Die Wirkung Ihrer Stimme

Der erste Eindruck zählt – heißt es immer. Und dem ist wohl so.

Lernen wir einen Menschen kennen, so hängen in der Regel die ersten paar Sekunden davon ab, in welche „Kategorie“ wir diesen Menschen schieben.

Natürlich kann der erste Eindruck täuschen. Aus einem anfangs unsympathischen Menschen kann sich nach besserem Kennenlernen sogar eine Freundschaft entwickeln. Zu viele Faktoren und Einflüsse spielen beim ersten Eindruck eine Rolle. Einer dieser wesentlichen Faktoren ist die Stimme.

Wie wirkt Ihre Stimme?


Einflussfaktor Stimme

So kann man seine Stimme bewusst einsetzen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Beispielsweise werden Verkäufer in Schulungen entsprechend trainiert.

Aber nicht jeder ist mit einer angenehmen, sympathischen und wohlklingenden Stimme gesegnet.

Ich war unlängst in einem Restaurant. Der Kellner, der für unseren Tisch zuständig war, hatte eine recht ungewöhnliche, fast schon piepsende Stimme. Aber er überzeugte mit seiner Freundlichkeit und seiner Kompetenz.

Wäre dieser Kellner ein Telefonverkäufer, hätte er wohl weniger Verkaufsabschlüsse vorzuweisen als ein Kollege mit einer „normalen“, vertrauenserweckenden Stimme. Denn auch hier zählt der erste Eindruck. Und als Telefonverkäufer vermittelt man diesen allein durch die Stimme. Weitere Einflussfaktoren wie Auftreten, äußeres Erscheinungsbild etc. fallen dabei weg.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein Produkt nur zu 10 Prozent durch die gewählten Worte verkauft wird. Der Tonfall und die Stimme haben bereits mehr Einfluss: 40 %. Weitere 50 % kann die Körpersprache beigetragen.

Aber dieser Faktor fällt z. B. bei einem Telefongespräch weg.

Was unsere Stimme verrät

Sicher haben Sie schon selbst diese Erfahrung gemacht:

Unsere Stimme lässt beispielsweise auf unseren Gemütszustand schließen. Das heißt, sie passt sich unseren Emotionen an.

Wut, Ärger, Freude, Nervosität, Selbstbewusstsein, Angst – all das kann unsere Stimme wiedergeben, auch wenn man diese Emotionen durch die Körpersprache „verbergen“ kann.

Die Wirkungen der anderen Stimmen – eine Übung

Machen Sie mal einen kleinen Versuch:

Hören Sie einen Tag lang auf die Stimmen, die Ihnen zu Ohren kommen, und zwar auf Stimmen von Personen, die Sie nicht kennen. Im Bus, beim Einkaufen, in der Arbeit – wo auch immer.

Hören Sie ganz bewusst hin. Sie werden voraussichtlich merken, dass Sie sich auch gleich ein Bild von dieser Person, also Rückschlüsse auf deren Charakter bzw. Persönlichkeit machen. Dieses „(Vor-)Urteilen“ läuft bereits im Unterbewussten ab.

Und noch ein kleiner Test:

Nennen Sie mindestens fünf Personen aus den Medien (Schauspieler, Moderatoren etc.), die Sie besonders schätzen und mögen. Wenn Sie diese Personen das nächste Mal sprechen hören, achten Sie genau auf deren Stimme. Hat ihre Stimme (oder Synchronstimme) auch Einfluss darauf, dass sie Ihnen sympathisch wirken?



Kommentare

  • E.Seyfarth

    Ich arbeite im Telefonmarketing Neukundenaquise und meine Stimme ist sehr wichtig. Nur im Privatleben kann ich mit meinen Stimmungen (Tonfall der Stimme) nicht so Recht umgehen. Der Beitrag hilft mir das nocheinmal zu überdenken/beobachten.

    E.Seyfarth antworten
  • Ed

    Da auch ich im Telefon-Marketing arbeite, weiß ich sehr genau, dass eine Stimme der Schlüssel ist: entweder die Tür zu öffnen oder aber fest zu schließen!

    Die Haltung und die Mimik spiegeln sich ebenfalls in der Stimme wider! Aufrecht und lächelnd ist daher “Pflicht”!

    Ed antworten

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