Was eine wahre Freundschaft ausmacht


Wahre Freundschaften sind eine große Bereicherung im Leben.

Freunde sind wie ein Netz, das uns auffängt, wenn wir mal die Balance verlieren.

Vorab eine Umfrage:


Wie viele Menschen zählen Sie zu Ihren wahren Freunden?

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Aber was macht eine wahre Freundschaft aus?

Auf diese Frage gibt es individuelle Definitionen und sicherlich zahlreiche mögliche Antworten.

Für mich mit ein wichtiges Merkmal wahrer Freundschaft ist das vertraute Gefühl, das auch dann besteht, wenn man sich lange Zeit nicht gesehen. Auch das gegenseitige Begleiten und einander Halt geben, zählen dazu.

pxb_freundeFreundschaft: Auf dem Lebensweg einander begleiten

Meine Antworten auf die Frage

Wenn mich also jemand fragen würde, was für mich wahre Freundschaft ausmacht, dann würde ich wohl antworten:

  • Ich weiß, dass man sich alles erzählen, über alles reden kann. Ob ich es tatsächlich mache, ist dabei gar nicht so wichtig.
  • Ich habe die Gewissheit, dass vertraute Informationen nicht weitergetragen werden.
  • Die bereits erwähnte innige Vertrautheit, die auch dann gegeben ist, wenn man längere Zeit keinen Kontakt zueinander hatte.
  • Ein wahrer Freund bzw. eine wahre Freundin erzählt niemals Schlechtes über mich.
  • Wahre Freunde können auch miteinander streiten, aber ohne sich gegenseitig zu beleidigen, provozieren oder zu beschimpfen.
  • Das Verzeihenkönnen gehört ebenso dazu.
  • Kritik und offene Worte werden toleriert und sind sogar erwünscht.
  • Man kann sich gegenseitig so geben, wie man ist, braucht sich nicht verstellen oder einander etwas vormachen.
  • Jeder weiß vom anderen, wie er denkt bzw. wie sie fühlt.
  • Man genießt das Miteinander, aber man muss nicht ständig zusammen sein oder stets gemeinsame Unternehmungen planen.
  • Wahre Freunde sind auch und vor allem in Zeiten da, wenn es mal nicht so gut läuft.
  • Sie bauen einander auf, motivieren, unterstützen und bieten Halt.

Das sind meine persönlichen Merkmale einer wahren Freundschaft.

Wie eine Pflanze …

Eine Freundschaft braucht Zeit. Zum einen Zeit für die Entwicklung, zum anderen für die Pflege. Denn eine Freundschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Die Verbundenheit entwickelt sich, sie wächst mit der Zeit, mit gemeinsamen Erlebnissen.

Sie ist auch wie eine sensible Pflanze, die Aufmerksamkeit und Pflege bedarf. Lässt man ihr diese nicht in ausreichendem Maße zukommen, kann die Pflanze keine kräftigen Wurzeln schlagen, wird nicht wachsen und geht schließlich ein.

Sich zwischendurch mit ein paar netten Worten melden, stärkt die „Freundschaftspflanze“. Hier eine Auswahl:

» Über 70 Freundschaftssprüche & Freundschaftszitate, die berühren


Freundschaft: Wunderbar miteinander verbunden …

Das folgende Bild habe ich auf einer Wanderung gemacht.

Die Bäume sind (über ihre Wurzeln) wunderbar miteinander verbunden, geben sich gegenseitig Halt, und doch steht jeder für sich und hat seinen Freiraum – ähnlich wie in einer wahren Freundschaft.

Miteinander verbunden, sich gegenseitig Halt gebend, und doch hat jeder seinen Freiraum


Qualität vor Quantität

Es geht auch nicht darum, möglichst viele Freunde zu haben – also weniger um die Quantität, sondern vielmehr um die Qualität. Vielleicht denkt man als Jugendlicher etwas anders. Bei mir war es auf alle Fälle so. In Jugendjahren war es für mich wichtig, möglichst zahlreiche Freunde zu haben. Aber da wäre meine Antwort auf die Frage nach meinen Merkmalen wahrer Freundschaft wohl auch noch anders ausgefallen.

Für mich sind Freunde auf alle Fälle eine große Bereicherung im Leben und tragen ein großes Stück zur Lebensqualität bei. Und ich bin mir auch sicher, dass Freundschaften im hohen Alter einen großen Anteil daran haben, dass man lange agil bleibt.


Buch-Tipp (BESTSELLER) – ein Bestseller zum Thema „Freunde gewinnen“: 


Buch-Tipp – das kleine Übungsheft der guten Gefühle:


Morgens um vier Uhr anrufen können …

Abschließend ein interessantes Zitat von Marlene Dietrich passend zum Thema:

Die Freunde, die man morgens um vier Uhr anrufen kann, die zählen.

Stellen Sie sich folgende Frage, um sich Ihre Freundschaften ins Bewusstsein zu rücken:

Wenn mir morgens um vier Uhr etwas Unerfreuliches zustoßen oder besonders Erfreuliches ereignen würde, wen alles möchte ich gleich darüber informieren?

Ob Sie es dann auch tatsächlich machen würden, soll hier keine Rolle spielen. Auf wie viele Personen kommen Sie (ohne Familienmitglieder zu berücksichtigen)?

Und was macht für Sie eine wahre Freundschaft aus?

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • nadi

    Hey, ich frag mich zur Zeit viel, was Freundschaft überhaupt bedeutet, wie ich Freundschaft definiere und ob ich eine wahre Freundin bin.

    Zuerst mal, ich definiere wahre Freundschaft so:

    Man ist für einen so gut es geht da, wenn man gebraucht wird, hilft, wo man kann, unternimmt öfter mal was zusammen, hört ruhig und gelassen zu und vertritt aber auch ehrlich seine eigene Meinung, man respektiert sich und redet offen miteinander, man lästert nicht und nutzt den anderen nicht aus, man geht vielleicht seinen eigenen Weg, aber dennoch nicht ganz allein.

    Wahren Freunden ist es egal, ob man geschminkt und gestylt ist oder ob man aussieht, wie gerade aufgestanden, auch ist denen egal, dass man nicht perfekt ist und sie sehen über die Macken, die man so an sich hat, weg bzw. mögen diese Macken. Wahre Freunde kennen alles über einen, die guten aber auch die schlechten Seiten, und trotzdem haben sie einen lieb … genauso versuche ich immer zu meinen Freunden zu sein …

    nadi antworten
    • Ja, es kann sehr aufschlussreich sein, sich zuerst bewusst zu machen, was für einen persönlich eine wahre Freundschaft ausmacht. Und sich in weiterer Folge die Frage zu stellen, ob man selbst ein guter Freund bzw. gute Freundin ist …

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Manfred Misera

    Man findet im Leben viele Menschen, die man für Freunde hält. Leider erkennt man nur in allergrößter Not, ob sie dem Wort Freund gerecht werden.

    Um gut durch das Leben zu kommen, vertraut man sich am besten selber, das nennt man Selbstvertrauen. Vertrauen von anderen, die sich Freunde nennen, muss erarbeitet werden, nicht im blinden Vertrauen geschenkt werden.

    Ich persönlich habe nur einen Freund, das ist mein Hund.

    Manfred Misera antworten
    • Blindes Vertrauen muss nicht sein. Meiner Meinung nach ist es besser zu versuchen, einem Menschen unvoreingenommen gegenüberzutreten und ihm dadurch quasi einen Vertrauensvorschuss zu schenken. Erst dadurch bietet sich die Möglichkeit, dass sich daraus eine Freundschaft entwickelt.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Sophie

      Hallo Manfred,

      deine Aussage, dein Empfinden und dein Handeln praktizieren viele Menschen, da auch sie die Erfahrungen mit Menschen aus allen Bereichen in ihrem Leben nicht vergessen.

      Danke für deinen Kommentar, es hätte meiner sein können, denn genauso lebe ich, und verlassen kann ich mich auf meinen Hund.

      Mit einem herzlichen Gruß

      Sophie

      Sophie antworten
  • Joachim

    Hallo,

    ich glaube, dass viele meinen, gute Freunde zu haben, aber wie Manfred erwähnte, merkt man erst dann, wenn man sie braucht, was läuft!

    Jeder von uns definiert Freundschaft anders. Aber eines ist besonders wichtig, einfach nur an den Freund denken, am Telefon hören, ob es ihm gut geht usw.

    Für mich persönlich ist wichtig, dass Freundschaft wie in einer Ehe funktioniert, in guten wie in schlechten Tagen, egal was passiert – das wissen viele nicht zu schätzen.

    Joachim antworten
  • Leana

    Danke Herr Burkard für diesen schönen Artikel.

    Sie bringen mich mit Ihren Artikeln immer wieder zum Nachdenken und zum Hinterfragen.

    Leana antworten
  • Mariönchen

    Ich habe zwei sehr gute Freunde und damit ein riesen Glück. Dann gibt es noch einige in der Peripheri.

    Für mich ist Freundschaft eher wie ein Verhalten. Ich versuche mich grundsätzlich freundschaftlich zu verhalten und manchmal enstehen vielleicht nur für kurze Zeit Freundschaften.

    Mariönchen antworten
  • Katy

    Ich habe gar keine Freunde. Weder gute noch schlechte…

    Katy antworten
    • Anni

      Ich auch nicht…

      Woran liegt das?? Dass ich immer Zeit hatte, zu antworten, wenn sich m a l eine meldet? Oder, dass man mich nicht einlädt und ich dennoch ein Geschenk (zum Geburtstag) abgegeben habe …:(

      Man ist bereit, zu investieren, aber hinterher noch mehr gefrustet, wenn nichts zurückkommt …

      Lg unbekannterweise

      Anni antworten
      • malena

        Hallo Anni!

        Ich hab das auch durchgemacht. Ich war immer nett zu jedem und wurde nie eingeladen. Ich hab lange dafür gebraucht zu verstehen, dass meine „Freunde“ mich nur ausgenutzt haben. Ich bin in den Jahren nicht mehr so nett zu ihnen gewesen und plötzlich kamen alle angedackelt.

        Mein Tipp für dich: Mach dich interessanter bzw. gib dich geheimnisvoller und nicht so offen. ?

        Lg Malena

        malena antworten
        • Anni

          Hallo Malena ?

          danke für den Tipp, aber wie macht man sich interessanter? Hört sich bestimmt total blöd an, aber nach all den Jahren weiß ich echt nicht mehr, wie man es heutzutage schafft, beim Gegenüber so gut anzukommen, dass die einem scharenweise die Tür einrennen (übertrieben gesehen ?)

          Aber lasse mich gerne weiter von Dir inspirieren ?

          LG Anni

          Anni antworten
  • Vera

    Ich bin froh, ein paar sehr gute Freunde zu haben. Denn dann ist man nicht wirklich allein. Man bekommt, was man gegeben hat. LIEBE, AUFMERKSAMKEIT und HILFE in der NOT. Mal früher, mal später.

    Vera antworten
  • Helga

    Ich finde alle Ihre Artikel sehr gut. Diesen über Freundschaft auch. Aber das Leben ist anders. Wahre Freunde gibt es kaum noch.

    Ich habe zwei Frauen nun wieder die Freundschaft gekündigt, weil ich es satt habe, nach deren Nasen zu tanzen und beim Zusammensein das Treffen meistens bei einer fast immer nur klappt, wenn ich mitmache, was sie will und dann artet z.B. eine Radtour in Stress aus, weil die Frau nicht genug bekommt und nicht zufrieden ist, wenn sie nicht alles auf der Radtour gesehen hat, jede Kleinigkeit.

    Sie nimmt keine Rücksicht auf meine Bedürfnisse. Ich habe es ihr jetzt klipp und klar gesagt und nun spinne ich. Die andere ist nicht viel anders. Ich bin nichts weiter als deren Lückenbüßer, wenn sie außerhalb ihrer Familie jemanden zum Ausnehmen brauchen. Dass es mir dabei immer schlechter geht, ist denen egal.

    Solche Freundschaften brauche ich nicht mehr. Da geht es mir alleine besser.

    Noch was möchte ich mitteilen. Eine Frau, die schon älter ist als ich, ist eine Freundin. Wir haben nur ab und zu telefonischen Kontakt.

    Meine beste Freundin von über 20 Jahren hat bei meiner Scheidung unsere Freundschaft mit dem Satz „ich habe meine eigene Familie“ beendet, weil es mir so schlecht ging und ich weinte.

    Ich bin für jeden immer da und gebe Trost und Hilfe und denen bin ich doch allen egal. Sie haben ja ihre Familien.

    Helga antworten
    • Mariönchen

      Liebe Helga, das ist sehr traurig was du da schreibst. Viele Menschen können sich einfach nicht in andere hineinversetzen. Deswegen sind sie nicht gleich schlecht. Gib nicht auf, gute Freunde finden gute Freunde.

      Mariönchen antworten
      • … gute Freunde finden gute Freunde

        Ein schöner Satz! Gefällt mir!

        Burkhard Heidenberger antworten
      • Helga

        Liebe Mariönchen,

        gestern wollte ich – angeregt durch diesen Artikel – nochmals mit meiner Schulfreundin reden. Was die mir dann alles an den Kopf warf und wie sich dann auch noch ihr Mann verhielt, war das Allerletzte.

        Meine Exschwiegermutter sagte vor über 20 Jahren zu mir, Freunde lassen einem immer in Stich, die benutzen einem nur. Ich habe das Gleiche erlebt und wie wahr dieser Satz ist, weiß ich heute. Sie haben mich auch in Stich gelassen und mir an allem die Schuld gegeben.

        Wenn ich gestern Abend nicht noch mit der einzigen Freundin, mit der ich nur telefonischen Kontakt habe, telefoniert hätte, wäre ich komplett zusammengebrochen. Für alle war ich immer da und für mich ist niemand da. Lustig machen die sich über mich.

        Helga antworten
  • Ursula Beyeler

    FREUNDSCHAFT …

    … ist das, was bleibt nach Karriere, nach Familie, nach Pflicht; und es ist keine Einbahnstrasse.

    Je älter ich werde und je weniger die Berufswelt mir bedeutet, desto mehr schätze ich den Wert wahrer Freundschaft.

    Ursula Beyeler antworten
  • Jürgen

    Vielleicht vermag ein Klassiker zu helfen – mir hat er jedenfalls geholfen, die Verwirrung, die oft in Arbeitsbeziehungen entsteht, zu lösen:

    Aristoteles hat drei Arten der Freundschaft unterschieden:

    1. eine, die wechselseitigen Zwecken folgt und oft auch aufhört, wenn es keine gemeinsamen Ziele und Interessen mehr gibt,
    2. eine, die davon bestimmt ist, dass angenehme Gefühle ausgelöst werden (das wäre mehr Sympathie)
    3. und eine “Wahre” Freundschaft, die wechselseitig davon bestimmt ist, dem anderen Gutes zu wünschen und zu wollen. Sie basiert auf Vertrauen und der Kenntnis des Freundes und bewährt sich besonders darin, dass dieses Wohlwollen auch dann anhält, wenn es um Unangenehmes, Schwieriges und auch Trennendes geht. Das ist selten und überaus wertvoll und ein Schatz fürs ganze Leben. Ein Freund ist deshalb vor allem der, der in schwierigen Situationen uns wohlwollend seine Meinung sagt und damit die Möglichkeit gibt, eigenes Verhalten zu reflektieren und zugleich von der wechselseitigen Loyalität nicht lässt.

    “Mithin gehört zur Freundschaft, dass man sich gegenseitig Wohlwollen und Gutes wünsche, ohne dass einem diese gegenseitige Gesinnung verborgen bleibt, und zwar aus einer der angeführten Ursachen.” (Aristoteles)

    Jürgen antworten
  • CathrinB

    Wahre Freunde erkennt man tatsächlich erst im Nicht-Alltag.

    Ich habe in diesem Jahr schmerzlich feststellen müssen, wie es ist zu erkennen, dass da zwei falsche Freunde da waren. Erst in der Kritik zeigte sich das wahre Gesicht. Seltsamerweise war die Freundschaftsbekundung per Wort von der Gegenseite recht heftig: “Wir sind doch Freunde, Seelenverwandte”.

    Das war starkes Klammern ohne Luft lassen, ohne meine eigene Meinung für wichtig zu halten … ich denke auch, dass max. 5 Menschen echte wahre Freunde sein können.

    CathrinB antworten
  • Ingolf Steyer

    „Echte“ Freunde kommen, wenn die anderen gegangen sind! (Dann weißt du, wie viel Freunde du hast.)

    Ingolf Steyer antworten
  • Jürgen

    Ein Freund ist: wenn plötzlich ein Mensch da ist, mit dem Du nicht gerechnet hast und etwas für Dich tut, was Du nicht erwartet hast. Daraus kann sich dann wahre Freundschaft entwickeln.

    Ich habe das Glück, einen solchen Freund zu haben und das vor 25 Jahren erfahren zu dürfen! Ein wertvoller Mensch, der Dir nichts neidet, sondern sich erwartungslos mit Dir freut und natürlich umgekehrt.

    Mir gefällt die Geschichte mit dem Zug sehr gut: Das Leben ist wie eine Bahnfahrt – an jeder Haltestelle steigen Menschen aus und steigen Menschen ein. Manche bleiben länger bei einem sitzen … Dein Freund aber steigt nie aus!

    Jürgen antworten
  • Sofie

    Auch eine Undercover-Freundschaft hat ihren Preis.

    Die Chemie stimmt, er ist mein Seelenverwandter, den Anderen mit seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren, der ehrliche Umgang miteinander … und in einem besonderen Fall, auch den Mut zu haben, seiner Frau zu sagen: „Du bist meine Frau, doch die Sofie ist seit 30 Jahren meine alte Kollegin und sie ist mir zu einer (undercover) Freundin geworden.

    Meine Zeit in Menschen zu investieren, die mir wichtig sind, war bisher die größte Erfahrung meines Lebens. Ich schenkte mein Vertrauen, meine Zeit und trug diese Menschen „auf Händen“ und hatte dabei nie das Gefühl die Anderen sind schuld, wenn ich mich nicht gut fühlte. Nun hüte ich mich vor allen, die behaupten, keine Schuld zu haben. Das Böse kommt meistens in anständiger Verkleidung …. Es hat alles im Leben seinen Preis, auch eine Freundschaft …

    … denkt die Sofie.

    Sofie antworten
  • Zánissa

    Ich habe auch gerade ein Erlebnis mit einer ‘Freundin’ hinter mir, das einfach nur weh tat … die Freundschaft dauerte schon recht lange an, als ich erfuhr, dass ich ‘dann doch zu alt’ wäre. Es sind 17 Jahre Altersunterschied, sie ist heute 29 Jahre alt und ich bin 46 Jahre alt.

    Das Thema mit dem Altersunterschied haben wir zu Beginn unserer Freundschaft ausgiebig besprochen, denn für mich war ohne Umschweife klar, dass dieses Thema zu keinem Zeitpunkt zwischen uns stehen darf… das sah sie genauso, insofern haben wir uns sehr gut verstanden über die ganzen Jahre.

    Ihre anderen Freundinnen sind in ihrem Alter und haben immer deutlich gemacht, dass ich ihnen erheblich zu alt bin. Nun hat meine junge Freundin geheiratet und ich wurde von ihren Freundinnen wegen meines Alters nicht zum Junggesellinnenabschied benachrichtigt …

    Als ich meine Freundin danach fragte, wie sie das fand, antwortete sie mir, das sei absolut okay so gewesen für sie, denn m i c h hätte sie sich da eh nicht vorstellen können – ein herber Schlag ins Gesicht für mich.

    Scheinbar ist es doch besser, wenn man eher im eigenen Altersbereich bleibt, wenn es um Freundschaften geht.

    Zánissa antworten
    • Anni

      Hallo Zanissa,

      so eine Erfahrung ist brutal und Dein Denken darüber absolut nachvollziehbar!

      Muss aber dazu sagen, dass Deine ehem. Freundin trotz (!) ihrer 29 Jahre in meinen Augen eine fehlende Reife besitzt. Sicherlich ist es ihre Entscheidung, wen sie bei so einem wichtigem Ereignis, die dem Junggesellinenabschied, dabei haben möchte, aber hat man da nicht seine Freundinnen um sich und da sollte m. E. nach nicht noch nach dem Alter entschieden werden.

      Vermutlich hat sie sich auch etwas von den anderen Mädels beeinflussen lassen, sehr zu Deinem Leidwesen:(

      Schon sehr traurig, wie taktlos mit Dir umgegangen wurde!

      LG Anni

      Anni antworten
  • Alex

    Ein interessanter Artikel.

    In dem, was Du als “wahre” Freunde bezeichnest, würde ich zustimmen … bis auf eine Sache. Für mich bedeutet Freundschaft auch, regelmäßig Kontakt zu dem Freund oder der Freundin zu haben. Weil man diese Person mag, freiwillig mit ihr Kontakt haben zu wollen. Nicht unbedingt persönlich. Telefonisch oder über Textnachrichten reicht schon. Freunde die nie Zeit haben, sind für mich keine Freunde.

    Ich habe gar keine Freunde. Viele Jahre lebte ich in der Illusion, ich hätte welche. Aber im letzten Jahr und durch den Tod meiner Mutter Ende letzten Jahres wurde mir bewusst, dass ich nie wirklich Freunde hatte.

    Wie andere es auch schon geschrieben haben, war ich immer für andere da. Habe ein offenes Ohr geboten, Hilfe geleistet und alles, was dazu gehört. Ich wäre so ein “Freund”, den man morgens um 4 Uhr anrufen könnte.

    Ich bin momentan in einer Phase, wo mir alles schmerzlich bewusst wird. Freundschaften wurden mir teilweise filmreif vorgespielt. Ich bekam Sätze zu hören wie “Du hast immer das richtige Wort zur richtigen Zeit”, man vertraute mir Sachen an, die man nicht jedem erzählte und suchte mich, wenn man Probleme hatte. Sobald aber diese Probleme vorbei waren, wurde ich wie ein alter Staubsauger in der Abstellkammer entsorgt, denn schon war ich für die Menschen nicht mehr existent. In schweren Zeiten ja … in guten Zeiten nein.

    Innige Freundschaften kenne ich nur aus Filmen. In der Realität scheint niemand mehr tiefe Freundschaften zu wollen. Nur oberflächliche werden gesucht und akzeptiert. Oberflächlich sind sie für mich, wenn die Freundschaft eigentlich nur auf dem Papier besteht und man so gut wie nie irgendeinen Kontakt hat. Aber das ist das einzige, was die meisten haben wollen. Wenn man mehr möchte, bekommt man allerlei Dinge zu hören. Vor allem immer wieder “Ja, ich arbeite ja auch viel.” Die Arbeit wird heute als das Nonplusultra angesehen. Freundschaften haben da keinen Platz mehr.

    Ich bin ziemlich einsam. Unterhalten kann ich mich nie mit irgendjemandem. Für jemanden der sich gerne unterhält, eine richtige Qual. Ich habe immer wieder versucht, neue Freunde zu finden aber fand nur Ignoranz oder Leute, die einen in schlechten Zeiten (aus)nutzen und in guten Zeiten vergessen. Derzeit fühle ich mich kaum existent.

    Alex antworten
    • Hallo Alex,

      festzustellen, dass man immer für andere da war und von der anderen Seite nichts zurückbekommt – also die eigene Gutmütigkeit mehr oder weniger missbraucht wurde –, ist sicher eine schmerzliche Erfahrung. Es ist wohl so: je gutmütiger ein Mensch ist, desto öfter wird er verletzt. Aber vielleicht kann diese schmerzliche Erfahrung auch dazu führen, dass man zukünftig besser oder früher „falsche Freunde“ erkennt.

      Vielleicht versuchen Sie nun, neue Menschen kennenzulernen, aus denen sich später Freundschaften entwickeln können. Möglichkeiten hierzu bieten beispielsweise Vereine, Fitnessstudios, Sportgruppen, regelmäßige Treffen sonstiger Interessengemeinschaften, die sich über Teilnehmer oder neue Mitglieder freuen.

      Schauen Sie sich am besten mal gezielt nach Angeboten um, die Ihren Interessen entsprechen. Wenn Sie dann regelmäßig an solchen Treffen teilnehmen, ergeben sich fast automatisch neue Kontakte, aus denen sich mit der Zeit Freundschaften entwickeln können. Meist reichen schon wenige neue Bekannte aus, um über diese weitere Menschen kennenzulernen – quasi wie eine Kettenreaktion. :-)

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Sophia

      Lieber Alex!

      Ich bin schon jenseits von Gut und Böse und denke heute mit Humor über die Verbindung Familie/Freunde nach.

      Die persönliche Vorstellung, die man von einer Verbindung erwartet, wird oft enttäuscht, und doch nicht immer trägt der andere die Schuld. Zwischen Ernsthaftigkeit und Oberflächlichkeit liegt ein langer Weg. Höhen, Tiefen und Krisen dieser zwischenmenschlichen Beziehung bringen einen oft an den Rande des Wahnsinns, schenken schlaflose Nächte mit dem Ergebnis, dass man am Ziel angekommen ist.

      Es wartet der Erfolg oder der Abschied. Und hier bleiben dann familiäre Mitglieder sowie Freunde auf der Strecke, weil sie sich nicht nach unserer Vorstellung verhalten. Wir sind enttäuscht, gehen auf Distanz und schmollen. Wir waren doch immer da, wenn man uns brauchte. Gaben unser letztes Hemd. Zeigten immer Verständnis und vergaßen die eigenen Werte. Selbst bei ihren Verlegenheitslügen übersahen wir das Wort Betrug.

      Und doch, es gibt sie, die Verbindungen wo Menschen vom Charakter her unterschiedlich wie Tag und Nacht sind. Wo der Schwache vom Starken lernt und der Starke von Herzen diesen Menschen voller Ehrlichkeit mag, ihn nicht entwertet.

      Wenn man sich selbst der beste Freund ist, sich nicht untreu wird, menschlich bleibt und den Respekt vor der Natur, den Menschen und den Tieren nicht verliert, sich selbst nicht zu wichtig nimmt, wird man vielleicht einen Menschen finden, der zu einem passt und uns ergänzt.

      Ich kenne Menschen, die ständig Zugriff auf andere haben müssen, damit es ihnen gut geht. Hier habe ich mich verabschiedet. Ruhephasen, Alleinsein, sich nicht abhängig fühlen, das sind Zeiten, die ich in Ruhe genieße und nicht auf der Suche bin.

      Doch wie schon geschrieben: Ich bin jenseits von Gut und Böse, kann auf ein langes erfahrenes Leben mit Zufriedenheit schauen. Das Leben will erfahren werden, hierbei wünsche ich Dir viel Mut und Glück.

      Mit einem lieben Gruß aus meinem Leben

      Sophia

      Sophia antworten
    • Anni

      Oh das tut mir leid, Alex!

      Das hört sich grausam an und irgendwie scheinen mir Deine “Freunde” in gewisser Hinsicht abgebrüht.

      Den meisten ist es auch egal, was man dabei empfindet, wie es ist, wenn man einen nur visuell zum Quatschen braucht! Sowas habe ich auch durchlebt und ich vermeide es auch strikt – einfach aus Selbstschutz – dort ein Treffen anzubieten.

      Denn eins ist sicher, wirkliches Interesse an Deiner Person merkst Du, wenn die Leute auf Dich zukommen! LG :)

      Anni antworten
  • Alex

    Hallo,

    falsche Freunde schneller erkennen, ist manchmal schwierig, da es oft sehr gute Schauspieler sind.

    Ich habe immer schon versucht Leute kennenzulernen, um daraus Freundschaften zu schließen. Leider war das Interesse der Leute an mir immer nur von kurzer Dauer. Den in der Psychologie bekannten “Effekt der Nähe” ist dabei etwas, was mir jedes Mal zum Verhängnis wird. Denn sobald ich körperlich nicht mehr anwesend bin, ist das “Interesse” der anderen sofort verflogen.

    Die Sache mit den Vereinen etc. hat auch noch nie funktioniert. Im letzten Jahr habe ich mich mit einer Sozialpädagogin unterhalten. Auch diese meinte, dass die meisten diese Art von Zusammentreffen als eine Art 2. Leben behandeln. Also sie lernen neue Leute in z.B. Fitnessstudios kennen. Sobald sie dann nach Hause gehen sind sie in ihrem richtigen Leben und möchten dieses auch separat behandeln. Die Leute, mit denen sie kurzzeitig etwas Zeit verbringen, wollen sie gar nicht in ihr anderes Leben integrieren.

    Dem muss ich leider zustimmen. Das war es nämlich, worauf ich immer reingefallen bin. Egal ob Schule, Ausbildung oder sonstige Zusammenkünfte. An diesen Orten hatte ich das Gefühl dazuzugehören. Wo man meine Nähe suchte, mir Komplimente machte und mir das Gefühl gab, dass ich Leuten wichtig war. Aber sobald diese “Treffen” vorüber waren … nach Schulschluss oder nach Feierabend … war Kontaktstille. Ich habe es immer sehr genossen, wenn andere “scheinbar” mit mir befreundet sein wollten, aber es war nie von langer Dauer und zuletzt bin immer ich derjenige, der auf der Strecke geblieben ist.

    Ich bin immer auf die Leute zugegangen und habe mich gemeldet. Meist waren die Leute dann sehr kurz angebunden oder ich wurde schnell abgewürgt, da man ja sooo wenig Zeit hat.

    Durch Recherchen bin ich auch auf eine ansatzweise Lösung gestoßen. Freundschaften müssen sich entwickeln und wollen gepflegt werden. Dafür muss man Zeit investieren und genau diese Zeit will kaum noch einer investieren. Ich war dazu immer bereit. Habe mich für Leute aufgeopfert, die mir ans Herz gewachsen waren. Aber andere sehen es gar nicht ein, warum sie es denn sollten.

    Ich fand in einem Artikel folgenden Satz:

    “Hauptschuld am Ende einer Freundschaft ist vielen Befragungen zufolge jedoch meist die fehlende Bereitschaft, sich für den anderen Zeit zu nehmen und ihm Aufmerksamkeit zu schenken.”

    Das stimmt. Ebenfalls in diesem Artikel fand ich Gebote der Freundschaft:

    1. in schlechten Zeiten Hilfe anbieten
    2. Kontakt halten und sich füreinander Zeit nehmen
    3. persönliche Gefühle und Gedanken offenbaren
    4. Anvertrautes für sich behalten
    5. gute Laune verbreiten
    6. den anderen in seiner sozialen Zugehörigkeit bestätigen
    7. zuhören
    8. seelische Unterstützung geben
    9. vor Kritik in Schutz nehmen
    10. Neuigkeiten teilen
    11. Rat einholen
    12. gemeinsam etwas unternehmen
    13. miteinander scherzen
    14. negative Kommentare vermeiden
    15. Freiräume und andere Freunde sowie den Partner respektieren

    Punkt 2 ist gerade die Sache, an der ich verzweifel. Denn das wollte immer nur ich. Man sagte mir schon häufiger, dass ich scheinbar grundsätzlich nur die falschen Leute kennenlerne: Leute mit Sorgen, Problemen, psychischen Krankheiten. Die dann natürlich meist perfekte Ausreden haben, warum sie denn nicht in der Lage sind, Freundschaften zu halten (“Was erwartest du bitte von jemandem, der psychisch krank ist?”) Mein scheinbar angeborenes Talent, anderen zu helfen und zu beraten, scheint genau diese Gruppe anzuziehen.

    Ich habe das ja auch immer gern gemacht und es fehlt mir derzeit auch sehr. Aber das Ganze führt mich in Gewissenskrisen. Denn wo ist die Grenze zwischen anderen helfen und ausgenutzt werden? Denn bei mir war es immer der Fall, das sobald die Probleme behoben waren, waren die Leute weg. Also entweder man hilft weiter und wird immer ausgenutzt, oder man hilft nicht mehr und fühlt sich, als ob man einen wichtigen Teil von sich verkümmern lässt.

    Liebe Grüße

    Alex antworten
    • Vielleicht ist es tatsächlich so, dass Sie durch Ihr „Talent“ (wie von Ihnen genannt) unbewusst „Signale aussenden“, auf die eher Menschen ansprechen, die einfach keine guten Freunde sein können/wollen bzw. die kein Interesse an tieferen Freundschaften haben.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Vera

      Das stimmt und finde ich wunderbar, dass du so fühlst. Verbringe doch lieber deine Zeit mit deiner Freund/in und schenke ihr/ihm die Aufmerksamkeit. Das ist eine “Investition”, die sich eher durchsetzt, auf Dauer.

      Man muss schon sehr ähnliche Interessen haben, wenn man sich auf Dauer befreunden will. Nur aus reiner Nächstenliebe findet sich bei den meisten Leuten wenig Zeit. Die Zeit eilt uns auch in dieser Beziehung weit voraus. Das haben wir noch gar nicht richtig bemerkt.

      Vera antworten
      • Alex

        Interessant zu sehen, dass immer noch kommentiert wird.

        Liebe Vera,

        als ich den Ursprungsbeitrag geschrieben hatte, war ich zwar in einer Beziehung. Diese besteht allerdings mittlerweile auch nicht mehr. Es endete im gegenseitigen Einverständnis, da es auf Dauer keine glückliche Beziehung mehr gewesen wäre.

        Aber auch als ich die Beziehung noch hatte, war ich mit der Situation unglücklich.

        Man hört häufig den Satz “Lerne, dir selbst genug zu sein.” Ich finde diesen Satz sehr fahrlässig. Selbst für Psychologen ist die so genannte “soziale Isolation” und die “Einsamkeit” normalerweise ein ernst zu nehmendes Thema. Allerdings, wie ich feststellen musste, wird es nicht sonderlich ernst genommen. Auch ich war mittlerweile bei einigen Stellen, die psychologische Beratung anboten. Selbst die Psychologin dort nahm die ganze Sache nicht ernst und sie drückte mir den Satz rein “Und was erwarten Sie, was ich da tun soll? Soll ich Ihnen neue Freunde suchen?”.

        Danach war ich richtig am Ende, da ich hoffte, dort Hilfe … und keine dummen Sprüche zu bekommen.

        Ich lebe mittlerweile sehr zurückgezogen. Die Gedankenschleifen von früher “Was mache ich falsch und was habe ich immer falsch gemacht?” sind zwar weniger geworden, einmal die Woche kommt die angesammelte Einsamkeit und die Trauer über diese aber immer wieder zum Vorschein. Und ich denke, dass das menschlich ist. Der Mensch ist vom Grundprinzip ein Herdentier und eigentlich nicht dafür gemacht, alleine durchs Leben zu gehen.

        LG

        Alex antworten
  • Verena M.

    Wenn man öffentlich verspottet wird und am Pranger steht, weil man Außenseiter ist, wenn man im Meer der Lügen ertrinkt, dann ist ein wahrer Freund der, der dir entgegenschwimmt, auch wenn er dabei selbst ertrinkt.

    Leider ist die Wahrheit das Schweigen, und dein Schreien wird nie gehört. Sei dir immer selbst der beste Freund, ansonsten bist du eines Tages zerbrochen.

    Verena M. antworten
  • Eckhard Kleine-Tebbe

    Wahre Freunde sind für mich Leute, die mich akzeptieren, mein Tun und Handeln tolerieren, die zuhören, mit mir diskutieren, denen ich helfe und die dann sagen: “Du hast uns schon viel geholfen, wir helfen Dir auch.”

    Man muss sich gerne mögen, über gegenseitige Fehler sprechen, um diese zu behandeln. Menschlich muss man zueinander passen. Man sollte fair und ordentlich miteinander umgehen, Freundlichkeit und Zuneigung sollten an erster Stelle stehen.

    Meinungsverschiedenheiten sollte man ansprechen, um dann auf einen Nenner zu kommen. Gegenseitige Kritik ist nicht angebracht und man sollte akzeptieren, dass es unterschiedliche Menschen und Typen gibt.

    Gemeinschaftliche Unternehmungen verschiedenster Art sind dabei sehr angebracht.

    Eckhard K-T

    Eckhard Kleine-Tebbe antworten
  • Hakan

    Wahre Freunde akzeptieren dich so, wie du bist. Jeder Mensch macht Fehler und genau die wahren Freunde lassen dich in schweren Zeiten nicht im Stich und sind bei dir. Das ist für mich wahre Freundschaft.

    Hakan antworten
  • Vera 2

    Liebe (r) ? Alex,

    ich kann alle deine Erfahrungen genau nachfühlen, habe all das auch genau so erlebt wie du.

    Bei mir haben die “Freunde” auch kaum Zeit und es kommt meist die Erklärung (Ausrede?), dass sie ja Familie in beide Richtungen (Eltern, eigene Kinder, evt. sogar Enkelkinder) haben. Da bekomme ich dann mit, dass sich für die Familie im Ernstfall sofort freigenommen wird, bzw. gleich losgerannt wird.

    Habe ICH etwas, heißt es meist “keine Zeit”.
    Von frei nehmen ist gar keine Rede ….
    Bei Unternehmungen werde ich kaum angefragt. Ich bin meist nur “gut” zum ab und zu mal Kaffee trinken, wenn es passt.

    Immer bin ICH diejenige, die Kontakt aufnimmt und fragt wegen Treffen. Von der anderen Seite kommt kaum etwas.

    Habe es seit November mal ausgetestet. Ab und zu bekomme ich WhatsApps, und zu Weihnachten und Silvester nette Sprüche und Bilder aus dem Internet. Aber mehr nicht. Das macht mich schon sehr traurig.

    Ich habe keine Kinder und nur noch meinen (alten) Vater, zu dem ich nicht so ein besonders ausgeprägtes emotionales Verhältnis habe, da er sehr introvertiert und ein Einzelgängertyp ist.

    Ich bin extrovertiert und brauche Menschen um mich. Ich kann auch allein sein, aber zu viel schmerzt ….

    Vera 2 antworten

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