So pflegen Sie Ihre Freundschaften – 9 Tipps

Dass Freunde etwas besonders Wertvolles im Leben eines Menschen sind, wird wohl kaum jemand bestreiten. Freunde bereichern unser Leben und jede Bereicherung trägt auch zu einem Stück Lebensqualität bei.

Aber nichts sollte als selbstverständlich betrachtet werden – das gilt auch für Freundschaften. Wie jede Beziehung bedarf auch die Freundschaft einer Pflege.

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(Bild: Fotolia©styleuneed)

Im Folgenden 9 Tipps zur Freundschaftspflege:

1. Kontakt halten

Man muss sich nicht regelmäßig treffen. Im Gegenteil, das führt häufig sogar zu einem Verpflichtungsgefühl, das auf der einen oder anderen Seite als unangenehm empfunden wird. Heute ist es einfach, trotz Abstand/Entfernung in Kontakt zu bleiben. Zwischendurch eine liebe WhatsApp-Nachricht, eine kurze SMS, eine E-Mail, ein Telefongespräch – all das stabilisiert die Freundschaft.

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2. Da sein, wenn man gebraucht wird

Und genau das ist es, was eine wahre Freundschaft ausmacht. Man ist füreinander da. Wohl jeder kommt mal in eine schwierige Situation in seinem Leben, in der man Unterstützung braucht oder einfach nur das Wissen, dass jemand anderes für einen da ist. Aber nicht nur in schwierigen Phasen ist eine Freundschaft besonders wertvoll. Auch schöne Momente möchte man teilen, denn dieses Teilen erhöht den „Geschmack“ der Freude.

3. Geben (nicht nur nehmen)

Eine ausgeglichene Beziehung basiert unter anderem auf dem Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Wenn das Pendel nur in eine Richtung ausschlägt, kann das schnell zu einem Konflikt führen. Wird in einer Freundschaft eine „Partei“ aufgrund ihrer Gutwilligkeit häufig bewusst ausgenutzt, dann ist es für den „Ausnutzer“ eher eine Zweckgemeinschaft als eine Freundschaft.

4. Ehrlich sein

Freundschaft basiert auf Ehrlichkeit. Wenn man nicht ehrlich ist, schwindet das Vertrauen. Und wenn mal das Vertrauen dahin ist, wird sich die Freundschaft auch auflösen.

5. Den anderen in seiner Art akzeptieren

Wer versucht, einen Freund zu ändern, wird sehr schnell auf Widerstand und Distanzierung stoßen. Wer will sich schon von anderen ändern lassen. Änderungen müssen von einem persönlich ausgehen.

6. Verlässlich sein

Eine gute Freundschaft basiert auch auf Verlässlichkeit. Man weiß, dass man auf den anderen zählen kann. Das Einhalten von Vereinbarungen sollte zur Selbstverständlichkeit gehören.

7. Gemeinschaftserlebnisse forcieren

Gemeinsam Erlebtes stärkt die Verbundenheit. Ob es nun ein gemeinsamer Ausflug, ein gemeinsam besuchtes Konzert ist – all das fördert die Freundschaft.

8. Fehler verzeihen

Jeder macht Fehler. Diese muss man sich gegenseitig auch zugestehen, verzeihen können. Es kann schon passieren, dass einem in der Emotion ein falsches Wort herausrutscht. Wer verzeihen kann, zeigt Größe.

9. Wichtige Tage nicht vergessen

Und mit wichtigen Tagen meine ich solche wie Geburtstag oder ein anderes Jubiläum. Jeder freut sich – auch wenn es vielleicht nur insgeheim ist – über eine Gratulation. Ob das nun ein Anruf oder eine SMS ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Eine Gratulation vermittelt dem anderen, dass man an ihn gedacht hat. Das ist somit auch ein Zeichen der Wertschätzung.

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Kommentare

  • Rubin

    Das gilt aber auch für die Helfer(innen) im Alltag. Wenn es kurzfristig noch möglich war, bei einem Arzt einen Termin zu bekommen und ich nicht stundenlang warten mußte oder die Arzthelferinnen besonders freundlich sind, bringe ich auch schonmal was Kleines zum Knabbern nachträglich oder zum nächsten Arztbesuch mit.

    Auch im Büro erhellen Kleinigkeiten die Stimmung. Ein Bekannter bringt regelmäßig eine Mischung aus einem Gummibärenladen für die Kolleginnen und Kollegen mit(grooooße Dose). Fördert auch die Kommunikation der Mitarbeiter im Team und zwar positiv, wenn mans nicht übertreibt.

    Rubin antworten
  • NatNoir

    Keine Freundin oder auch ein Freund ist böse, wenn man ihr/ihm mal Blumen mitbringt.

    “Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft” – und zwar auch solche, die nichts kosten. Die erste Kastanie in diesem Herbst zum Beispiel. Oder ein selbst gesammelter Stein vom Meer, an dem man diesen Sommer war.

    NatNoir antworten
  • Melanie

    Zum Punkt Kontakte:

    Ich finde regelmäßige Treffen wichtig und förderlich – was nicht heißen muss, dass man sich jeden Tag sieht. Bei einigen Kontakten jedoch gleitet man auseinander, wenn sich die Lebenswege trennen und man nicht mehr auf derselben Wellenlänge ist. Dann ist es okay, wenn ich mich mit demjenigen nur einmal oder zweimal im Jahr treffe. Dann ist die Person aber auch kein Freund mehr und ich würde mit dieser Person keinen tiefgründigen Gespräche mehr führen. Einen Freund kann ich auch in der Nacht anrufen, wenn ein Notfall eintreffen sollte.

    Zum Punkt Fehler verzeihen:

    Das klingt wie aus einem Poesiealbum – sehr wohlklingend, aber völlig realitätsfremd. Ist das Vertrauen einmal gebrochen, so ist es auch schwer, es wieder zu reparieren. Und nur mal vorab: Freunde sind ersetzbar. Es ist leichter etwas Neues anzufangen als auf dem alten Rostigen zu sitzen.

    Melanie antworten
    • Danke für Ihren Kommentar!

      Zu „Das klingt wie aus einem Poesiealbum – sehr wohlklingend, aber völlig realitätsfremd“:

      Hier kommt es natürlich immer auf den Fehler an. Wie auch im obigen Punkt beispielhaft angeführt, kann einem in der Emotion heraus schon mal ein „falsches Wort“ über die Lippen kommen, das man so auch nicht gemeint hat und die Aussage einem im nächsten Moment schon wieder leid tut. Das hat nichts mit Vertrauensbruch zu tun. Ich gehe mal davon aus, dass Sie einen solchen „Fehler“ auch verzeihen können und deshalb nicht gleich eine Freundschaft aufkündigen.

      Aber Sie haben schon recht. Ein starker Vertrauensbruch ist in den seltensten Fällen wieder zu „reparieren“.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Anna Sommer

    Immer wenn ich dringend eine Freundin brauche, hat keine Zeit. Ich bleibe alleine, manchmal ein ganzes Wochenende. Darüber bin ich sehr traurig und weiß mir nicht zu helfen. Was mache ich falsch?

    Anna Sommer antworten

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