„Sortieren“ Sie Ihren Bekanntenkreis aus, wenn er Sie belastet!

Freunde und optimistische, lebensbejahende Menschen sind eine Bereicherung für unser Leben. Allerdings gibt es manchmal auch Personen im Bekanntenkreis oder im direkten Umfeld, die in uns negative Emotionen hervorrufen, die uns belasten.

Dazu zähle ich insbesondere jene Menschen, die stets negativ denken, alles schlecht machen und an allem etwas auszusetzen haben. Solche Menschen können ihr Umfeld demotivieren und frustrieren, auch durch ihre oft abwertende Haltung den Mitmenschen gegenüber. (» 10 mögliche Gründe, warum Menschen andere runtermachen, habe ich hier aufgelistet.)

„Negative“ Menschen können unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Deshalb sollte man sich von ihnen nach Möglichkeit fernhalten – oder zumindest den Kontakt auf ein erforderliches Minimum einschränken.

Daher kann es hin und wieder sinnvoll sein, die Beziehungen im eigenen Bekanntenkreis zu hinterfragen und bei Bedarf „auszusortieren“.

Und mit Aussortieren meine ich: bewusst auf Distanz gehen und den Kontakt einschränken.

Das bewirkt in der Regel eine persönliche Erleichterung, eine Art Befreiung aus einem engen Korsett und damit eine Steigerung des eigenen Wohlbefindens.

Im Umfeld von Energiesaugern nehmen Ihre Kräfte und Energien ab …

Wie Energiesauger erkennen?

Gehen Sie in Gedanken Ihren Bekanntenkreis durch. Führen Sie sich jene Personen vor Augen, mit denen Sie häufig zu tun haben, die also recht präsent in Ihrem Leben sind. Hilfreich bei der Betrachtung Ihrer Beziehungen zu diesen Personen kann die Frage sein, wie Sie sich nach einem Gespräch, nach verbrachter Zeit mit der entsprechenden Person fühlen.

Meist gut, geborgen, motiviert, verstanden – oder vielmehr niedergeschlagen, frustriert, angespannt, unsicher, verärgert?

Wenn Letzteres zutrifft, dann zählt diese Person wohl zu den Energiesaugern – also jemand, der Ihnen Kraft und Energie raubt.

Natürlich hat auch jede (!) Beziehung zu einem geliebten Menschen seine Höhen und Tiefen. Jeder Mensch hat schwierige Phasen und wohl auch seine Launen. Aber solche Beziehungen meine ich hier nicht. Denn selbstverständlich kann es auch sein, dass es einem Menschen schlecht geht und wir nach einem Treffen/Gespräch mit ihm niedergeschlagen sind.

Hier meine ich aber explizit Personen, die aufgrund ihres Charakters, ihrer Persönlichkeit permanent negativ sind und das Menschen in ihrem Umfeld spüren lassen.

Gehen Sie nun gedanklich Ihren Bekanntenkreis durch.

Welche Kontakte sind für Sie bereichernd, welche neutral und welche eher belastend?

Die bereichernden Beziehungen sind die wertvollen Schätze in Ihrem Bekanntenkreis, in Ihrem Leben. Den Kontakt zu diesen Personen gilt es wertzuschätzen und zu pflegen.


Grenzen aufzeigen:

Mit dem SELBSTBEWUSSTSEINSTRAINING in diesem Zeitblüten-E-Book werden Sie TÄGLICH STÄRKER. 

Dadurch gelingt es Ihnen, anderen Grenzen aufzuzeigen falls notwendig – zu Ihrem Selbstschutz und damit Ihre eigenen Bedürfnisse nicht zu kurz kommen:


Belastende Kontakte einschränken

Machen Sie sich in weiterer Folge darüber Gedanken, auf welche Art und Weise Sie den Kontakt, der bei Ihnen stets negative Emotionen hervorruft, so weit wie möglich einschränken können.

Das ist in vielen Fällen nicht ganz einfach. Schließlich möchte man niemanden verletzen. Oftmals ist eine vollständige Beendigung des Verhältnisses auch nicht möglich, z. B. wenn es sich bei der Person um einen Nachbarn oder Verwandten handelt.

Versuchen Sie in diesem Fall, zumindest die Kommunikation zu reduzieren und auf Distanz zu gehen. Ist das Verhältnis zu einer solchen für Sie belastenden Person ohnehin nicht besonders eng, dann fällt es in der Regel leichter, Abstand zu wahren oder sich von ihr gänzlich zu trennen.

Sie können bzw. sollten es der Person auch direkt (diplomatisch) sagen, dass Sie zukünftig den Kontakt einschränken möchten, und die Gründe hierfür nennen.

Negative Personen im Berufsleben

Während Sie im privaten Bereich mehr oder weniger selbst bestimmen können, mit welchen Menschen Sie sich umgeben, gestaltet sich das Distanzieren am Arbeitsplatz etwas schwieriger. Schließlich kann man sich selten aussuchen, mit wem man zusammenarbeitet und mit wem nicht. Es steht Ihnen jedoch sehr wohl frei, darüber zu entscheiden, mit welcher Person Sie beispielsweise zu Mittag essen oder Ihre Pausen verbringen.

Fazit

Seien Sie sich bewusst, dass belastende Beziehungen Sie Energie und Kraft kosten und damit auch Einfluss auf Ihre Lebensqualität haben können.

Es ist allerdings alles andere als einfach, belastende Verhältnisse – ob im geschäftlichen oder privaten Bereich – zu beenden bzw. auf Distanz zu gehen. Manchmal ist dies vielleicht auch gar nicht möglich. Aber es muss ja nicht gleich von heute auf morgen geschehen. Eine allmähliche Reduzierung des Kontakts auf ein erforderliches Minimum lässt sich schon leichter umsetzen und sollte im Interesse des eigenen Wohlergehens angestrebt werden.

Zum Weiterlesen:

„Sortieren“ Sie Ihren Bekanntenkreis aus, wenn er Sie belastet!
4.8 (95.79%) 19 Bewertung[en]


Kommentare

  • Lothar

    Über Ihren Ratschlag, „negative“ Bekannte auszusortieren, bin ich entsetzt. Das ist Egozentrismus pur.

    Die Vorstellung, es gäbe „negative Menschen“, hat etwas Faschistoides. Menschen sind nicht in Stein gemeißelt und jeder kann mal eine schlechte, depressive Phase haben. Da braucht es Freunde, die das mit einem durchstehen, die einen unterstützen, wieder nach oben zu kommen, anstatt sich einfach abzuwenden.

    Nun sehe ich mit Abscheu, wes’ Geistes Kind Sie sind!

    Lothar antworten
    • Sehr geehrter Herr Lothar,

      um ehrlich zu sein, bin ich ob Ihres Vorwurfs doch etwas verwundert. Deshalb möchte ich dazu kurz Stellung nehmen:

      > Menschen sind nicht in Stein gemeißelt und jeder kann mal eine schlechte, depressive Phase haben

      Mir ist natürlich bewusst, dass jeder seine schlechten Phasen hat. Wer nicht? Davon kann gar keine Rede sein. Übrigens habe ich das im Artikel auch geschrieben!

      Im Beitrag gehe ich aber explizit auf jene Typen ein, „die stets negativ denken, alles schlecht machen und an allem etwas auszusetzen haben“.

      Ich bin davon ausgegangen, dass damit klar ist, dass ich damit keine „schlechte, depressive Phase“ meine, die jeder von uns haben kann.

      Vielleicht liege ich falsch mit meiner Annahme, aber ich kann mir vorstellen, dass auch Sie den Kontakt zu solchen Personen eher meiden.

      > Da braucht es Freunde, die das mit einem durchstehen, die einen unterstützen, wieder nach oben zu kommen, anstatt sich einfach abzuwenden.

      Da gebe ich Ihnen vollkommen recht! Aber wie bereits erwähnt, war im Beitrag nicht von schlechten und schwierigen Phasen die Rede!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Henry Wesser

      Sehr geehrter Herr Lothar,

      in der Art, wie Sie (und einige wenige andere Leser) antworten, zeugt es von sehr wenig Respekt gegenüber der Arbeit von Herrn Heidenberger.

      Die Gedanken sind frei!, allerdings wäre es angebrachter, nicht mit derartig derben Worten um sich zu schlagen. Dankbarkeit und Respekt stehen an oberster Stelle der Kommunikation.

      Da Sie jedoch den ersten Kommentar abgegeben haben, kann ich mich bei Ihnen eigentlich nur bedanken! Durch Ihre – ja durchaus “angriffslustigen” – Worte haben Sie dem Thema, sicher ungewollt von Ihnen, indirekt eine gewisse Dynamik gegeben.

      Ich wünsche Ihnen allzeit so nette Gesprächspartner, wie Sie scheinen ein solcher zu sein. *-(

      Henry Wesser antworten
      • Jana

        Ich vermute, dass der Autor mit solchen “negativen Menschen” Leute wie z.B. Narzissten meint, die sich tatsächlich nur dann wohlfühlen, wenn sich andere schlecht(er) fühlen. Wo das Herunterputzen anderer ein dauerhafter Zustand ist und die Zukunft keine Besserung bringen wird. Ich stimme dem Autor zu. Solche Bekannten muss man aus Eigenschutz aussortieren, wenn man nicht selber krepieren will. Ist für manche vermutlich schwer verständlich, wenn man selbst noch nie in einer solchen Situation war.

        Jana antworten
    • Anja Gsottschneider

      Wenn jemand selbst ein negativer Mensch ist, emotionalen Missbrauch betreibt, Schuldgefühle bei anderen einsetzt usw., wird er natürlich ungerne “aussortiert”. Lieber manipuliert er in gehabter Art und Weise Menschen weiter und fliegt damit nicht auf.

      Wenn er Abneigung spürt, inszeniert er sofort ein Drama in dem Begriffe wie Faschismus, Hass und Egoismus mit der Persönlichkeit des “mündig werdenen Gegenübers” in Zusammenhang gebracht werden, anstatt sich höflich zu entschudligen, dass er einfach nur eine schlechte Zeit hatte und den anderen keinesfalls runterziehen wollte. Er zeigt Empathie,Skrupel, Gewissen – toxische Personen verfügen über alles drei nicht.

      DANKE, das ist ein sehr gute Artikel!

      Anja Gsottschneider antworten
      • Fräulein Lise

        Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Danke! Es gibt so wenige, die diese Situation verstehen, man hört immer nur ‘aber man muss doch solchen Menschen helfen’ – eigentlich muss man gar nix. Denn wer hilft denn uns, wenn die anderen fertig sind mit ihrem psychischen Missbrauch?

        LG Fräulein Lise

        Fräulein Lise antworten
    • Julia

      Ich möchte mal versuchen, zu “vermitteln” … Ich kann mit Lothars Reaktion in gewisser Weise etwas anfangen. Und trotzdem auch mit dem Ursprungsartikel.

      Das liegt daran, dass ich beides kenne. Ich kenne Menschen, die so negativ sind, dass es mich krank macht, dass es nicht auszuhalten ist und ich mich besser zurückziehe.

      Und ich kenne Phasen, wo ich selbst dieser negative Mensch bin. Und mir dessen schmerzhaft bewusst bin. Und das ist der springende Punkt: Wenn ich mich selbst so erlebe und dann lese ich so Wörter wie Energiesauger, dann tut das weh. Weil ich es nicht sein will und weil es doch auch stimmt. Insofern stimmt das mit dem getroffenen Hund.

      Solche Wörter sind zwar sachlich richtig, aber sie klammern aus, dass diese Energiesauger sich dessen auch bewusst sein können und darunter leiden, dass sie selbst gerne anders wären. Auch Energievampire … das klingt nach bewusst jmd anderen schaden wollen und das trifft es nicht. Es trifft das Empfinden desjenigen, der unter der Negativität leidet, aber es trifft nicht die Motivation des negativen Menschen, der nicht anders kann und gerne anders wollen würde.

      Es ist letztlich keine “Friedenssprache” … das ist ja auch ein hoher Anspruch und an dem Punkt, wo man solche Menschen, zu recht, aus seinem Leben entfernen will, muss man sich abgrenzen und ja, auch hart sein in gewisser Weise.

      Aber reflektiert kann man vielleicht festhalten: Der negative Mensch ist immer noch ein Mensch, kein Vampir, man kann ihm auch trotzdem alles Gute wünschen und jemanden, der ihn vielleicht inspiriert, wieder auf die positive Seite des Lebens zu kommen, auch wenn man es selbst nicht ist …

      Ich weiß nicht, ob verständlich ist, was ich meine. Es geht mehr darum zu sagen: Du tust mir nicht gut als darum zu sagen, wie der andere ist.

      Julia antworten
  • Lothar

    Sehr geehrter Herr Heidenberger, danke für Ihre Antwort, aber Sie überzeugt mich nicht.

    Woran machen Sie das denn fest, ob jemand „stets negativ denkt …“? Wie viele Tage, Wochen oder Monate an depressiver Phase billigen Sie Ihren Bekannten denn zu? Und was heißt eigentlich „ALLES schlecht machen“? So etwas sagt sich so leicht.

    Das Ganze ist doch ein künstliches Konstrukt. Die Sonnyboys dieser Welt sollen bitte froh sein, dass es ihnen gut geht, so lange es ihnen gut geht, und sich nicht über die erheben, denen es im Moment nicht so gut geht, warum auch immer. Und sollen lieber versuchen, sie aufzubauen, ihnen zu helfen, anstatt sie mit einem Negativetikett zu bekleben und noch weiter nach unten zu drücken.

    Wie wäre es, wenn Sie mit Ihrer Seite dabei mithelfen würden, eine Entwicklung in eine Zukunft zu fördern, in der die Menschen sich gegenseitig aufbauen und helfen, anstatt zu polarisieren in gut und böse, gut und schlecht, positiv und negativ? Das alles sind doch Bilder, die mit Aufklärung und einem optimistischen Weltbild nichts zu tun haben.

    Lothar antworten
    • > … aber Sie überzeugt mich nicht.

      Ich wollte und muss Sie mit meiner Antwort nicht überzeugen. Mir ging es darum, meinen Standpunkt zu erläutern. Auch deshalb, weil ein geschriebener Text – im Vergleich zu einem Gespräch – leichter missinterpretiert werden kann.

      > Woran machen Sie das denn fest, ob jemand „stets negativ denkt …“? Wieviele Tage, Wochen oder Monate an depressiver Phase billigen Sie Ihren Bekannten denn zu?

      Und ich wiederhole nochmals: Ich bezog mich in meinem Beitrag keinesfalls auf eine „depressive Phase“!

      Auch bezog ich mich auf „Personen, mit denen Sie häufig zu tun haben, die also recht präsent in Ihrem Leben sind.“

      Wenn ich mit einem Menschen häufig und viel Zeit verbringe, kann man meiner Meinung nach in der Regel schon abschätzen, ob es sich nur um eine, wie von Ihnen genannte „Phase“ handelt oder ob das Verhalten dieser Person mir gegenüber mehr von deren Persönlichkeit/Charakter herrührt.

      > Wie wäre es, wenn Sie mit ihrer Seite dabei mithelfen würden, eine Entwicklung in eine Zukunft zu fördern, in der die Menschen sich gegenseitig aufbauen und helfen

      Wenn Sie einen genaueren Blick auf die Beiträge hier auf meiner Webseite werfen, wird Ihnen vielleicht auffallen, dass mir diese Werte auch wichtig sind und ich sie hier kommuniziere!

      Und noch etwas: Ihren Vorwurf finde ich doch sehr befremdlich! Nur durch den Inhalt eines einzigen Beitrags und ohne mich persönlich zu kennen, drücken Sie mir umgehend den Stempel „faschistoid“ auf. Es wird von Ihnen damit eine Kategorisierung vorgenommen, in der Art, die Sie mir eigentlich vorgeworfen haben!!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Anja Gsottschneider

      Da bellt der getroffene Hund, lieber Herr Heidenberger! Ihr Artikel ist super und ich habe ihn sofort geteilt! Danke dafür!

      Anja Gsottschneider antworten
      • Fräulein Lise

        Dazu kann ich auch nur sagen, betroffene Hunde bellen! Niemand hat etwas von depressiver Phase erwähnt! Nur leider gibt es eben auch Menschen, die ein Fass ohne Boden sind und sich einfach nicht helfen lassen wollen!

        Ich denke, da ist es für einen selbst wichtig, sich zu fragen: Will ich mich noch länger aufopfern oder denke ich auch ein Stück weit an mich selbst?

        Man kann nicht alle retten, jeder ist auch ein Stück weit für sich selbst und sein Tun verantwortlich. Also bitte kein Verallgemeinern der Depressionen. Nicht jeder Mensch, der Missgunst und Unmut streut, ist automatisch auch depressiv.

        Fräulein Lise antworten
    • Susanne

      an Lothar:

      Ich stimme Herrn Heidenberger zu 100 % zu……..ich kenne eine Person in meinem Bekanntenkreis, die genau wie beschrieben denkt, handelt, redet.

      gerade unlängst hat sie mich angerufen …. mir nur negatives Zeug erzählt, sodass ich um 20.15 Uhr zu ihr mehrmals sagen musste …. ich schaue jetzt ein Fall für zwei …. sie !!! ignoriert das und redet und redet einfach weiter ….. ich sagte nur noch Tschau und legte sofort auf.

      Diese Person befasst sich den ganzen Tag nur mit negativen Themen aus dem Internet … ihr Leben bewegt sich nur damit … alles aufzusaugen was schlecht ist und das Umfeld damit zu belasten.

      Mehrmals habe ich ihr gesagt ….. STOPP … rede doch mal über was Gutes, Erfreuliches …. du ziehst dich immer weiter runter damit und andere auch …. derartige Gespräche möchte ich nicht führen ….. Sie: ja du hast ja recht ……..5 Minuten später fing sie dann wieder an zu jammern und Sachen aus der Welt zu erzählen …. was alles schlecht ist …

      Ich versuche mittlerweile diese Person zu meiden und Gespräche ganz ganz kurz zu fassen.

      Immer wieder habe ich sie versucht, positiv zu denken … was Schönes zu genießen … aber das geht bei ihr einfach nicht ……. mir kommt es vor, als würde es ihr nur “gut gehen”, wenn sie diesen Zustand erlebt.

      Susanne antworten
    • Rahel

      Guten Tag Herr Lothar …… Sie haben den eigentlichen Sinn von Herrn Burkhard Heidenberger auf der ganzen Linie nicht wirklich gefühlt, da bin ich überzeugt!…- und das tut mir für Sie leid!

      “Ich wünsche: Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann. Mut, Dinge zu ändern, die geändert werden können und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden” – alles Liebe Herr Lothar

      Rahel

      Rahel antworten
  • Antilothar

    Herr Heidenberger,

    ich gebe Ihnen vollkommen recht. Ein gesunder Geist indes trennt sich automatisch von schlechten Einflüssen, sprich Personen, die DAUERND das Negative transportieren. Ich kenne da schon ein paar Kandidaten, die mir aus der Ferne lieber sind und ich diesen Zustand, auch unterbewusst herbeigeführt habe.

    Geht es meinen Freunden schlecht, stehe ich zu ihnen und helfe wo es geht.

    Mein Ar…ch-Radar funktioniert relativ gut. Dennoch gebe ich jedem Gespräch und Gehör. Sollte sich mein Bauchgefühl bestätigen, habe ich auch schon einfach meinen Platz gewechselt. So frei darf ich sein und sollte das Egozentrik sein, ist diese wohl eine Tugend.

    Ach ja, Lothar, genau diese zwei Postings haben Ihnen bereits ein bestimmtes Etikett aufgedrückt. Das kriegen Sie nicht mehr los. Genau das Negative, was grade noch aus den Beiträgen herauszufiltern war, haben Sie zum Anlass Ihrer Vorwürfe gemacht. Also, wir würden auch nicht lange glücklich miteinander sein.

    Schenken Sie sich Ihre Antwort, ich entferne mich bereits…

    Gruß Antilothar – ein wahrer Optimist

    Antilothar antworten
  • Anna

    Herr Heidenberger, ich empfand Ihren Artikel sehr aufbauend.

    Ich habe eine sehr negative Beziehung zu einer Bekannten beendet. Ein schlechtes Gewissen hat mich sehr lange zögern lassen, diesen Schritt zu gehen. Jedes Mal, wenn diese Bekannte sich bei mir meldete, hatte ich ein ungutes Gefühl. Sie ist wirklich sehr negativ und kritisierend. Sie mischte sich in Dinge ein, die sie auch nichts angingen.

    Ich habe diese Beziehung zu der Bekannten nur nie beendet, weil ich immer dachte, ich müsste auch mal “Kritik aushalten” können. Wenn mir jemand etwas Negatives sagt, kann ich nicht jedes Mal eine Beziehung abbrechen. Vielleicht lag es auch nur an mir, weil meine “Bedürfnisse” nicht erfüllt wurden wie Rosenberg sagt?

    Ich bin ganz ehrlich: Die ganzen Argumente, es auzuhalten, sind großer Bullshit. Ich stimme absolut mit Ihnen überein: Wenn ein Mensch in einem nur ungute Gefühle auslöst, dann sollte man ihn von der Freundes- und Bekanntenliste komplett streichen. Wenn die “Bedürfnisse” oder “Ansprüche”, die man an eine Freundschaft hat, in keinster Weise zur Geltung kommen, dann ist es auch keine richtige Freundschaft. So egoistisch sollte man sein. Seine Freunde kann man sich aussuchen. Und das sollte man auch tun! Das einzige, was ich mich frage, warum ich nicht früher einen Schlussstrich gezogen habe.

    Anna antworten
  • Stella

    Ich hatte 17 Jahre lang eine Freundin, die ist der Pessimist schlechthin und will das auch bleiben, um niemals verletzt werden zu können. (Als ob ein Pessimist sich nicht bereits durch seinen Pessimismus selbst verletzen würde.)

    Ich habe mich immer besonders um sie gekümmert, um ihr von meiner Lebensfreude abzugeben und um ihr die Kunst beizubringen, Hoffnung zu sehen, wo keine ist. Als diese “Freundin” eines Tages meinem neuen Freund erzählte, was an mir schlecht und mir dann, was an ihm schlecht ist und damit einige Turbulenzen gestartet hatte, habe ich mich von ihr getrennt. Ich hätte auch noch einige andere Beispiele parat.

    Ich bin ein geduldiger Mensch und jeder bekommt von mir seine 24 Chancen. Aber dann sollte man schon irgendwann mal ein Resümee ziehen.

    Im Gegensatz zu Lothar verstehe ich sehr gut, worauf Sie hinaus wollen. Aufräumen im Außen, räumt auch immer im Innern auf und ist in regelmäßigen Abständen einfach nur gesund.

    Stella antworten
  • Pfeiffer-Sachse, Susanne

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    vor mehr als drei Jahren habe ich einen Schlussstrich unter die Beziehung zu meinen Eltern gezogen. Ich tat das nach sehr reiflicher Überlegung und hatte lange Zeit damit zu kämpfen, eine Entscheidung zu fällen. Natürlich habe ich meine Eltern nicht aus dem Bewusstsein gelöscht, dazu war man ja auch zu lange zusammen. Aber ich sehe sie jetzt anders als vor noch ein paar Jahren und ich weiß, dass sie mit ihren Freunden auch erbarmungslos sind. Das würde ich mir lange nicht von meinen Freunden gefallen lassen! Für solches Hick-Hack ist mir meine knappe Freizeit auch zu schade!

    Zurück zu meinen Eltern: Bevormundung, Beleidigungen am Telefon, Beschuldigungen (“Erbschleicher zu Lebzeiten” – dabei habe ich nie wieder auch nur einen Cent von meinen Eltern gesehen und erbeten, seitdem ich auf eigenen Füßen stehe) und das ständige Schlechtmachen meines Mannes, den sie aus mir nicht erklärlichen Gründen nicht mögen, haben mich zu diesem Schritt geführt.

    Ich war nervlich am Ende und habe nur noch geheult. Mein Mann hat mich immer wieder ermuntert, den Kontakt aufrecht zu erhalten, aber ich habe gemerkt, dass mich das kaputt macht. Ich war innerlich total zerrissen und habe es gemacht, wie Sie schreiben: Auswertung der Beziehung: Was tut mir gut, was nicht. Leider überwogen die das Wohlbefinden nicht steigernden Sachen …

    Ihr Artikel hat mich sehr bewegt und ich finde, dass Sie recht haben. Negative Personen, die psychisch gesund sind (also nicht depressiv), rauben einem Kraft und Lebensfreude. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Eine Beziehung lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen, es kann nicht einer nur geben und der andere nur nehmen. Irgendwann muss man die Reißleine ziehen, bevor man selbst kaputt geht.

    Sicher sollte man sich einen solchen Schritt gut überlegen. Aber wenn man sich erst mal vom schlechten Gewissen befreit hat, geht es wieder gut und man fühlt sich befreit. Ich habe auch in beruflicher Hinsicht festgestellt, dass seitdem vieles besser läuft. Denn jetzt habe ich die Energie, die Dinge anders anzugehen und zu planen.

    Ihr Artikel ist differenziert und völlig in Ordnung. Vielleicht hat Lothar ihn nicht richtig und gründlich genug gelesen oder nicht verstanden!

    S. Pfeiffer-Sachse

    Pfeiffer-Sachse, Susanne antworten
    • Vielen Dank für Ihren offenen Erfahrungsbericht, Susanne!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Heike

      Liebe Susanne,

      auch ich habe mich vor 2 Jahren zum 2. Mal von meinen Eltern getrennt, von meinem Bruder vor einem halben Jahr. Alle drei haben mich viele Nerven gekostet … habe ich was geleistet, war ich gut, wenn nicht, war ich der Versager …mein Ehemann das Allerletzte … wenn sie angerufen haben, ging es immer nur um ihre Wehwehchen, die anderen zählen nicht … haben schlecht über mich geredet …

      Sicher … viele reden mir ins Gewissen … es sind doch deine Eltern … wie kannst du nur … ich weiß, es bleiben ja auch meine Eltern, aber deshalb muss ich mich nicht fertig machen lassen. Manchmal muss man eben Ballast abwerfen … ich bin erwachsen genug, dass ich mit den Konsequenzen leben kann und seitdem geht es mir einfach viel besser ;-)

      Alles Liebe

      Heike

      Heike antworten
      • Murmel

        Liebe Heike,

        ich beglückwünsche Sie zu Ihrem Entschluss. Auch mir erging es ebenso. Meine Mutter hat regelmäßig jede Gelegenheit genutzt, um die eigenen Kinder gegeneinander aufzuwiegeln. Irgendwann war mir das zu viel.

        Viele Jahre habe ich meine Mutter auf einen Sockel gestellt, auf den sie nicht gehört und habe sie abgöttisch geliebt. Aber diese Liebe war nur einseitig und ich musste erkennen, dass meine Zuneigung über viele Jahre die Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe widerspiegelte, die meine Mutter mir nicht geben konnte/wollte.

        Ich habe konsequent jeglichen aktiven Kontakt abgebrochen und fühle mich heute wirklich befreit.

        Selbstverständlich bleibt meine Mutter meine Mutter, aber nicht zu jedem Preis.

        Jetzt, da ich ihr die “Angriffsmöglichkeit” quasi verwehre, kehrt auch Ruhe in die Geschwisterbeziehungen ein. Meine Geschwister haben nicht so konsequent reagiert, aber ich lasse keine Vorwürfe zu. Ich bin ich und kein Mensch hat mein Leben, meine Entscheidungen zu be- oder verurteilen, denn kein Mensch empfindet gleich wie ich.

        Ihre Schilderung bestärkt mich – ich weiß, ich bin nicht allein und es gibt Menschen, denen dieser Schritt ebenso viel Kummer bereitet hat. Menschen, die sich nicht einfach so getrennt haben, auch gerade weil es die Eltern sind, sondern den Entschluss haben reifen lassen.

        Danke

        Murmel antworten
  • Häggis

    Hallo Herr Heidenberger,

    vielen Dank für Ihren Artikel.

    Auch ich habe einen Bekannten, der permanent negativ ist, nur nörgelt und lieber über Dinge redet, die er nicht mag, anstatt Dinge zu erwähnen, die er mag.

    Dieser Mensch löst in mir zeitweise ein sehr negatives Bauchgefühl aus. Ich habe mir vielleicht etwas vorgemacht, aber eine Zeit lang habe ich versucht, ihm zu helfen oder ich dachte, ich könnte ihm helfen, indem ich ihm zugehört habe und ihm Mut machen wollte.

    Diese Gespräche kosteten mich immer sehr viel Kraft. Ich habe nach einiger Zeit eingesehen, dass es keinen Sinn hat, es weiter zu versuchen. Ich habe mich daraufhin zurückgezogen und abgeblockt.

    Wir hatten einige Zeit später ein offenes Gespräch, in dem ich ihm gesagt habe, dass diese Gespräche zu anstrengend für mich waren, worauf ich von ihm als Antwort “Danach ging es mir immer besser” bekam. Dies hat mir gezeigt, dass ICH ihm anscheinend egal bin. IHM ging es besser und mir ging es danach IMMER schlecht. Von einem gesunden GEBEN-NEHMEN-Verhältnis kann man da wohl nicht sprechen.

    Nun, leider ist die Person, von der ich schreibe, psychisch erkrankt. D. h., ich weiß nicht, inwieweit ich Verständnis für sein Verhalten haben muss, aber Verständnis kann ich ehrlich gesagt nicht haben. Dafür wurde ich schon zu oft als Ego-Mülleimer missbraucht.

    Mein Bekannter hat ein sehr schlechtest Bild von sich selbst. Diesen Frust überträgt er dann auf mich, indem er sich nur mit negativen Dingen auseinandersetzt. Er vernachlässigt seinen Körper (er pflegt sich nicht), er vernachlässigt seine Wohnung (ebenfalls ungepflegt), er beleidigt sich selbst (habe ihn bei Selbstgesprächen belauscht).

    Es tut mir leid, ihn so zu sehen. Ich wünschte, er könnte sich selber da heraus helfen. Doch ich glaube, weder er selbst noch ich kann ihm dabei helfen, sich selbst zu mögen und etwas mehr aus sich und seinem Leben zu machen.

    Beste Grüße

    Häggis antworten
    • Danke, Häggis!

      Wie Sie richtig schreiben: „… sich selbst zu mögen“ – sehe ich auch so. Denn negativen Menschen fehlt es oft an gesunder Selbstliebe. Sie kommen mit sich selbst nicht klar, sind mit sich selbst unzufrieden und übertragen diese negative Grundstimmung meist auch auf ihr persönliches Umfeld, was wiederum belastend für die Mitmenschen ist – wie auch Ihr Beispiel zeigt.

      Warum diese gesunde Selbstliebe – in diesem Fall bei Ihrem Bekannten – fehlt, ist für Außenstehende selten nachvollziehbar. Jeder Mensch hat eine ihn prägende „Vorgeschichte“ (Erziehung, Erlebnisse, …).

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Franz Speck

    Wer alt genug ist, hat ausreichend Lebenserfahrungen gemacht. Ich kenne alle Typen von Menschen und reflektiere über mein eigenes Leben. Wir sind umzingelt von dummen und negativen Menschen, die sich selbst für positive und gute Menschen halten, aber volle Jauche sind. Schlimm halt, wenn es die eigene Verwandtschaft betrifft. Aber da muss man halt durch. Und besser auf absolute Distanz gehen, als an solchen Menschen zu erkranken oder zu zerbrechen. Man kann denen auch nicht helfen. Das sage ich nach 41 Lebensjahren.

    Seit meiner Kindergartenzeit beobachte ich Menschen, mich selbst erst seit vielleicht 18 Jahren. Ich habe sogar angefangen, mich ab 26 wieder weiterzuentwickeln und tue es noch. Die Konsequenz ist, dass man diejenigen, die stehen bleiben, zurücklassen muss oder sie ziehen einen runter. Die meisten entwickeln sich nicht mehr weiter. Und wenn man denselben Menschen Jahre und Jahrzehnte immer wieder eine Chance gibt, sich aber nichts ändert, dann ist man selber auch stehen geblieben. Dann hat man nicht verstanden, dass bei manchen eben Hopfen und Malz verloren sind und blockiert sich selbst, hält sich selbst gefangen. Manchmal muss man die Menschen eben abschreiben. Sonst macht man ewig so weiter und bleibt dabei doch selbst stehen. So gesehen ist man oft selber sein größter Feind.

    MfG

    F. S

    Franz Speck antworten
  • Anonym

    Es stimmt!

    Es gibt Menschen, die dich auf Dauer schlecht fühlen lassen. Natürlich ist man auch selbst daran schuld, wenn man es zulässt. Wenn man jedes Mal merkt, dass man sich nach einem Telefonat oder Treffen schlecht fühlt, ist es nicht gut.

    Menschen, die immer zweifeln, denen man von seinen Träumen erzählt und direkt das Schlechte daran finden. Nach einer Weile färbt es auf einen ab und man lebt genau wie diese Person, voller Vorurteile, Zweifel, negativen Denken und Ängsten. Das tut doch keinem gut!

    Deshalb bin ich der Meinung, sich mit Menschen zu umgeben, die einen hochziehen und nicht runter!

    Anonym antworten
  • Grath

    Vollkommen zutreffend! Schon in der Bibel steht, meide schlechten Umgang.

    Grath antworten
  • Birgit

    Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen, weil mich interessierte, wie die Meinungen zum Umgang mit “negativen” Menschen ist.

    Im Artikel selbst und in den Kommentaren wird richtigerweise klargestellt, dass es einen Unterschied zwischen Menschen gibt, die schlechte Phasen haben und Menschen, die permanent alles schlecht sehen, alles schlecht interpretieren, denen nie ein positiver Gedanke entspringt.

    Ich finde es richtig, dass man das Recht haben sollte, sich von solchen Menschen zu distanzieren oder zu trennen, auch wenn diese selbst (und auch andere) sich vielleicht gar nicht so sehen. Mit Menschen im Bekanntenkreis ist dieser Schritt evtl. relativ einfach, wenn auch bestimmt langwierig zu vollziehen.

    In der eigenen Verwandtschaft ist es sicherlich schwieriger. Ich bin jedoch mit einem solchen Menschen seit 25 Jahren zusammen und seit 14 Jahren verheiratet. Und ich muss zugeben, dass ich viele Jahre gar nicht so bemerkt habe, welch “negativer” Mensch mein Mann ist. Wahrscheinlich habe ich, die immer sehr positiv dachte und immer motiviert Neuem und Fremden gegenüberstand und immer lebensfroh war, diese Eigenschaft nicht bemerkt bzw. verdrängt.

    Jetzt aber merke ich, dass ich selbst schon so geworden bin. Wenn das eigene Leben schon nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, man selber eigene Probleme hat (Arbeit), und der eigene Ehemann tagaus tagein nur schlechte Stimmung verbreitet (aber er selber merkt es nicht), frage ich mich eben auch schon seit einiger Zeit, was ich tun kann.

    Mein Mann wehrt sich gegen die Behauptung, er sehe alles negativ, wenngleich ich es ihm nicht vorwerfe, sondern schonend erkläre. Er ist ein guter Mensch, das ist mein “Problem”. Aber er hat auch dazu beigetragen, dass es mir im Laufe der Jahre – und zur Zeit aktuell – immer schlechter geht. Und meine Frage, was tut man in einer solchen Situation, ist schon ein stückweit beantwortet. Ich wollte eigentlich auch nur sagen, dass der Schritt in einer Ehe noch einmal schwieriger ist.

    Birgit antworten
  • Hallo,

    ich schließe mich der Meinung an, sich auf Dauer lieber von stets negativen Menschen und/oder “Energievampiren” zu trennen. Allerdings gefällt es mir nicht, das so ganz sang- und klanglos zu tun und mich “einfach” zu distanzieren. Gerade alte Bekannte/Freunde/Verwandte sollten es Wert sein, sich auszusprechen. Auch um dem anderen eine Chance zur Veränderung zu geben. Das funktioniert natürlich meist nur, wenn man selbst nicht schon Jahre lang gelitten und dann innerlich gekündigt hat.

    Sicher, offiziell Schluss machen oder diese Konsequenz anzukündigen, wenn sich nichts ändert, ist außerhalb von Paarbeziehungen oft unüblich. Den Kontakt einseitig zu reduzieren, ist wesentlich bequemer, als sich offen auseinanderzusetzen … Und doch … zum Tangotanzen gehören zwei und in jeder Art von Beziehung spielt das Verhalten von beiden Seiten eine Rolle. Auch ein jahrelanges Sich-etwas-gefallen-lassen (da spricht heraus, dass mir etwas auch gefällt) spielt eine große Rolle.
    Einseitig und still zu kündigen, finde ich daher zwar verständlich, aber ein bisschen arm.

    Heike Bergau antworten
    • Bernd

      Liebe Heike, ich finde es nicht arm, sich sang-und klanglos zu trennen, sondern finde es nur zu konsequent. Wenn ich, wie in meinem Fall im Voraus weiß, dass besagte Person mich nur wieder runter macht, weil seine Entwicklung anders ist als die meine, dann muss ich mich nicht nochmals der Situation aussetzen. Ich kenne meinen Weg. Die betreffende Person weiß nicht, wie schlecht sie mit mir umgeht.

      Ich finde, dass ich ein Recht darauf habe, so zu handeln, dass es mir gut geht. Wenn Erklärungen ins Nichts führen, sollte man sich diese sparen (dürfen).

      Bernd antworten
  • Ina

    Die Zeitblüten erhellen in regelmäßigen Abständen meinen Alltag im Büro und offenbaren während meiner Pausen häufig Praktisches, manchmal Offensichtliches, ab und zu Philosophisches …

    Das oben aufgetretene Missverständnis mit Lothar ist bedauerlich … Ich für meinen Teil begnüge mich an der Stelle damit, einen Denkanstoß bekommen zu haben, den ich so gern annehmen möchte, gibt er mir doch Absolution dafür, dass es legitim ist, mich dem Kontakt mit Menschen zu entziehen, in deren Gegenwart ich mich einfach nicht wohlfühle.

    Ina antworten
  • Petra Beier

    Ich habe die unterschiedlichen Kommentare gelesen und möchte Folgendes dazu beitragen:

    Auch mein Mann ist eher geneigt, die Nachteile zu orten, als optimistisch in die Welt zu blicken. Wir leben seit mehr als 34 Jahren gut damit. Seine Skepsis und Vorsicht hat mich häufig zum Nachdenken veranlasst, bevor ich eine spontane Aktion startet.

    Wäre es nicht besser jeden Menschen so zu akzeptieren, wie er/sie ist und nur die Unterstützung anzubieten, ohne etwas aufzudrängen. Meine berufliche Situation ist ähnlich, ich arbeite mit Langzeitarbeitslosen mit verschiedenen Vermittlungshemmnissen. Auch diese Menschen kann ich nur beraten und motivieren, ihre Aussichten zu verbessern, ändern kann ich selber nichts, nur Hilfestellungen sind möglich.

    Ich habe genügend Optimismus für Job und Familie, um jeden Tag die Herausforderungen anzunehmen, die Welt “ein ganz kleines bisschen zu verbessern”. Hindernisse zu umschiffen macht jeden Tag neu und sinnvoll. In diesem Sinne ein sonniges Dasein für alle Leser!

    Petra Beier antworten
  • Hubert

    Hallo, ich rege mich hier über den ersten Kritiker mit Namen Lothar auf. Es hat doch hier den Anschein, dass es sich um einen Profilneurotiker handelt, der entweder die Thematik nicht versteht oder bewusst Hetze macht. Mein Leben ist doch viel zu kurz, um sich mit Naturpessimisten zu umgeben.

    Hubert antworten
  • Barbara Möller-Holtkamp

    Es ist kein Egoismus, man lebt nur einmal. Der gesunde Menschenverstand und Instinkt entscheiden, welche Menschen uns gut tun und welche nicht. Nur so hat man Spaß im Leben und bleibt gesund und erfolgreich.

    Freunden kann man immer beistehen und man ist immer dankbar, wenn man in schlechten Phasen jemanden hat. “Naturpessimist” ist ein super Begriff! Jemand, der sich die Zeit nimmt, mit Negativität zu prahlen, der ist selber Schuld. Und deswegen heißt es auch “Zeitblüten”!

    Vielen Dank für den Beitrag, Herr Heidenberger!

    Barbara Möller-Holtkamp antworten
  • F.Lutz

    Manchmal dauert es eine sehr lange Zeit, bis man erkennt, dass ein langjähriger Freund ein negativer Mensch ist. Auch ich hatte so eine Freundin, die an allem und jedem was auszusetzen hatte. Wenn man sich selber über was gefreut hatte, dann kam von ihr schon wieder ein aber … Auf diese Art hat sie im Laufe der Zeit ihren ganzen Freundes- und Bekanntenkreis vergrault. Mich auch. Seither fühle ich mich wie befreit. Ich hätte diesen Schritt schon vor Jahren gehen sollen.

    F.Lutz antworten
  • Ralf Rogers

    Hier nur kurz zum Kommentar von Herrn Lothar: Dieser Herr ist das beste Beispiel von Mensch, zu dem man möglichst viel Abstand halten sollte bzw. jeglichen Kontakt vermeiden sollte.

    Die Ausführungen von Burkhard sind korrekt und realistisch. Ich bin seit 17 Jahren CEO-Consultor.

    Ralf Rogers antworten
  • Giere, Cornelia

    Ich sehe das differenziert: Grundsätzlich gebe ich nicht mehr anderen Menschen die Macht über meine Gefühle. Die habe ich selbst. Ich überprüfe den Auslöser für negative Empfindungen und Gefühle, auch wenn dieser Prozess Zeit braucht.

    Oft hat das empfundene Negative mehr mit mir zu tun und meinen (!) Interpretationen und Bewertungen, die ich dem Tun oder den Worten eines anderen gebe, als mit dem anderen Menschen. Das erforsche ich also, bevor ich jemandem das Etikett kraftraubende Nervensäge anhefte. Meistens löst sich dann die negative Energie von allein auf. Ich mache mir aber auch bewusst, dass ich Wahlfreiheit besitze.

    Ich habe das Recht, die Menschen auszusuchen, mit denen ich umgehe, ohne mich rechtfertigen zu müssen!

    Mein Kriterien sind: Unterstützen diese Menschen mein Wachstum oder nicht? Worin besteht die Unterstützung genau? Gibt es ein freudiges gegenseitiges Geben und Nehmen in der Beziehung? Was kann ich dazu beitragen, ggf. die Beziehung zu verbessern? Möchte ich das tun, wenn ja, aus welchem Grund?

    Der Schlüssel ist also Bewusstheit, nicht Bewerten des anderen als negativ oder zurückgeblieben. Wir gehen einfach unterschiedliche Wege. Ich verabschiede mich jedenfalls von denen, mit denen ich nicht mehr Kontakt haben möchte mit einer Wertschätzung dessen, was ich von ihnen über mich gelernt habe und was sie zu meinem Wachstum beigetragen haben, oft gerade durch schmerzvolle Handlungen.

    Es passiert schon, dass der/die andere nicht das hören will, was ich sage, sondern nur das, was in ihre Vorstellung passt. Das ist aber nicht meine Verantwortung. Mir geht es gut damit, so zu handeln, wie ich es beschrieben habe, aber es war auch ein langer Weg, bis ich soweit war.

    In jedem Fall ist ein Kontaktabbruch auch ohne Worte einer Leidenssituation ohne Lebendigkeit vorzuziehen, wenn es nicht anders machbar ist.

    Es gibt auch immer Menschen, die tatsächlich großartige Manipulatoren und Intriganten sind, vor denen gilt es sich schützen, am besten von vornherein meiden und die eigenen Anfälligkeiten und Schwachstellen überprüfen und entwickeln. Auf die eigenen Beobachtungen, Instinkte, Intuition und Wahrnehmungen vertrauen, ist dann das Wichtigste und ein sicheres Netz von guten und aufrichtigen Freunden!

    Giere, Cornelia antworten
  • Ina

    Hallo,

    pessimistisch denkende Freunde, die mich heruntergezogen haben, die hatte ich auch. Es war nicht so einfach zu ihnen Abstand zu gewinnen, aber als ich mich verändert habe, selbstbewusster geworden bin, entstand dieser Abstand fast von allein.

    Meine damalige gute Bekannte hat immer versucht, mir ihre Meinung aufzudrängen. Aus Höflichkeit schwieg ich, als ich aber irgendwann anfing, anderer Meinung zu sein, fiel die Bekanntschaft fast von allein auseinander.

    Mich bewegt noch etwas anderes. Ich bin in den letzten zwei Jahren durch meine Arbeit viel unterwegs gewesen. Jetzt bin ich wieder an einem Ort, in einer Großstadt, aber es fällt mir schwer, wieder Freunde und Gesprächspartner, Gleichgesinnte, will heißen Menschen, die z. B. gern Sport machen, zu finden.

    Ina antworten
    • Hallo Ina,

      eine Großstadt bietet in der Regel viele Möglichkeiten, um neue Menschen kennenzulernen, aus denen sich später Freundschaften entwickeln können. So gibt es dort meist mehrere Vereine, Fitnessstudios, Sportgruppen, regelmäßige Treffen im kulturellen Bereich und sonstige Interessengemeinschaften, die sich über Teilnehmer oder neue Mitglieder freuen.

      Schauen Sie sich am besten mal gezielt nach Angeboten um, die Ihren Interessen entsprechen. Wenn Sie dann regelmäßig an solchen Treffen teilnehmen, ergeben sich fast automatisch neue Kontakte. Meist reichen schon wenige neue Bekannte aus, um über diese weitere Menschen kennenzulernen – quasi wie eine Kettenreaktion. :-)

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Claudia Gasser

    Mit grossem Interesse habe ich die Beiträge gelesen. Erst gestern habe ich mich entschlossen, mich von einem Menschen zu trennen, der wirklich an allem und jedem und immer (ich weiss, sollte man nicht benutzen, ist aber so) etwas auszusetzen hat. Negative Menschen, Lothar, gibt es meiner Erfahrung nach leider tatsächlich. Ich habe mich lange bemüht, diese Negativität auszuhalten und immer wieder auf die positiven Dinge hinzuweisen – vergeblich.

    Darum: Love it – Change it – or Leave it. Und ich habe mich nun zu letzterem durchgerungen und es geht mir gut dabei. Und es hat beileibe nichts mit Egozentrismus zu tun, sondern mit Selbstliebe und Selbstmitgefühl.

    Claudia Gasser antworten
  • Gabi

    Die Zeit verändert uns und das müssen wir alle akzeptieren. Wenn sich Wege trennen, ist Platz für Neues. Auch wenn es manchmal schmerzt … es hat sich bei mir im Nachhinein dennoch immer herausgestellt, das es so besser war und der Schritt gut für mich war.

    Ich habe es eher bereut, das ich so lange gewartet habe, weil ich hätte mir viel Schmerz und Ärger erspart. Allerdings versuche ich auch an Schmerz und Ärger was Positives zu sehen … man lernt und wächst …

    Nicht zu unserem Leben passende Menschen gehen lassen und neue passende Menschen finden, gehört zu unserem leben wie neue Möbel oder mal ein neues Auto!

    Gabi antworten
  • Alexandra Kotai

    An den vielen Kommentaren, die die unterschiedlichsten Sichtweisen aufzeigen, ist gut zu erkennen, dass es nicht DIE Wahrheit gibt.

    Ich finde es jedoch gut, dass im Artikel von Herrn Heidenberger das Thema “Grenzen setzen” zur Sprache kommt und klar wird, dass wir eigenverantwortlich für unser Wohlbefinden handeln können.

    Dieses Handeln kann durchaus wertschätzend ausfallen, wenn wir rechtzeitig Grenzverletzungen erkennen und unsere Grenzen achtsam verteidigen. Das hat, wie ich finde, nichts mit Egozentrik zu tun, sondern ist einfach nur Selbstschutz.

    Wer zieht lieber einen kratzigen Pullover an, wenn es auch einen kuscheliger Pullover sein kann?!

    Alexandra Kotai antworten
  • Herr Fröhlich

    Ich persönlich habe mich vor Jahren von meiner Schwester getrennt. Natürlich war das kein leichter Schritt, aber ohne sie fühle ich mich wohler. Sie neidete mir seit ihrer Kindheit einfach alles. Das ging bis zu dem Punkt, dass sie mir den Tod wünschte. So etwas braucht kein Mensch, so einen Brutus, der nur darauf wartet, einem den Dolch in den Rücken zu stechen.

    Generell verfahre ich so, dass ich mich von Menschen entferne, die mir nichts Gutes wollen. Intrigen etc. erhöhen weiß Gott nicht die Lebensqualität. Dies sehe ich auch nicht als egoistisch an.

    Wer Hilfe in meinem Umfeld benötigt, dem biete ich sie von Herzen an und erwarte auch keinen Dank. Aber ich mag keine Menschen die es sich zum Lebenszweck gemacht haben, nur über andere abzulästern oder diese gar belästigen.

    Herr Fröhlich antworten
    • Fräulein Lise

      Lieber Hr. Fröhlich,

      wie konnten sie mit dem Schuldgefühl leben, sich von Ihrer Schwester zu trennen? Ich stecke in einer ähnlichen Situation und bin mir nicht sicher, wie ich das handhaben soll.

      Ich habe sie ungemein lieb, jedoch ist es so, dass sie sehr einsam ist (kein Partner, kaum Freunde) und wenig arbeiten geht. Oft ist sie der Meinung, dass es mir obliegt, ihre Langeweile zu stillen, denn ich bin viel unterwegs mit Freunden, meinem Partner. Dazu muss ich sagen, dass ich viel arbeiten bin und wenig Freizeit habe und somit natürlich meine sozialen Kontakte in dieser Zeit „abarbeite“ und pflege.

      Und immer, wenn meine Schwester mitbekommt, dass auch andere mal Priorität haben, bekomme ich Vorwürfe wie „für alle anderen hast du Zeit, nur für mich nicht, ich bite dich schon nie um einen Gefallen“ und „nur weil du jetzt das Schwesterntattoo hast, bist du nicht die beste Schwester ever“ oder „du bist bestimmt eine bessere Partnerin und Freundin“. Diese Worte sind natürlich sehr verletztend, weil ich mir wirklich Mühe gebe, allem gerecht zu werden und sie nicht anders behandel wie andere, ich widme mich ihr genauso wie anderen.

      Ich versuche sie sogar in meinem Freundeskreis zu involvieren, damit sie mehr raus kommt unter Leute und soziale Kontakte pflegen kann (diese Chance sie aber leider oft nicht nutzt). Und zum Dank werden mir dann solche Sachen gesagt, wozu mache ich mir die Mühe, wenn sie nicht gesehen wird?

      Jedenfalls zu meiner Frage, ich weiß nicht, wie ich ihr klar machen kann, dass ich das nicht mehr lange aushalte wenn ich jedes Mal aufpassen muss, wie oft ich mit ihr Zeit verbringe oder auch nicht. Ich meine, es ist doch klar, dass jeder seine eigenen Wege geht & ich bin doch nicht dafür verantwortlich, ihre Langeweile zu befriedigen?

      Aber wenn sie in ihrem Wutanfall ist, ist auch meist kein vernünftiges Gespräch möglich, sodass es sich hochschaukelt und sie mich beleidigt. Ich finde nur, wenn sie so ist zu mir, fällt es mir zunehmend schwerer, alles mit Freude zu machen. Und meist regt sie sich auch nur über mich auf, wenn sie Single ist – da sie ja dann genug Zeit hat, sich über solche banalen Dingen aufzuregen. Ich bin es leid, mich immer als schlechte Schwester beschimpfen zu lassen, obwohl ich viel versuche, um es besser zu machen.

      Würde mich über eine Antwort freuen! LG

      Fräulein Lise antworten
      • Bernd

        Liebe Lise, für mich hat es den Anschein, dass Sie sich über (!) Ihre Schwester stellen und ihr Tun und Handeln be- oder gar verurteilen!

        Trennen Sie sich, wenn Ihnen Ihre Schwester tatsächlich nicht gut tut, aber bitte be-/verurteilen Sie sie nicht. Seien Sie dankbar dafür, dass Sie diese Erkenntnisse für IHR Leben gewonnen haben.

        Bernd antworten
    • Fräulein Lise

      Ich denke, sie lässt ihren Frust und ihre Unzufriedenheit an mir aus und ist in irgendeiner Form neidisch, dass mein Leben so gut läuft, ich Freunde habe und nicht nur zu Hause rumsitze, aber das hat ja auch jeder selber in der Hand. Sie könnte das alles auch haben, wenn sie sich mal darum kümmern würde und nicht nur wartet, bis ich Zeit habe. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass ich immer mehr geben muss als sie.

      Wir haben einen Altersunterschied von 6 Jahren, dabei ist sie die ältere, nur manchmal habe ich das Gefühl, ich rede mit einem Teenie. Das Verhalten, was sie an den Tag, legt hängt auch damit zusammen, dass sie auch psychisch angeschlagen ist, wo es mir noch mehr leid tut mich gegen ihre verbalen Attacken zu wehren, weil ich dann denke „ach naja sie ist eben unzufrieden und krank“, aber ist das die Entschuldigung für alles?

      Muss ich mir deswegen alles gefallen und sagen lassen und es deshalb an meiner eigenen Psyche nagt? Eigentlich weiß ich, wer ich bin und was ich bin und meine Freunde + Partner zeigen mir das Gegenteil von dem, was sie sagt, aber dann kommt sie ja mit dem Argument, dass ich zu denen besser sei als zu ihr!

      Fräulein Lise antworten
      • Aneli

        Hallo Lise,

        auch wenn es deine Schwester ist, du lässt dich von ihr schlechtmachen, niedermachen, obwohl du ihr zugetan bist und versuchst, ihr dauernd zu helfen.

        Aber genau das ist dein Problem! Deine Schwester weiß das und redet dir ständig Schuldgefühle ein. Sie hat dich damit in der Hand und sie übt dadurch Macht auf dich aus. Und du hast gleich ein schlechtes Gewissen. Siehst du nicht, wie du von ihr manipuliert wirst?

        Eben wie es Herr Heidenberger geschrieben hat. Geh zu ihr auf Distanz, soweit möglich und lass dir nicht ständig Schuldgefühle einreden. Sie zieht dich immer weiter runter und es wird dich immer mehr belasten.

        Aber es liegt an dir, ob du das und inwieweit du das zulässt! NUR AN DIR!

        Aneli antworten
        • Fräulein Lise

          Vor einigen Jahren stand ich schon einmal am diesem Punkt und hatte den Kontakt wirklich abgebrochen, in der Hoffnung, sie würde es begreifen und vielleicht was ändern oder sich entschuldigen. Aber leider trat das nie ein.

          Ein Todesfall in der Familie führte dann dazu, dass wir wieder in Kontakt kamen. Ich mein, kann ein Mensch so gemein sein? Sie predigt immer so loyale Sachen, aber ist im Grunde genommen überhaupt nicht besser. Es bin ja nicht nur ich, auch Bekannte in ihrem Umkreis macht sie dauernd blöd.

          Eine Freundin von uns beiden lebt nun in einer neuen Beziehung und hat daher weniger Zeit, weil die beiden sich auch kaum sehen können durch Arbeit, darüber regt die sich auch auf, obwohl die besagte Freundin alles tut, damit beide was davon haben. Ich wollte die Distanz eigentlich wirklich als letzte Maßnahme wählen und dachte dass ich das irgendwie anders klären könnte?!

          Fräulein Lise antworten
        • Fräulein Lise

          Ich weiß, dass es an mir liegt, inwieweit ich mir alles gefallen lasse. Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch und genügsam, aber irgendwann ist der Bogen überspannt und man kann es einfach nicht mehr hören.

          Eigentlich will ich mich gar nicht distanzieren, aber ich möchte auch nicht so behandelt werden von meiner eigenen Schwester. Wir haben schon so einiges miteinander durchgemacht, gerade da sollte man zusammenhalten. Mein Freund meint immer zu mir, ich soll sie reden lassen und mir das nicht zu Herzen nehmen, aber in der eigenen Familie ist das nicht so einfach.

          Fräulein Lise antworten
        • Fräulein Lise

          Ich habe es endlich getan! Ich habe ihr endlich meine Meinung gesagt & sie hat es wie immer nicht verstanden.

          Ich habe begriffen, dass sie emotionale Erpressung ausgeübt hat. Und nun versuche ich, mich zu lösen von all meinen Gedanken … gar nicht so einfach.

          Hat jemand einen Tipp, wie ich mich lösen kann ohne Gedankenkarussell bzw. lösen von den eingeredeten Schuldgefühlen?!

          Fräulein Lise antworten
          • Nikolaus H.

            Hallo Lise,

            lies mal “Mindfuck Love”, dort werden alle Methoden besprochen, mit denen man sich selbst sabotiert. Das Buch ist zwar vorwiegend auf Partnerschaft ausgerichtet, ist aber auch für alle anderen Beziehungen brauchbar.

            Im Grunde geht es darum, dass du das tun sollst, was du schon im Ansatz gemacht hast, du bist aus deinem Kind-Ich ins Erwachsenen-Ich gewechselt und hast von dort aus deinen Standpunkt vertreten.

            Wenn deine Schwester das nicht begreift, ist daran leider nichts zu ändern. Du musst dann noch lernen, damit umzugehen. Reduziere den Kontakt so weit, bis du spürst, dass es dir wieder gut – ich meine richtig gut – geht.

            Manche Menschen sind MINDFUCKER und wissen es nicht, dass sie zwischen Kind-Ich und Eltern-Ich hin und her springen, denn sie überspringen dabei das Erwachsenen-Ich, deshalb machen sie sich und anderen Stress. Ein Erwachsener kann nur erwachsen authentisch sein, und eben nicht wenn er die Rolle des unsicheren Kindes oder die der sorgenden und bestimmenden Eltern spielt.

            Bleib bei dir, du hast nämlich alles richtig gemacht. Überlasse sie sich selbst. Ich kenne solche Menschen, sie lernen nicht und hängen fest. Niemand kann ihnen helfen. Das ist etwas, das wir begreifen lernen sollten.

            Liebe Grüße

          • Nikolaus H.

            Lise, noch ein Nachtrag von mir zu deiner Frage: “Hat jemand einen Tipp, wie ich mich lösen kann ohne Gedankenkarussell bzw. lösen von den eingeredeten Schuldgefühlen?!”

            Es ist wie es ist, DU hast alles richtig gemacht. Wenn du diesen Satz immer wieder laut(!) aussprichst “Ich habe alles richtig gemacht, ich bin nicht für dich verantwortlich, ich stehe dir nicht länger für deine Spielchen zur Verfügung, Schwester!”, dann gibst DU DIR die nötige Bestätigung.

            Wir sind in unserer Gesellschaft darauf konditioniert worden, von anderen Menschen Bestätigung zu bekommen, damit es uns gut geht. Das nennt man auch “fremdbestätigte Intimität”. Diese Form baut auf der Kind-Eltern-Beziehung auf, genau das macht Menschen ab dem Zeitpunkt krank, an dem sie eigentlich als Erwachsene zu sich selbst stehen sollten.

            Dieses sich Schlechtfühlen ist etwas, auf das wir auch konditioniert worden sind – einzig und allein zu dem Zweck, für andere zu sorgen (in welcher Form auch immer). Es ist bei diesen negativen Menschen unerwünscht, dass wir uns selbst Gutes tun, dann werden sie böse mit uns, weil wir sie daran erinnern, wie schlecht sie selbst mit sich umgehen. Dieses Bösewerden wirkt sich dann so aus, dass sie uns runtermachen, denn erst wenn es dem anderen noch schlechter geht als ihnen, fühlen sie sich wieder wohl. Das sind pathologische Charakterzüge.

            Es gibt heutzutage keinen Grund mehr, sich für andere künstlich zurückzunehmen. Wir leben in einer aufgeklärten Welt, auch wenn viele Menschen immer noch glauben, das beiseite drängen zu können – sie tun das nur aus verschiedenen Gründen:

            a) weil sie keinen Mut haben
            b) aus Angst
            c) weil sie glauben es nicht wert zu sein…etc.

            Der dadurch entstehende Frust kann nicht authentisch kanalisiert werden und sie reagieren daher auch nicht als Erwachsene uns gegenüber, sondern entweder als trotziges, jähzorniges, schmollendes, wehleidiges, klagendes Kind(-Ich) oder als Menschen aus einem besserwisserischen, abwertenden, bestimmenden, überfürsorglichen Eltern-Ich heraus.

            Wenn wir einmal begriffen haben, dass diese Menschen ein massives Problem haben, bei dem wir ihnen aber nicht helfen können, dann wird uns auch klar:

            Wenn wir unser eigenes Potenzial endlich wieder für unsere eigenen Ziele einsetzen können, dann wird es uns in absehbarer Zeit sehr gut gehen. Die Schuldgefühle werden noch eine Zeit lang bleiben. Sie werden aber weniger werden mit der Zeit, denn unsere Selbstbestätigung wird sie immer mehr auflösen.

            Das Gegenteil von “Fremdbestätigter Intimität” ist nämlich die “Selbstbestätigte Intimität”; sie führt uns geradewegs ins Erwachsen-Sein. Je näher wir diesem Punkt kommen, desto klarer wird für uns das augenblickliche Zerrbild von der Realität – von den Menschen, wie wir sie früher gesehen haben. Uns wird regelrecht KLAR, was wirklich ist, nämlich, dass die Realität nicht kompliziert, sondern einfach und ergreifend ist. Ergreifen wir sie!

          • Fräulein Lise

            Hallo Nikolaus,

            erstmal vielen Dank für die aufbauenden Worte!

            In der Tat ist es schwierig abzuschalten, da ein klärendes Gespräch von vorne herein abgewürgt wird. Was mich noch so beschäftigt, wie die Zukunft ablaufen wird, sollten wir uns mal begehen z.B. auf Familienfeiern – kommen zum Glück selten vor? Oder wenn sie wirklich mal eine Hilfe brauchen sollte? Eigentlich bin ich dann auch nicht so krass, dass ich Hilfe ablehnen könnte – wenn sie mich überhaupt fragen sollte.

            Nun denn, ich werde mir dieses Buch kaufen oder schenken lassen. :-) vielen Dank dafür. Und das unangenehme Gefühl wird hoffentlich irgendwann verblassen.

            Ich persönlich finde es schade, dass nur so wenig Einsicht kommt und kein Interesse an einem klärenden Gespräch. Abgesehen davon wäre es danach trotzdem nicht mehr wie vorher; ich werde mich auf diese Art zwischenmenschlicher Beziehung nicht mehr einlassen. Ich denke jetzt nur noch an mich & sollte irgendjemand oder sie diese Einstellung als egoistisch deklarieren, dann ist es eben so. Ich habe jahrelang nur an andere gedacht, jetzt ist Schluss damit!

            Wenn ich doch wieder in die Grübelfalle tappe, nehme ich mir deinen Rat an & sage diesen einen Satz immer wieder vor mich her. Gott sei Dank habe ich Freunde & Partner die mich seelisch & moralisch unterstützen.

            Du hast recht, manche Menschen entwickeln sich einfach nicht weiter, sie bleiben auf der Stelle und ziehen einen mit runter. Jedenfalls Danke nochmal für die aufbauenden Worte.

            Grüße von Lise

          • Frau W

            Mir hat geholfen:

            Das Wort “eigentlich” wegzulassen, nicht mehr “meine” Schwester und “eigene Familie” zu sagen, denn Menschen gehören sich nicht gegenseitig, auch nicht Verwandte, einer Verrückten nicht mehr zu erklären, dass ich nicht verrückt bin (mal plakativ ausgedrückt). Sonst bin ich von den Werten und der Bewertung anderer abhängig. Im Gegenzug erkläre ich auch anderen nicht mehr, was ich anders machen würde. Es sei denn, es fragt mich jemand. Auf dem eigenen Weg bleiben und die anderen auf ihrem lassen. Ein lebenslanger Weg.

  • Trennen oder Distanz aufbauen hilft ungemein.

    Ich finde Ihren Artikel wichtig und mutig (“… wes Geistes Kind Sie sind”).

    Ich habe die Distanz zu meinem Vater deutlich erhöht und auch zwei meiner “Freunde” gekündigt. Damit geht es mir viel besser.

    Es gibt Menschen, die tun einem nicht gut, die Energien und gute Laune absaugen.

    Matthias antworten
  • Monika

    Ich bin erschrocken über den aggressiven Ton eines Kommentators. Es tut mir Leid für Sie, Herr Heidenberger. Und ich möchte dazu sagen, dass mich Ihre Workshops und und Postings durch so manche depressive Phase getragen und aufgemuntert haben, sodass ich nach langer Auszeit endlich auch wieder beruflich Fuß fassen konnte. Und auch jetzt muntern mich die Zeitblüten immer wieder nach einer anstrengenden Woche auf.

    Ein anderer Aspekt wurde mir beim Lesen des Kommentars klar: Negativität ist eine andere Form der Aggression. Eine Form, einen Menschen durch Negativität an sich zu binden, z. B. über Schuldgefühle.

    Es ist schade, wenn es Menschen vorübergehend nötig haben, zu diesem Mittel zu greifen. Es macht auch Sinn, wenn sie sich dann gegen eine Trennung wehren oder dagegen, dass jemand empfiehlt, sich von jemandem zu trennen.

    Dabei zu helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, gehört leider auch die bittere Arbeit, an sich selbst zu arbeiten und seiner Wut und Bedürftigkeit auf die Spur zu kommen und sie aufzulösen.

    Ich wünsche jedem, in schweren Zeiten jemanden an seiner Seite zu haben. Aber auch, dass jeder sich selbst immer wieder darauf hinweist, nicht so viel Destruktives und Energieraubendes in die Welt zu setzen.

    Monika antworten
  • Ralf

    Hallo werte Mit-Zeitblütenleser, hallo Herr Heidenberger,

    voraus: Ich lese Ihren Blog seit Jahren und habe viele gute Impulse daraus gezogen. Auch bin ich der Meinung, dass zur Erreichung eines Zieles es manchmal notwendig ist, sich von “Bremsern” zu trennen. Auch privat kann es notwendig sein, um wieder durchatmen zu können und zu Kräften zu kommen.

    Dennoch möchte ich auch dem hier geschmähten Lothar etwas zustimmen. Wir haben auch eine Verantwortung “den Schwachen, Lahmen, Negativen” gegenüber. Begegnungen mit diesen Menschen und ihnen ggfs. zu helfen, kann unser eigenes Leben nicht nur belasten, sondern auch immens bereichern.

    Das “ich schaue nur nach mir”, “Survival of the fittest”-Prinzip, das man aus ihrem Artikel durchaus “rauslesen” kann, möchte ich nicht unterstützen. Und biblisch (siehe Kommentar von GRATH) ist es sicher nicht. Bei der sinngemäß wiedergegebenen Bibelstellen handelt es sich, so man den Kontext betrachtet, um Menschen, die einen zur Sünde verleiten. Aber lassen wir das.

    Ich möchte Mut machen, hier genau hinzuschauen (was die meisten von Ihnen und Sie Herr Heidenberger sicher tun) und nicht pauschal alle negativen, hemmenden und sonstige, in unseren Augen, schwache Menschen aus unserem Leben auszusortieren. Wird man doch so auch sehr schnell einsam.

    Mir freundlichen Grüßen

    Ralf Meeß

    Ralf antworten
  • Monika

    Ein Nachtrag: Ich finde aber, dass die Trennung von einem Menschen etwas anderes ist als die Beschaffung neuer Möbel oder der Kauf eines neuen Autos und mit längerer Überlegung, mit Bedacht und liebevoll geschehen sollte.

    Monika antworten
  • Loonline

    Lieber Herr Heidenberger,

    ich bin dankbar für Ihren kleinen Anstoß, darüber nachzudenken, ob es richtig ist, dass man sich oftmals mit Menschen, die einem “nicht guttun”, weiterhin umgibt.

    Und sicher ist von Ihnen nicht gemeint, dass man sich sogleich von Menschen trennt, sobald einmal “ein Haar in die Butter gerät”, es also schwierig wird. Freundschaften und ein aufrichtiges Miteinander halten das auch aus.

    Als einer lieben Freundin eine böse Krebserkrankung diagnostiziert wurde, erhielt sie von ihrem Arzt den weisen Ratschlag:

    “Ab jetzt umgeben Sie sich nur noch mit Menschen, die Ihnen guttun …”

    Dieser Rat hat mich sehr beeindruckt und sagt vermutlich das aus, was Sie mit Ihrem Artikel wohl ausdrücken wollten, oder?

    Loonline antworten
    • Hallo Loonline!

      > Und sicher ist von Ihnen nicht gemeint, dass man sich sogleich von Menschen trennt, sobald einmal “ein Haar in die Butter gerät”, es also schwierig wird.

      Nein, das ist natürlich nicht gemeint!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Helmut

    Hallo Herr Heidenberger,

    ich finde Ihren Beitrag sehr gut.

    Sie haben vollkommen recht, dass man sich tatsächlich mal von Zeit zu Zeit die Frage stellen sollte, welche Menschen einem gut tun und welche eher nicht. Lange Jahre habe ich dafür gebraucht, um festzustellen, dass ein Nein zu anderen ein Ja zu sich selbst sein kann.

    Es gibt viele Menschen im persönlichen Umfeld, die nicht immer so wohlwollend sind wie sie vorgeben, die sog. Frenemies und pathologischen Narzissten/-innen – sie suchen sich für ihre eigenen Zwecke gezielt nachgiebige, gutmütige und hilfsbereite Menschen aus (in meinem Umfeld war das genau so). Sie tragen ihre Masken und sind stets auf ihren eigenen Vorteil bedacht … völlig empathielos, destruktiv und ohne jegliches Gewissen, wenn es um das Erreichen/die Durchsetzung ihrer eigenen Ziele geht.

    Dieser Typus “Mensch” saugt einen regelrecht aus und hat nur Nehmerqualitäten. Die verdrehte Logik dieser “Mitmenschen” ist leider lange Zeit schwer durchschaubar. Ich kann nur jedem empfehlen, der (sehr) negative Erfahrungen mit diesen regelrechten Energievampiren gemacht hat, das Buch “Die Masken der Niedertracht”(keine Werbung) zu lesen, damit einem gewisse Mechanismen klar werden.

    Danach sollte man sich fragen, auf welche Personen das in seinem persönlichen Umfeld möglicherweise zutreffen könnte und dann kann man selektieren – oder auch nicht. Mir gings danach wesentlich besser und mein Selbstwert ging auch wieder nach oben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut

    Helmut antworten
  • Sylvia

    Herr Heidenberger, ich bin entsetzt.

    Bisher fand ich Ihre sämtlichen Beiträge klug, humanistisch und wirklich hilfreich.

    Dieses hier ist genau an der Grenze, die das Ganze zum Kippen bringt. Heutzutage gibt es durchaus einiges, das aus den Fugen geraten ist und Sie wissen selbst, dass dieses System eines der Ausgrenzung ist. Nun tun Sie es den Lemmingen nach und tragen mit diesem Beitrag einfach dazu bei. Das ist verwerflich und nicht akzeptabel.

    Natürlich gibt es Menschen, die unreflektiert fortwährend jammern und die meisten erstaunlicherweise auf hohem Niveau, denn denjenigen, denen es wirklich nicht gut geht haben meistens nicht einmal mehr die Muße dazu. Aber dieses Aussortieren, was Sie da vorschlagen ist schlicht asozial.

    Wichtiger und gesünder wäre es, einmal bei den vielen virtuellen Freunden und Kontakten anzufangen, die wir uns täglich antun, z.B. bei den berühmten Power-Netzwerkern, deren Auftritt fortwährend grenzüberschreitend ist. Wer bei XING, LinkedIn oder facebook 500+ “Freunde” zählt ist mir wiederum erheblich suspekter als jemand, der vielleicht einfach vieles erfasst von den unguten Veränderungen, die uns heimsuchen. Wir brauchen unbedingt solche Menschen, die überhaupt noch wahrnehmen, was hierzulande vor sich geht!

    Ich habe Sie bisher als wirklich klugen Methodiker wahrgenommen, hier aber hört es leider auf.

    Sylvia antworten
    • Danke für Ihren Kommentar!

      > Aber dieses Aussortieren, was Sie da vorschlagen ist schlicht asozial.

      Ich wiederhole aus meinem Beitrag:

      „Und mit Aussortieren meine ich: bewusst auf Distanz gehen und den Kontakt einschränken.“

      Und das ist meiner Meinung nach immer dann sinnvoll, wenn „negative“ Personen einen selbst runterziehen, einen zermürben und belasten – und ich spreche nicht von einer kurzen Phase! Beispiele dazu zeigen ja auch die Kommentare.

      Nur aus Interesse:

      Was genau würden Sie z. B. Ihrer Freundin raten?

      Sie erzählt Ihnen von einer neuen Arbeitskollegin, „die alles schlecht macht und an allem etwas auszusetzen“ hat. Und das täglich. Eine Aussprache mit der Kollegin hat nichts gebracht.

      Was glauben Sie wohl, wie es Ihrer Freundin nach einem Monat, nach einem Jahr … mit dieser Kollegin im gleichen Büroraum geht? Wie gern sie täglich in die Arbeit geht? Glauben Sie nicht auch, dass dadurch die Lebensqualität Ihrer Freundin beeinträchtigt wird?

      > Wichtiger und gesünder wäre es, einmal bei den vielen virtuellen Freunden und Kontakten anzufangen, die wir uns täglich antun, z.B. bei den berühmten Power-Netzwerkern, deren Auftritt fortwährend grenzüberschreitend ist.

      Das ist aber doch ein ganz anderes Thema. In diesem Beitrag geht es nicht um die virtuellen Kontakte und Powernetzwerker.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Eduard

    Toll, der Artikel ist sicher beim Morgenkaffee erarbeitet worden.

    1. Ferienfreundschaften sind bereichernd, aber seien wir doch ehrlich, es übersteigt unsere Kräfte, all diese guten, sonnigen und freundlichen Kontakte weiterhin im laufenden Alltag, und auch noch intensiv, zu pflegen.

    2. Das lokale und familiäre Adressbuch ist voll und das Jahr hat ja nur 365 Tage und ebenso viele oder ebenso wenige Abende. Die guten Kontakte zu pflegen, bringt sehr viel Arbeit, macht auch hier, sehr viel Spaß und Freude.

    3. Und dann kommt auch die super-gute Erkenntnis: Warum muss ich mich abplagen mit Kontakten, die mich belasten, die mich stressen und mich letztlich austricksen und zur “Sau” machen?? Der Neffe meiner Ehefrau schreibt immer wieder beleidigende und ganz freche Briefe, sodass anfangs meine Frau einen Nervenzusammenbruch erlitt, – die Nichte bringt immer wieder ein Advokatenspiel. Das letzte Mal haben wir mit ihnen vor zwei Jahren gesprochen … Solche Kontakte müssen nicht sein, nicht einmal per Telefon. Ja, glaubt denn noch jemand, wir müssen diese Kontakte pflegen??? Und diese im Adressbuch nachführen und ein Neujahrskärtchen schreiben???

    4. Es ist schwierig, neue Adressen in die persönliche Liste aufzunehmen. Aber es ist viel leichter, Unnötiges und Belastendes am Tage X herauszustreichen. Also machen wir es!

    Danke für den Tipp. Bravo für die Klarheit.

    Eduard antworten
  • Helmut

    Hallo Sylvia,

    anscheinend gehören Sie zu den glücklichen Menschen, die noch nie jahrelangem, emotionalen Missbrauch ausgesetzt waren (auch Männern passiert das). Ich weiß, wovon ich schreibe und habe leider die bittere Erfahrung von (jahrzehnte-)/jahrelangem, emotionalen Missbrauch gemacht. DIESES Verhalten ist asozial und nicht das sog. Aussortieren.

    Leider ist psychische Gewalt (Machtmissbrauch, Ausnutzung…etc.) sehr schwierig nachweisbar, aber leider schlägt sich dies auf den physischen Körper in Form von Depressionen, Niedergeschlagenheit, Verlust des Selbstwertgefühls … nieder. Das Schlimmste ist der Missbrauch durch nahestehende Personen (Eltern-/-teile, Freunde …). Sie erschüttern das Urvertrauen des Menschen in einem unvorstellbaren Ausmaß so, dass die Betroffenen jegliches Vertrauen in ihre Mitmenschen verlieren und in der Welt nur noch unter größten Anstrengungen zurechtkommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Helmut

    Helmut antworten
  • Sylvia

    Herr Heidenberger danke für Ihre Antwort. Ich bin einfach einen differenzierten Umgang von Ihnen gewohnt und es ist Ihnen diesmal nicht gelungen.

    Ich möchte das nicht diskutieren, nehme mir einfach lieber Zeit im realen Leben für Menschen, die es brauchen und bitte damit um Verständnis.

    Der Freundin würde ich, nachdem wir vielleicht eine ganze Weile an dem, was sie wahrnimmt und wiedergibt entlang diskutiert haben klar machen, und das kann sehr lange brauchen, dass ich das Thema nicht mehr hören möchte, weil alle Argumente dazu ausgetauscht wurden. Ich würde sie nach drei weiteren Themen fragen, die sie gern mit mir besprechen möchte.

    Ich würde, wenn sie das Thema wieder anschneidet, fragen, ob sie einfach mal 10 Minuten dazu ablästern und jammern möchte, und dann bewusst die Uhr hochhalten. Und nach 10 Minuten dann klar und deutlich einen Themenwechsel vorschlagen. Gerade wenn sie an der Situation nichts ändern kann – und das gibt es leider immer öfter (keine Jobs, keine Möglichkeit, eine Änderung herbeizuführen), weil unser Leben, trotz aller anders lautender Behauptungen – immer eingeschränkter wird, allein weil das Materielle immer mehr entscheidet, – ist es manchmal sinnvoll und hilfreich ein wenig zu jammern. Wichtig ist nur, darauf zu achten dass dies bewusst geschieht.

    Und nein, das mit den virtuellen Freunden ist kein anderes Thema, auch wenn Sie das so beschliessen. Das Aufbröseln von Themen ist nur scheinbar sachlich. Beide Themen gehören selbstverständlich zusammen und bedingen sich gegenseitig wie die berühmten kommunizierenden Röhren.

    Schade, dass Sie auch das nicht erkennen. Sylvia

    Sylvia antworten
    • Ich habe Sie oben gefragt, was Sie Ihrer Freundin raten würden, die Ihnen von der Belastung durch die neue „negative“ Arbeitskollegin erzählt. Ebenso waren meine weiteren Fragen dazu:

      Was glauben Sie wohl, wie es Ihrer Freundin nach einem Monat, nach einem Jahr … mit dieser Kollegin im gleichen Büroraum geht? Wie gern sie täglich in die Arbeit geht? Glauben Sie nicht auch, dass dadurch die Lebensqualität Ihrer Freundin beeinträchtigt wird?

      Und Sie schreiben:

      … Ich würde, wenn sie das Thema wieder anschneidet, fragen, ob sie einfach mal 10 Minuten dazu ablästern und jammern möchte, und dann bewusst die Uhr hochhalten. Und nach 10 Minuten dann klar und deutlich einen Themenwechsel vorschlagen.

      Mit Verlaub, das finde ich befremdlich!

      > Ich möchte das nicht diskutieren, …

      Soll so sein! Dann belassen wir es hiermit!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Henry Wesser

      @Sylvia, wenn ich Ihre Freundin wäre, würde ich erkennen, wie egoistisch Sie sind, nur das (auch noch zeitlich beschränkt!) hören wollen, was SIE für “nötig” halten…- tolles Ego. Sie sind sicher eine große Bereicherung in Ihrem Umfeld.

      Dann auch noch den Autor, der dieses Thema überhaupt erst aufgreift, anzugehen und Behauptungen aufzustellen, welche Themen zusammen gehören, ist schon ziemlich dreist…

      Henry Wesser antworten
  • Guido Jäger

    Hallo Herr Heidelberger,

    “Loslassen” statt “Aussortieren” wäre eventuell eine geschicktere Ausdruckweise in Ihrem Artikel gewesen.

    Auch mich hat dieses Wort, auch wenn es in “” steht, doch sehr abgestoßen/erschreckt, weil es einen sehr negativen “Beigeschmack” gerade in der jetzigen Zeit hat.

    “Aussortieren; Ausgrenzen; Ausschließen, Abgrenzen, Abkanzeln, Selektieren” im Bezug auf Menschen sind ähnlich negative Worte die wohl ähnlich polarisieren.

    Ihre Anregung sich mit diesem Thema einmal in Ruhe bewusst zu befassen, finde ich durchaus sinnvoll und sehr gut. Aber Menschen in seinem direkten Umfeld nach einer “Liste” (oder wie auch immer) zu qualifizieren, würde ich mir persönlich nicht unbedingt zutrauen: Die Liste würde viel zu groß, da Menschen weit mehr Facetten zu bieten haben und uns positiv bereichern können, auch wenn sie “nur” negativ denken. Vielleicht sogar als persönlichen Ansporn, sie durch Gespräche oder andere Dinge zum positiven Denken zu bewegen!?!?!?

    Mit nun “loslassenden” Grüßen aus der Arbeitswoche,

    Guido Jäger

    Guido Jäger antworten
    • Sie haben recht, Herr Jäger! Danke!

      Auch wenn ich den Begriff bewusst in Anführungszeichen gesetzt und eingangs erwähnt habe, was genau ich damit meine, wäre ein anderer zugegebenermaßen passender gewesen.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Gerd

    Hallo Herr Heidenberger,

    ich stimme Ihnen zu.

    Wie meinte schon “Babaji”

    “Sprich Gutes über jeden.
    Kannst du für jemanden kein Lob finden,
    so lass ihn aus deinem Leben gehen.”

    Gerd antworten
  • Markus

    Lieber Herr Heidenberger,

    vielen Dank für das Thema.

    Es ist doch bezeichnend, dass in den wenigen Kommentaren mit Lothar und Eduard auch prompt 2 solche Menschen sich offenbaren, die so richtig ausfällig werden und abwertend sind.

    Genau diese Menschen sind es nach meiner Erfahrung, die man meiden sollte. In meinem Fall ist der schwierigste Mensch in meinem Leben mein Vater. Hier schließe ich mich einigen hier geannten Meinungen an, dass es bei Familie am schwierigsten ist, auf Distanz zu gehen. Nichts schützt einen davor, seinen Vater, Partner (-rin), Bruder etc. als einen solchen Menschen erkennen zu müssen.

    Markus

    Markus antworten
  • Eva Maria

    Lieber Herr Heidenberger, Ihr Ratschlag bzgl.der Klärung des sozialen Umfelds kam für mich genau zum richtigen Zeitpunkt und ich finde, es gibt tatsächlich einen ultimativen Maßstab, nämlich das eigene Gefühl und die energetischen Wirkungen, die der betreffende Sozialkontakt hinterlässt. Da kann einem eine Ulknudel ja durchaus mehr schwächen als ein Depressiver, dem man sich verbunden fühlt.

    Vermutlich aus einer familiären Prägung heraus tendiere ich dazu, mich den Nervensägen besonders intensiv zu widmen, großzügig über ihre Unverschämtheiten hinwegzusehen in der völlig falschen Hoffnung, dass durch mein Verständnis eine bessere Beziehung entsteht. Wenn überhaupt, dann leider nur zu meinem Lasten und wenn ich entsprechende Anstrengungen aufrecht erhalte.

    Nochmals vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Eva Maria antworten
  • Dana

    Es ist eine Form des Selbstschutzes, wenn man sich von Menschen trennt, die einem dauerhaft nicht gut tun.

    Leider sind diese Trennungen oftmals traurig. Ein Freundin, die ich seit über 20 Jahren kenne, hat sich zu einer absoluten Schwarzseherin entwickelt. Über alles und jeden meckert sie. Hier habe ich mich getrennt und es tat mir sehr gut.

    Mein Vater ist ein alter Mann. Das hält ihn aber nicht davon ab, uns Geschwister gegeneineinder aufzuhetzen. Ständig erzählte er mir “böse Geschichten” über meine Geschwister und hat es damit geschafft, dass meine Brüder kein Wort mehr miteinander reden. Mein Vater ist sich seiner widerlichen Art nicht bewusst und ich habe weder die Kraft noch die Lust, ihm zu erklären, dass sein Verhalten scheußlich ist. Also habe ich den Kontakt zu ihm auf das absolut notwendige Maß reduziert.

    Das sind zwei Beispiele und in beiden Fällen habe ich gemerkt, wie gut mir die Trennungen getan haben.

    Liebe Grüße
    Dana

    Dana antworten
  • Zwischendurch ein Danke an alle für ihre Kommentare!

    Burkhard Heidenberger antworten
  • Alexandra

    Hallo Herr Heidenberger,

    ich halte nichts davon, Menschen auszusortieren. Im Gegenteil! Mein Lebensziel ist es, möglichst viele langjährige Verbindungen am Ende meines Lebens zählen zu können. Alles ist erlaubt; nur selbstverständlich keine Gewalt.

    Wenn mir Menschen einst Gutes getan haben, dann werde ich diese nicht auf einige Momente reduzieren, weil sie mir jetzt nicht mehr gut tun. Hier stellt sich für mich die Frage: Warum fühle ich mich durch diesen Menschen jetzt verletzt etc.?
    Wir nehmen uns selber über andere Menschen wahr. Würde ich nur in einem sterilen Raum leben, könnte ich zwar SEIN, aber viele Gefühle wären mir vorenthalten.

    Wenn mich jemand verletzt, dann versuche ich in mir zu ergründen, was da jetzt passiert. Und wenn man die Spiegelgesetze ansieht, haben die Dinge nichts mit meinem Gegenüber zu tun. Mein Gegenüber drückt nur meine roten Knöpfe; die Gefühle erzeuge ich aus meiner eigenen Geschichte heraus.

    Für mich sind diese Arschengel (Begriff von Robert Betz) ganz wichtige Menschen, denn sie spiegeln mir meine eigene Wahrheit:

    Alles, was mich am Anderen stört, ärgert, aufregt und in Wut geraten lässt und ich bei ihm/ihr anders haben will, habe ich selbst in mir.

    Meine Wege distanzieren sich im Laufe der Jahrzehnte zu dem einen oder anderen Menschen oder nähern sich auf einmal wieder stark an; aber aussortieren möchte ich niemanden.

    Herzliche Grüße
    Alexandra

    Alexandra antworten
    • Nikolaus H.

      Hallo Alexandra,

      Sie schreiben: “Wenn mich jemand verletzt, dann versuche ich in mir zu ergründen, was da jetzt passiert. Und wenn man die Spiegelgesetze ansieht, haben die Dinge nichts mit meinem Gegenüber zu tun. Mein Gegenüber drückt nur meine roten Knöpfe; die Gefühle erzeuge ich aus meiner eigenen Geschichte heraus.”

      Das ist m. E. nur teilwahr. Wenn wir das als Grundsatz aber mal so stehen lassen und uns eine Beziehung anschauen, die sehr einseitig verläuft, also der eine permanent in solchen Situationen noch versucht, den anderen zu unterstützen, dann gibt es einfach Menschen, bei denen auf gut Deutsch Hopfen und Malz verloren sind.

      Man reibt sich einfach an diesen Menschen auf, vergeudet seine Energie. Sie wollen bestimmt nicht behaupten, dass das jemand auf Dauer gut findet. Und was ist Be-Ziehung? Sie kann nur stattfinden, wenn auch jener, der sich im Strudel des Negativdenkens befindet, noch einen Be-Zug zu seinem Gegenüber hat, ansonsten ist er wohl nur noch mit sich selbst beschäftigt und dem anderen Gegenüber ergeht er sich in Projektion und Abwehr.

      Es gibt einfach Menschen, die an einem Punkt angekommen sind, an denen ihre ganzen Kompensationsmöglichkeiten versagen, wenn starke Menschen in ihrer Gegenwart sind. Diese ertragen sie nicht. Es mag sein, dass sie so stark sind, doch wozu soll eine solche Be-Ziehung gut sein? Daran festzuhalten sagt dann auch etwas über einen selbst aus. Meinem Erleben nach sind es eben dann meist ebenso ungesunde Motivationen, die aus einem Suchtsystem stammen. Im Extrem bedeutet das: Es gibt für alles eine Lösung – alles ist zu schaffen, es kommt nur auf den Zeit und Krafteinsatz an!

      Solche Sichtweisen werden gern verbreitet von Menschen, die manipulieren wollen. Schauen wir uns den Narzissten und Psychopathen an. Das Ziel ist die innere Integrität des Gegenübers implodieren zu lassen, um am Ende das eigene Ego als vermeintlichen Sieger dastehen zu haben. Diese Menschen sind nicht von ihren Herzen angetrieben, sondern von einer krankhaften Motivation, die sie und ihr Umfeld früher oder später in einen Abgrund mitreisst.

      Hier gilt es eben zu differenzieren und nicht zu pauschalisieren. Es gibt eben Fälle, in denen sich Menschen nicht eingestehen wollen, dass sie es nicht schaffen mit jemand anderem friedvoll und in sich gegenseitig energetisch und spirituell befruchtender Weise zusammenleben können, egal was sie auch unternehmen, denn diese Sichtweise ist geprägt von Kontrollphantasien, an Punkten an denen sie längst darüber hinaus sind loslassen zu können, denn es ist schon soviel investiert worden. Sie investieren solange, bis sie selbst am Ende womöglich nicht selten in der Psychiatrie oder zumindest in einem fundamentalen Burnout landen.

      Ich denke, um diese mehr differenziertere Sichtweise sollte man sich bemühen.

      Und: Jeder Mensch ist für sein Wohl selbst verantwortlich. Je eher wir erkennen, dass wir nur uns selbst helfen können, desto eher befinden wir uns auf dem Weg zur Genesung. Es gibt leider viele Menschen, deren körperliches und emotionales Empfinden von der Psyche kontrolliert wird, weshalb sie für Worte sehr empfänglich sind. Meine Erfahrung ist, dass mein Körper immer recht hat, doch das wird in unserer Trashkultur nicht kultiviert.

      Wirkliches Wissen wird an unsere Kinder nicht weitergegeben, stattdessen lassen wir zu, wie Fastfoodketten ihren Lobbyismus an Kindergärten und Schulen betreiben. In den Unterlassungssünden und der eigenen Unehrlichkeit fängt das ganze Desaster an, über das wir hier am Ende reden.

      Und die Spiegelgesetze, die Herr Betz so vehement ins Feld führt, erklären EINEN Ausschnitt aus einem Gesamtszenario. Diese wie heißen Brei über die Gesamtthematik zu gießen, bringt niemanden weiter, dies schürt vielmehr Missverständnisse und Selbstzweifel bei Menschen, bei denen es dringend Not tut, Abgrenzung zu lernen und zu praktizieren. Jeder Mensch und jede Situation ist unterschiedlich – man kann ihr nicht mit einem Patentrezept begegnen, so sehr man dies auch möchte.

      LG

      Nikolaus

      Nikolaus H. antworten
      • Fräulein Lise

        Nikolaus H., ich bin sehr positiv angetan von deinen Ansichten & es motiviert mich immer wieder, an meine Entscheidung zu glauben. Vor allem wenn meine Grübelei überhand nimmt, dann lese ich immer wieder deine Antwort durch.

        Übrigens geht’s mir immer besser ohne Kontakt zu meiner Schwester. Ich habe zwar etwas Angst vor der Zukunft, wenn wir uns mal zu familiären Anlässen begegnen sollten, aber ich glaube, das muss man dann einfach situationsbedingt einschätzen.

        Ich ärgere mich zwar nach wie vor über ihre Gleichgültigkeit, aber das zeigt mir erneut, dass in ihrem Leben nur Platz für ihre Nörgeleien/Probleme sind & und dass es das Beste war, was ich tun konnte :-)

        Fräulein Lise antworten
  • Helmut

    Diese Schwarzseher und Runterzieher im Umfeld bilden eigentlich nur ihre eigene, innere Seelenlandschaft/inneren Bürgerkrieg ab. Sie projizieren ihre unangenehmen Gefühle auf andere, nur um selbst nicht das aushalten zu müssen, was sie in sich nicht sehen wollen/können. Spricht man sie konkret darauf an, wird (meistens) alles verleugnet (primitive Abwehr).

    Der Schlüssel liegt in uns selbst und zwar in Form von klarer Abgrenzung/aufzeigen der persönlichen Grenzen. Nur so kann man sich schützen.

    Wenn nichts hilft, muss man den Kontakt tatsächlich meiden/abbrechen oder auf ein Mindestmaß reduzieren (z.B. am Arbeitsplatz, wenn man zwangsläufig Kontakt haben muss).

    Helmut antworten
  • Susanne aber eine II. :-)

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    ich weiß genau, wie Sie das meinen. Vor einiger Zeit brach mein Leben in Stücke, ein riesiger Scherbenhaufen mit schlimmsten auch beruflichen, also existenzbedrohenden Folgen. Mir ging es sehr schlecht. Harz4 war das Ende. Ich musste für mich herausfinden, was passiert war. Ich bin gelernte Einrichtungsberaterin, und wie nichts mehr ging, mein Kopf völlig blockiert war, habe ich mich auf genau darauf konzentriert.

    Die größte weiße Wand in meiner Wohnung habe ich genommen und angefangen, bunte Postingzettel mit Namen aufzukleben. Alle, wirklich alle Namen, die mit mir zu tun haben. Es waren mehrere Zettelblöcke. Die vielen Farben stellten ein eigenes Muster, zufällig? Oder doch nicht? Welcher Namen stand auf welcher Farbe, zufällig? Oder doch nicht?

    Mit absoluter Ehrlichkeit gegen mich selbst, habe ich Fragen gestellt. Wer berührt mich, wer ist da, wer nutzt mich aus, wen nutze ICH aus, wer tut mir gut, wer nicht, wer schadet mir, wem habe ich geschadet? Und viele, viele Fragen mehr. Spiegeln, reflektieren. Es war spannend und dauerte eine Zeit, es war ein Entwicklungsprozess von großer Intensität. Am Anfang war es ein Chaos, indem ich selbst nicht mehr wusste, was überhaupt los was. Irgenwann habe ich eine Linie über die ganze Wand gemalt, eine Zeitleiste mit Ereignissen hat sich von selbst geklebt/geschrieben und langsam kam Klarheit in das alles.

    Ja, ich habe mich distanzieren müssen, oder habe neu gestaltet. Einige Verbindungen auch auslaufen lassen müssen. Habe tatsächlich aussortiert. Die bunten Zettel auf der Wand. Nicht einen habe ich bis heute weggeschmissen! Es gibt genau zwei Fotos. Tag 1 und das letzte. Alles zusammen ruht in einer Schachtel. Seit rund zwei Jahren gucke ich ab und zu genau hin und ändere (!) mein Verhalten den Menschen gegenüber, mit denen im Umgang es hakt, es stoppt. Kläre sofort. Ehrlichkeit mit sich selber!

    Ich bin fast 60, habe einen wirklich guten Job gefunden, steh wieder mittendrin. Meine Herzattacken sind Geschichte, die überflüssig angesammelten Pfunde (ich glaube jedes Pfund war eine/r, der/die mir nicht gutgetan hat) verabschieden sich von selbst und meine tatsächlichen Freunde sind froh, dass ich wieder “da” bin.

    Grüße

    Susanne aber eine II. :-) antworten
  • Karin

    Hallo und guten Tag Herr Heidenberger,

    vielen lieben Dank für diesen – wieder aus dem Tiefschlaf rausgeholten – Super-Beitrag! Der müsste normalerweise jeden Monat aus dem Tiefschlaf ans Tageslicht!

    Der Beitrag kann gar nicht oft genug gelesen werden … denn er ist einer von vielen wertvollen Beiträgen, der erstens … n i c h t s … kostet, andere würden damit ein Schweinegeld verdienen – nennen sich dann XYZ. Und zweitens … beinhaltet der Beitrag echte Lebenshilfe … und beantwortet so manchem Zeitblüten-Newsletterleser Fragen, die sonst – vielleicht – wenn frau/man(n) Glück hat, nur der “Fachmann” (Psychologe/Psychotherapeut) beantworten kann!

    Da haben Sie ja eine Bombe hochgehen lassen!!! Bravo, der wird ja von so einigen hier, aber sowas von persönlich genommen, anders kann ich mir die Reaktion darauf nicht erklären?

    Nichtsdestotrotz ist und bleibt dieser Beitrag für mich … S p i t z e!!!!

    Ich habe ihn zum Anlass genommen, ein Ereignis für “immer” – zu meiner vollsten Zufriedenheit – zu klären.

    Ein dickes Dankeschön und beste Grüße

    Karin

    Karin antworten
  • Thomas

    Lieber Herr Heidenberger,

    Danke für den Denkanstoß!

    Ich finde, es darf keine Flucht vor Menschen geben.

    Meine Beispiele:

    1.) Ich habe eine wichtige Erfahrung mit einem negativ wirkendem Menschen gemacht. Auf den ersten und zweiten Blick, so eine Person, von der Sie raten, sich fernzuhalten.

    Es handelte sich um eine Mitarbeiterin, die sehr häufig in derbem Ton Vieles lautstark hinterfragt hat, was ich gemacht habe. Wenn ich morgens mit ihr eingeteilt war, habe ich gedacht, “oh, der Tag ist gelaufen”.

    Irgendwann habe ich darüber nachgedacht, was mich so ärgert. Da fiel mir auf, wenn ich kritisiert wurde, aber mir klar gemacht habe, ich selbst habe richtig gehandelt, dann hatte ich kein Problem, auch wenn die Kritik in scharfem Ton kam. Wurde ich aber kritisiert, und es gab etwas, dass ich selbst hätte besser machen können, dann habe ich gemerkt, ich habe das Problem selbst und nicht die Person, egal wie der Ton der Kritik war!!! Ich habe gelernt, dass die Negativität dann am Stärksten war, wenn ich etwas an meinem eigenen Verhalten ändern musste! Aus meiner Sicht wäre es nicht klug, solche “als negativ empfundene” Personen wegzuschicken. Mann muss sich der (oft schmerzhaften) Frage stellen, ob man sich selbst ändern muss.

    2.) Ich habe eine Freund, der in einer echten und tiefen Depression ist. Ich merke, wie er mich Kraft kostet. Ich fände es unethisch, ihn wegzuschicken. (Außer ich habe gerade selbst keine Kraft mehr.)

    3.) Wer empfindet Empathie, für die Menschen, dies selbst keine Empathie mehr haben. Die Leute, die wir wegschicken sollen, sind doch arme bedauernswerte Wesen. Gibt es keinen Weg, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und ihnen (vielleicht mit uns als Modell) zu zeigen, dass es Alternativen zum Pessimismus gibt? Welche Bedürfnisse sind bei diesen negativen Menschen unerfüllt. Ist diese Negativität nicht ein Ausdruck der Not, in der diese Menschen stecken? Ich würde ihnen gerne helfen, jeder von ihnen tut mir leid! (Und wenn es mir gelingt, ein wenig Positivität bei ihnen zu erzeugen, dann ist das für mich eine Kraftquelle.)

    Viele liebe Grüße
    Thomas

    Thomas antworten
    • Nikolaus H.

      Hallo Thomas,

      Sie schreiben “Ich finde, es darf keine Flucht vor Menschen geben.”

      Ich finde, man darf das nicht pauschalisieren, denn das darf jeder für sich selbst entscheiden, denn jeder Mensch und jede Situation ist anders. Daher helfen solche Aussagen niemandem weiter, sie sind Festschreibungen, die nämlich genau für die Menschen Gift sind, denen solche Glaubenssätze eingehämmert worden sind und die sich deshalb heute aus dem Strudel negativistischer Menschen kaum oder nur sehr schwer und unter ja völlig unnötigen Schuldgefühlen lösen können.

      Wenn Sie etwas schreiben, denken Sie doch zuvor an die schwachen Menschen unter uns, die ein Anrecht auf eine wirkliche Chance haben. Wir dürfen ihnen mit diesen Parolen aus der schwarzen Pädagogik nicht die Zukunft verbauen. Diese Verantwortung haben wir!

      Nikolaus H. antworten
  • Lucie

    Ich möchte Stellung nehmen zu der Aussage (von Ralf), dass wir Verantwortung tragen für die “Lahmen, Schwachen, Negativen”:

    Nein, wir tragen keine Verantwortung für die Negativen. Abgesehen von elterlichen oder beruflichen Fürsorgepflichten tragen wir nur Verantwortung für uns selbst. Genauso ist auch ein Mensch mit einer negativen Grundhaltung für sich selbst verantwortlich.

    Es gibt Menschen, die aufgrund von Kindheitserfahrungen anderen die Verantwortung für sich aufbürden wollen und andere unbewusst, aber mit viel Geschick ausbeuten.

    Es gibt ebenso solche, die sich aufgrund von Kindheitserfahrungen immer wieder ausbeuten lassen und dieses falsche und kraftraubende Verantwortungsgefühl annehmen.

    Gut, wenn es Menschen wie Sie gibt, die ihnen sagen, dass sie das nicht müssen, dass sie das Recht haben, sich abzugrenzen und zu schützen. Es ist in letzter Konsequenz besser für alle, wenn sie das tun.

    Der Mensch mit negativer Lebenseinstellung wird, wenn andere sich stets viel Mühe mit ihm geben und dabei viel Energie verlieren, seine Haltung kaum in Frage stellen und sich nicht entwickeln. Wenn sich andere aus ehrlichen Gefühlen heraus zurückziehen, ist er vielleicht eher gezwungen, sein Verhalten zu überdenken. Veränderungsbereitschaft und Entwicklung haben dann eine größere Chance.

    An dieser Stelle meinen herzlichen Dank Herr Heidenberger für die vielen wertvollen und bereichernden Anregungen in all den Jahren!

    Lucie antworten
  • Ina

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    zu Ihren Beitrag zum Umgang mit negativen Menschen oder Menschen, die einem die Kraft rauben, möchte ich Folgendes sagen:

    Jeder Mensch ist wertvoll und man muss versuchen, das Gute in ihm zu sehen. Ich arbeite in einem Pfarrbüro, da kann ich mir nicht aussuchen, mit wem ich zu tun haben möchte und mit wem nicht. Zumal viele von ihnen aus der Gemeinde kommen und man sich demzufolge oft sieht oder sogar ehrenamtlich mit ihnen zusammen arbeitet.

    Ich habe das Glück, mit eigentlich jedem zurecht zu kommen und meine Erfahrung ist, dass man gerade die Menschen, die oft schimpfen oder vieles schlecht machen, besondere Zuwendung brauchen. Das ist mal ein gutes Wort oder auch ein Lob.

    Es sind ja letztendlich Menschen, die schlechte Erfahrung gemacht haben, denen es schwer fällt, toleranter zu sein. Es sind Menschen, die verletzt worden sind und es gibt Gründe dafür, warum sie so geworden sind. Vielleicht ist schon allein das Vorleben der Eltern ein Grund, dass sie es nicht anders erlebt haben.

    Ich gebe zu, dass der Umgang mit schwierigen Menschen nicht einfach ist, aber mit Ausgrenzung oder Ablehnung machen wir es nur schlimmer. Das heißt nicht, dass man solche Menschen nur umsorgen und ihnen alles recht machen soll. Man muss einen guten Mittelweg finden. Toleranz, Liebe und gute Worte sind unsere besten Instrumente.

    Mit freundlichen Grüßen Ina

    Ina antworten
  • Franzi

    Ich finde einige Artikel dieser Seite sehr lesenswert, aber mich macht Ihre Einstellung zu diesem Thema wirklich traurig. Deshalb würde ich gerne auch meine Einstellung preisgeben.

    Ich glaube an das Gute im Menschen und versuche mit allen befreundet zu sein, sie anzunehmen und Hilfesuchenden zu helfen, egal ob positiv eingestellt oder nicht. Für mich ist das ein Zeichen persönlicher Stärke. Denken Sie wirklich, dass es dem anderen hilft, wenn er plötzlich alleine da steht, keine Freunde mehr hat und nur noch oberflächlich behandelt wird?

    Ich bin durch chronische Krankheiten ein paar Eigenschaften verfallen, die nicht sehr positiv waren, habe sie selber aber nicht überwinden können, da sie mir nicht aufgefallen sind und mir die Menschen, die ich um Hilfe gebeten habe, nicht helfen wollten. Laut Ihrer Beschreibung wäre ich ein negativer Mensch, da sich das über einige Jahre hingezogen hat und deshalb nicht mehr als Phase gelten kann. Mich hat diese von Ihnen empfohlene Behandlung leider nur noch weiter runtergezogen. Durch die Diagnose und Behandlung meiner Krankheit, wirklich wundervolle Menschen und meine Familie habe ich das Verhalten dann glücklicherweise schnell wieder ablegen können, zehre aber immer noch etwas daran.

    Es ist nicht schlecht, wenn Sie daran erinnern, dass man einen Freund zum Selbstschutz auch mal vernachlässigen kann, wenn man gerade nicht stark genug ist. Man sollte sich darauf meiner Meinung nach aber wieder unbedingt um ihn bemühen und ihn nicht alleine im Regen stehen lassen. :)

    Franzi antworten
  • Elsa

    Ich finde den Beitrag erschütternd. Wenn ich mir vorstelle, all diejenigen auszugrenzen und abzuschütteln, die meiner Meinung nach Pessimisten sind, komme ich mir doch echt asozial vor. Das ist nicht die feine Art.

    Man sollte schon sehr genau schauen und sich nur von denen abgrenzen, die einem nicht am Herz liegen bzw. die man nicht so gut kennt und die einem tatsächlich massiv schaden, nicht dass jetzt hier alle Menschen verbannt werden, nur weil sie pessimistische Züge haben und die Meinung besteht, es wäre grundlegend schadhaft für die Menschen in der Umgebung.

    Die Antwort von Antilothar finde ich ziemlich daneben. Menschen ausgrenzen und so tun, als wäre man besser als andere Menschen, ist ein ziemlich kindischer Weg. Das ist definitiv keine soziale Kompetenz!

    Elsa antworten
    • Danke für Ihren Kommentar!

      Dazu nur kurz: Ich habe in meinem Beitrag mit keinem Wort die von Ihnen erwähnten Pessimisten genannt, und zwar ganz bewusst nicht! Denn nur weil jemand ein Pessimist ist, heißt das noch lange nicht, dass er sich anderen Menschen gegenüber permanent ungut verhält.

      Sie schreiben:

      Man sollte … sich nur von denen abgrenzen, die einem nicht am Herz liegen bzw. die man nicht so gut kennt

      Das wiederum kann ich nicht ganz nachvollziehen!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Trina

    Hallo Herr Heidenberger,

    vielen Dank für Ihren wertvollen Artikel.

    Es ist wohl das Einfachste und gleichzeitig Schwierigste im Leben, Leute, die einem nicht (mehr) gut tun, ziehen zu lassen, sie tatsächlich loszulassen.

    Ich habe mich vor geraumer Zeit von einer engen Freundin getrennt. Wir waren ziemlich unterschiedliche Menschentypen, aber das machte mir nichts aus. Sie war schon immer die pessimistischere von uns beiden, doch wir verstanden uns ausnehmend gut.

    Irgendwann häuften sich die Nörgeleien ihrerseits, obwohl unsere Treffen seltener wurden. Sie kritisierte mich, mal mehr mal weniger direkt: Das schaffst du nicht, du kannst dies nicht, du kannst das nicht, das ist deine Schuld, du bist immer so … blabla, etcetera …

    Ich frage mich heute, warum ich mir all das so lange gefallen ließ, aber sie verstand es eben (bewusst oder unbewusst), bei mir Knöpfe des „Schuldseins“ aus meiner Kindheit zu drücken.

    Jedenfalls hat sie mich schließlich in einer Situation, in der es mir total schlecht ging, hängen lassen und obendrein versucht, mir einzureden, dass das natürlich alles meine Schuld sei. Ich muss dazu sagen, dass sie selbst äußerst empfindlich auf Kritik reagierte und häufig wegen Kleinigkeiten eingeschnappt war.

    Da war für mich das Maß voll und ich habe ihr kurz und knapp die Freundschaft gekündigt. Wobei das aus heutiger Sicht schon gar keine Freundschaft mehr war.
    Zuerst plagte mich das schlechte Gewissen, ich zweifelte, ob meine Entscheidung wirklich richtig war. Ich würde mich eigentlich als eine eher treue Person einschätzen, die einen Menschen nicht ohne weiteres aufgibt.

    Inzwischen ist mir bewusst, dass sie oft gänzlich unreflektiert Dinge aus ihrem Leben auf mich projiziert hat, ihre Unzufriedenheit über ihre eigene Unselbstständigkeit, ihren Frust, ihre Ängste und vor allem ihren Neid.

    Tja, ich weiß heute auch, dass diese Entscheidung richtig war und sie fühlt sich auch gut an. Das Einzige, was ich nach wie vor ein bisschen bereue, ist, dass ich diesen Schritt nicht schon früher gewagt habe. Wenn das Pferd tot ist, soll man absteigen, heißt es doch. Aber besser spät als nie. ;-)

    Man verliert durch das Loslassen zwar Menschen, aber das Positive ist: Es kommen tatsächlich neue, interessante, lebensbejahende, bunte Persönlichkeiten auf einen zu. Ich habe heute einen angenehmen Freundeskreis, in dem ich so sein kann, wie ich bin.

    Das ist für mich der wahre Reichtum.

    Das Loslassen oder Aussortieren erfordert, wie ich finde, Mut und Selbstreflexion, jedoch sollte man danach diesen Schritt nicht scheuen, um selbst reifen, wachsen, fliegen zu können.

    Viele Grüße
    Trina

    Trina antworten
  • Enzo

    Ich wette, Lothar gehört genau zu den Typen, von denen man sich besser verabschieden sollte!! Ich habe es mein Leben lang immer gemacht, ohne zu lange darüber nachzudenken!

    Enzo antworten
    • Nikolaus H.

      Hallo Enzo, dann frage ich mich, was Sie hier in diesem Forum gesucht haben, wenn Sie diese Problematik nie betroffen haben soll.

      Nikolaus H. antworten
  • Maria

    Hallo Herr Heidenberger,

    ich würde gerne meine Erfahrungen mit Ihnen und den Leuten aus der Gruppe hier teilen, weil ich vor Kurzem mit einem Freund auf Distanz gegangen bin und mir unsicher bin, ob es der richtige Weg war.

    Wir haben uns letztes Jahr über soziale Netzwerke kennengelernt und zunächst nur im Fitnessstudio getroffen und danach immer öfter etwas gemeinsam unternommen (Rad fahren, Kochen, Kino etc.). Er hat wenige Freunde und wurde früher oft ausgegrenzt aus Gemeinschaften. Ich habe meine Aufgabe vor allem darin gesehen, gemeinsam lustige Sachen zu unternehmen und wieder Lebensfreude in sein Leben zu bringen. Dies hat ganz gut geklappt bis Herbst letzten Jahres.

    Im November/Dezember kamen Schwierigkeiten auf ihn zu (beruflich, privat etc.). Ich habe ihn durch diesen Prozess begleitet und hatte immer ein offenes Ohr für ihn und hab ihn emotional sehr unterstützt. Man muss dazu sagen, dass ich dachte, ich hätte die Situation unter Kontrolle. Leider habe ich aber seine Probleme zu nah an mich rangelassen, sodass sie schließlich zu meinen wurden. Dazu kam, dass während seiner Problemzeit er maßig und permanent den ganzen Tag von negativen Gedanken begleitet wurde, die er mir auch mitgeteilt hat, sodass ich quasi seiner Negativität permanent ausgesetzt war. Ich habe ihn sozusagen durch die harte Zeit (die jetzt einigermaßen vorbei ist) begleitet und nicht im Stich gelassen, muss man dazu sagen. Ich habe für alle meine Freunde ein offenes Ohr und gebe immer Ratschläge wo ich kann, leider wurde dies in diesem Fall strapaziert.

    Seit einigen Wochen assoziiert sich das so, dass ich seine Nähe nicht mehr ertragen kann. Ich habe schlechte Laune und ein ungutes Gefühl wenn wir was unternehmen. Dazu kommt, dass er Verlustängste hat (mich zu verlieren als Freundin) und mir bei Gelegenheit ein schlechtes Gewissen bereitet, falls ein Treffen nicht zustande kommt bzw. ich Treffen absage. Weiterhin soll ich mich für meine Handlungen und Entscheidungen (wieso ich an diesen Tagen keine Zeit habe oder einen Freund ein Wochenende besuchen möchte) rechtfertigen.

    Vor Kurzem habe ich ihm mitgeteilt, ich brauche Zeit und Ruhe für mich und möchte die Freundschaft auf Abstand halten, sobald ich wieder “normal” denken kann. Das wollte er nicht akzeptieren, weil ihm die Freundschaft unendlich viel bedeutet und er nicht mehr weiter weiß. Ich kann mich in nächster Zeit nicht mit ihm treffen, ich packe es kraft- und nervenmäßig einfach nicht mehr.

    Meine Familie und Freunde meinten alle ausnahmslos, dass es der richtige Weg ist und vor einiger Zeit hätte passieren sollen. Jedoch möchte ich die neutrale Meinung von außenstehenden Personen auch hören, um meine Reaktion und Situation besser einordnen zu können.

    Ich sage schon mal Danke im voraus :)
    Viele Grüße
    M

    Maria antworten
    • Hallo Maria,

      ich vermute mal, dass Sie ohnehin (unbewusst) schon wissen, dass Ihre Entscheidung hinsichtlich mehr Abstand für Sie die richtige war. Vielleicht brauchen Sie nur noch eine Form von „Bestätigung“ für diese Entscheidung. Vertrauen Sie einfach Ihrem inneren Gefühl!

      Burkhard Heidenberger antworten
    • S.W.

      Hallo Maria,

      ähnliche “Kämpfe” habe ich mit mir selbst auch schon gehabt. Bis ich drauf kam, dass ich selbst die Macht über die Aufgaben in meinem Leben habe.

      Wer legt fest, welche Aufgabe ich im Leben anderer Menschen habe? Ich.
      Wer darf Aufgaben erfüllen, abbrechen, inhaltlich ändern? Ich.

      Warum instrumentalisiere ich mich selbst als Lebensglücksverantwortliche anderer? Alte Muster aus der Kindheit.
      Warum funktioniert die emotionale Erpressung? Weil ICH es immer noch ein wenig als Realität angesehen habe, dass ich schuld bin, wenn ich auf mich selbst achte und mich dem andern erwachsenen (!) Menschen in seinen Augen entziehe und es ihm dann schlecht geht. Warum geht es ihm schlecht? Weil er für sich selbst nicht die Verantwortung übernehmen möchte. Wer könnte das ändern? Er und nur er.

      Ersetzbar zu sein ist auch eine sehr erleichternde Erkenntnis, wenn man es genau betrachtet. Und vielleicht ist das deine Achillesferse. Etwas Besonderes sein im Leben eines anderen und das Gefühl gibt er dir mit dem Schuldgefühl grad auch mit …(ohne dich kann ich nicht … bla).

      Na wie auch immer, entscheide und steh dazu, egal wie jemand anderes das findet. Alles Gute!

      S.W. antworten
  • Peggy

    Hallo Herr Heidenberger,

    Ich bin zufällig auf Ihren tollen Artikel gestoßen. Ich teile Ihre Meinung sich von Menschen zu lösen, die einem nicht gut tun.

    Sie haben geschrieben, dass man sich am besten von diesen Menschen distanzieren sollte. Doch in meinem Fall bin ich gezwungen, dieser Person immer wieder zu begegnen.

    Ich wohne im Haus von meinem Freund und seiner Mutter. Leider komme ich überhaupt nicht mehr mit seiner Mutter aus, da sie sich in finanzielle Dinge von meinem Freund einmischt sowie in private Angelegenheiten. Ich habe mich immer bemüht, mit ihr gut auszukommen, aber ich komm einfach nicht mit ihrer Art/Charakter zurecht.

    Ich versuche ihr aus dem Weg zu gehen und mit ihr nicht zu sprechen. Ich weiß, dass es unnötig ist sich über eine Person, die man nicht leiden kann, den Kopf zu zerbrechen und nachts deswegen nicht schlafen zu können, ebenso total bescheuert ist.

    Ich würde am liebsten sofort mit meinem Freund ausziehen, aber ich habe das Gefühl, dass er sich nicht von seinem Elternhaus trennen kann und es ihm egal ist, dass seine Mutter ihn kontrolliert, alles hinterherräumt und sich ständig einmischt. Jedenfalls tut er nichts dagegen …

    Ich bin mit der Situation total überfordert. Könntest du mir einen Tipp geben, damit besser umzugehen oder wie ich mich gegenüber ihr stattdessen Verhalten sollte. Wäre echt super lieb.

    Peggy antworten
    • Hallo Peggy,

      eine solche wie von Ihnen beschriebene Situation ist natürlich immer schwierig.

      Sie schreiben: „Ich würde am liebsten sofort mit meinem Freund ausziehen, aber ich habe das Gefühl, dass er …“ Daraus schließe ich, dass Sie darüber noch nicht offen mit Ihrem Freund gesprochen haben. Sprechen Sie mit ihm, auch über Ihre Belastung und wie sie gemeinsam eine Lösung finden könnten. Wenn Sie von seiner Seite Rückhalt erhalten, wird es Ihnen auch leichterfallen, mit der Situation umzugehen. Vielleicht finden Sie sogar eine Lösung, mit der alle „gut leben“ können.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Nikolaus H.

      Hallo Peggy,

      ich würde Ihnen auch gern sagen, was mir zu Ihrer Situation einfällt, weil ich solche Situationen seit vielen Jahrzehnten kenne und auch leider ausgehalten habe. Wenn ich theoretisch nochmal neu anfangen könnte, würde ich anderen gegenüber viel klarer sein, was meine Grenzen betrifft und damit andere automatisch auf eine gewisse Distanz halten.

      Wenn man alles mitmacht, darf man sich nicht wundern, dass man leidet, denn andere sind ebenso bequem. Wir selbst sind bequem uns zu ändern, die anderen auch, sie nutzen einen dann aus, weil es der leichteste Weg ist. Derjenige, der sich ändert und sein Wohlbefinden im Fokus hat unter der Prämisse, nun eben nicht ANDEREN damit zur Last zu fallen, der beginnt, autonomer zu werden und Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen. Damit können dann andere oftmals schlecht umgehen, wenn und weil es zuvor ja immer nach für sie bequemeren Maßstäben gelaufen ist. Das ist dann aber etwas was man selbst aushalten muss, dass andere damit klarkommen müssen oder eben rebellieren.

      Es sind oft genau die faulen Kompromisse, die einem das Leben schwer machen. Das Problem an solchen Situationen ist, dass sie einem nicht klar vor Augen liegen (weil man selbst nicht von außen draufschauen kann), also auch, wo fängt die eigene Veranwortung an und wo hört es auf für andere zur Verfügung zu stehen!? Man leidet und es sind oft auch aus der Kindheit verschleppte Schuldgefühle dabei, die hier und heute nichts mehr zu suchen haben.

      Es liegt immer bei einem selbst, wenn man Situationen “aushält”, die einen belasten und wenn man sich selbst immer wieder fragt, ob die Belastung nicht doch immer wieder durch Situationen entsteht, in denen ich selbst anderen gegenüber unklar war, sie nicht vollends über das, was ich möchte und das was ich NICHT(!!!) möchte aufgeklärt hat, dann erst wird einem immer deutlicher, wie sehr doch die Verantwortung für das eigene Wohl oder das eigene Leiden nur bei einem selbst liegt.

      Aushalten, das muss definitiv niemand. Und wenn Menschen im Umfeld einen einfach nicht respektieren oder unterstützen wollen oder können, dann kann sich ein solches Umfeld auf einen sehr, sehr negativ auswirken. Ein Wechsel in ein anderes Umfeld, das einem zugetan ist, lässt den Kontrast erst sehr deutlich werden. Um das zu erfahren, reicht es oftmals schon aus, sich einfach nur für ein Jahr einmal eine eigene Wohnung zu nehmen.

      Ich selbst habe das gemacht und dabei festgestellt, wie unnötig der Stress war, den andere mir gemacht haben, aber wie klar auch war, DASS sie ihn mir gemacht haben, denn ich war in meinen eigenen Grenzen viel zu durchlässig für andere. Wer es anderen immerzu recht machen will, der geht am Ende dabei drauf. Davon bin nicht nur ich inzwischen überzeugt. Nicht umsonst heisst es: „Everybodys darling is everybodys depp“.

      Nikolaus H. antworten
  • Vera

    Danke für den Artikel.

    Heute habe ich mich von einem negativen Freundeskreis getrennt. Da ich lange an mir gearbeitet habe, selbstbewusster zu werden, will ich nun nicht weiter ständig von negativen Menschen heruntergezogen werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob sich mein Weg profilieren wird.

    Habe schon Bande zu positiveren Menschen geknüpft, doch will ich vorsichtig sein. D.h. aber nicht, dass ich mir den alten Freundeskreis warm halte. Das ist der falsche Weg.

    Ich habe auch eine sehr gute Freundin, die sehr negativ ist, für die ich aber hoffentlich immer da sein werde, d.h. ich beabsichtige nicht, mich jemals von ihr zu trennen. Der Freundeskreis, von dem ich sprach, war auch noch sehr frisch, und er hat sich eher durch räumliche Nähe ergeben.

    Ich hoffe nun, dass sich alles zum Guten wenden wird. Noch fühlt es sich an, als beginge ich einen Schritt in die Unsicherheit, so ist es auch. Aber durch innere Stärke wird es klappen. Habe noch etwas Skrupel, aber in Grunde bin ja ich diejenige, die etwas verliert.

    Vera antworten
  • Pirko

    Hallo :)

    Vielleicht macht es die Zeitblüten ja gerade so faszinierend, dass sie immer wieder blühen, solche Themen für unterschiedliche Menschen immer mal wieder aktuell und im Jetzt interessant sind. So wie dieser für mich :) daher hier meine 2 Cent …

    Ich fand den Beitrag fantastisch. Eine erfrischende Oase in dem ganzen “immer nur geben, bis man bricht”-Wahn, der hier und da immer mal wieder um sich greift wie eine Seuche. Mich der Gesellschaft von Menschen entziehen zu dürfen, mit denen ich mich nie frei, wohl und glücklich fühle, halte ich für einen Akt gesunder Selbstliebe.

    Auch ich spreche natürlich nicht von Freunden, die eine schwere Zeit durchmachen. Ganz ehrlich – in deren Gegenwart fühle ich mich auch frei, wohl und mit mir selbst glücklich, wenn deren Karren mal brennt. Gerade deshalb kann ich ja dann für sie da sein, für sie stark sein, sie stützen und trösten. Weil ich gerade nicht panisch schreiend im Kreis renne, sondern ganz besonnen einen Feuerlöscher holen gehen kann.

    Die Menschen, von denen ich mich bislang in meinem Leben verabschiedet habe oder deren Versuch, eine Freundschaft aufzubauen, ich mich entzogen habe, waren hauptsächlich Menschen, die sich

    1) selbst leider nicht lieben und zusätzlich
    2) entweder versucht haben, mich als Selbstliebeersatz zu missbrauchen (ich kann mich selbst nicht richtig lieben, mir verzeihen, mir geben was ich brauche, mich akzeptieren wie ich bin – also mach du das bitte permanent für mich, koste es dich was es wolle) und richtig bissig und verletzend wurden, wenn ich da auch mal was verweigert habe,

    oder denen meine Selbstliebe sogar ein regelrechter Dorn im Auge war, von dem sie die Finger einfach nicht lassen konnten, weil sie sich davon bedroht fühlten anstatt sich davon berühren und inspirieren lassen zu können.

    Ich bin schon Menschen begegnet, die immer wieder aus mir völlig schleierhaften Gründen Kontakt zu mir gesucht haben, nur um mich zu beleidigen, mir vorzuhalten, was nicht alles an mir schlecht ist und was für ein wertloser Mensch ich bin, gern hinter einer feigen Maske aus verletzendem Humor oder angeblich allgemein gültiger Wahrheit (“Ich bin ja nur ehrlich und sage wie’s ist!”).

    Die Dinge sind wie wir sie sehen. Jeder einzelne von uns anders. Da gibt es meiner Meinung nach keine eine “Wahrheit” (was Menschen betrifft), sondern nur unsere persönlichen Blickwinkel. Wenn jemand in mir rein gar nichts Schönes sehen kann und ich nicht in ihm/ihr, was macht es dann für einen Sinn, krampfhaft aneinander festzuhalten?

    Natürlich darf man sich von Menschen auch wieder lösen, wenn man sich gegenseitig nicht aufrichtig lieben/mögen, akzeptieren und respektieren kann.

    Ist mein ganz persönlicher Blickwinkel ;)

    Pirko antworten
  • Christine

    Leider hatte ich erst gestern ebenfalls mit einer Person zu tun, bei der ich mir sicher bin, dass sie ein Mensch mit einer negativen Persönlichkeit ist. Sie ist sogar in meinem Alter.

    Sie gibt nämlich vor, mir wohlgesonnen zu sein, indem sie mir mitteilte, dass andere angeblich über mich lästern oder diese mich angeblich auch auslachen würden.

    Mir ging es nach den Gesprächen mit ihr schlecht, da sie wortwörtlich zu mir sagte: “Die Anderen lachen über dich. Und du merkst es noch nicht einmal. Du merkst noch nicht einmal, dass über dich gelacht wird.” Daraufhin habe ich mit einer anderen Kollegin darüber gesprochen, die gesagt hat, dass das von den Anderen kein Auslachen war, sondern dass diese einen Scherz, der da nämlich vorausgegangen ist, lustig fanden und darüber gelacht haben.

    Die Kollegin hat sich darüber gewundert, warum die eine Person – die angeblich mir wohlgesonnen wäre – zu mir sagte, dass andere mich auslachen würden. Und wiederholte, dass es definitiv kein Auslachen war. Auch das Lästern soll nicht gestimmt haben.

    Und die Gespräche mit dieser Person waren und sind für mich überhaupt nicht hilfreich, da sie gleich in persönliche Angriffe übergeht und meine Art und meinen sozialen Umgang mit Menschen generell abwertet und diese mit stark negativen Begriffen wie “komisch” bezeichnet und niemals etwas Positives zu mir sagte.

    Wenn sie mein Verhalten als “komisch” bezeichnete, dann trug sie das noch dazu mit einem Lächeln vor, das ich an ihr schon abstoßend fand, weil sie damit ihre Freude daran verriet, meine Person und mein Verhalten schlecht zu machen.

    Gestern ist mir bewusst geworden, dass sie schon eine sehr zwielichtige Person zu sein scheint. Sie hat gestern eindeutig unsympathisch auf mich gewirkt, in der Weise, wie sie mich ansah. Sie hatte keine freundliche Ausstrahlung und diese “Rückmeldungen”, die sie mir gab, “um mich meine Wirkung auf andere wissen zu lassen”, wirkten auf mich sehr frech und auch sehr unhöflich und unfreundlich. Eher kam dadurch für mich zum Ausdruck, was sie für ein persönliches Problem mit mir hat.

    Mir ging und geht es auch jetzt noch nach diesen Gesprächen mit ihr schlecht und bin auch jetzt noch niedergeschlagen, da ich der Meinung bin, dass sich solche Äußerungen von ihr im sozialen Miteinander einfach nicht gehören. Es ist wirklich nicht angenehm, so blöd angemacht zu werden. Es war keine konstruktive und vor allem auch keine sachliche Kritik.

    Deswegen habe ich gestern auch zu ihr gesagt (aber vermutlich wird sie sich nicht angesprochen gefühlt haben): “Und auf mich wirkt Unhöflichkeit und Unfreundlichkeit
    komisch!” Ich bin einfach zu nett, um ihr direkt zu sagen, dass sie mit ihren sehr frechen und unfreundlichen Aussagen ebenfalls “komisch” auf mich gewirkt hat, daher habe ich es gegenüber ihr allgemein formuliert.

    Zum Glück geht diese Person bald, da sie die Arbeitsstelle wechselt. Und ganz ehrlich: Ich bin schon sehr, sehr froh darüber!!

    Über ihre neue Arbeit in der neuen Arbeitsstelle denkt sie nicht optimistisch und ist sich nicht sicher, ob diese neue Arbeit ebenfalls etwas für sie ist, wie sie einmal mir gegenüber erst vor Kurzem äußerte.

    Herr Heidenberger, auch wenn diese Person bald gehen wird und wir dann keine Kollegen mehr sein werden, würde mich dennoch Ihre Meinung dazu interessieren!

    Christine antworten
    • Hallo Christine,

      eine Fernanalyse ist immer schwierig, da ich eine evtl. Vorgeschichte, die Umstände etc. nicht kenne.

      Gemäß Ihren Schilderungen hat sich diese Person Ihnen gegenüber doch recht ungut verhalten, aus welchen Gründen auch immer. Oft ist es am besten, die Person einfach direkt darauf anzusprechen, auch was ihr Verhalten Ihnen gegenüber betrifft und wie Sie sich dadurch fühlen.

      > Ich bin einfach zu nett, um ihr direkt zu sagen …

      Hin und wieder ist es gut, mal nicht nett zu sein, um beispielsweise Grenzen zu setzen, Selbstschutz zu üben oder einfach die eigenen Bedürfnisse kundzutun. Und schon gar nicht muss man sich immer alles gefallen lassen!

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Petra

    Danke für den Artikel und auch für die vielen “Reaktionen”. Bin mittlerweile 47 , bin nicht mehr kooperativ und muss daher mächtig viel einstecken. Alles und jeder, der mir nicht gut tut: dann geh doch …

    Ich kann das auch locker ohne diese Menschen, und ich fühle mich seither um Welten besser …

    Es gibt sooooo viele nette, offene, freie Leute, so unglaublich viele lebensbejahende Menschen …

    Solche selbstgemachten Kotzbrocken (die sich in dieser Rolle auch noch gerne bestätigt wüssten), können mir komplett gestohlen bleiben. Es gibt einfach Dinge, die ich nicht mehr brauche – und das ist toLL!!!!!!

    Petra antworten
  • Nikolaus H.

    Ich bin überzeugt, das Klammern an diesen negativ eingestellten Menschen wird bei vielen Menschen zu Krebs führen. Letztlich halten wir an einem anerzogenen Irrtum fest, zu glauben, wir wären ohne sie weniger oder schlechter oder einsam.

    Wenn wir dann irgendwann wirklich in der Lage sind, auf unser Herz und auf unseren Körper zu hören, dann stellen wir oft fest, wie groß unser Stress immer wieder im Umfeld dieser Menschen ist. Wenn wir aufhören, anderen beweisen zu müssen, wie gut und wertvoll wir sind, so dass sie uns lieben mögen, wird es uns besser gehen.

    Der Einzige, dem wir klar machen müssen wie gut wir sind, sind wir selbst.

    Nikolaus H. antworten
  • Kevin

    Wie Sie richtig schreiben, Herr Heidenberger:

    „… sich selbst zu mögen. Denn negativen Menschen fehlt es oft an gesunder Selbstliebe. Sie kommen mit sich selbst nicht klar, sind mit sich selbst unzufrieden und übertragen diese negative Grundstimmung meist auch auf ihr persönliches Umfeld, was wiederum belastend für die Mitmenschen ist …“

    Hundert Punkte! Das sehe ich auch so!

    Kevin antworten
  • Kevin

    Ich habe einen Freund, mit dem meine Frau nicht klar kommt. Das trifft auf ihn zu, laut Wikipedia: „Egozentrismus bezeichnet die Haltung eines Menschen, der seine eigene Person als das Zentrum allen Geschehens betrachtet und alle Ereignisse von seinem eigenen Standpunkt und von seiner eigenen Perspektive aus bewertet.“

    Er sagt, von einer Freundschaft muss man einen Nutzen haben. Meine Frau sieht das anders. Ich habe durch mein Familienleben nicht immer die Zeit, etwas mit ihm zu unternehmen. Jetzt hatte er mir gesagt, dass er mit mir nichts mehr machen möchte. Könnte aber gerne auf ein kleines Gespräch (Kaffee) immer rumkommen.

    Wie soll man da reagieren?

    Kevin antworten
  • Nikolaus H.

    Hallo Kevin,

    Freundschaft liegt ein Vertrauensverhältnis zugrunde, kein direkter messbarer Nutzen im kapitalistischen Sinne. Wenn er Freundschaft so kalt definiert, finde ich das merkwürdig. Hast du denn bislang regelmäßig bestimmte “Leistungen” (in seinem Sinne) erbracht? Was hat er beigetragen?

    Sein Teilrückzug deutet für mich auf ein gekränktes Ego hin.

    Und wie “man” reagiert? Wieso so unpersönlich? DU weißt also nicht wie DU reagieren könntest? Und wenn du es wüsstest, wie könnte dann deine Antwort ausfallen?

    Kläre doch ohne Umschweife, was dir unklar ist mit der Person direkt, wie wäre das?

    Gruß

    Niko

    Nikolaus H. antworten
    • Kevin

      Das sage ich ja, dass es merkwürdig ist. Es ging viel nach seinen Vorstellungen. Wenn nicht, hat er das mit seiner Laune einen spüren lassen. „Gekränktes Ego“ – deswegen passt ja auch Egozentrismus. Ich versuche mal, dass wir Dinge mehr nach meiner Nase machen.

      Mit ihm etwas klären, ist schwer. Er ist sehr schlagfertig und sieht die Dinge mit seinem Kopf. Kritik kann er dadurch sehr schwer annehmen.

      Kevin antworten
  • Nikolaus H.

    Hallo Kevin,

    so etwas endet schnell in einem Kampf. Ich habe gelernt, die Menschen lassen sich nicht kontrollieren, sind so, wie sie sind. Habe Ähnliches mit einem Schulfreund erlebt, den ich seit der 1. Klasse kenne. Am Ende habe ich mich aufgerieben und irgendwann hatte ich seine Rücksichtslosigkeit satt und habe ihn vor die Tür gesetzt.

    Deinen Freund sehe ich als so einen Kontrolleur. Diese Menschen haben es nicht gelernt, mitfühlend mit anderen zu sein, sie haben keine Werkzeuge dafür entwickelt – der Mitfühlende wird in so einem Gespann dann auf lange Sicht auf der Strecke bleiben.

    Ich persönlich kann nur empfehlen, die Überschrift dieses Threads immer mal wieder zu lesen. Viele sind es nicht wert, dass wir soviel Energie in sie stecken, denn sie sind es sich ja selbst noch nicht einmal wert. Wir sollten es uns hingegen wert sein und Menschen suchen, die ähnlich wie wir selbst ticken. Das ist eher von Glück und Erfolg gekrönt.

    Gruß

    Niko

    Nikolaus H. antworten
  • Jutta

    Guten Tag Herr Heidenberger,

    durch Zufall bin ich auf Ihren Artikel gestoßen und kann diesen nur durch eigene Erfahrungen untermauern!

    Ja, es gibt sie wirklich: die Menschen, die von Neid zerfressen sind, notorisch jammern und alles um sich herum schlecht reden. Nach Kontakt mit solchen Menschen fühlt man sich wie ausgelaugt und als ob jemand einem mit Säure übergossen hat.

    Ich selber hatte jahrelang solch eine ‘Freundin’, deren Verhalten ich auch zuerst nicht deuten konnte. Ich vermutete auch eine ‘depressive Phase’ durch ihre Lebensumstände und habe mich mehr als bemüht, ihr das Leben leichter zu machen, immer ein offenes Ohr zu haben und sie auch tatkräftig zu unterstützen. Das Ergebnis war, dass sie mich an anderen Stellen übel verleumdet hat, versuchte, meine Beziehung zu zerstören, indem sie Unwahrheiten und Fehlspekulationen streute.

    Es gibt Menschen, an denen ist nichts Gutes … und wenn man glaubt, es irgendwo zu erkennen, ist das nur berechnender Schein. Es gibt sie, die Menschen, die auf Kommando weinen und extrem berechnend agieren können. Es gibt sie, die Menschen, die über Leichen gehen, unmoralisch und sogar kriminell handeln, wenn es um den eigenen Vorteil geht!

    Und ich gebe Ihnen absolut Recht: Von solchen Menschen distanziert man sich besser. Ich habe es getan und zwar radikal!

    Danke für Ihren Artikel!

    Jutta antworten
  • Danke an alle, die ihre Erfahrungen hier posten und damit andere daran teilhaben lassen!

    Burkhard Heidenberger antworten
  • Nira

    Ich habe nicht alle Kommentare durchgelesen.

    Was ich aber weiss ist, dass ich quasi konstant positiv denkende Menschen, vor allem die mit dem Keep Smiling-Getue, mit dem künstlich oder übertriebenen “gut drauf” sein, nicht zu meinen Freunden zählen möchte. Wer in allem fieberhaft etwas Positives sehen will, nur um dem Trend von Happy Life zu entsprechen, ist mir nicht geheuer.

    Diese belasten mich persönlich mehr als jene, die auch die dunklen, pessimistischen Seiten zugeben und auch kommunizieren, dass halt nicht alles immer so toll und geil ist.

    Mir sind solche Leute sogar ein Graus, da nicht glaubwürdig und sie eine Maske zu haben scheinen.

    Dies musste ich nun einfach schreiben …

    Nira antworten
  • Nikolaus H.

    @Nira: Ich verstehe deinen Beitrag so, dass dich speziell das genannte Verhalten stört. Im Wesentlichen hatte ich hier festgestellt, dass viele Leute ein Verhalten stört wie Dauerreden, Rücksichtslosigkeit Ausbeutung, Distanzlosigkeit, Besserwisserei, Nörgeleien, Hinterhältigkeit, Ausnutzer. All solche Verhaltensweisen sind nicht gerade charakterliche Merkmale von Menschen, die sich und andere lieben.

    Dass du diese Liste unangenehmer Eigenschaften noch um übertriebenen Positivismus erweiterst, finde ich interessant. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Doch ich muss dir zustimmen, dass mich dieses Verhalten auch stört, wenn es mehr oder weniger in Reinform auftritt.

    Hingegen finde ich es OK, wenn man sich nicht alles zu Herzen nimmt, denn das kann eine große Belastung für einen Menschen sein. Ich finde mich im Augenblick in einer Situation wieder, in der ich mich einsam und ungeliebt fühle und wenig Licht am Horizont sehe. Da muss ich auf mich achten, weil sich die Psyche dann in starken körperlichen Symptomen manifestiert, z. B. Schwindel, Muskelverspannungen, Stiche in der Brust durch schlechte – hängende – Körperhaltung, zusammengebissene Zähne. Seit Wochen wache ich morgens völlig verkrampft, mit geballten Fäusten auf, alle Muskeln sind angespannt, das finde ich schrecklich.

    In so einer Situation muss ich versuchen, unangenehme Gedanken beiseitezuschieben, weil die mich noch mehr negativ belasten würden. Ein Filter kann daher auch hilfreich fürs Überleben sein. Ich bin niemand, der sich vor der Wahrheit und der Realität drückt, doch es gibt Phasen, in denen ich einfach AUS-ZEITEN benötige. Das finde ich völlig legitim und nicht vergleichbar mit Leuten, die ihre Probleme dauerhaft wegschieben. Doch auch diese Menschen sehen offenbar momentan keine andere Lösung und trauen sich nicht viel zu.

    Und es stimmt, was einen stört, muss man nicht ertragen und was das ist, das darf jeder für sich selbst definieren.

    Nikolaus H. antworten
  • Sina

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    einen riesigen Dank für dieses Thema!

    Die Resonanz darauf lässt schließen, dass ein jeder Mensch im Umgang mit derartigen Zeitgenossen seine eigene Meinung haben darf und auch hat.

    Stellvertretend möchte ich mich bei Ihnen für jene Kommentare entschuldigen, in denen subjektive Meinungen mit verletzenden Worten und Beleidigungen einhergehen. Sie bieten die Zeitblüten kostenfrei und in einem hohem Maß an Seriosität an. Ich bin der Meinung, dass man dann auch in einer grundlegenden Dankbarkeit nett antworten sollte.

    Wir alle sind Kinder dieser Erde, die nach dem Weg fragen. Kein Mensch bekommt eine Gebrauchsanweisung für das Leben hier auf Erden. Wir alle begegnen Menschen in unserem Leben nur für eine gewisse Zeit. Wir dürfen uns selbstverständlich aussuchen, mit wem, in welcher Art und wie lange. Wir alle gehören niemandem, sind alle Gottes Kinder.

    Wenden wir das wichtigste Gebot in unserer aller Zusammensein an: die LIEBE schlechthin und wenden diese in aller erster Linie für uns selbst an, ergibt sich zwangsläufig, wie ich mit derlei Personen, die mir nicht gut tun, umgehen sollte und auch umgehen darf!

    Nur wenn wir gut zu uns selbst sind, uns selbst lieben, können wir auch gut zu anderen Menschen sein, die Liebe weiter tragen. Wenn ich bemerke, dass mir bestimmte Personen nicht gut tun, ich mich aber selbst liebe, schütze ich mich vor derartigen Personen – Punkt.

    Die mitunter ausfallenden Worte einiger Leser deuten darauf, dass dies eventuell Leser sind, die sich betroffen/angesprochen fühlen. Betroffene Hunde bellen, heißt es in einem Sprichwort.

    Herr Heidenberger, Sie leisten eine wunderbare Arbeit! Aus diesem Grund bedanke ich mich ehrlich für das wichtige Thema und die dadurch ausgelöste Diskussion.

    Ich arbeite in einer Selbsthilfegruppe. Dadurch ergibt sich das Thema all zu oft. Jeder darf seine eigene Meinung haben, akzeptiert und respektiert aber auch die des anderen. In einer Zeitblüte hatte ich Ihnen bereits schon einmal meinen Leitspruch geschrieben, der hier wieder Gültigkeit findet:

    “Anders ist anders.
    Anders ist nicht besser.
    Anders ist nicht schlechter.
    Anders ist anders.”

    Ich muss nicht jeden mögen und mich muss auch auch nicht jeder mögen. Mir steht es frei, selbst zu entscheiden, mit wem ich durch’s Leben gehen möchte. Dabei ist es egal, ob dies Freunde, Kollegen, Geschwister, Eltern sind. Wir sind alle ‘nur’ Kinder Gottes und sind freie Menschen mit dem Recht freier Entscheidungen!

    Sina antworten
    • Danke für die netten Worte, Sina!

      Wie Sie richtig schreiben: Jeder von uns hat seine eigene Meinung. Und natürlich respektiere und akzeptiere ich auch andere Meinungen, deshalb veröffentliche ich hier auch diese eingegangenen Kommentare, auch wenn ich mit einigen genannten Ansichten überhaupt nicht konform gehe.

      Und Sie brauchen sich natürlich nicht für die Kommentare anderer entschuldigen. Wenn jemand meine Betrachtungsweise nicht nachvollziehen kann oder mag und dies in seinem/ihrem Kommentar etwas drastischer formuliert, soll es so sein. Ich kenne die Beweggründe und persönlichen Erfahrungen dieser Person(en) ja nicht.

      Ich fühle mich dadurch nicht wirklich angegriffen und sehe diese Kommentare recht emotionslos und durchaus auch wichtig, um sich mit diesem doch etwas heiklen Thema intensiver auseinanderzusetzen.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • Sina

      Danke für die Rückmeldung!

      Ich wünsche Ihnen für die kommende Zeit alles Liebe und viel Kraft für neue Themen.

      Sie bereichern sicher nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Lesern ihr Denken.

      Herzlichst Sina

      Sina antworten
  • Robin M.

    Ich entschuldige mich schonmal, nicht alle Antworten gelesen zu haben.

    Ich möchte auf den Begriff einer negativen Person kurz eingehen: Manchmal sind nicht zwangsweise die Personen negativ eingestellt, sondern die Beziehungen zueinander. Manchmal bin ich selbst anfällig die Stimmung des Gegenüber aufzusaugen und wenn mich dieser Gegenüber dauerhaft belastet, musste ich schonmal den Selbstschutz aktivieren und mich davon trennen. Bis ich mich wieder stabilisiert habe.

    Danke

    Robin M. antworten
  • Fräulein Lise

    Hallo liebe Gemeinde und ein besonderes Hallo an Nikolaus H.,

    Sie antworten immer so intensiv und interessiert den Kommentaren hier, sodass ich Sie einfach mal wieder auf den neusten Stand bringen wollte.

    Also ich habe es tatsächlich durchgezogen und meiner Schwester meine Meinung gesagt, den Kontakt massiv zurückgeschraubt und es auch nicht wieder so weit kommen lassen wie es vor einem Jahr war. Durch die familiären Zusammenhänge lässt sich ein völliger Kontaktabbruch schwer umsetzen, jedoch ist es auf das Mindeste beschränkt und seitdem gehts mir wieder besser!!!:-)

    Ich fühle mich endlich frei von Schuldgefühlen und derartig unschönen Gefühlen. Lebe mein Leben nun so wie ich es möchte und lass mich nicht mehr dafür verantwortlich machen, dass sie niemanden hat!

    Auslöser war damals wieder mal ein Streit, bei dem sie letzen Endes zu mir sagte (hatte ihr zuvor meine ehrliche Meinung gesagt), ich solle ihr nicht mehr schreiben. Diesen Wunsch erfüllte ich ihr genau eine Woche bis sie wieder angekrochen kam, jedoch bin ich auf ihr Ankriechen nicht mehr eingegangen, wodurch sie das erste Mal wirklich ernst gespürt hat, dass ich das nicht mehr mit mir machen lasse.

    Kurzum: Nach vielen Versprechungen, Gesprächen und Prozedere ihrerseits musste ich nun mehr nach einem Jahr feststellen, dass ihre ganzen Probleme, die sie gegen mich aufgebracht hat, nicht meine waren oder an mir lagen, sondern dass sie dieses Problem mit jeden ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen hat. Es ist immer dasselbe Muster!

    Das hat mir gezeigt, dass 1. keine Veränderung ihrerseits eingetroffen ist, 2. alles nur leere Versprechen waren, sie es nicht begriffen hat, dass es an ihrem Verhalten liegt und sie bisher immer noch nicht in Behandlung ist wie versprochen und 3. ich alles richtig gemacht habe.

    Ihre jetzige Situation zeigt mir, dass in ihren Augen immer die anderen ‘schuld’ sind, aber sie doch diejenige ist, die im Endeffekt alleine da steht. Es hat mir einmal mehr gezeigt, dass ich froh sein kann, wie ich gehandelt habe.

    All die Schuld, die ich jahrelang in mir trug und ertragen habe, ist nun verflogen. Leider haben nun andere Menschen diese Rolle in ihrem Leben eingenommen, aber das soll nicht mehr mein Problem sein.

    Kurzum: Es tut mir nach wie vor leid, dass es so ist wie es ist mit ihr, aber es kann ihr keiner helfen außer sie selbst.

    Mit besten Grüßen

    Fräulein Lise

    Fräulein Lise antworten
    • Julia

      Liebe Fräulein Lise,

      Sie haben exakt das Richtige getan :) Und ich freu mich, dass sie dadurch wieder an Lebensqualität gewonnen haben. Machen Sie sich nie klein.

      Die Verantwortung eines jeden Menschen sollte Grenzen haben. Viel mehr geben als man besitzt, ist nicht gut. Man zehrt sich aus für Menschen (seien sie einem noch so nah) und dann bringt es weder Ihnen was noch dem der in seinem schädigen Verhaltensmuster alles kaputt macht.

      Es ist gut, Distanz zu halten und endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Besser zu spät als nie!!!!!

      Also machs gut :D

      Julia antworten
  • Claudia Koch

    Ich bin zufällig hier reingeraten und hatte das Bedürfnis, ein paar Dinge zu schreiben. Was ich schreibe, mag für manche Menschen seltsam klingen. Doch vielleicht hilft es beiden Seiten zusammenzufinden… ;-)

    Wer positiv in die Welt schauen kann, kann natürlich dafür dankbar sein. Die es nicht können (und nörgeln etc.), sollte man nicht schlecht machen und meiden. Dazu sind aber ein paar Überlegungen nötig:

    Das Verhalten beider spiegelt nur eines: Beide leben nur einen Teil ihrer Persönlichkeit aus. Jeder Mensch hat positive und negative Gefühle und Gedanken. Einfach jeder.

    Wer glaubt, das Negative völlig ausschalten zu können, ist auf dem Holzweg. Das gehört ebenso dazu wie das andere. Wir Menschen polarisieren viel zu sehr. Das Abwenden von “solchen” Menschen kommt einem Urteil gleich, das genau genommen niemandem zusteht.

    Wer sich danach besser “fühlt”, hat sich letztlich von seiner eigenen Negativität entfernt. Der Mensch ist nur “ganz”, wenn er alles annimmt, was ihn ausmacht. Auch das Negative!
    Wenn ich also nur positiv sein möchte, dann fehlt etwas. Ich denke, dass diesen immer so positiven Menschen deshalb solch negative Zeitgenossen begegnen, damit beide die andere Seite in sich kennenlernen und akzeptieren.

    Ein hohes Aufkommen von Negativität in meiner nächsten Nähe sollte mich nicht zur Flucht, sondern zum näheren Hinsehen veranlassen. Zu Deutsch: Wir sollten lieber lernen, mit unseren eigenen Gefühlen umzugehen. Was Menschen in uns auslösen, sind nun mal Gefühle. Die gehören aber nur uns. Gefühle sind das Produkt einer chemischen Reaktion in unserem Gehirn/Körper. Die Verantwortung dafür habe nur ich selbst. (Wenn ich flüchten möchte, heißt das nichts anderes, als dass ich damit nicht umgehen möchte bzw. kann.) Ich kann dem größten Miesepeter gelassen begegnen, wenn ich das erkannt habe.

    Wer “negativen” Menschen gänzlich aus dem Weg geht, geht auch seinen eigenen negativen Gefühlen aus dem Weg. Es gilt vielmehr zu lernen, sie anzunehmen und zu begreifen, was der eigene Anteil an diesem Gefühl ist. Wodurch es entsteht und weshalb.

    Gefühl ist immer das eigene. Der andere Mensch kann überhaupt nichts für mein Gefühl. Wir projizieren es nur häufigst auf den Gegenüber, statt uns zu fragen, warum wir dieses Gefühl überhaupt haben!

    Wer bei sog. negativen Menschen ein negatives Gefühl hat, beweist doch nur, dass er selbst auch solche Gefühle haben kann. Kein Mensch kann immer nur positive Gefühle haben etc. Wer das glaubt, lügt sich selber an. Wer ihnen aus dem Weg geht, geht sich selber aus dem Weg. So einfach ist das.

    Andere Menschen spiegeln uns selbst. Wer aufmerksam und offenen Herzens durch die Welt geht, wird das ehrlicherweise feststellen müssen. Wer so derart durch und durch “negativen” Menschen begegnet, hat einen wunderbaren Spiegel vor Augen. Anstatt wegzuschauen, sollten wir hinsehen und es als Bereicherung sehen. Oder vielleicht als Lernprozess.

    Wir werden im Leben immer wieder den Dingen und Menschen begegnen, vor denen wir weglaufen. Das ist meine ehrliche Erfahrung.

    Die Herausforderung dabei ist, sich ehrlich einzugestehen, dass man negative Gefühle hat und die Ursache herauszufinden und es anzunehmen. Wer das nicht tut ist letztlich immer auf der Flucht vor sich selbst in ein vermeintlich positives Umfeld. Dabei bleibt ziemlich viel auf der Strecke: andere Menschen und vor allem der Mensch selbst und seine Entwicklung.

    Wir sind auf diesem Planeten, um zu lernen und zu begreifen. Erst wenn wir das tun, können wir auf eine viel gesündere positive Weise leben. Mit allen Facetten des Mensch-Seins.

    Zuletzt möchte ich noch das Phänomen erwähnen, dass sich viele Miesepeter auf einmal in irgend einer Sache als tolle Gesprächspartner, Spezialisten usw. usw. entpuppen, wenn man sich nur mal völlig wertfrei (!) mit ihnen beschäftigt. Vielleicht gerade wenn man sich mit ihnen darauf einlässt, das eigene Negative kennen- und annehmen zu lernen…

    “Jeder ist wie ein Mond – und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt”

    Liebe Grüsse, Claudia

    Claudia Koch antworten
  • Julia

    Hallo,

    ich finde, Sie haben so recht damit, was Sie darüber schreiben.

    Ich finde auch, dass man sich von solchen Charakteren möglichst fern halten sollte, man lässt sich als Mensch einfach beeinflussen. Und je mehr solcher dunklen Charaktere im eigenen Umfeld, umso düsterer die Aussicht auf die Welt. Es ist ganz simpel, genau wie Sie erklären.

    Warum auch soll man mit verpesteten Blumen im Garten stehen, wo man doch mit den schöneren strahlen kann!

    Danke sehr für diesen Beitrag – sehr hilfreich und kann dem ein oder anderen helfen zu schauen, wie das eigene Leben ist bzw. sich enorm verbessert, wenn man erst einmal aus der Opferrolle ins Licht herausgetreten ist.

    Das Leben wird lebenswert.
    Gewinnt an Glück und Positivität.
    Und man ist im Reinen mit sich.
    Das ist der wunderbarste Zustand
    den man sich aussetzen kann.
    Wer sich anders entscheidet,
    darf sich nicht darüber wundern,
    dass er (mehr) leidet.
    Vergesst das nie!!!

    Julia antworten
  • Tanja K-K

    Guten Tag, hier meine Antwort sich von Negativem oder negativ besetzten Leuten trennen.

    Habe ich getan oder tue es inzwischen schneller bzw. lasse sie auf der “Nur Bekannten”-Ebene.

    Bekannte, die man zufällig trifft, aber nicht mehr als zwei Armlänge breit an sich ranlässt.

    Dummerweise habe ich inzwischen nur noch Facebookfreunde und einen Kumpelfreund meines Mannes. Den ich aber aufgrund seiner Single bedingten egoistischen Art inzwischen auch nur noch dosiert ertragen kann. Obwohl er ein sehr netter Mensch ist.

    Mein Problem ist, dass ich mich weiter aufgrund von Burnout-Erfahrungen entwickelt habe und keiner das neue Gute sehen will oder die einfach seit Jahren nur an mir rummotzen – vor allem meine Pflegeeltern und deren Verwandtschaft und Bekanntschaften nur das glaubt, was meine Pflegemutter erzählt. Der jetzige Altersstarrsinn sei mal dahingestellt und zugerechnet.

    Ich habe harte Zeiten durchgemacht, aber ich war immer die, die verziehen hat oder zumindest immer wieder Negatives bei Besuchen ausgeblendet hat und nochmal auch n. Diskussionen.

    Doch inzwischen habe ich nur noch meine Familie und meinen zu oft privat pessimistischen Mann. Mein Mann kann sich trotzdem positiv einstellen und den Pessimisten nicht draußen zeigen.

    Ich bin war ein offener Mensch, hatte nie Probleme zu kommunizieren. Ich hatte zuviel geredet. Ich habe inzwischen gelernt, dass Menschen heutzutage weniger Kontakt und Gespräch wollen. Also habe ich mich angepasst, zumal man im Alter ja oft auch ruhiger und gesetzter wird.

    Ich hole die Menschen nur dort inzwischen ab, wo sie sind und habe gelernt, dass zu hören besser ist. Meine Vergangenheit ist vergangen und keiner von diesen Menschen passt oder will mich mehr. Ehrlich, meine Ansprüche habe ich angepasst-realisiert, da die eh zu hoch waren. Und jetzt, wo alles normalisiert und gut läuft, bin ich privat zufrieden. Doch ich habe faktisch nur noch ein Leben hier zu Hause und nur in Verbindung mit meinen Kindern und meinem Mann.

    Ich habe die Menschen, die mir nicht gut taten oder ignorierten, losgelassen, weil ich nicht mehr in ihr Leben passe und mir immer mehr Sprüche und Verhaltensweisen antat bei Besuchen, die mir echt nach 25 Jahren Kampf um Liebe und Aufmerksamkeit zu blöd wurden.

    Im Hintergrund erfährt man oft über Dritte, wie man mich sieht oder sah. Keiner sagt mehr, kommst vorbei. Festtage sind für mich inzwischen Inseltage. Ich habe niemanden mehr, zu dem ich hinkönnte. Und meinem Mann geht’s mit seiner extrovertierten Familie ähnlich.

    Fazit. Loslassen, was einen krank macht – oder nicht gut tut – heißt auch, sich drauf einzustellen, erst mal ganz auf sich geworfen zu sein und einsam. Auch mitten von einer Familie.
    Meine Weihnachten wurden in den letzten 25 Jahren von Jahr zu Jahr schlimmer. Wegen deren Wunschhaltung wie mein Leben auszusehen hatte.

    Jetzt ist mein leben und meine Familie so wie spießig und so ruhig wie es geht und angepasst, wie sie es wollten. Und jetzt will mich plötzlich keiner mehr.

    Ich hoffe, meinen Vorsatz, mir ne neue Familie mit wildfremden Freunden zu schaffen und wieder rauszugehen, erfüllt sich. Zur Zeit bin ich hier im Inselstatus. Also meine Meinung, die ganze Gesellschaft ist emotionskrank, und das nicht erst seit es Internet gibt. Im Grunde bin ich komplett desillusioniert und glaube nicht mehr an frohe Sekunden und Glück. Selbst wenn man sich noch so sehr bemüht und sich geistig schult und auch sozial ist.

    Wenn man klar und deutlich vom Leben und den Menschen auf die Auszeitbank geschickt wird oder ausgebootet wurde und man einfach keine kraft mehr hat, 777x zu vergeben oder neu anzufangen. Dann hilft nur noch schweigen.

    Seid lieb gegrüßt, Tkk, eine die dennoch lacht.

    Tanja K-K antworten
  • Andersrum kann auch funktionieren, lieber Burkhard!

    Zunächst einmal: Herzlichen Dank für diesen treffenden, durchaus auch mutigen Artikel. Es gehört schon ein breites Paar Schultern dazu, ein solches Statement abzugeben. Ist halt gesellschaftlich nicht so ganz akzeptiert, was Sie da beschreiben …

    Ich habe, wie viele meiner Vorredner, auch ein paar solcher Krafträuber in meinem Dunstkreis (gehabt). Bei manchen habe ich mein “Bleiben” als Freundschaft missinterpretiert, bis mir bewusst wurde, dass ich über einen sehr langen Zeitraum ganz massiv ausgenutzt wurde. Vor allen Dingen in emotioneller Hinsicht: Ich wurde als Seelenmülleimer benutzt und man hat des Öfteren mir die Verantwortung für Dinge zugeschoben, die ich nicht zu verantworten habe.

    In den vergangenen Monaten sind jedoch einige wirklich inspirierende, wahrhaftige, angenehme Menschen in mein Leben gestolpert, mit denen ein wirklicher Austausch an Gedanken und Gefühlen mir so unglaublich gut tut, dass ich kein Interesse mehr verspüre, den Kraftfressern noch Zeit zu widmen. Ich habe das teilweise auch so kommuniziert. Kam nicht gut an.

    Momentan fühle ich mich wohl in dem Erleben, dass Begriffe wie Respekt, Achtung, Wertschätzung für viele Menschen tatsächlich einen gelebten Inhalt haben. Ich bin nicht verbittert über die Zeit mit den Kraftfressern. Ich habe lediglich gelernt, was ich nicht will.

    Und auch eine “Trennung” kann mit Anstand und Respekt vonstatten gehen. Dazu gehört zwar ein gewisses Fingerspitzengefühl, aber auch das kann man lernen …

    Nochmals:

    Vielen Dank für Ihren Artikel! Sie bringen vieles auf den Punkt!

    Dimo Tabken antworten
  • Gero

    Ein furchtbarer Artikel!!!

    Gero antworten
  • Mir fällt dazu das Sprichwort ein “Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Schwierigkeit. Der Optimist sieht in jeder Schwierigkeit eine Chance.”

    irene antworten
  • Dieser Artikel, sehr geehrter Herr Heidenberger, perfekt. Besser hätten Sie es nicht schreiben können. Ich nenne solche Menschen Vampire! Blutsauger und Energieräuber.

    Vor lauter “gut sein” wollen, vergessen viele Menschen manchmal, dass ein klares NEIN angesagt wäre. Nein – man hört das Klagen und Lamentieren an, geht Botengänge machen, schenkt seine Zeit und mit der Zeit ist ein Gefühl des “ausgenützt”-Seins da. Unzufriedenheit macht sich breit – denn die Waage des Gebens und Nehmens ist nicht mehr im Gleichgewicht.

    Unser Leben ist zu kurz, um es mit negativ getrimmten Zeitgenossen zu vergeuden. Positive Energien sollten unser Leben begleiten und beflügeln und nicht jammernde Zeitgenossen, die nur ein Thema haben und das heisst: klagen und jammern.

    Es gibt immer wieder Zeiten, in denen es Menschen um uns nicht gut geht, dann höre ich gerne zu; doch wenn sich die Gespräche immer nur um das gleiche Thema drehen, dann stoppe ich und ich sage auch klar, dass ich diese Dinge nun weiss und nicht mehr hören möchte. Mag hart sein, doch ich fühle mich nicht gerne als Abfallsack für Probleme von Menschen, die nicht an sich arbeiten wollen.

    Heide-Rose Decurtins antworten
  • Johann

    Hallo Herr Heidenberger,

    aufgrund Ihres sehr interessanten Artikels, der mir in mancher Hinsicht einen sehr guten Denkanstoß gegeben hat, frage ich mich allerdings, ob auch ich ein negativer Mensch bin. Ich bin manchmal nicht sicher, ob die Menschen in meiner Umgebung meine Nähe eher meiden, weil sie nach Gesprächen mit mir nachdenklich oder bestürzt sind.

    Woran kann ich denn erkennen, ob ich bei anderen Energien absauge? Ich möchte das nämlich auf keinen Fall, und möchte das irgendwie verhindern. Gibt es da eine Art Selbsttest ?

    Johann antworten
    • Hallo Johann,

      einen entsprechenden Selbsttest kenne ich leider nicht. Aber vielleicht hilft es Ihnen, sich einmal bewusst selbst zu beobachten und hinzuhören, und zwar konkret bei bestimmten Personen in Ihrem unmittelbaren Umfeld – also wie Sie sich diesen Personen gegenüber verhalten und mit ihnen kommunizieren.

      Evtl. kann Ihnen die Beantwortung dieser Reflexionsfragen dabei helfen:

      • Wenn ich mich mit … [Name der Person] unterhalte, worüber spreche ich mit ihr häufig? Geht es in diesen Gesprächen primär um mich, um „Negatives“ etc.?
      • Ist mein Verhalten und meine Kommunikation dieser Person gegenüber generell wertschätzend/respektvoll oder eher weniger?
      • Wie würde ich mich selbst fühlen, wenn sich diese Person mir gegenüber in der Regel so verhält bzw. mit mir so spricht?

      Oder vielleicht können Sie ein/zwei Ihnen vertrauten Menschen direkt diese Fragen stellen.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Angela

    Danke für das Thema Polarität.

    Wir Menschen wachsen eben hauptsächlich durch diese Erfahrungen. Mich haben die vielen Beiträge dazu inspiriert, nochmal genauer zu schauen. Bei jedem mag die Toleranzgrenze anders aussehen, und sie mag durch Erfahrungen im Leben auch weiter oder enger werden.

    Ich habe mich in meinem Leben von zwei Menschen getrennt, und bei mir heißen die Grenzen seelische und körperliche Gewalt und unerträgliches Gefühl von Verletztheit:

    Ersterer mein Ex-Mann, der über Anwalt den Kindesunterhalt für unsere Tochter zurückerstattet haben wollte, weil sie (traumatisiert durch ihn) neun Monate in der Psychiatrie war und dort ja laut Anwalt voll verköstigt wird und ich in der Zeit in Vollzeit berufstätig hätte sein können. Das war nur der Abschluss einer über zehn Jahre dauernden Qual (ich möchte mich hier einem anderen Beitrag anschließen und das Buch “Die Masken der Niedertracht” empfehlen).

    Zweitere eine langjährige Freundin, die mir in der Zeit größter Not mit meiner Tochter den Trostspruch gegeben hat: “Manche Seelen wollen eben jung wieder von dieser Erde gehen.” Diese beiden Entscheidungen habe ich nie bereut.

    Herzliche Grüße an alle
    Angela

    Angela antworten
  • Lieber Burkhard,

    ich nenne es zwischenmenschliche Bioresonanz. Es gibt Menschen, die in ihrem Inneren negativ ausgerichtet sind und es gibt Menschen, die in ihrem Inneren positiv ausgerichtet sind. Dies liegt häufig an Erfahrungsmustern aus der Kindheit.

    Dann gibt es Menschen, die haben Energie und Kraft aus dieser Sichtweise herauszukommen und es gibt Menschen, die haben keine Energie und Kraft. Dies liegt meistens an Freunden und Bekannten im Umfeld, die diese Menschen unterstützen und ihnen Kraft geben.

    Wenn nun jemand keine Kraft hat und aufgrund negativer Ausrichtung ausgegrenzt wird, schwindet seine Kraft weiter, ein negativer Kreislauf beginnt.

    Grundlegend sehe ich das Problem in der ENERGIE.

    Menschen mit einem negativen Denken sind Niederschwingend, sie haben wenig Energie.
    Menschen mit einem normalen Denken sind in der Mitte.
    Menschen mit einem positiven Denken sind Hochschwingend.

    Niederschwingende Menschen suchen nach Energie, die sie dann bei Hochschwingenden suchen.

    Der Mensch benötigt Energie und Kraft zum Leben, dies ist der wichtigste Punkt.

    Ohne Energie und Kraft kann man sich nicht entwickeln, nicht wachsen, nicht lernen, nicht verstehen. Sich darüber zu unterhalten, warum gerade einer energetisch verhungert, löst das Problem nicht.

    In der zwischenmenschlichen Bioresonanz geht es darum, auch negativen Menschen Energie zu schenken, weil wir wissen, dass Erkenntnis nur kommt, wenn Liebe und Energie fliessen kann. Dennoch wahr zu sprechen und seine Gefühle mitzuteilen und Grenzen zu ziehen.

    Daher finde ich deinen Beitrag wunderbar, denn GRENZEN sind FREIER WILLE und hier kann jeder machen was er möchte – in seinem eigenen Bereich. Warum sollte ich etwas tun, was mir nicht gefällt? Warum sollte ich mich mit Menschen beschäftigen, die immer nur jammern, nicht handeln und nicht selbstverantwortlich sind. Dies wird die Situation nicht ändern, eine festgefahrene Situation, die mir nur Energie raubt.

    Und hier finde ich ist es angebracht, sich abzuwenden. Sich selber zu schützen und sein eigenes Leben neu aufzustellen. Daher finde ich ihre Anregung mit diesem Artikel perfekt und auch wie die Kommentare zeigen, treffend zur heutigen Zeit.

    Im Endeffekt ist es so – wer genügend ENERGIE hat, ist glücklich, sorgenfrei und gesund.
    Jeder übernimmt hier die Verantwortung für sich selber und hat das Recht, das zu leben, was er möchte.

    Vielen Dank dafür
    Michaela Molls

    Michaela Molls antworten
  • Eva-Maria Spötta

    Schauen wir uns das Ganze doch einmal aus spiritueller/psychologischer Sicht an. Eigentlich sind sich alle spirituellen Lehren einig, daß der Mensch von Natur aus ein liebendes und empathisches Wesen ist. Insofern haben alle Recht, die diesen Artikel ablehnen.

    Die meisten Menschen haben negatives Denken, weil sie Kummer haben und sie brauchen Liebe und Anerkennung da herauszukommen. Man sollte helfen, soweit es die eigenen Kräfte erlauben und es hilft dabei, den Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl zu verstehen. Und es hilft auch oft sich zu sagen, daß man sie nur kurz ertragen muß, sie sich aber selbst den ganzen Tag ;)

    ABER: Es gibt Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, die Psychopathen. Denen fehlt Mitgefühl und sie lieben es, andere zu manipulieren und zwar gerade auf der emotionalen Ebene, weil sie ihnen fehlt und sie diese als schwach verachten. Sie haben deshalb keine Skrupel, andere zum eigenen Vorteil emotional auszusaugen. Nach Schätzungen liegt der Anteil von Psychopathen etwas bei 4-5% der Bevölkerung.

    Vielleicht kann ein Psychologe denen helfen, aber wir Laien lassen besser die Finger davon und lassen los, wenn wir das erkennen. Leider ist unsere wirtschaftliche, rechtliche und politische Welt so strukturiert, daß Psychopathen besonders leicht Karriere machen. So kommt es, daß ein erheblicher Anteil an der Spitze der Gesellschaften psychopathische Persönlichkeitsstrukturen hat. Es erlaubt ihnen z.B., aus vermeintlichen Sachzwängen, Bomben auf Menschen werfen oder ganze Fabriken schließen zu lassen, weil man woanders noch mehr Profit machen kann. Welcher normale Mensch könnte das???

    Es fallen Ihnen sicher noch viel mehr Beispiele ein. Bei solchen Menschen gibt es nur eine Lösung: Man wünscht ihnen das Allerbeste, aber ganz weit weg!

    Eva-Maria Spötta antworten
  • Daniel Lüttgen

    Das trifft es doch genau auf den Punkt. Faule Äpfel sollte man tunlichst aussortieren, da diese mit ihrem faulen Gestank die ganze Luft der anderen verpesten. Die ganzen Stänkerer und Miesepeter sollte man tunlichst aus dem Wege gehen.

    Sollen die sich untereinander das Leben selber noch schwerer machen, aber bitte nicht mit mir. Habe mich selbst kürzlich von einer solchen Person komplett getrennt und fühle mich jetzt um Kilos leichter. Ich war selber Schuld, dass ich nicht früher die Reißleine gezogen habe, aber das Leben ist einfach zu kurz, um sich mit solchen gestörten Personen abzugeben. Jeder halt so wie er es sich mit sich machen lässt. Mit mir bitte nicht mehr!!!!

    Daniel Lüttgen antworten
  • Eva-Maria Spötta

    Oh sorry, jetzt fällt mir noch etwas ganz Wichtiges ein:

    Wer spürt, daß andere Menschen negative Gefühle in Ihnen auslösen, sollte sich einmal mit dem Thema Hochsensibilität befassen. Hochsensible haben einfach Antennen nach draußen und spüren die Gefühle anderer. Sie wissen oft nicht, daß es nicht eigene Gefühle sind.

    Hochsensibilität ist gar nicht so selten. Es sollen etwa 20% der Bevölkerung sein. Ich selbst habe es auch bei mir erst vor wenigen Jahren herausgefunden und kann jetzt besser damit umgehen und mich besser abgrenzen/schützen. Dann muß man nicht gleich jeden aus seinem Leben entfernen, der einfach nur selbst leidet.

    Dieser Artikel aus Wikipedia ist ein guter Einstieg und enthält eine Liste von Merkmalen Hochsensibler, aus der man selbst ganz schnell erkennt, ob man hochsensibel ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilität

    Eva-Maria Spötta antworten
  • Ramona

    Danke, ich finde die Gedanken zu den “Energievampiren” auch auf dieser Seite wichtig. Sie ist nicht die einzige Post, die es dazu gibt. Gut, dass ausgesprochen wird, wem wir unsere Zeit und eigene Kraft schenken sollten …. bitte nicht erschrecken, aber ich kenne mehrere Räuber und dachte die Tage, die brauchen eigentlich einen “Kotzeimer” und aus solchem kann und möchte man nichts für sich herausnehmen …. Drastisch?

    Ja, aber mir hilft dieser Gedanke beim besser abgrenzen. Das ist dringend nötig für meine eigene Balance. Ein Gespräch sollte wie Ballspielen sein …. und jeder darf regelmäßig teilhaben. Ich stoße immer wieder auf Menschen, die nur Dransein wollen und das Gespräch immer wieder auf sich und ihre Themen zurückführen. Wenn man dann wieder allein ist, fragt man sich – wo die eigene Energie geblieben ist. Man spürt eigentlich auch, wenn da etwas schief läuft – gerade wenn man eher zu den empathischen Menschen zählt.

    Schade, dass sich hier zu all den interessanten Beiträgen kein Datum findet!! Ich versuche daran zu ermessen, wie stark das Thema in der Gegenwart angekommen ist – im “trumpistischen Zeitalter”.

    Alles Gute für euch beim Suchen und Finden von Menschen, die auch an eurer Seite stehen – wenn ihr sie braucht, die euren Energiehaushalt wieder auffüllen!

    Ramona antworten
  • Hallo Ramona,

    danke für deinen Beitrag, ich denke viele Beiträge sind von heute :O)

    Ja Gespräche sind wie Ballspiele und wenn man sich mit Worten und Gesten gegenseitig bereichert, profitiert jeder im Gespräch und die Energie steigt, das kennt man von guten Freunden mit denen man nur kurz sprechen muss und schon geht es einem gut.

    Wenn wir lernen, alle so zu kommunizieren, sind Gespräche eine Bereicherung für jeden, das wäre so schön.

    Daher ist es sinnvoll, sich GUTE FREUNDE zu suchen, damit man in schlechteren Zeiten seine Reserven wieder auffüllen kann.

    Danke – toller Beitrag
    Love Michaela
    Atlantis-Kultur.de

    Michaela Molls antworten
  • Anette

    Lothars Kommentar zu diesem Thema hat mich sehr erschreckt. Menschen mit gelegentlichen Lebenskrisen oder auch Erkrankungen hat Burkhard ganz sicher nicht gemeint. Freundschaft ist ein Geben und Nehmen – zumindest nach meinem Verständnis. Wenn es dann nur noch Geben ist, oder der andere Dinge einfordert, die man nicht leisten kann oder will, dann kostet es Energie, die man nicht zurück bekommt! Das kann auf die Dauer nicht gut gehen!

    Ich habe Burkhards Empfehlungen ganz anders verstanden, zumal ich eine Freundin hatte, von der ich mich wirklich “ausgesaugt” fühlte. Ich habe sie erst relativ spät in meinem Leben kennen gelernt, und zu Anfang war sie mir in einer Lebenskrise eine große Stütze, ebenso wie ich ihr, als sie eine Lebenskrise hatte.

    Als wir uns etwa 7 Jahre kannten, starb mein Mann ganz plötzlich nach einer Bypassoperation, von der er sich eigentlich schon sehr gut erholt hatte. Abgesehen davon, dass ich danach unter einem Schock stand und mir vorkam, als befände ich mich in einem Kokon, aus dem ich im Moment nicht raus konnte, gab es Menschen, wie meine Schwester, Freunde und weitere Familienangehörige, die sich sehr um mich kümmerten.

    Diese Freundin aber zog sich zurück in einer Zeit, in der ich sie am meisten gebraucht hätte. Sie fragte schon, was sie mir Gutes tun könne und ich antwortete, wenn sie mich anruft, sooft sie Zeit hat, wäre mir schon sehr geholfen. Aber sie rief nicht an, obwohl ich wusste, dass sie Zeit hat! Ich war damals nicht in der Lage aktiv zu werden.

    Nun, die Wochen vergingen. ab und zu fand ein E-Mail-Kontakt oder ein Telefonat statt (wir wohnen über 100 km auseinander), ich erholte mich langsam von meinem Schock und nahm wieder am Leben teil.

    Nun erwartete diese “Freundin” von mir, dass ich mich mindestens 2x die Woche (im Gegensatz zu ihr bin ich berufstätig und habe einen Job, der mich mental sehr fordert) bei ihr melden sollte, was ich aber nicht konnte – mein Unterbewusstsein streubte sich irgendwie dagegen.

    Intuitiv war mir klar, dass man Freundschaft geschenkt bekommt und nicht einfordert. Es spielt bei all meinen anderen Freund(inn)en keine Rolle, wie oft wir uns sehen oder hören, es reicht das Wissen – der andere ist da und steht mir zur Seite – oder ich ihr oder ihm), wenn ein(e) Freund(in) gebraucht wird.

    Man kann sich ja denken, dass diese Freundschaft heute nicht mehr besteht. Sie hat sie beendet, als sie schwer erkrankte und ich ihr nicht so beistehen konnte, wie sie das von mir erwartet hätte. Ich hätte sie gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten begleitet.

    Anette antworten
  • Wolfgang Leiberg

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    wenn ich Ihre Worte richtig verstehe, wollen Sie alles Störende meiden, aussortieren, ausgrenzen. Energiesauger, Choleriker, Besserwisser … die Liste ist lang und die Schubladen, in denen Sie Menschen ablegen, sicherlich randvoll. Und wer das ist, das bestimmen Sie und legen es Ihren Lesern auch nahe. Kontakt und Kommunikation bestehen aus Austausch. Dem Austausch von Geben und Nehmen. Sprechen Sie mit den Menschen, die in Ihren Augen Energiesauger sind. Konfrontieren Sie sie mit Ihren Gefühlen.

    Wie soll die Welt aussehen, wenn alle mißliebigen Menschen aussortiert sind? Wer bleibt übrig? “Natürlich” sind die von Ihnen gelabelten Menschen nur die Anderen. Was sind Ihre Massstäbe? Gibt es ernstzunehmende Quellen außerhalb Ihrer eigenen Gedanken- und Gefühlswelt? Kennen Sie Selbstkritik?

    Fragen über Fragen.

    Mit nachdenklichen Grüßen

    Wolfgang Leiberg

    Wolfgang Leiberg antworten
  • Steffi B .

    Lieber Burkhard,

    vielen Dank für den tollen Artikel.

    Ich nenne diese Art von Menschen Energievampire, die Bezeichnungen sind sich also sehr ähnlich.

    Energievampire… Sie sind derart unglücklich mit sich selbst, haben in der Regel einen permanent negativen Blick auf jegliches Geschehen. Positive Geschehen werden als völlig belanglos hingenommen…

    Gibt man den kleinen Finger nehmen sie die ganze Hand.

    Sozialhygiene nenne ich es… und es war schon wieder eine ganze Weile her, dass ich meine Kontakte auf Personen mit dieser Verhaltensweisen durchleuchtet habe.

    Es ist nämlich fatal… Man wähnt sich in Sicherheit.. weil man aus gesunder Selbstfürsorge schon sein Umfeld gescannt und ausgedünnt hat und zack.. ehe man sich versieht ..hat man sich den nächsten “Pflegefall” an Land gezogen..

    Das Traurige daran ist, dass man oft zu spät registriert, wie man manipuliert und als “Therapeut” benutzt wird und auch die Folgen wie mangelnde Energie, Zeit und Lebensfreude oft erst bemerkt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, zumindest ist es bei mir so.

    Danke für die Erinnerung… Gescannt und Kontakte im Handy ausgedünnt..

    Mir persönlich ist aufgefallen, dass ein wenig Lob und Anerkennung schnell dazu führen, dass ich mich dazu hinreißen lasse, meine eigenen Belange hinten anzustellen und Hilfsangebote zu unterbreiten ohne vorher zu hinterfragen, ob ich Zeit, Energie oder auch finanzielle Mittel überhaupt habe um zu helfen…

    Ich bin also gefundenes Fressen .. für Energievampire…

    Es gilt für mich also nicht nur entsprechende Konsequenzen zu ziehen.. sondern auch kontinuierlich achtsam zu sein…

    Steffi B . antworten
  • Katharina

    Danke für den Bericht und die Kommentare.

    Auch ich habe mich von Menschen distanziert, die extrem und dauerhaft negativ sind. Erst letzte Woche hatte ich mich aus einer Situation zurückgezogen, wo nur negativ erzählt wurde. Ich selbst merke, dass mich solche Personen sehr belasten. Seitdem geht es mir besser. Ich kann mich immer noch mit solchen Menschen unterhalten, aber jeder hat seine Grenzen.

    Katharina antworten
  • Liebe Community,

    es ist wie im wahren Leben. Es gibt Menschen, die nehmen Tipps und Ratschläge zu einem guten glücklichen Leben an und es gibt Menschen, die fangen an zu diskutieren, warum man etwas machen sollte, um glücklich zu sein. Es gibt aber auch Menschen, für die ist ein öffentliches Wort ein FRESSEN, um sich drauf zu stürzen. Jeder hat RECHT.

    Ist es nicht der Fokus, welchen wir selber als Menschen bestimmen, wie viel Energie und Aufmerksamkeit wir wem schenken? Darüber entscheidet jeder eigenständig.

    Denn jeder Mensch hat grundsätzlich das Recht und die Freiheit auf eine eigene Meinung. Auch Kritiker. Vielleicht ist der innere Fokus dafür verantwortlich, in welche Richtung uns unsere Umgebung bringen kann und in welche Richtung wir gehen wollen.

    Ich finde es wunderbar, dass es Menschen gibt, die andere dazu animieren, über ihr Leben nachzudenken. Es gilt den Geist hier wachzurütteln und sich Gedanken zu machen. Mit diesem Artikel haben Sie einen großen Beitrag geleistet, Burkhard, wie man an den Kommentaren sieht.

    Jeder Mensch entscheidet selbständig, wen er in sein Leben lässt und wen nicht. Ich finde es gut angesichts der neuen Datenschutzverordnung mal gründlich darüber nachzudenken, mit wem man kommuniziert, mit wem man Zeit verbringen möchte und worin man seine Zeit investiert. Es ist wie ein Neuanfang, ein Frühlingsputz.

    Austausch von Geben und Nehmen. Solange alles in Harmonie ist, ist es gut.

    Achtsamkeit :O)

    Love Michaela
    Atlantis-Kultur.de

    Michaela Molls antworten
  • Nelly

    Ich bin schon immer sehr hilfsbereit gewesen, ein Kummerkasten und kann auch Menschen mit komischen Eigenarten sehr gut aushalten. Aber auch ich habe eine “Schmerzgrenze” und musste mit Ende 20 feststellen, dass eine liebe und langjährige Freundin (kannte ich seit Kindheit an) mir nur noch schlecht tat.

    Sie war nur noch negativ, hat förmlich das Haar in der Suppe bei jedem und allem gesucht und das permanente Negative war für mich irgendwann unerträglich. Ich versuchte, ihr die schönen Dinge vor Augen zu halten, weil sie sich vom Grunde her in einer super Lebenssituation befand, aber keine Chance … Ich habe einmal noch mit ihr gesprochen und den Kontakt komplett abgebrochen, obwohl ich es wirklich bedauert habe.

    Das war für mich so prägend, dass ich ab da an schnell den Blick für solche Menschen hatte. Das war glücklicherweise auch die Ausnahme in meinem Freundeskreis. Im Bekannten- und Arbeitskollegenkreis gibt es natürlich solche Leute, aber da ich die Energiefresser äußerst schnell erkenne, lasse ich mich nicht darauf ein. Mir geht es sehr gut damit, denn es gibt im Leben genügend Probleme, die man bewältigen muss, da braucht man nicht noch solche Menschen um sich herum.

    Den Artikel von Herrn Heidenberger finde ich deshalb sehr gut und ist ein wunderbarer Tipp für jeden, auch wenn es auf den ersten Blick für manche als zu radikal erscheint.

    Und für die “Motzer”: bevor man beleidigende Kommentare schreibt, sollte man sich gedanklich erst einmal mit dem Thema (gilt für jedes Thema) auseinandersetzen, gründlich darüber nachdenken und sich dann erst äußern und dabei die Höflichkeit bewahren. Man kann gegenteiliger Meinung sein, muss aber nicht beleidigend werden. Höflichkeit und Respekt erwartet jeder von jedem und deshalb sollte man zuerst bei sich anfangen.

    Nelly antworten
  • tina

    ich als betroffen (depressionen) stimme diesem beitrag zu. jeder mensche lebt auf seiner insel, voll mit seinen prägungen und erlebten – und dass ist auch gut so.

    aber ich darf mich entscheiden, welche menschen mir gut tun (besonders in der familie) und verbringe mit diesen meine zeit. es kostet den körper dieselbe energie, positive oder nicht positive gedanken zu haben, doch die positiven tun mir gut (dies ist auch zellbiologisch bewiesen).

    ich selbst war ein sehr pessimistischer mensch. hatte an allem und jedem etwas auszusetzen, war immer nur im außen und nur “ICH”, wollte im vordergrund stehen und leistete unmengen an arbeit ab, war stets zur unterstützung für andere da, nur um im bewusstsein und im unterbewusstsein “lob – anerkennung – usw.” von außen zu erhalten.

    mir geht es von jahr zu jahr besser. dazu war es nötig, mich mit menschen zu umgeben, die mir gut tun, positiv zu denken, alles bewusst zu tun und immer im respekt und höflich zu mir und zu meinen mitmenschen, dass zu sagen, was ich empfinde und mich in frieden, ohne hass und zorn, mich von anderen menschen zu distanzieren.

    “ein jeder mensch kann mit mir nur so umgehen, wie ich es zulasse.”

    tina antworten
  • Noch einmal für euch alle zur Information.

    Niederschwingung, Trauer, Wut, Ärger oder ähnliches ist ein ENERGIEMANGEL.
    Es gilt sich hier ENERGIE zu besorgen.

    Sicherlich ist es hilfreich – erst mal ENERGIEVAMPIERE zu beseitigen, denn wenn ein Minimum an Energie nur noch vorhanden ist, führt dies zur Krankheit.

    Unter (spirituell gesehen) 30% Energie neigt der Körper zu Krankheitserscheinungen, Niederschwingung und Leiden. Der Körper benötigt Energie zum Überleben, daher ist es in diesem Bereich sinnvoll, sich Hilfe zu holen und sich selber zu schützen.

    30-70% Energie – alles ist möglich, man kann auch Energie abgeben, austauschen und helfen

    über 70 % Energie, es ist alles glücklich, gesund und heil. Energie kann auch verteilt werden, ohne Probleme, denn man hat genug zum Leben.

    über 100% Energie – es gibt keine Probleme mehr

    Energie bestimmt nicht nur unsere Gefühle, Emotionen, Gedanken, Worte, Handeln und unser SEIN, sondern auch alles, was du in deinem Leben erfährst und erlebst (Wahrnehmung).

    Daher ist es hilfreich sich damit zu beschäftigen.

    Ich fand das Bild von Burkhard bezüglich der BATTERIE super!!!!!

    Habt alle einen Energiereichen Tag
    Love Michaela
    Atlantis-Kultur.de

    Michaela Molls antworten
  • Monika

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    ich kann Ihnen zu diesem Artikel nur gratulieren.

    Ich habe mir die verschieden Kommentare durchgelesen und ich verstehe das nicht als unterlassene Hilfeleistung, wenn man sich selbst schützt! Es gibt leider solche Menschen, die nicht wissen (oder nicht wissen wollen), wann genug ist.

    Wenn man selbst einmal in einer solchen Situation gewesen ist, liest man Ihren Artikel vermutlich anders. Wenn man seine eigenen Grenzen aufzeigt, ist das nicht unterlassen Hilfeleistung und es geht ja auch nicht darum, jemanden fallen zu lassen, wenn er eine schlechte Phase hat, sondern um die, die einen selbst die Lebensfreude nehmen und alles mies machen und vermutlich auch noch neidisch sind.

    Es geht darum den Kontakt auf ein für einen selbst erträgliches Mass herunterzuschrauben. Man muss einfach mit seinen Energien haushalten!

    Herzliche Grüße

    Monika K.

    Monika antworten
  • Jakob F.

    Sehr geehrter Herr Heidenberger,

    vor einiger Zeit hatte ich den Eindruck, ich wäre den ganzen Tag damit beschäftigt, irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Nach einigem Überlegen wurde dann aus dem Eindruck eine Feststellung.

    Ich habe dann versucht festzustellen, wessen Erwartungen das waren und stellte fest, dass meine eigenen kaum auf der Liste auftauchten, die Anderer dagegen sehr oft. Ich habe zuerst die Summe der an mich gestellten Erwartungen (eher die Summe derer, die ich zu erfüllen bereit war), reduziert und (egoistisch wie ich bin) den Anteil der eigenen Erwartungen, zu Lasten der bisherigen Mehrheit, vergrößert. Ich hatte dadurch mehr Zeit für mich bzw. zum Erfüllen der Erwartungen, was sich wiederum qualitativ bemerkbar machte und was einen dann auch weiter aufbaut.

    Bei denen, die bisher meine Zeit am meisten beanspruchten, gab es unterschiedliche Reaktionen. Meist war die Reaktion positiv (Einsicht bis Zustimmung), bei Anderen weniger. Eine, wenn auch kleine Gruppe, hat entweder den Kontakt einschlafen lassen, oder sich so benommen, dass die hier beschriebene Vorgehensweise praktiziert wurde.

    Mit freundlichem Gruß
    Jakob F.

    PS: Wer versucht, es Allen recht zu machen, hat meist Einen vergessen. Sich selbst.

    Jakob F. antworten
  • An dieser Stelle nochmals ein Danke an alle für die Kommentare und Erfahrungsberichte.

    Burkhard Heidenberger antworten
  • Angelika

    Ich möchte mich ausnahmsweis auch einmal mit einem Kommentar äußern.

    Ich selbst würde mich zwar nicht als durchweg pessimistischen Menschen bezeichnen, habe aber doch oft ein “Ja, aber …” parat, wodurch mir schon Pessimismus nachgesagt wurde. Ich würde die Ursache dafür vor allem in einer recht perfektionistischen Ader (anerzogen) suchen, sodass viele Vorschläge einfach noch nicht in das perfekte Bild in der Vorstellung passen und “ja, aber …” noch etwas verbessert werden muss.

    Das kommt dann aus dem Rückenmark, ohne dass man andere damit bewusst runterziehen will und oft werde ich gar nicht bemerken, dass meine Antwort vielleicht ein schlechtes Gefühl hinterlässt. Ich bemühe mich, offener für nicht-perfekte Vorschläge zu sein, doch das dauert sicher noch Jahre, bis das halbwegs “automatisiert” ist. So einfach lässt sich ein “ja, aber …” nicht aus dem Wortschatz streichen.

    Weiterhin kenne auch ich eine negative Person (nicht verwandt), die schon viele Jahre in psychologischer Behandlung ist. Da bin ich schon sehr zwiegespalten, da ich mir nicht wage einzuschätzen, was sie selbst ändern könnte an ihrem Verhalten, was sie auf Grund der psychischen Erkrankung nicht (mehr) kann, was davon vielleicht auch vor vielen Jahren anerzogen ist und was davon sie vielleicht genauso machen würde, wenn sie nicht krank wäre. Aber da sind so viele hätte… , könnte… , vielleicht …, dass ich in ihrem Fall glaube, dass der Schaden, sich von ihr zu distanzieren, größer wäre, als hin und wieder ein negatives Gespräch mit ihr zu ertragen. Die räumliche Distanz ist groß genug, sodass wir nicht regelmäßig Kontakt haben (müssen) und per E-Mail lässt es sich auch gut ertragen.

    Ich will hiermit auch Mut machen und dazu aufrufen, sofern man sich irgendwie in der Lage fühlt, solche Menschen nicht völlig fallen zu lassen, erst recht, wenn man nicht sicher weiß, woher dieses Verhalten kommt. Eine Reduktion zum eigenen Schutz ist sicher ok, sodass man mit gesammelten Kräften aber trotzdem noch hin und wieder eine Stütze sein kann. Vielleicht fehlt solch einer Person auch manchmal nur die Art, zu zeigen, wenn ihr etwas gut getan hat. Vielleicht drückt sie sich auch ungewollt negativ aus, obwohl sie sich etwas besser fühlt. Da kann es viele Missverständnisse im kleinen geben, wo es schade wäre, wenn diese zur völligen Distanzierung führen.

    Positive Grüße, Angelika

    Angelika antworten
  • Ramona

    Viele Grüße an euch alle, die ihr bereit und fähig seid, die eigene Energie zu bewahren und so zu verschenken, dass die Batterie sich auch wieder füllen kann.

    Danke für die vielen klugen Gedanken und vor allem die Bestätigung, dass es in Ordnung ist, zu überprüfen, mit wem man seinen Weg teilt.

    Meine Erfahrungen in den letzten Jahren waren in Familie, Nachbarschaft, bei Kollegen und leider in eh schon spärlicher Freundschaft leider ernüchternd… Aber ich möchte nicht über Dunkelheit klagen, sondern ein Licht bleiben. Für mich hat das mit Ehre zu tun und die schenkt man sich selbst.

    Es hat Freude gemacht – sich hier einzubringen.

    Ramona antworten
  • Heiko

    “I can’t give you a sure-fire formula for success, but I can give you a formula for failure: try to please everybody all the time.”

    ― Herbert Bayard Swope

    Heiko antworten
  • Birgit P.

    Ich schicke mal ein “Tagchen” in die Runde :-)

    Menschen, die mit sich selbst “im Reinen” sind und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein besitzen, können eine Menge aushalten und eine Menge tragen.

    Tatsächlich gibt es sie jedoch … die Energiesauger!

    Leider gibt es bisweilen nur die Möglichkeit, sich von diesen zu distanzieren oder gar zu trennen. Dieses dient dem Selbstschutz. Und da ich mir wichtig bin und meine Energie tagtäglich benötige, um mein Leben sowohl beruflich – als auch privat – zu meistern, habe auch ich einige Schlussstriche gezogen.

    Da gab es Menschen, da ging es mir nach jedem Gespräch schlecht. Nicht, weil sie mich runter gemacht haben, sondern durch ihre negative Ausstrahlung, durch ihre ewigen negativen Gedanken und ihr eigenes Desinteresse an anderen Menschen und deren Gefühlen. Darunter befand sich niemand in einer depressiven Phase und darunter war auch kein Pessimist.

    Was soll ich sagen? Es ging mir nach den Kontaktabbrüchen besser!

    Eine Person darunter ist meine Mutter. Ich habe lange mit mir gehadert, weil es ja schließlich meine Mutter ist. Aber dann habe ich nach vielen Jahren ohne Kontakt damit abgeschlossen. Ich habe ihr einen langen Brief geschrieben und mich von ihr verabschiedet.

    Ich selbst bin optimistisch, fröhlich und staune über so viele kleine Wunder, freue mich über viele Dinge und lache gerne.

    Natürlich nehme ich auch all die schlimmen, ungerechten und grässlichen Dinge und Geschehnisse in der Welt wahr, aber ich lasse mich davon nicht runter ziehen, sondern sage eher: “Es ist mal wieder Zeit, auf eine Demo zu gehen!”

    @ Lothar: Es geht nicht darum, Menschen auszusortieren, sondern darum, sich aus Selbstschutz zu distanzieren.

    @ Hr. Heidenberger: Vielen Dank für die Bestätigung, dass ich richtig gehandelt habe. Auch wenn ich das ja nun schon selbst gemerkt und gespürt habe. :-)

    Euch Allen einen schönen Abend… :-)

    Birgit P. antworten
  • Ramona

    Einen schönen Sonntag allen in der Leserunde!

    Spannend … der Text hat wieder eine Fortsetzung bekommen. Liebe Birgit, deine Worte finde ich sehr treffend. An der Stelle, dass beim Loslassen keine depressiven Menschen oder Pessimisten dabei waren, wurde ganz deutlich, wie dieser gesamte Text von Herrn Heidenberger im Ansatz gemeint war.

    Ich möchte einen Gedanken hinzufügen, der mir bei all dem Grässlichen in der Welt und beim Abstandhalten hilft:

    “Ich bin Teil unserer Welt und lebe in ihr, aber ich kann nicht die ganze Welt in mir leben lassen.”

    Ramona

    Ramona antworten
  • Valentin

    Hallo Herr Heidenberger,

    seit Jahren lese ich Ihren Blog gelegentlich wegen der vielen hilfreichen Tipps, die dabei helfen sollen, den Umgang mit unserer stressigen Epoche besser meistern zu können. Und auch besonders dann, wenn es mir gut tut, in eine verständnisvolle, wohlwollende und positive „Blase“ einzutauchen. Eine Enklave, die vermittelt: Es ist richtig, sich nach einer harmonischen Welt zu sehnen, und du bist nicht allein!

    Ich hatte es zunächst auch kritisch gesehen, dass Sie mit Ihren Weisheiten und praktischen Ratschlägen natürlich Geld verdienen – vor allem auch mit Werbung für einen großen asozialen Haifisch, der seine untersten Angestellten überwacht und es allseits bekannter Weise auch nicht für notwendig erachtet, seiner gesellschaftlichen und juristischen Verpflichtung nachzukommen und Steuern zu zahlen!
    Nun ist die Welt nun mal – des einen Leid, des anderen Glück – nicht eindimensional und Sie sollen für Engagement sicherlich entlohnt werden, um Ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können und zugleich auch Wertschätzung und Feedback für Ihre Arbeit zu erhalten. Amazon können wir wiederum alle schwerlich ändern und seinen Klauen kaum entgehen. Letztlich geht mich das auch gar nichts an!

    Sicherlich ist Ihrem Ratschlag, wie man sich aus belastenden Beziehungen zu ewigen Miesepetern, Narzissten, oder welchen Namen man „diesem Typen Mensch“ auch immer geben will, zurückziehen kann, in seiner eigentlichen Intention mit Leichtigkeit zu folgen:
    Habe die Kraft und das Wissen, dich vor bestimmten negativen Menschen zu schützen!

    Und sicherlich sind es oftmals gerade unsichere, sensible Personen, denen es schwer fällt, contra zu geben oder einen solchen Schnitt zu machen und die besonders darunter leiden.
    Diese handeln allerdings gleichermaßen unverantwortlich und ebenfalls größtenteils unverschuldet, weil sie es nicht anders gelernt haben und es ihnen in der wichtigen Zeit ihrer Entwicklung niemand zeigen mochte: sich selbst zu behaupten und sich selbst zu schützen. Es ist wohl aber so, dass alle Persönlichkeiten sich ihren jeweiligen Antagonisten suchen um im Laufe ihres Lebens so und eben auch durch Reibung aneinander zu wachsen. Es ist also oftmals kein Zufall, dass man gerade auch solchen Menschentypen begegnen wird. Und oftmals geben diese Menschen mit ihrem eher kritischen Blick gerade die richtigen „harten“ Rückmeldungen, um dann selbstkritisch weiter zu wachsen.

    Es existiert gewissermaßen eine natürliche Ordnung, die entsprechende Menschen zusammen bringt. Ein unaufhörlicher Prozess von Reibung, der Auseinandersetzung verlangt und so zur weiteren Entwicklung von Persönlichkeit beiträgt.

    Dieser Tage sind wir verführt einer solchen Kontinuität des Lebens entkommen zu wollen. Der allgemeine Optimierungseifer – der mitnichten per se abzuwerten ist – macht auch vor zwischenmenschlichen Beziehungen nicht Halt. Und so beraten uns zahllose Schlaumeier, in früheren Zeiten auch Quacksalber gerufen, allenthalben, während sie uns unser ehrlich verdientes Geld aus der Tasche ziehen, wie wir uns selbst verbessern und dann ein glücklicheres Leben finden. Der Grundton heißt hier: Schau auf dich selbst! Entfalte dich ganz so wie es in dir wohnt. Und eben auch: Entferne dich von dem was dir nicht gut tut – auch von Menschen!

    Dies steht eben auch so in dem mittlerweile berühmten Selbstliebe-Gedicht, das versucht, einen demütigen aber selbstbewussten Weg durchs Leben zu erläutern. Und natürlich ist es wichtig auf sich selbst zu achten und sich auch vor „schlechten Menschen“ zu schützen.

    Wo also ist das Problem, dass Lothar zu erkennen glaubte und weswegen er – leider ohne es ausführlich und bis zuletzt sachlich auszuführen – dagegen wetterte?
    Es liegt in der Wirkung, die eine solche Aussage entfalten kann und die deswegen verantwortungsvoll differenziert dargelegt werden sollte.

    Wenn Sie, in einem Blog wie diesem, Ihren Lesern in wenigen Zeilen empfehlen nervige, miesepetrige Menschen auszusortieren (!), dann schütten Sie dabei das bekannte Kinde – wie so oft – mit dem Bade aus! Dieses schützenswerte Kind unserer Gesellschaft heißt soziale Verantwortung oder Nächstenliebe oder Toleranz und vor allem auch Demut.
    Wir alle sind aufgrund unserer bereits einzigartigen Eltern und unserer ebenso individuellen Sozialisierung unterschiedlich und das größtenteils ohne dass wir etwas dafür können. Unser ausgeklügeltes Rechtssystem berücksichtigt dies sogar ausdrücklich, wenn Straftaten milde geahndet werden, weil Täter selbst Opfer zB einer Sucht oder eines Missbrauchs oder Ähnlichem sind und deshalb nur in einem anderen – geringeren – Maße für ihre Tat verantwortlich gemacht werden, im Vergleich zu Tätern, die dies nicht sind.

    Wenn also nun in irgendeiner Weise Ratsuchende Ihren Blog lesen, auf der Suche nach Geborgenheit unter Gleichgesinnten und Handlungsanweisungen für das Leben, dann finden Sie hier den Rat: Geh deinen Problemen aus dem Weg, deine Grenzen zu formulieren und meide Menschen die es auf ihre Weise schwer haben. Das – und so einfach ist es zuletzt – ist ebenfalls eine Botschaft Ihrer kurzen Lebensweisheit. Den einfachen Weg zu gehen, ohne Auseinandersetzung und die Guten/Richtigen nach rechts und die Schlechten/Falschen nach links zu sortieren! Die Wortwahl „Menschen zu sortieren“, besonders vor dem Hintergrund ihrer deutschsprachigen Herkunft, sollte Ihnen nach etwas selbstkritischer Überlegung selbst aufstoßen, und verdeutlicht aber eben genau auch dabei die Gefahr, die Ihrem gut gemeinten Ratschlag in seiner tieferen Bedeutung innewohnt. Daher rührt möglicherweise auch der Vorwurf Lothars Ihnen gegenüber, Sie seien eines faschistoiden Geistes Kind?

    Dass auch zB der Narzisst ein Produkt seiner Eltern – und deren Herausforderung – sowie einer unwirtlichen Lebensumgebung in welchem Lebensabschnitt auch immer ist, das berücksichtigt Ihre Empfehlung in keinster Weise. Auch oder gerade diese Menschen brauchen ebenso Aufmerksamkeit, entgegengebrachtes Verständnis und im besten Fall klar formulierte Grenzen, um sich ändern zu können. Sonst werden deren Wunden nicht heilen können und ihnen keine Grenzen gesetzt und wenn sich manche „solcher Menschen“ dann unter ihresgleichen tummeln und was sie dort anrichten, das können wir gerade dieser Tage mit einem Blick sowohl über den Atlantik als auch vor die eigene Haustür nur zu gut beobachten.

    Nun möchte ich meine Kritik gerne mit einem weiteren Vergleich enden lassen:

    Gegen Lothar bringen Sie Argumente an und schützen sich und Ihren Artikel – Sie äußern sich aber nicht gegen die Häme, die Lothar auf Ihrer Seite entgegnet wird. Auch nicht, als sich ein Kommentator gar das Pseudonym „Antilothar“ gibt, um in den teilweise flachen und undifferenzierten, größtenteils von Abneigung geprägten Kanon einzureihen.
    Das empfinde ich als billig und selbstgerecht. Und die stumpfe Masse bellt in unreflektierter und ebenso billiger Geselligkeit. Lothar hingegen hat sich zunächst gegen eine zu einfache Betrachtung ausgesprochen und Partei genommen für eine diffamierte Gruppe und ist zuletzt von der Mistgabel-Fraktion überrannt worden und hat sich zuletzt – irrwitziger Weise – von unlieben Menschen distanziert und sprachlos zurückgezogen. Weil es manchmal eben tatsächlich keine Chance auf Erfolg gibt und es wichtig ist, wie wir zu genüge aktuell an der Entwicklung von Kommentarspalten der großen Onlinemagazine erleben können, seine eigenen Grenzen und begrenzte Kapazitäten zu kennen, den uralten Übeln Egoismus und Selbstherrlichkeit und Gruppendynamik etwas entgegenzusetzen zu können.
    In diesem Fall hat er das Beispiel direkt unter Ihren Artikel gesetzt!

    Deswegen steht der Tumult unter Ihrem doch gutgemeinten Blog so sinnbildlich für unsere Zeit. Weil es niemals einfache Antworten geben kann, solche stets in die falsche Richtung verführen und die Masse anziehen, weil die Masse einfach nicht dazu taugt, zu differenzieren und sich erhaben zu zeigen.
    Da werden die Kräfte des Guten, Tugendhaftigkeit und Toleranz, nur allzu gern missbraucht um die eigene Selbstherrlichkeit zu kaschieren und einfach (!), Ellbogen schlagend gegen Hilfsbedürftige nach unten zu treten um sich selbst zu erhöhen – ja, gerade weil diese sicher auch nicht frei von Fehlern sind. Und da liegt wieder die Verbindung zu der von Lothar ins Feld geführten, vermeintlichen faschistoiden Weltsicht Ihrer Weisheit.

    Mit den Worten „gut gemeint ist fast schon böse“ möchte ich Ihnen Herr Heidenberger zumindest anerkennen, dass Sie mit diesem Artikel sicher etwas Gutes beitragen wollen. Aber Sie sollten – gerade weil er sich an oftmals labile Menschen richtet und zudem Lebensweisheiten transportiert – um so mehr darauf achten, dass diese differenziert erläutert werden, dabei gegebenenfalls auf die Wortwahl achten und dass sich in Ihren Kommentarspalten keine Hatz auf Andersdenkende ereignet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Valentin

    Valentin antworten
  • Regina

    Lieber Herr Heidenberger,

    dieser Artikel war wirklich sehr befreiend für mich und hat mir gutgetan.

    Ich habe mich vor etwa einem Jahr von einer langjährigen Bekannten getrennt resp. den Kontakt abgebrochen. Sie hat sich mir gegenüber immer verletzender verhalten, immer etwas auszusetzen gehabt, auch meine Familie hat sie schlecht gemacht, was mich schließlich sehr belastet hat und mich immer mehr hinuntergezogen hat. Seit dem geht es mir wieder gut und es fühlt sich an, als wäre mir eine große Last genommen worden.

    Ich mag Ihre Schreibe sehr, weil immer sehr lebensbezogen und positiv und nie schulmeisterlich!

    Danke und liebe Grüße

    Regina

    Regina antworten
  • Rino

    Alle die das Ganze nicht nachvollziehen können und die hier so auf Nächstenliebe pochen, haben wahrscheinlich noch nie mit solchen Energiefressern zu tun gehabt. Lest bitte einfach mal die Kommentare hier in Ruhe durch, vielleicht gehen euch dann etwas die Augen auf und könnt nachvollziehen, wie belastend es ist mit solchen Personen im Bekanntenkreis.

    Ich war auch lange der Meinung, man muss nur Geduld üben und ihnen ein offenes Ohr bieten, bis ich gesehen habe, dass es einfach Menschen gibt, bei denen alle Gutmütigkeit nichts bringt und die sich nur dann gut fühlen, wenn sie andere auch mit herunterziehen können. Leider!

    Rino antworten
  • Ramona

    Schade Valentin, du hast dir eine Riesenarbeit gemacht, hättest du doch weiter geblättert….

    Du hast sicher recht, dass sich hier Betroffene von psychischer Gewalt “versammelt” hatten. Das gab sicher nicht nur mir als Leserin ein Gefühl von Verstandenwerden. Tat gut! Die meisten Kommentare waren freundlich und sogar mit Grüßen bestückt.

    Dein Kommentar, lieber Valentin, hat einen Misston in die Gesprächsseite gebracht : “….Und die stumpfe Masse bellt in unreflektierter und ebenso billiger Geselligkeit” und “von der Mistgabel-Fraktion… Da werden die Kräfte des Guten, Tugendhaftigkeit und Toleranz, nur allzu gern missbraucht um die eigene Selbstherrlichkeit zu kaschieren und einfach (!), Ellbogen schlagend gegen Hilfsbedürftige nach unten zu treten um sich selbst zu erhöhen – ja, gerade weil diese sicher auch nicht frei von Fehlern sind.”

    Ich bin bestimmt nicht frei von Fehlern, gebe ich zu – aber diese Worte lesen sich wie der beschriebene “Kotzeimer” und beleidigen ziemlich. Geht es dir jetzt besser, Valentin ?

    Mit freundlichen Grüßen an alle hier und natürlich auch an Lothar!

    Ich wünsche euch eine gute Woche mit vielen tollen Begegnungen von Mensch zu Mensch

    Ramona

    Ramona antworten
  • Liebe Community

    Ich finde, jeder Mensch hat aus seiner eigenen Lebenserfahrung recht. Es ist immer eine Perspektive. Unterschiedliche Perspektiven = unterschiedliche Meinungen.

    Jeder Mensch ist individuell und hat ein unterschiedliches Energielevel, unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Blickwinkel und so weiter.

    Jeder Mensch hat Recht auf eine freie Meinungsäußerung.

    Wir alle sollten lernen freundlich, respektvoll, liebevoll, achtsam, aufmerksam mit unseren Mitmenschen umzugehen. Was dir nicht gut tut oder sich schlecht anfühlt, wende dich ab. Aber ohne Greul oder Verurteilung, denn das ist ebenfalls Energieklau.

    Kultiviere dein Verhalten liebevoll zu sein. Übe dich darin.

    Wenn du etwas möchtest mach es, wenn nicht mache es nicht. Gut.
    Aber bleibe in der Liebe – immer.

    Love Michaela
    Atlantis-Kultur.de

    Michaela Molls antworten
  • Danae

    Lieber Valentin,

    ich schliesse mich Ramona an, denn ich fand Ihren Kommentar auch selbstgefälllig und beleidigend!

    Dann kritisieren Sie hier noch den Autor des Beitrags, dessen Beiträge Sie offensichtlich als langjähriger Leser schätzen, weil er u.a. auch kritische Stimmen zum Eingangskommentar von Lothar zugelassen hat. Ich halte dem Autor zugute, dass er auch kritische und teils sehr niveaulose Kommentare zu seiner Person zugelassen hat und darauf ohne zu beleidigen geantwortet hat.

    Sie aber beleidigen selbst in einer selbstgefälligen Weise einen Grossteil der Kommentarschreiber hier, was Ihnen aber wahrscheinlich in Ihrer Überheblichkeit, die ich in Ihrem Kommentar herauslese, gar nicht bewusst ist.

    Liebe Grüsse

    Danae

    Danae antworten
  • Und noch einmal zum Verständnis.

    Menschen die sich über etwas aufregen, handeln meist genauso. Wie man an den Kommentaren zu den Kommentaren lesen kann.

    Bleibe in der Liebe, in der Achtsamkeit und in der Wertschätzung allen Menschen gegenüber, denn jeder hat das Recht auf eine freie Meinung. Diese sollte aber so freundlich wie möglich und so gewinnbringend für alle wie möglich formuliert werden.

    Danke Community für die tollen Beiträge zum Thema Energieklau.
    Danke Community für die direkte Anwendung dieses Themenbereiches.
    Danke für alle wertschätzenden liebevollen Worte und Danke für VERSTÄNDNIS und RESPEKT.

    Der Mensch kann sich kultivieren dies zu tun.

    Love Michaela
    Atlantis-Kultur.de

    Michaela Molls antworten
  • Birgit

    Hallo Valentin,

    ehrlich gesagt, hat es mich doch einige Mühe gekostet, Ihren Kommentar durchzulesen. Nicht, dass ich Ihre Art zu schreiben nicht verstehen würde – es ist vielmehr häufig die Frage bei mir aufgetaucht, was Sie denn eigentlich sagen möchten. Ich bevorzuge eher klare Worte, die jeder versteht.

    Am Handeln des Herrn Heidenberger finde ich nichts verwerflich. Und wenn ich mich hier bei Zeitblüten durchlese, dann aus Interesse! Die Dinge und Themen interessieren mich zum Teil und manchmal helfen sie dabei, Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Manchmal ist das sehr hilfreich.

    Und natürlich kann doch jeder für sich entscheiden, ob er sein Geld für Herrn Heidenberger oder für wen auch immer ausgibt. Wir sind doch mündige Bürger. Alles völlig legitim. Auch kann ich den Klauen Amazons entkommen. Indem ich dort nichts bestelle. Aber das gehört nicht hier her.

    Stellen Sie sich vor: Es gibt Menschen, welchen man Contra geben kann – immer und immer wieder! Die gehen nur darüber hinweg! Die sind so überzeugt von sich und ihren Ansichten. Und Diese wollen sie Anderen überstülpen…ohne jegliche Rücksicht. Da muss ich nicht unsicher und sensibel sein. Es gibt Menschen, denen fehlt jegliches Gefühl für andere Menschen. Die besitzen kein Fünkchen Empathie.

    Und die Frage nach verschuldet oder unverschuldet stellt sich mir nicht mehr. Natürlich sind wir durch unsere Erziehung geprägt und zum Teil auch ” Opfer ” unserer Erziehung. Jedoch werden wir alle erwachsen und haben die Wahl! Ich kann mich darin suhlen, was meine Eltern – oder wer auch immer – falsch gemacht haben….mir angetan haben….oder ich kann mir Hilfe suchen und die Kindheit akzeptieren und verarbeiten lernen.

    Natürlich ist es kein Zufall, dass wir auf bestimmte Menschen treffen – dieses auch immer wieder. Wir senden – meist unbewusst – Signale aus, auf die dann ein bestimmter Typ Mensch anspringt und umgekehrt. Natürlich bieten uns viele Menschen Herausforderungen, an welchen wir wachsen können. Schön, dass Sie die Narzissten erwähnen. Genau diese Menschen sind hochgradige Energiesauger, vor denen man sich einfach schützen muss. Auch, wenn diese Persönlichkeitsstörung als krankhaft gilt, wird ein Narzisst in den seltensten Fällen dieses als solches erkennen und akzeptieren. Dazu ist er viel zu selbstverliebt.

    Und….ja….wie schön, dass es diese ” Schlaumeier ” und ” Quacksalber ” gibt! Wenn es den Menschen durch deren Behandlung oder Gesprächen besser geht….wunderbar! Manche Menschen beten Engel an…manche gehen zu Heilern oder Schamanen….So what!? Wenn es ihr Weg ist und es ihnen besser oder gut geht…dann ist das doch toll!

    Und weiterhin verstehe ich das Problem nicht. Es befinden sich auch in meinem Freundes-, Bekannten- und Familienkreis Miesepeter und nervige Personen. Das ist eben so. Die gibt es überall. Die kann man aber tragen und ertragen. Es geht um die Menschen, die anderen Menschen ohne Rücksicht tatsächlich die Energie rauben. Das müssen gar keine Miesepeter sein. Die können wunderbar im Leben stehen….die haben eben eine Person gefunden – oder umgekehrt – die sie aufsaugen und auslaugen. Und manchmal ist die Trennung von solchen Menschen der einzige Weg, um selbst nicht zugrunde zu gehen.

    Und was mich persönlich betrifft, zähle ich mich nicht zu den labilen Menschen und sage: Herr Heidenberger hat Recht!

    Insgesamt möchte ich an dieser Stelle jedoch sagen, dass ich mich tatsächlich frage, nachdem Sie – für mein Empfinden – so viel ” Hochgestochenes ” geschrieben haben, wo denn nun Ihr ureigenes Problem liegt?

    Und irgendwie – ich möchte Ihnen keinesfalls zu nahe treten – haben Sie mir durch Ihren Kommentar das Gefühl gegeben, als könnten Sie auch einer der Genannten sein. Verzeihen Sie mir, wenn ich falsch liege.

    Mit ganz herzlichen Grüßen….

    Birgit antworten
  • Romulus

    Schon komisch der Tipp, sich von Energiesaugern zu distanzieren. Es gibt keine Energiesauger, ich kenne keine in meinem Bekanntenkreis. Jeder Mensch braucht Zuwendung, auch die negativen.

    Romulus antworten
    • Nur weil Sie keine in Ihrem Bekanntenkreis kennen, heißt das ja nicht, dass nicht andere mit belastenden Kontakten konfrontiert sind, wie auch die zahlreichen Erfahrungsbeiträge hier zeigen. Dass Sie keine solche Person kennen, ist doch gut.

      Vielleicht liegt dies auch daran, dass Sie – bewusst oder unbewusst – solche Energiesauger gar nicht an sich heranlassen bzw. sich bereits von ihnen distanziert haben?

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Ramona

    Vielen Dank, liebe Birgit. Deinen Kommentar werde ich bestimmt mehrfach lesen. Ich gehöre zu den empathischen Menschen und habe unschöne Erfahrungen mit Narzissten in der eigenen Familie machen müssen und mit solchen Vorgesetzten im Arbeitsbereich. (Mobbing) Schlimm und noch nicht ausgestanden !

    Mein Empfinden sagt mir auch, dass beinahe täglich welche (Trumpisten) dazu kommen …. auch Nachbarschaften haben sich verändert oder das Verhalten an der Supermarktkasse … wie die zunehmende Unduldsamkeit, wenn`s mal nicht schnell genug geht …

    Außerdem wächst die Feigheit unter uns, aufzubegehren oder STOPP zu sagen, wenn menschliches Verhalten so gar nicht in Ordnung ist. Es mangelt mir an Vorbildern, guten Diskussionen – die alle Meinungen zulassen und es mangelt eben auch an Feinfühligkeit und Verstehenwollen … mit Abstand oder dem Bewusstsein, erst in den Schuhen des anderen ein Stück des Weges gegangen zu sein, um seine Bürde sehen zu können.

    Hoffentlich habe ich den “Kreisbogen” verständlich gezogen. Liebe Grüße :)

    Ramona antworten
  • Birgit

    Ist es nicht so, dass wir oft doch schon eine Vorauswahl treffen, welche Menschen wir näher kennenlernen möchten – und welche nicht?

    Zum Beispiel habe ich auch meinen Kindern beigebracht, dass sie auf ihre Geburtstagspartys nur Freunde einladen brauchen, die sie gerne dabei haben möchten. Viele Eltern haben Kinder zum Geburtstag ihrer Kinder eingeladen, weil sich die Eltern geschäftlich nahestanden oder in denselben Kreisen verkehrten. Ich habe das nicht getan. Also wurde auch ich ” aussortiert”. Geht es mir dadurch schlechter? Nein!

    Oder wenn die Verkäuferin in einem Geschäft dauerhaft unfreundlich ist, dann kaufe ich dort nicht mehr ein. Offensichtlich ist sie nicht zufrieden. Aber ist es dann nicht an ihr, ihre Situation zu ändern? Natürlich kann ich jetzt auch überlegen, dass sie es sicherlich nicht leicht hat mit vielen auch unfreundlichen Kunden. Ich kann aber auch sagen, dass sie ihren Job nicht gut macht.

    Ich kann sehr viel verstehen, nachempfinden und auch einfach hinnehmen.

    Findet nicht immer eine Art Selektion in unserem Leben statt?

    Liebe Ramona, Supermarkt und Nachbarn sind beste Beispiele für die wachsende Unfähigkeit miteinander zu kommunizieren. Die Menschen lernen nicht mehr, miteinander zu reden. In unserer Zeit, in welcher jeder eine Rechtsschutzversicherung hat, wird oft der Nachbar nicht mehr direkt angesprochen, nein, der bekommt dann Post vom Rechtsanwalt. Irgendwann ist dann der Nachbar – oder wir – auch ” aussortiert “. Ich selber habe übrigens kein RSV, weil ich immer gesagt habe, dass ich keine brauche. Und siehe da: bisher hat mir reden immer noch geholfen. Und wenn ich damit nicht mehr weiter gekommen bin, dann war auch manchmal Zeit für einen offiziellen Abschied von Menschen.

    In diesem Sinne verabschiede ich mich jetzt auch erst einmal – ich muss zur Arbeit – nicht ohne euch für heute ein paar Glücksmomente zu wünschen…. :-)

    Birgit antworten
  • Ramona

    Schön, dass du dabei bist, liebe Birgit. Dir heute auch viele kleine Glücksmomente – Danke !

    Ich möchte heute auch noch ein Beispiel einflechten, weil ich selbst das Thema Nachbarschaft angetippt hatte. Es könnten 3 Beispiele werden, da 3 Parteien um mich herum sich ziemlich verändert haben…bis hin zu grober Feindseligkeit.

    Keine Angst, liebe Leser und Leserinnen, ich beschränke mich auf eines davon. Vor 18 Jahren zogen neben mir neue Nachbarn ein….das “Du” kam recht schnell und obwohl ich auf Abstand achte…, kein Dutzer bin und glaubte, ein bisschen Erfahrung und Menschenkenntnis inzwischen zu besitzen, ließ ich mich doch zunehmend vereinnahmen. Das sehe ich aber erst heute so klar !

    Es wurde eine gute Zeit daraus – vor allem mit Frau Nachbarin. Frauen haben andere Themen, stellen Nähe und Vertrauen auf ihre Weise her. Über die Jahre begleitete ich mit all meiner Kraft ihre düsteren Lebensumstände, wie finanzielle Verluste, Ungerechtigkeiten mit Behörden, den Tod der Mutter und des Bruders, das Aufwachsen und Familiegründen des Sohnes…viele Schwierigkeiten wiederholten sich sogar und nagten an meiner Energie, weil die Freundin aus vielen Dingen keine eigenen Konsequenzen zog, sondern immer nur wieder klagte….

    Schlimm war das Ausschleichen in den letzten 2 Jahren. Mein Vertrauen schwand, auch weil ich selbst durch Trennung belastet bin, ihre Diskretion gebraucht hätte und weil ihr Ehe-Mann sich in alle Gespräche mischte, nur seine Themen galten, er gern belehrte und Vorträge hielt und zum Teil grenzwertig auftrat – wie das Auftauchen häufig in meinen Gesprächen mit meinem Besuch…und er sich im Garten wohl selbst einlud über die Grenze hinweg.

    Ich habe zu lange gebraucht, um da deutlicher einen “Zaun” zu setzen. Als ich mit besagter Nachbarin kürzlich um ein Vieraugengespräch bat, hatte der Mann die Botschaft im Telefon auch schon zu lesen bekommen…ich musste fast einen Termin bei ihr holen – obwohl 5 Minuten genügt hätten, aber das Gespräch fand dann auf mein Drängen statt. Es war sicher unser letztes Date….mehr als small-Talk geht da nicht mehr.

    So Fazit: Mein Energiehaushalt wurde über 18 Jahre gern ausgebeutet, aber nicht wieder aufgefüllt. Und glauben Sie mir, lieber Valentin, mit meinen Fehlern hatte das bestimmt wenig zu tun.

    Da ich auch die Supermarktkasse ansprach…ich bin ein unverbesserlicher “Vorlasser”, wenn die nächsten Beiden nur zwei Artikel haben…ich selbst erlebe das umgekehrt leider nicht.
    Die Frau an der Kasse hat auch nur zwei Hände….und Respekt vor dem Beruf der anderen, ist für mich ein Bedürfnis.

    Ich denke, ich “habe fertig”… :) Beste Grüße an euch !

    Ramona antworten
  • Birgit

    Danke sehr…liebe Ramona… :-)

    Haha….das kenne ich! Bin auch ein ” Vorlasser ” und stehe selber aber mit nur einem Teil an. :-) :-)

    Das Problem mit Nachbarn besteht bei mir nicht. Ich habe keine! :-) Allerdings ist dadurch auch nie mal jemand für einen Plausch da…wenn der Zucker alle ist, muss ich eben noch mal los… Dennoch liebe ich diese Ruhe und Einsamkeit.

    Was ich aber noch wichtig zu erwähnen finde, ist, dass man Menschen ja nicht mal eben so ” aussortiert “. Das ist ein Prozess, der sich meist über viele Jahre hinzieht. Den Schritt geht man auch nicht mal eben einfach so. Was mich betrifft, habe ich mir viele Gedanken gemacht, wollte niemanden verletzen. Es stellte sich heraus, dass diese Menschen auch nicht verletzt waren….sie waren allerhöchstens in ihrer Ehre gekränkt. Und die Erfahrung hat mir gezeigt, dass diese Entscheidungen oft die Richtigen waren.

    Lieben Gruß und einen schönen Abend :-)

    Birgit antworten
  • Nikolaus H.

    @Wolfgang Leiberg

    Hallo Wolfgang. Sie schreiben, Herr Heidenberger wolle Menschen kategorisieren und praktisch kaltstellen und am Ende bliebe so etwas wie eine selbsternannte Elite übrig. Sie können sich ja gern den Neurotikern aussetzen wider Ihr Bauchgefühl, aber andere Menschen möchten sich vielleicht lieber distanzieren.

    Und gleichzeitig fiel mir noch auf, dass Sie Herrn H. ebenso in diese “schwarze Schublade” geschoben haben. Was bitte machen Sie nun anders, als derjenige, den Sie kritisieren?

    Ferner könnte es sich lohnen darüber nachzudenken, ob die so “Aussortierten” vielleicht durch das Auf-sich-selbst-Zurückgeworfensein eine Chance haben, das zu tun, was man Evolution nennt, nämlich sein Gehirn und vor allem unter einem Leidensdruck sein Herz “zur Hand” nehmen und sich selbst mal reflektieren.

    Dann fiel mir noch Ihre Verallgemeinerung auf, Sie schrieben: “…wollen Sie alles Störende meiden, …”. Von allem Störenden ist nicht die Rede, sondern von Störungen, die über das eigene persönliche Maß hinausgeht, dass man in der Lage ist zu kompensieren ohne darüber krank zu werden. Dieses persönliche Maß ist bei jedem Menschen anders.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie so stark sind und alles aushalten, denn schon dieser Ansatz von Herrn H. scheint Sie ja offenbar nachdenklich zu machen. Was, wenn Sie mal von einem Psychopathen zwischengenommen werden, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

    Ich würde also mal die Kirche im Dorf lassen und die Verhältnisse wahren. Mit Absolutismen, Dogmen und mit Schubladendenken ist niemandem geholfen. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Autor dieses Artikels eine solche Haltung hat.

    Freundliche Grüße

    Nikolaus H. antworten
  • Melissa

    Menschen sollte man, im moralischen Sinne, nicht als positiv oder negativ einstufen. Jeder durchlebt turbulente Phasen, und jeder darf auch Krisen haben. Wenn man diese Sachen besprechen möchte, sollte man auf jeden Fall ein offenes Ohr haben, da ein Mensch sonst zugrunde geht.

    Es gibt jedoch auch noch die ständigen Nörgler, solche, die anstatt das wahre Problem lösen, ihren Frust an anderen auslassen, ihre Unzufriedenheit an Unschuldigen auslassen, weil sie nicht zufrieden sind.

    6 Monate habe ich mit solchen Menschen verbracht, im Büro eingepfercht. Ständig nur Negatives, ständig nur Wut und Aggression im Raum. Das ist es, was der Autor meint. Menschen, die dem seelischen Wohl schaden.

    Ich habe sehr gelitten aufgrund dieser Stimmung. Respektlose Haltung. Undankbar und eifersüchtig. Nein, ich akzeptiere solche “negative Menschen” (negativ für MEIN Seelenwohl) nicht mehr. Ich hatte dadurch ein Burnout und war arbeitsunfähig.

    Ich finde es sehr wichtig, den Menschen, die ständig nörgeln und unzufrieden sind, zu sagen, dass dies nicht in Ordnung ist. Wir sind Herdentiere, die Stimmung beeinflusst sich gegenseitig. Wenn Menschen im Team ständig unzufrieden sind, überträgt sich das auf andere. Ich habe so gelitten wegen diesen Menschen.

    Die “ich bin ein Opfer-Haltung” ist toxisch. Die unterschwellige Unzufriedenheit dieser Menschen ist toxisch. Cholerische Menschen, die empathielos ihre Wut an anderen auslassen, finde ich genau so schädlich. Und ja, bis diese Personen ihre innere Harmonie gefunden haben, MUSS man ihnen aus dem Weg gehen. Eifersüchtige Menschen, Menschen, die hilflos sind und allen anderen die Schuld geben, sind toxisch. Menschen, die ständig jammern, sind toxisch.

    Fernhalten von Menschen, die dein Seelenheil gefährden. Denn diese nörglerische, jammernde, undankbare Haltung ist ansteckend und führt ins totale Verderben.

    Melissa antworten
  • Thomas

    Ich wurde in meinem Leben bisher von zwei Freunden einfach abserviert. Das hat sehr weh getan. Leider weiß ich überhaupt nicht, was sie konkret gestört hat. Wenn Leute sich aber einfach verkrümeln, ohne zu sagen, was sie gestört hat, dann lasse ich sie ziehen. Respektvoller wäre es, zu sagen, warum der Wurm drin ist.

    Andererseits bin ich davon überzeugt, dass man sich von sehr negativen Menschen, die permanent negative Emotionen in einem auslösen, durchaus lösen sollte. Erst sollte man versuchen, es aufzuklären. Scheitert dies und man kann sich nicht darauf einigen, respektvoll miteinander umzugehen, damit sich beide wohlfühlen sowie wertgeschätzt fühlen, muss man einen Schlussstrich ziehen.

    Wer dauerhaft aneinander vorbeiredet und nicht versteht, wie man etwas Sonne ins Leben des jeweils anderen zaubern kann, verschwendet unter Umständen nur kostbare Zeit. Das heißt ja nicht, dass man nicht auskommen kann, wenn man sich zufällig begegnet. Es heißt einfach, dass es keine Verpflichtung dazu gibt, immer wieder die Wange hinzustrecken, auf die mit absoluter Sicherheit eh erneut eingeklatscht wird.

    Herr Heidenbergers Worte haben mich zum Nachdenken gebracht und haben mich daran erinnert, dass einige schwere Entscheidungen bezüglich Freundschaft und Sozialkontakte sich nachhaltig positiv auf meine Lebensqualität ausgewirkt haben. Man ist kein Egoist, nur weil man auch mal Grenzen aufzeigt oder sogar ein deutliches Nein ausspricht.

    Thomas antworten
  • Monika

    Ich weiß genau, was Sie meinen. Ich bin eine Helferin und Macherin. Deshalb ziehe ich “Energiesauger” förmlich an.

    Jahrelang bin ich überall eingesprungen, wo Not am Mann war. Manchmal habe ich meinen Haushalt, meinen Mann und natürlich mich selbst vernachlässigt, um Anderen das Leben zu erleichtern. Ich habe dafür keine Dankbarkeit erwartet und es schien mir ok. Vor 3 Jahren verstarb meine Schwester, die ähnlich gestrickt war, wie ich es bin. Selbst in den letzten Tagen vor ihrem Tod kümmerte sie sich mehr um Andere, wo sie sich dringend um sich hätte kümmern müssen.

    Ich wurde erzogen, dass “Nein” ein unakzeptiertes Wort ist. Unsere Mutter ließ uns einfach links liegen, wenn wir “Nein” sagten. Also wurden wir darauf konditioniert zu allem und jedem “Ja” zu sagen, damit “man uns lieb hat”! Damit habe ich vor einem Jahr Schluss gemacht. Ich habe meine Energiesauger entlarvt und bin in Abstand zu ihnen gegangen.

    In der ersten Zeit ging es mir wahnsinnig schlecht damit und ich war oft in Versuchung, wieder in meine alten Muster zurückzufallen. Auch die Menschen in meiner Umgebung, die niemals in der Lage sind, einen Menschen aufzubauen, sondern immer nur runterzuziehen, habe ich entlarvt. Sie kamen scheinbar, um mir Trost zuzusprechen, aber nur 3 Minuten, um dann stundenlang über ihre eigenen Probleme zu reden und ihren seelischen Müll abzuladen.

    Es dauert, bis man begriffen hat, in welcher Rolle man sich eigentlich befindet. Ich habe nun einen kleinen, aber feinen Freundeskreis. Mal hat der eine einen Kummer, mal der Andere, mal lacht man zusammen und mal weint man zusammen. Aber alles beruht auf gegenseitiger Empathie.

    Meine Energiefresser waren am Anfang ein wenig kurz angebunden, wenn man sich mal irgendwo traf. Aber mittlerweile hat sich das auch gelegt. Ich weiß heute, dass es für mich lebenswichtig war zu lernen, dass es Menschen gibt, die erst dann glücklich sind, wenn sie ihr gegenüber in die immergleiche, pessimistische Stimmung versetzt haben, weil die Welt ungerecht ist, und alle Anderen ungerecht sind und das Leben grau und dunkel ist. Sobald man auf diesem Niveau angekommen ist, machen sie sich auf und gehen froh von dannen. Man selbst bleibt in diesem Loch zurück.

    Ich habe festgestellt und entschlossen, dass mir dafür meine Lebenszeit zu schade ist. Ich musste lernen, dass ich nicht egoistisch bin und das “Nein” einfach nur “Nein” heißt und NICHT “ich hab dich nicht mehr lieb”.

    Monika antworten
  • Hannah

    Danke an Herr Heidenberger und euch alle für die vielfältigen und verschiedenen Sichtweisen. Gerade die verschiedenen Blickwinkel haben mir Klarheit bei der Frage gebracht, unter welchen Umständen ich mich lieber von Menschen trennen will.

    Abgrenzung von Menschen, mit denen man sich unwohl fühlt: Ja, finde ich wichtig.

    Pauschal Menschen mit bestimmten Eigenschaften verurteilen und aussortieren: Nein.

    Es ist die Frage, womit man selbst zurecht kommt:

    Ich komme recht gut mit Menschen klar, die viele düstere Gedanken haben. Depressive oder pessimistische Sichtweisen – da höre ich gern zu und helfe. Ich kenne selbst Phasen mit düsteren Gedanken und kann das gut nachfühlen. Natürlich kann ich nicht “nur” und “andauernd” solche Menschen um mich herum haben, aber ein gewisses Level verkrafte ich sehr gut und gewinne sogar Energie daraus zu helfen. Ich hab festgestellt, dass viele einfach nur in ihrem Schmerz gehört werden wollen. Eine Freundin von mir ist überzeugte Pessimistin. Eine Weile lang wurde es mir fast zu viel. Dann habe ich aufgehört ihr zuzustimmen oder Ratschläge zu geben. Stattdessen helfe ich ihr jetzt, sich über die Gefühle und Bedürfnisse hinter ihren Klagen klar zu werden. Seitdem ist auch schneller so ein “negatives” Thema für sie abgegrast und wir kommen sogar mittlerweile zunehmend auf sonnigeren Erlebnisse zu sprechen.

    Natürlich ist keiner verpflichtet seine Freunde zu “therapieren”. Wer unter dem “Dauernörgeln” leidet, tut gut daran sich zu distanzieren. Gesellschaftlich betrachtet ist es aber vorteilhaft wenn die, die grad die Kraft dazu haben, anderen dabei helfen sich selbst ein Stück näher zu kommen. Ich denke, je mehr Menschen zu einem stabilen Selbstwertgefühl finden, desto friedlicher und kooperativer wird die Gesellschaft insgesamt.

    Womit ich nicht gut umgehen kann, sind häufige Streits und Kritik. Zeigt jemand häufig eine “aggressive, kritische Haltung” speziell mir gegenüber, distanziere ich mich lieber. Ich weiß aber, dass es Menschen gibt, die damit konstruktiver umgehen und auch innerhalb einer solchen Beziehung konsequent Grenzen setzen können. Oder einfach zurückpampen und sich das alles nicht zu Herzen nehmen.

    Einen ganz harten Schnitt mache ich bei echten Persönlichkeitsstörungen, insbesondere bei Narzissten, Machiavellisten und Psychopathen. Eine Beziehung mit solchen Menschen “durchzuhalten” kann gefährlich sein. Ich glaube, das können nur wenige von uns, ohne Schaden davonzutragen. Auch diese Menschen will ich nicht verurteilen, in ihrem Leben ist einfach richtig was schief gelaufen und ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie eine Nische finden, wo sie selbst zufrieden sein können ohne anderen zu schaden. Aber da suche ich lieber das Weite – aus purem Selbstschutz.

    Hannah antworten
  • Ramona

    Liebe Hannah,

    ich glaub mein Kommentar ist futsch, wollte dir so gern antworten. Hab wohl die falsche Taste gedrückt. Ich versuche es nochmal, um dir eine “Post” zu schicken:

    Mir haben deine Worte gefallen. Du betrachtest differenziert, wann Begegnungen wichtig sind und man seine Kraft an andere verschenken sollte, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Ich musste an die vielen Helferberufe denken!! Respekt.

    Du gehst auf jeden Menschen vorurteilsfrei zu und bist da, wenn er ruft. Schade, dass ich dir nicht begegne. Mir gefällt auch, wie du das Muster für alle anbietest, denn das wäre für unsere Gegenwart ein Stück mehr Füreinander. Ich werde da sein, wenn du mich brauchst – aber wirst du auch da sein, wenn ich dich brauche? Leider bleibt diese Frage in meinem Leben oft ungehört. Sei`s drum…

    “Zu denen, die anderen nur Energie nehmen – wenn sie sich im Vordergrund sonnen wollen, niedertreten, wenn widersprochen wird und ein Einsehen eigener Fehler nicht zu erwarten ist…. möchte ich nicht gehören – nicht in der Vergangenheit und auch nicht in Zukunft.” (Zitat aus einem Brief von mir)

    So, liebe Hannah, ich wünsch dir einen schönen Tag und grüße herzlich alle, die hier lesen. Ramona

    Ramona antworten
  • Pietro

    Ich bin mit dem Artikel grundsätzlich einverstanden. Jedoch gibts Menschen, die ich zu sehr liebe, um diese einfach auszusortieren.

    Trotzdem habe ich mit diesen Menschen meine Kommunikation verändert. Das Negative kommt nämlich erst dann, wenn es um mein Leben, meine Vorhaben geht. Also ist es klar, dass ich mit diesen Menschen relativ wenig über mich selbst spreche. Dh. wenn ich solche Menschen treffe, stelle ich Fragen über Fragen, so dass wir über ihn/sie sprechen und wenig (oder besser gar nicht) über mich.

    Einer dieser Menschen ist mein Bruder, der jedoch etwas bemerkt hat und beim letzten Mal gefragt hat, warum ich so ausweichende und prägnante Antworten gebe wie “alles super, Danke” und so. Da war ich dann knallhart und sagte: “Ich möchte nicht, dass Du meine Vorhaben einmal mehr entwertest, oder mich vor andere in Frage stellst. Somit spreche ich lieber über Dich und die Kinder und ich weiss, dass ihr das mögt, weil ich motivierend und aufbauend bin mit euren Vorhaben. Ihr werdet immer mit meiner Hilfe rechnen können, egal wie schwer es ist”.

    Die Reaktion war, grosse Augen und dann etwas Traurigkeit, weil ich unmissverständlich klar gemacht habe, dass auch ich verletzlich bin und keine Lust auf negative Energie habe. Weiters denke ich, dass er ein schlechtes Gewissen hatte, weil es wirklich so ist, dass ich dessen Projekte meistens befürworte und wenn ich kritisiere, dann aufbauend.

    Daher – der Artikel ist gut… aber schwer und schmerzhaft umzusetzen.

    Pietro antworten
  • Sunshine

    Von negativen Menschen muss man sich wirklich distanzieren, da sie einen runterziehen. Solchen Menschen kann man leider nicht helfen, wenn sie nicht einsichtig sind und sich therapeutische Hilfe holen.

    Da kommen wieder dir Gutmenschen mit ihren Kommentaren, die meinen, sie können helfen als Hobbypsychiater. Psychiater sind geschult und Hobbypsychologen sind eher asozial und schädlich für solche Menschen.

    Sunshine antworten
  • Nikolaus H.

    @sunshine:

    Ich war immer schon jemand, der aus eigener Unsicherheit Selbstreflektion betrieben hat. Das war nicht immer eine gesunde Reflektion, bei der ich aber meist schlecht abschnitt, weil mir das Gefühl für die Verhältnismäßigkeit fehlte, weshalb sie oft zu meinem Nachteil ausfiel.

    In den letzten 15 Jahren habe ich sehr viele Fachbücher insges. mit einer großen Bandbreite gelesen bzw. studiert. Was das hier besprochene Thema betrifft, kann ich von mir sagen, dass, um mal deine Formulierung “runterziehen” zu beleuchten, dass in diesem Wort nicht nur die negative Haltung des Gegenübers enthalten ist, sondern erschwerend die eigene Schwäche – also das Unvermögen, sich von anderen nicht klar abgrenzen zu können.

    Wir agieren in einer Gesellschaft, die leider immer noch ‘en gros’ von oben nach unten “funktioniert”, die heute noch von der “Schwarzen Pädagogik” durchsetzt ist, da agieren wir nicht nicht als Erwachsene – nein, das haben wir ja nicht gelernt –, wir agieren als Kinder.

    Wenn ich eine Situation im Nachhinein rekapituliere, die für mich unangenehm gewesen ist, dann schaue ich darauf, wie ich mich verhalten habe. Habe ich stets dafür gesorgt, dass meine Grenzen anderen gegenüber gewahrt bleiben? Oder habe ich aus Gründen, zu Gefallen, nicht zur Last zu fallen, kein großes Ding draus zu machen, zu glauben, ich hätte nicht das Recht dazu, aus Gründen die “Stimmung” nicht zu verderben, etc. ect. gehandelt?

    Wenn ich nicht wie ein Erwachsener gehandelt habe, dann habe ich wohl wie ein Kind gehandelt und dann habe ich abhängig gehandelt. Ich habe so gehandelt, weil ich immer noch geglaubt habe, ohne die Gunst des anderen so große Nachteile zu haben, dass ich mein Leben selbst nicht mehr meistern kann. Das ist nur bei Abhängigen, insbesondere bei Kindern der Fall, die von ihren Eltern abhängig sind. Unter Erwachsenen nennt man so etwas Co-Abhängigkeit.

    Dieses Symptom ist in der westlich-kapitalistischen Gesellschaft extrem weit verbreitet. Es sorgt dafür, dass Jugendliche im Namen des Staates zu Soldaten werden und in einen Krieg ziehen, in dem sie die Frauen und Kinder anderer Völker misshandeln, vergewaltigen und töten.

    Es gibt nichts besseres als anderen die eigenen klare Grenzen aufzuzeigen. Ich selbst habe keinen Kontakt mehr zu meinen fast 80 Jahre alten Eltern, weil diese in meinem Leben immerzu meine Eigenständigkeit missachtet haben. Selbst ein sehr dezent formulierter Hinweis meinem Vater gegenüber, ‘sich nicht in meine Eheangelegenheiten einzumischen, dass ich das selbst regle’, führte bei ihm zu einem Wutausbruch (Originalton: “Das ist mir scheissegal, das ist mir scheissegal!”) und dazu, dass er die von mir geladene Gesellschaft durch diese Szene sprengte und wutentbrant und schimpfend mein Haus verließ.

    Meine Eltern sind ein Musterbeispiel für Menschen, bei denen wahrlich Hopfen und Malz verloren sind, all meine früheren Bemühungen waren Perlen vor die Säue, weil ich früher nie klar und deutlich sein konnte, woher auch, ich war zum unbedingten Gehorsam meinen Eltern gegenüber erzogen worden.

    Das kennen wir alle ja aus dem 3. Reich und genau dieser Gehorsam hat uns bis in die Knochen vergiftet und führt täglich dazu, dass Menschen nicht ihrer eigenen Bestimmung folgen können, weil sie durch die Überlagerung dieses Gehorsams nie die Erfahrung von Selbstbestimmtheit machen konnten. Sie merken gar nicht, was in ihrem Leben schiefläuft, weil doch augenscheinlich alles “richtig” ist. Dann begehen sie den nächsten Fehler und suchen die “Schuld” bei sich selbst – dann sind sie in einem Teufelskreis gefangen.

    Als Buchtipp möchte ich jedem das Buch von Arno Gruen “Wider den Gehorsam” ans Herz legen.

    Freiheit entsteht nicht dadurch, dass Gesetze uns eine Fülle von Möglichkeiten gestatten. Freiheit entsteht zunächst einmal in uns selbst, indem wir uns mit uns selbst Tag täglich auseinandersetzen, mit dem unbändigen Willen, glücklich zu werden. Dazu bedarf es der Wachheit, zu sehen, wo wir uns immer wieder selbst schaden, wo wir nicht NEIN sagen können, wo wir glauben immer verfügbar sein zu müssen, wo wir glauben so sein zu müssen, wie es ungeschriebene Gesetze in unserer Gesellschaft “fordern”.

    Der wirklich freie Mensch ist nämlich weitgehend frei vom Bedürfnis, anderen gefallen zu wollen, frei vom Wunsch gelobt zu werden, frei davon in irgendeiner Weise von anderen be-wertet zu werden und das aus einem Grunde: Er weiss, dass es vollkommen ausreicht, dass nur er allein weiss, wer er ist und das genügt ihm. Wenn andere erkennen, wer er ist, mag das schön sein, ein kleiner Lichtschein am Rande, aber das vermag nichts an seiner inneren Haltung sich selbst gegenüber zu ändern. Er ist für sich selbst Vater und Mutter, kann sich bemuttern und bevatern.

    Das zu verstehen und zu leben lehren, ist das Kostbarste, was man einem Menschen auf Erden mitgeben kann. Ich bin Musiker und Sänger und ich muss nicht selten mit den Tränen kämpfen, wenn ich von George Benson “The Greatest Love Of All” singe. Hört euch mal dieses gefühlvolle Lied z. B. auf youtube an und lest und versteht den Text nicht mit dem Verstand, sondern mit eurem Herzen.

    Wenn wir uns wieder gestatten zu fühlen, also mutig unseren Gefühlspanzer immer mal wieder ein Stück weit aufgeben, werden wir allmählich zu Menschen, die mutig ihren eigenen Weg gehen und den Weg, den man ihnen zugewiesen hat.

    Die Entwicklung, die viele von uns benötigen, ist nicht symptomatisch allein mit dem Mechanismus des “Aussortierens” getan, wir müssen von innen heraus wachsen, dazu müssen wir zunächst für uns empathisch werden, dann können wir auch andere verstehen, uns ihr Verhalten aber nicht zu eigen machen oder solche Menschen länger “ertragen”.

    Wir begreifen dann sehr schnell, dass unser Leben zu kurz ist und dass wir nicht länger eine Mängelverwaltung sondern Fülle leben möchten. Dazu gehört es, sich selbst zu achten. Dann können wir auch erwachsen handeln und Prioritäten in unserem Leben setzen, mit denen viele aus unserem Umfeld zunächst nicht umgehen können.

    Dieses Unvermögen können wir ihnen zugestehen, doch die Probleme, die andere damit haben, müssen sie selbst lösen, das ist ihre Lebensaufgabe. Gehen wir unseren eigenen Weg, so geben wir auch anderen die Chance wieder in den Spiegel zu schauen, die Chance auf Weiterentwicklung.

    Wenn ich manchmal nicht weiter weiss, frage ich mich: “Was hätten in dieser Situation nun der Dalai Lama gemacht oder geantwortet?” Jeder kann sich das fragen und für den Dalai Lama den Namen eines seiner Vorbilder einsetzen.

    Ich möchte schließen mit einem Zitat von Erich Kästner: “Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch”.

    Nikolaus H. antworten
  • Rosenna

    Herr Heidenberger, vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Sie haben vollkommen recht, negative Menschen aus dem Umfeld zu verbannen. Denn negative Menschen sind Energie-Vampire.

    @ Lothar: haben Sie die gleiche Meinung über Mörder? Ach, der arme Mörder, hatte ja so eine schlechte Kindheit!

    Ich habe die Nase voll von solchen Gutmenschen! Bin zwar kein Misanthrop, bin jedoch der Meinung, bestimmte nervtötende Menschen aus dem eigenen Leben zu verbannen.

    Seitdem ich einen solchen negativen Mann als Bekannten aus meiner Liste gestrichen habe, bin ich absolut frei! Ich hätte es viel früher tun sollen!

    Denn solche Leute haben ein morphogenes Feld. Seitdem ich aus seinem Feld raus bin, läuft alles bei mir im Leben besser. Es half auch nichts, aus ihm einen guten Menschen machen zu wollen! Er ist und bleibt stur.

    Rosenna antworten
  • Katrin

    Wenn möglich, dann würde ich den Beitrag von Nikolaus H. [“Ich war schon immer jemand…”] liken. :-)

    Eigentlich gibt es dem nichts mehr hinzuzufügen, aber ich tu es trotzdem. ;-)

    Ja, es ist wichtig, auf Distanz zu gehen, wenn der Kontakt nicht gut tut. Allerdings würde ich nicht so weit gehen, von ‘negativen’ Menschen (wie in dem Artikel) zu sprechen. Das klingt wertend. ‘Inkompatibel’ ist vielleicht passender.

    Darauf lege ich deshalb Wert, weil ich regelmäßig mit genau solchen Menschen Probleme habe, die allgemein beliebt sind. Die sind nicht ‘negativ’ (obwohl es durchaus zum guten Ton gehört, über alles und jeden eine Meinung zu haben). Und ich bin es auch nicht (ganz im Gegenteil, ich rede wenig, aber wenn dann fast ausschließlich positiv – ich bin allerdings sehr introvertiert und wenig an belanglosem Smalltalk interessiert).

    Inkompatibel bin ich mit Menschen, die IMHO unsicher sind und deshalb ständig Bestätigung von ihren Mitmenschen benötigen. Offenbar steigere ich ihre Unsicherheit durch meine zurückhaltende Wesensart, die kühl und distanziert wirkt. Obwohl ich das nicht bin. Ich brauche nur etwas Zeit und wenig Stress. Und Menschen, die sich ein klitzekleines bisschen auf mich einlassen können, damit ich im Gegenzug eine verdammt gute Zuhörerin sein kann.

    Jedenfalls habe ich die Ursache meiner sozialen Probleme durchaus immer bei mir selbst gesehen und mich deshalb bemüht, mich anzupassen. Aber das funktioniert nicht gut. Sogar ziemlich schlecht. Es stresst mich zusätzlich, weil ich schlicht andere Vorstellungen von Höflichkeit, Gesprächsführung und guten Gesprächsthemen habe (mich also verbiegen muss und gegen meine eigenen Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse handle) – und das Ergebnis ist dann auch noch bescheiden, weil ich das nicht dauerhaft durchhalten kann. Das frustriert mich und macht mich wütend. Inzwischen sogar sehr wütend. (Aber: Zu guter Letzt habe ich doch noch Smalltalk gelernt. Das ist eine gute Sache.)

    Anlass für meine Wut war meine Schwester, die sauer war auf mich und es deshalb gewagt hat, mit meinen Kindern (!), zu dem Zeitpunkt 4 und 7 Jahre alt, nicht mehr zu sprechen – die beiden einfach zu ignorieren. Natürlich mit dem Ziel, mich damit zu treffen. Und das ist ihr auch gelungen.

    Selbst da habe ich noch zwei Jahre (in denen sie nicht mit mir oder meinen Kindern geredet hat!) gebraucht, bis ich mich entschieden habe, den Kontakt endgültig abzubrechen. (Ich möchte mich übrigens nicht als Opfer darstellen: Ich bin nicht nur zurückhaltend, sondern auch stur und ignorant. Ist so, keine Frage. Hatte sie mir auch vorgeworfen: Ich hätte irgendwelche Dinge schon immer falsch und noch nie richtig gemacht und sei eine Zumutung als Schwester. Das ist wohl so. Ich bin nicht ganz einfach, aber das heißt nicht, dass ich kompliziert bin oder negativ oder gar bösartig. Es gibt auch Menschen, die mich sehr schätzen für meine aufrichtige und reflektierte Art.)

    Ein Jahr nach dem Kontaktabbruch habe ich mich von meinem Mann getrennt, noch ein Jahr später habe ich (bis auf ein paar ausgewählte Leute) meinen alten Freundeskreis abgelegt. Und jetzt bin ich auf Krawall in Bezug auf meinen Arbeitskollegen, von dem ich mich missachtet fühle. Ich habe ihm das einmal deutlich gesagt. Dann hat er hartnäckig weitergemacht. Und seit ich sauer bin, ist er plötzlich sehr nett, was mich erst recht ärgert: Ich bin doch kein Dompteur, der seine Mitmenschen in Schach halten muss. EINE klare Ansage von mir muss doch reichen. Und vor mir ‘kuschen’ geht schon mal gar nicht.

    Wie auch immer: Nachdem ich mich also jahrzehntelang kaum zur Wehr gesetzt habe, stecke ich jetzt in dem umgekehrten Modus: Aggressivität. Ich fürchte, das muss erst mal ‘raus’, bevor ich ‘normal’ werden kann. Aber da hat sich so einiges angestaut. Das dauert. Und in der Zwischenzeit zerbricht viel Porzellan. Es ist halt noch eine Weile hin, bis ich zu einem gesunden Empfinden für meine Interessen und ihre Durchsetzung gelangt bin.

    Da ist es besser, offen zu dem schwierigen Umgang zu stehen und höfliche Distanz zu wahren. Damit sich kein ‘Druck’ aufbaut.

    Denn es ist doch so: Ich muss niemanden mögen. Und niemand muss mich mögen. (Das permanente Bemühen genau darum hat ja meine Probleme (mit)verursacht.)

    Katrin antworten
  • Olive

    @Hannah

    Liebe Hannah, deine Sicht der Dinge unterschreibe ich aus ganzem Herzen.

    Es wird anhand der Kommentare deutlich, dass sich keiner der Schreiber leichttut mit der Entscheidung auf Abstand zu gehen, und dass das Wort Aussortieren sehr negative Assoziationen weckt.

    Olive antworten
  • Nikolaus H.

    Das Problem in der Sache hängt m. E. stark damit zusammen, wie entspannt man selbst und sein Gegenüber in der Lage ist Grenzen abzustecken, eine gemeinsame Grenze zu finden, die nicht überschritten wird und dies dann auch einzuhalten. Im Grunde etwas, das zu einer guten Ehe dazugehört. Das musste ich selbst mit meiner Frau auch erst lernen und es ist fast immer noch tägliche Arbeit.

    Ich habe bei problematischen Leuten aus der Verwandt- und Bekanntschaft leider fast immer die Erfahrung gemacht, dass ein solcher Diskurs aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, weil sie nicht in der Lage sind, ruhig zu bleiben und sachlich zu sprechen, weil sie nur eine begrenzte Kraft haben ihre aufschäumenden Gefühle unter Kontrolle zu halten. Ohne sachlichen, ruhigen und letztlich freundlichen und empathischen Diskurs ist eine Lösung nicht möglich.

    Oft liegt es auch daran, dass sie aufgrund niedrigen Selbstwertgefühls, was zu eigenen schlechten Emotionen über sich selbst führ, recht schnell in die Abwehr und dann in die Projektion gehen. Sie haben nicht gelernt, dass man Probleme partnerschaftlich auf eine freundliche Art löst und sie, auch wenn sie etwas falsch gemacht haben, andere sie nicht gleich vollends als Person in Frage stellen. Genau diese Erfahrung haben Sie nämlich in Kindheit und Jugend nicht machen können, um daran zu erstarken, – so bleiben sie schwach und entsprechend schwach fällt dann auch ihre Kommunikation aus, weil sie gar nicht über die Werkzeuge verfügen, solche Konflikte friedlich zu lösen. Schauen wir uns bloß Donald Trump an, der fällt für mein Empfinden auch in dieses Muster eines geringen Selbtwertgefühls (es ist bloß Fassade!), bloß kann er sich aufgrund seiner Macht und der ständige Weihräucherung seiner Person in einer starken Position wähnen, doch er macht sich da etwas vor – Gott sei dank, den wenn diese Dissoziation nicht mehr funktioniert müsste er erkennen, wer er wirklich ist und dann möchte sich niemand ausmalen, was dann passiert.

    Es werden also von der anderen Seite her immer wieder Grenzen überschritten und eine Konfliktlösung kommt niht zustande, weil die Art der Konfliktlösung den Menschen ja mit sich selbst konfrontiert. Dies Selbstkonfrontation können viele Menschen nicht leisten, weil sie es nicht gelernt haben. Ein Umgang mit solchen Menschen wird daher vielleicht von Breite oder von Lautheit geprägt sein, aber niemals von Tiefe und Stille.

    Menschen, die tief empfinden, die sich ihrer selbst und ihrer Umwelt bewusst sind, die lieber Tiefe statt Breite leben, haben eine Verpflichtung in erster Linie für sich selbst, die sie ernst und daher wahrnehmen. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Verantwortung. Wer nur beim anderen ist, ist nicht verantwortlich mit sich selbst sondern vielleicht eher co-abhängig.

    Auf Grundlage dieser Gesetzmäßigkeit schließt es sich automatisch aus, seine Lebenszeit über Gebühr mit unbewussten Menschen zu verbringen, Menschen, die nicht für sich sorgen und am Ende andere dazu missbrauchen, ihre fehlende Energie von anderen abzuziehen, indem sie sie in verschiedenster Form unbewussten Verhaltens belästigen.

    Nikolaus H. antworten
  • Michael

    Hallo Burkhard,

    irgendwie fühle ich mich da auf gewisse Weise angesprochen!

    Bin aber nicht so sicher, eher mehr unsicher in meinem Leben und verhalten meiner Ehefrau gegenüber.

    Ich lehne sehr viel Kontakte, die sie meinen muss zu pflegen, ab. Da ich der Meinung bin, sie sind nicht so gut und haben eben auch sehr viel in unserem Eheleben zerstört.

    Anfangs hat meine Frau mir dies vorgeworfen und ich habe ihr zur Liebe mittlerweile alles abgebrochen, Hobbys aufgegeben und und. Bin ihr aber immer treu gewesen!

    Und seit einem JAHR jetzt getrennt, da sie immer mehr mir gegen über an Zuneigung, Autorität, Zusammenhalt und Liebe verweigert hat oder nicht mehr geben konnte.

    Lebe jetzt alleine und dachte bzw. hoffte, dass sie auf mich zukommen würde. Im Gegenteil, verletzt sie mich mehr und mehr. Wie sie ihre Liebe wo anders sucht. Ich dachte, sie brauche nur etwas Zeit, aber das Gegenteil passiert. Und ich bin jetzt der, der die Kontakte von ihr nicht gutheißen tut.

    Ich dachte eben, wie in guten so in schlechten Zeiten. Ich war in jeder Zeit für sie da und sie nur in guten. Da war ich gut für sie. Liebe wollte ich nur von ihr, stattdessen ist sie mit ihrem Job und der Suche, wo anders Liebe zu finden, beschäftigt.

    Unsere Kinder leiden auch darunter und ich ebenfalls. Sie hat sich so verändert, und das durch ihre Kontakte!

    Haben sie auch dafür den richtigen Ratschlag oder bin ich nur dumm und treu doof.

    Hochachtungsvoll
    Michael

    Michael antworten
  • Nikolaus H.

    Hallo Michael,

    wie ich lese, geht es dir im Augenblick nicht besonders gut. Du hast mein Mitgefühl.

    Da du womöglich nicht nur etwas loswerden wolltest, sondern vielleicht auch ein Feedback wünschtest, möchte ich dir meine Gedanken zu deinem Posting mitteilen.

    Du schreibst, dass du die Kontakte deiner Frau abgelehnt hast. Hast du dich mal gefragt, wie sich das für deine Frau angefühlt hat? Die Kontakte, die sie sich vielleicht über viele Jahre aufgebaut hat, haben ihr ja möglicherweise auch etwas gebracht. Deine Erklärungen, was du an den Kontakten / Menschen kritisierst, führst du leider nicht aus. Was ist / war das? Wie steht / stand deine Frau dazu?

    Du schreibst, du hast alles aufgegeben “ihr zur Liebe”. Damit hast du dich als Individuum auch ein Stück weit aufgegeben oder zumindest verleugnet. Menschen, die sich selbst verleugnen, nur um die Liebe eines Partners zu erhalten, sind bedürftig. Bedürftige haben in einer Partnerschaft auf Augenhöhe wenig Chancen, zumindest sind sie für die meisten Partner wenig attraktiv. Du hast m. E. dadurch an Attraktivität eingebüßt, was jetzt zu spüren bekommst.

    Ich kenne diese Thematik, auch ich habe viele Leute aus dem Bekanntenkreis meiner Frau nicht gemocht, sie waren mir zu konservativ, zu starr, zu langweilig, zu begrenzt. Aber ich habe meiner Frau nie Vorschriften gemacht, mit wem sie umzugehen hat oder es ihr madig gemacht. Ich habe ihr meine Gründe erklärt, wieso ICH keinen oder nur wenig Kontakt zu diesen Leuten möchte, aber sie war immer frei in ihrer Entscheidung, mit wem sie umgeht, und das finde ich auch richtig. Sie zieht bis heute Kraft aus diesen Beziehungen. Bei dem einen ist es dies, bei dem anderen das. Und das finde ich gesund, wenn man das kann und möchte. Ich persönlich freue mich heute, wenn sie diese Kontakte pflegt. Weil ich sie liebe, tut es mir gut zu sehen, wie sie davon profitiert. Hier geht es nicht um mich, sondern um sie und an ihrem Wohlergehen ist mir gelegen.

    Vielleicht ist dein Einfluss zu weit gegangen und du hast sie in diesem Punkt dominiert, sie hat sich möglicherweise nicht mehr als Partner ernst genommen oder bevormundet gefühlt. Wenn du am Ende allein da stehst, wäre es für dich persönlich eher hilfreich, wenn du auch mal dein Verhalten hinterfragen würdest, also bei DIR bliebest, statt chronisch den Fokus auf das AUSSEN, sprich auf deine Frau zu haben. Was für Fragen, könntest du dir stellen, das wäre ein Frage, die am Anfang einer Weiterentwicklung stünde.

    Es bringt weder dir noch irgendjemand anderem etwas, deinen Kindern sicher am wenigsten, wenn du in einer passiven Rolle bleibst, die für mich wie eine Opferrolle wirkt, nach dem Motto: “Ich habe immer alles für sie getan, habe meine Hobbys zurückgestellt, bin immer treu gewesen… etc…”.

    Was du da beschrieben hast, findet man auch bei Kindern gegenüber einer dominanten Mutter. Die Kinder stellen ihre Bedürfnisse aus Angst vor Liebesentzug zurück. Schau dir die Beziehung zu deiner Mutter an, als du Kind und Heranwachsender warst. Wie ist sie heute? Warst du “gehorsam”, “führig”.

    Männer oder allgemein Partner, die ihren Partnern gegenüber so agieren, also sich überanpassen, verlieren beim Partner den Reiz, das Salz in der Suppe also. Wir alle kennen den Spruch “Frauen wollen echte Männer…”, nein, das wäre zu platt, aber ob Frauen oder Männer…egal…es geht hier um Partner, und Menschen wünschen sich eben auch Partner, die eine Kontur besitzen, die zu sich selbst stehen, die auch ihr eigenes Ding (z.B. Hobby) machen, egal was der andere dazu sagt.

    Diese Kritik, die dann zu einem Hobby kommt, die dazu führt, ob man sich beeinflussen lässt, damit kommt nicht jeder gleich gut klar. Es gibt Menschen, die reagieren so wie du, es gibt Menschen, die geben ihrer Partnerin “den Wind von vorn” und es gibt Menschen, die sagen freundlich und bestimmend, dass das etwas ist, was zu ihrer Person gehört, dass es ihnen gut tut und dass es keinen Grund für sie gibt, das aufzugeben und dass dies weiter auch nicht diskutabel ist.

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich also meinen Anteil beleuchten an der Situation, wie sie jetzt ist, und warum sie so ist, also: MEINEN Anteil. Und diesen Anteil würde ich mich bemühen anzunehmen. Wenn man das geschafft hat, ist die Balance zum Partner plötzlich eine ganz andere und das schafft auch wieder neue Möglichkeiten im Hier und Jetzt.

    Aus deiner Schilderung entsteht bei mir ein Eindruck, dass du die Verschmelzung mit deiner Frau immer wolltest und das ist meistens der Tod einer Beziehung, weil Beziehung nicht mehr stattfinden kann zwischen zwei Punkten, die an ein und demselben Punkt verweilen.

    Beziehung kann nur stattfinden wenn die beiden Punkte an verschiedenen Orten weilen, dann können sie sich über ein unsichtbares Band mal hierher oder dorthin ziehen, alles mit der nötigen Sensibilität. Eine völlige Übereinstimmung führt zum sinngemäßen Tod mindestens eines Individuums und dann hat sich eine Beziehung ja automatisch, zwangsläufig selbst erledigt.

    Lebendiges Leben kann nur existieren, wenn man Spannungsunterschiede aufrecht erhält, das hat der gute alte Wilhem Reich erkannt und in seiner heute als Bioenergetik bekannten Körpertherapie gelehrt. Mit einer Batterie, die zwei Plus- oder zwei Minuspole hat, kannst du keine Taschenlampe betreiben.

    Ich wünsche dir viel Selbsterkenntnis für die Zukunft und viel unbändige Kraft aus deinem Tief herauszukommen. Dies hier gehört jetzt wie immer zu DEINEM Leben, nimm die Chance an, einen großen Entwicklungsschritt zu nehmen. Er wird dich stark und glücklich machen. Gib niemandem die “Schuld” für deine momentane Situation, auch dir selbst nicht! Du hast JETZT die Möglichkeit, dein Leben sofort zu verändern. Nutze dies und gehe es mit Freude an. Vertraue dir selbst, dass du es schaffen wirst!

    Liebe Grüße

    Nikolaus

    Nikolaus H. antworten
  • Ralf

    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob es nicht doch unmenschlich im Sinne der Nächstenliebe ist, sich von solchen “Energiesaugern” loszusagen und sich von diesen zu lösen.

    Es wäre unmenschlich und egoistisch, wenn man nicht zumindest den Versuch unternommen hat, es solchen Menschen klar zu machen, dass man sich durch sie negativ beeinflusst fühlt und ihnen das Angebot unterbreitet, ihnen zu helfen, sich zu ändern. Bleibt dieser Versuch aber auch nach langer Zeit erfolglos und dieser Mensch nutzt die angebotene Hilfe auch noch schamlos aus und fühlt sich in der Rolle des Hilfebedürftigen wohl, dann wird es höchste Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen und diesem Menschen zu sagen, er solle sich in professionelle Behandlung begeben. Wenn die Behandlung dann was gebracht und er sich geändert hat, kann er sich gerne wieder melden.

    Findet man diesen Ausstieg nicht, geht man an einem solchen Menschen selbst zu Grunde. Ich stand knapp davor und habe es gerade noch gemerkt.

    Ralf antworten
    • Nikolaus H.

      @Ralf
      Hallo Ralf, dein Beitrag hat bei mir kurzzeitig gemischte Gefühle erzeugt.

      Wer mich negativ beeinflusst, der bekommt nur die neutrale Konsequenz zu spüren für sein Verhalten. Allein daraus kann er lernen. Ich versuche jeden Tag so zu leben als würde ich nicht mehr lange leben, denn es ist ja auch so, ich habe nicht mehr viel Zeit in dieser Welt. Es gibt nichts Unsinnigeres als meine kostbare Lebenszeit als Perlen vor die Säue zu werfen. Dann nämlich hätte ich dieses Leben nicht wirklich gebührend verdient!

      Wir werden Menschen nicht ändern können, allenfalls werden wir ohne es zu merken zu Co-Abhängigen. Das passiert sehr oft Menschen, die in dem Sinne aufgewachsen sind, “immer gut” zu anderen sein zu müssen. Ein großer Irrglaube, weil wir in dieser narzisstischen Gesellschaft zu Süchtigen und Co-Abhängigen konditioniert werden! Die Ergebnisse sind aber desaströs und gehen daher nicht selten bis zum Suizid. Es hilft uns nur, die katastrophale Lage so zu sehen wie sie wirklich ist. Leider läuft die Mehrheit mit einer rosaroten Brille herum, die ihnen die Realität schönt. Wer sich der Realität stellt, hört schnell auf, sich und anderen etwas vorzumachen.

      Ein psychisch gesunder Mensch verfügt über eine gesunde Autonomie (Siehe “Autonomietraining” von Grossarth-Maticek, was ich gerade lese). Die versetzt ihn in den Stand, nicht auf andere angewiesen und schon gar nicht abhängig zu sein. Er kann gut damit umgehen, auf Menschen zu verzichten, die ihm nur Energie rauben, die er ja selbst benötigt, damit er seine Selbstregulation stabil halten kann.

      Wir sind zu­al­ler­erst für UNS SELBST verantwortlich. Und ebenso sind andere zu­al­ler­erst für SICH SELBST verantwortlich – niemals wir (es sei denn, es handelt sich um unsere minderjährigen Kinder). So sind beide – (vermeintlicher) “Täter” und (vermeintliches) “Opfer” – für sich selbst verantwortlich und können an ihren jeweils eigenen Schwächen lernen. Der eine lernt vielleicht etwas Empathie oder auch nicht, dann sei es so, der andere lernt sich abzugrenzen und für sich zu sorgen oder auch nicht, dann sei es so.

      Es ist weder unmenschlich noch egoistisch, anderen etwas nicht klar gemacht zu haben. Es reicht, wenn man ihnen mitteilt, dass einem das Verhalten stört, und dass man es nicht länger tolerieren wird. Die Tatsache, dass andere so weit gegangen sind, ist ja schon ein Indiz für die eigene Schwäche, sich abzugrenzen.

      Eine zweite Chance könnte der andere sich allenfalls selbst geben, indem er sein unmögliches Verhalten begriffen hat und sich bei uns in aller Form entschuldigt. Das wäre evtl. eine 2. Chance für einen Neuanfang. Alles andere, was uns ausgeht, ist von Anfang an für die Katz, denn wir sind a) nicht zuständig dafür und b) haben wir keinerlei Einfluss auf die Lernwilligkeit anderer erwachsener Menschen.

      Wer glaubt, sein Heil in anderen Menschen finden zu können, der ist auf dem besten Weg krank zu werden. Unser Heil finden wir wenn überhaupt nur in uns selbst!

      Gruß
      Nikolaus

      PS: Buchtipps:

      “Das war eben knapp daneben: Erkenne deinen Wert!” Angela Rudloff
      “Autonomietraining” Grossarth-Maticek
      “Im Zeitalter der Sucht” Anne Wilson-Schaef

      Nikolaus H. antworten
  • Jens

    Also wenn es Ihnen nur ohne die menschen mit denen es Ihnen (ohnehin) schlecht gehen müsste, gut geht, geht es ihnen dann nicht Ohnehin schlecht und man müsste sie aussortieren? Oder anders gefragt Lässt das für Sie dieser Beitrag einen Rückschluss auf Sie selbst und Ihr Verantwortungsbewusstsein anderen gegenüber zu? Engergie rauben kann man auch in dem Man da einfach mal ne Schuldumkehr einbaut um sich selber mal sowie so außen vor zu lassen. Vielleicht ist das dann aber schon zu viel gefragt und ich raube ihnen damit energie. Vielleicht lass ich das besser :D

    Jens antworten
    • Saby

      @Jens, finde Ihren Kommentar schon sehr wirr, zumindest ist für mich unverständlich, was Sie eigentlich damit sagen wollen.

      Ich kann dem Autor nur zustimmen. Ich habe eine Tante, die immer alles schlecht gemacht hat, wenn sie bei uns zu Besuch war. Unsere Kinder hätten keine Manieren, unsere Wohnung wirke auf sie “altbacken” und sie hätte sie ganz anders eingerichtet, mein Mann solle seine Vereinstätigkeit einschränken, dann hätte mehr Zeit für unseren Garten, der auch nicht ihren Vorstellungen entsprach usw. Ich war jedes Mal auf Nadeln, wenn sie zu Besuch kam, und weil sich das unangemessene Schlechtmachen trotz nachdrücklicher Bitte bei jedem Besuch wiederholt hat, haben wir den Kontakt zu ihr abgebrochen, wie auch einige andere in der Familie aus diesen Gründen.

      Ich nehme auch an, dass die wenigen, die den Artikel kritisiert haben, noch nie mit wirklich belastenden Beziehungen in ihrem Leben über einen längeren Zeitraum konfrontiert wurden, und wenn doch, kann ich es einfach nicht glauben, dass diese Beziehungen ihnen keine Kraft und Energie gekostet haben und sie diese einfach akzeptiert haben. Bei diesen Kommentaren steckt meiner Meinung nach halt auch viel Heuchelei dahinter mit der Absicht, sich dadurch moralisch erhabener zu fühlen. Aber jeder, wie er meint.

      Saby antworten
  • Nikolaus H.

    @Saby

    Hallo,

    Sie sprechen da einen interessanten Aspekt an; Sie schreiben:

    >>Ich nehme auch an, dass die wenigen, die den Artikel kritisiert haben, noch nie mit wirklich belastenden Beziehungen in ihrem Leben über einen längeren Zeitraum konfrontiert wurden….<>…und wenn doch, kann ich es einfach nicht glauben, dass diese Beziehungen ihnen keine Kraft und Energie gekostet haben und sie diese einfach akzeptiert haben.”<<

    Ich bin davon überzeugt, dass viele unter uns aufgrund ihrer Geschichte immer noch gelernt haben, nicht für sich sondern für andere zu sorgen. Die psychosozialen Folgen zweier Weltkriege sind ja heute noch spürbar und ein Wohl demjenigen, der sich soviel Sensibilität erhalten hat, dass er sie noch spürt. Ich erinnere mich, dass ich als Jugendlicher oft Schuldgefühle hatte, wenn ich so "egoistisch" wie manche Erwachsene, mich durchsetzen wollte.

    Ich habe auf Grund meines Alters und meiner Aufmerksamkeit für meine Umwelt, die ich immer auch als stiller Beobachter betrachtet habe, in den letzten 50 Jahre eine Tendenz bei vielen Menschen festgestellt, die in Richtung Entfremdung geht. Dazu gehört ganz massiv der Mangel, seinem eigenen Gefühlen zu trauen und auf die innere Stimme zu hören. Diese Stimme gibt es nicht oder sie spricht so leise, dass sie sie kaum wahrnehmen können.

    Auch geht und ging es immer noch um Schuld und um Scham. Menschen, denen die Eigenschaft fehlt, sich von diesen Etiketten freizumachen, sind gefundene Opfer für andere, die ihre Kraft aus anderen beziehen, wenn sie sie manipulieren, kontrollieren oder gar zerstören. Schuld und Scham sind die einfachsten Mittel, mit denen man Menschen manipulieren und kontrollieren kann, derer bedient sich der Staat, der aus Politikern besteht, die selbst davon nicht frei sind – und eben die Kirche. Dass das auf Familie und den einzelnen rückwirkt, leuchtet ein.

    Der 2. Weltkrieg wurde von den Großeltern und deren Kindern verdrängt (ich selbst bin Kriegsenkel), doch die nonverbalen Botschaften, leider auch typisch deutschen Botschaften, "du bist nur was, wenn du fleißig bist und es zu was gebracht hast und es dir verdient hast…", reduzieren das Individuum auf seine Produktivität. Der Mensch hinter dieser Leistungsfassade ist auch 74 Jahre nach Hitler vielfach noch nebensächlich und auf dieser schwachen menschlichen Basis kann dann verständlicher erneut faschistisches Gedankengut seine Wurzeln treiben, so wie es in den 1920er Jahren war.

    Für mein Verständnis entstehen Kriege durch eine Gesellschaft, die ihre eigenen Gefühle immer mehr abspaltet, in der der Einzelne sich nicht als Individuum sieht, dass er lieben sollte, sondern als etwas, das dienen muss wie ein Soldat dient. Und der bekannte Indianer kennt ja keinen Schmerz. Dieses Beispiel macht klar, wie so Gefühle völlig unterdrückt werden und den Menschen innerlich ersticken. Legt man diesem emotionalen Krüppel ein Feindbild vor, sieht er in dessen Vernichtung die eigene Befreiung der Fesseln, für deren Erhalt erst andere und am Ende er selbst gesorgt haben, dass sie bleiben.

    Wir alle sind also auch Opfer unserer Geschichte und deshalb hilft es ungemein, diese Zusammenhänge zu verstehen, wieso es so läuft, wie es läuft, – erst dann können wir sagen, wir müssen alles NEU lernen. So habe ich es gemacht, habe ALLES hinterfragt und was mir guttat ohne andere Menschen in ihrer persönlichen Freiheit einzuschränken, das habe ich als etwas Gutes für mich angenommen und danach lebe ich.

    Deshalb können wir nur bei uns selbst anfangen. Mit Werten wie Verständnis und Liebe können wir diese Welt zu einer etwas besseren machen, doch wir müssen auch auf der Hut sein, vor Menschen, die in ihrer unbewussten oder bewussten Zerstörungswut, jene (anfangs noch) zarten Pflänzchen einengen oder hinraffen, die das wenige Schöne in unserer heutigen leider sehr mechanistischen Welt vermehren wollen. Dieses Erstarken und für sich selbst sorgen, sollten jeder von uns eigentlich in der Kindheit und Jugend schon lernen, doch viele bekommen dort schon statt gesunder Nahrung, vergiftete eingeflößt. Das führt dazu, dass sich im Erwachsenenalter die Probleme häufen, anderen nicht standzuhalten, keine Grenzen setzen zu können oder andere zu missbrauchen. Aus einer solchen Gesellschaft kann nicht viel anderes erwachsen als eine Gesellschaft, die sich zu einem nicht unwesentlichen Teil als einer Täter- und Opfergesellschaft darstellt, und das dann mit den entsprechenden Folgen, die hier diskutiert werden.

    In meinem engsten Umfeld befinden sich von Grund auf lustfeindliche Menschen, die es "normal" finden, von sich ständig mehr zu verlangen und zuzumuten als es ihrer Gesamtgesundheit zuträglich wäre. Dazu gehört es auch anderen zuzuhören, obwohl sie keine Lust mehr dazu haben. Wieso auch Grenzen setzen? Sie wurden schließlich darauf programmiert, sich für andere als seelisch-emotionale Müllkippe zur Verfügung zu stellen. In fast allen Fällen waren es die Eltern, die die Kinder als Puffer missbrauchen, um die Diskrepanz zwischen Realwelt und Wunschwelt abzufedern. Wie soll ein junger Mensch in solch einem Umfeld lernen auf seine innere Stimme zu hören. Die Frage ist doch gar nicht mehr, ob die Eingangfrage "richtig" oder "falsch" ist, sondern, wie derjenige sich am eigenen Schopf aus so einem Sumpf zieht.

    Wenn man das Buch, das ich oben genannt habe ("Autonomietraining") gelesen hat, der begreift, wie diese destruktiven Charakterzüge diese Menschen in einen Abgrund aus Depressionen und physischer Krankheit ziehen. Krebs steht als Krankheit an erster Stelle. In dem Buch wird die Therapie des Autors vorgestellt, der über 30 Jahre viele 10.000 Patienten in Studien begleitet hat, die von den Vereinten Nationen in Auftrag gegeben worden sind.

    Krebs, diese aggressive und zerstörende Krankheit, ist ja nichts anderes als das körperliche Abbild des emotionalen Innenlebens seiner Symptomträger. Wie im Innern, so im Außen.

    Im Grunde ist Ursache für die in diesem Blog gestellte Eingangsfrage oder Eingangsthematik ja bereits 1.000-fach wissenschaftlich erklärt worden. Das Problem ist, dass es schwierig ist, entsprechende Literaturquellen auszumachen, in denen dies sehr klar und verständlich beschrieben ist und es oft der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleicht.

    Ich habe mir diese Themen zum Hobby, also aus der Not eine Tugend gemacht, weil ich selbst genau unter dieser Problematik Jahrzehnte lang gelitten habe. Nur meinem unbändigen Überlebenswillen ist es zuzuschreiben, dass ich mehrere hundert Werke der einschlägigen Fachliteratur studiert habe, in der ganz klaren Hoffnung, eine für mich gangbare Lösung zu finden, die mich innerlich stabilisiert und schließlich glücklich macht.

    Es bedarf einer ständigen Auseinandersetzung mit seinem eigenen Innern. Es kann kein Schalter umgelegt werden, sondern es ist ein meist langer, manchmal sogar ein lebenslanger Prozess der Genesung.

    Das Schöne daran ist, dass das Licht den Schatten mehr und mehr verdrängt.

    Gruß
    Nikolaus

    Nikolaus H. antworten
    • Ramona

      Ist das schön :), lieber Nikolaus … mit dem Namen des Gabenbringers vom 6.Dezember.

      Ich hatte heute eine “Zwischendurchüberraschung” durch deinen Beitrag.

      Selbst habe ich hier seit einiger Zeit nicht mehr “mitgeschrieben”. Ich war auch verunsichert durch unterstellenden Beiträge, denen die nötige Balance von Zulassen und Vermeiden nicht gelang aus meiner Sicht.

      Heute möchte ich dir DANKE sagen, ich habe deine klugen Zeilen sicher nicht das letzte Mal gelesen, lieber Nikolaus. Zwischendurch dachte ich immer, wie alt wird er wohl sein … so weise Worte.

      Zunächst habe ich heute noch einmal den Ausgang des Ganzen gelesen und mich erinnert. Eigentlich ein sensibler und völlig neutraler Beginn einer wichtigen Diskussion, einer möglichen Selbstbeschau, ohne werten zu wollen. Herr Heidenberger hat nicht festgelegt, nicht vorgeschrieben … nur angeregt.

      Herzliche Grüße aus Thüringen

      von Ramona

      Ramona antworten
  • Elli

    Hallo! Ich finde den Artikel von Herrn Heidenberger überaus gelungen. Der Artikel ist sogar etwas “zurückhaltend” formuliert. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch allem nur zustimmen!

    Elli antworten
  • Anna

    Ab wann ist denn ein Kontakt schlecht für einen?

    Aktuell ist es leider so, dass meine beste Freundin und bester Freund was miteinander angefangen haben. Seitdem habe ich das Gefühl, dass ich ständig der Handlanger für seine schlechte Laune bin, die seit neuestem auch in Anschreien bei gemeinsamen Treffen endet.

    Anna antworten

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