Hier erfahren Sie, wozu ein Mobbingtagebuch gut ist, wie Sie eines führen und wie es Ihnen hilft.

Wozu soll ein Mobbingtagebuch gut sein?

Ein Mobbingtagebuch sollte jeder Mobbingbetroffene führen. In diesem Buch werden die Mobbingattacken detailliert aufgezeichnet und damit dokumentiert. Dafür ist natürlich auch ein gewisser Aufwand und Disziplin erforderlich. Aber es lohnt sich, und zwar in mehrerlei Hinsicht.

Wozu nun das Mobbingtagebuch?

Die Aufzeichnungen erfüllen mehrere Zwecke:

  • Sollte es aufgrund des Mobbings zu einem arbeitsrechtlichen Prozess kommen, dient es der „Beweissicherung“ und als Erinnerungsprotokoll.
  • Das Mobbingtagebuch dient als Grundlage für Gespräche mit dem Vorgesetzten, dem Betriebsrat etc.   
  • Durch das Aufzeichnen der Mobbingvorfälle kann das „Leiden“ besser verarbeitet werden.

Wie führt man ein Mobbingtagebuch?

Legen Sie sich hierfür am besten einen A4-Kalender mit einem Kalenderblatt für jeden Tag und ausreichend Platz für Notizen auf jedem Blatt zu. Aber auch ein dickes Notizbuch (Kladde) erfüllt ihren Zweck.

Folgendes sollten Sie für Ihre Aufzeichnungen berücksichtigen:

  • Beschreiben Sie die Mobbingvorfälle so detailliert wie möglich.
  • Notieren Sie alle Vorfälle, nicht nur ab und zu Mal.
  • Halten Sie auch fest, wenn an einem Tag keine Mobbingattacken vorgefallen sind, z.B. weil der/die Mobber nicht anwesend waren.
  • Notieren Sie verbale Angriffe möglichst genau im Wortlaut.
  • Beginnen Sie mit den Aufzeichnungen so früh wie möglich, also bereits dann, wenn einzelne Mobbingattacken auftreten, die Sie vielleicht nur als „unangenehme Zwischenfälle“ betrachten.
  • Notieren Sie auch die Mobbing-Folgen (Schlafprobleme, Magenschmerzen etc.).
  • Halten Sie auch Vorfälle fest, die außerhalb des Arbeitsumfeldes passieren. Mobbingopfer werden durch den Mobber häufig im Privatbereich belästigt (Telefonterror etc.).
  • Nehmen Sie Ihr Buch täglich mit nach Hause, damit es nicht plötzlich „verschwindet“ und damit für Sie wertvolle Aufzeichnungen verloren gehen.
  • Sie können einem Mobber auch mitteilen, dass Sie seine Angriffe bis ins Detail dokumentiert haben und auch Zeugen für die Vorfälle haben (wenn das zutrifft!). Schon allein diese Tatsache schreckt viele Mobber vor weitere Angriffe ab.

Was gehört ins Mobbingtagebuch?

Eine Mobbingnotiz sollte folgende Informationen enthalten:

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Vorlagen, Muster, Checklisten zum sofortigen Herunterladen:

Brief, Fax, Ordnerrücken, Gutschein, Einladung, Lebenslauf, Bücherliste und viele mehr.

Klicken Sie hier, um zur Übersicht zu gelangen!

  • Datum des Vorfalls:
    16. Juli 2xxx
  • Zeit:
    8:35
  • Wer hat gemobbt:
    Herr X
  • Genaue Beschreibung der Handlung durch den Mobber:
    Herr X hat mich beschimpft, weil ich angeblich an seinem PC war. Frau X hat ihm erwidert, dass dies nicht stimmen kann, da ich die ganze Zeit in ihrem Blickfeld war.
  • Anwesende, wer hat den Vorfall beobachtetet (Zeugen oder andere Beweise für den Vorfall):
    Frau X, Herr Y
  • Ihre Empfindungen, Ihre Reaktion auf den Vorfall:
    Sprachlosigkeit, Unsicherheit
  • Welche Auswirkungen hatte der Vorfall bei Ihnen:
    Zittern, den ganzen Tag unkonzentriert

Wenn Sie ein Mobbingopfer sind, sollten Sie auf alle Fälle so ein Mobbingtagebuch führen. Kommt es dann zu einem arbeitsrechtlichen Prozess, haben Sie „sehr gute Karten in der Hand“.

Weiterführende Links:

Mobbing-Foren:

Mobbing-Beratungsstellen:

Literaturtipps:

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