Häufig kommt es vor, dass man – vor allem im Geschäftsleben – Menschen zur Begrüßung die Hand reicht. Sicher sind Ihnen auch die verschiedenen Arten eines Händedrucks aufgefallen. Da gibt es den schlaffen Händedruck, bei dem man sich gar nicht sicher ist, ob man dem Gegenüber überhaupt die Hand gereicht hat. Dann gibt es den festen Händedruck, bei dem man das Loslassen gar nicht erwarten kann ;-) Und wie ist Ihr persönlicher Händedruck?
Nun gibt es diverse Studien, die sich mit den Arten des Händedrucks auseinandergesetzt haben. Unisono sind diese Studien zum Ergebnis gekommen, dass ein Händedruck sehr viel über die Persönlichkeit, über den Charakter aussagen kann.
Der feste Händedruck bei Männern – damit ist aber nicht der Schraubstock-Händedruck gemeint - lässt auf ein zupackendes durchsetzungsstarkes Wesen schließen. Selbstbewusste offene Persönlichkeiten haben in der Regel einen festen Händedruck. Viele Menschen ordnen einen solchen auch die Eigenschaft kompetent“ zu.
Frauen mit einem festen Händedruck gelten zudem als intellektuell und liberal.
Schüchterne und unsichere Personen haben meist einen schlaffen, weichen Händedruck. Ein solcher kann aber auch Interesselosigkeit zum Ausdruck bringen.
Aber solche Studien sind immer mit Vorsicht zu betrachten. Grundsätzlich kann ich dem Ergebnis aus eigener Erfahrung zustimmen.
Aber wenn ich mir die verschiedenen Arten eines Händedrucks aus meinen Treffen näher betrachte, so gibt es hundert weitere Nuancen, nicht nur einen festen oder schlaffen Händedruck:
Bleibt mein Gegenüber beim Hände schütteln eher auf Distanz, zieht er mich zu sich, sieht er mich an oder blickt er bewusst weg etc. Das sind alles Gesten, die auch etwas über die Person oder eben das Verhältnis zur Person aussagen können.
Auch kann der „richtige“ Händedruck antrainiert sein. Beispielsweise ist in vielen Managerseminaren der richtige Händedruck ein Thema. So kann eine schüchterne Person einen antrainierten festen Händedruck haben.
Ja, und dann ist die gesamte Körpersprache wohl weit aussagekräftiger als der Händedruck an sich.
Nichtsdestotrotz kann beim Händeschütteln ein erster Eindruck vermittelt werden, oft auch unbewusst. Aber es gibt auch viele Menschen, die besonders darauf achten, wie man die Hand gereicht bekommt, z.B. in Vorstellungsgesprächen ist dies der Fall.
Bei den Amerikanern wird auf das Händeschütteln oft komplett verzichtet. In arabischen Ländern gilt das Händeschütteln als wichtiges Zeremoniell, das wiederholt und länger anhaltend durchgeführt wird. In südasiatischen Ländern fällt der Händedruck länger und sanft aus. In Japan wird die Hand überhaupt nicht gereicht, hier verbeugt man sich höflich vor dem Gegenüber.
Sie sehen, ein Händedruck kann viel über eine Person aussagen. Hier liegt die Betonung aber auf „kann“. Geben Sie mal bewusst darauf Acht, ob das Ergebnis der Studien in Ihrem geschäftlichen Umfeld auch zutrifft. Das geht am einfachsten, wenn Sie das nächste Mal einem Geschäftspartner oder einer anderen Person die Hand reichen, die Sie schon länger kennen.
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