LESER-ZEITBLÜTEN [SEITE 5]


Zeitblüten-Einsendungen, SEITE:
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Zeitblüte 401

Meine Siesta

Ich pflege seit Jahrzehnten meine „heilige“ Zeit: meine Siesta nach dem Mittagessen.

Sie ist mir sehr wichtig, da ich meinen „inneren PC“ einmal täglich herunterfahre und je nach Möglichkeit ruht das „System“ bis zu einer Stunde aus, bevor ich es neu boote.

So habe ich einfach mehr von der zweiten Hälfte des Tages!

Außerdem folge ich noch der alten Weisheit, sich täglich eine halbe Stunde Sorgen zu machen und sich während dieser Zeit ein Nickerchen zu gönnen.

Andreas

Zeitblüte 402

Drei Dinge

Ich notiere mir jeden Morgen drei Dinge, die mir am Vortag besonders gut gefallen haben.

Jasmin

Zeitblüte 403

Eine Erinnerung an
Menschen, die ich liebe

Ich selbst habe keine Kinder, aber zwei Nichten und zwei Neffen. In der Arbeit installiere ich einen Bildschirmhintergrund mit einem Foto von einem oder mehreren der Kinder, das ich selbst aufgenommen habe.

Dadurch werde ich mehr oder weniger den ganzen Tag hindurch an Menschen erinnert, die ich sehr liebe, und das entspannt und entstresst mich, ohne dass ich irgendetwas dafür tun muss.

Es ist eine ständige, kleine Erinnerung an ein schönes Erlebnis mit meinen Nichten und Neffen.

Außerdem wechsle ich etwa monatlich den Hintergrund. Damit er passt, suche ich in einer ruhigen Stunde ein schönes Foto aus, adaptiere es als Hintergrund …

Auch das ist eine schöne, entspannende Tätigkeit: ein wenig kreativ (Fotobearbeitung/-gestaltung), und es weckt wieder Erinnerungen an schöne Stunden.

Rafi

Zeitblüte 404

Unser Beisammensein
am Morgen genießen

Unsere kleine Familie – mein Mann, mein Sohn (sieben Jahre) und ich – schafft sich jeden Werktagmorgen gegen 6.10 Uhr eine kleine gemeinsame Zeitblüte.

Meine Männer essen ihr Müsli, ich trinke meinen Ingwer-Tee, wir sitzen – wenn das Wetter es zulässt – auf der Terrasse, lauschen dem Vogelgezwitscher, beobachten den Eichkater, der sich seinen (von unserem Sohn bereitgestellten) Imbiss abholt und genießen das Beisammensein.

Meist ruft unser Sohn noch zum Familienkuscheln – ein paar Minuten auf der Couch –, und schon geht der Tag verheißungsvoll los und die Freude auf das Zusammensein am Abend begleitet uns durch den Tag.

Mir hilft im Alltag bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Erwachsenen oft ein paar Minuten bewusstes Atmen, Anspannen, Entspannen – entlehnt aus den Pilates-Übungen. Diese kleine Zeitblüte hilft mir meist, mein Lächeln zu bewahren.

Susanne

Zeitblüte 405

Zeit schenken

Das Schönste für mich ist, jemandem, der mich braucht, meine Zeit zu schenken und nach der gemeinsamen Zeit in das glückliche Gesicht zu sehen.

Mich entspannt verschiedene Instrumentalmusik sowie die Spaziergänge mit unserem Hund im Wald. Ich umarme einen Baum und spüre die Kraft, die auf mich einwirkt. Auch einfach nur innehalten kann sehr entspannend sein.

Was für eine komplette Entspannung entscheidend ist, habe ich erst vor kurzem erkannt: Es ist die „völlige Gedankenlosigkeit“ (natürlich nur bei der Entspannung).

Bettina

Zeitblüte 406

Wunderschöne Waldeindrücke

Ich habe das große Glück, in einer wunderschönen Natur zu wohnen. Für mich ist es Entspannung pur, wenn ich zur Haustüre hinausgehe und mich nach zwei, drei Straßenecken bereits im Wald befinde.

Ich gehe ca. eine halbe Stunde, höre dabei den Vögeln im Wald zu, schaue mir die Pflanzen an und bleibe des Öfteren einfach nur stehen und lasse die wunderschönen Waldeindrücke auf mich wirken, bis ich zu einer Lichtung komme.

Dort steht eine Bank und man hat einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft und auf ein kleines Dörfchen (ca. 80 – 100 Einwohner). Ich setze mich für ein paar Minuten und genieße einfach nur den Ausblick und die Natur.

Danach gehe ich leichten Schrittes wieder durch den Wald zurück und fühle mich wunderbar aufgetankt und frisch.

Christine

Zeitblüte 407

Dein Innerstes weiß, was
gut und richtig für dich ist!

Meine Ausbildung in Wertimagination bringt mich zu den im Unbewussten, personifizierten Kräften, den „Wertgestalten“. In der Beziehung zu diesen Wertgestalten werden die Selbst- und Sinnverwirklichung sowie die Selbstheilungskräfte gefördert.

Wertimaginationen sind identitätsstiftend, sie machen mich selbstbewusster und klarer.

Wertimaginationen bieten sinnvolle Lebensführung und Orientierungshilfe, Wertimaginationen sind kreativfördernd, im Verlauf von Imaginationen bieten sich Lösungsmöglichkeiten auf anstehende Probleme an.

Mit diesen Wertgestalten in Verbindung zu sein, mit ihnen auf eine „innere Reise“ zu gehen, stellt für mich DIE unübertroffene Zeitblüte dar. Es ist wie Viktor Frankl (Logotherapie) gesagt hat:

Dein Innerstes weiß, was gut und richtig für dich ist!

Gabriele

Zeitblüte 408

Totes-Meer-Salz-Bad

Wenn ich in jeder Hinsicht total ausgelaugt bin, nehme ich ein 500-Gramm-Totes-Meer-Salz-Bad.

Neben der wohltuenden Wärme des Wassers kann die Haut ihr Mineraliendefizit wieder ausgleichen und der Stresspegel sinkt merklich.

Hinterher bin ich „bis in die Tiefe“ entspannt. Das Badesalz gibt es in jeder Drogerie für wenig Geld zu kaufen.

Sandra

Zeitblüte 409

Meinen Garten gestalten

Nach einem anstrengenden Tag gehe ich in den Garten und gestalte mal hier, mal da etwas Neues.

Neue Pflanzen oder gleich ganze Beete. Neue gestalterische Elemente. Hier bekomme ich die Ruhe, die ich als Ausgleich brauche.

Uwe

Zeitblüte 410

Eine Person zum
Lachen bringen

Ich versuche jeden Tag mindestens eine Person zum Lachen zu bringen und das anschließende gemeinsame Lachen intensiv zu genießen.

Berni

Zeitblüte 411

Auszeit im Kloster

Ich bin Selbstständige und beruflich sehr eingespannt. Ein Termin jagt den nächsten.

Zwei- bis dreimal im Jahr gönne ich mir für ein Wochenende eine Auszeit in einem Kloster. Zwar bin ich nicht recht religiös, aber diese Zeit möchte ich nicht missen.

Es ist eine Zeit der absoluten Stille (kein Smartphone, kein PC, keine Autos), der netten Gespräche und Meditation.

Karin

Zeitblüte 412

Meine Tochter

Nach Feierabend hole ich meine Tochter (gerade fünf Jahre geworden) vom Kindergarten ab. Danach gehen wir im Park spazieren, füttern die Enten und Schwäne oder machen im Frühjahr und Sommer ein Picknick.

Es ist schön zu sehen, wie unbeschwert die Kleine ist, wie fröhlich sie singt, da wird man selbst ganz fröhlich und singt einfach mit. So kann ich den anstrengenden Arbeitstag vergessen und abschalten.

Zu Hause angekommen, gibt es noch eine „Kuschelstunde“ für uns zwei. Danach geht meine Tochter ins Bett.

Ab und an entspanne ich mich auf meiner Massagematte und höre tolle Entspannungsmusik. Danach fühle ich mich vom Stress befreit. Gut erholt, motiviert und gestärkt kann ich den neuen Tag beginnen.

Ich freue mich auch auf das Frühjahr und den Sommer, dann kann ich wieder in unserem schönen Garten gehen und ihn genießen. So ist das Wochenende immer wie ein Kurzurlaub.

Sylvia

Zeitblüte 413

Rüttelmaschine

Ich gehe bzw. lege mich immer wieder gerne (mehrmals in der Woche) für eine Viertelstunde auf meine Zen-Chi-Rüttelmaschine – danach bin ich wie neu geboren.

Diese Maschine rüttelt meinen Körper in einer Art „Fischbewegung“ hin und her. Dies dient mir neben der Meditation auch zur Entlastung der Wirbelsäule.

Andreas

Zeitblüte 414

Entspannen in der Bahn

Ich fahre jeden Morgen 45 Minuten mit der Bahn zur Arbeit und die gleiche Zeit wieder zurück.

So hole ich mir meine Entspannung, indem ich mir meinen Kaffee mitnehme, ein Buch einpacke und ich es mir in der Bahn im wahrsten Sinne des Wortes gemütlich mache.

Da zu Hause der Haushalt und mein Sohn (ein Jahr) auf mich wartet, finde ich ansonsten nur am Abend Zeit für mich, und da warten auch meist noch andere Dinge.

Anika

Zeitblüte 415

Im Chor singen

Einmal in der Woche vergesse ich den Alltag beim Singen.

Bei der Konzentration während der Probe mit ca. 80 aktiven Sängerinnen und Sängern vergesse ich alle Probleme.

Danach gehe ich gut gelaunt und beschwingt nach Hause. Manche Melodie geht mir dann nicht aus dem Kopf und ich summe noch im Bett, bis ich einschlafe.

Elfie

Zeitblüte 416

Einen Augenblick Zeit nehmen

Sich an den kleinen Sachen im Leben freuen und sich dieser wieder bewusst werden, das sind für mich Zeitblüten.

Sich einen Augenblick Zeit nehmen und z. B. die Wolken ansehen, abends einen Blick in den Himmel machen und die Sterne beobachten. Oder einfach mal das Fenster öffnen und einen tiefen Luftzug nehmen.

Einfach kurz aus dem Alltag „aussteigen“ und einen kurzen Augenblick der Welt zuhören.

Jens

Zeitblüte 417

Wunderschönes kleines Wesen

Meine Zeitblüte ist meine kleine Enkelin.

In diesem Jahr bin ich Oma geworden und ich genieße es, sie auf dem Arm zu haben und mich anlachen zu lassen oder sie schlafen zu sehen und zu spüren, wie sie ganz entspannt auf meinem Schoß immer schwerer wird.

Ich mache unendlich viele Fotos von diesem wunderschönen kleinen Wesen und bin einfach nur glücklich.

Hanna

Zeitblüte 418

Ein Moment des Alltages

Krach rund ums Haus,
was ist denn da los?
Fenster auf und rausgucken,
verdutzte Gesichter auf beiden Seiten,
ein kurzer Aufschrei auf der anderen Seite.

Buschel, das Eichhörnchen, hat scheint’s beschlossen, bei uns einzuziehen.
Wie das hellbraune Fell leuchtet in der Sonne
und es flink über die Senkrechte auf und ab läuft,
neugierig ist und gar nicht scheu,
vielleicht sogar einen Dialog mit mir beginnt,
und plötzlich merke ich,
eben noch geschäftig und umtriebig,
wie ich entspannt auf der Fensterbank lehne und Freude in mir fühle.

Karin

Zeitblüte 419

Unvergessliche Glücksmomente

Meine persönliche Zeitblüte ist der Moment, wenn ich am Morgen aufwache, die Sonne hereinlächelt, die Vögel zwitschern und ich meine Tochter sehe, wie sie strahlt. Dies sind unvergessliche Glücksmomente.

Ursula

Zeitblüte 420

Mein Beruf und Hobby

Bis vor drei Jahren hatte ich einen stressigen Vertriebsjob. Oft habe ich die Menschen beneidet, die morgens ins Fitnessstudio gehen konnten oder zum Joggen oder Shoppen gefahren sind.

Mittlerweile bin ich selbstständig in einem wunderbaren Beruf, und zwar als Yogalehrerin. Es ist so schön, einen Beruf zu haben, der gleichzeitig auch noch entspannend ist. Dafür bin ich sehr dankbar.

Auch wenn ich noch in der etwas schwierigen Anfangsphase bin und ich in diesem und letztem Jahr hohe Nachzahlungen an das Finanzamt und die Krankenkasse leisten musste, lasse ich mich davon nicht unterkriegen.

Mein Beruf und gleichzeitig mein Hobby sind meine Zeitblüte. Es ist sehr wertvoll für mich, das entdeckt zu haben. Und wenn mir danach ist, gehe ich morgens shoppen oder joggen.

Ulrike

Zeitblüte 421

Zeit und Raum vergessen

Wenn ich abends nach Hause komme und meine Katzen schon voller Freude auf mich warten, dann kuscheln wir eine Runde.

Die Katzen sind so total im Sein, im Moment, ohne Wenn und Aber. Sie sind einfach und melden ihre Bedürfnisse ganz spontan ohne zu werten.

Es gibt auch keinen Vorwurf „Wieso kommst du erst jetzt?“ oder „Ich musste zu lange auf das Futter warten.“

Sie sind einfach da, freuen sich und ich freue mich, durch ihr kuscheliges Fell zu fahren. In diesen Momenten vergesse ich alles – Zeit und Raum.

Sandra

Zeitblüte 422

Moment der Stille
in der Bewegung

Ich betreibe mit viel Begeisterung Yoga (unterrichte auch).

Yoga heißt verbinden, also Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Wenn ich in eine Asana hineingehe und dabei völlig abschalte und in meinem Körper verankert auf den Moment der Stille in der Bewegung achten kann, dann ist das ein besonderer Moment des Loslassens.

Anschließend fühle ich mich frisch, frei und froh!

Gertraud

Zeitblüte 423

Mit meinen Hunden

Der beste Weg zum Entspannen besteht für mich in einer Runde laufen mit meinen Hunden.

Dabei genieße ich die frische Luft, oft einen tollen Sonnenaufgang am Morgen und die Stille, nur vom Vogelgezwitscher unterbrochen, wenn die meisten noch schlafen.

Ich kann dabei völlig abschalten, und gerade dadurch habe ich wohl auch oft die besten Einfälle bei meinen Spaziergängen.

Während des Tages hole ich mir öfter kleine Erholungspausen, indem ich mir ein paar Minuten Zeit nehme, in denen ich meinen drei Hunden Tricks beibringe.

Außerdem genieße ich nachmittags nach einem Spaziergang in der kalten Winterluft gerne eine Tasse heißen Cappuccino, obwohl ich sonst keine Kaffeetrinkerin bin.

Claudia

Zeitblüte 424

Langsam fahren,
verschnaufen, Zeit nehmen

Langsam fahren

Ich fahre beruflich viel mit dem Auto. Auch gerne und schnell. Entspannter fahre ich, wenn ich bewusst nicht rase und einem Hörspiel meine Aufmerksamkeit schenke.

Keine Nachrichten, keine hektische Musik, keine dummen Sprüche von Moderatoren. Einfach eine schöne Geschichte hören, gerne auch eine Abenteuergeschichte aus der Sammlung meiner Kinder. Ich komme ruhig, gut gelaunt und trotzdem pünktlich zu meinen Terminen.

Verschnaufen

Wenn im Büro mal wieder Hektik und Stress ist: einfach raus an die frische Luft. Im Park oder am Fluss (ich arbeite in der Nähe des Mains) für einige Minuten spazieren gehen. Sich auf etwas anderes konzentrieren, z. B. andere Personen beobachten, die Umgebung und Gerüche wahrnehmen.

Auf dem Rückweg festlegen, welche zwei Dinge als nächstes abgearbeitet werden, oder festlegen, welches Thema Priorität hat.

Zeit nehmen

Der eigene Tagesablauf und der der Kinder ist oft mit Terminen und Aktivitäten vollgestopft. Schöne Momente entstehen, wenn ich mir für jedes Kind bewusst ein paar Minuten Zeit nehme und keine Hausaufgaben oder Kindergartenerlebnisse abfrage.

Einfach zuhören oder mitmachen. Das Kind erzählen lassen, den Fantasien folgen, albern sein, mitspielen, so wie es das Kind möchte.

Ernst

Zeitblüte 425

Meine Frühlingswiese

Anstelle eines glatt gemähten Rasens wächst in unserem Garten eine Frühlingswiese mit verschiedensten Wiesenblumen und Gräsern.

Beim Anblick dieser natürlich gewachsenen Pracht, in der sich Schmetterlinge, Bienen, Käfer und sonstige Insekten zuhause fühlen, geht mir das Herz auf und ich habe das Gefühl, für die Natur etwas Gutes getan zu haben. Nebenbei erspart es mir x-mal Rasenmähen.

Antje

Zeitblüte 426

„Paaaa!“

Meine Zeitblüte ist der Moment, wenn ich nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag die Wohnungstür öffne und mein kleiner, zweijähriger Sohn Thomas vom letzten Winkel der Wohnung zur Tür läuft und mir mit einem Lächeln im Gesicht laut „PAAAA“ zuruft.

Ich nehme Thomas auf den Arm, küsse ihn und freue mich, dass ich endlich bei meiner lieben Frau und meinem Sohn sein kann.

Christoph

Zeitblüte 427

Mein zeitiger Arbeitsbeginn

Nach Durchlesen aller anderen Zeitblüten bin ich draufgekommen, dass es während des Tages mehrere Momente für mich gibt, um abzuschalten und wieder zu mir zu kommen.

Fürs Erste ist es mir am Wichtigsten, in der Früh so zeitig wie möglich in der Firma zu sein – mind. 30 bis 40 Minuten früher. Ich „eröffne“ meinen Arbeitsplatz, ich lese die Zeitung, ich melde mich bei meinem Mann und dann beginne ich in aller Ruhe meinen Arbeitstag.

In dieser Zeit läutet kein Telefon, es quatscht mich keiner an. Mit diesem Ritual schöpfe ich Kraft für den Tag. Dieser zeitige Arbeitsbeginn hat noch dazu den Vorteil, dass ich eigentlich nie zu spät kommen kann, denn falls ich verschlafen sollte, habe ich immer noch genug Zeit.

Beim Nachhausefahren kann ich im Auto am besten entspannen, ich höre Musik, ich resümiere die vergangenen Stunden und ich freue mich, dass ich wieder alleine bin.

Zu Hause angekommen erwarten mich höchsterfreut meine drei Katzen. Sie laufen mir entgegen, ich streichle ihr weiches Fell, höre ihr unermüdliches Schnurren, dabei kann ich abschalten, und dies habe ich jeden Tag der Woche.

Meistens sonntags zieht es mich zum Nordic Walken in den Wald. Am liebsten ist es mir, wenn mir kein Mensch begegnet. Ich liebe es, alleine im Wald unterwegs zu sein, ich brauche keinen Player, keine Dauerbeschallung. Ich genieße die Ruhe im Wald, den Geruch und die Farben, die sich über das Jahr verändern.

Ich kann mich erinnern, dass mir als Kind das sonntägliche Wandern auf die Nerven ging. Aber heute als Erwachsene brauche ich den Wald und besonders seine Ruhe, seine Kraft und die frische Luft. Dies stärkt mich und ich fühle mich wie im Urlaub.

Claudia

Zeitblüte 428

Für die ich mir
bewusst Zeit nehme

Zeitblüten sind für mich all jene Momente, die ich an jedem einzelnen Tag dazu mache. Die, für die ich mir bewusst die Zeit nehme.

Dazu zählen:

  • mit meinem Hund herumtollen
  • meine Katzen streicheln
  • liebe Freunde treffen
  • im Garten in der Erde buddeln
  • ein schönes warmes Bad nehmen
  • im Regen spazieren gehen
  • in ein Buch versinken
  • am Morgen den Eintrag für meinen Blog ersinnen
  • einen Tee zubereiten und genießen
  • den Duft der Jahreszeiten schnuppern …

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Man muss nur seine Sinne auf Empfang stellen und bereit sein, die Zeitblüten wahrzunehmen.

Dagmar

Zeitblüte 429

Ein Kinderlachen kostet nichts

Nach einem anstrengenden Tag genieße ich die Zeit mit den Kindern. Einfach mal nur faul rumliegen, lesen und viel kuscheln.

Kinder sind einfach wunderbar, also verbringe ich viel Zeit mit ihnen. Ein Kinderlachen geht einfach über alles und ist so einfach zu erreichen, dafür braucht man kein Geld.

Waltraud

Zeitblüte 430

Momente, die mein Leben
besonders bereichern

Dazu zählen:

Wenn ich frühzeitig aufstehe und den Tagesbeginn bewusst erlebe, mich mit einer kraftvollen Affirmation auf die neuen Erfolge des Tages einstimme. Ich nenne das Morgenlob.

Wenn ich die am Vorabend die in meiner Agenda festgelegte Aufgabe mit der Priorität 1 sofort in Angriff genommen und noch vor 11 Uhr so gut wie möglich gelöst habe.

Idealerweise handelt es sich dabei um eine ungeliebte, aber für meine Entwicklung wichtige Aufgabe. Das Hochgefühl, Sieger über sich selbst zu sein, ist mit nichts anderem vergleichbar. Alle anderen Aufgaben des Tages gehen dann viel leichter von der Hand.

Wenn ich meinem Körper Bewegung in der Natur und genügend Schlaf verschafft habe, stellen sich Glücksmomente ein – auch für meinen Kopf, dessen Gedanken entwirrt und beruhigt werden. Kreative Ideen manifestieren sich gerne in einem „belüfteten“ Kopf!

Peter Thomas

Zeitblüte 431

Ein Wohlgefühl
im ganzen Körper

Ein Wohlgefühl im ganzen Körper breitet sich nach einer mindestens halbstündigen Ganzkörpermassage aus.

Das ist auch eine gute Besänftigung für die gestresste Seele, danach bin ich wohlig entspannt und „lammfromm“, das heißt, nichts kann mich mehr so schnell aus der Ruhe bringen.

Angela

Zeitblüte 432

Erholsame Tage
des Zusammenseins

Einmal im Jahr mit meinen Freunden für drei Tage auf eine Hütte im Schwarzwald zu gehen, von dort aus zusammen wandern, Pilze suchen und am Abend gemeinsam kochen – das ist meine Zeitblüte.

Es sind zwar nur drei Tage, aber immer wunderschöne erholsame Tage des Zusammenseins.

Mathias

Zeitblüte 433

Die Vögel im
Garten beobachten

Meine Zeitblüte ist ein Wasserbecken für Vögel. Ich habe es in unserem Garten so aufgestellt, dass ich es von der Terrasse aus sehen kann.

Wenn ich nach einem stressigen Tag aus dem Büro komme, setze ich mich mit einem Cappuccino auf die Terrasse und genieße es einfach, den Vögeln beim Baden und Trinken zuzusehen.

Heute war sogar ein Igel dort und hat seinen Durst gestillt. Diese kleine Zeitblüte macht mich immer wieder dankbar und zufrieden.

Walter

Zeitblüte 434

Vier Pfoten, die mich begleiten

Vor einem halben Jahr habe ich mir einen Wunsch erfüllt und mir gleichzeitig eine neue Aufgabe gestellt.

Da ich ein ziemlicher Bewegungsmuffel bin, habe ich mir einen Flat Coated Retriever zugelegt.

Wir beide gehen jetzt viel spazieren und außerdem erfordert er auch eine Ausbildung, die wir gemeinsam genießen.

Nach so einem Spaziergang oder Ausbildungszeitraum geht es mir einfach nur prächtig.

Und wenn ich mal wieder zu müde bin, stößt mich der Kleine an. Und auf geht’s, manchmal mit Überwindung, aber stets mit Erfolg.

Diese Augenblicke sind meine kleinen Zeitblüten.

Martina

Zeitblüte 435

Wie die rauchenden
Männer in „Momo“ wissen

Ihre Zeitblüten erinnern mich irgendwie an Julia Cameron’s „artists date“. Auch an Michael Ende’s „Momo“, wo die Blätter von so etwas getrocknet, zu Zigarren gerollt und geraucht werden.

Eine Zeitblüte ist eigentlich das Normalste auf der Welt. Man kann sie in allen Situationen blühen sehen und täte auch gut daran.

Allein schon das Schreiben dieser E-Mail ist im gewissen Sinne eine Zeitblüte für mich, woher kämen sonst die Buchstaben und der Zusammenhang?

Ich muss dazu ja ein Stück zu mir selbst hinabsteigen. Etwas der Zeit Erwachsenes, kein knorriges Gestrüpp, sondern eine Blüte … Sehr kostbar, wie die rauchenden Männer in „Momo“ wissen.

Vielleicht habe ich deshalb so lange darauf gewartet, weil ich eigentlich nicht damit herauswollte. Es sei denn, Sie sehen diese E-Mail selbst als Zeitblüte.

Norbert

Zeitblüte 436

Die Jahreszeiten in der Natur

Meine Zeitblüten sind schöne Tage im Wald (am liebsten im Herbst), wenn die Blätter golden und rot wie ein Ehrenteppich auf den Wegen liegen. Dazu vom Wind alle Sorgen und Belastungen wegwehen lassen (zumindest die negativen Gefühle, sodass ich an eine konstruktive Lösung gehen kann).

Geht übrigens auch wunderbar im Frühling – dann achte ich auf den „Neuanfang der Natur“ und auf alles, was da so sprießt.

Im Sommer auf die schönen Blüten, die es doch hin und wieder am Waldrand und auf den Wegen gibt und auf das schöne Grün. Im Winter genieße ich die klare Luft, den Schnee und einen strammen Spaziergang zum Warmwerden.

Wenn mir dann kühl geworden ist, ist noch eine gemütliche Sauna mit schönem Duft in netter Gesellschaft oder auch alleine dran.

Zum Schluss noch irgendwas, womit ich mich verwöhnen kann, z. B. ein leckeres Eis, eine Massage oder eine schöne Musik.

Dorrit

Zeitblüte 437

Im Japanischen Garten

Wenn ich mal die Zeit vergessen möchte, besuche ich den Japanischen Garten in Leverkusen. Die 15.000 qm Gartenlandschaft beherbergen ostasiatische Pflanzen aller Art, Teiche, Pavillons, kleine Wasserfälle und Bachläufe sowie schmale, verschlungene Spazierwege.

Das ist für mich ein Rückzugsgebiet zwischen den Städten Köln und Leverkusen und zu jeder Jahreszeit eine Oase der Stille und Schönheit.

Axel

Zeitblüte 438

Bewegend in der Natur

Die schönste Zeit verbringe ich bewegend in der Natur, fast bei jedem Wind und Wetter.

Zum Glück wohne ich so schön, dass ich mit ein paar Schritten in Wald und Feld unterwegs sein und viele verschiedene Wege gehen kann.

Und je nach Stimmung wähle ich meine Gangart: gemächlich joggen, walken oder schlendern und dabei die Natur aufnehmen in all ihrer Pracht.

Ab und zu kreuzen Hasen oder Rehe meinen Weg und natürlich viele verschiedene Vögel.

Farben, Gerüche, Töne, die Luft auf der Haut – das ist Luxus pur. Gestärkt in Körper, Atem, Geist und Seele kehre ich jedes Mal nach Hause zurück.

Adam

Zeitblüte 439

Meine Tiere und die Natur

Ich habe Pferde. Mit ihnen zusammen sein, sie kraulen, den Zusammenhalt genießen, den eine Pferdeherde bietet – das lässt mich den Alltag vergessen und gibt mir Kraft.

Draußen in der Natur reiten, sich der Kraft meines Pferdes hingeben, die Umgebung genießen, mich tragen lassen – da sieht die Welt gleich ganz anders aus.

Genauso ist es beim Spaziergang mit meinen Hunden. Ich kann zur Ruhe kommen, innerlich abschalten und die Natur beobachten.

Wenn wir uns dann noch gemeinsam an einen Bach setzen, die Hunde im Sommer baden und ich das fließende Gewässer beobachten kann, lässt mich das meinen Stress vergessen.

Marina

Zeitblüte 440

Wasser

Meine Zeitblüte ist zweifelsohne das Wasser.

Ich schwimme für mein Leben gerne und kann dabei völlig abschalten. Bei keinem anderen Sport muss ich mich derart auf die Sportart selbst konzentrieren, was jegliche anderen Gedanken verscheucht.

Zwar denke ich dabei hin und wieder an gewisse Dinge. Diese Gedanken blitzen allerdings wie von selber auf.

Und bei diesem Sport hatte ich auch schon einige gute Ideen und Problemlösungen, welche mir nie einfallen würden, wenn ich versuchte, sie durch angestrengtes Nachdenken zu finden.

Des Weiteren fühle ich mich nach ein paar Längen ruhig und gelassen, und ich erkenne wieder die Unwichtigkeit mancher kleinen Probleme.

David

Zeitblüte 441

Mit dem Motorrad

Ich habe vor einem Jahr zusammen mit meinem 20-jährigen Sohn den Motorradführerschein gemacht.

In erster Linie wollte er es, und für mich ergab sich die Gelegenheit, noch einmal etwas mit meinem Sohn gemeinsam zu machen – und das war gut so.

Jetzt ist es für mich das beste Mittel, um Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen, weil da gar kein Platz mehr für andere Dinge ist.

Motorradfahren erfordert die volle Konzentration. Nach jeder Fahrt fühle ich mich wieder fünf Jahre jünger.

Dietmar

Zeitblüte 442

Meine Lieblingsorte

Meine Zeitblüte nennt sich EarthTV. Dabei werden verschiedene Orte auf der ganzen Welt zusammengeschnitten und im Hintergrund läuft eine entspannende Musik.

Das dauert meist nur eine Minute, aber ich bin davon immer wieder gefesselt und es erinnert mich an alles, was ich noch erleben will.

Die Bilder in Kombination mit der Musik motivieren mich ungemein. Und wenn mir dieser kurze Zusammenschnitt nicht genug war, dann gehe ich einfach ins Internet und schaue mir meine Lieblingsorte nochmals an.

Argo

Zeitblüte 443

Hinaus in die Natur

An schönen, sonnigen Tagen setze ich mich hinaus in die freie Natur, schließe die Augen und denke an nichts Bestimmtes. Ich lausche dem Vogelgezwitscher und spüre die sanfte Windbrise.

Jochen

Zeitblüte 444

Einfach nur fahren

Meine Zeitblüte ist zweifelsohne das Motorradfahren. Nicht mit einem Racer, nein, mit einem Chopper.

Nach einem stressigen Tag bei schönem Wetter kommt das Moped raus und ich fahre nur mit Tempo 80 über Landstraßen und durch kleine Orte mit schönen alten Häusern, alten Bäumen und Teichen.

Kamera ist natürlich immer dabei. Wenn ich dann nach 2-3 Stunden wieder zu Hause bin, ist Stress und Ärger vergessen, ich setze mich auf die Terrasse und trinke noch ein schönes Glas Wein.

Erwin

Zeitblüte 445

Der kleine hässliche Geist

Vor einiger Zeit habe ich die Fantasie meines Enkelsohnes (damals vier Jahre) in eine Geschichte verfasst. Diese lese ich heute vielen Kindern vor, die mich besuchen, und sehe in ihren Augen das Mitgehen, Vorstellen und Mitfühlen.

Das bereichert mein Leben und die folgenden Tage werden leicht.

Der kleine Geist, der noch keinen Namen hat, aber ein Schutzgeist ist und trotzdem genauso viele Flausen im Kopf hat wie seine Erfinderin. Die Geschichte wird mit jedem Jahr weitergesponnen.

Und ich muss sie oft vorlesen, denn die Kinder finden sich in den Geschichten wieder. Auch sie bekommen einen besonderen kleinen Geist, der achtgibt und in ihren Leben eine Fantasierolle spielt.

Margit

Zeitblüte 446

Die Natur mit allen
Sinnen aufnehmen

Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich morgens immer durch ein Stück Wald. Letztens war ich etwas früh dran und habe dort einmal angehalten und bin 10 Minuten durch den Wald gelaufen …

Das hat mir sehr gutgetan, zumal mein Job von Hektik und Zeitnot bestimmt wird.

Ich kann mich im Wald sammeln, die Natur mit allen Sinnen aufnehmen sowie Kraft für den Tag sammeln.

In dieser Zeit bin ich mit den Gedanken nicht schon bei der Arbeit (wie sonst im Auto), sondern kann einfach noch einmal die Schönheit der Natur wahrnehmen.

Einen ähnlichen Effekt hat ein Gang durch einen Park oder durch grüne Wiesen.

Dafür lohnt es sich sogar, etwas früher aufzustehen.

Udo

Zeitblüte 447

Frische Luft, Sonne
und Natur genießen

Den Tag positiv beginnen. Früh aufstehen, frische Luft und die frühe Morgensonne genießen.

Bei einem Spaziergang mit Bruno, meinem Golden Retriever-Rüden, oder am Wochenende auch mal alleine mit der Kamera.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, statt mit Auto oder Straßenbahn, dabei die Natur genießen, Störche sehen und die Seele baumeln lassen. So ist der Start in den Arbeitstag immer etwas Besonderes, etwas Einmaliges.

Uwe

Zeitblüte 448

Die persönliche Morgenstunde

Mein Geheimrezept gegen innere Unruhe und chronischen Zeitmangel ist das Genießen meiner persönlichen Morgenstunde.

Ich stehe eine Stunde früher als nötig auf, um direkt in die Sportklamotten zu steigen. Ich walke eine Stunde durch den Wald und genieße den Morgen.

Die Tiere, die mir begegnen oder auch die Färbung des Himmels, stimmen mich fröhlich und ich gehe gedanklich die Erlebnisse vom Vortag durch und überlege mir, wie ich diesen Tag starten möchte.

Wenn ich nach Hause komme, bin ich entspannt und fröhlich, was sich auf meine Familie abzufärben scheint.

Julia

Zeitblüte 449

Der Augenblick zählt

Ich habe zwei kleine Töchter (2 und 3), unsere Firma und ein dreistöckiges Haus. Viel Zeit bleibt da nicht, um zu entspannen.

Und doch habe ich mir etwas „Kindliches“ behalten. Etwas, das mich entspannt. Es ist ein Augenblick, der mir dann mitunter den ganzen Tag Kraft und Freude bringt.

Und es sind meist die einfachen Dinge des Lebens – seien es meine beiden Töchter, wie sie sich umarmen und sich gegenseitig ein Küsschen aufdrücken, ein besonders schöner Sternenhimmel, der Duft von frisch gemähtem Gras oder ein Marienkäfer, der irgendwo sitzt usw.

All diese Sachen hellen mir den Tag auf und geben mir die Kraft.

Wenn ich nachts mal nicht einschlafen kann, fantasiere ich mir selbst ein paar schöne Geschichten in meinem Kopf zusammen, die mich irgendwann sanft in den Schlaf wiegen.

Olivia

Zeitblüte 450

Meine Stunde im Wald

Das Schönste ist für mich meine Stunde, in der ich in den Wald rausgehe. Diesen Luxus gönnte ich mir fast jeden Tag. Ich nehme meine Kamera und halte die Veränderungen der Jahreszeiten für mich fest.

In den letzten Monaten nahm ich mir dafür weniger Zeit und als ich mich kürzlich dazu aufmachte, habe ich bemerkt, was ich in diesem Jahr alles verpasst habe.

Dies stimmte mich sehr nachdenklich und es wurde mir bewusst, welchen Luxus ich mir eigentlich entgehen ließ. So habe ich mir vorgenommen, meine Stunde wieder möglichst täglich zu nehmen.

Thomas

Zeitblüte 451

Meine zwei tollen Strategien

Wenn mir mal der Haushalt über den Kopf wächst und die Kinder nerven, habe ich zwei tolle Strategien.

Entweder raus in die Natur, gerade im Herbst, Blätter sammeln, mit den Schuhen durch die Blätter stapfen, die dann schöne Geräusche machen, was die Kids total lieben oder mich ins Auto setzen, Musik an und lauthals mitsingen, das beruhigt uns alle wunderbar!

Michèle

Zeitblüte 452

In eine Pfütze springen

Nach einem anstrengenden Tag ist ein Spaziergang mit meinen Hunden für mich reine Entspannung.

Ich kann mir alles von der Seele reden – meine Hunde hören nur zu, kritisieren mich nicht und geben keine Ratschläge. Ich freue mich, bei gutem Wetter, auf den Wiesen zu sitzen, meine Hunde zu beobachten und zu sehen, wie die Sonne untergeht.

Bis hier kann mir meistens noch jeder folgen – dann kommen die Einwände aus meinem Freundeskreis:

„Bei gutem Wetter kann ich das noch verstehen – aber ist es nicht schlimm, wenn es regnet?!“

Bei Regen ist es noch schöner. Die Natur verändert sich, ich kann zuschauen, wie die Regentropfen zu kleinen Bachläufen werden und versickern.

Aber das Schönste ist … mit viel Schwung und beiden Füßen in eine Pfütze zu springen, dass es nur so spritzt. Dabei vergesse ich alles und lebe wirklich nur in diesem Moment!

Isabella

Zeitblüte 453

Parallel lesen

Mein Mann und ich haben uns ein Buch zweimal gekauft. Dann haben wir uns eine Kurzgeschichte ausgesucht, die wir parallel gelesen haben.

Anschließend wurde über die Personen im Buch und über die Handlung diskutiert.

Plötzlich entstehen ganz neue Erkenntnisse über die Beziehung und über einen selbst. Es hat uns beiden ausgesprochen gut gefallen.

Iris

Zeitblüte 454

Genieße den Augenblick

Da ich immer noch an den Folgen eines Burnout-Syndroms leide, suchte ich Anregungen, wie ich wieder das Leben genießen kann.

Nun mache ich seit ca. einem Monat regelmäßig Achtsamkeitsübungen. Das ist mein morgendliches Ritual.

Ich erspüre plötzlich Dinge, die ich früher nicht sah oder fühlte. Die Ruhe kehrt zurück und alles verändert sich.

Auch während des Tages erlebe ich jetzt bestimmte Augenblicke intensiver denn je. Ich plane mehr Pausen ein, lese zwischendurch oder gönne mir einfach eine gute Tasse Kaffee. Da gibt es dann kein Rangehen ans Handy, da nehme ich mir die Zeit für mich, bin ganz achtsam.

Dieses Hasten macht die Menschen kaputt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit der Achtsamkeit und inneren Ruhe viel weiter komme als mit dem Hasten.

Ich genieße wieder die Augenblicke und habe auch eine Lebenspartnerin gefunden, die ich bald zu meiner Frau nehmen werde.

Markus

Zeitblüte 455

Die ersten Zähne

Meine kleine Tochter bekommt ihre ersten zwei Zähne und ich habe mich darüber so gefreut wie schon lange nicht mehr.

Ich habe mich befreit und stolz gefühlt, ich war einfach nur glücklich. Das ist ein tolles Erlebnis für mich als Mutter.

Der Tag war für mich einfach nur wunderschön und für einen Moment konnte ich alle Sorgen vergessen.

Christina

Zeitblüte 456

Die kleine Nachtmusik

Wenn ich im Büro eine Arbeit erledigen muss und ich nicht besonders motiviert bin oder wenn ich abgelenkt werde von den Geräuschen rundherum, höre ich auf meinem Player klassische Musik. Meist ist es dasselbe Stück. Mein Lieblingsstück ist die kleine Nachtmusik von Mozart.

Wenn ich dann am PC sitze, einen kurzen Augenblick die Augen schließe, tief durchatme und mir vorstelle, ich sei in einem Konzert, bin ich so zufrieden, dass ich mich mühelos an die Arbeit mache. Die Musik in den Ohren, voll konzentriert auf meine Arbeit.

Wenn es abends wieder früher dunkel und kalt wird, sind klassische Konzerte für mich die wirklichen Antidepressiva.

Ronald

Zeitblüte 457

Mein süßer Enkel

Er kam vor zwei Jahren zur Welt und er ist meine Zeitblüte.

Einerseits ist es sehr schade, dass wir fast 300 km voneinander entfernt leben. Andererseits hat jedes Wiedersehen eine ganz besondere Qualität, die vielleicht verlorenginge, sähe ich ihn öfter.

So jedoch wohnt jedem Moment, den wir zusammen verbringen, eine Kostbarkeit inne, die ich nicht missen möchte.

Wir genießen die gemeinsame Zeit und nutzen diese auch bestimmt besser, als manch andere, die sich täglich sehen und dies oftmals gar nicht zu schätzen wissen.

Martha

Zeitblüte 458

Schlafstörungen nutzen

Immer wieder kommt es vor, dass ich nachts aufwache und längere Zeit wach liege. Statt mich drüber zu grämen, stehe ich dann auf und nutze die Zeit mit sinnvollem Tun.

Manchmal lese ich in einem meiner Lieblingsbücher, ein anderes Mal schreibe ich auf, was mir so durch den Kopf geht, oder ich schreibe und beantworte E-Mails.

Sollte ich aufwachen, wenn bereits der Morgen heraufdämmert, kann es vorkommen, dass ich relativ früh aufstehe und ins Büro gehe.

Neulich war das bereits um fünf Uhr. Ich räumte den Schreibtisch auf, setzte mich an konzeptionelle Arbeiten und genoss es, ohne Störungen Wichtiges bereits erledigt zu haben, bevor das Tagesgeschäft begann.

An solchen Tagen reserviere ich mir dann allerdings eine Zeit für den Mittagsschlaf.

Günter

Zeitblüte 459

Mein Luxus

Die Tasse Kaffee, die ich mit meiner besten Freundin trinke, das Buch, das sich mein Mann und ich uns abends im Bett gegenseitig vorlesen, die E-Mails, die ich meinen Freunden schreibe, die weiter weg in einer anderen Zeitzone leben – das ist Luxus, das sind meine Gründe morgens aufzustehen.

Anne

Zeitblüte 460

Ausgedehnte Spaziergänge
im Herbstwald genießen

Gerade in dieser Jahreszeit liebe ich ausgedehnte Spaziergänge im Herbstwald. Die Färbung der Blätter zaubert dieses unvergleichlich goldene und warme Licht, selbst wenn über dem Blätterdach dicke Wolken stehen.

Unter den Füßen rascheln dicke Laubteppiche, die ich mit jedem Schritt schlurfend anhebe. Die Luft ist feucht und riecht leicht modrig – eben nach Herbst!

Ich genieße die Frische auf der Haut, die sich von der spätsommerlichen Restwärme weich anfühlt. Im Morgennebel sind die Gräser noch feucht. Nur mühsam bahnen sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch den Schleier – einfach mal anhalten und staunen.

Urs

Zeitblüte 461

Die kleinen Dinge, die
man nicht kaufen kann

Ich bin im letzten Jahr umgezogen und habe nun die Möglichkeit, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Neulich hatte ich einen anstrengenden Tag mit vielen Telefonaten, bei denen ich immer wieder auf unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten eingehen musste. Der Tag war unbeständig und zeitweise tatsächlich auch mal dunkel, weil Wolken die Sonne verdeckten.

Als ich an diesem Abend dann endlich Feierabend hatte, bin ich auf mein Fahrrad gestiegen. Schon nach ein paar Metern merkte ich, dass der Abend lau wurde, sodass ich meine Jacke ausziehen konnte.

Ich fuhr durch die Stadt und spürte den Wind am Körper, sah den Himmel und die Stadt immer wieder aus einem neuen Winkel.

Bis ich zu Hause war, war die Anstrengung des Tages vergessen und ich war so richtig glücklich, dass ich einen so schönen Abend an der Luft genießen konnte.

Diese kleinen Dinge, die man nicht kaufen kann, sind doch sehr nachhaltig.

Frauke

Zeitblüte 462

Abseits der Touristenpfade

Ich liebe es, in den vielen kleinen Gassen der Wiener Altstadt spazieren zu gehen, abseits der stark frequentierten Touristen-Einkaufsstraßen, die wunderschönen alten Häuser und Innenhöfe auf mich wirken zu lassen, mich in ein Café oder in ein kleines Beisl zu setzen, Zeitungen zu lesen.

Ich kann mich dabei toll entspannen und die Seele baumeln lassen. Die Spaziergänge zu den unterschiedlichsten Zeiten – frühmorgens, in der Abenddämmerung … jedes Mal wirkt die Stadt anders.

Die Altstadt abseits dieser Touristenpfade ist für mich einer der schönsten Teile von Wien.

Brigitte

Zeitblüte 463

Danke für 10 Dinge

Als ich vor ein paar Monaten noch Single war, saß ich ab und zu am Samstagmorgen beim Frühstück und bemitleidete mich. Schon wieder so alleine aufstehen und Kaffee trinken, machte mich traurig.

Ich zog meine Joggingkleider an, lief eine Stunde durch den Wald, achtete genau auf die Blätter, den Boden und atmete die frische Luft ein. Das Selbstmitleid verschwand mit jeder Minute.

Ein bisschen zufriedener zählte ich 10 Dinge auf, für die ich dankbar sein kann.

Wieder daheim sah die Welt nach der warmen Dusche wieder ganz farbig aus. Kein Selbstmitleid mehr, denn ich wusste, früher oder später werde ich nicht mehr alleine Kaffee trinken.

Ich wusste, wenn ich für das dankbar bin, was ich habe, werden sich auch die anderen Dinge ergeben, die noch nicht perfekt sind.

Rita

Zeitblüte 464

Eine Reise an unbekannte
Orte in unserer Stadt

Einmal musste ich beruflich ins Ausland fliegen, erfuhr aber morgens am Berliner Flughafen, dass wegen des Streiks am Zielort der Flug um 24 Stunden verschoben war.

Wunderbar, ein geschenkter Tag!

Zu Hause traf ich auf die Tochter meines Freundes, bei der der Unterricht ausgefallen war. Die junge Dame, fast ein Teenager, nahm die Sache in die Hand – und nach kurzem Verhandeln war klar:

Sie will schon lange auf den Fernsehturm im Osten, ich schon lange auf den Fernsehturm im Westen der Stadt. Und so sind wir der Stadt auf den Kopf gestiegen.

Wir haben uns auf der Fahrt zwischen den Orten wie Schulfreundinnen unterhalten und zugleich Touristinnen gespielt, haben das Prinzip Zufall über das Restaurant entscheiden lassen, in dem wir dann einen Mittagsimbiss eingenommen haben – und waren angenehm überrascht.

Am späten Nachmittag tranken wir Kaffee auf dem Fernsehturm im Osten der Stadt, und von dort haben wir dann den Vater des Kindes angerufen, der nicht sehr weit davon arbeitet.

Und mit relativ geringen Kosten hatten wir einen Tag lang „eine Reise an unbekannte Orte in unserer Stadt“ unternommen.

Caroline

Zeitblüte 465

Raus mit dem Hund

Wenn ich nach einem strapaziösen Tag nach Hause komme, springe ich schnell in bequeme Sachen:

Schlabbrige Pullis und ausgebeulte Hosen – so würde ich mich in der Arbeit nie sehen lassen. Mein Hund trampelt inzwischen schon ganz aufgeregt hin und her. Wenn ich dann nach der Leine greife, gibt es für ihn kein Halten mehr.

Wir zwei verschwinden nun für eine Stunde im Wald. Ruhig und ausgeglichen kommen wir wieder, bereit, es mit dem Rest des Tages aufzunehmen.

Cornelia

Zeitblüte 466

Mein Jungbrunnen

Ich genieße es, mich mit meinem 6-jährigen Sohn zu beschäftigen. Wir spielen Rollenspiele, toben, erfinden eine Quatschsprache, reden über ernste Themen, fantasieren, ich beantworte ihm Fragen, auch wenn ich mal eine Antwort nicht weiß – dann lesen wir es in einem Buch oder im Internet nach.

Das alles ist für mich – wenn auch manchmal körperlich anstrengend – sehr entspannend und belebend, weil ich nicht versuche, mit meinem Wissensvorteil, mit meinen erwachsenen Verhaltensregeln diesen Austausch zu behindern.

Ich versuche die Dinge so zu sehen wie mein Kind – also wie ich selbst vor ca. 35 Jahren: klar, einfach strukturiert, unvoreingenommen, tolerant, ehrlich.

Diese Reflektion und dieses „sich zurücknehmen“ sollten wir Erwachsenen uns – und nicht nur im Umgang mit Kindern – mehr vor Augen führen. Wir sind es, die viele Dinge im Leben verkomplizieren.

Auch ich lerne immer wieder Neues und auch wieder Altes, wenn ich mit meinem Sohn spiele, rede, träume oder auch nur kuschele.

Stefan

Zeitblüte

Scheinbar unbedeutende
Kleinigkeiten einfangen

Wenn ich eine sehr stressige oder anspruchsvolle Zeit hinter mir habe, genieße ich es immer sehr, mir meine Kamera zu schnappen und loszufahren.

Meist verfolge ich kein bestimmtes Ziel, sondern setze mich z. B. in eine U-Bahn und fahre bis zur Endstation und beginne dort, die mir fremde Gegend zu erkunden.

Durch das Fotografieren wird man auf scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten aufmerksam, die sich als wunderbar oder ungewöhnlich entpuppen, sodass man dadurch immer etwas Neues erleben kann.

Dadurch beginnt man auch im Alltag, Dinge bewusster wahrzunehmen und kann seinen Alltagstrott wunderbar durch die Vielfalt der Welt, die uns stets umgibt, erweitern und bereichern.

Bianca

Zeitblüte 467

Unser Picknick auf
einer kleinen Waldlichtung

Ich habe mit meiner Familie am Samstag ein Picknick auf einer kleinen Waldlichtung gemacht. Jeder hat für den Picknickkorb etwas Schmackhaftes vorbereitet.

Mit den Kindern habe ich dann ein Baumhaus gebaut – ansatzweise sieht es auch danach aus.

Robert

Zeitblüte 468

Mit Aufrichtigkeit und
Wertschätzung weiterkommen

„People always forget what yo‘ve said or done – but they never forget how you made them feel“

Dieses Zitat hat mir bewusst gemacht, dass ich mit Aufrichtigkeit und Wertschätzung viel weiter komme als mit den besten Argumenten.

Wenn ich vor einem schwierigen Gespräch stehe (z. B. Kritikgespräch), dann führe ich mir in Gedanken vor dem Gespräch alle guten Eigenschaften dieses Menschen vor Augen.

Mit dieser innerlichen wertschätzenden Einstellung gelingt es mir, den anderen selbst in einem schwierigen Gespräch nicht persönlich nahe zu treten oder gar zu beleidigen (zumindest hoffe ich, dass mir das immer gelingt).

Urs

Zeitblüte 469

Die Wohlfühlschachtel

Für Tage, die zunächst nicht ganz toll laufen, habe ich eine Schachtel parat. Darin befinden sich einige Gegenstände, die mir das Wohlfühlen leichtmachen.

Meine alte Lieblings-CD, eine warme Decke, ein schönes Buch, ein duftendes Schaumbad, ein Fläschchen wunderbarer Rotwein, eine Liste mit lieben Menschen.

Gerlinde

Zeitblüte 470

Die Freude, etwas
geschaffen zu haben

Ich male. Viele Menschen haben mir schon gesagt: „Ja, als Kind habe ich auch gemalt. Aber ich kann nicht malen…!“ Und?!

Als Kind kann jeder malen. Oder singen. Oder dichten. Oder werkeln. Oder … Es stimmt schon. Man sollte Prioritäten setzen.

Und ich bin jedes Mal erstaunt, wie viel Zufriedenheit mir der Flow beim Herstellen eines Werkes gibt. Es ist Abschalten, es ist ein Fließen … und wenn ein Bild dann fertiggestellt ist, ist es ein Schauen. Dann kommt die Freude, etwas geschaffen zu haben.

Gisa

Zeitblüte 471

Entspannung in der Badewanne

Ein Bad nehmen mit wohlriechenden Badeölen, entspannender Musik, einem guten Buch und Kerzen – das ist für mich pure Entspannung.

Ella

Zeitblüte 472

Die blaue Stunde

Ich habe eine kleine Hütte in Norwegen, in der ich so viel Zeit wie möglich verbringe. In der verschneiten Winterlandschaft gibt es für mich ein festes Morgenritual: Kaffee kochen, Kamin anmachen, am Fenster sitzen und hinausschauen in die Dunkelheit. Dann allmählich ist sie da – die blaue Stunde.

Es wird wirklich alles blau, ein zartes und dennoch durchdringendes Blau. Und dieses Blau klärt die Dunkelheit auf eine fast magische Weise.

Schon bemerkenswert, dass das schönste Licht direkt nach der Dunkelheit kommt …

Vera Bartholomay

Zeitblüte 473

Buch aus meiner Kindheit

Ich habe am Wochenende in einer Nacht ein Buch aus meiner Kindheit durchgelesen.

Dabei kamen in mir Gefühle und Gedanken hoch, die ich damals als Kind in der Zeit hatte, als ich dieses Buch gelesen habe. Eine seltsame, aber sehr schöne Erfahrung.

Bea

Zeitblüte 474

In unserem neuen Haus

Meine Frau und ich haben neu gebaut und 16 Monate lang mehr oder weniger für den Hausbau gelebt. Unsere Tage bestanden fast nur noch aus Arbeit und Hausbau.

Als es dann endlich so weit war und unser Traum in Erfüllung ging, legten wir uns am Abend des Umzugs in unser neues Wohnzimmer und zündeten das erste Mal unseren Kaminofen an.

Wir lagen lange Zeit nebeneinander, sprachen nichts und genossen einfach die Ruhe und die Atmosphäre.

Auch jetzt noch, in den Tagen danach, zünden wir öfter das „Lagerfeuer“ an und genießen die Stille.

Markus

Zeitblüte 475

Ich höre zu

Ich besuche einen alten Menschen im Altenheim und rede mit ihm über sein Leben. Ich höre aktiv zu und ermuntere ihn, sein Leben mit mir zu teilen und zu erzählen. Ich nehme Anteil daran. Das ist meine Zeitblüte.

Bernd

Zeitblüte 476

Sichtbare Fortschritte
bei der Gartenarbeit

Wenn ich im Garten vor mich hinarbeite und mich ganz auf meine Gartenarbeit konzentriere, kann ich alles andere vergessen.

Beim Unkrautzupfen versuche ich an nichts anderes zu denken als an den Fortschritt, den ich bei dieser Arbeit mache. Das kann fast schon meditativ sein.

Anschließend erfreue ich mich an meinen sichtbaren Fortschritten. Gerade für Schreibtischarbeiter wie mich finde ich das wichtig.

Stefanie

Zeitblüte 477

Arbeitsalltag abschließen

Um den Trubel des Alltags nicht mit nach Hause zu nehmen, mache ich Folgendes:

Ich gehe auf der Heimfahrt in Gedanken meine anstehenden Termine für den Folgetag durch, danach alle schlechten Erfahrungen und zu guter Letzt die guten Tageserlebnisse und schließe dadurch mit dem Arbeitsalltag ab.

Murat

Zeitblüte 478

Meine Wunschliste

Auf meiner Wunschliste notiere ich alles, was ich gerne hätte oder ändern möchte, sollte, muss.

Dann überlege ich, was ich schon alles habe:

Materielles, einen tollen Mann, mittlerweile gesunde Kinder, Freundschaften. Und dann bin ich für all das dankbar.

Beim Reflektieren und durch die Dankbarkeit werden die Wünsche und alles Belastende im Kopf mit einem Mal ganz klein und ich kann mich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.

Es ist spannend, diese Wunschliste aufzubewahren und nach längerer Zeit zu gucken, was ich in der Zwischenzeit alles streichen kann – weil unwichtig oder erledigt.

Astrid

Zeitblüte 479

So entspanne ich …

Entspannung erfahre ich beispielsweise dann, wenn ich mich joggend in der Morgensonne bewegen oder mir im Bioladen die besonders süßen Strauchtomaten kaufen kann.

Wenn ich am Wochenende umherdösend entspanne, nicht an die Arbeit denkend, und wenn ich mir als Gegenpol zur Arbeit unorganisierte und unstrukturierte Momente gönnen kann.

Als Gegenpol zu einer Arbeitswelt, in der Worte wie Struktur, Organisation und betriebliche Prozessoptimierung an der Tagesordnung sind.

Des Weiteren kann ich entspannen, indem ich mir von den bereits veröffentlichten „Zeitblüten“ Anregungen für Alltag und Beruf hole.

Oder ich schaue mir sehr gerne eine Aufzeichnung von einem politischen Kabarettisten an, um mich an den kritischen Hinterfragungen unseres Gesellschaftssystems zu amüsieren. Dies ist dann für mich eine Abwechslung vom kapitalistischen Büroalltag.

Auch wenn das Ganze mit etwas Konzentration und Nachdenken verbunden ist, so sind für mich diese Kabaretts eine Bereicherung in einer 40 h-Arbeitswoche mit zusätzlichen Überstunden.

Christian

Zeitblüte 480

Positive-Momente-Tagebuch

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der sich vieles einfach schwer, stressig und nervig anfühlte. Mir hat es da sehr geholfen, jeden Abend zu notieren, was an diesem Tag positiv war – und nur das!

Ich habe jeden Tag mindestens einen Moment gefunden, der richtig positiv war, meistens sogar mehrere.

Und dadurch, dass ich meinen Blick bewusst in diese Richtung gelenkt habe, fühlte ich mich innerhalb weniger Tage viel besser.

Heute reicht es mir, meine Gedanken darauf zu fokussieren und ich fühle mich gleich gelassener.

Dann habe ich noch eine weitere Zeitblüte:

Egal, ob ich angespannt, traurig, zerstreut, … bin – mir hilft es, eine zu der aktuellen Stimmung passende Musik aufzulegen, die Augen zu schließen und einfach die Emotionen in Bewegungen fließen zu lassen.

Wenn ich so – mal ruhig, mal wild – 5 bis 10 Minuten getanzt habe, bin ich meistens wieder in meiner Mitte angekommen und fühle mich den Aufgaben des täglichen Lebens besser gewachsen.

Anja

Zeitblüte 481

Von Lilly lernen

Für mich ist es eine entspannende Zeitblüte, wenn ich mit meiner kleinen Lilly (Foxterrier-Hündin, 3 Jahre jung) per Fahrrad in der Natur unterwegs bin und ich mich an ihr erfreue, wenn sie auf umgestürzte, schräg über dem Wasser hängende Bäume klettert und mich aus deren Kronen anschaut.

Oder wenn sie auf – für sie eigentlich viel zu hohe – Baumstümpfe geradezu rauffliegt und einen Moment lang einfach nur schwebt, um dann sicher zu landen.

Sie zeigt mir, dass auch das scheinbar Unmögliches möglich ist und schätzt zuvor genau ab, was sie noch aus sich herausholen kann. Ich lerne sehr viel mit und von ihr und bin sehr dankbar dafür.

Karin

Zeitblüte 482

Die positive Macht
der Gewohnheit

Wann immer es mir möglich ist – z. B. bei einer kurzen Pause im Alltag –, suche ich zuerst das Schöne, Freundliche, Angenehme oder Erfreuliche.

Ich richte meine Aufmerksamkeit als Erstes ganz bewusst auf die positive Betrachtungsweise.

Je öfter ich das so umsetze, umso mehr richtet sich mein Denken positiv aus und wird zu meiner Lebenseinstellung. Die Macht der Gewohnheit hat hier eine wunderbare Wirkung.

Melanie

Zeitblüte 483

Ich durchschreite
den Torbogen

Um mich zu entstressen, lege ich mich hin oder setze mich auf einen Stuhl und versuche, mich zu entspannen. Dazu gehe ich alle Körperteile durch.

Dann durchschreite ich in meiner Traumlandschaft einen Torbogen, gehe zehn Schritte und komme zu einem weiteren, den ich durchschreite. Dort herrschen immer das Wetter und die Landschaft, die mir guttun.

Ich kann dort schwimmen, wie ein Vogel durch die Luft fliegen oder einfach auf der Wiese liegen. Das freut mich sehr.

Je entspannter ich bin, desto einfacher und „realer“ empfinde ich diese Traumreise. Hin und wieder höre ich dazu auch Trommelmusik, damit ich nicht so schnell einschlafe. Wenn doch, macht das auch nichts. Nach kurzer Zeit bin ich sehr erholt.

Achim

Zeitblüte 484

Jeden Sonntag
ohne Nebengeräusche

Jeden Sonntag schalten meine Kinder und ich Computer, Handy & Co für eine gewisse Zeit aus. Manchmal kostet es mich etwas Überzeugungsarbeit – meine Kinder sind 15 und 17 Jahre alt.

Wir verbringen bewusst Zeit miteinander. Wir reden, lachen – und das alles ohne Nebengeräusche. Alle sind begeistert von unserer „Aus-Zeit“.

Nicole

Zeitblüte 485

Alle Sorgen abwaschen

Wenn ich sehr gestresst bin und unter Druck stehe, gehe ich in die Therme. Zuerst schwimme ich mich frei, dabei kann ich komplett alles loslassen. Ich fühle mich wie von allen Sorgen saubergewaschen.

Danach genieße ich die Entspannung in der Sauna, manchmal gönne ich mir auch eine Massage. Das wirkt wie ein kleiner Urlaub.

Zur alltäglichen Entspannung gehe ich mit meinem Hund durch Wald und Flur, genieße den Wechsel der Jahreszeiten und des Wetters. Das macht den Kopf frei und schafft Platz für neue Gedanken und Ideen.

Bernd

Zeitblüte 486

Kinderaugen

Ich arbeite in der Schulkinderbetreuung an einer Grundschule im sozialen Brennpunkt.

Meine Zeitblüten sind die Kinderaugen, wenn sie staunen, lachen oder auch mal weinen dürfen/können. Weil ich da bin und wir mal unter vier Augen reden können.

Kleine Kinderseelen nehmen manchmal mehr auf, als sie dürften.

Claudia

Zeitblüte 487

Mein Kurzurlaub für die Seele

In einem kleinen, verschlafenen Dorf geht meine Tochter einmal in der Woche zum Reiten. Ich fahre sie zu diesem Ort und warte währenddessen dort.

Ich spaziere durch das verträumte Dörfchen, genieße die Stille, die Ruhe und all der Stress vom Tag löst sich auf.

Diese zwei Stunden sind wie ein Kurzurlaub für die Seele. Es ist für mich ein Zusichfinden, ein Krafttanken.

Einfach mal für mich zu sein und die Natur, die Weite der Felder, das Grün der Bäume wahrzunehmen und zu genießen – das ist meine Zeitblüte.

Diana

Zeitblüte 488

Swing, move and smile

Nach zehn Jahren als Büroassistentin und zwölf Jahren als Kindergartenpädagogin, hat mich meine Bewegungs- und Tanzlust in die Selbstständigkeit als Lebensberaterin und Bewegungs-Coach geführt.

Über das Salsa- und Discofox-Tanzen im Tanzclub bin ich nach mehreren nebenberufliche Ausbildungen zu meiner Hauptbeschäftigung gekommen – dem Smovey-Bewegungsprogramm.

Damit bringe ich nicht nur mir selbst Wohlbefinden und positive Energie, sondern lehre dies auch anderen Menschen in Workshops, und das macht richtig glücklich und noch viel mehr Spaß.

Die bei diesem Bewegungsprogramm verwendeten Ringe haben eine für mich besondere und vorher nicht gekannte Faszination, denn ich kann mich dabei gleichzeitig auspowern und entspannen – und das am liebsten tanzend zur Musik.

Durch das Schwingen der Ringe die Vibrationen im Körper zu spüren, bewusst zu atmen und zu entspannen und gleichzeitig jeden Muskel, die Organe und die Gehirnhälften zu aktivieren, ist unglaublich erhebend, leert den Kopf vom „Gewusel“ des Alltags, zaubert immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht und wirkt oft noch Stunden ausgleichend nach.

Diese Bewegungsform ist für mich eine wunderbare Zeitblüte und mein täglicher Begleiter – beruflich und privat – geworden.

Birgit

Zeitblüte 489

Komme ich in einen Schwebezustand

Meine zwei größten Zeitblüten sind das Tanzen und das Spielen des Violoncellos.

Wenn ich mein Instrument auspacke, dann vergesse ich die Zeit um mich, der Stress meiner Selbstständigkeit fällt von mir ab und ich tauche in eine ganz andere Welt ein, kann mich regelrecht fallen lassen.

Etwas anderes passiert, wenn ich tanze. Es gibt für mich wenig Erholsameres, als bei lauter Musik durch einen großen Saal einen langsamen Walzer oder Slowfox zu tanzen. Hier komme ich in einen Schwebezustand.

Wenn Musik in meinen Ohren oder Gedanken ist, bin ich ein anderer Mensch.

Lorenz

Zeitblüte 490

Von den Kindern lernen

Ich habe einen vierjährigen Sohn und zweijährige Zwillingstöchter. Eine meiner Zeitblüten besteht darin, meinen Kindern zuzuschauen, wie sie etwas Neues lernen.

Mit welcher Hingabe und Geduld sie es immer wieder versuchen. Wenn es nicht klappt, wird es weggelegt und wenig später nochmals versucht.

Ein Zeitgefühl haben Kleinkinder noch nicht. Es spielt für sie keine Rolle, ob eine Tätigkeit fünf Minuten, eine Stunde oder sogar länger dauert.

Ich habe von meinen Kindern gelernt, durch das Ausprobieren und das häufige Wiederholen mir etwas Neues anzueignen. Und dies, wenn immer möglich, ohne mir selbst einen Zeitdruck aufzuerlegen.

Daniel

Zeitblüte 491

Spuren im Schnee

Für mich ist das junge Jahr wie eine unberührte weiße Schneelandschaft, in der ich jeden Tag Spuren hinterlassen werde.

Wie werden meine Spuren sein? Mache ich große Schritte oder viele kleine? Gehe ich geradeaus, mache ich Umwege? Wem oder was begegne ich? Erreiche ich meine Ziele? Komme ich an? Werde ich durch das Jahr hetzen oder es Schritt für Schritt angehen? Mache ich vielleicht große Sprünge?

Am Ende des Jahres werfe ich einen Blick zurück auf meinen zurückgelegten Weg und meine hinterlassenen Spuren.

Gabriele

Zeitblüte 492

Mit Yoga gegen die Affen

Durch Probleme im unteren Rücken habe ich vor Jahren angefangen, regelmäßig Yoga zu üben. Das Erstaunliche ist, dass dadurch nicht nur meine körperlichen Anspannungen gelöst wurden, sondern dass ich ausgeglichener geworden bin.

Die immer mehr wachsende Arbeitsbelastung konnte ich durch die Yogastunden gezielt entschleunigen.

Mir ist jetzt bewusst, dass die meisten Probleme nur in den Gedanken als „Affen“ vorhanden sind und mit der Vergangenheit oder Zukunft zu tun haben.

Im Hier und Jetzt geht es mir meistens gut. Zugegeben: Es ist nicht immer leicht, diese Affen auszusperren.

Ralf

Zeitblüte 493

Keine Berieselung
während der Autofahrt

Anstatt morgens auf dem Weg zur Arbeit das Autoradio anzuschalten und mich von Nachrichten oder Musik berieseln zu lassen, schalte ich es manchmal bewusst aus.

Dann ist es im Auto erstaunlich still und ich genieße einfach die Ruhe während der Autofahrt, lasse meine Gedanken schweifen oder beachte auch bewusst den schönen Sonnenaufgang (sofern der Verkehr das zulässt).

Auf dem Heimweg wende ich diesen „Trick“ ebenfalls hin und wieder an – tut mir gut.

Annett

Zeitblüte 494

Barfuß Energie tanken

Meine persönlichen Zeitblüten sind die Momente, wenn ich morgens barfuß durch das noch feuchte Gras marschiere. Genauso gerne gehe ich barfuß durch den Wald oder ich stapfe im Winter für einen kurzen Moment (nur mit warmen Füssen!) durch den Neuschnee.

Dies ist für mich Energietanken. Negative Energie abgeben und neue, frische Energie auftanken.

Ingrid

Zeitblüte 495

Einfach mal die Zeit genießen

Der Tag war noch dunkel. Dass es draußen kalt ist, wusste ich. Aber ich musste los, immer auf Trab sein. Schnell, schnell …

Da merkte ich, dass es noch tiefste Nacht war. Weil ich in der Nacht zeitig wach wurde, wurden mir Stunden der Ruhe „geschenkt“ – von mir selbst.

Ich kuschelte mich wieder in meine Decke und genoss die Stille. Stunden später wurde ich von meiner Tochter geweckt, sie sagte:

„Mama, schau die Vögel im Garten!“ Über eine halbe Stunde beobachteten wir die Vögel und die Bäume, die im Wind tanzten.

Wir fingen auch wie die Bäume zu tanzen an und hüpften auf dem Sofa … Und keiner schaute auf die Uhr – es war schon viel zu spät, das spürte ich. Aber es war uns egal.

Das Leben ist zu kurz, um die Zeit nicht auch mal zu genießen!

Sibel

Zeitblüte 495

Die Zeit mit meinem Pferd

Meine Zeitblüte ist für mich die Zeit, die ich mit meinem Pferd verbringe. Das Fell meiner Stute zu striegeln, sie dort zu kraulen, wo sie es gerne hat und zu sehen, dass sie sich wohlfühlt, ist für mich jedes Mal eine wundervolle Erfahrung.

Bei ihr ist kein Platz für die Sorgen des Alltags, sie fordert meine volle Aufmerksamkeit. Bin ich nicht 100 % bei der Sache, spiegelt sie es sofort.

Ein Pferd als Partner zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Ich schätze mich glücklich, dass ich sie habe.

Isabell

Zeitblüte 496

Ganz nah

Wenn meine sechs Monate alte Tochter nach dem Stillen in meinen Armen einschläft, bleibe ich noch eine Weile so sitzen.

Anstatt sie in ihr Bett zu legen und dem Haushalt hinterherzuhasten, schaue ich sie an, höre ihren Atem, streichle sie, rieche sie und bin ihr ganz nah.

Wenn sie dann noch im Schlaf vor sich hinlächelt, ist das Glück perfekt. Solch’ innige Momente sind tausend Mal mehr wert als jeder Erfolg im Job!

Britt

Zeitblüte 497

Liebe schenken,
wenn ich traurig bin

Es gibt Momente, in denen ich traurig in einem Loch gefangen bin. Dann versuche ich, meine Tätigkeiten, mein Lächeln, meine Gespräche mit Mitmenschen mit ganz viel Liebe anzureichern – eben Liebe zu verschenken.

Das macht mich reich und glücklich und es geht mir besser.

Petra

Zeitblüte 498

Yoga gegen Leistungsdruck

Wenn ich gestresst bin oder Leistungsdruck habe, nehme ich mir ein Glas Milch, Obst und ein Stück Schokolade, mache das Fenster auf, mache Yoga, und schon geht es mir besser.

Alex

Zeitblüte 499

Danke, Radarfalle!

Ich wollte schon immer sportlich etwas aktiver werden. Meine Frau sagte mir, dass ich mal zur Abwechslung mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren soll. Aber Ausreden gab es genug, bis ich meinen Führerschein für einen Monat abgeben musste. Dann hieß es gezwungenermaßen: rauf auf das Fahrrad.

Mittlerweile sind zwei Monate vergangen und ich genieße jeden Moment auf dem Fahrrad – wenn ich zur Arbeit fahre und wieder zurück. Danke, Radarfalle!

Gerd

Zeitblüte 500

Der Blick in die Ferne

Bei einem Urlaub in Südafrika habe ich entdeckt, wie faszinierend und erholend ein Blick in die Ferne sein kann.

Auf einem Berg oder einer Anhöhe stehend den Blick in die Ferne bis zum Horizont schweifen lassen. Oder auf einer Ebene stehend und einfach blicken, so weit wie das Auge reicht.

Nach der Reise habe ich immer wieder Punkte in der näheren Umgebung gesucht, wo ich meinen Blick schweifen lassen kann.

Die Schönheit der Landschaft aufnehmen, die Stille genießen und weit in die Ferne sehen. Die Augen beruhigen sich, der Atem wird gleichmäßig und Ruhe kehrt in mich ein.

Marion


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