Knigge im Fahrstuhl: 6 Empfehlungen

Es gibt wohl nicht viele Menschen, die die Atmosphäre einer Aufzugsfahrt genießen. Denn diese ist häufig ein Gemisch aus betretenem Schweigen, hilflosen Blicken und „Was-reden?-Gedanken“.

Auch verständlich, denn wer zwängt sich schon gerne mit fremden Menschen in die Enge eines Fahrstuhls. Die Forderung nach Einhaltung der gewünschten Distanzzonen wird aufgrund der gegebenen Umstände außer Kraft gesetzt.

Die Intensität dieser doch eher unangenehmen Atmosphäre resultiert aus Faktoren wie Dauer der Aufzugsfahrt und Anzahl der (fremden) Personen in diesem engen Raum.

Oder andersrum formuliert:

Je kürzer die Aufzugsfahrt, je weniger Personen im Aufzug und je mehr davon wohlgesinnte, bekannte Menschen, desto geringer der „Unwohl-Faktor“.

Auf engstem Raum – wie verhalten, was gehört sich, was gehört sich nicht?

Knigge im Aufzug – 6 Empfehlungen

Wer sich schon mal mal den Kniggeregeln befasst oder vielleicht sogar einen entsprechenden Kurs belegt hat, ist dabei wahrscheinlich auch auf die Verhaltensregeln im Aufzug gestoßen – dazu zählen die folgenden:

1. Telefonieren im Aufzug ist tabu

Angebracht hingegen ist: Gespräch vor Betreten des Fahrstuhles unterbrechen oder – sollten Sie das Gespräch nicht unterbrechen können oder wollen – warten, bis der nächste Aufzug hält.

2. Personen nicht bemustern

Wohin mit den Blicken? Das „Bemustern“ anderer Fahrgäste sollte auf alle Fälle vermieden werden. Das Starren an die Decke, auf den Boden oder auf die Stockwerksanzeige ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Der Knigge favorisiert den Blick in Richtung Fahrstuhltür.

3. Ein freundlicher Gruß

Beim Ein- und Aussteigen ist ein freundlicher Gruß angebracht, das gebietet allein die Höflichkeit. Damit liegt bereits etwas Freundlichkeit im engen Raum – beste Voraussetzungen für einen Smalltalk während der Fahrt.

4. Hände vor dem Körper

Haben Sie nichts zu tragen/halten, so sollten Sie Ihre Hände – am besten mit verschränkten Fingern – vor dem Körper positionieren. Diese Haltung signalisiert: „Ich möchte die Distanzzone einhalten, auch wenn es auf diesem beengtem Raum schwer möglich ist.“

5. Ein Lächeln als Eisbrecher

Ein Lächeln ist ein effektiver Eisbrecher. Es heißt nicht umsonst:

Der kürzeste Weg zu einem Menschen ist ein Lächeln.

Also ein Lächeln in Verbindung mit einem freundlichen Gruß wärmt jede noch so kühle Atmosphäre.

6. Smalltalk

Wenn sich mehrere Personen im Aufzug befinden, die sich nicht kennen, wird voraussichtlich kein Gespräch entstehen. Bei zwei oder maximal drei Personen fällt hingegen ein kurzes Gespräch schon leichter.

Den Gruß und das Lächeln als Wegbereiter für einen Smalltalk wurden bereits erwähnt. Ein weiterer kann die Frage nach dem gewünschten Stockwerk sein, die Sie einer Person beim Zusteigen stellen.

Zum Thema Smalltalk hier weiterführende Tipps:

» Der Spickzettel für gelungenen Smalltalk & 10 Smalltalk-Tipps

Auch eine häufige Situation:

Zwei Personen, die sich kennen, sind beim Zusteigen in ein Gespräch vertieft und führen das ohne Unterbrechung im vollen Aufzug fort. Das kann von anderen Fahrgästen als störend empfunden werden, da es auch auf fehlende Rücksicht schließen lässt.

Abschließend die Empfehlungen nochmals in Stichworten zusammengefasst:

  • (Telefon-)Gespräch beim Zusteigen unterbrechen
  • freundlich und mit einem Lächeln grüßen
  • kein Starren, am besten in Richtung Tür blicken
  • Hände sichtbar vor dem Körper platzieren
  • eventuell Smalltalk

Zum Weiterlesen:



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