Das etwas andere Tagebuch

Ein Tagebuch ist ja eine feine Sache. Man kann darin einen vergangenen Tag reflektieren, Erlebnisse, Eindrücke und Gefühle niederschreiben.

Ein Tagebuch ist aber auch eine hervorragende Gedächtnisstütze. Stellen Sie sich vor, wie Sie mit 80 Jahren in Ihrem Tagebuch blättern und lesen, was Sie z. B. als 26-Jährige(r) im Sommer so gemacht haben. Aber Sie können das Tagebuch auch noch für weitere Zwecke verwenden, und zwar als Erfolgstagebuch.

pxb-tagesplanungErfolgserlebnisse aufzeichnen – auch ein konventionelles Kalenderbuch eignet sich hierfür

Das Erfolgstagebuch

Wie der Begriff bereits erahnen lässt, werden darin die kleinen und großen Erfolgserlebnisse und Leistungen notiert. Denn in der Regel richten wir unser Hauptaugenmerk eher auf unsere Schwächen und Misserfolge. Die guten Leistungen gehen dabei oft unter.

Wenn Sie nun ein Erfolgstagebuch führen, notieren Sie darin Ihre kleinen und großen Erfolge. Seien Sie dabei so konkret wie möglich:

  • Falsch: Heute hat mich die Chefin gelobt.
  • Richtig: Heute hat mich die Chefin für die Berechnungstabelle zur Nachkalkulation gelobt, die ich erstellt habe. Damit ist in Zukunft eine bessere Projektkontrolle möglich.

Wozu überhaupt ein Erfolgstagebuch?

Hier fünf überzeugende Gründe:

  1. Es stärkt das Selbstbewusstsein.
  2. Sie werden sich Ihrer Stärken (besser) bewusst.
  3. Sie erhalten eine Dokumentation Ihrer Leistungen – hilfreich z. B. als Grundlage für Gehaltsverhandlungen.
  4. Sie können Ihre Fortschritte besser nachverfolgen.
  5. Es tut einfach gut, darin zu schmökern.

Übrigens: Wenn Sie bereits ein Tagebuch führen, ergänzen Sie Ihre Einträge zukünftig einfach noch mit Erfolgserlebnissen. Und schon haben Sie eine Kombination aus einem konventionellen Tagebuch und einem Erfolgstagebuch.

Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Liza

    Mich hat bisher immer vom Tagebuchschreiben abgehalten, dass ich das Gefühl hatte, eine “Chronologie des Versagens” zu manifestieren.

    Dein Vorschlag – nur begründet Positives aufzunehmen – hat mir sehr gut gefallen und ich werde es ausprobieren. Es ist sicherlich nicht nur angenehmer ;) sondern auch besser fürs eigene Selbstbild! :)

    Danke für die tolle Idee! :)

    Liza antworten
    • Gerne! :-)

      Also dann viel Freude mit dem Erfolgstagebuch!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • H.W.

      Hallo Herr Heidenberger, sicher ist es auch gut zu sehen, was man selbst geschafft hat und womit man zufrieden ist. Und wesentlich gesünder, als eine “Chronologie des Versagens” zu schreiben, wie es treffenderweise Liza geschrieben hat (was bei den vielen (Selbst)Optimierungsideen, die es heutzutage gibt, oft das ist, was am Ende des Tages bleibt: ein Gefühl des Scheiterns an all den (oft eigenen) Ansprüchen).

      Ich habe festgestellt, dass Dankbarkeit ein sehr guter Weg ist, das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es gibt vieles, wofür wir, besonders hier, in der westlichen Welt, dankbar sein können. Sei es das fließende, sogar warme, Wasser, das Dach über dem Kopf oder unser warmer Schlafplatz und das ausreichende Essen.

      Dazu kommen viele “Kleinigkeiten” wie das Singen der Vögel am Morgen, ein Parkplatz in einer vollen Stadt, den Zug noch erwischt zu haben, ein freundliches Lächeln, eine unerwartet freundliche Kassiererin in einem vollen Supermarkt…

      Es gibt viel, wofür ich dankbar bin, wenn ich bereit bin, kurz darüber nachzudenken. Das mache ich oft am Abend vor dem Schlafen und schreibe es auf. Das ist auch ein schöner Jahresrückblick.

      Mit freundlichen Grüßen; H.W.

      H.W. antworten

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