Wenn Sie sich auf eine Stellenanzeige bewerben wollen, sollten Sie einen genauen Blick auf die Anzeige werfen.
Nehmen wir an, Sie wollen nicht von heute auf morgen Ihren Job kündigen, sondern sich einfach auf dem Arbeitsmarkt umsehen und auf eine interessante Chance warten. Deshalb werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die Stellenanzeigenrubrik in Ihrer Tageszeitung.
Nun lassen sich anhand der Formulierung und Darstellung der Anzeigen allerhand Rückschlüsse auf das Unternehmen machen und damit Einschätzen, ob die ausgeschriebene Stelle interessant für Sie sein könnte:
Größe der Anzeige
Je größer die Anzeige, desto „wichtiger“ nimmt sich das Unternehmen bzw. die ausgeschriebene Stelle. Denn auch mit einem Stelleninserat präsentiert sich ein Unternehmen nach außen. Eine renommierte und/oder bekannte Firma wird kaum ein unscheinbares Inserat versteckt im Anzeigendschungel aufgeben.
Formulierung der Stellenbeschreibung
Anhand der Formulierung lässt sich häufig auch auf den Umgangston im Unternehmen schließen. So findet man „locker“ oder nüchtern, sachlich formulierte Inserate.
Erfüllen Sie die Muss-Qualifikationen?
In einer guten Stellenbeschreibung geht hervor, welche Qualifikationen der Bewerber unbedingt mitbringen muss. Ein mir bekannter Personalleiter erzählte, dass trotz dieser sogenannten Muss-Qualifikationen sich zahlreiche Bewerber melden, die diese nicht erfüllen und deren Chancen auf die Stelle deshalb gleich Null sind. Dann findet man in Anzeigen häufig Wunsch-Qualifikationen. Auch wenn Sie diese nicht vorweisen können, kann die Bewerbung trotzdem von Erfolg sein. Achten Sie also bei einer Anzeige auf Muss- und Wunsch-Qualifikationen.
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Informieren Sie sich über die Firma. Vielleicht findet sich in Ihrem Bekanntenkreis jemand, der das Unternehmen besser kennt und der Ihnen Auskunft über die Arbeitsbedingungen, das Umfeld und Ähnliches geben kann. Auch im Internet lässt sich über viele Firmen einiges an Informationen recherchieren.
Vorfreude
Spricht Sie die Stellenbeschreibung an? Empfinden Sie sogar eine gewisse Vorfreude im Hinblick auf eine mögliche Besetzung? Was sagt Ihr Bauchgefühl? Auch das kann zur Orientierung helfen.
So erkennen Sie unseriöse Anzeigen
Leider findet man im Anzeigenteil einer Zeitung oder anderen Plattform auch eine Menge an unseriösen Anzeigen. Diese klingen für manche sehr verlockend, umso größer die nachfolgende mögliche Enttäuschung oder gar der (finanzielle) Schaden.
Aber solche unseriösen Anzeigen zeigen meist die gleichen Merkmale auf:
Kurz und wenig Informationen
Solche Anzeigen sind in der Regel sehr kurz gehalten, bieten kaum Informationen, selten findet man Näheres zu der Firma in der Anzeige.
Lock-Titeln
Großspurige Versprechungen schon im Titel der Stellenanzeige, wenn es einen solchen überhaupt gibt.
Reiz-Schlagworte
In der Anzeige selbst findet man Schlagworte wie „interessant“, „sofort“, „überdurchschnittlich“ etc., ohne eine nähere oder detaillierte Tätigkeitsbeschreibung.
Unrealistische Konditionen
Am häufigsten werden überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten versprochen. Und hier werden dann auch konkrete Zahlen genannt, z.B. 400€ am Tag, und das meist noch ohne besondere Qualifikationen und noch dazu nebenbei. Bei solchen Anzeigen lässt schon ein gesunder Menschenverstand alle Alarmglocken läuten.
„Seltsame“ Bedingungen
Aber auch in seriös wirkenden Anzeigen können Stolpersteine versteckt sein, z.B. bei seltsamen Bedingungen und Anforderungen. Das kann eine Formulierung sein wie „ungebunden“.
Kontaktmöglichkeiten
Typische Kontaktmöglichkeiten, die man in solchen Anzeigen findet, sind entweder nur eine Handynummer oder eine „inoffizielle“ E-Mail-Adresse, wie bewerbung@yahoo.de. Und offensichtlichsten unseriös sind Anzeigen mit einer Mehrwertnummer (0900, 0190 etc.) als Kontaktmöglichkeit.
Generell gilt:
Je unklarer und je weniger Informationen die Stellenanzeige enthält – Vorsicht!
Versprechen Anzeigen viel Geld in kurzer Zeit, und vielleicht sogar auch noch ohne besondere Qualifikation – Finger weg!