Keine Angst vor dem beruflichen Ruhestand!

Nicht jeder freut sich auf den Ruhestand. Mit dem plötzlichen Ende der Berufslaufbahn fallen viele in eine Art Schockstarre. Sie haben das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. In diesem Zusammenhang wird häufig (hier in Österreich) der Begriff „Pensionsschock“ herangezogen. Dieser kann sogar in Depressionen münden.

Die Gefahr des Pensionsschocks ist umso größer, je höher die Zufriedenheit und der Status im Beruf.

Von einem Tag auf den anderen fallen Aufgabenbereiche weg, auch die berufliche Anerkennung und Erfolgserlebnisse. Der Alltag und damit der gewohnte Lebensrhythmus ändern sich eklatant.

Unter diesen Umständen kann der neue Lebensabschnitt schon zu einer großen Belastung werden. Aber das muss nicht sein. Mit einer rechtzeitigen Vorbereitung kann die neue Lebensphase zu einer neuen Bereicherung mit viel Lebensqualität werden. Durch die hohe Lebenserwartung in unserer Gesellschaft kann der berufliche Ruhestand ohne Weiteres einige Jahrzehnte dauern.

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Damit Sie die schönen Seiten des neuen Lebensabschnitts genießen können …

Aber wie kann man dem Pensionsschock vorbeugen? 10 Tipps

Damit dieser Übergang in den neuen Lebensabschnitt gelingt, hier einige Tipps.

1. Rechtzeitig vorbereiten

Bereiten Sie sich auf den neuen Lebensabschnitt rechtzeitig vor, am besten bereits zwei, drei Jahre vorher. Stellen Sie sich die Frage, was Sie im Ruhestand alles verwirklichen wollen. Vielleicht gibt es Träume oder andere Vorhaben, für die Sie bisher nie die Zeit hatten. Führen Sie am besten ein Buch, in dem Sie alle Ihre Vorhaben, Wünsche, Träume festhalten.

Ergänzen Sie es laufend mit neuen Ideen. Das Arbeiten mit dem Buch steigert die Vorfreude.

2. Neue Aufgabenbereiche suchen

Nur in den Tag hinein leben ist für die meisten nach einem langen Arbeitsleben schwer vorstellbar. Wenn dies auch für Sie gilt, suchen Sie sich neue Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder. Das können beispielsweise ein Verein, eine Organisation oder andere Einrichtungen sein. Und diese freuen sich über neue Mitglieder, Unterstützung und Engagement.

Oft finden sich Aufgaben, bei denen man seine Berufserfahrung einbringen kann. Als Beispiel sei hier ein Referent an einer Volkshochschule genannt, der sein berufliches Knowhow in Seminaren weitergibt.

Es gibt auch Unternehmen, die gerne auf einen geschätzten Mitarbeiter in beratender Funktion zurückgreifen.

3. Genießen Sie!

Der Ruhestand sollte auch einfach mal zum Genießen genutzt werden. Denn Genuss braucht Zeit. Und diese steht nun zur Verfügung. Es heißt ja so schön:

Es braucht zu allem ein Entschließen, auch zum Genießen.

Deshalb entscheiden Sie sich bewusst dafür, dass im neuen Lebensabschnitt der Genuss nicht zu kurz kommt. Dazu gehört auch die Zeit mit Menschen, die Sie lieben – die Familie, die Freunde. Schenken Sie ihnen Zeit.

4. Schließen Sie neue Kontakte

Und das sollte nicht erst nach Antritt in den Ruhestand geschehen, sondern früher. Mit dem neuen Lebensabschnitt fallen in der Regel die beruflichen Kontakte von einem auf den anderen Tag weg. Das schmälert auch das soziale Umfeld und kann bei wenigen privaten Kontakten zur Einsamkeit führen. Deshalb ist es so wichtig, rechtzeitig neue Kontakte zu schließen.

Wenn sich neue Bekanntschaften in unterschiedlichen Altersgruppen ergeben, umso besser. Anlaufstellen, die sich zum Kennenlernen von Menschen eignen, gibt es zahlreiche. Um nur einige zu nennen: Vereine, Kurse, Veranstaltungen, aber auch das Internet bietet ergiebige Möglichkeiten, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.

5. Lernen Sie Neues

An zahlreichen Universitäten sind Studenten älteren Semesters – und dazu gehören auch Rentner –ein gewohntes Bild. Neues lernen fördert die geistige Flexibilität bis ins hohe Alter. Aber es muss ja nicht gleich ein Universitätsstudium sein. Volkshochschulen und andere Weiterbildungseinrichtungen bieten ein umfangreiches Programm an interessanten Kursen. Auch im Internet gibt es Plattformen, die Onlinekurse anbieten.

Schaffen Sie sich neue Perspektiven und Herausforderungen!

6. Beziehen Sie den Partner in die Vorbereitung ein

Der durch den Ruhestand erzwungene neue Alltag ist für viele Beziehungen eine Belastungsprobe. Plötzlich verbringt man viel mehr Zeit miteinander. Was für manche eine große Bereicherung sein kann, bietet anderen großes Konfliktpotenzial.

Deshalb sollte man schon vor Antritt in den Ruhestand den Partner bewusst in die Planung mit einbeziehen, seine Wünsche berücksichtigen. Damit können später auftretende Schwierigkeiten leichter überwunden werden.

7. Tauschen Sie sich mit anderen aus

Suchen Sie das Gespräch mit Bekannten, die den großen Schritt in den neuen Lebensabschnitt schon hinter sich haben. Diese können dann ihre wertvollen Erfahrungen und Tipps weiter geben.

8. Bewegen Sie sich

Bewegung und Sport, am besten in der frischen Luft, hat nicht nur positive Auswirkungen auf die körperliche, sondern auch auf die psychische Verfassung. Wenn Sie bisher kaum Zeit für Sport hatten, dann wird sich das ändern. Nutzen Sie diese Zeit unbedingt auch für regelmäßige Bewegung. Suchen Sie einen Sport, der Ihnen Spaß macht und am besten noch Gleichgesinnte, die das Hobby dann mit Ihnen teilen.

9. Achten Sie auf eine bewusste Ernährung

Abhängig vom ausgeübten Beruf nimmt für viele Personen mit dem Pensionsantritt der Aktivitätsgrad und damit der Kalorienbedarf ab. Wer sich im Ruhestand gleich ernährt, wie in seinem Berufsleben, wird in der Regel innerhalb kurzer Zeit zunehmen.

Deshalb sollte man sein Augenmerk auch auf die Ernährung legen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ohnehin für jedes Alter empfehlenswert. Vor allem im fortgeschrittenen Alter sollte man bewusst darauf achten.

10. Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen nicht vernachlässigen

Unser Körper wird mit dem Alter krankheitsanfälliger. Auch Krankheiten, die in jungen Jahren unproblematisch verlaufen, können im Alter gefährlich werden. Ebenso nimmt mit dem Alter die nach einer Krankheit erforderliche Regenerationsdauer zu. Aufgrund dieser Tatsachen sollten regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen berücksichtigt werden, um Krankheiten vorzubeugen. Achten Sie auf Ihre Gesundheit! Je gesünder Sie bis ins hohe Alter sind, desto mehr Lebensqualität werden Sie genießen! Und Gesundheit ist nicht ausschließlich ein „Zufallsprodukt“, sondern man hat selbst großen Einfluss darauf.

Achten Sie auf sich. Tun Sie Ihrem Körper, Ihrem Geist und Ihrer Seele etwas Gutes!

Werden und bleiben Sie aktiv!

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