Konzentrationsübungen → Die Top 10! (inkl. Tipps & Training)

Ihnen fällt das Konzentrieren schwer? Ihre Aufmerksamkeit lässt bereits nach kurzer Dauer nach?

Sie können Ihre Konzentrationsfähigkeit merklich und nachhaltig steigern! Mit Übungen, die Sie einfach in Ihren Alltag integrieren.

Hier erfahren Sie 10 bewährte Übungen. Des Weiteren Tipps und schnelle Hilfen für mehr Konzentration.

Häufige Folgen von Konzentrationsproblemen: Fehleranfälligkeit, Vergesslichkeit, verminderte Lernfähigkeit, Überforderung bereits bei einfachen Tätigkeiten.

Diese Auswirkungen erzeugen zusätzlichen Druck und Stress.

fot-konzentrieren

Hier ist starke Konzentration gefragt (Bild: Fotolia©mbolina)


Konzentration = gelenkte Aufmerksamkeit

Der Begriff Konzentration ist vom lateinischen Wort concentra („zusammen zum Mittelpunkt“) abgeleitet.

In der Psychologie versteht man unter Konzentration die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache zu fokussieren. Je länger der uneingeschränkte Fokus gelingt, desto stärker ist das Konzentrationsvermögen ausgeprägt.


Die folgenden Übungen sind aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket, das neben einem umfangreichen E-Book und einer Trainingsanleitung auch Übungskärtchen enthält (→ alle Infos zum Downloadpaket GEHIRNJOGGING – hier klicken).

Übungen (nicht nur) für Erwachsene:

Konzentrationsübungen – 10 einfache Anleitungen

1. Schritte zählen

  1. Machen Sie sich zu Fuß auf den Weg.
  2. Zählen Sie unterwegs Ihre Schritte.
  3. Verzählen Sie sich, beginnen Sie mit dem Zählen erneut von vorne.

Diese Übung klingt zwar einfach in der Umsetzung, ist sie aber nicht. Sie können sie beispielsweise bei einem Spaziergang oder beim Joggen durchführen.

Steigerung: 

Zählen Sie nur jeden zweiten, jeden dritten, jeden … Schritt und/oder steigern Sie Ihr Gehtempo.

Richtig herausfordernd wird es dann, wenn Sie sich gleichzeitig mit jemandem unterhalten und in Gedanken die Schritte mitzählen.

2. Ohren spitzen

  1. Stellen Sie das Radio oder den Fernseher für genau 5 Minuten leise.
  2. Dann versuchen Sie, alles Gesprochene zu verstehen und es „zeitversetzt“ zu wiederholen (ähnlich dem Ablauf beim Simultandolmetschen).

Diese Übung eignet sich sowohl zur Verbesserung der Konzentration als auch des Kurzzeitgedächtnisses.

Steigerung: 

Eine Steigerung gelingt, indem Sie die Übung auf 10 bis 20 Minuten ausdehnen.

In der Gruppe durchgeführt:

Sie lesen einen kurzen Textabschnitt vor. Die erste Person in der Gruppe versucht nun, das Vorgelesene wortwörtlich zu wiederholen. Sie lesen weiter. Dann ist die nächste Person in der Runde mit der Wiederholung dran. Achten Sie darauf, dass die Textabschnitte für alle in etwa gleich lang sind.

3. Buchstabenfokus

  1. Nehmen Sie eine Tageszeitung oder Zeitschrift und einen Stift zur Hand.
  2. Stellen Sie eine Uhr mit Sekundenzeiger oder die Stoppuhr am Smartphone bereit.
  3. Nehmen Sie sich eine beliebige Seite der Zeitung vor.
  4. Stoppen Sie die Zeit, während Sie einen vorher festgelegten Buchstaben auf der gesamten Seite mit dem Stift markieren.
  5. Beim nächsten Durchgang wählen Sie einen anderen Buchstaben und versuchen, die Markierung in einer merklich kürzeren Zeit zu schaffen.

Auch wenn der Markierungsaufwand von der Häufigkeit des ausgewählten Buchstabens abhängt, bildet die gestoppte Zeit eine Orientierung für Ihre Konzentrationsfortschritte.

Steigerung:

Markieren oder streichen Sie zwei oder drei festgelegte Buchstaben in einem Durchgang.

In der Gruppe durchgeführt:

Sie als GruppenleiterIn zählen vorab die jeweiligen Buchstaben, die von den Teilnehmern markiert UND gezählt werden sollen. Dann verteilen Sie an alle den gleichen Text und nennen den ersten Buchstaben.

Wer zuerst die richtige (!) Anzahl des Buchstabens nennt, hat die Runde gewonnen. Dann folgt ein Durchlauf mit einem anderen Buchstaben.

4. Aufgabe: Wörter fischen

  1. Hören Sie sich eine Radiosendung an oder schauen Sie eine Fernsehsendung.
  2. Zählen Sie dabei bestimmte Wörter, die in der Sendung gesagt werden, z. B. alle „und“.

Steigerung:

Eine Steigerung dieser Konzentrationsübung besteht darin, dass Sie mehr als ein Wort heraushören. Beispiel: und + mit + …

Als Gruppenübung:

Wählen Sie zur Vorbereitung eine Tonaufnahme oder ein Video aus – z. B. einen Podcast oder ein YouTube-Video. Dann entscheiden Sie sich für einige Begriffe, die von der Gruppe rausgehört werden sollen.

Hören Sie sich selbst vorab in Ruhe die Aufnahmen an, zählen Sie dabei die entsprechenden Wörter und notieren Sie die jeweilige Anzahl. Vorbereitung abgeschlossen.

Bei der Gruppenübung geben Sie die Wörter und die Zeit vor. Die Teilnehmer zählen (in Gedanken) mit, wie oft der vorgegebene Begriff vorkommt. Nach Ablauf der festgelegten Zeit notieren die Teilnehmer die Anzahl auf ein Blatt Papier. Dann folgt die nächste Runde mit einem anderen Wort oder zwei Begriffen.

Nach einigen Durchläufen sammeln Sie die Blätter ein und kontrollieren sie mit Ihren selbst ermittelten Werten. „KonzentrationsgewinnerIn“ ist jene Person mit den meisten richtigen Treffern.

5. Sprungzählung

  1. Stellen Sie eine Uhr mit einer Sekundenanzeige bereit. Noch besser eignet sich für diese Übung ein akustischer Taktgeber, z. B. ein Metronom. Sollten Sie keines zur Verfügung haben, können Sie auch eine kostenlose Metronom-App auf Ihr Smartphone laden.
  2. Dann beginnen Sie in Sekunden-Intervallen (oder auch in Zwei-Sekunden-Intervallen) zu zählen: in Zweiersprüngen von 100 rückwärts – also 100, 98, 96, …
  3. Bei jedem Fehler starten Sie mit dem Zählen von Neuem.

Steigerung: 

Den Schwierigkeitsgrad können Sie variieren, indem Sie die Zählgeschwindigkeit erhöhen (z. B. mit dem Metronom das Tempo steigern) und/oder die Zahlenintervalle (Dreier-, Vierersprünge etc.) ändern. Eine weitere Möglichkeit: in einer Fremdsprache zählen.

Als Gruppenübung:

Stellen Sie zu Anfang das Metronom auf eine moderate Taktgeschwindigkeit ein. Dann beginnt die erste Person in Zweiersprüngen von 100 rückwärts zu zählen. Macht sie einen Fehler, führt die nächste Person das Zählen ab der „Fehlerzahl“ fort.

Ist die 100er-Reihe in Zweiersprüngen vollständig geschafft, folgt die nächste Runde, diesmal in Dreiersprüngen.

6. Rückwärts sprechen

  1. Denken Sie sich einen beliebigen Satz aus. Beispiel: Ich freue mich auf den morgigen Tag.
  2. Sprechen Sie ihn laut aus.
  3. Dann sprechen Sie den Satz rückwärts: Tag morgigen den auf mich freue ich.

Das Rückwärtssprechen fordert das Gehirn auf ganz besondere Art und Weise. Je länger der Satz, desto länger die erforderliche Konzentrationsdauer. Im Laufe der Zeit wird es Ihnen gelingen, immer schneller rückwärts zu sprechen.

Steigerung: 

Den Schwierigkeitsgrad können Sie steigern, indem Sie nicht nur den Satz, sondern jedes einzelne Wort rückwärts sprechen.

In der Gruppe (Team) durchgeführt:

Schreiben Sie mehrere Sätze in drei Varianten auf ein Blatt Papier: in korrekter Wortstellung, in umgekehrter Wortreihenfolge und die einzelnen Wörter rückwärts. Beispiel:

Ich freue mich auf den morgigen Tag.

Tag morgigen den auf mich freue ich.

Gat negigrom ned fua hcim euerf chi.

So vorbereitet, geben Sie für jede Person in der Gruppe einen Satz vor. In den ersten Runden wird nur der Satz rückwärts gesprochen. Danach auch die einzelnen Wörter.

7. Blitz-Kreuzworträtsel

  1. Nehmen Sie ein Kreuzworträtsel und einen Stift zur Hand.
  2. Stellen Sie eine Uhr mit Sekundenzeiger oder die Stoppuhr am Smartphone bereit.
  3. Nun versuchen Sie in genau fünf Minuten möglichst viel vom Rätsel zu lösen.

Dieser kleine Wettkampf mit sich selbst, erfordert eine erhöhte Konzentration.

Als Gruppenübung:

Verteilen Sie an alle Teilnehmer einen Stift und ein Blatt mit dem gleichen Kreuzworträtsel. Dann geben Sie eine Zeit vor. Aufgabe: Wer in dieser Zeit am wenigsten ungelöste Begriffe vorweisen kann, hat das Blitz-Kreuzworträtsel gewonnen.

8. Sätze ergänzen (Wörter merken)

Und nun eine Konzentrationsübung, die gleichzeitig das Gedächtnis trainiert. Für diese Übung sind mindestens zwei Personen nötig.

Erinnern Sie sich noch an die legendäre Quizshow „Dalli Dalli“? Bei einem Quiz ging es darum, einen angefangenen Satz mit einem Wort zu ergänzen. Als Beispiel:

  • Person 1: „Heute …“
  • Person 2: „Heute haben …“
  • Person 1: „Heute haben er …“
  • Person 2: „Heute haben er und …“

Sehr unterhaltsam, welche Geschichten bei dieser Konzentrationsübung gesponnen werden. Diese Übung steigert nicht nur die Konzentration und das Erinnerungsvermögen, sondern fördert auch das kreative und schnelle Denken.

9. Das Buch steht Kopf

  1. Nehmen Sie ein Buch zur Hand.
  2. Schlagen Sie es an einer beliebigen Stelle auf und stellen Sie es auf den Kopf.
  3. Lesen Sie nun den Text möglichst flott.

In der Gruppe durchgeführt:

Drucken Sie einen beliebigen längeren Text aus und kopieren Sie das Blatt entsprechend der Teilnehmerzahl. Die Teilnehmer halten ihr Blatt so, dass der Text „auf dem Kopf“ steht. Dann wird der Reihe nach jeweils z. B. ein Absatz gelesen.

10. Eigene Tätigkeit beschreiben

Beschreiben Sie – gedanklich oder laut gesprochen – das, was Sie gerade tun. Als würde eine Person neben Ihnen stehen, der Sie jeden Ihrer Handgriffe erklären müssen.

Das klingt leichter als es ist. Zum einen müssen Sie sich dabei auf die Tätigkeit selbst konzentrieren, zum anderen verlangt die Erläuterung der Handgriffe zusätzliche Aufmerksamkeit.

Am besten eignet sich diese Übung für Routinetätigkeiten.

6 Konzentrationsübungen zum Ausdrucken (Arbeitsblätter, PDF)

Die folgenden Arbeitsblätter sind ein kostenloser Ausschnitt aus dem Downloadpaket. (→ Alle Infos zum Downloadpaket – hier klicken)


Ein effektives Konzentrationstraining

Durch regelmäßiges Üben stärken Sie Ihr Konzentrationsvermögen.

Gehen Sie am besten so vor:

  1. Probieren Sie verschiedene Konzentrationsübungen aus.
  2. Wählen Sie aus den Übungen Ihre Favoriten.

    Mit dem Downloadpaket erhalten Sie ein E-Book mit über 50 Übungen sowie Übungskärtchen zum Ausschneiden → alle Infos: HIER klicken.


  3. Führen Sie dann beispielsweise eine Woche lang – möglichst täglich – eine ausgewählte Übung durch.
  4. Wenn Sie einen neuen „Übungsrekord“ aufstellen, wird dieser mit Datum notiert. Beispiel für Übung Nr. 1:

    Rekord 1, … (Datum): fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 36
    Rekord 2, … (Datum): fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 75
    Rekord 3, … (Datum): fehlerlose 3er-Schritt-Zählung bis 126


  5. Nachdem das Übungsintervall (z. B. nach einer Woche) um ist, wechseln Sie die Übung. Woche für Woche eine neue Übung.

Mit dieser Vorgehensweise bringen Sie Abwechslung in Ihren Übungsalltag. So bleibt die Motivation auf lange Zeit aufrecht.

Durch dieses einfache Training werden Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit merklich verbessern.

Eine Gedächtnisübung für mehr Konzentration

Christiane Stenger, eine bekannte Gedächtnissportlerin und Fernsehmoderatorin, die ich zu diesem Thema befragt habe, sagt dazu:

Mithilfe von Gedächtnisübungen steigert man nicht nur seine Merkfähigkeit enorm, sondern auch seine Konzentrationsfähigkeit, die Kreativität, Fantasie und noch vieles mehr. Das findet man schnell heraus, wenn man es selbst ausprobiert.

Gedächtnisübung: Das Zahl-Form-System

Diese Merktechnik eignet sich hervorragend, um sich Zahlen zu merken.

Hierzu werden die Zahlen in Begriffe und Symbole übersetzt bzw. umgewandelt. Aus diesen Begriffen wird eine Bildergeschichte gestrickt, denn die meisten Menschen können sich Bilder wesentlich besser merken als Zahlen.

Haben Sie sich die Begriffe zu den Zahlen 0 – 9 einmal eingeprägt, wird das Zahlenmerken (fast) zum Kinderspiel.

Und hier sind die Ziffern und die zugeordneten Begriffe:

0 = Ei

1 = Einhorn oder Baumstamm

2 = Zwillinge

3 = Dreirad

4 = Auto mit vier Rädern, Stuhl (mit vier Beinen)

5 = Hand (mit fünf Fingern)

6 = Würfel (mit sechs Seiten)

7 = sieben Zwerge

8 = Sanduhr, Achterbahn

9 = Kegelspiel

Das Ganze bildlich dargestellt:

Natürlich können Sie sich zu den Zahlen selbst Begriffe ausdenken – das ist sogar empfehlenswert. Denn mit Ihren selbst erdachten Begriffen wird es Ihnen leichter gelingen, „merkbare“ Geschichten zu kreieren.

Ein Anwendungsbeispiel:

Wenn Sie sich z. B. die PIN 78406 merken wollen, denken Sie sich mit den einzelnen Ziffern eine Bildergeschichte entsprechend der zugeordneten Begriffe aus:

Die SIEBEN ZWERGE (7) fahren auf der ACHTERBAHN (8) mit einem AUTO (4), werden dabei von einem Kind mit einem riesigen EI (0) beworfen, wodurch ihnen die Sicht verdeckt wird und sie deshalb einen WÜRFEL (6) überfahren, der dann verletzt am Boden liegt.

Grundsätzlich gilt:

Je unsinniger und origineller die konstruierte Bildergeschichte, desto leichter lässt sie sich und die damit verbundenen Zahlen in der entsprechenden Reihenfolge einprägen.

Das Gorilla-Experiment

Vielleicht kennen Sie bereits dieses berühmte, schon etwas ältere Video. Wenn nicht, schauen Sie es sich nun an.

Es handelt sich um ein Experiment, das von den amerikanischen Forschern Christopher Chabris und Daniel Simons durchgeführt wurde, die auch den IG-Nobelpreis erhielten – eine Auszeichnung für besonders ausgefallene wissenschaftliche Arbeiten.

→ Zählen Sie im Video mit, wie oft sich die Mannschaft in Weiß den Ball zuwirft:


Haben Sie den Gorilla bemerkt? Rund die Hälfte der Teilnehmer der Studie „Gorillas in Our Midst“ (University of Illinois) hat die Person im Gorillakostüm nicht wahrgenommen.

Fazit: Wenn wir uns auf etwas stark konzentrieren, blenden wir „Nebensächlichkeiten“ aus, auch wenn sie durchaus auffällig und offensichtlich sind.

In der Psychologie wird dieses Phänomen mit Unaufmerksamkeitsblindheit bezeichnet. Sie wird z. B. in Filmen und in Zaubershows bewusst eingesetzt. Magier sind geschickte Aufmerksamkeitslenker.

Konzentration ist als auch eine Fähigkeit, Ablenkungen jeglicher Art (Gorilla) auszublenden, während wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas gezielt richten.

Konzentrationsschwäche aufgrund einer Erkrankung

In seltenen Fällen ist die Ursache einer starken Konzentrationsschwäche eine Erkrankung. Um diese auszuschließen, gilt es einen entsprechenden Facharzt zu konsultieren.

Anhand einer genauen Befragung kann der Arzt oder die Ärztin eine erste Einschätzung abgeben. Bei Bedarf folgen eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchung oder bildgebende Verfahren.

Konzentration steigern: Schnelle Hilfe & Tricks

Ihre Konzentration lässt nach oder Sie stehen kurz vor einer herausfordernden Situation, die Ihre volle Aufmerksamkeit erfordert? Probieren Sie Folgendes aus:

1. Kaugummi kauen

Laut einer Studie an der University of Cardiff steigert das Kaugummikauen die Aufmerksamkeitsfähigkeit und Konzentrationsdauer. Der genaue Grund für diese Leistungsverbesserung ist allerdings noch nicht eindeutig geklärt.

2. „Heiße Ohren“

Die Ohrenmassage ist eine weitere Möglichkeit zur Konzentrationssteigerung.

Kneten Sie mit den Fingerspitzen ca. eine Minute lang Ihre Ohren. Abschließend streichen Sie die Ohren mehrmals von oben nach unten in Richtung Ohrläppchen.

3. Atemübung

Auch mit einer Atemübung können Sie die Konzentration kurzfristig steigern. Bewährt hat sich diese Atemtechnik:

  1. Setzen Sie sich bequem hin – am besten im Freien oder bei geöffnetem Fenster – und schließen Sie die Augen.
  2. Atmen Sie tief ein und aus. Das Einatmen sollte durch die Nase erfolgen, das Ausatmen durch den Mund.
  3. Zählen Sie gedanklich beim Ein- und Ausatmen mit. Beispielsweise fünf Sekunden ein- und fünf Sekunden lang ausatmen.
  4. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass Sie einen wohltuenden Duft aufsaugen. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, wie Sie in eine Pusteblume pusten.

Generell sollten Sie in Ihren Alltag eine Atemübung integrieren und sie des Öfteren durchführen – insbesondere bei Ermüdungserscheinungen oder zur Konzentrationssteigerung vor herausfordernden Tätigkeiten.

4. „Konzentrationsdüfte“

Es gibt Düfte, die das Konzentrieren erleichtern. Dazu zählen Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze und Bergamotte. Wenn Sie die Möglichkeit haben, platzieren Sie in unmittelbarer Nähe eine Duftlampe mit einem ätherischen Öl.

Zweckdienlich ist auch ein Fläschchen mit ätherischem Öl, das Sie bei Bedarf schnell zur Hand haben. Einfach ein paar Tropfen auf ein Papiertaschentuch oder Wattepad geben und daran einige Male riechen.

5. Herumkritzeln

Britische Forscher haben nachgewiesen, dass das Herumkritzeln auf einem Blatt Papier die Aufmerksamkeit steigert.

Die Teilnehmer der Studie mussten sich eine öde Ansprache anhören. Jene Probantengruppe, die währenddessen herumkritzeln durfte, konnte sich wesentlich mehr vom Inhalt merken.

Der Grund soll darin liegen, dass unser Gehirn beim anspruchslosen Zuhören unterfordert ist und wir uns dadurch leichter ablenken lassen. Führen wir gleichzeitig etwas Körperliches durch, wie Herumkritzeln oder auch Umhergehen, gelingt das Konzentrieren leichter.

Probieren Sie es z. B. beim nächsten Meeting, Vortrag oder Telefonat aus.

Konzentration nachhaltig fördern: 7 Tipps

Die Konzentrationsfähigkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dass Sie sich z. B. unausgeschlafen weniger konzentrieren können, haben Sie sicher selbst schon mehrmals erfahren.

Wenn Sie die folgenden Tipps als gute Lebensgewohnheiten etablieren, wird sich das positiv auf Ihre Konzentrationsfähigkeit auswirken.

1. Die richtige Ernährung

Unausgewogene Ernährung kann ein Grund für eine Konzentrationsschwäche sein. Unser Gehirn verbraucht rund ein Fünftel des täglichen Energiebedarfs. Es gibt Nahrungsmittel, die dem Gehirn besonders zugutekommen und auf die Sie möglichst häufig zurückgreifen sollten.

Dazu zählen Vollkornbrot, Vollkornreis, Haferflocken, Weizenkeime, Gemüse (Hülsenfrüchte), Obst, Öle (Raps- und Walnussöl), Fisch, Nüsse, mageres Fleisch und magere Milchprodukte.

2. Regelmäßig trinken

Und das vorzugsweise Wasser. Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Durchblutung und den Sauerstofftransport (nicht nur) zum Gehirn.

Insbesondere bei Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsnachlass sollten Sie zu einem Glas Wasser greifen.

3. Bewegung und Sport

Durch regelmäßige Bewegung oder Sport, am besten an der frischen Luft, versorgen Sie Ihr Gehirn ausreichend mit Sauerstoff. Außerdem entstehen neue Synapsenverknüpfungen, die sich günstig auf Ihre Gehirnleistung auswirken.

4. Entspannungsübungen

Auch Entspannungstechniken beeinflussen die Gehirnleistung und Konzentrationsfähigkeit positiv. Haben Sie Ihre Übung gefunden, mit der Sie innerhalb kurzer Zeit tief entspannen, können Sie darauf bei Bedarf jederzeit zurückgreifen.

5. Ruhe und Stille

Gönnen Sie sich regelmäßig Ruhephasen – vorzugsweise in einer möglichst stillen Umgebung. Laut Forschern wirkt sich das günstig auf das Gehirn aus.

Der amerikanische Hirnforscher Marcus Raichle hat nachgewiesen, dass im Leerlaufmodus, also bei Untätigkeit, bestimmte Gehirnareale aktiv werden.

Wenn Ihr Gehirn nicht auf Außenreize reagieren muss, schaltet laut Raichle das Ruhezustandsnetzwerk („Default-Mode-Network“) ein.

Das Gehirn beginnt, sich mit sich selbst zu beschäftigen, wodurch die neuronalen Netzwerke neu organisiert, das Gedächtnis sortiert, Gelerntes und Erlebtes verarbeitet werden.

6. Meditation

Forscher von der Wake Forest University School of Medicine konnten nachweisen, dass bereits kurze Meditationseinheiten das Konzentrationsvermögen und die Aufmerksamkeit deutlich verbessern können.

7. Ausreichend Schlaf

Dabei hat nicht nur die Dauer, sondern vor allem die Qualität Ihres Schlafs einen wesentlichen Einfluss auf die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit am nächsten Tag. Des Weiteren werden während des Schlafs molekulare „Abfallprodukte“ im Gehirn abgebaut.


Die obigen Übungen sind ein Auszug aus dem ZEITBLÜTEN-Downloadpaket Gehirnjogging“ (Sich mehr merken & besser konzentrieren). Zudem finden Sie darin Merktechniken und die entsprechenden Vorlagen: 


Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum Downloadpaket, dann schreiben Sie mir einfach!

 

Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN-Gründer, Buchautor & Trainer


Zeitblueten.com wurde von Trainerlink mit der Höchstbewertung (Note 1) prämiert und in der Verlagspublikation „Die besten Adressen im Weiterbildungs-Web“ aufgenommen. Trainerlink listet redaktionell geprüfte Websites zu den Themen Karriere, berufliche Qualifizierung und Erwachsenenbildung.

Auszug aus der Trainerlink-Bewertung:

Die Note 1 gibt es für absolute Top-Seiten, die nicht nur einen hohen Informationsgehalt aufweisen, sondern umfassende weiterführende Zusatzinformationen und Service-Leistungen bieten.


4.9/5 – (53 votes)

Kommentare

  • intemyo

    Eine schöne Übersicht, die jeder einfach anwenden kann! Habe die Übung mit dem Lesen angewandt und festgestellt, dass ich nun ganz anders lese. :-)

  • nik

    hallo,

    hätte mal eine frage: beim lernen habe ich meisten nicht so viel schwierigkeit, aber vor der prüfung hab ich das gefühl, nicht gelernt zu haben und alles fällt mir schwer. deswegen wüsste ich gern, ob diese übungen helfen könnten; wenn ja, wie soll ich umgehen, damit es effizient wird.

    vielen dank
    nik

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Hallo Nik,

      ich vermute, dass dieses „Gefühl“ eher durch die bevorstehende Prüfungssituation ausgelöst wird und damit weniger mit allgemeinen Konzentrationsschwierigkeiten zusammenhängt. Allerdings ist eine Fernanalyse immer schwierig.

  • Veysel

    Hallo,

    ich habe einen Test nicht bestanden, weil ich dieses Problem mit der Konzentration habe. Ich lasse mich sehr schnell ablenken durch Gedanken, die in meinem Kopf hin und her geistern, und merke dann plötzlich, dass ich ganz woanders bin. Ich dachte, es liegt an meinem Alter (36), jedoch werde ich es jetzt erst einmal mit diesen Übungen versuchen.

    Ich wollte dir erstmal danken, dass du dir überhaupt die Mühe machst, zu helfen …

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Gerne!

  • Carina

    Hallo!

    Mein Freund lernt vor seinen Prüfungen in der Uni in der Regel viel. Am Prüfungstag allerdings scheitert er an den einfachsten Sachen, besonders in Mathe, wie den Grundrechenarten, obwohl er die eigentlich gut beherrscht. Ich denke mir, dass das wohl viel mit Konzentration zusammenhängt, helfen diese Übungen auch dabei?

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Hallo Carina,

      auch in diesem Fall gehe ich eher davon aus, dass es sich bei Ihrem Freund weniger um Konzentrationsschwierigkeiten handelt, sondern vielmehr um eine Art Blackout hervorgerufen durch die Stresssituation der Prüfung. Allerdings kann das nur eine Vermutung sein.

  • Christina

    Guten Tag Herr Heidenberger,

    ich habe seit langer Zeit Konzentrationsprobleme. Ablenkungen gebe ich leicht nach, Konzentration auf eine Sache macht mich oft müde (Autofahren, Lesen, langes Zuhören). Es liegt vielleicht leicht am Vitamin B12-Mangel (Vegetarier, Bluttest brachte Nachweis), aber auch einfach an einer natürlichen Schwäche.

    Ich hab schon einige der Übungen ausprobiert und gleich eine Seite rückwärts geschrieben, in 3 Sprachen rückwärtsgezählt. Was schlagen Sie im Speziellen vor? Ich studiere und arbeite in der Forschung, muss viel und schnell lesen (fällt mir schwer) und mich auch hier auf Wesentliches konzentrieren (auch nicht einfach).

    Hauptprobleme: Kürzen (Texte, Gedanken, Aufgaben), Konzentrieren (ein Thema), Stress/Zeitdruck (manchmal auch fördernd), negatives Denken (wechselhaft).

    Grüße!
    Christina

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Hallo Christina,

      Konzentrationsschwierigkeiten können viele Ursachen haben, sowohl physische als auch psychische. Um nur einige zu nennen: Stress, Überforderung, Müdigkeit, Vitaminmangel etc. Also auch solche, die Sie ja bereits bei Ihnen festgestellt haben.

      Suchen Sie am besten einen Facharzt auf. Der wird feststellen, ob Ihre Konzentrationsschwierigkeiten auf physische Ursachen zurückzuführen sind. Anhand einer genauen Befragung kann der Arzt oder die Ärztin eine erste Einschätzung und Empfehlungen abgeben.

      Noch etwas: Wenn Sie viel und schnell lesen müssen (wie von Ihnen geschrieben), dann sollten Sie sich eine Schnelllesetechnik aneignen, wenn Sie das nicht ohnehin schon gemacht haben.

      Wie man seine Lesegeschwindigkeit steigern kann, habe ich hier beschrieben.

  • Leonard

    Diese Tipps sind sehr hilfreich und haben mir echt weitergeholfen. Ich finde es toll, dass sich mal jemand hinsetzt und diese Übungen aufschreibt und veröffentlicht.

    Sollten Sie dazu noch kein Buch geschrieben haben, dann müssen Sie das unbedingt machen, denn Konzentrationsübungen kann jeder mal gebrauchen. Ich würde mich auf eine Antwort freuen ob Sie ein Buch schon veröffentlicht haben oder nicht …

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Freut mich, dass Ihnen die Tipps hilfreich sind. Zu Ihrer Frage: Nein, ein Buch zum Thema Konzentration habe ich nicht veröffentlicht und es ist derzeit auch keines geplant. Aber zum Thema Entspannung gibt es von mir zwei Bücher (im Herder-Verlag).

  • Olga Eser

    Tolle Konzentrationsübungen, die Sie hier veröffentlichen, vielen Dank dafür! Die Übung Nummer 1 “Schritte zählen” gefällt mir besonders gut, die werde ich auf jeden Fall ausprobieren :)

    Viele Grüße
    Olga

    • Burkhard Heidenberger | ZEITBLÜTEN

      Viel Erfolg bei der Umsetzung, Olga!

  • Rita

    War auf der Suche nach Konzentrationsübungen für meine Senioren. Ich leite nämlich einmal die Woche eine Seniorengruppe und alle zwei Wochen eine Parkinsongruppe. Im Alter gemeinsam geistig fit bleiben ist unser Motto in der Seniorengruppe. Ich bin überzeugt, dass es auch zur Vorbeugung von Demenz hilft. Nun habe ich wieder neue Übungen, das bringt Abwechslung. Die Idee, jede Woche die Übung zu wechseln und die Übungsrekorde und Fortschritte zu dokumentieren, finde ich prima. Das spornt an. Bin schon gespannt. :)