Was Führungsstärke ausmacht

Wer ein Unternehmen und damit auch Mitarbeiter führen will, sollte entsprechende Führungsqualitäten aufweisen. Führungsstärke setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen.

Hierzu zählen meiner Meinung nach insbesondere Empathie, Fairness, Aufrichtigkeit, Selbstsicherheit, Entscheidungsfreudigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, andere zu überzeugen und zu motivieren.

Wer diese Fähigkeiten in sich vereint, vermittelt eine positive (Führungs-)Autorität.

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Das zeugt nicht von Führungsstärke!

Zur Autorität

Autorität ist dort vorhanden, wo sie auch als solche wahrgenommen wird. Autoritäre Menschen zeigen sich in der Regel selbstsicher und souverän. Das können sie dann, wenn sie sich ihrer Fähigkeiten, ihres Einflusses und ihrer Möglichkeiten – oder kurz: ihrer Macht – bewusst sind.

Schwächen akzeptieren

Sie sollten als Führungskraft neben Ihren Stärken auch Ihre Schwächen kennen und wissen, damit umzugehen.

Offen zu seinen Schwächen zu stehen, erfordert Mut und Stärke.

Kein Mensch ist perfekt. Eine Person, die das vorgibt zu sein, wird vom Umfeld schnell als das entlarvt, was sie in Wirklichkeit ist – nämlich ein Blender.

Wer zu seinen Fehlern steht, gewinnt bei seinen Mitmenschen und Mitarbeitern mehr Respekt, als wenn das eigene Verschulden auf andere geschoben wird.

Jeder Mensch hat seine Schwächen und Macken und das macht ihn auf eine gewisse Weise auch sympathisch. Schließlich sind auch Führungskräfte keine Roboter, sondern Menschen mit Gefühl und Verstand.

Natürliche Autorität contra Despotismus

Mitarbeiter stellen an Vorgesetzte besondere Erwartungen. In erster Linie brauchen sie jemanden, der sie verantwortungsvoll leitet und ihnen Orientierung bietet. Vorgesetzte, die nur kritisieren und Mitarbeiter nicht dabei unterstützt, die Aufgaben gewissenhaft zu erledigen, finden kaum Zustimmung als Führungskraft.

Die Zeiten haben sich geändert. Auch wenn es noch Unternehmen gibt und wahrscheinlich auch immer geben wird, in denen der eine oder andere Despot in der Führungsebene sitzt, so hat sich das in den letzten Jahrzehnten doch zum Besseren gewandt.

Häufiges unbeherrschtes und unangemessenes Verhalten zeugt von charakterlicher Schwäche und sollte einen Vorgesetzten als Führungskraft disqualifizieren.

Starke Persönlichkeiten tolerieren hingegen die Meinung anderer, ohne sich dem Willen des Gegenübers zu beugen. Natürliche Autorität ausüben bedeutet auch, gut zuzuhören, auf das Gegenüber einzugehen und verantwortungsbewusst zu handeln. Das fließt in die Empathie-Fähigkeit ein, die ich eingangs als Komponente der Führungsstärke genannt habe.

Menschen mit “positiver Autorität” bringen ihre eigene Persönlichkeit in die Beziehung zu ihren Mitarbeitern mit ein. Sie sind dazu in der Lage, ihre Mitmenschen zu einem bestimmten Ziel zu führen und hierfür zu motivieren.

Offenheit und Aufrichtigkeit

Gerade für eine Führungskraft ist es wichtig, den Mitarbeitern gegenüber möglichst offen und aufrichtig zu sein, sei es in den Entscheidungen als auch in den Handlungen. Natürlich ist nicht jede Information für Mitarbeiter bestimmt. Dennoch sollte soweit möglich für Transparenz gesorgt werden.

Noch etwas zum Thema Kritik: Kritik enthält stets Potenzial zur Weiterentwicklung, zur Verbesserung. Deshalb ist es auch wichtig, diese zu kommunizieren. Teilen Sie Mitarbeitern mit, wenn etwas nicht zu Ihrer Zufriedenheit erfolgt und begründen Sie die Kritik. Dabei kommt es auch stets darauf an, wie man Kritik vermittelt.

Sie sollten für Fragen und Anliegen Ihrer Mitarbeiter ein offenes Ohr haben und diese ernst nehmen. Nur auf diese Weise können Sie die Vertrauensbasis zwischen sich und den Mitarbeitern stärken.

Mitarbeiter lassen sich leichter motivieren, wenn sie genau wissen, worum es geht. Erläutern Sie daher Ihre Entscheidungen, sodass die Mitarbeiter Ihre Anweisungen nachvollziehen und verstehen können.

Nur ein fairer Chef ist ein guter Chef

Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter. Führungskräfte sollten immer danach trachten, ihre Mitarbeiter nicht zu unterdrücken und der Situation entsprechend fair zu handeln.

So wie ein weiser König mit Weitsicht und Güte regiert, sollte auch die Führungskraft ihren Mitarbeitern das Verständnis entgegenbringen, das sie verdienen. Das heißt, gerechte Entscheidungen treffen und bei unverschuldeten Vergehen Großmütigkeit beweisen.

Denn Fehler werden immer passieren. Es kommt aber darauf an, wie Sie als Führungskraft mit diesen umgehen. Die Herausforderung liegt darin, eine positive Fehlerkultur im Unternehmen zu etablieren. Wie das gelingen kann, habe ich hier erläutert.

Fordern und fördern

Zu den Führungsaufgaben gehört nicht nur das Fordern, sondern auch das Fördern der Mitarbeiter. Um die Unternehmensziele zu erreichen, müssen Sie Ihre Mitarbeiter fordern und zum zielorientierten Arbeiten motivieren. Doch manche Führungskräfte vergessen dabei das Fördern, das mindestens genauso wichtig ist.

Denn nur, wenn Sie die Mitarbeiter ihren Begabungen entsprechend fördern, lässt sich deren Potenzial voll ausschöpfen, was wiederum dem Unternehmen zugutekommt.

Außerdem vermitteln Sie mit dem Fördern der Mitarbeiter Ihre Wertschätzung ihnen gegenüber. Weitere positive Aspekte des Förderns: Die Mitarbeiter sind motivierter, ihre Loyalität zum Unternehmen wird gesteigert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt – alles positive Einflussfaktoren auf den Unternehmenserfolg.

Um es abschließend auf den Punkt zu bringen:

Erfolgreiche Unternehmen MIT zufriedenen Mitarbeitern werden von Personen geleitet, die sich durch Führungsstärke auszeichnen.


Zum Weiterlesen:



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