So formulieren Sie eine Stellenanzeige richtig

In jeder Tageszeitung findet man sie: die Rubrik mit den Stellenanzeigen. Und wohl die meisten von uns haben schon mal einen Blick darauf geworfen, ohne jetzt wirklich auf der Suche nach einem neuen Job zu sein.

pxb_stellenanzeigen

Schon damals galt: Je detaillierter die Anforderungsbeschreibung, desto größer die Chance auf den idealen Bewerber

3 Fragen vorab

Wenn Sie selber eine Stellenanzeige aufgeben (müssen), dann sollten Sie vorab ein paar Fragen für sich klären:

  1. Wen wollen Sie damit ansprechen?

    Bevor Sie sich ans Formulieren der Anzeige machen, definieren Sie – am besten schriftlich –, wen Sie genau damit ansprechen wollen. Ihre Zielgruppe also!

  2. Wo finden Sie Ihre Zielgruppe?

    Hier helfen Fragen wie: Welche Zeitungen liest meine Zielgruppe (z. B. Fachzeitschriften, in welcher Tageszeitung ist sie eher zu finden, auch ein Aushang der Stellenbeschreibung z. B. auf einer Universität etc.),

  3. Welches Anforderungsprofil ist gefragt?

    Im nächsten Schritt geht es darum, ein konkretes Anforderungsprofil zu erstellen. Je genauer und detaillierter die Stellenanzeige ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich die „richtigen“ Bewerber auf die Anzeige melden.

Was soll eine Stellenanzeige enthalten?

Eine Stellenanzeige soll

  • Aufmerksamkeit erregen (sie soll ja gelesen werden),
  • informieren: über das Unternehmen selbst, z. B. Standort, Größe, Branche, des Weiteren über den Bewerbungsprozess, etwa Bewerbung per E-Mail oder per Post, Fristen, …
  • Anforderungen auflisten: Welche Kompetenzen werden verlangt, welche Fähigkeiten muss der Bewerber mitbringen, was wird vom Bewerber erwartet, also Ausbildung, Berufserfahrung, zusätzliche Qualifikationen, …?
  • Konditionen nennen, welche das Unternehmen bietet: z. B. Entwicklungsmöglichkeiten, (überdurchschnittliches) Gehalt, Dienstauto, …
  • Kontaktinformationen enthalten: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, an welche ist die Bewerbung zu richten ist.

Checkliste Stellenanzeige

Damit Sie bei Ihrer Stellenanzeige nichts vergessen, hier in Stichworten Angaben, die in der Anzeige genannt werden sollen:

  • Vorstellung des Unternehmens (Branche, Größe, Standort[e], Erfolge etc.)
  • befristete (z. B. Aushilfe, Praktikum) oder Daueranstellung
  • genaue Bezeichnung des Jobs (das ist jene, die dann auch auf der Visitenkarte stehen wird)
  • die Stellung in der Unternehmenshierarchie
  • Haupttätigkeitsfeld, Aufgabenbereich
  • Verantwortung, Vollmachten, Befugnisse
  • besondere Arbeitsbedingungen (z. B. viel auf Reisen)
  • die gewünschten Qualifikationen (Ausbildung, berufliche Erfahrung, Zusatzqualifikationen, soziale Kompetenzen, Sprachkenntnisse etc.),
  • welcher dieser Qualifikationen Muss- und welche Wunsch-Qualifikationen sind, also welche muss der Bewerber mitbringen, und welche wären zusätzlich wünschenswert
  • besondere Leistungen durch das Unternehmen (z. B. überdurchschnittliches Gehalt, Firmenwagen, Kantine)
  • gewünschter Stellenantrittstermin
  • Fortbildungsmöglichkeiten
  • Karrierechancen
  • wie die Bewerbung erfolgen soll (per E-Mail, telefonische oder schriftliche Bewerbung)
  • Kontaktmöglichkeiten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Ansprechperson
  • Anforderungen hinsichtlich Bewerbungsunterlagen

Grundsätzlich gilt: Je detaillierter und genauer das Anforderungsprofil, umso geringer ist der Aufwand beim Bewerbungsprozess. Und noch etwas sollte Ihnen bewusst sein bei der Stellenanzeige: Sie ist auch eine Art Visitenkarte für das Unternehmen.

Zum Weiterlesen:



Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!