Welcher Lerntyp sind Sie?

Wissen Sie, zu welchem Lerntyp Sie gehören? Um diese Frage zu beantworten, gilt es zuerst zu klären, welche Lerntypen es überhaupt gibt.

Wie hinlänglich bekannt, nehmen wir Informationen über unsere Sinne auf. Wir lernen also mithilfe unserer Sinne. Nun sind diese bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. Während der eine sich beispielsweise Gesehenes besser merkt, kann sich die andere Gehörtes leichter einprägen.

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4 Lerntypen

So unterscheidet man zwischen vier Grund-Lerntypen:

  1. Der visuelle Lerntyp lernt durch sehen.
  2. Der auditive Lerntyp lernt durch hören.
  3. Der motorische Lerntyp lernt über Bewegungen, indem er etwas selbst macht/ausführt.
  4. Der kommunikative Lerntyp lernt durch Gespräche.

Ok, nun etwas ausführlicher zu den einzelnen Lerntypen.

1. Der visuelle Lerntyp

Dieser Lerntyp lernt am besten, wenn er die Informationen selbst liest. Er kann sich also Gelesenes sehr gut merken. Typisch für ihn: Beim Lesen der Tageszeitung bleibt mehr in seinem Gedächtnis hängen als beim Hören der Radionachrichtensendung.

Optimale Informationsbeschaffung für den visuellen Lerntyp sind Bücher.

2. Der auditive Lerntyp

Menschen, die zu dieser „Spezies“ gehören, lernen effektiver, wenn sie die Informationen hören – also das gesprochene Wort aufnehmen.

Optimale Informationsbeschaffung für den auditiven Lerntyp sind Vorträge, Kurse oder auch Bücher, die sie sich selbst laut vorlesen.

3. Der motorische Lerntyp

Dieser Lerntyp kann sich Informationen gut einprägen, wenn er dabei aktiv, in Bewegung ist.

Ideal für ihn ist „learning by doing”.

Optimale Informationsaufnahme: Gehören Sie zu diesem Lerntyp, bewegen Sie sich beim Lernen. Gehen Sie beispielsweise auf und ab, „spielen“ Sie mit einem Stift in Ihrer Hand, machen Sie „Experimente“ im Zusammenhang mit dem Lernstoff.

4. Der kommunikative Lerntyp

Wie die Bezeichnung schon erahnen lässt, spielt die Kommunikation bei ihm eine große Rolle – also der Austausch mit anderen, der Dialog. Am meisten kann er sich bei einem Fragen-Antworten-Gespräch einprägen.

Optimale Informationsbeschaffung: Lerngemeinschaften.

Nun gibt es die einzelnen Lerntypen in der Regel nicht in reiner Form, sondern bei den meisten von uns in einer Mischform.

Lerntypentest

Im Internet finden sich zahlreiche Tests, mit denen Sie feststellen können, zu welchem Lerntyp Sie gehören. Hier habe ich für Sie zwei ausgewählt:

Lernttypentest (HALB-Test) »

Stellen Sie fest, welcher Lerntyp Ihr Kind ist »

Ein Lerntypentest ist aber immer nur eine Orientierung. Individuelle Neigungen und Präferenzen können damit kaum berücksichtigt werden.

Aber ein solcher Test bietet die Möglichkeit, das eigene Lernverhalten zu hinterfragen und zu überdenken und dann eventuell andere Lernmethoden auszuprobieren.

Unabhängig vom Ergebnis dieser Tests, versuchen Sie möglichst viele Sinne beim Lernen einzubeziehen. Je mehr Sinneskanäle wir beim Lernen nutzen, desto größer der Erinnerungseffekt:

  • nur Hören: 20 %
  • nur Sehen: 30 %
  • Sehen und Hören: 50 %
  • Sehen, Hören und Diskutieren : 70 %
  • Sehen, Hören, Diskutieren und selbst tun: 90 %

2 Buch-Tipps zum Thema Lerntypen

Buch-Tipp 1 – inkl. Lerntipps für die unterschiedlichen Lerntypen:


Buch-Tipp 2 – die optimale Lernstrategie für jeden Lerntyp:



Zum Weiterlesen:

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