Mehrere Personen anschreiben: Wer wird zuerst genannt?

Sicherlich haben Sie bereits einmal ein Schreiben (E-Mail, Brief, Postkarte, …) versendet, das an zwei oder mehrere Personen gerichtet war. Eine häufige Frage, die sich dabei stellt:

Wie erfolgt die korrekte Anrede im Schreiben bei mehreren Personen?

Die DIN 5008 gibt in diesem Zusammenhang keine Empfehlung.



Merksatz: Reihenfolge bei Anrede mehrerer Personen

Die Regeln im Überblick:

  1. primär: Reihung nach Hierarchie
  2. bei gleicher Hierarchie: nach alphabetischer Reihenfolge
  3. bei gleicher Hierarchie mit Dame: zuerst die Frau und dann nach alphabetischer Reihenfolge

Und nun etwas ausführlicher mit Beispielen:

1. Primär: Reihung nach Hierarchie

Dies gilt unabhängig von Geschlecht und Titel (Prof., Dr., …) – Beispiel:

  1. Sehr geehrter Herr Heidenberger, [Geschäftsführer]
  2. sehr geehrte Frau Dr. Wenusch, [Prokuristin]

Merke:

Bei unterschiedlichen Hierarchiepositionen wird stets zuerst die Person in der höheren Position genannt.

Das gilt auch dann, wenn es sich bei einer der angeschriebenen Personen um eine Frau in einer niedrigeren Hierarchieebene handelt – also nicht grundsätzlich zuerst die Frau nennen.


2. Bei gleicher Hierarchie: nach alphabetischer Reihenfolge

Beispiel: Anschreiben geht an zwei Geschäftsführer

  1. Sehr geehrter Herr Angermeier, [Geschäftsführer]
  2. sehr geehrter Herr Heidenberger, [Geschäftsführer]

Merke: 

Befinden sich die angeschriebenen Personen in der gleichen Hierarchieebene – wie im genannten Fall die beiden Geschäftsführer –, erfolgt die Reihung der Anreden in alphabetischer Reihenfolge.

Wenn allerdings in diesem Fall eine Person eine Frau ist, wird sie zuerst erwähnt.


3. Bei gleicher Hierarchie mit Dame: zuerst die Frau …

… und dann nach alphabetischer Reihenfolge – Beispiel: 

  1. Sehr geehrte Frau Grüner, [Geschäftsführerin]
  2. sehr geehrter Herr Angermeier, [Geschäftsführer]
  3. sehr geehrter Herr Heidenberger, [Geschäftsführer]

Diese Empfehlung gilt nicht nur für die Anrede im Dokument, sondern auch in der Anschrift, also beispielsweise auf dem Kuvert.


Empfehlung bei mehr als drei Personen?

Richtet sich ein Dokument an mehr als drei Personen, sollte jede Person ein eigenes Schreiben erhalten, das jeweils nur an sie gerichtet ist.

Im Verteilervermerk am Briefende können dann die anderen Personen genannt werden, an die das Dokument ebenfalls gesendet wird.


Ein Beispiel

Sie möchten sich mit einer Dankeskarte (s. Dankschreiben) bei einem Unternehmen für die gute Zusammenarbeit erkenntlich zeigen. Dieses Unternehmen hat zwei Geschäftsführer und beide sollen im Schreiben genannt werden.

Zuerst wird jene Person in der „wichtigeren Position“ genannt, die Reihung erfolgt also nach Hierarchie.

Befinden sich die Empfänger in der gleichen Position wie die beiden Geschäftsführer im genannten Beispiel, dann erfolgt die Reihung alphabetisch.

So ist es richtig:

Sehr geehrter Herr Angermeier,
sehr geehrter Herr Heidenberger,


Anrede: nebeneinander oder untereinander?

Häufig sieht man auch folgende Schreibweise:

Sehr geehrter Herr Heidenberger, sehr geehrter Herr Schrott,

Es wirkt wesentlich eleganter und übersichtlicher, wenn Sie die Anreden untereinanderschreiben, insbesondere dann, wenn es sich um längere Namen oder Doppelnamen handelt:

Sehr geehrter Herr Heidenberger,

sehr geehrter Herr Schrott,

„Sehr geehrte Herren“ (also ohne Namensnennung) wird heute nicht mehr verwendet, da diese Anrede unpersönlich wirkt.


Weitere häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Anrede von mehreren Personen:

Anrede: Wie vorgehen, wenn beide Empfänger den gleichen Namen tragen?

Frage: 

Wie macht man es am sinnvollsten, wenn es die gleichen Nachnamen sind? Vater und Sohn sind beide Geschäftsführer und sollen angeschrieben werden.

Antwort: 

Nennen Sie beide Personen beim Namen. Das ist immer noch die persönlichste Variante.

Da in Ihrem Beispiel beide Geschäftsführer hierarchisch gleichgestellt sind, nennen Sie zuerst die ältere Person, also den Vater.

Als Beispiel:

Sehr geehrter Herr Burkhard Heidenberger, [Vater]
sehr geehrter Herr Julian Heidenberger, [Sohn]


Wie lautet die Anrede für ein Team oder eine Gruppe?

Frage: 

Eine Leserin schreibt: „Und wie ist das mit dem Anschreiben an Kollegen und Kolleginnen in einem Team? Dieses „Liebe Alle“ finde ich unsäglich, weil ich ja nun wirklich nicht alle liebe. Gibt es da eine Regel oder – noch besser – eine elegantere Ansprache?“

Antwort: 

Diese Anrede wurde wohl aus dem Englischen übernommen („Dear all“). Auch wenn „Liebe Alle“ als Anrede so verwendet wird, ist die grammatikalisch richtige Schreibweise „Liebe alle“.

Wenn Ihnen diese Anrede nicht zusagt, könnten Sie einfach „Liebes Team“ schreiben. Und wenn Sie das „Liebes“ nicht verwenden wollen, schreiben Sie einfach nur „Hallo Team“.


Komma oder Ausrufezeichen nach der Anrede?

Sehr geehrter Herr Heidenberger!

oder

Sehr geehrter Herr Heidenberger, 

Frage: 

Kommt ein Komma oder ein Ausrufezeichen nach der Anrede?

Antwort: 

Laut DIN 5008 kommt ein Komma nach der Anrede.

Das Ausrufezeichen nach der Anrede ist zwar nicht falsch, allerdings im modernen Schriftverkehr eher unüblich.

Heute unüblich:

Sehr geehrter Herr Heidenberger!

Es freut mich sehr, dass …

Besser so:

Sehr geehrter Herr Heidenberger,

es freut mich sehr, dass …

In der Schweiz wird nach der Anrede kein Satzzeichen gesetzt – also weder Komma noch Ausrufezeichen – und dann wird wie bei einem Satzanfang groß weitergeschrieben.

Sehr geehrter Herr Heidenberger

Es freut mich sehr, dass …


Kommt ein Komma nach der Schlussformel – ja oder nein?

Kurz und bündig: nein!

Der Duden schreibt dazu: „Die Grußformel […] steht ohne Punkt, Komma oder Ausrufezeichen.“ Also so:

Herzliche Grüße

Burkhard Heidenberger

Und so nicht:

Herzliche Grüße,

Burkhard Heidenberger


Groß- oder Kleinschreibung von „sehr“ in der zweiten Anrede?

Frage: 

Kann das zweite „Sehr“ im folgenden Fall großgeschrieben werden oder wird es grundsätzlich kleingeschrieben?

Sehr geehrte Frau XY,
Sehr geehrter Herr XY,

Antwort: 

Das zweite „Sehr“ wird immer kleingeschrieben, wenn die erste Anrede mit einem Komma endet. Hier gibt es keine Ausnahmeregelung.

Nur dann, wenn die erste Anrede mit einem Ausrufezeichen endet, beginnt die zweite Anrede mit einem großgeschriebenen „Sehr“ – als Beispiel:

Sehr geehrte Frau XY!
Sehr geehrter Herr XY!


Haben Sie weitere Fragen zum Thema E-Mail und Brief schreiben? Dann einfach als Kommentar unter dem Artikel stellen.



Kommentare

  • Greda

    Lieber Herr Heidenberger,

    danke für die Ergänzung der Brief-Vorlage! Wir nutzen in unserer Firma nun schon eine Weile Ihre Vorlagen. Wenn Sie auch noch eine Vorlage bzw. einen Textentwurf für ein Absageschreiben an Bewerber ergänzen könnten, wär das eine feine Sache.

    Greda

    Greda antworten
  • Chris L

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    vielen Dank für Ihren sehr informativen Post. Darauf gestoßen bin ich allerdings auf der Suche nach einer anderen Antwort zu einer etwas komplexeren Korrespondenzsituation.

    Das Beispiel ist hier: Es wird auf eine E-Mail geantwortet, der ursprüngliche Sender, eigentlich Haupt-Gesprächspartner, hat aber seine Vorgesetzte in CC gesetzt, damit diese über den Vorgang im Bilde ist.

    Wie sollte hier mit der Anrede verfahren werden? Ich würde generell auch die Vorgesetzte ansprechen wollen, um sie nicht zu übergehen, mein Hauptgesprächspartner ist aber nach wie vor der Mitarbeiter. Setze ich nun diesen an die erste Stelle oder die Vorgesetzte? Und sollte ich in meiner Antwort die Vorgesetzte vom CC in die Empfängerliste setzen?

    Vielleicht eine Überbewertung einer simplen Situation, aber dennoch würde ich mich über interessanten Input der hier Beteiligten freuen.

    Beste Grüße

    Chris L antworten
    • Hallo Chris,

      zu Ihrer Frage:

      Wie Sie schon schreiben, werden Personen in Cc gesetzt, um sie zu informieren, also in Kenntnis zu setzen, am Laufenden zu halten. Der unmittelbare Austausch erfolgt mit der Person im An-Feld – in Ihrem Fall der Hauptgesprächspartner.

      Personen in Cc werden in der Regel in der E-Mail-Anrede nicht direkt genannt, auch wenn diese in der Hierarchie über dem direkten Konversationspartner stehen.

      Deshalb:

      Wenn Sie dem Absender antworten, belassen Sie die Vorgesetzte im Cc-Feld. Eine direkte Anrede der Vorgesetzten ist nicht notwendig.

      Oder Sie antworten nur dem Absender, also ohne die Vorgesetzte im Cc-Feld. Damit überlassen Sie es dem Absender, ob er bei Weiterführung der E-Mail-Konversation die Vorgesetzte wieder in Cc nimmt, was Sie dann auch machen sollten.

      Schöne Grüße

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Marcus

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    neuerdings lese ich im Mailverkehr an größere Verteiler (Kein Team, nicht innerhalb der gleichen Organisation – aber vom Thema her alle betroffen) neben “Liebe alle” auch “Sehr Geehrte” als höflichere Variante.

    Das erscheint mir irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch – oder ist es tatsächlich eine akzeptierte Variante der Anrede?

    Viele Grüße,

    Marcus

    Marcus antworten
    • Hallo Marcus,

      die Anrede „Liebe Alle“ ist mir hin und wieder auch untergekommen. Sie wurde wohl einfach aus dem Englischen übernommen („Dear all“). Ich persönlich finde sie eher unpassend.

      „Sehr Geehrte“ ist mir noch nie untergekommen. Diese Anrede finde ich etwas seltsam. :-) Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

      Schöne Grüße

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Ursula Weber

      Hallo Burkhard

      Dieses Problem lösen wir in der Schweiz mit “Wertes Team”, “Werter Burkhard” oder “Werte Kolleginnen und Kollegen”. So kann man “Liebe” umgehen und ist trotzdem ein bisschen näher und persönlicher, als mit “Sehr geehrte” oder “Hallo”.

      Weiter möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich für die immer so guten Themen bedanken. Der Zeitblüten-Newsletter ist für mich seit Jahren immer eine Zeitblüte…

      Liebe Grüsse

      Ursula

      Ursula Weber antworten
  • Anja

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich habe auch noch eine Frage. Ich möchte einen formellen Brief an den Vorsteher und die Personalkommission machen, betreffend einer Pensumerhöhung.

    Nun kenne ich den Vorsteher persönlich. Kann ich die Anrede so gestalten:

    Sehr geehrter Herr …, lieber …,
    geschätzte Damen und Herren der Personalkommission,

    Und kann ich das lieber … in der ersten Zeile mit Handschrift anfügen?

    Vielen Dank für die Hilfe!

    Anja antworten
    • Hallo Anja,

      zu Ihren Fragen:

      Ja, ich finde die Anrede sogar sehr passend.

      Allerdings würde ich auf die teils handschriftliche Anrede verzichten. Es reicht vollkommen, wenn Sie den Brief unterschreiben – also nur die Unterschrift per Hand.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Kamil

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    letztes Jahr habe ich an einem Austausch teilgenommen und habe bei meinem Austauschpartner zu Hause gewohnt. Nun möchte ich eine Postkarte an ihn und seine Eltern schicken. Wie sollte ich sie adressieren? Ich muss noch sagen, dass ich die Vornamen seiner Eltern nicht kenne. Darf ich die Karte an “sehr geehrte Damen und Herren NAME” schicken?

    Mit freundlichen Grüßen aus Polen

    Kamil N.

    Kamil antworten
    • Hallo Kamil,

      wenn ich Sie richtig verstehe, dann wohnen Ihr Austauschpartner und seine Eltern im gleichen Haus. Dann würde ich die Postkarte einfach nur an Ihren Austauschpartner adressieren und dann im Postkartentext schreiben, dass er seinen Eltern liebe Grüße von Ihnen ausrichten soll, z. B.:

      „Bitte richte auch deinen Eltern ganz liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön von mir aus.“

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Anja W.

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    ich möchte mich in der Universitätsmedizin meines Wohnortes bewerben.

    In der Stellenausschreibung werden als Ansprechpartner zwei Personen angegeben, der ärztliche Leiter und der Geschäftsführer. Darunter wird die Anschrift angegeben, allerdings nicht der direkte medizinische Fachbereich, in dem die Stelle zu vergeben ist, sondern die Abteilung Personal.

    Wird in die Anschrift noch zusätzlich eine Zeile mit der Angabe des Fachbereiches eingebaut? Und schreibe ich die Ansprechpartner vor oder nach der Zeile “Geschäftsbereich Personal..”?

    Obwohl ich den direkten Fachbereich auch schon in meinem Einleitungssatz erwähnt habe.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anja W.

    Anja W. antworten
    • Hallo Anja,

      die Personalauswahl und die damit verbundene Stellenausschreibung wird in größeren Unternehmen in der Regel von der Personalabteilung abgewickelt.

      Da Sie bereits schreiben, dass in der Stellenausschreibung die konkreten Ansprechpartner und die Anschrift genannt werden, brauchen Sie nicht zusätzlich den Fachbereich in der Anschrift angeben.

      Die Personennamen schreiben Sie nach der genannten Zeile.

      Viel Erfolg!

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Beth

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    Wie zähle ich die Personen richtig auf, wenn mehrere Personen am Ende des Briefes genannt werden müssen?

    “Ich freue mich auf ein persönliches kennenlernen mit Ihnen, Frau… und Herrn… .”?

    Beth antworten
  • Anita

    Und wie verhält es sich, wenn noch die Ehefrau von dem Sohn mitangeschrieben werden soll? :-)

    Anita antworten
    • Auch dann gilt das oben Genannte (Merksatz 3: Bei gleicher Hierarchie mit Dame: zuerst die Frau):

      Wenn also die Ehefrau des Sohnes auch Geschäftsführerin im Unternehmen ist, wird sie zuerst angeführt.

      Ist die Ehefrau des Sohnes hingegen z. B. „nur“ eine normale Angestellte oder in der Hierarchie darunter, wird sie in der Reihenfolge als Dritte angeführt.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Carolin S.

    Hallo,

    ich habe eine Frage bzgl. der Anschrift auf dem Anschreiben: Was mache ich, wenn eine Bewerbung per Email an zwei Personen gerichtet ist, diese beiden jedoch an zwei verschiedenen Orten arbeiten (z.B. Universität und Klinik)?

    Wie kann ich beide in einem Anschreiben ansprechen und dabei nicht nur die Adressdaten einer der beiden verwenden? Bei einem Brief hätte ich diese separat geschickt, was das Problem erübrigt. Aber bei einer digitalen Bewerbung…?

    Vielen Dank im Voraus!

    LG, Carolin

    Carolin S. antworten
    • Hallo Carolin,

      bei einer E-Mail-Bewerbung haben Sie grundsätzlich folgende zwei Möglichkeiten:

      1. das Anschreiben IM ANHANG der E-Mail mitsenden
      2. das Anschreiben direkt ALS TEXT IN DER E-MAIL senden

      Beide Varianten sind heute gängige Praxis. In Ihrem Fall empfehle ich Variante 2. Dadurch umgehen Sie das „Problem“ mit den unterschiedlichen Anschriften der Empfänger.

      Viel Erfolg bei der Bewerbung!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Ricarda

    Hallo,

    wie schreibt man denn Folgendes in der richtigen Reihenfolge:

    Sehr geehrte Damen u Herren,
    Sehr geehrter Herr Müller, …

    Herr Müller ist laut Impressum der Chef des Handwerks, wo ich mich bewerben möchte, aber für die Bewerbungen ist kein konkreter Ansprechpartner benannt, also lautet doch meine Anrede “sehr geehrte Damen und Herren” und zusätzlich spreche ich noch den Chef des Hauses mit an. Ist das richtig?

    Ricarda antworten
    • Hallo Ricarda,

      da Herr Müller der Inhaber des Unternehmens ist, reicht es vollkommen, wenn Sie ausschließlich ihn in der Anrede nennen. Auf die unpersönliche Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ können Sie hier verzichten.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Em Ka

      Hallo,

      sehr interessante Zusammenfassung – danke dafür!
      Ich habe mich heute gefragt, wie ich das “Sie” schreiben muss, wenn ich zwei Personen anschreibe.

      Beispiel:

      Sehr geehrter Herr XY,
      sehr geehrter Herr XZ,

      anbei erhalten Sie den Link zum Download.

      Ist das „Sie“ in diesem Fall eine Anrede, weil ich beide Personen anspreche, oder meine ich „sie“ beide?

      Ich habe es einfach als Anrede stehen lassen, doch ich bin mir nicht sicher.

      MfG

      Em Ka antworten
  • Frauke A.

    Wenn wir unsere Kunden anschreiben, steht da vorgefertigt vom Programm “Sehr geehrter Herr Max Muster”, ich persönlich finde das nicht gut und sofern es änderbar ist, lösche ich den Max dann raus. Kann ich mit der DIN argumentieren? Vielen Dank und liebe Grüße von Frauke A.

    Frauke A. antworten
    • Ja, Sie haben Recht, denn der Vorname wird in der förmlichen Anrede grundsätzlich weggelassen. In der DIN selbst wird nicht explizit darauf hingewiesen, allerdings sind die in der DIN angeführten Beispiele auch ohne Vornamen.

      Es gibt einen Sonderfall:

      Geht aus dem Namen nicht das Geschlecht hervor bzw. ist die vom Adressaten gewünschte Anrede als Herr oder Frau unklar, kann man sie weglassen und durch den Vornamen ersetzen, z. B.:

      statt:

      Guten Tag Herr Heidenberger

      so:

      Guten Tag Burkhard Heidenberger

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Gerda

    Sehr geehrter Hr. Burkhard Heidenberger,

    herzlichen Dank für die Info “e-mail richtig schreiben”.

    Ich weiß nicht, wie ich bei Firmen ohne Ansprechperson (wie z.B. einer office@….. mail Adresse) die Begrüßung formulieren soll.

    Oder bei einer Bewerbung mit der Adresse der Sekretärin, die für beide Organisationen arbeitet und nicht klar ersichtlich ist, wer von beiden Organisationen verantwortlich für die Besetzung der Stelle ist (ein Dilemma).

    Mit freundlichen Grüßen

    Gerda

    Gerda antworten
    • Hallo Gerda,

      wenn tatsächlich keine Ansprechpersonen bekannt sind und die Nachricht beispielsweise an eine office-Mail-Adresse geht, dann wird in der Regel die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ verwendet. Alternativ können Sie auch „Liebe Personalabteilung“ schreiben, wenn Sie genau wissen, dass Ihre Bewerbung von der Personalabteilung bearbeitet wird.

      Bei dem von Ihnen genannten Beispiel mit der Sekretärin würde ich im Unternehmen einfach direkt (telefonisch) nachfragen, wer für die Besetzung verantwortlich ist. Dann können Sie in der Anrede auch die richtige Person nennen. Dadurch wirkt Ihre Bewerbung professioneller.

      Viel Erfolg!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Gero

    Und was ist wenn die Grußformel aus einem ganzen Satz besteht, also so:

    Ich bedanke mich herzlich für Ihre Hilfe und schöne Grüße nach Wunderland, Gero Soundso

    Gero antworten
    • Auch hier kommt lt. Duden kein Komma. Denn ist die Grußformel Teil des letzten Satzes, wird sie mit einer Leerzeile vom Rest des Satzes abgetrennt und am Anfang kleingeschrieben. Sie endet ohne Satzzeichen.

      Also so:

      Ich bedanke mich herzlich für Ihre Hilfe und

      schöne Grüße nach Wunderland

      Gero Soundso

      Burkhard Heidenberger antworten

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