Was Hänschen nicht lernt … – 6 Tipps für eine nachhaltige Umwelterziehung

Je früher Kindern die Wertschätzung für die Umwelt, für die Natur vermittelt wird, desto nachhaltiger wird ihr Umweltbewusstsein gefördert.

Denn hat sich ein falsches Verhaltensmuster basierend auf fehlendem Bewusstsein gefestigt, fällt es später schwer, es zu ändern.

Kinder sollten daher möglichst früh mit den Grundlagen des Umweltschutzes vertraut werden und vor allem den Sinn dahinter verstehen. Denn nur dann besteht die Chance, dass sie ihr Handeln auch als Jugendliche und Erwachsene danach richten.

Wie das Verhalten der Eltern die Kinder beeinflusst

Kinder lernen viel durch Nachahmung und orientieren sich insbesondere an Vorbildern.

Die ersten Vorbilder sind nun mal die Eltern.

Eltern, die selbst die Natur kaum achten und wertschätzen und auch kein Umweltbewusstsein an den Tag legen, können hierin auch kaum Vorbildwirkung übernehmen.

6 Tipps: So vermitteln Sie Ihrem Kind Umweltbewusstsein

Im Folgenden sechs Tipps, mit denen Sie das Umweltbewusstsein Ihres Kindes fördern:

1. Seien Sie Vorbild!

Und zwar so:

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch Sie den Umweltschutz ernst nehmen und dass Sie nicht mehr verlangen, als Sie selbst zu tun bereit sind.

Eltern, die von ihren Kindern das Trennen des Abfalls fordern und sich selbst daran nicht halten, verlieren an Glaubwürdigkeit. Das gilt nicht nur für die Abfalltrennung. Auch Energiesparen sollte ein Thema sein.

2. Erläutern Sie den Sinn und Zweck

Kinder sollten nicht nur zum umweltbewussten Handeln angehalten werden, sondern es muss ihnen auch der Sinn und Zweck vermittelt werden.

Also: Abfalltrennung im Beisein der Kinder, mit Energie wie Wasser und Strom bewusst sparsam umgehen UND ihnen den Grund hierfür erläutern. Beispielsweise weshalb es sinnvoll ist, das Licht nicht zu lange brennen und das Wasser nicht sinnlos laufen zu lassen.

3. Umweltbewusstes Kaufverhalten spielerisch vermitteln

Auch am Kaufverhalten orientieren sich Kinder an ihren Eltern. Wenn Sie mit Ihrem Nachwuchs einkaufen gehen, dann achten Sie darauf, die Verpackungen möglichst in den dafür bereitgestellten Behältern im Laden zu lassen. Kinder haben Freude daran, wenn sie die Verpackungen selbst sortieren und entsorgen dürfen.

Auch das Auswählen der umweltfreundlichsten Produkte macht Kindern Freude. Achten Sie zum Beispiel beim Kauf von Toilettenpapier, Spül-, Wasch- und Reinigungsmitteln auf die Umweltzeichen, etwa auf den Blauen Umweltengel.

Kindern macht es auch Spaß, auf den Produkten im Einkaufswagen nach diesen Symbolen und Etiketten Ausschau zu halten. Hierfür müssen ihnen natürlich vorab die diversen Symbole erläutert werden. Dadurch lernen sie schon frühzeitig anhand der Etiketten die umweltfreundlichen Produkte von den herkömmlichen zu unterscheiden.

4. Abenteuer mit Umweltschutzprojekten erleben

In den meisten Städten und Regionen gibt es Umwelt- und Naturschutzgruppen, die bereits Kindern die Möglichkeit bieten, aktiv dabei zu sein.

Zum Veranstaltungsangebot gehören neben den Exkursionen in die Natur auch spezielle Programme, um das Umweltbewusstsein zu schulen. Kinder haben eine Menge Spaß an spannend gestalteten Aktionen.

So können etwa Vogelbeobachtungen, Naturreinigungsaktionen etc. zu einem richtigen Abenteuer werden. Die Kinder machen Naturerfahrungen und lernen gemeinsam mit Gleichaltrigen auf eine ungezwungene und spielerische Weise die ökologischen Zusammenhänge kennen.

Und dabei kommt im Rahmen der Kinderbetreuung in der Regel auch die Förderung der sozialen, kreativen und handwerklichen Fähigkeiten nicht zu kurz.

5. Teilnahme an Wettbewerben

Verschiedene Umwelt- und Naturschutzinstitutionen veranstalten speziell für Kinder und Jugendliche regelmäßig Wettbewerbe zum Thema Natur und Umweltschutz. Die Aussicht auf einen attraktiven Preis wirkt besonders motivierend.

So bietet etwa das Bundesamt für Naturschutz wöchentlich einen Naturdetektive-Wettbewerb. Für den Sieger winkt ein kleiner Preis. Die Kinder lernen im Rahmen des Wettbewerbs den Nutzen des Umweltschutzes näher kennen.

6. Spannende Informationsquellen anbieten

Stellen Sie Ihren Kindern ausreichend Informationsquellen zur Verfügung. Im Handel gibt es gut geschriebene und kindgerecht aufbereitete Bücher zum Thema Umweltschutz und Natur.

Der Umweltschutz ist auch als Leitthema in einigen Computerspielen zu finden. Aber auch im Internet gibt es zahlreiche interessante Informationsquellen, die speziell für Kinder gemacht sind.

Möglichkeiten gibt es viele, um das Umweltbewusstsein der Kinder zu fördern. Man muss sie nur nutzen.




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