4 Soll-Qualifikationen als Karrieresprungbrett

Um im Job erfolgreich zu sein, ist nicht nur fachliche Kompetenz gefragt. Vor allem Zusatz-Qualifikationen, die weit über das fachliche Wissen und Können hinausgehen, sind häufig ausschlaggebend für den möglichen Aufstieg auf der Karriereleiter.

Der Fließbandarbeiter mit Soll-Qualifikationen

Keine Frage – jeder Job und jede Position erfordern unterschiedliche Qualifikationen. Am Beispiel eines Herstellungsbetriebes: Abgesehen von den fachlichen Kompetenzen verlangt die Position des Geschäftsführers andere Qualifikationen gegenüber jener des Fließbandarbeiters.

Der Geschäftsführer wird in der Regel täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die bestimmte Fähigkeiten erfordern, um eine Lösung herbeizuführen. Der Arbeitstag des Fließbandarbeiters ist durch tägliche Routinetätigkeiten geprägt.

Aber!

Nun kann auch der Fließbandarbeiter durch Zusatzqualifikationen auffallen oder in eine Situation gelangen, in der diese gefragt sind. Richtet sich dann die Aufmerksamkeit der Führungsebene auf ihn, kann das auch die erste Stufe einer beachtlichen Karriere sein, wenn eine solche von dem Arbeiter überhaupt angestrebt wird.

Diese zusätzlichen Qualifikationen bezeichne ich einfach mal mit „Soll-Qualifikationen“. Mitarbeiter, die diese neben den Muss-Qualifikationen (jene, die für die Ausübung des Jobs erforderlich sind) aufweisen, sind in der Regel ein wertvoller Gewinn für das Unternehmen.

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Soll-Qualifikationen erleichtern den Weg nach oben …

4 Soll-Qualifikationen

Folgende vier Kompetenzen zähle ich zu den wesentlichsten Soll-Qualifikationen – auch wenn einige davon in diversen Jobs bzw. Positionen in die Kategorie „Muss-Qualifikation“ gehören:

1. Soziale Kompetenz

Eine gute Zusammenarbeit kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten ein Mindestmaß an sozialen Kompetenzen aufweisen. Dazu zählen unter anderem der respektvolle und faire Umgang miteinander, Teamfähigkeit sowie Einfühlungsvermögen – also die Fähigkeit, sich in eine andere Person hineinzuversetzen.

Wenn nur eine Person im Arbeitsumfeld diese soziale Fähigkeit vermissen lässt, kann es schnell zu Konflikten kommen, die sich nachteilig auf das gesamte Arbeitsklima auswirken.

2. Kommunikationsfähigkeit

Kommunikation ist das unsichtbare Band, welches zur Stabilität im Unternehmensgefüge beiträgt. Lässt diese zu wünschen übrig, kann dies schnell zu Instabilität führen.

Eine ausreichende Kommunikation ist zwischen den verschiedenen Ebenen im Unternehmen erforderlich: zwischen Mitarbeitern, zwischen den Führungskräften, zwischen Führungsebene und Mitarbeitern.

Weisen beispielsweise zwei Mitarbeiter dieselben fachlichen Qualifikationen auf, so hat jener mit den ausgeprägteren Kommunikationsfähigkeiten üblicherweise die besseren Chancen, die Karriereleiter zu erklimmen.

3. Lernkompetenz

Neben der Lernfähigkeit gehört auch die Lernbereitschaft zur Voraussetzung für die Weiterentwicklung. Jeder macht Fehler. Natürlich kommt es immer auf den Umfang der daraus resultierenden Konsequenzen an – also auf die Tragweite des Fehlers.

Wenn aber aufgrund von fehlender Lernfähigkeit und/oder -bereitschaft Fehler wiederholt werden, können die fachlichen Kompetenzen noch so beeindruckend sein – sie wiegen die fehlende Lernkompetenz nicht auf.

Die Lernkompetenz ist auch die Basis für die Verbesserung der fachlichen Kompetenzen.

4. Selbstorganisation

Die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren, wirkt sich wesentlich auf die eigene Effizienz aus.

Als Beispiel sei hier ein Büro mit zehn Mitarbeitern genannt. Wenn der überwiegende Teil der Mitarbeiter Schwierigkeiten mit dem Zeitmanagement hat, kann sich das negativ auf die Produktivität des Unternehmens auswirken: ineffizientes Arbeiten, fehlende Ordnung in der Ablage und daraus resultierende lange Suchzeiten, und das alles über einen längeren Zeitraum betrachtet …

In vielen Unternehmen werden diese „Soll-Qualifikationen“ bereits im Bewerbungsverfahren abgefragt bzw. getestet und bei Mitarbeitern durch gezielte Weiterbildungsangebote gefördert.

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