Selbstbewusst werden – 10 Übungen

Selbstbewusst werden – ein oft geäußerter Wunsch. Selbstbewusstsein ist wichtig. Denn darauf basiert die Selbstsicherheit:

Wer sich seiner Stärken, seiner Fähigkeiten „selbst bewusst“ wird, gewinnt Vertrauen in sich selbst und steigert damit seine Selbstsicherheit.

Selbstsichere Menschen tun sich im Leben häufig leichter als Menschen mit geringer Selbstsicherheit. Das gilt sowohl im privaten Bereich als auch im Beruf.

Schon in der Kindheit wird der Grundstein für unser Selbstbewusstsein gelegt. Das soziale Umfeld, Erfahrungen und Erlebnisse haben wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Selbstbewusstseins und damit auch auf die Selbstsicherheit.

So kann beispielsweise ein Mensch, der bereits in seiner Kindheit kaum Wertschätzung, Förderung und Anerkennung erfahren hat, auch später nur schwer ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln.

Selbstbewusst werden – 10 Übungen

Im Folgenden 10 Übungen zur Steigerung des Selbstbewusstseins – wählen Sie Ihre Favoriten aus.

Die folgenden Übungen (für ein Selbstbewusstseinstraining und die Erfolgsperlen-Methode) sind aus dem E-Book „Selbstbewusst, selbstsicher, stark: 50 Übungen“, das Sie unten am Ende des Beitrags beziehen und gleich herunterladen können.

Selbstbewusst werden – Übung 1

Ich mag mich, weil …

Ziehen Sie sich an einen Ort zurück, an dem Sie ungestört sind. Nehmen Sie ein Notizbuch zur Hand und überlegen Sie, was Sie an Ihnen mögen, Ihre positiven Eigenschaften, Ihre Stärken. All das notieren Sie in Ihrem Buch.

Nutzen Sie am besten Satzergänzungen, wie beispielsweise:

„Ich mag mich, weil …“

„Ich mag an mir besonders …“

„Ich kann gut …“

Bei Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl kann sich diese Übung als sehr herausfordernd herausstellen, da die positiven Eigenschaften unter Selbstzweifeln häufig verschüttet scheinen.

Selbstbewusst werden – Übung 2

Was andere an mir schätzen

Diese Übung knüpft im Grunde an die vorherige an. Wenden Sie sich an Ihren Partner, Ihre Partnerin, an gute Freunde, Familienangehörige oder andere vertraute Personen. Fragen Sie diese Personen, was sie an Ihnen schätzen und lieben, Ihre positive Eigenschaften, Ihre Fähigkeiten, die sie an Ihnen bewundern.

Diese Perspektive kann einem oft regelrecht die Augen öffnen und einen ungeheuren positiven Schub für das Selbstbewusstsein zur Folge haben.

Selbstbewusst werden – Übung 3

Wenn-dann-Bedingungen

Der renommierte Psychologe Prof. Peter Gollwitzer empfiehlt Wenn-dann-Sätze zur Steigerung der Selbstdisziplin und Willenskraft auf dem Weg zum Ziel – oder in unserem Fall: auf dem Weg in Richtung mehr Selbstbewusstsein.

Wenn-dann-Bedingungen eignen sich insbesondere für Situationen, in denen Sie selbstbewusster agieren und reagieren möchten.

Hier einige Beispiele für Wenn-dann-Sätze:

  • WENN mich meine Kollegin das nächste Mal ungut angeht, DANN stelle ich mich aufrecht hin, blicke ihr fest in die Augen und ignoriere sie dann.
  • WENN ich das nächste Mal vor einer herausfordernden Situation stehe, DANN atme ich drei Mal tief durch, zähle von 5 rückwärts und stelle mich dann der Herausforderung.

Nehmen Sie ein Blatt zur Hand. Überlegen Sie sich nun für Situationen, in denen Sie selbstbewusster und selbstsicherer reagieren möchten, eine (oder mehrere) Wenn-dann-Bedingung(en).

Selbstbewusst werden – Übung 4

Negativen Gedanken – STOPP!

Nicht selten richtet man das eigene Selbstvertrauen zugrunde, indem man sich selbst ständig kritisiert und so ein Gefühl erzeugt, nur wenig wert zu sein. Selbstkritik sollten Sie sich also unbedingt abgewöhnen.

Wenn Ihnen solche negativen und dekonstruktiven Gedanken in den Sinn kommen, halten Sie bewusst inne und fordern Sie die innere Stimme auf: „Halt die Klappe!

Dieses bewusste Innehalten macht eine „Gedankenumkehr“ – also von dekonstruktiv in konstruktiv, von negativ in positiv – möglich, bis die „guten“ Gedanken schließlich überwiegen.

Selbstbewusst werden – Übung 5

Sich und andere annehmen

Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl nehmen andere mit all ihren Fehlern eher an, als sich selbst.

Wenn man sich bewusst macht, dass man diese Menschen mit ihren Fehlern nicht weniger liebenswert wahrnimmt, fällt es leichter, sich selbst Fehler einzugestehen und bei sich zu akzeptieren.

Hier kann folgende Übung helfen:

Notieren Sie in Ihrem Notizbuch die Namen einiger Menschen, die Sie lieben, die Sie schätzen und auch bewundern. Dann schreiben Sie zu jeder Person deren negativen Seiten auf, die man oft auch bewusst verdrängt und nicht sehen will.

Selbstbewusst werden – Übung 6

Erfolgserlebnisse dokumentieren

Das Selbstvertrauen lebt von Erfolgen. Halten Sie jedes noch so kleine Erfolgserlebnis in Ihrem Notizbuch fest. Notieren Sie auch Ihre Gefühle, die Sie dabei hatten, aber auch jene, die Sie vor dem Erlebnis hatten.

Wenn dann wieder eine schwierige Situation bevor steht, blättern Sie in Ihren Erfolgsaufzeichnungen, und Sie werden daraus Kraft und neue Energie schöpfen.

So seltsam es vielleicht klingen mag, aber auch einen Monat lang kalt duschen, kann Ihr Selbstbewusstsein erheblich steigern. Warum das so ist, erfahren Sie u. a. im E-Book.

Selbstbewusst werden – Übung 7

Vorbilder hinterfragen

Vermeintliche Vorbilder aus den Medien machen es dem Selbstbewusstsein schwer. Jeden Tag ist man konfrontiert mit Talenten, schönen Körpern und scheinbar perfekten Menschen. Der Vergleich mit diesen Menschen drückt auf das eigene Selbstwertgefühl. Diese Menschen zu hinterfragen, ist Grundbestandteil dieser Übung.

Nehmen Sie Ihr Arbeitsbuch zur Hand. Wählen Sie eine prominente Person für diese Übung und hinterfragen Sie kritisch deren „Schein“. Was tut diese Person wohl alles für ihr Aussehen, was nimmt sie auf sich, um was würde diese Person Sie beneiden?

Mit diesem kritischen Hinterfragen macht man sich bewusst, dass das eigene Leben meist sehr viel mehr zu bieten hat, als die getrimmten und in Szene gesetzten Lebensgeschichten prominenter Persönlichkeiten.

Selbstbewusst werden – Übung 8

Spiegel-Übung

Bei dieser Übung geht es darum, sich selbst zu überzeugen. Sie benötigen hierfür einen Spiegel. Stellen Sie sich davor, sodass Sie sich ins Gesicht sehen. Blicken Sie sich dann in die Augen und sagen Sie sich:

„Ich bin ein wundervoller und liebenswerter Mensch.“

Diesen Satz wiederholen Sie, so oft Sie möchten. Natürlich können Sie auch eine andere Formulierung wählen.

Eine Variation dieser so genannten Affirmation kann auch gezielt für eine bevorstehende herausfordernde Situation verwendet werden. Vor einer wichtigen Prüfung kann man sich beispielsweise sagen: „Ich bin stark und ich schaffe das!“

Selbst von sich zu hören, was man im Grunde oft gar nicht glauben kann, setzt Prozesse im Gehirn in Gang, die dem Selbstbewusstsein zu neuem Antrieb verhelfen.

Selbstbewusst werden – Übung 9

Auf Kritik souverän reagieren

Hat man ein geringes Selbstwertgefühl und wird mit Kritik konfrontiert, kann diese sehr verletzen und dazu führen, dass man sich noch weniger zutraut. Kritik wirkt dann wie ein lähmendes Gift, führt zu “Handlungsstarre”.

An selbstbewussten Menschen prallt Kritik häufig ab bzw. sie wissen sich zu wehren. Berechtigte Kritik nutzen diese oft als Chance, sich zu verbessern und sich weiterzuentwickeln.

Notieren Sie in Ihrem Arbeitsbuch an Sie herangetragene Kritik. Im nächsten Schritt suchen Sie nach der Chance, die darin steckt und halten diese in Ihrem Notizbuch fest. Wenn es Ihnen schwerfällt, mit Kritik umzugehen, finden Sie im E-Book Tipps, wie Sie auf Kritik souverän reagieren.

Selbstbewusst werden – Übung 10

Nicht jammern!

„Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist, aufhören zu jammern.“ – so lautet ein Zitat, angeblich von Albert Einstein (unterschiedliche Quellenangaben).

Hin und wieder jammern kann durchaus entlastend und befreiend wirken. Wenn das Jammern allerdings zur Gewohnheit wird, belasten Sie sich dadurch selbst, was auch Ihr Selbstbewusstsein stark beeinträchtigt.

Deshalb: Machen Sie sich bewusst, ob, wie oft, bei wem und in welchem Zusammenhang Sie jammern. Wenn Sie sich dann beim Jammern ertappen, sagen Sie sich (in Gedanken) laut STOPP. Dann versuchen Sie stattdessen, etwas Positives in der Situation (die zum Jammern verleitet) zu sehen.


Die obigen Übungen sind aus dem ZEITBLÜTEN-E-Book „Selbstbewusst, selbstsicher, stark: 50 Übungen“, das Sie hier beziehen und gleich herunterladen können, inkl. 50 Übungskärtchen zum Ausschneiden.

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„Selbstbewusst, selbstsicher, stark“

(inkl. Übungskärtchen zum Ausschneiden
& Anleitung Selbstbewusstseinstraining)


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Die im E-Book beschriebenen Selbstsicherheitsübungen als Übungskärtchen zum Ausschneiden.

Die Kärtchen mit Ihren Lieblingsübungen können Sie auch für das Selbstbewusstseinstraining (s. u. P. 3) nutzen.

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Für ein selbstbewusstes Leben!

Die Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

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Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum E-Book, dann schreiben Sie mir einfach!

Ihr

Burkhard Heidenberger


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Kommentare

  • Laura

    Wunderschön geschrieben, vielen Dank dir!

    Du wirst jeden einzelnen Tag selbst bewusst, wenn du dich immer wieder fragst: Was hast du heute erreicht? Wofür bist du dir heute dankbar?

    Das können die kleinsten Dinge sein, die du sonst im Alltag vergisst! Mach diese Coaching-Übung immer wieder, am besten jeden Abend und schreib dir genau auf, was du an diesem Tag für dich erreicht hast. Es wird dir unglaublich gut tun und dir deinen Wert immer wieder bewusst machen.

    Alles Liebe & sei dir damit immer mehr selbst bewusst,
    Laura

    Laura antworten
  • Daniel

    Hi Burkhard,

    interessante Übungen. Zum Teil komplett neu und noch nie gehört!

    Ein Klassiker und absoluter Hit ist das Erfolgstagebuch bzw. hier “Erfolgserlebnisse dokumentieren”. Ich kann selber bestätigen, dass es wahre Wunder bewirken kann, sofern man es den auch schreibt… ;)

    LG
    Daniel

    Daniel antworten

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