7 Zusatzqualifikationen (nicht nur) für Studenten

Zusatzqualifikationen können wesentlich zur effizienten Absolvierung eines Studiums beitragen. Aber welche sind in diesem Zusammenhang für Studenten relevant?

Tipps zur eigenen Motivation und zum Thema Lerntechniken sind das eine – wichtig können aber auch Zusatzqualifikationen sein, die das Lernen grundsätzlich systematisieren und erleichtern. Dazu zählen beispielsweise Schnelllesetechniken, ein solides Notizmanagement, Mindmapping und diverse Merktechniken.

Natürlich ist auch Zeitaufwand erforderlich, um diese Zusatzqualifikationen zu erwerben. Sie besitzen allerdings bei der späteren Anwendung im Studienalltag das Potenzial, Arbeitsabläufe schneller und effizienter zu erledigen, sodass sich die anfängliche Zeitinvestition mehr als bezahlt machen kann.

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Umfangreicher Lesestoff? Dann ist eine Schnelllesetechnik nützlich!

Im Folgenden habe ich einige Zusatzqualifikationen aufgelistet, die insbesondere für Studierende nützlich sein können:

1. Schnelllesetechnik

Lesen ist der Schlüssel zur Wissensaneignung. Vor allem Studenten müssen häufig umfangreiche fachbezogene Literatur durcharbeiten.
Schnelllesetechniken empfehlen sich insbesondere dann, wenn Texte in kurzer Zeit auf wesentliche Informationen hin erschlossen werden sollen.

Hat man die Schnelllesetechnik fundiert erlernt, kann man damit wesentlich effizienter lernen, ohne dass das Verständnis für das Gelesene auf der Strecke bleibt.

Die “eingesparte” Zeit kann dann wiederum für eine nachhaltige Aneignung des Wissens und für eine Vertiefung desselben genutzt werden.

Weiterführende Tipps: 

» Schneller lesen mit der richtigen Lesetechnik

2. Notizmanagement

Notizen erfüllen unterschiedliche Zwecke. Sie können beispielsweise an konkrete Aufgaben erinnern oder Lerninhalte komprimiert wiedergeben, um das Merken zu erleichtern.

Das Niederschreiben wichtiger Informationen ist dabei bereits ein erster Schritt zum nachhaltigen Merken und Abspeichern der Lerninhalte.

Bei unzureichendem Notizmanagement können die kleinen Helfer aber auch schnell zu Stolpersteinen werden: Sie werden übersehen, lenken in ungeordneter Form von wichtigen anderen Wissensquellen ab und sorgen nicht selten für Unübersichtlichkeit auf dem Schreibtisch.

Damit man nur in den Genuss der positiven Merkmale von Notizen kommt, müssen Notizen sorgfältig gemanagt werden. Sie können zum Beispiel grafisch oder farbig strukturiert geordnet werden. Zudem empfiehlt es sich, die Notizen an einer zentralen Stelle zu sammeln, damit sie nicht für Unordnung sorgen oder verloren gehen. Hierzu hat sich ein festes Notizbuch bewährt, in dem alle Notizen zum Studium gesammelt werden.

Ich nutze beispielsweise mein sogenanntes Superbuch. Aber auch eine Notizmanagement-Software erfüllt ihren Zweck.

Weiterführende Tipps: 

» Ein Notizbuch mit System: Das Superbuch

3. Mindmapping

Was man unter Mindmapping versteht, wie und wozu man es nutzen kann sowie eine empfehlenswerte Software, habe ich hier beschrieben.

Beim Lernen können Mindmaps gleich in doppelter Weise eine Unterstützung darstellen.

Zum einen helfen Mindmaps hervorragend komplexe Inhalte zu strukturieren und mit anderen Inhalten in Verbindung zu bringen. Lerninhalte und ihre Zusammenhänge lassen sich in der grafischen Darstellung mittels Mindmap oft besser durchschauen.

Zum anderen können Mindmaps auch Mittel zur Zielplanung sein: In einer Mindmap können die für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen strukturiert werden. Eine sorgfältig konzipierte Mindmap bietet dann eine gute Orientierung bei der Umsetzung von Lernvorhaben.

Weiterführende Tipps: 

» Wozu eine Mindmap?

4. Merktechniken

Das Problem, manche Sachverhalte im Langzeitgedächtnis zu verankern, ist den meisten bekannt. Abhilfe können hier Merktechniken schaffen. Am bekanntesten ist dabei wohl die Locitechnik, bei der einem bekannten Weg mit charakteristischen Orten Lerninhalte zugeordnet werden.

In der Erinnerung kann man den Weg beschreiten und sich somit besser an die zu lernenden Inhalte, Begriffe, etc. erinnern. Techniken dieser Art gibt es zahlreiche, sodass für fast jeden Lerntyp eine passende Methode gefunden werden kann.

Wer nicht gerne große Gedankengebäude baut, um sich Lerninhalte zu merken, kann auch auf ein Karteikartensystem zurückgreifen. Lerninhalte werden hier in komprimierter Form niedergeschrieben und können thematisch geordnet und so oft wie nötig wiederholt werden.

Zwar ist das Anfertigen der Karteikarten mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, das Schreiben der Karten selbst ist allerdings ein erster Schritt im Prozess der Wissensaneignung. Solche Lernkarteikartensysteme sind auch als Software erhältlich.

Weiterführende Tipps: 

» Interview mit der Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger

5. Lernen lernen

Der Mensch ist ständig am Lernen. Dennoch muss das strukturierte und effiziente Lernen erst selbst erlernt werden. Es gibt unterschiedliche Methoden, die das Lernen erleichtern. Es empfiehlt sich, diverse Methoden auszuprobieren, bis man die für sich effektivste herausgefunden hat.

Weiterführende Tipps:

» Leichter lernen leicht gemacht

6. Zeitplanung

Zum erfolgreichen Studieren gehören nicht nur die Aneignung des Lernstoffs und die Anwendung des erworbenen Wissens.

Ein Studium kann auch eine große organisatorische Herausforderung sein: Besprechungstermine bei Professoren müssen wahrgenommen werden, Fachpublikationen bestellt oder in die Bibliothek zurückgebracht werden, Seminaranmeldungen durchgeführt werden etc.

Häufig treten solche organisatorischen Aufgaben geballt zu Beginn des Semesters auf. Das Anfertigen von To-do-Listen kann hier eine gute Unterstützung sein, damit keine wichtigen Termine und Fristen versäumt werden.

Weiterführende Tipps: 

» 18 Zeitmanagement-Tipps

7. Sorgfältige Literatur- und Quellenverwaltung

Für Studierende ist es insbesondere bei der Anfertigung schriftlicher Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten wichtig, den Überblick über die verwendete Literatur nicht zu verlieren.

Auch in dieser Hinsicht sollte bereits von Anfang an planvoll vorgegangen werden. Am PC lassen sich Dokumente erstellen, die Aufschluss über die genutzte Literatur geben.

Hier können auch besondere Zitate, die später Verwendung finden sollen, archiviert werden. Durch eine durchdachte Literatur- und Quellenverwaltung wird es enorm erleichtert, später direkt wieder auf die gesuchte Publikation zuzugreifen – zum Beispiel dann, wenn neue Fragen auftauchen, die ein erneutes Nachlesen und Recherchieren notwendig machen.

Wer viel mit Bibliotheksliteratur arbeiten muss, fügt in seine Notizen am besten auch eine Angabe über die Bibliothekssignatur hinzu. Dies erspart Suchen in Bibliothekskatalogen und staubigen Bücherregalen.

Fazit:

Studenten, die sich diese genannten Qualifikationen aneignen, haben damit einen optimal ausgestatteten “Werkzeugkoffer” für ein effizientes Studium. In der Regel haben Universitäten und Fachhochschulen entsprechende Angebote, um diese Zusatzqualifikationen zu erlernen. Sollte das gewünschte Angebot fehlen, bieten externe Weiterbildungsinstitutionen (Volkshochschulen etc.) eine gute Anlaufstelle.

Zum Weiterlesen: 



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