Gewohnheiten ändern

Um Gewohnheiten zu ändern bedarf es einer großen Portion an Motivation, Geduld und Selbstdisziplin.

Ich werde hin und wieder gefragt, wie man sich eine neue Gewohnheit, eine neue Technik oder Methode am besten aneignet.

Eine Gewohnheit nach der anderen

Dazu empfehle ich immer, erst mal mit einer Gewohnheitsänderung anzufangen. Erst dann, sobald sich diese etabliert hat, kann man sich der nächsten widmen.

Es widerspricht zunächst unserem Drang, möglichst viel sofort umzusetzen. Anfangs beginnt man zwar enthusiastisch, aber dann kommt es zwangsläufig zur Frustration, weil man zu viel auf einmal versucht. Schlimmer wird es noch, wenn man mit neuem Anlauf einen zweiten Versuch startet und erneut scheitert.

Deshalb empfehle ich, die Anfangsenergie auf nur eine neue Gewohnheit zu fokussieren. Dafür braucht man Geduld, aber der Erfolg wird wahrscheinlicher.

Die persönliche Schmerzgrenze

Die beste Voraussetzung für eine Gewohnheitsänderung ist dann gegeben, wenn man seine „persönliche Schmerzgrenze“ erreicht hat. Eine solche „persönliche Schmerzgrenze“ könnte beispielsweise sein, dass Sie täglich ungemein viel Zeit verlieren, indem Sie ständig nach Unterlagen suchen. Diese Zeitverluste frustrieren Sie. Die Motivation, sich eine effiziente Ablage einzurichten, wird entsprechend groß sein.

Welche Gewohnheiten sollte man zuerst ändern?

Grundsätzlich gilt: Beginnen Sie immer mit einer Gewohnheit, mit einer Technik, die Ihnen persönlich am meisten bringt. Erst wenn Ihnen diese in Fleisch und Blut übergegangen ist, beginnen Sie mit der nächsten.

Tipps zum Ändern von Gewohnheiten

Hier sind einige der wichtigsten Kniffe, um neue Gewohnheiten erfolgreich zu lernen:

Erzählen Sie davon

Nehmen Sie sich vor, eine Gewohnheit zu lernen oder aufzugeben, und teilen Sie diesen Vorsatz anderen mit. Erzählen Sie Freunden und Familie davon. Je größer der positive öffentliche Druck, desto besser.

Training

Gewohnheiten ändern braucht Übung. Nehmen Sie sich 30 Tage für Gewohnheitsänderungen, und versuchen Sie, die neue Gewohnheit an jedem einzelnen dieser 30 Tage zu üben. Wenn Sie das einmal nicht schaffen, ärgern Sie sich nicht und machen Sie einfach am nächsten Tag weiter.

Protokollieren

Es hilft, Fortschritte täglich zu notieren. Machen Sie sich Notizen vor dem Zubettgehen. Das motiviert und gibt Zuversicht.

Unterstützung

Suchen Sie sich einen Partner oder eine Gruppe, die das gleiche Vorhaben hat. Wenn man mit anderen die Herausforderung teilt, sich gegenseitig motiviert, fällt die Gewohnheitsänderung wesentlich leichter.

Belohnungen

Belohnen Sie sich selbst – schon am Ende jedes der ersten drei Tage, dann am Ende jeder Woche, die Sie durchgehalten haben, und dann nochmals richtig am Ende der 30 Tage.

Fokussieren

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich während der ganzen 30 Tage auf die eine Gewohnheitsänderung konzentrieren. Richten Sie sich Erinnerungen ein, kleben Sie Notizzettel mit Ihrem Ziel an gut sichtbare Stellen. Wie Sie es auch immer machen, rufen Sie sich immer wieder Ihr Ziel vor Augen.

Positives Denken

Das ist auch ein wichtiger Faktor bei der Gewohnheitsänderung. Wenn Sie an sich selbst glauben, dass Sie eine Gewohnheit ändern können und werden, dann kann es auch klappen. Versuchen Sie, alle negativen Gedanken zu ignorieren und durch positive zu ersetzen.

Zum Weiterlesen: 


Kommentare

  • Sehr schön! Auch noch wichtig: Wirklich einen festen Entschluss zu Beginn machen. Und sich selbst versprechen, diese eine Sache jetzt durchzuziehen.

    Beste Grüße,

    Stephan Wießler

    Stephan Wiessler antworten

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