Burkhard Heidenberger schrieb am 3.4.2008 zum Thema „Zeitmanagement“.
Immer wieder höre ich von den Teilnehmern meiner Zeitmanagement-Seminare: Das Schwierigste ist nicht, sich besser zu organisieren – was auch nicht immer einfach ist. Wesentlich schwieriger ist es, seine Zeitkiller auszuschalten.
Um diesen Zeitkillern die Luft zu nehmen, muss man sie aber zuerst identifizieren. Erst wenn man genau weiß, wo einem die Zeit „gestohlen wird“, kann man was dagegen unternehmen.
Hier die Top-Liste der Zeitkiller, die ich aus den Angaben der Teilnehmer meiner Seminare zusammengestellt habe:
Nicht „Nein-Sagen“ können. Wenn Sie Arbeiten und Aufgaben erledigen, für die Sie eigentlich gar nicht zuständig sind, dann bleibt Ihnen weniger Zeit für IHRE Aufgaben oder eben weniger Zeit für Ihre Freizeit. Deshalb: Lernen Sie Nein zu sagen. Mir ist schon klar, dass das wahrscheinlich nicht von heute auf morgen passiert. Aber beginnen Sie mit dem Veränderungsprozess gleich heute.
Ein weiterer Top-Zeitkiller sind telefonische Unterbrechungen. Mit jeder Ablenkung von der Arbeit – was bei einem entgegengenommenen Telefonat eben der Fall ist – müssen Sie sich nach jeder Unterbrechung wieder einarbeiten. Auch wenn das nur wenige Momente dauert – die Summe macht es aus! Um es zu veranschaulichen: Wenn Sie beispielsweise für eine Arbeit ohne Unterbrechung eine Stunde benötigen, kann die gleiche Arbeit oft leicht doppelt so lange dauern – natürlich abhängig von der Anzahl und Länge der Telefonate.
Unordnung am Schreibtisch bzw. im Büro stehlen uns auch die Zeit. Nicht nur, dass Unordnung und Chaos zu langen Suchzeiten führen, sie sind auch Stressfaktoren. Es arbeitet sich einfach besser und mit einem klareren Kopf auf einen ordentlichen Schreibtisch. Auch wenn ich gelegentlich die Aussage höre „im Chaos kann ich am Besten arbeiten“. Ganz glauben kann ich das nicht.
Gerne lassen wir uns hie und da von Kollegen ablenken, zu einem Plausch überreden. Daran ist gar nicht Schlechtes – im Gegenteil, sogar gut fürs Arbeitsklima. Nehmen solche Unterhaltungen mit den Kollegen überhand, und das regelmäßig, fragt man sich am Ende des Tages, wo eigentlich die Zeit geblieben ist.
Auch überflüssige Meetings werden von meinen Teilnehmern häufig genannt. Ich kenne es ja selbst aus meiner Praxis. Es finden häufig Besprechungen statt, wo die Anwesenheit erwünscht ist, aber nicht notwendig wäre. Oder auf alle Fälle nicht während des gesamten Meetings.
Perfektionismus! Wenn man mehr macht, was eigentlich notwendig wäre, bzw. vergütet wird. Alles mehr ist auch mit mehr Zeit verbunden.
Überforderung oder besser gesagt, wenn man Aufgaben erledigen muss/soll, für deren Erledigung man sich erst „schlau machen“ muss. Routine-Aufgaben gehen ruckzuck von der Hand.
Fehlende Motivation gehört auch in dieses Ranking. Wenn die Motivation fehlt, lässt man sich gerne ablenken und stellt die Aufgaben in die Warteschlange.
Weitere, aber nicht so häufig genannte Zeitkiller:
Die Überprüfung und Korrektur von delegierten Aufgaben.
Interne Kommunikationsprobleme: Es ist nicht klar, was genau in welcher Reihenfolge und wie etwas zu erledigen ist.
Probleme mit der Soft- und/oder Hardware im Büro, sei es aus Unkenntnis oder tatsächlichen Störungen.
Sind Ihre Zeitkiller in dieser Auflistung dabei? Wo oder wer sind Ihre größten Zeitdiebe?
Finden Sie sie und machen Sie aus Ihnen den Garaus, denn:
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