Diese Mitarbeiter sind Bremser

Eine falsche Mitarbeiterwahl kostet dem Unternehmen viel Geld. Allein die Kosten für die Personalsuche sind häufig enorm: Stellenbeschreibung, Stellenanzeigen schalten, Bewerbungsgespräche führen, Einarbeitung, …

Wird der neue Mitarbeiter den Anforderungen nicht gerecht, dann ist der in ihn investierte Aufwand umsonst, man bleibt auf den Kosten sitzen. Allerdings liegt der Fehler meist auf der Unternehmerseite, wenn die Auswahl des Mitarbeiters nicht sorgfältig erfolgt. Dann ist die Gefahr groß, dass „Bremser“ eingestellt werden.

pxb-mitarbeiter-bremser

Mit Bremser sind Mitarbeiter gemeint, die dem Unternehmen mehr schaden als nutzen. Dazu gehören:

1. Unmotivierte Mitarbeiter

So mancher Mitarbeiter nimmt es mit der Erfüllung seiner Aufgaben nicht ernst. Die Arbeitszeit wird mehr oder weniger „abgesessen“ und jede Tätigkeit über das erwünschten Soll ist zu viel des Guten.

Solche Mitarbeiter tendieren auch dazu, jede Aufgabe auf die lange Bank zu schieben. Und erst dann, wenn diese keinen weiteren Aufschub duldet, wird sie widerwillig erledigt.

» Tipps: So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter

2. Unqualifizierte Mitarbeiter

Ein Mitarbeiter kann noch so motiviert sein – wenn die fachliche und auch soziale Kompetenz (Hard Skills und Soft Skills) fehlen und er dadurch den anstehenden Aufgaben nicht gewachsen bzw. damit überfordert ist, dann zählt dieser auch zu der Kategorie „Bremser“.

» Tipps: Mit diesen 3 Filtern finden Sie engagierte und motivierte Mitarbeiter

3. Blaumacher und Schwänzer

Dazu zählen Mitarbeiter mit überdurchschnittlichen Fehlzeiten. Natürlich kann es hierfür berechtigte Gründe geben – beispielsweise eine Krankheit.

Allerdings gibt es auch Mitarbeiter, die fadenscheinige Gründe für ihre Abwesenheit finden. Das zu beweisen, ist oft schwierig, weil es genug Ärzte gibt, die bei einem mehr oder weniger berechtigten Krankheitsverdacht den Patienten sicherheitshalber krankschreiben.

» Tipps: Behalten Sie die Fehlzeiten Ihrer Mitarbeiter auf dem Radar! 

4. Mangelnde Identifikation mit dem Unternehmen

Es ist klar, dass nicht jeder Mitarbeiter mit Begeisterung seiner Tätigkeit nachgeht. Diesen Mitarbeitern fällt es natürlich auch schwer, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren. Zumindest eine Führungskraft sollten diese Identifikation und Loyalität gegenüber dem Unternehmen aufweisen. Ist das nicht der Fall, kann sich das negativ auf die Führung und damit auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken.

» Tipps: Loyale Mitarbeiter sind keine Glückssache!

5. Unruhestifter

Mitarbeiter, die durch ihre Art und durch ihr Verhalten Unruhe in den Betrieb bringen und Kollegen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit stören, sind im Unternehmen fehl am Platz. Solche Mitarbeiter sind Gift für das Betriebsklima und damit mittelfristig auch für den Unternehmenserfolg.

» Tipps: Was hilft gegen Intrigen im Büro?

6. Vorgesetzte mit fehlender Führungskompetenz

Mitarbeiter führen, ist eine große Herausforderung und verlangt Führungskompetenz. Wenn Führungskräfte diese Fähigkeit nicht aufweisen, hat das natürlich Einfluss auf das gesamte Unternehmen. Auf die Führungsstärke kommt es an.

» Tipps: 30 Reflexionsfragen: Sind Sie eine Führungspersönlichkeit?

7. Mangel an Teamfähigkeit

Um eine befriedigende Gesamtleistung zu bringen, ist es wichtig, dass Mitarbeiter im Team zusammenarbeiten und sich bei Schwierigkeiten gegenseitig unterstützen.

Teamfähigkeit ist gefragt! Ein Mitarbeiter, der beispielsweise nur an seine persönlichen Erfolge denkt und unter Umständen für den Betriebsablauf wichtige Informationen zurückhält, schadet auf Dauer dem Unternehmen.

Fehlende Teamfähigkeit zeigt sich auch in fehlender Kommunikations-, aber auch Leistungsbereitschaft. Das Gefühl, einen Kollegen ständig mitziehen zu müssen, belastet auf Dauer die Stimmung im Team.

» Tipps: Interview mit Dr. Guido Schüpfer: Teambildung, was es zu berücksichtigen gilt

Aber!

Nun ist es ein leichtes, Mitarbeiter zu bewerten und zu kritisieren. Aber eines sollte bedacht werden: Erfüllen die Mitarbeiter nicht die gewünschten Erwartungen, so liegt die „Schuld“ weitaus häufiger auf der Unternehmerseite als direkt bei den Mitarbeitern. Dazu zwei Stichwörter: Mitarbeitereinstellung, Mitarbeiterführung!

Zum Weiterlesen:



Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!