Die beste Entspannungsübung?
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Vielleicht kennen Sie das auch: Während es in manchen Phasen beruflich etwas ruhiger verläuft, kehrt immer wieder eine sehr arbeitsintensive und bis zum Rand gefüllte Zeit zurück, die uns fordert. Stress lässt sich im Alltag oft nicht komplett vermeiden.
Deshalb möchte ich Ihnen heute eine Möglichkeit vorstellen, um in kurzer Zeit zur Ruhe zu kommen.
Zum Beispiel, wenn Sie vor einer herausfordernden Situation stehen oder zwischendurch eine kleine Pause brauchen.
Unentspannt, dann entspannt
Die beste Entspannungsübung?
In meinem Zeitmanagementkurs fragte mich einmal eine Teilnehmerin:
„Welche Entspannungsübung ist eigentlich die beste?“
Es gibt leider nicht die eine beste Entspannungsübung. Denn Entspannung ist immer individuell.
Eine Übung, die bei mir gut wirkt, muss bei Ihnen noch lange nicht den gleichen Effekt haben.
Am besten probieren Sie deshalb verschiedene Übungen aus. So finden Sie jene, die Ihnen persönlich besonders guttut.
Übung: In einer Minute zur Ruhe kommen
Ich möchte Ihnen hier trotzdem eine einfache Übung vorstellen, mit der es erfahrungsgemäß vielen gelingt, innerhalb kurzer Zeit Körper und Geist zu entspannen.
Sie eignet sich besonders gut, um Anspannung in Stresssituationen abzubauen.
Zum Beispiel vor einem schwierigen Gespräch oder Telefonat, nach einem Streit oder vor einer anspruchsvollen Aufgabe.
Manchmal genügt schon eine kurze Unterbrechung, um wieder etwas Abstand zu gewinnen. Nicht von der Situation, aber von der Anspannung, die sie in uns auslöst.
Die folgende Übung kann außerdem helfen, nach einer kurzen Pause wieder klarer und konzentrierter weiterzuarbeiten.
Probieren Sie die folgende Anleitung am besten gleich aus – dauert nur etwa eine Minute:
- Einatmen und Anspannen: Etwa 5 Sekunden lang über die Nase einatmen und dabei Arme, Beine und Oberkörper anspannen.
- Halten: Ungefähr gleich lange den Atem anhalten und die Muskeln angespannt lassen.
- Ausatmen und Entspannen: Dann langsam über den Mund ausatmen und alle Muskeln wieder entspannen.
- Wiederholen: Diesen Vorgang mindestens drei Mal wiederholen bzw. so lange, wie es Ihnen angenehm ist.
Achten Sie dabei aber stets darauf, im Wohlfühlbereich zu bleiben.
Wenn Ihnen schwindelig wird oder sich die Übung unangenehm anfühlt, beenden Sie sie bitte und atmen Sie normal weiter.
Das bewusste Anspannen und anschließende Entspannen der Muskeln erzeugt bei vielen ein angenehmes Leichtigkeits- und Wärmegefühl.
Oft wird auch die Unruhe im Kopf weniger, wenn wir zuerst ganz bewusst unseren Körper entspannen.
Es ist erstaunlich, wie wenig es manchmal braucht, damit sich etwas in uns verändert. Eine Minute. Ein paar bewusste Atemzüge. Und plötzlich fühlt sich derselbe Moment ein wenig anders an.
Hat Ihnen die Übung gutgetan?
Dann haben Sie damit eine kleine Übung zur Hand, die Sie jederzeit zwischendurch machen können. Ein hilfreicher Begleiter, wenn es im Alltag gerade etwas zu viel wird.
Oft sind es nämlich nicht die langen Urlaube, die uns durch den Tag tragen, sondern diese kleinen, bewusst gesetzten Atempausen dazwischen.
📥 Ich habe 65 Entspannungsübungen zusammengestellt, die Sie hier herunterladen können.
Abschließend habe ich noch eine eingesendete Zeitblüte neu hervorgeholt (s. u.). Eva schreibt, wie unheimlich gut ihr das aufmerksame Beobachten einer kleinen Fläche tut.
Zeitblüte: Fokus auf die kleine Fläche
Von Leserinnen und Lesern eingesendete Zeitblüten. Zeitblüten sind persönliche Momente der Entspannung, des Wohlfühlens, des Krafttankens und des „Abschaltenkönnens“ (hier geht’s zur Zeitblüten-Sammlung):
Im Wald oder auf einer Wiese mache ich oft für eine unbestimmte Zeit Halt und fokussiere in der unmittelbaren Umgebung eine kleine Fläche von ca. 40 x 40 cm.
Ich betrachte diese Fläche als Einheit, in der wunderbares Leben steckt. Die Gräser, Blumen, Blätter und Insekten werden immer „größer“, ich nehme immer mehr Details wahr, je länger ich auf diese Fläche blicke.
Das tut unheimlich gut und ich kann mich herrlich entspannen!
Eva
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