Gedächtnistraining: Wie ich mir mehr merke – 4 Tricks

Nicht jeder hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Ein gutes Erinnerungsvermögen ist auch eine Form von Talent. Ich zähle mich jetzt nicht unbedingt zu jenen Personen, die mit ihrem Gedächtnis beeindrucken können.

Es ist wie mit anderen Talenten. Man hat es oder man hat es nicht. Ich bewundere immer das tolle Gedächtnis von Lukas – ein guter Freund von mir. Zum einen merkt er sich irrsinnig viel, zum anderen kann er die gemerkten Informationen aus seinem Gedächtnis blitzschnell abrufen. Ich muss oft länger grübeln, bis ich das Gewünschte aus meinem Gedächtnis hervorgezaubert habe.

Aber so wie andere Stärken kann man auch die Gedächtnisleistung durch regelmäßige Übungen gesteigert werden. Nun gibt es auch einige Tricks, die das Merken bzw. Erinnern erleichtern.

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Wäre praktisch: Per Schalter das Gedächtnis einschalten und sich erinnern

Im Folgenden stelle ich Ihnen 4 Tricks vor, mit denen ich meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfe.

1.Wo habe ich das bloß abgelegt?

Hin und wieder habe ich einen Gegenstand gesucht, eben weil ich mich nicht mehr erinnern konnte, wo ich ihn hingelegt hatte. Ich weiß ja, welche Dinge ich gerne verlege: Schlüssel, Brille etc. Und jetzt zu meinem Trick, der bei mir recht gut funktioniert:

Wenn ich zu Hause die Brille ablege, stelle ich mir kurz vor, dass ich sie zu einem späteren Zeitpunkt suchen muss, und genau dort wiederfinde, wo ich sie nun ablege. Ist nur ein kurzer Gedanke. Simpel, aber für mich effektiv.

2. Das merk ich mir sicher

Ob man ein gutes oder schlechtes Gedächtnis hat, ist teilweise auch eine „Einstellungssache“. Ich war früher etwas „erinnerungsfaul“, bedingt auch dadurch, dass ich mir einredete, dies oder jenes mir ohnehin nicht merken zu können – und so war es auch. Quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung.

So wie es Henry Ford (amerik. Automobilproduzent, 1863 – 1947) schon auf den Punkt gebracht hat:

Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht.

Das trifft oft auch auf das Merken zu. Nachdem ich diese Gedanken „umgedreht“ habe, also mir gesagt habe „Das merke ich mir sicher“, war es auch tatsächlich so. Erstaunlich, wie viel mehr ich mir durch Änderung meiner Einstellung merken konnte.

3. Den Worst Case vorstellen

Ein weiterer Trick, der bei mir gut funktioniert: Ich stelle mir den Worst Case vor – also den schlechtesten, ungünstigsten Fall, der eintreten könnte, wenn ich mir etwas Bestimmtes nicht merke. Allein durch dieses Bewusstmachen möglicher Szenarien prägen sich die Informationen in mein Gedächtnis besser ein.

4. Die Negativ- in eine Positivspirale umwandeln

Wenn man sich nicht die Mühe macht, etwas zu merken und damit das Gedächtnis zu trainieren – dann nimmt das Erinnerungsvermögen stetig ab. Man wird zu bequem, sich an etwas zu erinnern.

Das ist wie mit einem Muskel, den man nicht trainiert, nicht beansprucht. Auch wenn es schon ein schwacher Muskel ist, er wird noch schwächer. Das ist mit der Negativspirale gemeint.

Aber man kann diese Negativspirale auch in eine positive umwandeln:

  • Stoppen Sie alle Gedanken, mit denen Sie sich einreden, dass Sie kein gutes Gedächtnis haben. Lernen Sie, Ihrem Gedächtnis wieder zu vertrauen.
  • Finden Sie Techniken und Tricks, wie Sie sich Informationen leichter merken können.
  • Trainieren Sie Ihr Gedächtnis mit regelmäßigen Übungen. Die Übungen sollten auch Spaß machen.
  • Fordern Sie sich heraus. Machen Sie einen Wettkampf mit sich selbst. Steigern Sie Ihre Merkfähigkeit.

Und Sie werden staunen, wie Ihr „Gedächtnismuskel“ schon nach kurzer Zeit kräftiger wird und Ihr Erinnerungsvermögen zunimmt.

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