Starten Sie ein Familienprojekt!

Vielleicht fragen Sie sich, was es mit einem Familienprojekt auf sich hat? Nun, damit meine ich ein (größeres) Vorhaben, dass mit der Familie umgesetzt wird. Die Familie bildet also das Projektteam.

Und wozu soll ein solches Familienprojekt gut sein?

Das gemeinsame Planen und Umsetzen eines Projekts kann

  1. das Wir-Gefühl fördern und damit die Familie stärken
  2. schöne nachhaltige Erinnerungen schaffen
  3. durch die beim Projekt auftretenden Erfolgserlebnisse das Selbstbewusstsein der Kinder stärken
  4. das Verhältnis und Verständnis zwischen den Generationen (wenn Großeltern auch involviert sind) verbessern
  5. das Verantwortungsbewusstsein der Kinder steigern
  6. insbesondere bei Kindern das Bewusstsein fördern, dass für das Erreichen des gemeinsamen Zieles manchmal Kompromisse erforderlich sind und durch das Zutun vieler einzelner Helfer Großartiges entstehen kann

Beispiele für Vorhaben, die sich als Familienprojekt eignen:

  • eine größere Reise mit der Familie
  • einen Gartenteich anlegen
  • die Wohnung umgestalten
  • der Bau eines Sandkastens im Garten
  • Gemüsebeete anlegen
  • einen Obstgarten pflanzen etc.

Jeder erhält Aufgaben – vom jüngsten Spross bis zu den Eltern.

Damit trägt jedes Familienmitglied seinen Teil zum Gelingen bei. Jeder darf und soll sich einbringen. Schön, wenn letztlich von jedem Familienmitglied eine Idee in das gemeinsame Projekt eingeflossen ist.

Es sollte möglichst etwas sein, von dem nach der Durchführung bzw. Fertigstellung jeder profitiert und das Geschaffene allen gleichermaßen zur Verfügung steht.

Das Projekt dokumentieren – jeder auf seine Weise

Interessant wird es insbesondere dann, wenn möglichst viele der Beteiligten das Projekt aus der persönlichen Perspektive dokumentieren. Die Entwicklung des gemeinsamen Vorhabens, von der Planung bis zur Umsetzung: filmen, fotografieren, Tonaufnahmen erstellen oder ein Projekttagebuch führen.

Am Ende des Projekts entstehen so schöne und häufig auch lustige Erinnerungen, die jedem Freude bereiten und das Vollbrachte nicht nur aus der eigenen Perspektive, sondern auch aus dem Blickwinkel weiterer Familienmitglieder heraus präsentieren.

Gerade Videofilme lassen sich in der heutigen Zeit ruckzuck erstellen, da jedes Smartphone über eine entsprechende Aufnahmefunktion verfügt. Es macht Spaß und kann sehr erheiternd sein, sich die Filme gemeinsam anzusehen und das Projekt dabei Revue passieren zu lassen.

Aber auch Fotobücher bilden eine schöne Erinnerung an das Familienprojekt. Sammeln Sie die Schnappschüsse der einzelnen Familienmitglieder und gestalten Sie daraus ein komplettes Fotobuch.

In einem Projekttagebuch können die schönen aber auch die nicht so angenehmen Seiten des Projekts schriftlich dokumentiert werden. Vor allem Kinder freuen sich darüber, wenn sie mit dem Führen eines Tagebuchs betraut werden, das sie dann auch vorlesen dürfen.

Konflikte vermeiden

Wie wohl jedes Projekt, an den mehrere Personen beteiligt sind, birgt auch das Familienprojekt Konfliktpotenzial. Aber auch das Überwinden von Hindernissen und Konflikten kann das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.

Es sollte darauf geachtet werden, dass sich auch wirklich jeder seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend in das Projekt einbringen kann. Fühlt sich eine Person benachteiligt, trübt das die Stimmung. Bei Meinungsverschiedenheiten ist eine demokratische Abstimmung sinnvoll.



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