Tipps: Leichter lernen

Mit dem Lernen tut sich der ein oder andere manchmal schwer. Leichter lernen – wer wünscht sich das nicht. Ich kenne es ja von mir: Als Kind oder Jugendlicher ist mir das Lernen noch leicht gefallen, heute muss ich mich schon mehr anstrengen. Aber mit den „richtigen“ Methoden fällt das Lernen leichter.

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft steigen die beruflichen Anforderungen. Es gilt:

Wer sich laufend weiterbildet, sich also zusätzliche Qualifikationen aneignet, hat bessere Aussichten im Berufsleben. Aber nicht nur bessere Chancen. Zusätzliche Qualifikationen können sich auch positiv auf das Gehalt auswirken.

So weit, so gut.

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Wählen Sie einen Lernrückzugsort, an dem Sie sich wohlfühlen …

7 Tipps, mit denen das Lernen leichter fällt

  1. Lernstoff strukturieren

    Ein umfangreicher Lernstoff ist nicht gerade motivationsfördernd. Wenn Sie diesen hingegen entsprechend der Salamitechnik in kleine Happen aufteilen, erscheint das Ganze schon in einem anderen Licht.

    Für jeden einzelnen Happen wird dann noch ein Termin festgelegt, also bis wann Sie die Lerneinheit geschafft haben wollen bzw. müssen. Damit haben Sie sich einen Fahrplan für Ihr Lernziel (z. B. Prüfung) angelegt.

  2. Lernrückzugsort schaffen

    Am besten funktioniert das Lernen, wenn Sie dafür immer den gleichen Ort nutzen. Und dieser Ort sollte nur zum Lernen dienen und nicht für andere Arbeiten – also ein Lernrückzugsort.

    Damit werden Sie allein durch das Betreten dieses Lernrückzugortes auf das Lernen eingestimmt – das ist eine „Kopfsache“. Es muss nicht unbedingt ein einziger Ort sein. Neben einem Lernzimmer kann es auch noch ein Platz in der Natur sein, an dem Sie sich wohlfühlen.

    Noch etwas: Der Lernort sollte möglichst frei von Ablenkungen sein.

  3. Mit einem Ritual beginnen

    Das Lernen mit einem Ritual zu beginnen, war für mich immer sehr hilfreich. Damit habe ich mich auf das Lernen eingestimmt. Mein Ritual: Ich habe mein „Lernkissen“ kräftig bei offenen Fenster ausgeklopft und es dann wieder schön platziert – immer vor Lernbeginn.

    Finden Sie Ihr Ritual, mit dem Sie Ihrem Kopf mitteilen: „Jetzt ist Lernen angesagt“.

  4. Motivation schaffen

    Leider können wir uns den Lernstoff nicht immer aussuchen. Wenn wir nur das Lernen müssten, das uns interessiert, uns Spaß macht, dann hätte wohl niemand Motivationsprobleme. Wenn uns die Motivation fehlt, müssen wir sie uns eben schaffen.

    Mir gelang das immer dadurch, dass ich mir Belohnungen setzte. Es muss nichts Großartiges sein, schon kleine Belohnungen haben es in sich. Beispielsweise habe ich meiner Frau mitgeteilt, bis wann ich den Lernstoff durch haben will und dass wir dann in unser Lieblingslokal essen gehen. Die Vorfreude darauf war ein Motivationsschub, der auch so manchen trockenen Lernstoff „runterflutschen“ ließ.

    Dass ich jemand anderem mitteilte, bis wann ich den Lernstoff erledigt habe, war auch ein kleiner Motivationsturbo. Ich wollte ja nicht als „Dampfplauderer“ dastehen.

  5. Wiederholen mit dem Angenehmen verbinden

    Dass die Wiederholung des Lernstoffes wichtig ist, wissen wir alle. Aber es ist schon manchmal ein bisserl mühsam. Ich habe das Wiederholen mit dem Angenehmen verbunden. Dafür habe ich den Lernstoff komprimiert auf Karteikarten in Stichworten notiert. Und diese Karteikarten nahm ich beim Spazierengehen mit und ging dabei den Lernstoff nochmals durch. Beim Gehen an der frischen Luft und in angenehmer Umgebung war das Wiederholen nicht mehr so fad.

    Übrigens gibt es auch „Karteikarten-Apps“ , mit denen sich der Lernstoff strukturieren und so am Smartphone wiederholen lässt. Feine Sache! Einfach im Web z. B. nach „App Karteikarten lernen“ suchen

  6. Pausen tun gut

    Lernpausen tun nicht nur gut, sondern sind auch wichtig. Durch Pausen wird man wieder aufnahmebereiter.

    Als Richtwert gilt, eine Pause von fünf bis zehn Minuten nach jeder Stunde. Bewegung und frische Luft sind die idealen Pausenfüller.

    Und wenn Sie nur das Fenster weit öffnen und vor dem offenen Fenster 20x hochspringen, hat das einen positiven, spürbaren Effekt – auch wenn sich vielleicht der Nachbar kopfschüttelnd fragt, wieso Sie wohl jede Stunde bei geöffnetem Fenster in die Luft springen. Er kann sich ja die Uhr danach stellen. ;-)

  7. Singend lernen

    Ich habe in meiner Studienzeit so einige Formeln lernen müssen. Damals hat mir eine Bekannte ihren Trick für das Formellernen verraten: Sie hat die Formeln stets gesungen. Das habe ich auch probiert. Und was soll ich sagen, ich war erstaunt, um wie viel schneller und leichter ich mir damit Formeln merken konnte.

    Der Grund dafür besteht darin, dass unser Gehirn Gesungenes fünfmal leichter merken kann. Dieser Lerntrick funktioniert nicht nur für Formeln, sondern auch hervorragend fürs Vokabellernen.

Viel Erfolg beim Lernen!

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Kommentare

  • Laura

    Ausgezeichnete Tipps, haben mir mehr Inspiration geschenkt!

    Eine Struktur ist das A und O! Meine Motivation habe ich einfach lange Zeit nicht gefunden. Mittlerweile höre ich jedes Mal vor dem Lernen eine sehr motivierende Selbsthypnose, ich bin danach höchst konzentriert, orientiert und einfach aufnahmefähiger. Ich schaffe in kürzerer Zeit deutlich mehr als ohne.

    Laura antworten
  • Jamie

    Ich finde diese Tipps super und kann sie nur weiterempfehlen. Sie haben mir geholfen, mehr und besser zu lernen.?

    Jamie antworten

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