Wie Sie richtig Feedback geben – 10 Tipps

Feedback ist im Grunde nichts anderes als eine Rückmeldung zu einer Handlung, einem Verhalten oder einem Werk. Gutes und faires Feedback ist wichtig und kann wesentlich zur Weiterentwicklung und Verbesserung beitragen – vorausgesetzt, das Feedback wird angenommen.

Aber wie richtig Feedback geben, um diesen Entwicklungsprozess zu fördern?

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Richtig Feedback geben bedeutet auch, sich auszutauschen

Richtig Feedback geben, sodass es möglichst Positives beim Feedback-Empfänger bewirkt, ist eine wahre Kunst. Es gibt Menschen, die diese Kunst beherrschen. Andere wiederum tun sich damit eher schwer.

Zählen Sie sich zu den Letzteren, habe ich im Folgenden 10 Tipps für Sie:

Wenn Sie Feedback geben, dann

  1. beginnen Sie immer mit den positiven Aspekten. Erst dann kann die Kritik folgen. Und nicht in umgekehrter Reihenfolge,
  2. unmittelbar nach dem Werk, der Handlung, der Aussage etc.
  3. nie in Form eines Vorwurfs,
  4. möglichst auch gleich mit einem Verbesserungs-/Änderungsvorschlag,
  5. keine Verallgemeinerungen verwenden wie „Sie machen bzw. du machst das immer …“, sondern zu einer konkreten Situation Stellung nehmen,
  6. in der Ich-Form, z. B. „Ich habe den Eindruck, dass Sie/du …“ und nicht auf die Art „Sie sind bzw. du bist …“,
  7. immer so, dass die Person „ihr Gesicht nicht verliert“,
  8. möglichst in kleinen Happen. Diese sind leichter „verdaulich“ und die durch das Feedback gewünschte Handlungs-/Verhaltensänderung ist leichter umsetzbar,
  9. stellen Sie Fragen, um die Perspektive des Gegenübers zu erkennen, z. B. „Wie sehen Sie das/wie siehst du das?“ oder „Haben Sie auch diesen Eindruck/Bist du auch der Meinung, dass …?“,
  10. möglichst so, dass Sie selbst Ihr Feedback annehmen würden.

Berücksichtigen Sie diese Tipps, dann wird man nicht nur Ihr Feedback schätzen, sondern auch Sie als wertvollen Feedback-Geber.


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Ihr

Burkhard Heidenberger


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Kommentare

  • Tom Gander

    Dann geb ich auch mal Feedback zu Ihren Tipps :-)

    Ganz tolle und werthaltige und vor allem praktikable Tipps, die Sie da auf Ihrer Seite schreiben.

    Tom Gander antworten
  • FB comment

    Mir fehlt hier ein wichtiger, sogar ganz zentraler Punkt, er mag banal klingen, wird aber meiner Erfahrung nach auch gern vergessen:

    Stellen Sie vor allem anderen erst einmal sicher, dass ein Feedback überhaupt erwünscht ist – beziehungsweise dass der andere für ein Feedback auch bereit ist.

    FB comment antworten
    • Dieser Punkt gilt mehr in Bezug auf den Privatbereich, im geschäftlichen/beruflichen Umfeld weniger. So muss beispielsweise eine Führungskraft den Mitarbeitern Feedback geben, ob diese es wünschen bzw. dafür bereit sind oder nicht; das gilt auch für die Konstellation Auftraggeber/Auftragnehmer, Kunde/Unternehmen etc.

      Burkhard Heidenberger antworten
    • FB comment

      Da gehe ich nur teilweise mit. Auch im beruflichen Alltag wird das Feedback effizienter sein, wenn der Nehmende auch bereit dazu ist, es anzunehmen. Hier ist dann zum Beispiel der Vorgesetzte gefragt, auch eine entsprechende Kultur des Miteinanders zu pflegen, die die Bereitschaft der Mitarbeiter, Feedbacks anzunehmen (und sogar zu erwarten) erhöht.

      FB comment antworten
      • Ja, eine Kultur des Miteinanders sollte natürlich immer das Ziel sein. Gehen wir mal von dem optimalen Fall aus (den es in der Praxis ohnehin selten gibt), dass es im Unternehmen eine Kultur des Miteinanders gibt. Auch in so einem Unternehmen wird es Mitarbeiter geben, die ein Feedback nicht wünschen oder dafür nicht bereit sind. Was dann? Nur ausgewählten Mitarbeitern Feedback geben? Wie genau soll das in der Praxis ablaufen?

        Und wie stelle ich als Feedbackgeber überhaupt vorab fest, ob der ausgewählte Empfänger für ein Feedback bereit ist oder eines wünscht? Und wenn diese Bereitschaft nicht gegeben ist, bedeutet das dann, von einem Feedback abzusehen?

        Ich kenne es ja von mir selbst: Rückblickend hat mich oft unerwünschtes Feedback bzw. Kritik letztlich am meisten weitergebracht, auch wenn ich aus meiner damaligen Sicht dafür nicht bereit war.

        Und noch etwas: Feedback darf in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich als „negative“ Kritik verstanden werden, sondern es gibt mehrere Formen von Feedback.

        Burkhard Heidenberger antworten
  • Michael

    Besten Dank für die guten Tipps immer wieder auf der Seite.

    Ich darf Herrn Heidenberger recht geben, in der Geschäftswelt spielt es keine Rolle, ob der Mitarbeiter Lust auf ein Feedback hat oder nicht. Er ist aber auch empfänglicher für eine andere Lösung, wenn er das Feedback annehmen möchte und sich nicht mit Vorurteilen dagegen sträubt.

    Hört endlich auf mit dieser Mimimi-Politik und zieht die Samthandschuhe aus. Feedback ist wichtig und nötig und nur weils dem Mitarbeiter gerade nicht in den Kram passt, kann das kein Grund sein, das Feedback zu unterlassen oder zu verschieben.

    Natürlich muss noch eines erwähnt werden: Der Ton macht die Musik!

    Das ist sehr wichtig, denn ein Feedback soll auf keinen Fall ein Gegeneinander sein, sondern ein Miteinander zum Wohle der UNE.

    Michael antworten
  • Mike

    Lieber Herr Heidenberger,

    zuerst mal einen herzlichen Dank für Ihre hilfreichen und zur Reflexion anregenden Tipps auf dieser Seite.

    Bei den Tipps zum Feedback dachte ich zuerst: “Das ist ja banal und alles selbstverständlich.” Ich habe jetzt aber Ihre Checkliste an meine MitarbeiterInnen weitergegeben und um ein Feedback gebeten, ob ich diese “selbstverständlichen” Regeln im Arbeitsalltag befolge. Das Feedback der MitarbeiterInnen hat mir gezeigt, dass hier noch Verbesserungsmöglichkeiten gegeben sind.

    Also: nochmals Danke für Ihre Tipps.

    Freundliche Grüße
    Mike

    Mike antworten
    • Danke schön, Mike!

      Ja, oft sind es genau die (vermeintlich) banalen und selbstverständlichen Dinge, die wir nicht mehr hinterfragen und denen wir kaum mehr Beachtung schenken.

      Ich finde es großartig, dass Sie von Ihren MitarbeiterInnen diesbezüglich um Feedback gebeten haben. Das zeugt auch von Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber.

      Schöne Grüße

      Burkhard

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Heidrun Döring

    Lieber Herr Heidenberger,

    …ich bin durch einen Konflikt mit meinem Chef auf Ihre(r) Seite gelandet und lese mich motiviert durch Ihre Texte.

    Ich mag Ihren eher “ganzheitlichen” Ansatz, so dass ich durch die Erklärung für den “Muss-Sein”-Faktor eines Feedbacks einen tieferen tröstenden Sinn erlebe.

    Mein innerer “natürlicher” Widerstand lächelt zu Ihrer Vielfalt und lässt mich entspannter eine faire Kritik ausarbeiten.

    Gemäß meines Wissens, wie ich in den Wald hineinrufe, ruft, schreit oder jammert es zurück, lasse ich mir viel Zeit dabei….und spiele mit Worten so viel ich mag, bis ich ein “ja” in mir fühle.

    Danke für Ihre Unterstützung

    Mit lieben Grüßen

    Heidrun Döring

    Heidrun Döring antworten

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