LESER-ZEITBLÜTEN [SEITE 4]


Zeitblüten-Einsendungen, SEITE:
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Zeitblüte 301

Herzen am Himmel

Wenn ich meine Augen vom Computer erholen möchte, schaue ich in den Himmel und suche nach Wolkenformationen, die Figuren ähnlich sind.

Mir ist dabei aufgefallen, wie viele Herzen ich immer wieder entdecke. Das stimmt mich sehr friedlich und entspannt ungemein.

Ursula

Zeitblüte 302

Federn malen

Meine Zeitblüte ist das Betrachten und Befühlen z. B. einer Feder, gefunden irgendwo draußen beim Spaziergang. Ich lasse sie im Wind dahinschweben, manchmal nehme ich eine mit nach Hause.

Einige der Federn male ich mit Aquarell oder Tusche auf schönes Papier. Das Malen ist dabei sehr entspannend und der Blick richtet sich intensiv auf das Fundstück:

Struktur, Leichtigkeit, Feinheit, Musterung, Farbe, der Schimmer je nach Lichteinfall, … Der Blick kann ruhen, die Gedanken kommen zur Ruhe, innere Stille kehrt ein.

Weitere Fundstücke: mal ein Stück Baumrinde oder eine Walnuss, die noch zum Teil vom grünen schützenden Mantel umhüllt ist, ein leeres Schneckenhaus, ein angeschwemmtes Stückchen Treibholz, ein gemusterter Stein – all das bewusst wahrzunehmen, zählt für mich im Alltag zu meinen Zeitblüten, die mir einfach guttun.

Maria Anna

Zeitblüte 303

Respekt macht das
Leben irgendwie herzlicher

Zeit mit der Familie (Eltern, Kinder und Enkelkind) zu verbringen, ist für mich immer wieder eine Zeitblüte. Dazu zählt auch, die Eltern zu besuchen – auch wenn unsere Familie weit verstreut ist (zwischen Hamburg-Berlin-Göttingen).

Ohne unsere Eltern wären wir gar nicht hier auf der Erde und so erlebe ich unsere Treffen irgendwie bewusster und mit Liebe im Herzen.

Ich kann nie in meinem Leben wiedergeben, was meine Familie – speziell meine Eltern – für mich getan haben. Aber ich kann ihnen den nötigen Respekt des Alters entgegenbringen und sie so akzeptieren, wie sie sind. Das macht das Leben irgendwie schöner und herzlicher.

Regina

Zeitblüte 304

Wie ein begossener Pudel
… wenn Kinderaugen strahlen

Es war ein erfolgreicher Tag. Meine kleinen Handballkinder (12 bis 13 Jahre) wurden soeben Bezirksoberligameister und ich ging aus der Halle zu den Eltern.

Die jubelten mir zu, während die Kinder sich unauffällig an mich heranschlichen und 15 Wasserflaschen auf einmal über meinen Kopf und meine Kleidung ausschütteten.

Ich kam mir vor wie ein begossener Pudel. Aber als ich dann in die Augen der glücklichen Kinder sah, wurde mir auch klar, dass wir viel mehr erreicht haben als die Meisterschaft.

Es war ein WIR-Gefühl in allen Gesichtern, es war ein „WIR trauen uns das“ und es war ein „WIR dürfen das“.

Wenn ich sehe, dass die Kinder sich solche Sachen trauen, ohne Bestrafung fürchten zu müssen und dass sie sagen dürfen „Ich verstehe etwas nicht“, ohne dass sie blöd dastehen müssen, dann sind das die Momente, wo auch ich als Trainer spüre, dass ich doch nicht alles falsch gemacht habe und viele positive Dinge in Kindern bewirke. Das sind dann meine Zeitblüten.

Eine Meisterschaft ist ein Moment im Leben … Mut und Selbstvertrauen ist ein Geschenk fürs ganze Leben.

Micha

Zeitblüte 305

Dass all mein
Bemühen sich auszahlt

Ich bin Mutter eines Asperger Autisten und Zeitblüten sind für mich die Momente, in denen mein Kind „normal“ reagiert und sich auch so benimmt.

Diese Momente zeigen mir, dass all mein Bemühen und all der Stress sich auszahlen und er sehr wahrscheinlich ein relativ selbstbestimmtes und eigenständiges Leben wird führen können.

Das gibt mir die Kraft, die nicht so schönen Zeiten zu kompensieren.

Andrea

Zeitblüte 306

Übertraf jeden
Sonnenaufgang & -untergang

Mein Lebensgefährte und ich haben im letzten Sommer in der Türkei etwas Wunderbares und für uns Einmaliges erlebt:

Nach dem Abendessen gehen wir immer noch eine Runde spazieren – auf der Promenade, am Strand entlang, im Örtchen … Dann treffen wir uns mit unseren langjährigen Urlaubsbekannten im Hotel, in der Bar, machen es uns gemütlich und reden und genießen die warmen schönen Abende.

Später dann, meist ist es schon nachts gegen 1 Uhr, verziehen wir uns alle auf unsere Zimmer. Da die Nächte so schön lau und wir ausgeruht sind, setzen sich mein Partner und ich manches Mal noch bei einem Glas Wein auf den Balkon und spielen Karten. Dabei vergeht die Zeit sehr schnell.

Und jetzt kommt mein besonderes „Zeitblütenerlebnis“:

So gegen 4 Uhr früh machten wir uns auf, ins Bett zu gehen und dann ging alles sehr schnell, aber für mich waren es lange Minuten:

Der VOLLMOND an diesem Abend ging unter! Feuerrot! Einen Monduntergang haben wir noch nie gesehen.

Es war superfaszinierend und übertraf jeden Sonnenaufgang bzw. -untergang. Immer wieder muss ich daran denken und in meinen Gedanken finde ich es immer noch superschön und einmalig.

Wir hatten es leider nicht fotografisch festgehalten. Sicherlich wäre ein Bild auch nicht so traumhaft, wie dieser Monduntergang in meinen Gedanken ist.

Heike

Zeitblüte 307

Glücklichsein und
Zufriedenheit in seinen Augen

Meine Zeitblüten sind immer dann, wenn ich abends meinen Sohn (4) schlafen lege und er mir dabei seine erlebten Geschehnisse erzählt.

Das Glücklichsein und die Zufriedenheit in seinen Augen, sein Gesichtsausdruck, geben mir und meiner Frau sehr viel Liebe und Kraft. Und wenn ich merke, dass meine Frau glücklich und zufrieden ist, bin ich auch glücklich und zufrieden.

Szabolcs

Zeitblüte 308

Der Teich vor meinem Fenster

Der Teich vor meinem Fenster ist für mich zu einer Oase geworden. Das Plätschern des Wassers entführt mich sofort weg von allem, was mich am Tag beschäftigt hat.

Es ist das Zusammenspiel von Wasser, Pflanzen und Tieren wie Fische, Frösche, Insekten, die diesen Ort so anziehend machen.

Und es gibt immer wieder überraschende Besuche – ein Vogel, der sich vorsichtig nähert, um zu trinken, eine Libelle, die sich am Stiel einer Pflanze einen kurzen Moment ausruht, eine Schlange, die sich hinter Steinen versteckt oder auch eine Katze, die beim Trinken die Fische beobachtet.

Selbst im Winter hat der Anblick des zugefrorenen Teiches etwas Besonderes. Die Stille und Ruhe der Natur, das Ausruhen vor dem nächsten Frühling, in dem wieder alles zu neuem Leben erwacht, tut mir so gut.

Bea

Zeitblüte 309

Von der kleinen Blüte
bis zum Sonnenuntergang

Ich bin eine Hobbyfotografin. So bin ich auch in jedem Urlaub mit der Kamera unterwegs und fotografiere von der kleinen Blüte bis zum Sonnenuntergang eine ganze Menge.

Die schönsten Bilder hole ich mir dann als Bildschirmschoner auf den Computerschirm.

Da ich nicht ständig mit dem Computer arbeite, habe ich immer mal was von dem Urlaubsgefühl und nehme mir beim Ansehen der Bilder eine kleine Auszeit – außerdem sind die Bilder immer wieder ein schöner Einstieg in ein Gespräch mit Kollegen.

Astrid

Zeitblüte 310

Kinder auf dem Spielplatz

Ich bin Mutter von Zwillingen, welche im Kindergarten sind. Zudem bin ich voll berufstätig, da mein Mann Hausmann ist.

Die erste wunderschöne Zeit am Tag ist das gemeinsame Frühstück mit den Kindern. In dieser Zeit genießen die Kinder die Mama und ich sie.

Für mich ebenfalls entspannend ist es, den Kindern auf dem Spielplatz beim Spielen zuzusehen. Ich kann da meinen Gedanken nachhängen oder mich auf das Spiel der Kinder einlassen.

Andrea

Zeitblüte 311

Bereits am Freitag beginnen

Oft wird mir am Sonntagabend bewusst, wie schnell das Wochenende wieder vergangen ist. Die neue Arbeitswoche steht an. Damit ich mehr vom Wochenende und nicht immer das Gefühl habe, dass es zu kurz kommt, mache ich Folgendes:

Anstatt beispielsweise vor dem Fernseher zu sitzen, unternehme ich bereits am Freitag etwas (Kino, Theater, Tanzen, Musikkneipe etc.). Und am Samstagmorgen freue ich mich dann, dass ich bereits ein schönes Wochenenderlebnis hatte und noch den ganzen Samstag und Sonntag vor mir habe.

Andreas

Zeitblüte 312

Das Schönste,
was mir je passiert ist

Meine Zeitblüte:

Morgens das Kinderzimmer betreten,

  • die Luft erfüllt von süßen Kinderträumen, die sich durch meine leise Stimme in die Wirklichkeit verwandeln,
  • kleine, warme Kinder aus ihren Bettchen heben,
  • den zarten Duft nach Vanille, Zimt und irgendwas unbeschreiblich Schönem einatmen,
  • kleine Wangen küssen

… und jeden Morgen erneut denken, dass dies das Schönste ist, was mir je passiert ist … und hoffen, dass es nie endet.

Melanie

Zeitblüte 313

Wolkenfantasien

Meine Wolkenfantasien beruhigen mich und geben mir Kraft:

Am Tag:

Ich schaue in den Himmel und „drehe“ ihn um. Aus dem Himmel wird ein Meer, aus den Wolken Schaumkronen und Inseln.

Besonders intensiv empfinde ich das aufgewühlte Meer an einem stürmischen wolkigen Tag. Ich sehe das Meer nicht nur, ich rieche auch die salzige Seeluft, schmecke sie, fühle die wohltuende Wärme der Sonne, wenn sie meine nasse Haut auftrocknet, spüre den Wind in meinen Haaren, … Bin ganz weit weg – bei MIR.

In der Nacht:

Ich versuche die sich ständig verändernden Wolken in Bilder zu formen und eine Geschichte dazu zu erfinden. Aus den Wolken wird ein Adler, der sich über sich türmende Wolkenberge, die ihn aufzuhalten versuchen, in die Freiheit hinaufschwingt.

Rigo

Zeitblüte 314

Momente, in denen
ich einfach ich bin

Zu meinen Zeitblüten zählen jene Momente am Wochenende, wenn ich mit meinem Rennstahl „Rennauto funkgesteuert“ auf verschiedenen Rennstrecken in Deutschland unterwegs bin und neue Leute treffe.

Man ist einfach eine Person von vielen und es zählt nur der Eindruck im Moment des Tages.

Zu Erklärung: Ich bin Geschäftsführer eines Handwerksbetriebes. Unsere Firma besteht aus 30 Angestellten. Da ist es nicht immer einfach, alles auf Erfolgskurs zu halten.

Umso schöner sind dann die Tage an den Rennstrecken, wo ich einfach ich bin und auch nicht zählt, was ich mache. Dabei tanke ich Energie, die ich für neue Aufgaben in unserem Betrieb verwende.

Andre-Raphael

Zeitblüte 315

Meine tägliche
Wünsche-Minute

Über die Jahre meines Lebens hat sich eine Zahl oft wiederholt, auch weil sie sich prima als Uhrzeit abbilden lässt. Ich bemerkte, wie oft ich diese Uhrzeit über die Woche wahrnahm und entwickelte daraus meine persönliche Wünsche-Minute.

Täglich nehme ich mir genau zu dieser Uhrzeit eine Minute Zeit und mache mir Gedanken über meine Freunde. Ich mache mir eine Notiz, wer von ihnen mit welchem Anliegen mir momentan am wichtigsten ist.

In meiner Freizeit (meist am Abend dieses Tages) melde ich mich dann bei diesem Freund. Diese Wünsche-Minute hat mir schon oft nette Unterhaltungen eingebracht.

Arnd

Zeitblüte 316

Die eine Sache, und
erst dann die nächste …

Seit geraumer Zeit habe ich eine andere Sichtweise auf die Dinge. Schade, dass bei allen Menschen, die ich kenne, deren Leben sich veränderte bzw. deren Leben sie selber veränderten, ein oder mehrere einschneidende, meist unschöne Erlebnisse vorausgingen.

Durch mein einschneidendes unschönes Erlebnis kam ich zur Achtsamkeit und siehe da, alles hat sich verändert und verändert sich weiter. Aber auch ich muss noch lernen. So lerne ich gerade alles mit viel mehr Achtsamkeit zu gestalten.

Mein Lernprozess beinhaltet im Moment die Dinge, die ich tue, auch wirklich zu tun, und eben auch wirklich nur die eine Sache:

Wenn ich esse, dass ich wirklich nur esse. Wenn ich mit meinem kleinen Sohn spiele, auch wirklich nur mit ihm zu spielen usw.

In der heutigen Zeit ist dies gar nicht so einfach. Beim Essen liest man oft oder tippt am Smartphone rum oder aber zumindest hängt man irgendwelchen Gedanken nach. Aber bewusst nur zu essen und genießen, die einzelnen Aromen zu schmecken, wer macht das heute noch?

Ich möchte dahin kommen, wirklich die eine Sache, die ich gerade tue, voll und ganz zu erleben, und nur diese und dann die nächste, und nicht immer alles vermischen und damit nie wirklich richtig mit allen Sinnen dabei zu sein.

Manuela

Zeitblüte 317

Ein wunderbar
leerer Moment

Da ich ständig mein Wissen erweitere und es mir auch riesen Spaß macht, neue Projekte zu durchdenken und zu entwickeln, ist mein Kopf folglich meist ziemlich voll – auch wenn es schöne Dinge sind, er ist voll. Da kommt es dann schon mal vor, dass ich eigentlich dadurch blockiert bin.

Erst kürzlich ist es mir passiert. Ich war nicht zu Hause und vor allem ganz allein. Keine Bücher. Keine Unterlagen und Aufzeichnungen. Kein Outlook.

Plötzlich geschah das „Unmögliche“:

Für einen Moment wusste ich nicht, was ich nun tun/denken soll. Das war ein wunderbar leerer Moment, in dem neue Ideen entstehen und der einen zum Wesentlichen zurückführt.

Das Tollste war: Er ist von ganz alleine passiert. Ohne bewusste Meditation. Ohne absichtliches Herbeiführen einer „Leere voller Fülle“.

Pia

Zeitblüte 318

Ein Leben ohne Hunde ist
möglich, aber es lohnt sich nicht

Schon seit vielen Jahren habe ich immer mindestens zwei Hunde bei mir beherbergt und das Leben mit ihnen genossen.

Aber es brauchte erst den Absturz in die Depression und einen Klinikaufenthalt, um sie so wirklich achtsam wahrzunehmen und die Zeitblüten zu erkennen, die sie mir in jedem bewusst wahrgenommenen Augenblick zusenden.

Ein Blick aus Roccos oder Jamies treuen braunen Augen, ein schelmischer oder beinahe schon ironischer Blick aus Fleckies blauen Augen (eine Nebenerscheinung seiner weißen Farbe und der daraus resultierenden Taubheit) erzeugen je nachdem eine innere Wärme oder echte Belustigung, in jedem Fall aber volle Begeisterung.

Das Bild meines rennenden Jamies – oft gefolgt von einem oder beiden „Mitbewohnern“ – über die Wiesen und Felder im Odenwald beim Morgenspaziergang, ist von einer nahezu unglaublichen Ästhetik und Harmonie.

In stressigen, langweiligen oder sonst schwierigen Situationen schließe ich kurz die Augen und rufe mir diesen Moment wieder ins Bewusstsein. Die Unbeschwertheit, die Schönheit und auch die wunderschöne Stimmung helfen wunderbar gegen solche „Demotivatoren“.

Und für ganz miese Momente gibt es als Exit-Strategie ja auch noch das Smartphone, wo unsere drei Hübschen (und ihre VorgängerInnen) fotografisch verewigt fast jederzeit bei mir sein können.

Alles in allem gilt für mich das abgewandelte Motto von Loriot: Ein Leben ohne Hunde ist möglich, aber es lohnt sich nicht.

Ulrich

Zeitblüte 319

7 Zeitblüten auf
einen Streich

Eine Freundin zieht um. Sie hat seit Tagen keine Küche mehr und wünscht sich einfach nur mal wieder Spaghetti. Ich lade sie spontan ein, werfe meine für den Nachmittag vorgesehenen ungeliebten Buchhaltungsaufgaben über Bord, die genervte Laune verfliegt schlagartig.

Ich besorge Einkäufe und koche seit langem mal wieder mit Muße, bereite noch einen Nachtisch zu und räume sogar während des Kochens die Utensilien wieder weg (sehr ungewöhnlich bei mir und wunderbar befriedigend).

Die Freundin kommt mit ihrem Vater, beide essen mit Genuss, meine Familie freut sich über den Besuch.

Mein Fazit:

7 Zeitblüten auf einen Streich: jemanden beglückt, in Ruhe gekocht, tolle Düfte, feiner Wein, lustige zufriedene Gesellschaft, Erfolgserlebnis und gleich noch ein Mittagessen für die Arbeit übrig.

Eva

Zeitblüte 320

Unterwegs mit
der weißen Flotte

Ich habe das große Glück, in der Nähe des Bodensees zu wohnen. Auf dem See fahren von April bis Oktober Kursschiffe – die sogenannte weiße Flotte.

Wenn es beruflich wieder einmal ganz schlimm war, nehme ich mir am Wochenende eine Auszeit und mache einen Tagesausflug mit so einem Schiff.

Es ist so entspannend, einfach nur an Deck zu sitzen und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen. Spätestens nach einer Stunde ist der meiste Stress einfach wie weggeblasen.

Der Kopf wird frei, das Interesse an den anderen Menschen erwacht, man unterhält sich bei Tisch, erzählt sich woher, wohin …

Und dabei erfährt man, dass es anderen Menschen teilweise viel schlechter geht als einem selbst und sieht seine Probleme plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Ein Stadtrundgang in einer Bodensee-Stadt rundet meinen Ausflug ab, bevor es wieder nach Hause geht. Die Rückfahrt erfolgt dann meistens mit dem Zug zurück zum Ausgangsort.

Regina

Zeitblüte 321

Mein Hund

Meine Zeitblüte nach einem hektischen Bürotag:

Meine Hündin wartet auf mich und freut sich, wenn ich nach Hause komme. Wir gehen dann eine Stunde in die die Natur über Wiesen, Felder und durch Wälder.

Selbst wenn es regnet oder stürmt, tut es gut, einfach nur zu laufen und an nichts als auf die Natur und den Hund zu achten. Wenn wir dann zurückkommen, trinke ich einen Tee oder Kaffee und nun habe ich wieder neue Energie für meine Hausarbeit.

Alf

Zeitblüte 322

Mit Steinen etwas
Schönes bauen

Auch mit Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.

Das ist ein Spruch, den ich mir gerne immer wieder hervorhole. Optimistisch sein und seine Stärken nutzen, das bestimmt auch meine tägliche Arbeit.

Karin

Zeitblüte 323

Eine gemütliche Runde

Zeit mit der Familie und den Nachbarn verbringen. Einfach nur mal abends zu einer kleinen gemütlichen Runde treffen.

Oder mal ein Lagerfeuer, Würstel am Stock grillen – wie früher. Geht auch im Winter, dazu gibt’s hin und wieder noch einen Glühwein oder Punsch vom Lagerfeuer. Topf am Dreibein aufhängen und los geht’s.

Die Zeit in angenehmer Gesellschaft ist für mich eine der besten Entspannungsmöglichkeiten.

Erwachsene und Kinder, alle sind dabei und machen mit.

Uwe

Zeitblüte 324

Meine Sonnenblumen,
die richtig großen

Jedes Jahr pflanze ich im Garten Sonnenblumen – die richtig großen!

Ihr leuchtendes, kräftiges Gelb gibt mir Kraft.

Besonders ruhige Momente sind jene, wenn die Vögel die Sonnenblumenkerne als Futterquelle entdecken und ich sie bei ihrer Mahlzeit beobachten kann. Es fasziniert mich, mit welcher Technik sie es schaffen, die Kerne zu öffnen.

Eva

Zeitblüte 325

Zeilen eines
Geschäftspartners

Meine Zeitblüte ist ein Brief, den ich mal zu Weihnachten bekommen habe und den ich immer wieder lese, wenn es zu stressig wird.

Hier ein paar Zeilen aus dem Brief, die mich zum Nachdenken anregen und mich zurückholen:

Heute werden Grenzen überschritten, deren Existenz früher gar nicht wahrgenommen wurden. Sie wurden einfach akzeptiert. Ob in der Politik oder der Wirtschaft, mittlerweile sogar im Sport.

Man hat den Eindruck, wir sind auf dem Weg in die totale Grenzenlosigkeit und damit in einer Armut an Werten. Und was wollen wir von den nachfolgenden Generationen erwarten, wenn wir heute selbst nichts mehr haben, was wir weitergeben könnten.

Viele Beispiele können Sie jeden Tag in der Presse und Fernsehen oder mittlerweile in den Straßen unserer Städte live verfolgen. Anonymität, Machtgehabe und Beziehungslosigkeit sind die Bausteine der Erfolgreichen.

Vergessen wir über diese eher philosophische Betrachtung aber nicht eine andere Spezies von Erfolgreichen, die jeden Tag diesem unsinnigen System trotzen, die trotz ständig schwierig werdender Rahmenbedingungen den Mut zu persönlich motivierten Entscheidungen nicht verlieren, die Geschäftsbeziehung als gegenseitige Aufgabe sehen und vor allem den Blick für das Ganze nicht verlieren.

Erfolg ist immer das, was folgt, ganz gleich, ob es sich in positiver oder negativer Betrachtungsweise abspielt…

Diese Art Erfolg ist es, die uns immer wieder begeistert und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Quelle für Kraft und gute Laune dient.

Geschrieben von einem guten Geschäftspartner.

Thomas

Zeitblüte 326

Mein Bodyscan

Ich mache jeden Morgen einen Bodyscan – d. h. ich gehe mit meinem inneren Gefühl durch jedes Körperteil, nicht bewertend, nicht beurteilend, einfach nur wahrnehmend, dann loslassen und entspannen (nach Jon Kabat-Zinn).

Dann gehe ich am See mit meinem Hund spazieren, und alles fällt von mir ab, was sich schon an Spannung aufgebaut hat.

Ich genieße den leicht modrigen Geruch des Sees, ich höre die Enten, Zappen und Krähen, Gänse fliegen Formationen, es wird leicht rosa … Eine leichte Brise umschmeichelt mein Gesicht – kalt, kalt und süß, diese Luft.

Dann ist es hell, alles wird brillant durchlässig, ich freue mich an der Lebensfreude des Hundes, dann auf den Kaffee zu Hause.

Anschließend bin ich bereit für den Tag. Ach ja, ich stehe um 5.00 Uhr auf …

Kirsten Hinrichsen

Zeitblüte 327

Nordic Walking
mit Blick von oben

So oft ich kann – am Wochenende gern vormittags, unter der Woche auch am späten Nachmittag –, gehe ich Nordic Walken. Direkt durch die Weinberge, hoch auf einen Hügel.

Und dort oben zu stehen, leicht aus der Puste gekommen, über die Landschaft, die Weinberge, den Wald zu sehen, die wechselnden Farben der Jahreszeiten wahrzunehmen – das ist meine Zeitblüte!

Angelika

Zeitblüte 328

Fahrrad statt Auto

Fahrrad statt Auto. Wo? Kreuz und quer durch die Stadt zu Terminen, Auftraggebern, zu Freunden, Festen und zum Einkaufen. Pro Woche rund 60 bis 80 km oder auch mehr.

Das spart zeitlich den Weg ins Fitnessstudio und man ist an der „frischen“ Luft. Eine Fahrradkarte für Berlin hilft mir dabei, die schönsten Strecken zu suchen.

Kea

Zeitblüte 329

Das Lächeln meiner Tochter

Das Lächeln meiner Tochter lässt mich den Alltag vergessen und ohne etwas zu sagen, reduziert sich alles auf das einzig Wichtige: Liebe.

Thomas

Zeitblüte 330

Die beginnende Winterzeit

Meine Zeitblüte ist die beginnende Winterzeit. Von Frühjahr bis Ende Herbst habe ich den ganzen Tag viel zu tun. Nach der Arbeit kümmert man sich um Haus und Garten, unternimmt viel mit der Familie und nur selten bleibt mal Zeit zu faulenzen.

Jetzt ist der Garten winterfest, die Tage werden kürzer und es bleibt mehr Zeit, um sich mal zurückzuziehen, sich mit der Tochter unter der Sofadecke zu verkriechen, warmen Kakao zu trinken und im Fernsehen Märchen anzusehen.

Wieder neue Kraft tanken, indem wir viel kuscheln und uns Zeit für uns nehmen.

Julia

Zeitblüte 331

Der Blick aus dem Balkonzimmer

Wenn ich meine Arbeit erledigt habe oder eine Erholungspause einlegen möchte, dann setze ich mich ins Balkonzimmer und schaue aus der Balkontür.

Im Sommer habe ich verschiedene blühende Pflanzen, die ich betrachte und dabei wunderbar entspanne. Im Winter habe ich alle Blumen entfernt und schaue über die leeren Baumkronen, über die vor mir liegende Stadt und gerate ins Träumen – vergesse die Arbeit und erhole mich.

Schon oft habe ich überlegt, eine Wohnung im Erdgeschoss zu beziehen, doch dieser Blick über die Stadt, in den Himmel oder auf die blühenden Pflanzen ist so entspannend, dass ich ihn nicht missen möchte!

Ich wünsche allen Lesern Ihrer Seite eine ebenso schöne Möglichkeit der Entspannung.

Bernd

Zeitblüte 332

Loslaufen

Meine Zeitblüte ist für mich das Anziehen meiner Laufschuhe und dann loszulaufen. Mit guter Musik im Ohr quer durch die Stadt oder den Park.

Mal vom gewohnten Weg abbiegen und weiterlaufen, manchmal in ungewohnten Gegenden.

Die Atmung und den Boden spüren und mich an schöne Momente mit Freunden und Familie zurückbesinnen.

Helmuth

Zeitblüte 333

Wunderbare Momente
des Innehaltens

Diese wunderbaren Momente des Innehaltens. Ruhe und Zentrierung spüren. Im Hier und Jetzt sein. So etwas wie Erfüllung fühlen in der morgendlichen Meditation. Dankbarkeit und Demut für den vorherigen Tag.

Momente wie:

  • das freudige Lachen des Kindes
  • das Kreischen der Möwen
  • der glutrote Sonnenaufgang
  • das strahlende Blau am Himmel
  • das Lächeln der Kassiererin
  • das nette Gespräch in der Bahn

Josefine

Zeitblüte 334

Mit dem Pferd
durch die Wälder

Meine persönliche Zeitblüte besteht darin, stundenlang mit meinem Pferd durch die Wälder zu spazieren oder mit ihm richtig Gas zu geben.

Nicht nur, weil ich dann Natur erleben und genießen darf, die Vögel singen höre und so viele Dinge mehr, sondern auch noch ein „Tagebuch“ habe:

Kira hört mir immer zu, wenn ich lache, motze oder weine.

Sie hat die Ruhe weg und tröstet mich mit ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen zu mir – und ich hoffe, dass ist auch umgekehrt so.

Doris

Zeitblüte 335

Ein Schaumbad
bei Kerzenlicht

Wenn ich eine Auszeit brauche, lasse ich mir ein Bad ein und entspanne mich bei Panflötenmusik und Kerzenlicht.

Regula

Zeitblüte 336

Urlaubseindrücke zurückholen

Ich habe auf meinem Desktop ein schönes Urlaubsbild (vom Abel-Tasman-Nationalpark in Neuseeland) hinterlegt.

Wenn es nötig ist, klappe ich alle Programme weg und hole mir mithilfe dieses Bildes die Ruhe und Entspannung des Urlaubs zurück.

Margarete

Zeitblüte 337

Sich das Schöne
bewusst machen

Sich die täglichen schönen Dinge des Lebens bewusst machen:

  • Kinderlachen
  • Sonne auf der Haut spüren
  • gesund sein
  • mit Freunden/Familie/netten Kollegen das Leben teilen zu dürfen
  • sich die Freizeit selbst einzuteilen
  • an einem schön gedeckten Tisch sitzen
  • Emotionen und lebendig sein – sprich das eigene Leben selbst bunt zu bemalen

Es ist unsere innere Selbststärke, die es möglich macht. An alle, die sich selbst treu bleiben und das Leben verstanden haben!

Sylvia

Zeitblüte 338

Kalligraphische Pausen

Ich nehme mir Zeit für Worte, Zitate, kurze Texte, und schreibe diese mit Feder und Tinte auf Papier.

Es gibt unzählige kalligraphische Alphabete und je nach Lust und Laune schreibe ich in dieser oder jener Schrift, meist begleitet von klassischer Musik.

Für mich sind diese „kalligraphischen Pausen“ Erholung pur und gleichzeitig eine sinnvolle Betätigung. Viele meiner Texte werden irgendwann an liebe Mitmenschen verschenkt.

Elli

Zeitblüte 339

Unter Wasser

Meine persönliche Zeitblüte ist das Tauchen. Sobald ich im Nass bin – nein, eigentlich schon vorher bei den Vorbereitungen –, kommt alles zur Ruhe. Nur mehr der Fokus auf die Gerätschaft, das Atemgerät, die Tarierjacke und das Boot, das schon wartet, um mich ins offene Meer zu bringen.

Sobald ich dann im Nass bin und abgetaucht schwimme, gibt es nur mehr das Hören des eigenen Atems und die schöne Unterwasserwelt (auch wenn sie – wie in den Seen Mitteleuropas – sehr karg erscheinen mag). Ja, das ist für mich die schönste Zeitblüte seit Jahren.

Gerhard

Zeitblüte 340

Balsam für alle Sinne

Eine Zeitblüte für mich ist ein Spaziergang am Meer.

Das ist Balsam für alle Sinne: NUR die Natur sehen, fühlen und hören.

Kein Beton und Asphalt, kein Autolärm – sondern Weite und Stille.

Ulrike

Zeitblüte 341

Nach dem Rasenmähen

Für mich gibt es nicht den einen Moment, sondern es sind die Momente, in denen ich die Dinge von der positiven Seite betrachte und mir bewusst wird, dass ich schon einiges erreicht habe. Am liebsten provoziere ich diesen Zustand an einem Abend nach dem Rasenmähen.

Nachdem alle Störgeräusche verhallt sind und man nur noch die Natur hört, setze ich mich gerne hin und genieße diese Zeit für mich, auch wenn es nur fünf Minuten sind.

Schön, dass der Rasen so oft zu mähen ist.

Heiko

Zeitblüte 342

Erinnerungen an die
Unbekümmertheit meiner Kindheit

Wenn ich das Gefühl habe, es erdrückt mich und alles wendet sich gegen mich, dann ziehe ich mich zurück in mein Lesezimmer.

Obwohl es früher als Junge etwas verpönt war, habe ich ein vollgeschriebenes Poesiealbum aus meiner Grundschulzeit retten können und nehme es gerne zu solchen Zeiten in die Hand.

Beim Durchblättern kommt die eine oder andere Erinnerung an die Unbekümmertheit der Kindheit wieder hoch und dies bestärkt mich.

Eine Seite ist darunter, die ich sehr häufig lese und die mir besonders gut gefällt. Darauf ist ein kleiner Igel gemalt, der einen langen Weg geht und dieser Weg ist mit vielen großen Steinen bestückt. Darunter steht:

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas bauen.

Treffender kann man es nicht formulieren, denke ich oft, und mit einem Lächeln gehe ich wieder an die Dinge des Alltags.

Markus Held

Zeitblüte 343

Der Nussbaum
vor meinem Fenster

Wenn ich morgens aufwache, sehe ich durch mein Fenster in die Krone eines alten, großen Nussbaums.

Ich höre das Zwitschern der darin nistenden Vögel und lasse meine Gedanken einfach fließen. Nach einigen Minuten denke ich überhaupt nichts mehr und spüre eine angenehme Ruhe, die sich in mir ausbreitet.

Dann strecke ich mich, springe aus dem Bett und beginne schwungvoll meinen Tag.

Anton

Zeitblüte 344

Ein kurzes Gespräch

Mein bester Freund rief an und wir sind ins Schwimmbad. Wir wollten uns nur schnell abkühlen, da wir beide noch viel zu lernen hatten.

Wir sind an den zehn Minuten entfernten Baggersee gefahren, sind fünf Minuten geschwommen und haben uns super unterhalten – nicht lange, aber doch sehr anregend.

Manchmal sind die kurzen Gespräche die besten!

Thomas

Zeitblüte 345

Kreative Tätigkeiten
bringen mich in meine Mitte

Für mich ist jede kreative Tätigkeit eine Zeitblüte. Ob es das Sieden von Seifen, die Herstellung von Naturkosmetik oder Heilprodukten ist oder auch das Entwerfen und Bearbeiten einer Grafik am PC, Schreiben, Nähen oder Mode designen – diese Momente bringen mich absolut in meine Mitte.

Die zweite große Zeitblüte ist für mich Bewegung. Am liebsten natürlich in der Natur – Inlineskaten, Walken, Nordic Walking, Wandern – einfach den Wind spüren und staunen, was es so alles rund um mich gibt.

Das sind meine beiden (hauptsächlichen) Möglichkeiten, zur Ruhe zu kommen und an der Energietankstelle aufzuladen.

Mina

Zeitblüte 346

Mit einem Buch
löschen und neustarten

Eine halbe Stunde mit einem guten Buch ungestört bei völliger Ruhe, dann bin ich wieder bereit für alle anstehenden Projekte.

Das Eintauchen in die Welt des Buches bewirkt bei mir ein „Löschen und Neustarten“ meines Innern.

Sanja

Zeitblüte 347

Stille Stunde – meine
Freiheit des Tages

Das Management ist zum größten Teil fremdbestimmt. Ich habe mir jeden Tag eine „stille Stunde“ eingerichtet, in der ich zwar anwesend, aber nicht erreichbar bin.

Eine Stunde am Tag, in der ich allein bestimme, was ich in dieser Zeit machen will oder auch nicht.

Zu Beginn habe ich meinen Sucher ausgeschaltet, mein Telefon abgestellt und ein Abwesenheitsschild an die Tür gehängt.

Nach einigen Monaten brauchte ich dies alles nicht mehr. Jeder hat „meine Stunde“ respektiert und ich hatte dann tatsächlich in dieser Zeit keine Störungen durch andere. Ich genieße diese Freiheit des Tages.

Für mich eine kleine Veränderung mit großer Wirkung.

Rolf

Zeitblüte 348

Mein Sonnenstuhl

Zunächst: Ich arbeite sehr viel, 60 Stunden/Woche sind normal.

Am Wochenende nach dem Aufwachen koche ich mir meinen Kaffee. Dann schlurfe ich mit einem Becher Kaffee in der Hand barfuß und im Morgenmantel auf meine Dachterrasse.

Dort setze ich mich auf meinen Sonnenstuhl (wenn es kühl ist mit Wolldecke), schließe die Augen, genieße den Kaffee und das Vogelgezwitscher und habe ein endloses Gefühl von Ruhe und dass ich unendlich viel Zeit für mich habe.

Corban

Zeitblüte 349

Mein Aquarium

Wenn ich abends vor meinem Aquarium sitze, nur dieses Licht den Raum erhellt und ich die Fische beobachte, bin ich total darin versunken und werde ruhig bzw. müde vor dem Schlafengehen.

Es fasziniert mich, welche unterschiedlichen Formen und herrlichen Farben die Fische haben. Besonders erfreue ich mich, wenn ich entdecke, dass wieder junge Fische geboren wurden und wie klein und niedlich diese sind.

Interessant ist auch zu sehen, wie sie innerhalb kurzer Zeit heranwachsen. Wenn sie klein sind, kann man noch nicht erkennen, welche Farbe ihre Schwänze haben, erst wenn sie größer sind.

Bei diesen Beobachtungen bin ich total im Augenblick versunken.

Susanne

Zeitblüte 350

Ein Weg durch
Blumenfelder hin zum See

Ich nehme mehrere tiefe Atemzüge und gehe in die Entspannung. Dann stelle ich mir vor, ich sitze in meinem Garten auf einer Rosenbank, über mir wachsen die Rosen, ich nehme ihren Duft wahr – und vor mir öffnet sich ein Weg in die Unendlichkeit.

Ein Weg, der durch viele Blumenfelder hin zu einem See führt, an dem ein Boot liegt. Ich kann dieses Boot besteigen, über eine unter mir wachsende Tulpe auf eine Insel herabsehen und dorthin herabrutschen.

Oder ich werde klein, steige auf einen Adler und fliege mit ihm über die Insel, verliere mich im Schauen, bin einfach mal weg …

Wenn ich keine Ablenkung habe, gelingen mir solche Phantasiereisen öfter. Ich freue mich dann immer wieder, wenn ich eine solche Erfahrung mache. Es lohnt sich, Fantasiereisen zu gestalten oder auszuprobieren.

Matthias

Zeitblüte 351

Barfuß laufen

Meine Zeitblüte ist das Barfußlaufen. Der Kontakt und das bewusste Erfühlen von verschiedenen Untergründen hilft mir, mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren und alles Unwichtige auszublenden.

Besonders schön ist es, an einem warmen Sommermorgen über das noch feuchte Gras zu laufen.

Diese Zeitblüte baue ich oft auf dem Weg zur Arbeit ein. Einfach mal kurz die Schuhe ausziehen und eine Abkürzung über eine Wiese nehmen.

Daniela

Zeitblüte 352

Auf dem Rücken meiner Stute

Als berufstätige Mutter von drei kleinen Kindern weiß ich oft nicht, wo mir der Kopf steht. Ich bin oft müde und erschöpft.

Dann ist meine Zeitblüte mein Pferd, eine junge Stute. Auf ihrem Rücken verschwinden alle Sorgen.

Ich reite in der Natur, lasse die Seele baumeln und meine Gedanken fließen.

Manchmal erzähle ich mir (oder ihr) halblaut eine Geschichte. Plötzlich lösen sich die Knoten in meinem Gehirn oder es kommen mir neue Ideen. Nach meinem Ausritt fühle ich mich wieder im Gleichgewicht.

Sonia

Zeitblüte 353

Mein Königreich der Stille

Ich habe darüber nachgedacht, ob ich eigentlich auch oder überhaupt in der Lage wäre, eine persönliche Zeitblüte beizusteuern. Nach doch längerer Zeit fiel mir dann ein Traum ein – eigentlich war es eine bildliche Meditationsidee, die ich mal als Einschlafhilfe genutzt habe und die auch immer noch bestens funktioniert:

Meine Zeitblüte ist die Vorstellung, von „oben“ kommend/schwebend auf einer sehr großen Scheibenebene zu landen, die sich majestätisch wie eine Galaxie unter mir um ihr Zentrum dreht und aus der Vogelperspektive das Ying Yang-Symbol trägt.

Aus der Höhe betrachtet dreht sich die Scheibe beruhigend langsam. Während ich beim Sinken der Scheibenoberfläche immer näher komme, scheint sich die Geschwindigkeit der Scheibe zu erhöhen und die Kontrastlinie bedrohlich sensenartig „vorbeizufegen“.

Allmählich beginne ich mich zu fragen, ob ich mich bei einer Landung überhaupt auf der Scheibe werde halten können. Jeder erinnert sich sicher an die Drehscheiben auf Kinderspielplätzen und weiß noch, wie schwer es schon ist, sich auf einer solchen doch recht kleinen Scheibe zu halten.

Mein Sinken geht stetig voran und die Geschwindigkeit des Symboles unter mir scheint sich unbeirrbar zu erhöhen. Schon sehe ich nur mehr den sich weit biegenden Trennbereich zwischen der schwarzen und der weißen Fläche des Symboles.

Mir scheint, ich werde eher am Rande der Scheibe landen. Der Gedanke treibt mich um, wie hoch wohl die Rotationsgeschwindigkeit eines gedachten Punktes in meinem Zielgebiet sein wird und was das für meine Landung bedeutet.

Rein hypothetisch wäre die Geschwindigkeit eines Punktes auf dem Rande einer unendlich großen Scheibe dann wohl auch unendlich groß. Was aber würde das für jeden Punkt bedeuten, der weiter innen liegt?

Er würde sich, je weiter innen er liegt, immer langsamer um das Zentrum drehen. Wenn ich mir eine unendlich große Scheibe vorstellen kann, kann ich mir auch einen unendlich kleinen Zentrumbereich dieser Scheibe vorstellen.

Was, wenn es mir gelänge, mich auf das Zentrum der Scheibe zuzubewegen und gleichzeitig immer kleiner zu werden?

Winzig klein, nanoklein … und noch kleiner … dem Zentrum mit jeder Größeneinheit näherkommend, ohne es je zu erreichen. Ich müsste dann doch irgendwann eine Rotationsgeschwindigkeit gegen Null bekommen?!

Die Vorstellung gefällt mir und eine tiefe Ruhe kommt über mich.

Ich halte in Erwartung des Aufpralles und des unvermeidlichen „Weggeschleudertwerdens“ durch die Fliehkraft schon seit geraumer Zeit die Augen geschlossen und fühle mich plötzlich immer stärker zum Zentrum der Scheibe hingezogen.

Vor meinem geistigen Auge rotiert der Kontrastbogen unter mir immer langsamer und nach einer Ewigkeit des Weitersinkens unter gleichzeitiger beständiger Verkleinerung meiner selbst, scheint die Ebene nur mehr aus einer weißen und einer schwarzen Hälfte zu bestehen, die sich kaum noch wahrnehmbar um den Mittelpunkt zu drehen scheinen, auf den ich jetzt zusteuere.

Ich kann auf Grund des Fehlens irgendwelcher Bezugspunkte schon seit längerer Zeit nicht mehr sagen, in welcher physikalischen Höhe ich mich über der Ebene befinde. Es könnten gleichwohl Millimeter oder Kilometer sein.

Es ist mir egal – alles ist unendlich langsam – es gibt keine messbare Zeit mehr und nichts ist mehr wichtig. Alles steht still. Das Königreich der Stille – einfach nur Ruhe. Ein ewig dauernder Moment.

Plötzlich – nach 2 Milliarden Jahren – tauche ich in die Grauzone zwischen Schwarz und Weiß ein – alles Grau für eine messbar kurze Zeit, dann immer heller, farbig – wache ich vollkommen erholt und mit einer wahnsinnigen „Lust auf Geschwindigkeit“ auf.

Klaus

Zeitblüte 354

Ein Teil der
unvorstellbaren Weite

Gestern Abend saß ich auf meinem Balkon und habe den Sternenhimmel beobachtet. Je länger man schaut, desto mehr Sterne sieht man. Es waren auch viele Flugzeuge unterwegs – die „blinkenden Sterne“. Und den ein oder anderen Satelliten sieht man auch.

Bei der Vorstellung, ein Teil dieser unvorstellbaren Weite zu sein, komme ich zur Ruhe.

Und ich habe sogar noch ein wunderschönes Geschenk bekommen. Eine Sternschnuppe, die sich richtig Zeit gelassen hat, damit ich sie genießen und meinen Wunsch ins Universum schicken kann!

Ruth

Zeitblüte 355

Eintauchen in das Stimmenmeer

Für mich steht 4x im Jahr ein wichtiger Termin im Kalender und ich setze alles daran, diesen weder zu verschieben noch auf der Prioritätenliste nach unten rutschen zu lassen.

An diesen Tagen findet die spirituelle Liedernacht statt. Mitten unter 700 Menschen stehe ich dann und singe Mantras, Gospellieder oder Taize-Gesänge.

Die motivierenden kurzen Texte werden wiederholt gesungen und bewirken ein Eintauchen in das Stimmenmeer und einen inneren Widerhall, dass es in mir einen gigantischen Klang erzeugt.

Mich begeistert vor allem, dass diese Lieder so nachklingen und im Alltag noch wirken.

Inzwischen habe ich auch einige auf dem Player und hole mir diese Kraft, wann immer ich sie brauche … beim Walking, im Liegestuhl oder bei langen Autofahrten. Dabei gelingt es mir, unheimlich aufzutanken.

Durch das Klingen der Stimmen im Chor und die eigene Stimmgewalt erlebe ich immer wieder eine anhaltende Kraft, die Entspannung und Kraftquelle zugleich für mich ist.

Kirsten

Zeitblüte 356

Eine Tasse Kaffee

Wenn ich gestresst von der Arbeit nach Hause komme, koche ich mir erst einmal eine schöne Tasse Kaffee, setze mich damit auf die Terrasse und beobachte in aller Ruhe, was sich im Garten so abspielt.

Die Vögel zwitschern und versorgen ihre Jungen, Nachbars Katze kommt hin und wieder vorbei und alles ist wunderbar still. Ich genieße diese Ruhe und kann so wunderbar entspannen.

Silke

Zeitblüte 357

Als würden die Töne
meine Seele liebkosen

Meine Zeitblüte hat einen etwas komplizierten Anfang und ein ganz einfaches Ende:

Ich habe zwei sehr gute Freundinnen. Die eine kann gut Didgeridoo spielen, gibt sogar Unterricht, und die andere möchte es gerne lernen. Diejenige, die dieses Instrument beherrscht, wohnt sehr weit weg und die andere in der Nähe von mir.

Bei einem Besuch beider Freundinnen haben wir uns zum gemeinsamen Musizieren Zeit genommen. Ich war neugierig und wollte versuchen, ob ich die Zirkularatmung hinbekomme, die für dieses Instrument notwendig ist.

Nach einigen Schwierigkeiten und viel Ausprobieren habe ich es geschafft – nur leider meine lernende Freundin nicht.

Zur Motivation und Unterstützung wollte ich zusammen mit ihr jede Woche etwas üben – ihr Terminplan war dagegen. So übte ich hin und wieder allein. Nach einem Telefonat mit der lehrenden Freundin ließ ich mich dazu ermutigen, etwas regelmäßiger zu spielen.

Didgeridoo war nicht mein Wunschinstrument, ich wollte immer Harfe lernen – es ist aber zu MEINEM Instrument geworden, dem ich einen fixen Platz in meinem Alltag einräume!

Jeden Morgen, nachdem die Kinder zur Schule gegangen sind, habe ich eine Viertelstunde Zeit, bevor ich zur Arbeit muss.

Diese Viertelstunde gehört dem Didgeridoo und mir. Ich setze mich hin, vergesse Zeit und Raum und versuche, diesem Instrument zumindest etwas an Melodie und Rhythmus zu entlocken, was mir einiges an Konzentration für die Technik abverlangt.

Manchmal klingt es bestimmt sehr schräg, aber das stört mich nicht.

Denn das Spielen fühlt sich so an, als würden die Töne meine Seele liebkosen.

So blüht an jedem Tag diese Zeitblüte nur für mich allein und ich fühle mich nach dem Didgeridoo-Spiel sehr ausgeglichen und dennoch voller Energie – startklar für einen weiteren erfolgreichen Tag!

Mirjam

Zeitblüte 358

Herzsteine finden

Bei der Suche nach Steinen, die einem Herz ähneln, wird die Zeit zum Erlebnis – egal, ob ich spazieren gehe, zum Bus laufen muss oder beim Gang mit dem Hund.

Auch mit Kindern ist das immer wieder entspannend, da man dabei doch sehr auf die Natur schaut und bemerkt, was für wunderbare Geschenke sie für uns bereithält.

Manuela

Zeitblüte 359

Meine Kräuterspirale

In unserem Garten habe ich eine Kräuterspirale angelegt, an deren Fuß sich ein kleiner Teich befindet. Am Teich steht eine Bank.

Auf der Bank sitzend beobachte ich gerne das Leben am und im Teich:

Gelbrandkäfer und Rückenschwimmer tummeln sich gemeinsam mit Libellenlarven im Wasser. Am Teichrand sitzt ein Frosch und fixiert eine Fliege, bis er plötzlich springt und die Beute schnappt.

Libellen, Bienen und Hornissen schweben über dem Wasser, um zu trinken oder Eier abzulegen. Eine Meise kommt und wagt sich an den Teichrand, um ihren Durst zu stillen.

Anita

Zeitblüte 360

Stille Zeit am Bach

Es gibt in der Nähe unseres Wohnortes einen kleinen, naturbelassenen Bach, der sehr flach und mäandernd über Steine und Kies fließt. Dieser Bach hat einen Zugang über einen Waldweg und man ist ganz schnell weit ab von Straßen und Häusern.

Wenn ich dort eine kleine Weile sitzen kann und – mit ein wenig Glück – die Entenfamilie beobachte, die sich häufig dort aufhält, fühle ich mich von sehr viel Ballast des Alltages befreit.

Unter den Bäumen herrscht immer Zwielicht und Geräusche dringen fast gar nicht bis zu mir durch.

Es ist eine richtig herrliche Auszeit, die mir wieder Kraft verleiht, auch wenn ich nur daran denke, dort zu sitzen.

Marlen

Zeitblüte 361

Pferdekoppeln

Ich habe mal in einem toten Winkel Deutschlands eine Ausbildung gemacht. In der Südheide. Es war eine kleine Schule. Angenehm war es dort nicht und der Horizont dieser abgeschiedenen Welt war klein.

Aber es war idyllisch. Zur Schule ins nächste Dorf bin ich mit dem Fahrrad gefahren.

Es ist tiefstes Hannoveraner Land und ich fuhr durch Koppeln voll mit herrlichen Pferden. Spätestens zur Fohlenzeit bei strahlendem Sonnenschein waren diese Fahrten eine echte Zeitblüte. Egal was am anderen Ende der Fahrt auf mich wartete.

Bino

Zeitblüte 362

Meine uralte Eiche

Meine Zeitblüte ist eine uralte Eiche. In meinem Lieblingswald steht sie und zu ihren Wurzeln liegt ein ca. 2 m langer Stamm, der als Sitzbank dient.

Dieses Bild steht für mich für das alte Erbe, das wir Menschen zu schützen haben, aber leider eben auch schädigen. Wir haben doch nur eine Erde!

Schön ist es aber auch, einfach nur dazusitzen und durch das Fell meines Hundes zu streichen und die Ruhe zu genießen.

Martin

Zeitblüte 363

Mein Kraftbaum

Oft ist es recht schwierig, inmitten des aufgestauten Drucks den Moment zum Druckablassen und zum Loslassen zu finden, um wieder ins innere Gleichgewicht zu kommen.

Da gibt es für mich das Bild des „Kraftbaumes“, an dem Blätter mit vielen meiner guten Eigenschaften und Talente hängen.

Denn negative Sachen und Kritik erfahre ich täglich schon genügend. Also kann ich mir auch jeden Tag dafür positive Sachen sagen und die guten Eigenschaften und Talente an mir wieder schätzen lernen. Das Bild meines Kraftbaumes habe ich mir so aufgehängt, dass ich es täglich gut sehe.

Bei zu viel innerem Druck und Stress hilft mir auch das Schreiben. Ich nutze das Mail-Schreiben an einen guten Freund, ähnlich wie ein Tagebuch, nur dass es eben auch einer liest und ich ab und zu ein Feedback bekomme.

Schreiben, um noch mal einen Blick auf die Dinge werfen zu können und sie anschließend abgearbeitet zu haben und sie dann auch wieder loslassen zu können.

Martina

Zeitblüte 364

Mein Luxus der Ruhe

In einer Welt, die von Medien und der einhergehenden Hektik und Flut von unwichtigen und wichtigen Nachrichten bestimmt wird, ist meine Zeitblüte der „Luxus der Ruhe“:

Nicht erreichbar zu sein für eine bestimmte Zeit. In den Wald gehen und der Natur lauschen und die Jahreszeit tief in meine Lungen einatmen. Am See stehen und die Gedanken schwelgen lassen.

Andreas

Zeitblüte 365

Die Zeit mit meinem Sohn

Meine Zeitblüte ist die Zeit, die ich meinem kleinen Sohn schenke.

Wenn er aufwacht, wenn er mich anstrahlt, wenn seine dunklen Augen fragend auf mich gerichtet sind.

Wenn er gluckst und lacht, wenn es ihm gut geht.

Wenn er entdeckt und erforscht, wenn er Neues lernt und es mir zeigt.

Wenn er weint und Trost durch mich erfahren kann, wenn er traurig ist und spürt, dass dieses Gefühl sein darf und sich ändert, wenn man es annimmt.

Wenn er auf und in meinem Arm liegt und nach kurzer Zeit wieder erforscht.

Das sind meine Kraftquellen, die ich nicht mehr missen möchte. Ich gebe sie gerne und täglich. Und hoffentlich noch sehr lange. Es hält mich jung, schenkt mir inneren Frieden und Ausgeglichenheit.

Brigitte

Zeitblüte 366

Lesezeit

Mein Alltag kann zeitweise ganz schön stressig sein. Ein Vollzeitjob, ein 3-jähriger Sohn und der Haushalt fordern mich oft.

Nach einem besonders stressigen Tag kann ich am besten abschalten, wenn ich meinem Sohn eine Geschichte vorlese.

Voller Begeisterung lese ich ihm dann eine unserer zahlreichen Lieblingsgeschichten vor – mit unterschiedlichen Stimmen und vollem Einsatz.

Ich genieße diese intensive Zeit mit meinem Sohn und erlebe dabei einen regelrechten Flow.

Das sind die Momente, in denen ich alles andere vergessen und mal so richtig abschalten kann.

Angela

Zeitblüte 367

Mein Glückstagebuch

Meine Zeitblüte ist das allabendliche Schreiben in mein Glückstagebuch. Es ist schwarz mit einer leuchtend grünen Banderole und hat Platz für täglich drei Glücksmomente.

Den Tag Revue passieren zu lassen und sich nur auf die schönen Augenblicke zu konzentrieren, lässt Negatives in den Hintergrund treten und man geht mit einem guten Gefühl zu Bett.

An nicht so schönen Tagen hilft es mir, mich wieder auf das Positive zu fokussieren, indem ich in meinen Notizen lese und diese auf mich wirken lasse.

Heike

Zeitblüte 368

Meine Zeitblüten sind …

Meine Zeitblüte ist,

… wenn ich abends nach Hause komme, Badewasser einlasse, vielleicht mit einem Glas Wein reinsteige und nichts tue. Oder ich nutze die Zeit, um mit meinen Lieben zu telefonieren, für die ich mir sonst zu wenig Zeit nehme oder neben dem Telefonieren andere Dinge wie Wäsche waschen oder putzen erledigen. In der Badewanne kann man nebenbei nicht mehr viel tun.

… wenn ich mit meinem Partner einfach nur Zeit verbringe, mich an ihn kuschle und seine Ruhe und Ausgeglichenheit auf mich übergeht. Ich merke, wie ich entspanne und loslassen kann.

… wenn ich Freitagabend oder Samstagnachmittag die Sachen packe und in die Sauna gehe. Mit viel Glück kann ich eine Massage dazubuchen. Und dann gilt, Augen zu und entspannen. In der Sauna kann ich nicht recherchieren, lesen und telefonieren. Sondern ich bin nur ich selbst, kann schlafen oder andere Leute beobachten.

… wenn ich abends aus dem Büro gehe und mich frage, ob ich heute mit meiner Hündin den direkten Weg nach Hause gehe. Und in dem Moment drehen wir beide schon um und laufen eine extra Runde durch den Park, treffen auf andere Hunde, smalltalken und freuen uns, dass wir uns auch unterhalten können.

… wenn ich mir jetzt einfach 2x die Woche eine halbe Stunde freie Zeit vormittags schaffe und ins Fitnessstudio gehe. Mit speziellen Übungen und Geräten reicht auch eine halbe Stunde, um Körper und Kreislauf fit zu machen.

… wenn ich mich überraschend mit Freunden treffe, die ich sonst selten sehe und mich mit ihnen einen ganzen Abend bei einem Glas Wein über alte Zeiten und Erinnerungen austausche. So stelle ich fest, dass es doch einige Veränderungen in meinem Leben gegeben hat und dass ich vielleicht früher nicht alles so ganz ernst gesehen habe.

Kris

Zeitblüte 369

Wieder Kind sein

Da ich als Mutter von zwei kleinen Mädchen, mit Vollzeitjob und einem ehrenamtlichen Engagement ein sehr hektisches Leben führe, sind meine Zeitblüten immer nur Bruchteile von Augenblicken.

Ich hole mir Kraft und Ruhe in dem Augenblick, wenn ich die Kinder im Kindergarten abhole und im Außengelände oder in den Gruppen meine Kleinen sehe, ohne dass sie mich schon wahrgenommen haben.

Ich beobachte sie, wie unbeschwert und unbekümmert sie miteinander umgehen, sich manchmal auch heftig streiten und im nächsten Moment wieder dicke Freunde sind. Sie denken nicht darüber nach und tragen niemandem etwas nach.

Manchmal würde ich gerne auch einfach mal mein Gehirn ausschalten und einfach wieder Kind sein.

Katrin

Zeitblüte 370

Musik lässt müde
Gedanken verfliegen

Wenn ich ein neues Stück mit meiner Gitarre einübe, vergesse ich die Zeit. Ich tauche ganz in die Musik ein.

Es ist ein gutes Gefühl, nach schwierigen Parts im Stück einen Erfolg zu sehen.

Auch einfach mal spielen, was mir in den Sinn kommt, macht Lebensfreude und lässt mich die Sorgen oder den Ärger des Alltags vergessen.

Brigitte

Zeitblüte 371

Die kleinen Freuden des Lebens

Jeden Abend denke ich über meinen Tag nach und suche nach den kleinen Freuden des Lebens dieses Tages. Es gibt so viel zum Freuen. Dabei geht es nicht um große Dinge.

Es geht um positive Empfindungen, nicht um Wünsche in der Zukunft. Es geht um die wertvollen Sekunden des Tages und damit des Lebens.

Finde ich nichts (was fast nie vorkommt), dann suche und (er)finde ich sofort etwas, damit mein Tag gut ausklingt.

Peter

Zeitblüte 372

Mein ausgeborgter
Border-Collie

Meine schönste Zeitblüte ist ein Border-Collie. Ich kann ihn zum Wochenende immer wieder für lange Spaziergänge in unserer schönen Natur ausborgen – er braucht sehr viel Auslauf (tut auch mir sehr gut).

Er gehorcht aufs Wort, freut sich über jeden geworfenen Ball, hält dicht, wenn ich ihm Dinge erzähle, für die ein Therapeut nur fürs Zuhören viel Geld nehmen würde, strahlt mich mit treuen Augen an und schläft beim abschließenden Bürsten an mich gekuschelt ein …

Und dann bringe ich ihn zu seinen Menschen zurück, die auch unter der Woche viel Zeit (die ich mir nicht nehmen kann) mit ihm verbringen.

Isia

Zeitblüte 373

Wenn mir alles zu viel wird

Bei mir ist es in der Arbeit oft stressig, gelegentlich auch privat. Es gibt Tage, da bricht alles auf einen hernieder und man fühlt sich überfordert.

Wenn mir einmal wirklich ALLES zu viel wird und ich kann nicht einfach raus auf die grüne Wiese, in den Wald, auf einen Berg oder an ein ruhiges Gewässer, dann gehe ich für fünf Minuten vom Arbeitsplatz weg, suche einen halbwegs ruhigen Platz, mache die Augen zu und atme bewusst ein paar Mal tief durch.

Dabei stelle ich mir schöne und entspannende Erlebnisse oder freie Fantasiebilder vor.

Eine Tasse Tee und Fotos von lieben Menschen neben der Arbeit helfen mir auch.

Markus

Zeitblüte 374

Besondere Momente
auf dem Weg zur Arbeit

Da auch bei mir der Weg zur Arbeit eine feste Konstante ist, in der ich alleine im Auto sitze, kann ich ihn für Zeitblüten gut nutzen.

Eine besteht darin, dass ich zu gewissen Jahreszeiten und Uhrzeiten morgens genau in die Sonne fahre. Sie steigt als roter Ball auf und taucht die Landschaft in ein schönes ursprüngliches Licht.

Manchmal möchte ich fast anhalten und diesen Moment ohne Autofahren genießen. Leider ist kein Parkplatz mit Blick auf dieses Ereignis auf der Strecke und im Sommer ist die Sonne meist schon etwas weiter oben, wenn ich zur Arbeit fahre.

Eine andere Zeitblüte besteht in der Musikauswahl beim Autofahren. Es gibt so einige Lieder, die mir sofort bei den ersten Akkorden ein Strahlen aufs Gesicht zaubern. Das besonders dann, wenn sie unverhofft im Radio angespielt werden. R.E.M. Shiny happy people ist so eines – und der Tag beginnt mit hochgezogenen Mundwinkeln!

Thomas

Zeitblüte 375

Der erste Blick auf den See

Meine Zeitblüte beginnt in dem Moment, wenn ich mit meinem Wagen nach getaner Arbeit ca. 4 km vor meinem Zuhause entfernt um eine Kurve fahre und den ersten Blick auf unseren wunderbaren See erhasche.

Erst dann komme ich nämlich richtig nach Hause, der Stress des Arbeitstages bleibt hinter mir und ich erinnere mich an traumhafte Stunden am und auf dem See und freue mich auf die nächsten Erlebnisse.

Michael

Zeitblüte 376

Bewusst leben

Meine Zeitblüten bestehen im Erkennen, wie schön das Leben ist und im bewussten Leben. Ich begrüße morgens freudestrahlend den Tag:

„Guten Morgen neuer Tag, schön dich zu sehen, was bringst du mir heute?“

Bewusst duschen, frühstücken und zur Arbeit fahren. Unterwegs die Natur und die Sonne begrüßen.

Wie wundervoll es ist, all diese Schönheit wahrzunehmen.

Kurz in der Natur anhalten, aussteigen und ein wundervolles Vogelkonzert hören. Einfach fantastisch.

In der Mittagspause Kontakt zu den Elementen aufnehmen. Auf die Erde, in den Tau, in die Sonne legen und sich vom Wind streicheln lassen.

Und positiv denken und sich selbst nicht so wichtig nehmen.

Einfach erkennen, wie schön und wertvoll das Leben ist.

Siglinde

Zeitblüte 377

Salsa – pure Leidenschaft und Lebensfreude

Meine Zeitblüte ist das Salsatanzen.

Sobald die Musik angeht, ich mich bewegen kann und die Klänge durch meinen Körper fließen, vergesse ich alles.

Ich fühle nur noch Leidenschaft, Lebensfreude und Freiheit.

Zudem genieße ich es, einfach mit fremden Menschen zu tanzen und mich immer wieder neu auf jemanden Unbekannten einzulassen … zum Träumen!

Annelie

Zeitblüte 378

Meine Bienenvölker

Wir haben einen recht großen Garten – insgesamt etwa 6000 Quadratmeter.

Dort haben wir einige Bienenvölker sowie zu gegebener Zeit einige Hummel- und Hornissenvölker stehen.

Es ist mir stets eine Freude, diese Tiere zu beobachten und dabei gleichzeitig den Neckar und das wunderschöne Neckartal mit der alten Brücke in Heidelberg im Blick zu haben.

Der Sound der fliegenden Tiere und das herrliche natürliche Umfeld erfreuen und erquicken meine Seele und lassen mich Last und Unrast des beruflichen Alltags unverzüglich und nachhaltig vergessen.

Mögen uns diese fleißigen Helfer und Freunde noch recht lange erhalten bleiben!

Heinz-Hermann

Zeitblüte 379

Den Alltag ausLAUFEN lassen

Um die Sorgen und Gedanken aus dem beruflichen Alltag abzulegen, ziehe ich mir nach der Arbeit regelmäßig die Laufschuhe an.

Bei einer Afterwork-Laufeinheit durch Wald und Flur genieße ich die wundervollen, ständig wechselnden Eindrücke, die mir die Natur hierbei bietet.

Ich bekomme den Kopf frei, tanke Schritt für Schritt neue Energie und fokussiere mich auf das Wesentliche – mein Dasein als fürsorglicher Ehemann und Familienvater.

Dirk

Zeitblüte 380

Versunken in einem Buch

Ich entspanne vollkommen, wenn ich in ein Buch versunken bin, und zwar ganz egal, wo.

Das kann mitten in der Stadt sein oder einfach in einer Buchhandlung. Unwichtig, wie laut oder welche Umgebung.

Davon zehre ich noch Tage danach. Das ist für mich wie eine innere Oase.

Manti

Zeitblüte 381

Heavy Metal

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen als EDV-Administrator und Qualitätsmanagementbeauftragter.

Um dem ganzen Stress des Alltags zu entfliehen, habe ich mit 40 Jahren wieder angefangen, Musik zu machen. Und zwar nicht irgendeine Musik, sondern semiprofessionell in einer Heavy-Metal-Band.

Die Proben und Konzerte sind wie ein Eintauchen in eine komplett andere Welt, die mit meinem Alltag gar nichts mehr zu tun hat.

So gewinne ich Abstand und schöpfe Kraft, um meine Aufgaben zu erledigen.

Dirk

Zeitblüte 382

Mit Kinderaugen

Ich schaue unheimlich gern darauf, wie meine Tochter die Welt entdeckt und ihre „Grenzen“ kennenlernt – und das macht mich persönlich stolz!

Kinder probieren neue Dinge aus ohne Angst – und davon können Erwachsene lernen. In vielen Dingen denken wir Erwachsene zu viel über die möglichen Folgen nach … und behindern uns dabei ganz gewaltig.

Meine Tochter (neun Jahre) hat mich schon zu vielen Dingen „ermutigt“, die ich als Erwachsener mit den rationalen Gedanken nicht gemacht hätte.

Dazu passend ein paar Zitate

Man muss zeitlebens die Welt mit Kinderaugen sehen.
(Henri Matisse)

Und ich weiß jetzt: Wie die Kinder werde.
Alle Angst ist nur ein Anbeginn.
Aber ohne Ende ist die Erde,
und das Bangen ist nur die Gebärde,
und die Sehnsucht ist ihr Sinn.
(Rainer Maria Rilke)

Wir sind voller Angst – allerdings vor den falschen Problemen.
(Hoimar von Ditfurth)

Stefan

Zeitblüte 383

Kater Pablo

Meine Zeitblüte ist, meinen Kater Pablo im Arm zu halten und ihn schnurren zu hören und ihn zu spüren.

Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, er ist ein sehr sanfter, lieber Kater, der so schnurren kann, dass ich dann jedes Mal wirklich weiß:

Das ist alles, was ich in diesem Augenblick brauche.

Sandra

Zeitblüte 384

Pulsierende Finger

Meine persönlich schwierigsten Themen sind Bemühen und Sorgen. Dabei will ich oft zu viel – und das sofort.

In der Heilweise Jin Shin Jyutsu – dem Energieströmen –, habe ich Hilfe gefunden:

Wenn ich in mein Bemühen verfalle, halte ich den kleinen Finger und bei Sorgen den Daumen ein paar Minuten, bis es zu pulsieren anfängt.

Es gibt dabei noch viele andere Hilfen, doch diese kleinen Griffe kann ich immer durchführen. Und sie wirken. Und sie sind einfach.

Die einzige Schwierigkeit besteht darin, in der jeweiligen Situation mich auch tatsächlich hierzu aufzuwecken.

Martin

Zeitblüte 385

Bilder einprägen

Wenn mir etwas sehr gut gefällt, z. B. ein Ausblick im Urlaub, so versuche ich, mir dieses Bild mit vielen Details genau einzuprägen.

Beispielsweise der Blick vom Hotelzimmer auf die Stadt Sydney, mit dem Verkehr auf der anderen Straßenseite, den Booten etc.

Im Alltag denke ich dann gerne an diesen Augenblick zurück und das Bild erscheint wieder.

Karl

Zeitblüte 386

Tiere (be)urteilen nicht

Unser Golden Retriever-Rüde, unsere Pekinese-Hündin und unsere beiden Zwergkaninchen schenken uns täglich Zeitblüten.

  • Sei es bei den Hunden die übermäßige Wiedersehensfreude, wenn wir in der Früh aufstehen oder am Abend nach Hause kommen,
  • oder diese unbeschreiblichen Gefühle der Treue und Dankbarkeit, die sie uns immer wieder unermüdlich vermitteln,
  • oder das liebevolle Miteinander, das uns alle unsere Tiere täglich zeigen.

Und immer wieder schafft es einer von ihnen, uns zu überraschen und zu zeigen:

„Hey, ich nehme euch wie ihr seid, egal, ob ihr gestresst von der Schule und Arbeit nach Hause kommt oder mit zerzausten Haaren und schlabbrigen Gewand herumläuft.“

Vor Kurzem hatte ich wieder einmal einen Konflikt mit meinem pubertierenden Sohn. Da machte sich die kleine Hündin bemerkbar und mitten in der Hitze des Gefechtes forderte sie mich ganz heftig auf, sie auf den Schoß zu nehmen.

Ich nahm sie rauf, worauf sie sich sehr energisch in meinen Arm vergrub. Der Konflikt war schlagartig vorbei und wir schmusten mit unserer kleinen Maus.

Tiere (be)urteilen nicht, sind nicht nachtragend, machen sich keine Sorgen über das Morgen – sie leben einfach. Mit unseren Tieren leben wir in einem immerblühenden Zeitblütengarten!

Annemarie

Zeitblüte 387

Perspektive ändern

Bei meinem Beruf als Grundschullehrerin kommt es schon mal vor, dass ich mich über das Verhalten meiner Schüler ärgere.

Mir hilft es sehr, die Perspektive zu verändern. Das bedeutet nichts anderes, als gedanklich und emotional einen Schritt aus der Situation zu machen, um den Grund der unangebrachten Reaktion zu erkennen.

Und manchmal hilft es mir, den Schüler als Kind zu sehen.

Michaela

Zeitblüte 388

Meine gute Mischung

Früher habe ich zweimal in der Woche im Fitnesscenter für eine Stunde trainiert und bin danach in die Sauna gegangen. Nach meinem Umzug nach Berlin schaffe ich es aufgrund der Arbeitszeit in Verbindung mit einer Weiterbildung nun nicht mehr.

Mir hilft seit langem meine Katze, einen Ausgleich zu finden. Nach dem Aufstehen wird geschmust und gespielt und auch beim Nachhausekommen. So fällt nach der Arbeit natürlich auch der erste Alltagsstress ab.

Es ist lustig zu sehen, wie die Katze auf bestimmte Spiele (z. B. mit einer Zeitung oder einem ausgedienten Karton) reagiert und ebenso entspannend, wenn sie sich auf dem Schoß niederlässt, dabei schmust und schnurrt und dann sogar einschläft. Wenn ich dann selbst einschlafe, werde ich meist mit einem freundlichen Pfotendruck daran erinnert, dass ich weiterkraulen soll.

Auch sehe ich einen guten Ausgleich in einem guten Buch, welches ich am besten bei Sonne auf einer Bank (im Winter schön warm eingekuschelt) lese.

Gerne gehe ich auch spazieren. Obwohl ich wohl eher ein „Sommermensch“ bin, hat auch der Winter seine schönen Seiten (knackekalt, fast windstill und dann durch den schneebedeckten Wald stapfen – toll!).

Wir tauchen auch seit über zehn Jahren. Man fühlt die Ruhe und Entspannung richtig (trotzdem kann es z. B. bei Papageienfischen sehr „laut“ sein, wenn diese an Korallen knabbern).

Die Zeit bleibt für einen Moment stehen, wenn man das Glück hat, einen Walhai aus 2 m Entfernung an einem vorbeigleiten zu sehen – ein riesiges Tier … und friedfertig.

Ich denke, eine gute Mischung hilft!

Andrea

Zeitblüte 389

Ferien – Zeit für
meine Zeitblüten

Meine Zeitblüten sind die Sommer- und Winterferien. Ich bin Lehrerin von Beruf und jeden Tag brauche ich mindestens eine Zeitblüte, um mich vom Stress zu befreien.

Meistens ist das ein Buch, thematisch mit Problemen verbunden, die mich quälen. Oft bekomme ich dabei einen anderen Blick auf konkrete Situationen. Dabei gewinne ich die notwendige Distanz.

In den Ferien kann ich meine Interessen und Reiselust pflegen. Dann habe ich Zeit für den Kontakt mit der Natur. Ich entspanne mich im Garten beim Grillen und beim Treffen mit der Familie und Bekannten. Die Reise ins Unbekannte macht mir immer viel Spaß.

Wunderbare Zeitblüten sind für mich auch das Pilzesammeln mit anschließendem Picknick.

Barbara

Zeitblüte 390

Zaubert ein Glitzern
in meine Augen

Meine Zeitblüte ist mein 6-jähriger Sohn. Ich genieße die Zeit mit ihm. Er entlockt mir immer wieder einen lauten Lacher und zaubert ein Glitzern in meine Augen.

Da ich mich gerade von meinem Nochehemann scheiden lasse und dies viel Stress und Ärger verursacht, nehme ich mir jetzt bewusst noch mehr Zeit, die ich mit meinem Sohn verbringe.

Wenn ich dann fühle, dass es ihm total gut geht und ich ein „Ich liebe dich Mama!“ höre, könnte ich vor Glück weinen.

In solchen Momenten „drängt“ sich dann unser Hund Sunny (Chihuahua) zwischen uns und gibt uns auf hundische Art und Weise ganz viele Bussis. Das sind meine Zeitblüten.

Natali

Zeitblüte 391

Einfach abhängen

Ich lege mich immer, wenn ich mir etwas Gutes tun will, in meine Hängematte. Manchmal nur für fünf Minuten, aber oft auch für eine „halbe Ewigkeit“.

In diesen Momenten bin ich nur für mich da. Mein Körper und meine Seele danken es mir.

Peter

Zeitblüte 392

Shila

Meine Zeitblüte ist meine einjährige Hündin Shila. Sie bringt mich zum Lachen, ich vergesse die Zeit und wir amüsieren uns, wenn wir draußen sind. Shila ist „durch Zufall“ zu mir gekommen und ich würde sie um nichts in der Welt mehr hergeben.

Wir durchwandern Wiesen, Wälder, Schneehänge, tollen im Garten rum, schmusen auf dem Teppich/Sofa – noch nie hatte ich ein Tier, das so dankbar für jede Zuwendung ist.

Ich gebe ihr gerne und bekomme immer doppelt zurück. Ein schönes und grundehrliches Gefühl!

Lilli

Zeitblüte 393

Im Stress vollkommene Entspannung

Meine Zeitblüten sind die Minuten, in denen selbst im Stress für mich vollkommene Entspannung und Kraft für längere Zeit entstehen:

Sagt mir jemand einen Termin ab oder ein Termin ist erheblich kürzer als gedacht, frage ich heute nicht mehr, welche von den anstehenden Aufgaben ist jetzt dran, sondern denke nur:

Geschenkte Zeit für mich und ich kann tun, was mir Spaß macht.

Manchmal ist das nur Augen schließen und ein Lied summen, ein paar Schritte zur inneren Musik tanzen, eine Tasse Kaffee trinken – ganz für mich allein.

Gerade weil ich stets von anderen umgeben bin und nicht machen kann, was ich möchte, sind diese Momente für mich so wichtig.

Karin

Zeitblüte 394

Mein entspannter
Start in den Tag

Ich stelle mir auch an freien Tagen gerne meinen Wecker sehr früh, um mich dann mit einer Tasse Tee alleine vor die Balkontür zu setzen und den Blick und das Gefühl, den ganzen schönen langen Tag noch vor mir zu haben, zu genießen.

Unter der Woche gibt mir dieser entspannte Start in den Tag Energie, um auch schwierige Situationen zu meistern.

Steffl

Zeitblüte 395

In meinem Innersten berührt

Für mich ist eine Zeitblüte, wenn ich eine Shiatsu-Behandlung genießen kann.

Hier werde ich in meinem Innersten berührt und mit meinen Gedanken und Empfindungen an einen Ort entführt, der tief in mir verborgen liegt,

Dieser wäre mir ohne diese wundervolle Behandlungsart verborgen geblieben.

Mein Körper kann wunderbar entspannen und neue Kräfte schöpfen. Es ist einfach wunderschön …!

Corinne

Zeitblüte 396

In mir geht die
Sonne auf, wenn …

Meine Zeitblüte ist ein Kinderspielplatz in einem Park in Magdeburg. An einem leicht westlich geneigten Abhang steht eines dieser aus geknüpften Seilen gebauten Klettergerüste, mitten auf einer Wiese und mit ein paar Bäumen drumherum.

Wenn ich Stress hatte, mich davon erholen oder manchmal auch zusammen mit einer Freundin einfach nur quatschen will, gehe ich zu diesen Spielplatz, gucke, ob auf den Seilen eine Ecke frei ist und setze mich in die Sonne.

Wenn die Kinder rundherum spielen, die Sonne scheint und ich die Natur praktisch „hören“ und natürlich auch fühlen kann, habe ich das Gefühl, in mir geht ebenfalls eine Sonne auf, Probleme werden immer kleiner und irgendwann völlig unbedeutend …

Jacqueline

Zeitblüte 397

Meine halbe Stunde

Jeden Morgen, wenn meine Kinder und mein Mann aus dem Haus sind, habe ich eine halbe Stunde Pause.

Ich lasse alles stehen und liegen und verbringe die halbe Stunde mit einem Tee oder Kaffee in meinem Garten. Ein kleines Büchlein dazu und alles ist perfekt.

Lässt es das Wetter nicht zu, mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Damit ich nicht immer zur Uhr schauen muss, stelle ich mir eine Eieruhr. So kann ich richtig entspannen.

Jeden Tag freue ich mich darauf.

Katrin

Zeitblüte 398

Meinen Garten genießen

In der stressigen Welt, in der man „keine Zeit mehr hat“, muss man ab und zu gezwungen werden, sich Zeit zu nehmen.

Ich genieße es, am Wochenende den Rasen meines Gartens zu mähen, dabei abzuschalten und Unkraut zu zupfen. Danach im Garten zu sitzen und zu sehen, wie alles schön aussieht.

Ein sehr schöner Moment. Zum Glück kann ich den Graswuchs nicht beeinflussen, sonst hätte man wahrscheinlich auch keine Zeit.

Jürgen

Zeitblüte 399

In die Kinderwelt eintauchen

Um mich vom beruflichen Alltag am Abend oder am Wochenende abzulenken, spiele ich ganz bewusst mit meiner 5-jährigen Tochter.

Ich tauche mit ihr in ihre Kinderwelt ein. Sei es, dass ich ihr ein Buch vorlese, dass wir zusammen Theater spielen oder etwas basteln.

Auch wenn es nur mal 15 Minuten sind – aber die sind dann sehr intensiv und reichen oft aus, um eine berufliche Angelegenheit am nächsten Tag ganz anders anzugehen.

Pérez

Zeitblüte 400

Kunstwerk Orange

Jeden Morgen presse ich mir eine frische Orange aus. Dies tue ich sehr bewusst:

Ich schneide die Orange auf, freue mich am Anblick der beiden Orangenhälften, die ein Kunstwerk für sich sind, welches mich an die Sonne erinnert, in der die Orangen gereift sind.

Dann nehme ich eine Orangenhälfte und rieche und genieße den Duft der Orange. Danach presse ich mir den Saft der Orange aus und trinke ihn.

Jetzt habe ich das Gefühl, mir etwas Gutes getan zu haben und kann schwungvoll in den Tag starten.

Franka


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