Entscheidungen treffen: 2 effektive Methoden

Jeder von uns muss täglich Entscheidungen treffen. Der eine tut sich leicht damit, der andere schwerer. Eine Führungskraft muss häufig folgenschwere Entscheidungen für das Unternehmen treffen.

Entscheidungsfreude in Kombination mit „Entscheidungsweisheit“ zeichnet eine starke Führungskraft (neben anderen Faktoren) aus.

Wohl jeder von uns wird in seinem Leben auch so manche Entscheidung treffen, die sich später als falsch herausstellt. Oft hilft die Anwendung einer Methode, um eine richtige Entscheidung zu treffen.

Und zwei solcher Methoden stelle ich Ihnen nun vor.

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„Für welche Richtung soll ich mich entscheiden?“


2 Methoden zur Entscheidungsfindung

Probieren Sie beide der folgenden Methoden aus. Wenn Ihnen eine besonders liegt, so wird Ihnen das Treffen von Entscheidungen in Zukunft damit wesentlich leichter fallen:

Entscheidung treffen, Methode 1

Für- und Wider-Methode

Stehen Sie vor einer schweren Entscheidung, schwirren wahrscheinlich viele Gedanken in diesem Zusammenhang durch Ihren Kopf. Hier gilt es erst mal, diese Gedanken zu ordnen.

Mit geordneten Gedanken lassen sich Entscheidungen leichter treffen.

  1. Nehmen Sie dafür ein Blatt Papier zur Hand.
  2. Notieren Sie ganz oben die Entscheidungsfrage (z. B.: Soll ich das Jobangebot des Konkurrenzunternehmens annehmen?).
  3. Teilen Sie dann das Blatt in zwei Spalten.
  4. Schreiben Sie zuerst alle Für-Argumente in eine Spalte. Dann – und erst dann! – alle Wider-Argumente.

Mein Tipp:

Zeigen Sie Ihre Für- und Wider-Liste einer vertrauten Person und bitten Sie diese um Ergänzung mit eigenen Punkte. Am besten eine Person, die nicht direkt mit der Entscheidung betroffen ist.

„Neutrale“ Personen sehen das Ganze objektiver und bieten dadurch oft eine wertvolle Perspektive, die hilfreich für Ihre Entscheidungsfindung sein kann.

 


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Entscheidung treffen, Methode 2

Die Entscheidungs-Mindmap

Hier handelt es sich um eine kleine Abwandlung einer Mindmap. Ich schätze Mindmaps und so habe ich einmal eine für einen Entscheidungsprozess versucht. Und siehe da, sie hat mir die Augen geöffnet und die Entscheidung fiel mir dann wesentlich leichter.

Diese Methode mit einer Mindmap ist vor allem dann gut geeignet, wenn für Ihre Entscheidungsfindung mehr als zwei Optionen zur Verfügung stehen.

Vielleicht gefällt Ihnen auch die Entscheidungs-Mindmap. Gehen Sie hierfür am besten so vor:

  1. Schreiben Sie in der Mitte eines Blattes Ihre Entscheidungsfrage. Kreisen Sie diese ein.
  2. Nun führen von diesem Zentrum Hauptäste weg, welche die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten darstellen. Schreiben Sie über jeden Hauptast die mögliche Entscheidung.
  3. Von jedem dieser Hauptäste zweigen jeweils zwei Nebenäste ab. Über einen Nebenast schreiben Sie die „negativen Folgen“, auf den anderen die „positive Folgen“.
  4. Vom Nebenast „negative Folgen“ laufen dann weitere Verzweigungen weg – eben so viele, wie Ihnen negative Folgen zu der Entscheidung einfallen. Das Gleiche gilt für die „positiven Folgen“.

So habe ich einen tollen Überblick über meinen Entscheidungsprozess und die eventuellen Folgen bekommen. Dann habe ich noch einmal darüber geschlafen und habe das Ganze viel klarer gesehen. Die vorher vermeintlich schwere Entscheidung ist mir dann doch relativ leicht gefallen.

 


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Kommentare

  • Schöne Methoden.

    Was auch gut funktioniert: Die Augen schließen und sich vorstellen, der beste Freund käme mit dieser Entscheidung zu Dir. Was würdest Du ihm raten?

    Beste Grüße

    Stephan Wiessler antworten
  • David Goebel

    Die beschriebenen Methoden sprechen das rationale Denken einer Führungskraft an. Beim Modellieren von erfolgreichen Führungskräften in meinem Unternehmen, habe ich eines entdeckt: Diese nutzen viel mehr ihre Intuition als ihnen bekannt war oder als sie öffentlich zugeben würden.

    Deshalb möchte ich noch eine intuitive Methode ergänzen:

    1. Ich ordne die Optionen je einer Seite einer Münze zu.
    2. Dann lasse ich die Münze entscheiden.
    3. Merke ich, dass sich in mir Widerstand regt, nehme ich die andere Option.

    Der Vorteil: Die Methode ist irrsinnig schnell.

    Wenn ich mehr Zeit habe, diskutiere ich auch mal gerne mit meinem inneren Team. Das betrifft aber eher persönliche Entscheidung.

    David Goebel antworten
  • Hallo Herr Heidenberger,

    die Idee mit der Entscheidungs-Mindmap finde ich super. Man gewinnt schon sehr viel Erkenntnis, wenn man sich bewusst mit einer Entscheidung auseinander setzt, aber auf diese Art und Weise erhält man einen sehr guten Überblick über die positiven und negativen Aspekte dieser Entscheidung.

    Ergänzen möchte ich diesen Beitrag noch um folgende Methoden:

    10-10-10-Methode von Suzy Welch:

    Triff eine Entscheidung und überlege, wie es Dir mit ihr in 10 Minuten, in 10 Monaten und 10 Jahren geht. Wenn es sich richtig anfühlt, dann ist das die richtige Entscheidung für Dich.

    Mit der Frage “Wer möchte ich sein?” von Ruth Chang:

    Überlege Dir, wer Du sein wirst, wenn Du Dich so entscheidest und frage Dich, ob Du so sein möchtest.

    Beides sind intuitive Methoden, die mit den eigenen Werten und dem “Was ist mir wichtig?” und “Wie fühlt es sich an?” Entscheidungen treffen. Funktioniert besonders gut bei Entscheidungen, die gleichrangig sind. Das sind zum Beispiel beruflichen Entscheidungen: Banker vs. Tänzer, können aber auch “kleinere” Entscheidungen betreffen.

    Anwendungsbeispiele und detaillierte Informationen zu Entscheidungen, die gleichrangig sind, gibt es zum Beispiel hier.

    Viele Grüße,
    Sabine

    Sabine antworten
  • Um zu lernen Entscheidungen zu treffen, muss man beginnen sich zu entscheiden. Am Anfang reichen schon kleine Alltagsentscheidungen, um den eigenen Entscheidungsmuskel zu trainieren. Nach und nach wird es so immer leichter auch große und komplizierte Entscheidungen zu treffen. Mein Tipp: Einfach ausprobieren!

    Dr. Nicolas Edling antworten

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