil man den Menschen einfach mag und/oder sich gut mit einem Menschen unterhalten kann und/oder die gleichen Interessen teilt, …

      Burkhard Heidenberger antworten
  • MGM

    Hallo ihr Lieben,

    zuerst will ich sagen, wie froh ich bin, eine Seite gefunden zu haben, wo Dinge stehen, die mich ebenso betreffen.

    Ich habe im Moment sehr arg mit mir zu kämpfen, weil ich mich langsam aber sicher von der Gesellschaft abschotte, obwohl ich es eigentlich nicht möchte. Ich versuche immer irgendwie mitzureden, aber egal was es ist, nach einer Weile rede ich nicht mehr mit.

    Meistens denke ich dann, ich bin einfach du dumm und das zerrt ganz schön an meinem Selbstbewusstsein und an dem Vertrauen an mich selbst.

    Mich langweilt alles, weil ich genau weiß, auf was die Leute hinauswollen und was sie denken … später bestätigt sich das und das langweilt mich (denke ich zumindest), oder weiß es auch nicht genau, ich bin total unsicher.

    Ich höre zwar oft wie toll ich bin und wie ich das alles schaffe und blablabla, aber das baut mich nicht auf. Irgendwie erfüllt mich nichts, außer meine Kinder. Mir wird alles zu blöd.

    Ich helfe immer und tue alles für jeden, aber am Ende hat alles nichts gebracht, andere sind glücklich und ich verdiene nur einen Tritt in den Hintern.

    Ich bin 29 und habe 2 Kinder, gehe arbeiten und bin in einer Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement.

    Vielleicht hat der eine oder andere, der sich schon mal in so einer Phase befand, ein paar Tipps.

    Danke

    LG

    MGM antworten
  • Mark Francis

    Wie würde man die emotionale Intelligenz auf einen Menschen mit einer Sozialphobie anwenden? Einerseits könnten viele Punkte auf so einen Menschen zutreffen, andererseits ist er in der Umsetzung seines Wissens gehindert.

    Emotionale Intelligenz ist sicherlich in unserer Arbeitswelt sehr schwer zu bemessen. Denn ein Mensch kann von Grund auf einen hohen EQ besitzen, ihn aber durch die Anforderungen und Ausrichtung seines Unternehmens nicht zum Ausdruck bringen.

    Mark Francis antworten
  • Robertos

    Wirft man hier nicht viel durcheinander? Hier meine ich speziell die Beiträge, die von Menschen berichten, die sich am liebsten isolieren würden, weil die Emotionen der anderen, sie, nennen wir es mal ergreifen, zu sehr in Beschlag nehmen. Was für mich wiederum mit dem ganzen Konzept der emotionalen Intelligenz strittig ist. Da Menschen mit hohen EQ doch weder die negativ eigenen, noch die negativ Emotionen des anderen destruktiv (was unintelligent wäre), sondern konstruktiv (selbst erweiternd – was intelligent wäre) nutzen?

    Also sprich. Ginge man davon aus ich sei eine Person mit hohen EQ Level und vor mir sitze jemand der sich selbst bemitleidet und Gott und die Welt selbstzerstörerisch bephrast, demnach auch mich stark in den Schwitzkasten bringen und bei mir Fluchtreize setzen möchte – wäre dann ich nicht die Person, die aus seiner negativen Art etwas Positives für uns beide herausfinden und praktizieren würde, was durch den Umstand meines hohen EQs, der eine hohes Mitgefühl (nicht Mitleid) einschliesst doch gegeben sein sollte?

    Eine Person mit hohen EQ setzt für mich ihr “Wissen” auch keineswegs negativ schädigend manipulativ ein, sondern immer positiv heilend, schmerzlindernd für alle.

    Isolieren würde sich demnach solch eine Person nie (was eher für Hypersensibilität und wenig Resilienz spricht), sondern Konfrontation suchen, weil sie durch ihre emotionale Intelligenz gutes Gefühl auf beiden Seiten erzeugen kann und damit einen Gewinn einheimst.

    Depression und andere selbstzerstörerisches Verhaltensweisen kann ich mir bei solchen Menschen ebenso wenig vorstellen.

    Aber vielleicht haben ich auch etwas falsch verstanden?

    MfG. Robertos.

    Robertos antworten
  • Daniel Buschmann

    Ob man es glaubt, oder nicht, das trifft doch wirklich alles auf mich zu! Ich komme aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus. Und auch schon sehr früh direkt nach meiner Geburt! Sensationell!!!

    Daniel Buschmann antworten
  • KiKü

    Lange schon lese ich diese Seite, aber heut möchte ich mal etwas beitragen. Bin weiblich, 51 Jahre. Ich denke nicht, dass der EQ strikt vom IQ getrennt werden kann. Gleichwohl weiß jeder, der mit Kindern, speziell auch mit Menschen mit Down-Syndrom (ja, ich reihe diese beiden Gruppen bewusst aneinander) zu tun hat, wie schnell diese die Stimmung anderer erfassen und spiegeln. Sind meine Kinder nicht gut gelaunt, kann ich in 80% der Fälle die Ursache in meiner eigenen Laune finden. Freilich immer weniger, je älter sie werden.

    Andererseits sind sehr intelligente Menschen auch in der Lage, bestimmte Dinge, die sie nicht erfühlen, zu erlernen. Die Psychologie lernt und lehrt dabei immer mehr, wir finden heraus, wie anhand von Gesten, Blicken etc. der gegenwärtige Zustand eines Menschen erfasst werden kann. Wer jetzt sehr intelligent ist, nutzt dieses Wissen auch ohne die wirklichen Gefühle zu haben.

    Diese Menschen sind meiner Erfahrung nach oft in höheren Hierarchie-Ebenen zu finden und können hier sehr gefährlich werden. Und das im Übrigen nicht nur für die Unterstellten, sondern sogar fürs Unternehmen als Ganzes. Hier ist jetzt der Punkt, der mir Sorgen macht. Ganz konkret in meinem Betrieb, aber auch für die ganze Gesellschaft auch z. B. in der Politik.

    Hat jemand hierzu ein paar weiterführende Gedanken oder gar Hilfen?

    KiKü antworten
    • Katja

      Vielen Dank, Herr Heidenberger, für diesen Artikel und die vielen Anregungen, die sich durch die Kommentare widerspiegeln.

      Liebe Kikü, Du hast um eine Anregung gebeten. Vielleich kann Dir meine Sicht zum Thema hier dienlich sein.

      Grundsätzlich sagt die Physik, dass die Energie, die irgendwo “hinein gelangt” auch wieder “austreten wird”. Das lass ich als allgemeinen Grundsatz jetzt einmal so stehen.

      Durch die Förderung eines jungen Menschen in seinen Talenten werden besonders viele neuronale Netzverbindungen hergestellt, die dem Menschen eine positive Ausrichtung geben und sowohl einen höheren IQ (im höheren Normalbereich o. im hohen Bereich) als auch einen hohen EQ hervorbringen. Der EQ wird dabei durch eine emotionale Bindung geformt. Dieser Mensch bringt sich positiv in die Gesellschaft ein.

      Durch eine negative Überforderung eines jungen Menschen werden auch besonders viele neuronale Netzverbindungen hergestellt. Der IQ kann also ebenso erhöht sein. Kinder empfinden das Erlernte so lange für richtig, bis sie das Gegenteilige in Erfahrung bringen. Bis zu diesem Zeitpunkt (ca. 6. Lebensjahr) sind sie aber für ihr Leben lang geprägt.

      Wird die Förderung bei einem jungen Menschen versäumt, können nur wenige neuronale Netzverbindungen geknüpft werden. Je nachdem, ob nun sensibel mit dem jungen Menschen umgegangen wurde oder grob verletzend, entsteht ein wenig intelligenter freundlicher o. wenig intelligent grober (oder schlimmer) Mensch.

      Eine genetische Andersartigkeit, wie das Downsyndrom, verlangsamt nur den Verlauf, vermute ich (siehe Pablo Pineda Ferrer, Psychologe mit Downsyndrom). Hinweis: http://www.netdoctor.de: Die Amygdala bewertet innerhalb des Limbischen Systems Gedächtnisspuren (Erinnerungen) mit Emotionen. Bleibt bei einem jungen Menschen, der eine negative Überforderung erlebt hat, auch eine emotionale Bindung aus, wird die Ausbildung von Gefühlen verkümmern.

      Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, vor dem Du Dich so fürchtest, KiKü. Diese jungen Menschen müssen die emotionalen Gesten und Mimiken ihrer Umgebung hart erlernen. Das können sie mit Hilfe ihres erworbenen erhöhten IQs durch die, in ihren jungen Jahren, erfahrenen negative Überforderung. Sind sie darin affin, können sie mit Hilfe ihres erhöhten EQs Menschen manipulieren. Auf der ewigen Suche nach Anerkennung in der Gesellschaft findet man 10% von ihnen in leitenden Positionen. Hinweis: Die Ausschüttung von Cortisol ist für uns Menschen lebensnotwendig.

      Menschen, denen es an Emotionserfahrungen und so an Empathie fehlt, müssen sich die Ausschüttung von Cortisol künstlich herbeirufen. Gerade weil sich diese Menschen jedoch, im Laufe ihres Lebens, einen erhöhten EQ angeeignet haben und regelmäßig einen Cortisolschub benötigen, manipulieren sie Menschen. Die Führungsebene läßt dann eine gute Führungskultur vermissen. Am Ende wechselt die Leitung den Job in eine höhere Ebene, geht der Betrieb pleite oder das Staatssystem zugrunde. Wie bereis am Beginn eingeleitet, so “wie Energie in einen Körper hinein strömt, tritt sie in ihrer Macht oder Ohnmacht auch wieder aus”. Vielleicht ist dies das alles entscheidende Gesetz, das auf alles anzuwenden ist. Eigentlich recht einfach.

      Liebe Kikü, ich freue mich sehr, dass Du mich angestupst hast.

      Eine Rückmeldung von Dir, von Ihnen, Herr Heidenberger oder von anderen würde mich freuen.

      Liebe Grüße aus Werder an der Havel!
      Katja

      Katja antworten
      • KiKü

        Liebe Katja,

        vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Ich nehme auch an, dass es so ist, wie du es geschildert hast. Ich hoffe auch sehr, bei meinen Kindern die ersten Jahre nichts verpasst zu haben, das bestätigt sich jetzt hie und da doch schon immer mal wieder (sind jetzt 25, 16 und 12 Jahre alt).

        Mein Problem ist, wie man mit so jemandem umgeht, der im Prinzip, auch wenn das nicht so krass daher kommt und die Kategorie ein bißchen simpel klingt, “böse” ist. Jemand, der gelernt hat, Menschen zu manipulieren, dies aber immer nur in Eigennutz umsetzt. Damit sogar in Kauf nehmend, dass die gesamte Organisation (Betrieb, Partei, Kegelgruppe, Familie was auch immer) zugrunde geht, im Wissen, da er nicht so emotional beteiligt ist, kommt er da auch heil wieder raus. Und diese Menschen sind umso gefährlicher, je intelligenter sie sind. Wobei Dummheit an der Macht natürlich auch nicht ungefährlich ist.

        Mein privates Fazit, nachdem ich fast krank geworden wäre, ist, das alles nicht mehr so nah an mich herankommen zu lassen. Quasi Dienst nach Vorschrift. Das entspricht überhaupt nicht meinem Naturell, ist aber eine Schutzmaßnahme. Für mich selbst habe ich das inzwischen akzeptiert, mir tut es immer noch um die Menschen leid, deren Vorgesetzte ich war, und die jetzt unter einem anderen ohne Übertreibung, leiden.

        Dafür habe ich immer noch keinen Ausweg gefunden. Auch nicht dafür, wie man Organisationen davor schützt, solche Menschen aufzunehmen. Mit pseudo-objektiven, strukturierten Interviews beim Bewerbungsgespräch jedenfalls nicht.

        Wenn ich jetzt dazu im Unternehmen etwas sagen würde, wird es auch immer den Beigeschmack haben:”Die kann nur nicht verknusen, dass ihr Einfluss kleiner ist als früher.” Daher sag ich erstmal nix. Vielleicht zur Erklärung: Im Unternehmen wurde umstrukturiert (eine der Lieblingsbeschäftigungen von Managern, die ihre Daseinsberechtigung beweisen müssen), woraufhin mein Bereich verkleinert wurde und auf den “alten”, nunmehr größeren Posten eine andere Kollegin gesetzt wurde, die von der nächsthöheren Chefin ausgebildet worden ist. Allerdings zieht sich die ganze Geschichte schon länger und beginnt vor 2 Jahren mit einem neuen Chef in Berlin. Und da bin ich dann wirklich machtlos.

        Ich wünsche trotzdem eine schöne Woche!

        Kleiner Ausweg von mir: Ich such mir jeden Abend etwas, worauf ich mich am nächsten Tag freue. Und tatsächlich hab ich immer etwas gefunden!

        Kikü

        KiKü antworten
  • Heinz Mittler

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich lese gerne Ihre Artikel, da ich mir oft eine positiven Aspekt daraus in meinen Alltag nehme, um die Zusammenarbeit mit meinen Auszubildenden und Kollegen zu verbessern. Und dieser Artikel ist tatsächlich der erste, dem ich innerlich widerspreche. Nicht aus Prahlerei, sondern um meine Gedankengänge zu verstehen:

    Mein IQ liegt bei 145 und ich glaube nicht, dass ich mit einem niedrigeren IQ emotional intelligenter wäre, respektive dies bemerken würde. Es ist doch eher so, dass ich aufgrund des IQ in der Lage bin, Situationen einzuschätzen, zu bewerten und dann Lösungen für mein Umfeld und mich zu entwickeln. Im Umkehrschluss denke ich, dass gut gemeint aber letztlich gepfuscht aus Halbwissen oder Arroganz, das Gegenteil von gut produziert. Wie bewerten Sie diesen Ansatz?

    Heinz Mittler antworten
    • Hallo Herr Mittler,

      natürlich können Personen mit einem hohen IQ auch einen hohen EQ aufweisen – da gebe ich Ihnen vollkommen recht –, und das ist wahrscheinlich auch eher die Regel als die Ausnahme. Vielleicht habe ich das irgendwo missverständlich formuliert, aber woraus schließen Sie aus meinem Beitrag, dass dem nicht so wäre?

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Chris

    Bei einigen Beiträgen (vor allem auch bei Karin) klingt es nicht “nur” nach EQ, sondern nach HSP (Hochsensible Persönlichkeit). In der Wissenschaft umstritten, aber wir HSPler wissen, dass wir nicht nur empfindlich sind, sondern mehr dahinter steckt.

    Zur weiteren Info empfehle ich das Buch “Zart besaitet”. Auch im Web gibt es einige gute Seiten zu dem Thema.

    Es ist hilfreich zu wissen, warum man Reaktionsketten vorhersehen kann, warum man die Gefühle anderer mitfühlen kann, warum man (emotionale) Zusammenhänge versteht während andere leere Parolen nachplappern usw.

    Chris antworten
  • Marlene

    Aufgefallen ist mir, dass emotional intelligente Menschen es nicht immer leicht in der Gesellschaft haben. Häufig sind diese Menschen sehr sensibel, sehr feinfühlig, sehen halt die Nöte der Menschen. Das kann durchaus zu einer Überforderung führen.

    Ich konnte beobachten, dass diese Menschen Erfahrungen mit Ablehnungen, Ausgrenzung etc. machen mussten. Diese Menschen spiegeln ihr Gegenüber direkter, es kann durchaus zu Neid, Hass, Eifersucht, Mobbing kommen. Das führt zur Verunsicherung und kann diese Menschen zutiefst verletzen.

    Ich könnte es nicht besser beschreiben – liebe Ina – wie Sie es – am Anfang – meines hier geschriebenen Kommentars – getan/geschrieben haben. Anfangs war mir das ganze nicht bewusst – jedoch je mehr ich auf die Suche zu mir selbst ging – um zu erfahren – warum ich so ticke – wie ich ticke – letztendlich ja – wie “Wir” menschlich – zumindest gleich oder mindestens ähnlich ticken – verstand ich die “Geschichte” und konnte somit ganz anders – für mich zufriedenstellender – damit umgehen. Die emotionale Intelligenz – ist allerdings – bei mir jedenfalls – jeden Tag anders ausgeprägt …….. und ich kann mich auch mal “ausklinken” – aus Allem – damit meine Batterie – in Ruhe – mal wieder voll auftanken kann.

    Vielen Dank lieber Herr Heidenberger für diesen – wieder Mal – tollen Beitrag – habe ich doch wieder etwas dazu gelernt.

    Herzliche Grüße – aus dem sonnigen Hannover nach Wien.

    Marlene antworten

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