Herablassendes Verhalten: Warum Menschen andere schlechtmachen – 10 Gründe

„Ihr seid alle Deppen, ihr versteht gar nix!“

Vielleicht haben Sie eine ähnliche Aussage schon einmal gehört – vom Chef, Partner, …

Wahrscheinlich kennen Sie auch die eine oder andere Person in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld, die andere Menschen häufig schlechtmacht, schlechtredet – eben mit Worten oder ihrem Verhalten abwertet.

Andere klein machen, um sich groß zu fühlen …

(Bild: Fotolia©Jr Casas)

Diese herablassende Haltung kann sich gegen eine einzelne Person richten oder generell gegen Mitmenschen.

Beispiele für abwertendes Verhalten:

  • schlecht über andere sprechen (im Beisein oder in Abwesenheit der entsprechenden Person),
  • jemanden verhöhnen, lächerlich machen,
  • eine Person (öffentlich) als unwissend, unfähig, inkompetent, … hinstellen/bloßstellen.

Die Gründe sind IMMER …

Die Gründe für dieses bewusste Abwerten von Mitmenschen können vielfältig und auch situationsbedingt sein.

Sie sind aber IMMER auf das Persönlichkeitsbild des „Runtermachers“ zurückzuführen.

Denn die folgenden aufgelisteten möglichen Gründe für das Runtermachen (Minderwertigkeitsgefühl, mangelnde Selbstsicherheit, …) können auf viele Personen zutreffen – das heißt aber noch lange nicht, dass sie deshalb auch ihre Mitmenschen schlechtmachen.

10 Gründe, warum Menschen andere runtermachen

Was führt überhaupt dazu, dass Personen ihre Mitmenschen schlechtmachen? Im Folgenden 10 mögliche Gründe:

1. Minderwertigkeitsgefühl

Es mag vielleicht paradox klingen, aber häufig fühlen sich Menschen, die andere mit voller Absicht minderwertig behandeln, selbst minderwertig. Durch ihr abwertendes Verhalten gegenüber (vermeintlich) Schwächeren fühlen sie sich besser.

2. Mangelnde Selbstsicherheit

Das unter Punkt 1 genannte Minderwertigkeitsgefühl basiert auf mangelndem Selbstbewusstsein und geringer Selbstsicherheit. Runtermacher fühlen sich stärker, wenn sie auf andere Macht ausüben können – in welcher Form auch immer.

3. So wie mir geschehen, soll es dir ergehen

Wenn eine Person in ihrem persönlichen Umfeld (z. B. Familie, Beziehung) häufig Erniedrigung und Kränkungen erfährt, kann sich in ihr das Bedürfnis entwickeln, selbst eine andere Person zu erniedrigen und zu tyrannisieren – quasi so wie mir geschehen, soll es auch dir ergehen.

4. Neid

Neid kennt wohl jeder von uns. Aber aus dem Neid heraus den Erfolg, Besitz oder die Fähigkeit von anderen kleinreden, abwerten und dadurch bewusst schmälern, geht schon einen Schritt weiter.

5. Antipathie

Antipathie kann auch mit ein Grund für ungebührliches Verhalten sein – gemäß dem Motto: „Diese Person ist mir unsympathisch und das lasse ich sie spüren, indem ich sie runtermache.“

6. Fehlende Empathie

Wer sich nicht in andere hineinversetzen, die Gefühle anderer nicht nachvollziehen kann, ist sich auch der Kränkungen, die er durch seine Aussagen oder sein Verhalten verursacht, kaum bewusst. Fehlendes Einfühlungsvermögen lässt auf eine niedrige „emotionale Intelligenz“ schließen.

7. Die eigenen negativen Gefühle an anderen auslassen

Negative Gefühle können beispielsweise Frust, Ärger, Wut und Enttäuschung sein. Diese Emotionen werden dann unmittelbar an dem Umfeld ausgelassen oder bei entsprechender Gelegenheit gezielt an bestimmte Personen (z. B. Partner, Partnerin), indem sie runtergemacht werden.

8. Jemand ist schuld, nur nicht ich selbst!

Dieser Punkt ist im Grunde eine Ergänzung zum vorhergehenden.

Das eigene Unvermögen und die daraus resultierende Unzufriedenheit werden auf andere projiziert – nur nicht Eigenverantwortung übernehmen: „Ein Schuldiger muss her, der das spüren soll. Dann geht es mir besser.“

9. Gruppendruck

Überall dort, wo Menschen in einer Gesellschaft leben oder in einer Gruppe agieren, kann Gruppendruck entstehen. Auch im betrieblichen Umfeld – als Beispiel: Ein Kollege wird ausgegrenzt, aus welchen Gründen auch immer. Ein neuer Mitarbeiter verhält sich diesem Kollegen gegenüber ebenso abschätzig, weil er befürchtet, sonst selbst gemobbt zu werden.

10. Andere kleinmachen bzw. kleinhalten

Es gibt Beziehungskonstellationen, in denen ein Partner den anderen permanent runtermacht, um seine vermeintliche Überlegenheit zu präsentieren. In einer Beziehung, in der sich beide Partner auf Augenhöhe begegnen, würde sich der Runtermacher nicht wohlfühlen, was auf ein geringes Selbstbewusstsein schließen lässt.


Auf Runtermacher selbstsicher reagieren:

Runtermacher erwarten/erhoffen sich eine kleinlaute, ehrfürchtige Reaktion und keinen Widerstand. Mit einem selbstsicheren und selbstbewussten Gegenüber können sie weniger umgehen.

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3 Strategien im Umgang mit Schlechtmachern

Es braucht immer zwei Seiten: Personen, die andere runtermachen, und Personen, die das billigen oder es sich (mehr oder weniger) gefallen lassen.

Inwieweit die verbalen Attacken kränken, hängt auch vom Selbstwertgefühl des „Empfängers“ ab.

Erfüllen Sie nicht die Erwartungen des Runtermachers!

Ein Runtermacher erhofft sich eine bestimmte Reaktion auf sein abwertendes Verhalten. Dadurch fühlt er sich bestärkt, fühlt er sich besser!

Je weniger die Reaktion seinen erhofften Erwartungen entspricht, desto weniger kann er in der Regel damit umgehen.

Im Grunde geht es nur darum, diese Erwartungshaltung nicht zu erfüllen, und das kann durch folgende Reaktionen erreicht werden:

1. Ignorieren

Wird auf die persönlichen verbalen Angriffe nicht oder gleichgültig reagiert bzw. werden sie ignoriert, dann ist das nicht die Reaktion, die sich der Runtermacher wünscht.

Deshalb: Je öfter Sie die verbalen Attacken bzw. das Verhalten ignorieren – natürlich nur, wenn es Ihnen möglich ist –, desto eher wird er das abwertende Verhalten Ihnen gegenüber zurückschrauben.

2. Konfrontieren

Manche Runtermacher reden abwertend nur in Abwesenheit der jeweiligen Person. Gerade weil es einigen von ihnen an Selbstsicherheit mangelt, scheuen sie die Konfrontation.

Deshalb: Suchen Sie bewusst die Konfrontation. Und das vielleicht auch einmal im Beisein anderer Personen. Aber werden Sie dabei nicht emotional oder laut, denn das kann als Zeichen von Schwäche ausgelegt werden. Bleiben Sie sachlich.

3. Abgrenzen

Schränken Sie den Kontakt ein oder brechen Sie ihn ab. Gehen Sie auf Distanz – auch wenn das nur innerlich möglich ist. Wenn Sie sich zumindest innerlich abgrenzen, können Kränkungen Ihnen weniger anhaben.

Fazit

Die Gründe für das Schlechtmachen von Mitmenschen mögen unterschiedlich und oft nicht nachvollziehbar sein. Aber letztlich lassen sie sich meistens auf einen Grund herunterbrechen:

Menschen machen andere schlecht, um sich selbst besser zu fühlen und/oder vor anderen (vermeintlich) besser dazustehen – oder vereinfacht gesagt: Sie machen andere klein, um sich groß zu fühlen.


Zum Weiterlesen: 



Kommentare

  • Conny

    Hi Burkhard,

    ich finde Ihre Artikel immer sehr treffend und äußerst hilfreich.

    Dieser Artikel beschreibt genau das Arbeitsklima, das ich verlassen habe. Täglich um 15 Uhr hatten wir unser Operationsmeeting und wurden regelrecht heruntergeputzt.

    So wie: “Wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen, dann stehen Entlassungen bevor”, oder “es gibt genug, die euren Job besser machen können, da suchen wir uns eben neue Mitarbeiter”. Nach diesen Meetings waren viele Kollegen zermürbt oder übernahmen diese Aggression.

    Ich hatte mal einen Spruch gelesen, den ich mir als Mantra nahm:

    “Ich erhebe meine Seele so hoch, dass mich diese Worte nicht erreichen können”.

    Heute liebe ich 15 Uhr!

    Conny antworten
    • Doreen

      Ich selbst habe mich vor 9 Jahren von so einem Menschen getrennt. Es lagen/liegen schwere Jahre hinter mir und vor mir. Nun leidet mein/unser Kind unter seinen Vorstellungen und Vorhaltungen.

      Wie soll ein Kind damit umgehen, wenn wir Erwachsene schon Schwierigkeiten und Belastungen damit haben?

      LG

      Doreen antworten
      • Lisa

        Hallo Doreen,

        mir ging es ähnlich in meiner zerbrochenen Beziehung mit 3 kleinen Kindern. Ist aber schon länger her. Mittlerweile sind sie fast erwachsen. Nur lebe ich jetzt wieder in einer schwierigen Beziehung.

        Ich habe damals immer versucht, jede Auseinandersetzung mit ihm niemals vor den Kindern auszutragen. Und doch kam es immer wieder zu Streit vor den Kindern. Ich habe dann immer mit den Kindern geredet, ohne meinen damaligen Mann und ihren Vater schlecht zu machen.

        Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, mit den Kindern möglichst viel zu reden. Das hilft ihnen auch über die schwere Zeit.

        Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

        Lisa

        Lisa antworten
    • Silvana

      Conny, deine Satz ist sehr aufbauend.
      Danke
      Silvana

      Silvana antworten
  • Kay

    Guter Beitrag!

    Ich allerdings neige dazu, sagen zu können, dass es sich auch oft um eine psychosomatische Krankheit handeln kann. Das Krankheitsbild nennt sich “Narzissmus”. Das musste ich am eigenem Leib in meiner beruflichen Laufbahn miterleben. Mein Arbeitskollege zeigte die im Beitrag verfassten Züge.

    Personen mit diesem Krankheitsbild haben in ihrer frühen Kindheit unterschiedlichste Dinge miterlebt: Wenig Beachtung, zu viel Beachtung und viel zu früh selbständig sein zu müssen, sind nur einige der Ausgangsformen.

    Alles was im Beitrag an “Nettigkeiten” niedergeschrieben wurde, passt punktuell in genau dieses Krankheitsbild und ist weder leicht nachzuweisen, noch würde es eine betreffende Person sich selbst eingestehen.

    Also, wenn ich dies einmal so sagen darf, vorsichtig mit Gegenangriffen. Aus dem Wege gehen ist meistens nur mit Trennung oder einem Berufswechsel möglich. Man muss üben, verbal zu schweigen, das ist einfacher als Kontra zu geben.

    Schöne Grüße

    Kay antworten
    • Büroklammer

      Ja! Üben, nicht nur zu schweigen, sondern auch seinen “Bauch” darauf einstimmen lassen. Nur Schweigen bringt Bauchschmerzen.

      Büroklammer antworten
  • Longauer

    Spitzenmässig ♡

    Longauer antworten
  • Stoffel

    Und wenn es der eigene Schwiegervater ist, ist es sehr schwer, dieses respektlose Verhalten zu überhören. … sehr schwer :-(

    Stoffel antworten
  • anonym

    Als Sohn einer Narzisstin war ich diesem Muster ausgesetzt, bis ich es durchbrochen habe, dafür habe ich heute eine mental völlig freie Welt vor mir.

    Ich habe mich von Geld gelöst und Glaubenssätze anderer. Das mag jetzt selbst narzisstisch klingen, aber solange ich die Integrität und Gefühle anderer nicht verletze, sehe ich keinen Grund, die Pfade anderer zu folgen.

    Jetzt arbeite ich selbstständig und bescheiden, aber im Herzen voller Reichtum. Wenn ich einen Narzissten in meinem Umfeld oder als Auftraggeber entlarve, verbanne ich diesen konsequent. Am Anfang war das sehr schwer, da ich ja tatsächlich einige “Verluste” einfahren musste, aber mit meinem Glauben und Ehrgeiz konnte ich die freie Energie in mein Talent investieren und mir heute meine Kunden aussuchen.

    Selbst der Glaubenssatz, als Mann einer Frau etwas bieten zu müssen, trifft jedenfalls nicht mehr auf mich zu. Da ich gelernt habe, jegliche repressive Verhaltensmuster ad acta zu legen, fliegen mir Frauen regelrecht zu, sie schätzen einfach diese Freiheit und statt einem prolligen Auto, gehe ich Samstag auf den Markt und genieße auf dem Balkon.

    In Deutschland ist mir im Gegensatz zu diversen anderen Ländern aufgefallen, dass hier viele Seelen zerstört sind und ihr Glück im Materiellem suchen. Mir sagte mal ein Franzose “die Deutschen” bräuchten ein Buch, das ihnen das Leben erklärt, weil mit unserer Geburt beginnen wir zu sterben. Wer sich dessen bewusst wird, der wird anders leben …

    Ich denke, das hat viel mit der traumatisierten Nachkriegsgeneration zu tun, allerdings ist mein Leben mir zu schade geworden, der Therapeut anderer zu sein. Ich habe selbst 10 Jahre an mir arbeiten müssen, um endlich genießen zu können, und so halte ich mich die oben beschrieben Menschen einfach vom Leib, so einfach kann es sein.

    Da die Zukunft viel mehr Freiheiten bringt und die Welt ein Dorf geworden ist, sozusagen in wenigen Jahrzehnten bald jeder ein Einzelunternehmer sein kann, hoffe ich auf eine tolerantere Welt.

    :-)

    anonym antworten
    • Seelenchaos

      Liest sich sehr gut. Mich würde interessieren wie Sie es geschafft haben. Für mich ist es sehr schwierig, trotz Therapie. Haben Sie eine Empfehlung?

      Seelenchaos antworten
    • Chaosseele;)

      Das was Seelenchaos fragte, würde mich auch sehr interessieren … gibt es da ein Geheimrezept?

      Chaosseele;) antworten
    • Gertraud

      Das hört sich spitzenmässig relaxt reflektiert an. Super!

      Gertraud antworten
  • Petra

    Hallo Herr Heidenberger,

    eigentlich wollte ich mir nur mal ein paar Minuten Zeit vertreiben, jetzt bin ich doch über eine Stunde bei Ihren interessanten Beiträgen hängengeblieben. Kompliment!

    Petra antworten
  • Nadine

    Hallo Burkhard,

    und wenn dieses Krankheitsbild auf einen selbst passt und man gar nicht so sein möchte? Wie komme ich da wieder heraus und kann mit meinen Mitmenschen normal umgehen, ohne sie permanent schlecht zu machen?

    LG und vielen Dank für Ihre Antwort!

    Nadine antworten
    • Dass Ihnen dieses Verhalten bei sich selbst bewusst ist und Sie es ändern möchten, bietet schon mal die optimale Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung.

      Versuchen Sie es vielleicht in kleinen Schritten: Auch wenn es Ihnen schwer fällt, sagen Sie ganz bewusst etwas Nettes z. B. zu einer Person, die Sie schon des Öfteren schlecht gemacht haben.

      Nehmen Sie sich z. B. für die erste Woche vor, täglich etwas Nettes/Aufbauendes/Freundliches … zumindest zu einer Person in Ihrem unmittelbaren Umfeld zu sagen. Dann können Sie sich langsam steigern.

      Und sollten Sie es alleine nicht schaffen, könnten Sie immer noch (therapeutische) Hilfe in Anspruch nehmen.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Corinna

    Hallo Burkhard ,

    leider habe ich mir das zweite Mal in meinem Leben so einen Partner gesucht … Woran kann das liegen???

    Schon wieder bin ich in der totalen Abhängigkeit und habe das Gefühl, alleine nicht existieren zu können.

    Nach der Trennung von meinem ersten Mann ging es mir so gut. Anderthalb Jahre lebte ich mit meinen beiden kleinen Kinden lustig und zufrieden.

    Dann lernte ich meinen jetzigen Partner kennen. Er war so liebevoll und wir waren auch humorig auf einer Wellenlänge.

    Inzwischen ist es genauso wie mit meinem Ex-Mann. Mein zweiter Vorname ist Schlampe, Stück Scheiße usw. Und da er jünger ist als ich, kommt noch Faltenwurfmaschine und so etwas in der Art dazu. Und senil und doof bin ich eh … Schon aus Altersgründen.

    Es hört sich immer so leicht an, dieses dann geh doch einfach. Und Ihre Ratschläge sind ja nett. Aber im wahren Leben mit so einem Menschen unbrauchbar. Es gibt in dem Fall leider keine Schublade …

    Mit lieben Grüßen

    Connie

    Corinna antworten
    • Hallo Corinna,

      danke für Ihren offenen Erfahrungsbericht.

      Zu Ihrer Frage, woran das liegen kann: Es kann „Zufall“ sein, dass Sie ein zweites Mal so einen Partner gewählt haben. Sie schreiben ja, dass er anfangs so liebevoll war. Daraus schließe ich, dass er sein Verhalten Ihnen gegenüber wohl erst später geändert hat.

      Es kann auch sein, dass Sie unbewusst „schwierige“ Partner wählen, denn jeder von uns hat eine ihn prägende Vorgeschichte (Erlebnisse, Erziehung etc.), aus der oft eingefahrene Glaubenssätze, Denk- und Verhaltensmuster resultieren.

      Sie haben schon recht, dass es sich leicht schreibt/sagt, man solle einfach gehen. Meiner Meinung nach gibt es grundsätzlich nur drei Möglichkeiten für eine Besserung der aktuellen Lebenssituation:

      1. Ihr Partner ändert sich, also sein Verhalten Ihnen gegenüber. Das setzt allerdings voraus, dass er dazu bereit/gewillt ist.
      2. Sie verändern Ihr Verhalten Ihrem Partner gegenüber bzw. Ihre Kommunikation mit ihm – also z. B. lassen sich nichts mehr gefallen, und bewirken dadurch eine Veränderung bei ihm.
      3. Sie trennen sich. Sie schreiben ja selbst „Nach der Trennung von meinem ersten Mann ging es mir so gut …“.

      Alles Gute

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Carmen

      Hallo Corinna,

      ich bin bestürzt nach dem Lesen Deines Berichts. Wie alt sind Deine Kinder jetzt? Bekommen sie dieses unverschämte unsoziale Verhalten Deines “Partners” mit?

      Du musst Dich trennen von diesem egoistischen selbstverliebten Menschen; Dir und Deinen Kindern zuliebe.

      Und selbstverständlich kannst Du ohne diesen Kerl leben. Dieses Gefühl, alleine nicht leben zu können, ist zumeist nur Gewohnheit und Bequemlichkeit. Du hast doch sicherlich Freunde und Bekannte; bei allem, was Du vermeintlich alleine und ohne eigene Kraft nicht stemmen kannst, kannst Du Dir Hilfe holen. Man wird Dich schon nicht alleine lassen und kann Dich mit Rat und Tat unterstützen.

      Bitte geh den Schritt und schmeiß den Kerl raus!

      Carmen antworten
    • Leser

      Liebe Corinna,

      es gibt Beratungsstellen und es gibt für jedes Problem Hilfe. Du musst diese “nur” einfordern.

      Du schreibst, dass du dich schon einmal von einem derartigen Partner gelöst hast. Du weißt also, wie es funktioniert und dass es dir danach besser geht. Dann schaffst du es auch wieder und gewinnst noch mehr Erfahrungen und auch mehr Selbstwert. Zudem hast du Verantwortung für deine Kinder.

      Es wurde in den Beiträgen schon einmal geschrieben und ich selbst habe diesen Satz von einer sehr lieben Psychologin immer wieder gehört:

      “Jeder Mensch ist nur so weit angreifbar, wie er es SELBST zulässt. Die Lösung zu beleidigendem Verhalten/Mobbing usw. sind wir selbst!”.

      Beherzige diese Worte unbedingt. Sie sind der Kernpunkt, und sage dir im Stillen immer wieder diese Worte vor oder notiere sie und pinne dir die Erinnerung an den Spiegel. So verinnerlichst du sie.

      Deine Art mit solchen Menschen umzugehen, wird sich mit der Zeit tatsächlich und nachhaltig ändern.

      Leser antworten
    • Marianne

      Liebe Conny,

      da gibt es nur eines: Aufstehen (weggehen, sich trennen) oder untergehen (innerlich sterben)! Bitte steh auf…!

      Marianne antworten
    • Martin

      Wenn dus dir gefallen lässt (dazu gehört auch “sich wehren”), glaubt ein Teil von dir immer noch, du hättest nix Besseres verdient.

      Ich will hier keine klugen Tipps geben. Das tun wir Männer gerne oft und eigentlich will ich das meiden. Nur eine Sache: Ich versuche im Moment auch nicht mehr, mich bei jedem Angriff von irgendjemanden zu wehren, denn wenn du das schon tust, gibst du ja schon klein bei gegenüber dem Anderen.

      Klar gehen ist nicht immer leicht, kann man auch nicht immer, ich auch nicht in jeder Situation, aber man kann sich einen ruhigen Platz für sich selber suchen und über alles mal nachdenken, es wirken lassen und sich immer wieder klar machen, dass ein Teil von einem selbst denkt, man habe nix Besseres verdient.

      Es immer wieder wirken lassen. Nicht es krampfthaft ändern, sonst ist man ja wieder im Kampf. Sich einzugesetehen, dass man selbst denkt, man habe das verdient, tut nämlich weh und davor läuft fast jeder fast überall weg.

      Martin antworten
  • Leser

    Meine Mutter gab mir schon in meinen Kindertagen einen Rat, den ich noch heute oft anwende, wenn Menschen mir einfach nur dumm kommen.

    Der Rat: “Stell dir die Person nackt vor!” – ??

    Denn wir sind alle nackt zur Welt gekommen, können alle nichts mitnehmen, und so wird deutlich, dass wir alle gleichWERTig sind.

    Leser antworten
    • roca

      Wenn ich mir die Person nackt vorstelle, muss ich grinsen. Hilft das dann? Bringt die Person das wieder nach unten?

      roca antworten
  • Fiedler

    Nach dem Lesen des obigen Artikels muss ich auch einmal meine Seele öffnen:

    Mein Vati ist vor 4 Jahren gestorben. Ich bin ein Einzelkind. Meine Eltern waren immer sehr streng zu mir.

    Schon als mein Vati noch lebte, sah ich immer schon bei einem kurzen Besuch bei ihnen, schnell wieder fortzukommen. Das Verhalten mir gegenüber war nicht so wie man es von Eltern erwartet. Immer beleidigend.

    Nun hatte ich notgedrungen mehr Kontakt mit meiner Mutter, aber so schlimm habe ich mir das nicht vorgestellt. Ich werde behandelt wie eine Fremde. Sie macht mich überall schlecht, ohne Grund. Alles Private von meiner Familie wird weitergegeben an Fremde. Mir kommt es so vor als ob sie neidisch auf mich und meine kleine Familie ist. Private Telefonnummer werden rausgegeben, die nur wir wissen.

    Sie stand vor meiner Haustür und schrie rum. Ich bat sie rein, das wollte sie nicht. Wahrscheinlich damit alle Nachbarn hören, wie schlecht wir sie behandeln. Eigentlich ist es ja andersrum. Peinlicher gings nicht mehr.

    Ich und mein Mann sind am Ende mit unserem Latein. Ein Vierteljahr Funkstille ergab, dass sie jetzt das rumerzählte. Also es nimmt kein Ende, dass wir nicht ihren Boshaftigkeiten ausgesetzt sind. Da wir immer nur allein mit ihr sind, wenn sie aus sich rausgeht, glaubt uns das kein Außenstehender. Bei anderen ist sie immer nur die nette, alte Dame (82 Jahre) – körperlich fit, aber geistig? Narzisstin trifft sehr gut auf sie zu.

    Vielleicht kann mir jemand einen guten Rat geben?

    Fiedler antworten
    • Bea

      Ich kenne eine solche ältere Dame (80) seit 52 Jahren selbst – auch die eigene Mutter. Nur völlige Kontaktsperre hilft. Ich spreche aus Erfahrung.

      Selbstverständlich ist es schlimm, die eigene Mutter zu ignorieren, aber wenn es DICH zerstört, gibt es keine andere Lösung.

      Die Mutter kannst du nicht mehr ändern, aber dein Leben wieder lebenswert machen.

      Wenn lange genug kein Kontakt mehr besteht, sie nichts erfahren kann, kann sie auch kein Öl mehr ins Feuer gießen. Ich selbst habe meine Mutter abgöttisch geliebt und konnte mich vor inzwischen 10 Jahren nur mit Hilfe einer Psychologin von ihr lösen. Ich bereue keinen Tag und keine Stunde. Denn begegnen wir uns zwangsläufig bei wichtigen Familientreffen o.ä., geht es sofort wieder los mit ihren Sticheleien.

      Ich habe lange überlegt, ob ich nach so langer Zeit ein versöhnendes Gespräch suchen soll, habe es aber dann gelassen. Sie ist wie sie ist, sie ist meine Mutter, ich konnte sie mir nicht aussuchen und kann/will sie gewiss nicht ändern…

      Alles, was DIR nicht gut tut in deinem Leben, verbanne daraus, sonst findest du keine Ruhe.

      Bea antworten
  • Hanni

    Mein Mann ist leider auch so herablassend zu mir, wenn wir uns streiten. Wenn er im Stress ist oder nicht mehr weiter weiß, dann beschimpft er mich und gibt mir für alles Schlechte die Schuld. Auch vor der Familie oder in der Öffentlichkeit stellt er mich dann bloß …

    Er bereut es im Nachhinein auch, aber darüber reden will er nicht. Das bringt mir sehr wenig, denn ich bin ein sehr sensibler Mensch und nehme mir Dinge und Worte sehr zu Herzen, obwohl er selber danach sagt, dass er nur Müll redet. Aber nur tut es trotzdem immer wieder weh …

    Hanni antworten
    • Beatrice

      Liebe Hanni,

      es tut mir allein schon beim Lesen deiner Zeilen weh! Du solltest dringend mit deinem Mann ernsthaft reden und ihn ggf. besonders in der Öffentlichkeit in einer solchen Situation auf sein Fehlverhalten hinweisen. Vielleicht bekommt er so dann auch einmal ein entsprechendes Feedback von den Außenstehenden.

      Wenn du dir sein Verhalten immer wieder ‘gefallen’ lässt, begreift er es nie und deine sensible Seele leidet immer mehr. Vielleicht solltet ihr eine Paartherapie aufsuchen.

      Merke: “Mann/Frau ist nur so weit angreifbar, wie er/sie es zulässt!” (gilt auch in anderen Beziehungen – Arbeit usw.).

      Bitte hol dir Hilfe. Es gibt auch Selbsthilfegruppen oder Anlaufstellen bei Kirchen oder caritativen Einrichtungen. Du darfst dich nicht mehr so derart erniedrigen lassen!

      Ich wünsche dir von Herzem ehrlich alles Liebe!

      Beatrice antworten
    • Freisein

      Liebe Hanni,

      das selbe Problem habe ich auch. Mir gehts genauso wie dir. Mich würde gern interessieren, wie du das mit dir vereinbarst und damit klar kommst? Mich macht das total fertig.

      Freisein antworten
    • Mary

      Hab mich in deinem Beitrag zu 100% wiedergefunden.

      Bei mir ist es nur leider so, dass er sein Fehlverhalten gar nicht einsieht. Wenn er sich an mir ausgepowert hat, dann ignoriert er mich 1-2 Tage und danach ist es wieder für ihn, als wäre nie was gewesen. Ich bin auch hochsensibel und komme damit nicht klar. Schlägt mir auf den Magen.

      Mary antworten
  • Kupsy

    Hallo! Leider weiß ich aber trotzdem nicht, wie ich reagieren soll, wenn mein Vater mich vor meinem Sohn beleidigt und als fett darstellt, mit gehässigen Bemerkungen und den 7-jährigen Enkel somit zeigt, wie er über mich lästern kann. Das ist die 2. Ohrfeige gewesen. Das macht der eigene Vater?!

    Kupsy antworten
    • Bea

      Vermeide solchen Treffen! Du musst und brauchst dich nicht beleidigen lassen!

      Bea antworten
  • Suse P.

    Hallo,

    schöner Artikel.

    Im Moment habe ich das Problem auch. Mein Vermieter einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft macht mich regelmäßig runter und das vor seinen Kollegen und anderen Mietern, die gerade in der Hausverwaltung anwesend sind.

    Ich lebe seit 20 Jahren in meiner Wohnung und habe Mängel, die er einfach nicht beseitigen möchte. Briefe, Mails, Anrufe nützen nichts. Erscheint man persönlich, wird man auf das übelste beschimpft. Unseren Stadtvätern ist das egal.

    Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Gibt es eigentlich ein Buch darüber? Finde nichts im Netz.

    LG Suse

    Suse P. antworten
  • Lieber Herr Heidenberger,

    danke für den schönen Artikel. Auch sehr passend für unseren heutigen Zusammenhang mit Sozialen Medien, wo wir interessanterweise immer wieder auf eben jene “Runtermacher” von selbst eingehen, Diskussionen führen und am Ende genervt feststellen, dass es uns nur Zeit und Nerven gekostet hat – nur um am nächsten Tag den gleichen Fehler zu machen.

    Dabei ist es im Netz leicht wie nirgends, die von Ihnen empfohlenen Taktiken zu verwenden – in Familie und Job ist es schon schwieriger -, wobei auch ich bereits in meinem Beruf die Reißleine gezogen habe. Das finale Gespräch mit der Personalleitung wird mir in Erinnerung bleiben, denn sie waren dann doch verdutzt, als jemand ihr Unternehmen verließ, mit dem sie eigentlich recht zufrieden waren.

    Ich möchte aber in diesem Zusammenhang Ihre Buchempfehlungen noch ergänzen um das folgende Buch:

    Tough Talk – Die rhetorische Spielregeln zum Überleben im Haifischbecken von Marc-Stephan Daniel.

    Liebe Grüße

    Bruno E. Thyke

    Bruno E. Thyke antworten
    • Danke für den Buch-Tipp, Herr Thyke! Und ja, Sie haben natürlich recht, was die Runtermacher in sozialen Medien betrifft. So sehr ich die sozialen Medien schätze – sie bieten aber auch vielen eine Plattform, um (anonym) andere öffentlich „runterzumachen“.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Leser

    Mir erging es ebenso und ich bin krank darüber geworden. Meine Hausärztin gab mir dann zu bedenken, zu prüfen, ob der Arbeitgeber/Vorgesetzte zu mir passt. Wenn man sich nur noch zur Arbeit quält, ruiniert man seine Gesundheit und das ist kein noch so gut bezahlter Job wert!

    Wenn Aussprachen nicht fruchten, kein Betriebsrat helfen kann, dann bleibt nur die Trennung von diesem Arbeitgeber.

    In meinem Fall war man in den oberen Chefetagen derart erschrocken über meine Kündigungsabsicht mit einer detaillierten sachlichen Begründung, dass die unmittelbare Vorgesetzte später selbst ihren Hut nehmen musste, nachdem auch andere Kollegen in persönlichen Gesprächen zur Zusammenarbeit mit der betreffenden Vorgesetzten befragt wurden und das Verhalten grundsätzliche asoziale Grundzüge offenbarte, die das Unternehmen nicht weiter tolerierte.

    Wenn man gar nichts unternimmt, ändert sich nie etwas! Findet man Verbündete, dann kämpfen. Ist man auf weiter Flur allein und trotz Aussprachen kommt es zu keinen Veränderungen, muss man für sich selbst sorgen und Konsequenzen ziehen.

    Aufgrund meiner tatsächlich beabsichtigten Kündigung hatte ich mich vorab nach anderen Beschäftigungen erkundigt und habe letztendlich doch gekündigt. Bei meinem ersten Vorstellungsgespräch habe ich den Grund für meine Kündigung beim vorherigen Arbeitgeber deutlich gemacht.

    Heute habe ich einen sehr sozialen und sehr netten Vorgesetzten. Ich verdiene geringfügig weniger, habe aber meinen Wechsel nie bereut.

    Mein jetziger Chef hat mir später einmal verraten, wie es zu meiner Anstellung kam: Er war begeistert, wie ich mich in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit getraut habe, einen gut bezahlten Job zu kündigen, um für mich selbst zu sorgen. Das tat richtig gut.

    Leser antworten
  • Anonym

    Hallo Herr Heidenberger,

    danke für Ihren interessanten Artikel.

    Ich lebe im Moment in einer Beziehung mit Partnerin, die auf der einen Seite alles für mich macht, intelligent und beruflich sehr erfolgreich ist.

    Am Anfang unserer Beziehung war sie lustig und kommunikativ und sie brachte mir die Leichtigkeit und Aufmerksamkeit zurück, die ich in der Beziehung davor so sehr vermisst hatte.

    Nach drei Monaten kam jedoch mehr und mehr ihr wahres Wesen zum Vorschein. Plötzlich zeigte sich sich aufbrausend, wutig, respektlos und herablassend, sobald etwas nach ihren Vorstellungen ablief.

    Ich muss dazu sagen, dass ich sieben Jahre älter bin und im Prinzip ganz genau weiß, was ich vom Leben will. Das ein Partner so mit mir umgeht, hat mich viele traurige Momente durchlaufen lassen. Ich habe versucht zu reden, zu erklären, geweint, geschwiegen, Kontra gegeben. Nichts hilft. Ihr ist bewusst, dass sie zeitweilig überreagiert und gelobte immer Besserung. Aber allein schafft sie es nicht. Es vergehen keine 24 Stunden, ohne dass sie einen Wutanfall bekommt. Ich durchlebe permanent eine Achterbahn der Gefühle. Im einen Augenblick ist sie liebevoll und aufmerksam, im nächsten Augenblick kippt die Stimmung in Zehntelsekunden. Das kostet mich so viel Energie, dass ich zu Nichts mehr Lust habe. Allein der Gedanke an Sport oder die Idee, Freunde zu treffen, sind mir zuviel.

    Für mich ist ganz klar eine wertschätzende und respektvolle Kommunikation die Basis einer Beziehung. Für sie nicht. Sie ist ein strukturierter, klar kommunizierender Mensch, der kein Blatt vor dem Mund nimmt. Das ist auf der einen Seite schön, denn ich kann mich jederzeit 100% auf sie verlassen. Auf der anderen Seite verletzt sie meine Gefühle immer und immer wieder, in dem sie Handlungen von mir in Frage stellt, mich belächelt bzw. kritisiert oder über Menschen in meinem Umfeld schlecht redet.

    Meine Familie und Freunde lehnen sie inzwischen einfach nur ab, obwohl sie ihr Benehmen noch nicht einmal richtig mitbekommen haben. Einfach nur auf Grund ihrer Art, also ablehnender Körperhaltung ihnen gegenüber.

    Trotzdem fällt es mir sehr schwer, zu gehen. Ich liebe sie einfach wirklich.

    Anonym antworten
  • einerderanonymbleibenwill

    Genau das erlebe ich momentan auch. Menschen, die sich so verhalten, widern mich einfach nur an und sie gehören ganz dringend in eine psychotherapeutische Behandlung. Ich gehe auf sehr großem Abstand zu solchen Personen, weil eine Konfrontation die Dinge in der Regel verschlimmert als es ohnehin schon ist. Sei es nun in der Schule oder Privat, Menschen die ein solches Verhalten an den Tag legen, sollten sich die Frage stellen, ob das noch erwachsen ist.

    Ein sehr schöner Artikel.

    einerderanonymbleibenwill antworten
  • Dg

    Ich hatte auch mehrmals so eine Erfahrung.

    Meine letzte kurze Beziehung musste mich immer klein halten. Ich hatte nie recht. Das fiel mir am meisten auf, wenn ich was sagte und sie dann darüber eine andere Meinung hatte. Sagte genau das Gleiche aber ihre Freundin oder ihr Stiefvater, so war das richtig. Auch hatte ich das Gefühl, wenn sie was sagte, es spricht ihre Freundin/Stiefvater zu mir. Am Ende hatte ich nur das Gefühl, dass es nur um sie geht.

    Beim Telefonieren und Schreiben ging es nur um ihre Sachen. Hatte ich was zu erzählen, sagte sie ganz einfach: interessiert sie nicht. Darunter waren z.B. Themen wie mein Sohn. Am meisten lernte ich im Zuschauen, wie sie in meiner Anwesenheit andere behandelte, von denen redete. Manche Aussagen von ihr waren hart: Ein Wunder, dass du noch nicht zusammengeschlagen wurdest, an deiner Stelle hätte ich mir schon das Leben genommen …

    Darauf angesprochen wusste sie davon natürlich nichts mehr. Ich halte ihren Elternkreis für fragwürdig, denn am Anfang hieß es, dass es ok ist, wenn sie zu mir zieht und dann nach 3 Monaten hieß es wortwörtlich, sie finden es scheiße, dass sie sich einfach verpissen will!!! Man bedenke, sie ist 38, hat ein scheinbar gutes Verhältnis zu ihren Eltern.

    Die Eltern wissen, sie hatte ein sehr schwieriges Leben und möchte dort raus & die Tochter fragt um Rat, weil die Mutter im Rollstuhl sitzt und gar nichts alleine kann, auf ständige Hilfe angewiesen ist, bekommt dann eine Aussage, es ist OK, weit wegzuziehen & danach lebte sie dann auch in völliger Freude & noch nicht mal 3 Monate später die krasse Aussage, die ich sehr eigennützig von ihren Eltern halte. Ich finde es sehr schade für sie, da ich sie wirklich mag.

    Dg antworten
  • sw

    Hallo,

    das hier ist ein sehr treffender Beitrag mit hilfreichen Tipps.

    Ich selber lebe mit meinem Lebensgefährten in einer Umgebung mit Mitmenschen, denen es nicht in den Kram passt, dass ich meinem Partner geholfen habe aus einem tiefen Loch zu steigen und gemeinsam mit mir wieder aufzustehen.

    Wir werden beschimpft und beleidigt. Es werden Verleumdungen ausgesprochen, die sogar bis hin zu Anzeigen und bis vors Gericht gehen. Es ist immer wieder unnötige Zeitverschwendung sich damit auseinanderzusetzen, denn wir haben dafür eigentlich überhaupt keine Zeit. Alle Versuche uns kleinzukriegen, sind gescheitert, aber es wird immer weitergemacht. Leider gibt es auch Mitmenschen, die sich durch ignorieren noch mehr dazu animiert fühlen, weiterzumachen.

    Wir sind – um endlich zur Ruhe zu kommen und uns mit wirklich wichtigen Dingen im Leben zu beschäftigen – in eine andere Wohngegend gezogen.

    sw antworten
  • Anonym

    Hallo,

    auch ich bin durch googeln auf diesen Beitrag gestoßen und finde ihn wirklich toll, auch alle Kommentare dazu. Ich finde mich in vielem wieder, leider.

    Es betrifft meine Schwiegereltern, aber hauptsächlich den Schwiegervater. Beiden kann man es nie Recht machen, überall wird rumgenörgelt und gemotzt. Egal was man erzählt, kauft, erlebt hat usw., ALLES können, haben und wissen sie besser. Ich denke immer, warum sind sie so? Warum sind sie nicht stolz auf das, was ihr Sohn sich erarbeitet hat, was für ein Leben er führt (inkl. mir).

    Das zieht mich oft runter und ich meide oft den Kontakt zu ihnen. Besonders das Verhalten des Schwiegervaters verletzt oft. Dumme, fiese oder abwertende Sprüche…..seiner Frau gegenüber und bei mir, werden auch oft gemacht. Leider bekommt mein Mann es angeblich immer nicht mit, doch ich denke, er traut sich einfach nichts zu sagen. Er hat seinen Eltern schon einmal die Stirn geboten, da wurde mit ihm gebrochen.

    Ich bekomme so Sachen zu hören wie: du dummes Ding, ihr müsst immer irgendwas fressen, das ist der letzte Scheiß, was ihr euch gekauft habt, die zieht sich die Hose mit der Kneifzange an. Diesen Spruch habe ich auch gegoogelt und fand unterschiedliche Definitionen. Letztendlich heißt es einfach: sie ist zu dumm….

    Es ist schwer mit solchen Menschen umzugehen, so habe ich Rat im Internet gesucht. Ich hoffe, ich kann mir einiges mitnehmen und dann auch anwenden. Niemand hat das Recht, einen anderen klein zu machen…

    Ich halte die Stange, meinem Mann zu Liebe…… Leider passiert es aber im Streit, dass das Verhalten seines Vaters sich bei ihm hin und wieder wiederspiegelt….nicht in so krasser Form, aber die Züge sind da :-(

    Anonym antworten
  • Viktoria

    Danke für den Artikel!

    Vor kurzem durfte ich solch eine Person kennenlernen. Egal, was man gesagt oder getan hat, es kam immer ein negativer Spruch.

    Zum Beispiel wurde ein Musiktitel ausgesucht, eine andere Person kannte den Song nicht – “Was bist Du denn für ein Kulturbanause?”. Oder es wurde versucht, ein Smartphone anzuschließen an eine Anlage – “kann man hier einmal mit Profis arbeiten?”. Oder jemand hatte ein Instrument mit und konnte ein gewünschtes Lied nicht spielen – auch wieder runtergemacht.

    Auf die Frage, wieso die Person immer so reagiert – “ich bin ehrlich und bin so aufgewachsen”. Zum Glück gehört diese Person nicht zu meinem Freundeskreis. Aber es ist schon sehr anstrengend, wenn diese Person bei jeglicher Antwort oder Verhalten einer anderen Person einen dummen Spruch (mit entsprechender Tonlage) raushauen muss.

    Also vielen Dank für die Tipps in diesem Artikel.

    Viktoria antworten
  • Angie Rostock

    Mein Fazit:

    3.

    Ich werde mich ABGRENZEN !

    “Schränken Sie den Kontakt ein oder brechen Sie ihn ab. Gehen Sie auf Distanz, auch wenn das nur innerlich möglich ist. Wenn Sie sich zumindest innerlich abgrenzen, können Kränkungen Ihnen weniger anhaben.”

    Angie Rostock antworten
  • Angie Rostock

    Hey,

    die Krankheit nennt sich:

    “Narzistische Persönlichkeitsstörung” und auch ich kenne 2 Menschen, welche darunter leiden, es jedoch nicht einsehen.

    Mein Fazit daraus:

    Ich habe mich INNERLICH abgegrenzt !

    Angie Rostock antworten
  • nitsrek

    Bei mir ist es so, dass ich meine Eltern geholfen hatte und deswegen reden meine Geschwister schlecht über mich und erfinden Dinge wie etwa, ich würde mich finanziell von unseren Eltern bereichern wollen oder dass ich was geschenkt haben will. Sie selbst aber nehmen sich einfach ungefragt Dinge im Haushalt unserer Eltern und behandeln das Ganze, als wäre es selbstverständlich und ihnen würde das zustehen.

    Mein Vater ist kränklich und mir ist wegen meiner Geschwister schon oft der Kragen geplatzt, weswegen ich mich mit den Eltern auch gestritten hatte, weil sie es nicht einsehen, dass die anderen beiden sich nur alles nehmen wollen, aber nichts zurück geben.

    Hintenrum erzählen Bruder und Schwester soviel Blödsinniges über mich, dass ich mich ebenfalls nur bedienen wollte und ich unsere Eltern schädigen wollen würde.

    Mich belastet es, weil auch ganz viele andere Leute so einen Blödsinn von denen glauben und folglich dann böse Gerüchte über mich kursieren. Mir geht das alles zu weit. Geschwister aber scheuen die Konfrontation mit mir und tuscheln nur hintenrum, weil sie wissen, dass ich auch mal laut werden kann und das auch zu Recht.

    Es nimmt da einfach kein Ende. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Kontaktabbruch habe ich bereits zu den Geschwistern und deren Partner getan, jedoch bekommen sie ja immer wieder erneut von unseren Eltern Dinge über mich mit, bzw. quetschen meine Eltern über mich aus.

    Ich habe meinen Eltern gesagt, dass ich meine Ruhe will und dass ich notfalls meine Geschwister wegen übler Nachrede und Verleumdung verklagen muss, weil ich keinen anderen Ausweg mehr sehe.

    Natürlich belastet sie es und ich möchte all diese Gehässigkeiten nicht haben, weil es einfach nur belastend für mich und meine Eltern ist. Aber das ganze geht schon fast 20 Jahre, fing minimal und klein an und wird immer größer.

    Irgendwann muss endlich mal Schluss sein und sie müssen endlich die Konsequenzen für ihr Fehlverhalten tragen.

    nitsrek antworten
  • Peter

    Guten Tag!

    Dieser Beitrag ist für mich unglaublich hilfreich gewesen!

    Ich bin mit einer cholerischen Frau verheiratet, welche fast alle Punkte erfüllt.
    Natürlich steckt auch ein sehr guter und liebevoller Mensch in ihr, aber es kommt immer wieder vor, dass cholerische Wutausbrüche mit unterirdischen Beleidigungen erfolgen.

    Was musste ich mir schon für Beleidigungen und werfende Gegenstände antun, obwohl keine dramatische Situation davor entstand.

    Als Beispiel:

    Man(n) schenkt der Frau kein Getränk nach bzw. ein. Die Folge: WELTUNTERGANG!

    Ich habe mich nun über 10 Jahre diesem Terror ausgesetzt und muss einfach zum Ergebnis kommen, dass eine Besserung nicht in Aussicht ist!

    Ich habe alle Seiten probiert. Versuche, alles recht zu machen (dies führt aber auch zu keinem Erfolg, sondern wird nur noch mehr ausgenutzt)

    Nun ignoriere ich die Verhaltensweisen so gut es geht und gehe auch nicht mehr auf die cholerischen Forderungen ein. Bei den “Ausbrüchen” ensteht auch immer der Versuch eines Befehlstones. Sogar körperliche Übergriffe kamen schon vor!

    Eine Therapie bei einem Psychologen hat wirklich viel gebracht. Diese wurde nach 2 Jahren beendet. Seitdem geht es nun wieder bergab. Leider! Ich hatte Hoffnung, aber nun heißt es “man sei geheilt und alle anderen sind schlecht!”

    Mittlerweile wurden Dutzende Bekannte verbannt. Meine Verwandschaft hat mit meiner Frau abgeschlossen, da diese ebenfalls immer wieder mit dieser Art konfrontiert wurden.

    Ich würde diese Weg nicht noch einmal gehen!
    Sofern solche Anzeichen bei einem anderen Menschen zu erkennen sind, würde ich jedem, der Spaß, Freude und Ruhe in seinem Leben haben will, raten zu gehen, und zwar schnell!

    Es wird nie ein Ende geben und die Schuld für die Wutausbrüche wird beim Gegenüber gesucht.
    Der Choleriker ist aus seiner Sicht nicht schuld und alle Beleidigungen etc. sind gerechtfertigt.

    Das Schlimmste für mich ist jedoch, dass auch ein Kind mit im Spiel ist und wenn es nun hart auf hart kommt, wird wieder so getan, dass es nicht so gemeint war und man merkt, dass der Choleriker ganz genau weiß und es diesem bewusst ist, das ein Fehlverhalten vorlag. Ganz gefährliche und gemeine Situation.

    Ich denke, dass ich nun da durch muss und ärgere mich unglaublich, dass es überhaupt so viel Kraft kosten musste.

    Peter antworten
  • Doris

    Na, dann meld ich mich wieder.

    In meiner Arbeit hab ich die Erfahrung gemacht, dass die beste Haltung an die Idee gekoppelt ist, “das Problem liegt nicht bei Dir, sondern das ist SEIN Problem.”

    Meist hört Frau dann, dass man als Kind immer bescheiden sein musste, für andere da zu sein hatte etc. … dadurch sind sie auf diese Art Mensch gründlich vorbereitet und tun genau das, was der andere braucht…. Sie akzeptieren das Verhalten.

    Außerdem wird unser Verhalten ja so interpretiert, dass es in das Denkschema des Quälgeistes fällt.

    Daher glaube ich – bitte, das ist meine persönliche Meinung -, Menschen werden nicht als Tyrannen geboren, sondern dazu gemacht, indem die Umgebung das Verhalten akzeptiert.

    Habe da eine kleine persönliche Geschichte :

    Vor vielen Jahren hatte ich einen Oberarzt, der seine Zeit damit verbrachte, nach der Visite frech anzüglich zu sein, es ist jetzt 40 Jahre her. Diese Bemerkungen fanden stets in der Personalküche statt, im Beisein der Kollegen und Schwestern. Ignorieren half nicht viel, denn er legte dies als Verlegen sein aus.

    Das Verhalten war schlagartig beendet, als ich eines Tages auf seine Vorstellung, dass er mit mir schlafen könne/wolle, Folgendes antwortete : gerne, aber hier, jetzt und gleich auf dem Küchentisch vor allen Anwesenden.

    Pause, Ende der Frühstückspause und Ende der Belästigung, für immer!

    Ist klar, diese Antwort konnte ich nur geben, da ich beruflich nicht wirklich abhängig von ihm war. Es ist natürlich viel schwerer, dem “echten” Chef so mit dem Stellwagen ins Gesicht zu fahren.

    Doris antworten
  • hedi

    Hallo, danke für eure Geschichten. Es tröstet, dass ich nicht die einzige bin, die das erleben muss.

    hedi antworten
  • Sandra

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin traurig, dass wir einfühlsame Menschen irgendwie immer mit dem Rücken zur Wand stehen. Ich wünschte manchmal, dass ich nicht so sensibel wäre. Ich biete mich immer geradezu an, dass mir jemand über meine Gefühle fährt.

    Meine letzte Begebenheit war, dass die Mutter meiner Stiefmutter (mit ihr habe ich eigentlich nichts zu tun) beim Vorbereiten eines runden Geburtstages fragte: “Und Deine Tochter zickt nur rum, ja?”

    Ich war völlig sprachlos. Seit Jahren ist meine Schwägerin darauf bedacht, meine Kinder durch den Schmutz zu ziehen, damit ihr Kind das “Gute” ist. Klappt leider auch sehr gut. Ich halte immer den Mund, des lieben Friedens Willen. Meine Stiefmutter und meine Schwägerin können sehr gut miteinander. Ich habe mir meinen Teil immer gedacht.

    Und nun das. Und als ich das meinem Vater erzählte, sagte er zu mir “Kann es sein, dass Du Dich da etwas reinsteigerst”.

    Was sagt ihr oder seid ihr auch sprachlos?

    Sandra antworten

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