So sollte Ihre E-Mail-Adresse aussehen

Haben Sie schon einmal einen genauen Blick auf die Absender-Adressen der E-Mails geworfen, die täglich in Ihrem Posteingang eintrudeln?

Immer wieder interessant! Denn eine E-Mail-Adresse lässt oft Rückschlüsse zu.

Ein Kunde hat mir unlängst eine E-Mail mit der Absenderadresse toy6@… gesendet. Ich nehme an, eher ungewollt. Da musste ich schon schmunzeln.

Mit einer wohlüberlegten E-Mail-Adresse können Sie auf alle Fälle punkten. Das gilt vor allem im geschäftlichen Bereich. Hingegen können Sie mit einer schlecht gewählten Adresse einiges an Vertrauen und Seriosität einbüßen.

Folgend einige Tipps für Ihre (geschäftliche) E-Mail-Adresse:

  1. Vor- und Zunamen wirkt vertrauenswürdig

    Menschen wollen immer wissen, wer dahintersteckt. Verwenden Sie für Ihre persönliche geschäftliche E-Mail-Adresse den Vor- und Nachnamen und verzichten Sie auf unpersönliche Adressen. Auch Adressen mit den Anfangsbuchstaben Ihres Namens, z. B. b.h.@firmenname.com gilt es zu vermeiden, denn diese wirken auch nicht wirklich persönlich.

  2. Vornamen evtl. abkürzen

    Haben Sie einen besonders langen Namen, können Sie den Vornamen auf den ersten Buchstaben beschränken, z. B. b.heidenberger@firmenname.com.

  3. Vorsicht!

    Verwenden Sie nie Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse für Anmeldungen (z. B. für Newsletter, Registrierungen, Bestellugen etc.) oder auf öffentlichen Plattformen (z. B. in Foren, Social Media). Denn das könnte unangenehme Folgen haben:

    Sie werden innerhalb kurzer Zeit Ihren Posteingang voller Spam-E-Mails haben. Das liegt daran, dass sogenannte Roboter-Software ständig Internetseiten nach E-Mail-Adressen durchforstet und diese sammelt. Die so gesammelten Adressen werden u. a. für den Spam-Versand genutzt.

    Ein Name ist heute schnell gegoogelt. Nehmen wir an, Sie suchen in einem Medizin-Forum nach Hilfe/Informationen im Zusammenhang mit einer bestimmten Krankheit, weil eine Bekannte von Ihnen davon betroffen ist. Für die Registrierung haben Sie Ihre E-Mail-Adresse angegeben, die Ihren Namen enthält. Diese E-Mail-Adresse ist öffentlich oder kann von Forenusern eingesehen werden. Natürlich wird nun jeder zuerst vermuten, dass Sie selbst von dieser Krankheit betroffen sind.

    Oder Sie tun Ihre politische, religiöse … Meinung im Netz unter Angabe Ihrer klaren E-Mail-Adresse kund. Das kann sich etwa bei der Arbeitssuche negativ auswirken. Denn Personaler recherchieren nach den Namen von Bewerbern.

    Es gäbe noch zahlreiche weitere Beispiele – deshalb: Wenn Sie im Internet eine E-Mail-Adresse angeben müssen, verwenden Sie IMMER eine anonyme Webadresse, die also keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt, oder besser noch eine temporäre Adresse, eine sogenannte „Wegwerfadresse“. Wie Sie eine solche anlegen, habe ich hier beschrieben.

  4. Wenn an keine bestimmte Person gerichtet …

    Dann gibt es noch sogenannte Service-Adressen, wie service@… oder support@… Diese sind natürlich in Ordnung und sinnvoll, wenn sie für eine bestimmte Einrichtung oder ein entsprechendes Team (z. B. Support-Team) gelten, also nicht an eine bestimmte Person gehen. Damit ist offensichtlich, an welche Einrichtung/Stelle die gesendete E-Mail geht.

  5. Nie Freemail-Adressen für Ihr Business!

    Für Ihr Business sollten Sie aber Freemail-Adressen unbedingt vermeiden, z. B. firmenname@yahoo.de. Eine solche E-Mail-Adresse wirkt äußerst unprofessionell und nicht unbedingt vertrauenswürdig. Denn solche Adressen sind oft auch ein Merkmal von unseriösen Webangeboten – dazu hier mehr: Unseriöse Webseiten und mögliche Warnzeichen.


Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Martin Roethlisberger

    Bei einer Geschäftsadresse (E-Mail) gehört in den Absender an erster Stelle die Firma:

    Thyssen Krupp; Hans Muster

    Martin Roethlisberger antworten
    • Im Beitrag geht es um die Gestaltung der E-Mail-Adresse. Die Firma steht ohnehin im „domain-part“ der E-Mail-Adresse und muss deshalb nicht auch noch vor dem Namen genannt werden. Entsprechend sind auch die E-Mail-Adressen der Firma Thyssen Krupp gestaltet: hans.muster@thyssenkrupp.com

      Wenn es um den Anzeigenamen der E-Mail-Adresse geht, haben Sie recht. Dort wird in der Regel zuerst der Firmenname angeführt, dann der Personenname.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Susanne

    Sehr interessant!

    Susanne antworten

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