Stress reduzieren – 8 Tipps

Stress ist belastend, keine Frage! Aber wie lässt sich Stress vermeiden oder die wahrnehmbare Belastung zumindest auf ein Minimum reduzieren? Dazu habe ich im Folgenden 8 Tipps:

1. Genießen Sie mentale Auszeiten

Schließen Sie hierfür die Augen und atmen Sie dabei tief und langsam durch (hier 3 effektive Atemübungen, mit denen Sie sich schnell entspannen). Nun holen Sie schöne Bilder in Ihren Kopf: einen Platz, an dem Sie sich wohlfühlen, oder einfach eine schöne Erinnerung. Für ein bis zwei Minuten – das reicht schon zwischendurch.

Wenn Sie dabei nicht gestört werden wollen, können Sie diese Übung „notfalls“ auch auf der Toilette durchführen, sollte sich kein anderer Ausweichraum (z. B. im Büro) finden.

Machen Sie diese mentale Auszeit jeweils einmal am Vormittag und am Nachmittag. Sie gibt Kraft und setzt neue Energien frei.

» Weitere einfache & effektive Entspannungsübungen

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Versetzen Sie sich in Gedanken an einen Wohlfühlort …

2. Teilen Sie Ihre Sorgen

Versuchen Sie nicht, mit allem allein klarzukommen. Es tut ungemein gut und wirkt befreiend, sich seine Sorgen, Ängste, seinen Ärger oder Frust von der Seele zu reden.

3. Üben Sie sich in Selbstreflexion

Oft ist der Stress auch hausgemacht. Ist das bei Ihnen vielleicht so?

  • Wann geraten Sie in Stress?
  • Sind es bestimmte Situationen oder Personen, die bei Ihnen Stress auslösen?

Erst das Bewusstsein für die persönlichen Stressauslöser zeigt Möglichkeiten auf, wie Sie der Stressbelastung zukünftig am besten vorbeugen.

Wie Sie Ihren Stresssoren auf die Schliche kommen:

» Stressampel: Wie Sie damit dem Stress auf die Spur kommen

4. Machen Sie regelmäßig Bewegung

Achten Sie auf ausreichend Bewegung – ideal ist regelmäßiger Sport. Nun hat nicht jeder Lust und Zeit, jeden Tag beispielsweise zu joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen. Aber es reichen schon 7 Minuten Bewegung, die Sie zu Hause durchführen können:

» Das 7-Minuten-Ganzkörpertraining: schnell & effektiv!

Auch auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit sollten Sie Wert legen. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung machen Sie resistenter gegen Stress.

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Ein Krug mit Wasser in Griffnähe animiert zum Trinken …

5. Genießen Sie ein verlängertes Wochenende

Mehrere Kurzurlaube über das Jahr verteilt sollen erholsamer sein als ein jährlicher langer Urlaub. Gönnen Sie sich hin und wieder ein paar freie Tage zwischendurch. Und vor allem: Genießen Sie diese Tage!

Wenn möglich, begeben Sie sich an einen Ort, wo Sie noch nie waren, oder machen Sie in diesem Kurzurlaub etwas, das Sie noch nie gemacht haben. Denn neue positive Eindrücke erweitern nicht nur den persönlichen Horizont, sondern bieten auch eine ungemeine und nachhaltige Erholung.

6. Sagen Sie Nein

Auch ein häufiger Grund für Stress: das Neinsagen fällt schwer. Wenn Sie nicht lernen, Nein zu sagen, bekommen Sie immer mehr Aufgaben zugeteilt, für die Sie wahrscheinlich gar nicht zuständig sind – eine Stressspirale, die Sie immer weiter nach unten zieht. Auf der Strecke bleiben Sie, und nur Sie! Deshalb: Lernen Sie, Nein zu sagen.

» Das Neinsagen lässt sich auch erlernen. Hier habe ich einige Tipps dazu.


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Gesprochene Anleitung – die gelungene Abstimmung von angenehmer Sprechstimme und entspannender Hintergrundmusik erleichtern die wirksame Durchführung:


7. Schauen Sie (mehr) auf sich

Wer im Stress ist, tendiert dazu, sich selbst, also die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Die Selbstfürsorge wird auf der Prioritätenliste ganz nach hinten gereiht. Und genau darin besteht auch die Gefahr, dadurch über kurz oder lang „auszubrennen“, in einen Burnout zu schlittern.

Deshalb: Tun Sie sich REGELMÄSSIG etwas Gutes, suchen Sie bewusst Momente und Situationen, in denen Sie sich wohlfühlen und loslassen können, lassen Sie es sich gutgehen!

8. Zu guter Letzt: Lachen/lächeln Sie, auch ohne Grund

Beim Lachen oder auch nur beim Lächeln drückt der Gesichtsmuskel zwischen Wange und Auge genau auf den Nerv, der unserem Gehirn eine fröhliche Stimmung signalisiert. Das tut gut und entspannt, auch in hektischen Phasen.

Es mag Ihnen vielleicht seltsam anmuten, aber wenn Sie 60 Sekunden permanent (gekünstelt) lächeln, kann Ihr Stress und Ärger erheblich gesenkt werden – wie auch die renommierte Managementtrainerin und Bestseller-Autorin Vera Birkenbihl (1946–2011) in einem launigen Vortrag erläutert hat:

 


Welche sind Ihre persönlichen Tipps gegen Stress?

Zum Weiterlesen:

Kommentare

  • Axel

    Tolle Tipps, Herr Heidenberger!

    Wenn ich mir einen kleinen Hinweis erlauben darf: Im Video steht “Sitvation”. Sollte wohl Situation heißen. Aber sonst alles perfekt, wie immer! :-)

    Axel antworten
    • Danke Axel!

      Ja, richtig, sollte Situation heißen. Dieser Text im Video stammt nicht von mir, sondern das Video wurde so auf YouTube veröffentlicht. Deshalb kann ich leider selbst nicht die Korrektur vornehmen.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Romana

    Lieber Herr Heidenberger, Ihre Tipps sind für mich immer wieder wertvoll.

    Auch das Video mit Frau Birkenbihl ist köstlich. Ich habe zwar schon einige Bücher von ihr gelesen, aber diesen Vortrag kannte ich noch nicht. Schade, dass sie so unerwartet früh verstorben ist.

    LG Romana

    Romana antworten
  • Jo

    Geniales Video! :-)

    Jo antworten
  • Nicole

    Super – vielen Dank! Ich hatte das Video letztes Jahr gesehen, es aber leider nicht wiedergefunden auf YouTube. Absolut genial der Tipp und unbedingt zu empfehlen. :-)

    Nicole antworten
  • karin

    Lieber Herr Heidenberger,

    vielen Dank für Ihre Zeitblüten-Tipps.

    Es hilft einem immer weiter, auch wenn man nicht alles umsetzen kann.

    Ich freue mich immer auf Ihre Newsletter.

    lg Karin

    karin antworten
  • Lieber Herr Heidberger,

    vielen Dank für die guten Tipps. Gerade das Lächeln finde ich so eine kleine und doch wirksame Übung. Auch wenn ich sauer bin, funktioniert sie prima zum Laune verbessern.

    Noch eine Frage: Sie schreiben, dass mehrere kleine Urlaube erholsamer sind als ein langer – ich habe bisher immer gedacht, dass man erst nach einer Woche anfängt, richtig loszulassen. Wie ist da ihre Erfahrung?

    Herzliche Grüße
    Sabine Brunke-Reubold

    Sabine Brunke-Reubold antworten
    • Hallo Frau Brunke-Reubold,

      zu Ihrer Frage:

      Ob kurz oder lang – grundsätzlich kommt es wohl immer darauf an, wie man den Urlaub nutzt. Ich persönlich bevorzuge mehrere Kurzurlaube, mag aber natürlich auch einen langen Urlaub. :-)

      Dass der Erholungseffekt erst nach einer Woche eintritt, soll – zumindest laut einiger Untersuchungen – nicht zutreffen. Näheres dazu beispielsweise in diesem Interview auf Welt.de.

      Liebe Grüße

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten

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