Sie müssen eine Abschiedsrede halten? Kein Problem!

Eine Rede halten ist nicht jedermanns Sache – und wenn es eine Abschiedsrede sein soll, dann fällt es vielen noch wesentlich schwerer. Obwohl die Vorbereitung einer Abschiedsrede weniger aufwendig ist, als Sie vielleicht vermuten.

Anlässe für eine Abschiedsrede gibt es zur Genüge. Beispielsweise verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, sei es zu einem anderen Arbeitgeber, in die Selbstständigkeit oder in den Ruhestand – dann ist eine Abschiedsrede für einen Kollegen bzw. den Mitarbeiter gefragt. Oder ein(e) Bekannte(r) beginnt einen neuen Lebensabschnitt in der Ferne. Wie auch immer.

Eine schöne Abschiedsrede gehört einfach zu einem glanzvollen Abschied.

pxb_abschiedsrede

„Herzlichen Dank für die schöne Abschiedsrede! Sie hat mich sehr berührt.“

9 Tipps für Ihre Abschiedsrede, die gut ankommt

Gut, gehen wir davon aus, Sie wollen mir zu Ehren eine Abschiedsrede halten. Ich, als langgedienter Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, wechsle in die Selbstständigkeit. Wie am besten vorgehen? Dazu nun neun Tipps.

1. Wer hält die Rede?

In unserem Beispiel haben wir die Wahl bereits getroffen. Sie als Vorgesetzte(r) halten die Abschiedsrede. Grundsätzlich sollte es immer eine Person sein, die den zu Verabschiedenden gut kennt, also idealerweise mit dieser Person vertraut ist.

2. Informationen sammeln

Im ersten Schritt geht es nun darum, möglichst viel „Redestoff“ zu sammeln.

3. Grundinformationen

Dazu gehören in unserem Fall Grundinformationen wie Eintritt in die Firma, Karriereleiter, Tätigkeitsfeld, Familienstand etc. Auch wenn das selbstverständlich klingen mag, so kann es recht peinlich wirken, wenn Sie bei der Rede genau diese Informationen nicht im Kopf haben.

4. Was sollte in Ihrer Abschiedsrede angesprochen werden?

Dann geht es um die Themen, die Sie in der Rede aufgreifen wollen. Stellen Sie sich hierfür selbst die Frage, was Sie in einer an Sie gerichteten Abschiedsrede gerne über sich hören würden. Machen Sie sich dazu möglichst viele Notizen.

5. Was würde ich gerne in meiner Abschiedsrede hören?

Und weil Sie ja über mich eine Rede halten sollen, stellen Sie sich nun die Frage, was wohl ich gerne hören würde. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die vortragende Person mit dem Redeempfänger vertraut ist. Auch hierzu wieder möglichst viel notieren.

6. Mitarbeiter, Kollegen befragen

Je mehr Sie Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven gewinnen, desto geringer die Gefahr einer langweiligen, unpersönlichen Abschiedsrede. Deshalb befragen Sie auch Kollegen und Mitarbeiter, was sie über mich Positives, Originelles und Humorvolles zu berichten wissen.

Hier ein paar Fragen, die Ihnen beim „Stoffsammeln“ für die an mich gerichtete Abschiedsrede helfen können:

  • Welche Anekdote gibt es über mich zu erzählen?
  • Welche positiven Persönlichkeitsmerkmale schätzen Sie/andere an mir?
  • Welches war das schönste, welches das lustigste gemeinsame Erlebnis?
  • Welches schwierige Erlebnis bzw. welche schwere Situation haben wir gemeinsam gemeistert?
  • Welche Erfolge konnte ich für das Unternehmen verbuchen?
  • Warum werden Sie mich in Zukunft vermissen?
  • Welche Fähigkeiten/Stärken haben mich besonders ausgezeichnet?
  • Habe ich auch ein paar „liebenswerte“ Macken (die können Sie ohne Weiteres erwähnen)?

Mit den Antworten auf diese Fragen sollten Sie schon einige Eckpfeiler für Ihre Abschiedsrede gewinnen.

7. Der rote Faden

Nachdem Sie nun genügend Ideen für Ihre Abschiedsrede gesammelt haben, sollten Sie sich einen roten Faden zurechtlegen. Folgender Aufbau hat sich bewährt – bleiben wir bei unserem Beispiel:

  • Beginnen Sie mit einer kurzen Anekdote über mich,
  • dann einige Hintergrundinformationen zu meiner Person,
  • darauf folgt das Lob, also alles Positive zu meiner Person und Leistung für das Unternehmen,
  • eine kurze Information über meine zukünftige Tätigkeit,
  • die besten Wünsche für die Zukunft,
  • abschließend ein Hinweis, dass ich jederzeit gerne willkommen bin.

So in etwa könnte die Abschiedsrede aufgebaut werden und Sie können sich sicher sein, dass ich damit alle negativen Erinnerungen an Ihr Unternehmen verdränge und nur positive Mundpropaganda für Sie mache. ;-)

8. Was eine optimale Abschiedsrede kennzeichnet

Die optimale Abschiedsrede dauert nicht länger als 10 Minuten, ist mit Humor gewürzt, schmeichelt dem Empfänger, ohne zu übertreiben und „berührt sein Herz“. Das ist eine Rede mit hohem Erinnerungswert!

Zu viele Lobeshymnen können schnell in reine Lobhudelei ausarten und wirken aufgesetzt.

Noch etwas sollten Sie berücksichtigen: Sprechen Sie mich in Ihrer Rede öfter direkt an, z. B. „Lieber Herr Heidenberger …“. Das vermittelt Verbundenheit.

9. Der passende Rahmen

Eine Abschiedsrede sollte in einem angemessenen Rahmen stattfinden, beispielsweise bei einem gemeinsamen Essen oder einem Umtrunk. Und ein Abschiedsgeschenk kann noch das Tüpfelchen auf dem i sein.

Der Umfang und ob die Notwendigkeit einer Abschiedsrede besteht, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. In einem großen Unternehmen mit zahlreichen Mitarbeitern und entsprechender Fluktuation ist eine Rede weniger angebracht.

3 Buch-Tipps für eine gelungene Rede

Abschließend noch 2 Buch-Tipps mit zahlreichen Beispielen, Tipps und Tricks für berührende Reden zu den unterschiedlichsten Anlässen:

Buch-Tipp – mit zahlreichen Musterreden und Bausteinen für die Abschiedsrede:


Buch-Tipp – kluge Zitate & feinsinnige Anekdoten für den optimalen Einstieg:


Buch-Tipp – mit zahlreichen Beispielreden:



Zum Weiterlesen:



Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!