BUCKET-LISTE: Warum Sie eine haben sollten! Tipps, Ideen, Vorschläge & Anleitung

Jeder von uns hat Wünsche und Sehnsüchte. Wünsche, die in unserem Leben sehr präsent sind, aber auch solche, die mehr oder weniger in unserem Unterbewusstsein schlummern.

Wünsche machen uns deutlich, was oder wohin wir wollen. Kurzum: Sie können uns Orientierung bieten.

Hierzu müssen wir uns zuerst unserer Wünsche bewusst werden, und genau deshalb sollten Sie eine sogenannte Bucket-Liste erstellen.

Die folgenden Tipps sind ein Auszug aus dem E-Book „Wie Sie herausfinden, was Sie wirklich wollen, und es erreichen!“, das Sie hier beziehen und gleich herunterladen können.

Was ist eine Bucket-Liste?

Die Bucket-Liste wurde insbesondere durch die Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ – Originaltitel: The Bucket List – bekannt.

Sollten Sie den Film nicht kennen: Er handelt von zwei an Krebs erkrankten Männern (gespielt von Jack Nicholson und Morgan Freeman), die eine Liste aufstellen mit Dingen, die sie noch tun wollen, bevor sie den Löffel abgeben („Löffelliste“). Hier der Filmtrailer:


Eine Bucket-Liste ist also nichts anderes als eine Auflistung an „Dingen“, die Sie in Ihrem Leben noch erreichen oder erleben möchten.

Ob Sie letztlich alle Vorhaben auf dieser Liste umsetzen, ist nicht wirklich wichtig. Vielmehr geht es darum, dass Sie sich damit Ihrer Wünsche bewusst werden und sie als Orientierung nutzen.

In welcher Form?

Abhängig von Ihren Präferenzen können Sie Ihre Bucket-Liste auf verschiedene Weise anlegen:

  • handschriftlich (z. B. in einem schönen Notizbuch)
  • „zeichnerisch“ (z. B. mittels Mindmap)
  • digital (z. B. mittels Software, App)

Zu den einzelnen Möglichkeiten:

Handschriftliche Bucket-Liste

Ihre Bucket-Liste können Sie in einem simplen Notizbuch führen. Legen Sie aber bei der Auswahl großen Wert auf eines, das Sie anspricht und sich gut anfühlt.

Es gibt auch Notizbücher mit einem Verschluss (z. B. Zahlenschloss). Damit kann verhindert werden, dass andere Personen einen Blick auf Ihre persönlichen Aufzeichnungen werfen. Ob es schließlich ein besonders edles Notizbuch ist, eines mit einem eleganten Ledereinband oder mit einem ansprechenden gemusterten Umschlag – wichtig ist, dass es Ihnen gefällt und Sie es gerne in die Hand nehmen!

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass es ein stabiles, fest gebundenes Notizbuch (z. B. eine Kladde) ist. Dadurch besteht nicht die Gefahr, dass es sich in seine Einzelblätter zerlegt. Am besten im DIN-A4- oder DIN-A5-Format. Ein kleineres Format ist nicht empfehlenswert, da damit die Übersichtlichkeit eingeschränkt wird.

Zeichnerische Bucket-Liste

Ihre Wünsche können Sie auch mittels Mindmap darstellen. Mindmapping ist Ihnen wahrscheinlich bekannt. Hierbei handelt es sich um eine von Tony Buzan entwickelte grafische Methode, mit der sich Prozesse/Abläufe übersichtlich darstellen lassen.

Beispiel einer Mindmap-Gestaltung [Bildquelle]

Vorteile einer Mindmap:

  • Sie fördert die Kreativität.
  • Man erhält einen guten Überblick auch bei komplexen Zusammenhängen.
  • Das Ergänzen und Erweitern von Informationen (Wünschen) ist jederzeit möglich, ohne dabei die Übersichtlichkeit einzuschränken.
  • Durch die grafische Darstellung prägen sich die Informationen besser ins Gedächtnis ein.
  • „Zusammengehöriges“ kann einfach miteinander verknüpft werden, Zusammenhänge werden dadurch sichtbar gemacht.

Digitale Bucket-Liste

Es gibt zahlreiche Software, die sich zum Anlegen einer digitalen Bucket-Liste eignet. Folgende drei Tools kann ich empfehlen:

1. Trello

Ich selbst nutze Trello für meine Bucket-Liste, auch wenn es sich dabei eigentlich um ein Projektmanagement-Tool handelt.

So sieht das Ganze bei mir in Trello aus:

Bucket-Liste in Trello

Trello basiert auf einem „Kartensystem“. Die Karten werden auf einer Pinnwand (Board) übersichtlich dargestellt. Auf einer Karte kann beispielsweise ein Wunsch angelegt und jeweils mit Anhängen, Texten, Kategorien, Kommentaren und Checklisten ergänzt werden.

Weitere Vorteile:

  • intuitive Bedienung
  • das Kartensystem eignet sich insbesondere für „visuell geprägte“ Menschen
  • hohe Flexibilität (Karten können per Drag & Drop verschoben werden)
  • für zahlreiche Plattformen verfügbar (z.B. Android, iOS, Web, Apple Watch, Kindle Fire)

Die Basisversion von Trello ist kostenlos und für eine Bucket-Liste vollkommen ausreichend.

» Zur Trello-Anbieterseite

2. Evernote

Evernote gehört wohl zu den am weitesten verbreiteten Notizprogrammen. Wie mit Trello haben Sie auch mit Evernote praktisch von überall und mit verschiedenen Geräten (z. B. PC, Smartphone, Tablet, …) Zugriff auf Ihre Bucket-Liste.

Evernote gibt es in einer kostenlosen Version, die für das Anlegen einer Bucket-Liste genügt.

» Zur Evernote-Anbieterseite

3. Bucketlist.org

Bucketlist.org ist eine Plattform, auf der Sie einen Account und dann Ihre Bucket-Liste anlegen, diese öffentlich machen und mit anderen teilen können.

Auch wenn Sie diese Plattform nicht nutzen wollen, können Sie einen Blick darauf werfen. Denn sie ist aufgrund der unzähligen veröffentlichten Wunschlisten eine tolle Inspirationsquelle.

» Zur Bucketlist-Plattform

Beispiele als Inspirationsquelle

Die Bucket-Liste basiert stets auf diesem Kernaspekt:

„Was Sie im Leben noch machen/erleben möchten.“

Dazu habe ich im Folgenden einige Beispiele (nicht aus meiner Liste) zusammengestellt, die Ihnen zur Inspiration dienen sollen und die Sie natürlich auch übernehmen können, sollten sie für Sie passen:

  • mit der Familie unter freiem Sternenhimmel übernachten
  • Jonglieren lernen
  • einen Sommer auf einer Alm verbringen
  • in einer einsamen Bucht schnorcheln
  • ein Konzert von [Interpret einsetzen] besuchen
  • ein Baumhaus bauen
  • ein Wochenendtrip nach [Ziel]
  • Samba lernen
  • 80 Liegestütze schaffen
  • einen Tandem-Fallschirmsprung machen
  • mit meiner Frau eine Nacht um die Häuser ziehen
  • Holz hacken
  • regelmäßig Blut spenden
  • ein Reitausflug
  • ein Wochenende an einem „Schweigeort“ verbringen
  • gegen 5 Uhr morgens durch die Altstadt spazieren
  • auf einem Markt viele Köstlichkeiten kaufen, die ich noch nie probiert habe
  • eine Torte backen
  • einem alleinstehenden Menschen ein schönes Weihnachtserlebnis schenken
  • ein Seminar halten
  • einem Bettler etwas Gutes kaufen/schenken
  • eine Heißluftballonfahrt machen

6 Tipps zum Anlegen Ihrer Bucket-Liste

1. Fangen Sie einfach an!

Es geht nicht darum, dass Sie sofort eine umfangreiche oder fertige Wunschsammlung zusammenstellen. Nein! Denn Ihre Bucket-Liste lebt, sie gedeiht und wird sich im Laufe der Zeit verändern: Es werden neue Wünsche hinzukommen oder einige wegfallen – weil sie bereits erreicht wurden oder sie Ihnen einfach nicht mehr wichtig sind.

Deshalb:

Fangen Sie einfach jetzt damit an, auch wenn es nur wenige Wünsche sind, die Ihnen spontan in den Sinn kommen. Und es müssen überhaupt keine außergewöhnlichen sein. Auch die Erfüllung kleiner Wünsche kann eine großartige neue Erfahrung und Lebensbereicherung sein.

Reflexionsfragen/Ergänzungssätze

Die Beantwortung der folgenden Fragen kann Ihnen dabei helfen, Ihre Wünsche vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu holen:

  • Wenn Sie nur noch wenige Stunden zu leben hätten, was würden Sie in dieser Zeit noch machen?
  • Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann …
  • Mit welchem Menschen würden Sie gerne wieder Kontakt aufnehmen?
  • An welchem Ort möchten Sie einmal gewesen sein, was möchten Sie noch sehen?
  • Was wollten Sie schon als Kind erreichen, also ein Kindheitstraum?
  • Wofür und für wen geben Sie am liebsten Geld aus?
  • Was macht Sie so richtig zufrieden und/oder glücklich?
  • Was würden Sie gerne wem sagen, das Sie sich bisher nicht getraut haben?
  • Was würden Sie gerne machen, wozu Ihnen bisher der Mut gefehlt hat?
  • Was würden Sie gerne lernen/beherrschen?

2. Nutzen Sie einen Zwischenspeicher

Haben Sie einmal eine Bucket-Liste angelegt, werden Sie immer wieder und oft auch an ungewöhnlichen Orten Impulse erhalten und es werden Ihnen dazu Wünsche einfallen.

Wenn Sie ein digitales Bucket-Tool (z. B. Trello, Evernote) nutzen, dann haben Sie in der Regel ohnehin Ihre Wunschliste am Smartphone stets dabei und können sie jederzeit ergänzen und bearbeiten.

Sollten Sie hingegen ein Notizbuch oder eine Mindmap verwenden, haben Sie nicht jederzeit darauf Zugriff. Dann bietet sich ein Zwischenspeicher an. Das kann beispielsweise die Aufnahme- oder Notizfunktion Ihres Smartphones sein, mit der Sie eine Idee oder einen Wunsch unterwegs festhalten. Wenn Sie später Zeit und Muße haben, können Sie (zu Hause) Ihre Wunsch-Mindmap oder die Auflistung im Notizbuch ergänzen.

3. Gemeinsam eine Bucket-Liste führen

Zusätzlich zu Ihrer persönlichen (geheimen) Bucket-Liste können Sie eine gemeinsam mit einem lieben Menschen (PartnerIn, Familie, Freund/Freundin) anlegen.

Darin tragen Sie sämtliche Vorhaben und Wünsche ein, die Sie noch zusammen erleben und umsetzen möchten. Das gemeinsame Anlegen einer solchen Bucket-Liste kann große Freude bereiten und die Beziehung stärken.

4. Nutzen Sie die Wirkung von Bildern

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – auch wenn dieses Sprichwort schon etwas abgedroschen klingen mag, bringt es die mögliche Wirkung von Bildern auf den Punkt.

Insbesondere wenn Sie sich zu den visuellen Menschen zählen, sollten Sie Ihre Bucket-Liste mit Bildern ergänzen oder ein eigenes Wunsch-Album anlegen, in dem Sie Ihre Wünsche in Bildern darstellen.

5. Kategorisieren Sie Ihre Wünsche

Um Struktur und Übersicht in Ihre Liste zu bekommen, können Sie die Wünsche jeweils einer Kategorie zuordnen. So können Sie Lebensbereiche oder beliebige andere Überbegriffe als Kategorien wählen. Allerdings nicht zu viele (Richtwert: max. 5), um nicht die Übersicht einzuschränken und den Pflegeaufwand zu erhöhen.

Beispiele für Wunsch-Kategorien:

6. Lassen Sie Ihre Bucket-Liste aus den Augen!

Es geht nicht darum, dass Sie jeden Tag einen Blick auf Ihre Wünsche und Vorhaben werfen. Das erzeugt nur Druck und demotiviert.

Holen Sie Ihre Liste einfach hervor, wenn Ihnen danach ist. Das kann auch erst nach einem längeren Zeitraum sein. Freuen Sie sich dann, wenn Sie etwas auf der Liste abhaken oder durchstreichen können oder neue Wünsche ergänzen.

Bucket-Liste erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Ihnen die Bucket-Liste als Orientierung gefällt, gehen Sie zum Anlegen am besten so vor:

  1. Entscheiden Sie sich für eine Form (handschriftlich, zeichnerisch, digital) und das entsprechende „Werkzeug“.
  2. Wählen Sie einen Namen, der Sie anspricht und der Sie positiv stimmt und motiviert. Ob Sie sich für „Bucket-Liste“ entscheiden oder einen ganz anderen Namen, bleibt Ihnen überlassen. Beispiele: Wunsch-Liste, „Was ich im Leben noch vorhabe/erreiche“, …
  3. Ziehen Sie sich an einen Ort zurück, an dem Sie sich wohlfühlen und ungestört sind.
  4. Richten Sie nun Ihre Gedanken auf Ihre Wünsche und Vorhaben. Nutzen Sie die oben angeführten Reflexionsfragen, um sich Ihrer Wünsche bewusst zu werden.
  5. Während dieses Brainstormings können Sie auch erst einmal nur Stichworte notieren.
  6. Schreiben Sie dann Ihre Wünsche nieder.
  7. Bei Bedarf kategorisieren Sie Ihre Wünsche und Vorhaben.
  8. Legen Sie dann Ihre Bucket-Liste weg.
  9. Fällt Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas ein, ergänzen Sie Ihre Liste.

Viel Freude und Motivation mit Ihrer Bucket-Liste!


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Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zum E-Book, dann schreiben Sie mir einfach!

Ihr

Burkhard Heidenberger


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Kommentare

  • Sladjan Lazic

    Ein sehr guter Artikel.

    Nur, warum nur 80 Liegestütze und nicht gleich 100? ;-)

    Selbst führe ich meine Bucket-Liste schlicht in den Memos des Smartphones und aktualisiere diese von Zeit zu Zeit. Manche Ziele werden dann einfach mit der Zeit uninteressant oder durch neue überholt.

    An manchen Zielen hat man oft lange zu kämpfen, bevor man sie anpackt. Das Ziel, mit YouTube anzufangen, habe ich fast zwei Jahre aufgeschoben, bis ich es dann endlich anpackte.

    Hätte ich es nicht fest vorgenommen und schriftlich fixiert, wäre das Vorhaben sicherlich irgendwann untergegangen.

    Viele Grüße
    Sladjan

    Sladjan Lazic antworten

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