Rhetorik: Wie Sie Ihre Zuhörer sicher loswerden

Rhetorik – nicht jeder hat rhetorisches Talent. So gibt es Personen, die unvorbereitet eine großartige Rede halten können und damit die Zuhörer vom Hocker reißen, dann gibt es andere, die trotz intensiver Vorbereitung das Publikum im besten Fall langweilen, im schlimmsten Fall verärgern. So hat eben jeder seine Stärken und Schwächen.

Wahrscheinlich mussten Sie auch schon öfter eine Rede oder einen Vortrag  über sich „ergehen“ lassen. Vielleicht denken Sie jetzt an die Schulzeit zurück. Da gab es vermutlich Lehrpersonen, die einem den Lernstoff richtig schmackhaft vermitteln konnten, andere erreichten genau das Gegenteil. Nur hatten wir früher in der Schule keine „Fluchtmöglichkeiten“.

Müssen Sie häufig vor Publikum sprechen? Im Folgenden 14 Tipps, mit deren Umsetzung Ihre Zuhörer auch nach Fluchtmöglichkeiten suchen werden. :-)

  1. Achten Sie darauf, dass Ihre Zuhörer möglichst keinen Nutzen aus Ihrem Vortrag ziehen.
  2. Wenn in Ihrem Vortrag kein Mehrwert für Ihr Publikum erkennbar ist, dann darf auch kein Unterhaltungswert vorhanden sein.
  3. Sprechen Sie möglichst leise und unverständlich.
  4. Bitte unbedingt Blickkontakt mit den Zuhörern vermeiden.
  5. Beeindrucken Sie mit Fachausdrücken. Je mehr, umso besser.
  6. Lassen Sie keine Zwischenfragen zu. Das stört.
  7. Sie müssen nicht immer optimal vorbereitet sein. Vorbereitung kostet Zeit, und wer hat heute schon Zeit.
  8. Lassen Sie sich möglichst leicht ablenken. Je öfter Sie vom Thema abschweifen, desto interessanter für das Publikum.
  9. Sie müssen überhaupt nicht frei sprechen. Alles von einem Manuskript ablesen reicht vollkommen. So entdecken Sie vielleicht sogar den ein oder anderen Fehler im Manuskript.
  10. Am besten kommt monotones Sprechen bei den Zuhörern an. Möglichst keine Emotionen zeigen.
  11. Tun Sie sich nicht den Aufwand an, in Ihrem Vortrag einen roten Faden durchzuziehen. Unnötige Arbeit!
  12. Lassen Sie keine anderen Meinungen gelten. Sollte Ihnen ein Fehler unterlaufen, schieben Sie die Schuld auf den Nächstbesten.
  13. Schmeicheln Sie Ihrem Publikum, so oft wie möglich. Das wirkt immer ehrlich und authentisch.
  14. Vermitteln Sie Ihren Zuhörern, wie gut Sie sind und wie wenig Ihr Publikum weiß. Sie müssen es nicht direkt sagen, indirekt reicht – aber das möglichst oft.

Haben Sie noch weitere Tipps, wie man mit einer Rede die Zuhörer langweilen kann?

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • MuGo

    15. Verzichten Sie auf die Nutzung etwaiger Hilfsmittel wie Laserpointer oder Mikrofon, wenn Sie damit nicht zurecht kommen, und behaupten Sie, diese wären kaputt.

    MuGo antworten
  • Adrian

    16. Beginnen Sie mit einigen Vorbemerkungen, die wenig bis gar nichts mit Ihrem Thema zu tun haben.

    17. Kündigen Sie an, dass Ihr Vortrag sieben (zehn, zwölf …) Hauptpunkte hat. Kommen Sie frühestens nach der Hälfte der Zeit zu Punkt 2.

    18. Beklagen Sie sich immer wieder darüber, wie wenig Redezeit Sie für ein so wichtiges Thema hätten.

    19. Zitieren Sie ausführlich, vorzugsweise ohne klar zu machen, inwiefern das Zitat für Ihre Überlegungen relevant ist.

    20. Zitieren Sie auch in Fremdsprachen. Dabei speziell beachten:
    a) Komplizierte Aussagen und Ausdrücke in kaum bekannten Sprachen lassen Sie unübersetzt.
    b) Bei einfachen Aussagen in gängigen Fremdsprachen geben Sie mehrere Übersetzungsvarianten an. Natürlich nicht auf einmal – vielmehr kommen Sie im Laufe der Fortsetzung darauf zurück, weil Ihnen spontan noch eine andere Übersetzungsvariante eingefallen ist.

    21. Machen Sie ausschließlich peinliche Witze. Wenn Ihr Publikum nicht oder nur gequält lacht, dann erklären Sie den Witz. Ausführlich.

    22. Überziehen Sie Ihre Redezeit.

    23. Sagen Sie am Ende, dass Sie eigentlich erst in der Hälfte Ihres Vortrages wären.

    Adrian antworten

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!