20 Tipps, Ideen & Kreativspiele für lange Autofahrten mit Kindern

Vor allem für Kinder sind lange Autofahrten häufig mühsam und langweilig. Das ist ja durchaus verständlich, denn Kinder verfügen über einen gesteigerten Bewegungsdrang, der sich in der beengten Umgebung auf der Rückbank des Autos nun einmal nicht ausleben lässt.

Kinder wollen unterhalten werden, wünschen Beschäftigung.

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Bereit für den Urlaub! Wann geht’s endlich los?


Unterhaltung für Kinder auf Reisen: 20 Ideen, Kreativspiele & Tipps

Lange Autofahrten mit Kindern sind in manchen Fällen unumgänglich. Beispielsweise wenn Sie in den Urlaub reisen oder entfernt wohnende Verwandte besuchen.

Nörgelnde und streitende Kinder können die Nerven der Eltern strapazieren und im Auto auch zur gefährlichen Ablenkung des Lenkers führen.

Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Kleinen die Autofahrt zu verkürzen und somit auch auf längeren Fahrten für Ruhe im PKW zu sorgen.

Hier nun einige bewährte Möglichkeiten:

1. Fördern Sie die kreative Schaffenskraft Ihrer Kinder

Halten Sie für Ihre Kinder „Kreativ-Werkzeuge“ bereit: Mal-, Schreibutensilien, Zeichen- und Malblöcke. 

Im Handel gibt es auch Tafeln, die sich mit Hilfe eines Magneten bemalen und wieder löschen lassen.

Sie können Ihre Kinder mit einem Kratzbild oder einem Zauberblock überraschen. Die Motive in einem Zauberblock werden erst durch das Darüberfahren mit einem Stift sichtbar.

Äußerst praktisch, um die Utensilien zu verstauen, sind Aufbewahrungstaschen, die sich schnell und unkompliziert an der Rücklehne des Vordersitzes befestigen lassen.


2. Bücher zum Selber- und Vorlesen kommen immer an

Selbstverständlich können auch Bücher eine Autofahrt auf eine sehr angenehme und spannende Weise verkürzen. Bereits bekannte Lektüre ist hingegen nicht so spannend.

Jüngeren Kindern wird vorgelesen oder ein Bilderbuch in die Hand gegeben. Ältere Kinder freuen sich über Comics und Jugendromane, die Sie im Idealfall extra für die Autofahrt besorgt haben.

Bücher eignen sich allerdings nicht für jedes Kind. Denn manchen Menschen wird beim Lesen im fahrenden Auto übel.


3. Wie wäre es mit einem „Zwischenstopp-Picknick“?

Manche Kinder lassen sich auch mit einem gefüllten Rucksack gern „ruhigstellen“. Im Urlaub kann schon mal eine Ausnahme gemacht werden: Süßigkeiten wie Gummibärchen, Kekse und Schokoriegel dürfen die Fahrt bzw. Reise versüßen.

Sie können aber auch gesunde Knabbereien einpacken: Paprikaschnitten, Karotten, Nüsse und Obst. Auch hier sollten die Kinder vorab nicht wissen, was sich alles im „Picknick-Korb/Rucksack“ befindet. Das fördert den Überraschungseffekt.

Außerdem macht ein Picknick viel Spaß. Wählen Sie hierfür einen besonders schönen Ort, zum Beispiel eine Wiese oder das Ufer eines Sees. Im Notfall kann auch ein Rastplatz als Ort für das Picknick dienen. Das ist auf jeden Fall besser, als pausenlos im Auto zu sitzen.


4. Zwischenstopps aufpeppen

Bei einer längeren Autofahrt mit Kindern sind Zwischenstopps kaum vermeidbar. Denn es ist den Kleinen nicht zuzumuten, stundenlang im Auto stillzusitzen. Planen Sie bereits vor Reiseantritt Pausen an möglichst besonders reizvollen Orten ein.

Informieren Sie sich über das Angebot an Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten, die auf der Strecke liegen. Vielleicht liegt auf Ihrer Reiseroute ein Freizeitpark, ein Zoo oder ein Badesee und die Zeit erlaubt einen etwas längeren Zwischenstopp.

Die Kinder freuen sich mit Sicherheit über die Abwechslung und sind dankbar, indem sie sich anschließend ruhig verhalten oder sogar schlafen.

Auch wenn keine größeren Pausen eingeplant sind, ist es wichtig, mindestens alle zwei Stunden zu rasten. Schließlich müssen (nicht nur) die Kinder mal auf die Toilette  und sich die Beine vertreten.

Viele größere Raststätten verfügen nicht nur über ein Restaurant, sondern auch über einen attraktiven Spielplatz zum Austoben.


5. Geschicklichkeitsspiele

Ein klassischer Zeitvertreib während einer langen Autofahrt ist die Beschäftigung mit diversen Geschicklichkeitsspielen. Hierfür ist beispielsweise nach wie vor der Zauberwürfel gut geeignet. Außerdem gibt es zahlreiche weitere Spiele für die unterschiedlichsten Altersgruppen.

Besuchen Sie vor der Abreise ein Spielwarengeschäft und lassen Sie sich vom dortigen Angebot inspirieren. Wählen Sie bewusst auch Spiele, die Ihre Kinder noch nicht kennen. Halten Sie die Spiele gut versteckt und präsentieren Sie diese erst während der Autofahrt.


Produkt-Tipp – Spieltisch für den Kindersitz:

Kindersitz-Reisetisch mit seitlichen Netztaschen
  • Der stabile Reisetisch bietet den Kindern viel Freude im Auto
  • Kartenspiele,Memory oder Würfelspiele,alles ist möglich
  • Seitenränder verhindern das Herunterfallen von Stiften,Würfeln & Spielzeug.Inklusive Netztaschen
  • Abwaschbar
  • Mit Sicherheitsgurt

6. Eine sinnvolle Beschäftigung: Ratespiele & Konzentrationsübungen

Auch Ratespiele können die Autofahrt spannend und abwechslungsreich gestalten. Neben den Klassikern wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ finden Kinder auch das Erraten von Automarken toll.

Des Weiteren können die Kleinen ihre „hellseherischen“ Fähigkeiten erproben, indem sie raten, welche Farbe das nächste entgegenkommende oder überholende Auto haben wird.


7. Kennzeichen-Mathematik

Für etwas ältere Kinder: Aus der Zahlenkombination eines Kennzeichens wird beispielsweise das Querprodukt (alle Zahlen multiplizieren) und/oder die Quersumme (alle Zahlen addieren) gebildet.

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8. Kreativspiel: Satz bilden

Sie geben den Kindern ein einfaches Substantiv (Hauptwort) vor und sie sollen daraus jeweils einen Satz bilden.

Die Voraussetzung für diesen Satz ist, dass jedes Wort nacheinander mit einem der Anfangsbuchstaben des vorgegebenen Substantivs beginnt.

Beispiel: NASE. Der Satz, der hieraus gebildet werden kann: „Nora arbeitet sehr eilig.“

Die Kinder dürfen auch lustige und kuriose Sätze bilden. Das „reizt“ ihre Kreativität.


9. Kreativspiel: Endlosgeschichte

Kinder haben viel Spaß beim Kreieren einer schönen und/oder lustigen Geschichte und vergessen darüber gänzlich, dass es sich dabei um eine Konzentrationsübung handelt.

Es soll eine endlose Geschichte erzählt werden. Beginnen Sie mit einem Wort. Hierzu passend ergänzt Ihr Kind ein weiteres Wort. Abwechselnd werden Wörter hinzugefügt, die schließlich einen Satz und dann eine Geschichte ergeben. Beim Ergänzen der Wörter müssen die vorher genannten ebenfalls gesagt werden.

Beispiel:

Mutter: „Ich“
Kind: „Ich ging“
Mutter: „Ich ging zur“
Kind: „Ich ging zur Zwergenkönigin“

….


10. Kreativspiel: Wortkette

Sie nennen ein Wort, das aus zwei Wörtern besteht, z. B. Schranktür.

Ihr Kind nimmt das zweite Wort des vorherigen Wortes und bildet ein neues Wort daraus, z. B. Türschlüssel. Abwechselnd wird fortgesetzt und so eine Wortkette gebildet.


11. Kreativspiel: Endlose Namenskette

Sie nennen einen Vornamen. Ihr Kind übernimmt den letzten Buchstaben des genannten Namens und denkt sich einen neuen Namen aus, der mit diesem Buchstaben beginnt.

So geht es abwechselnd weiter. Es wird immer ein neuer Name genannt und der letzte Buchstabe ist die Vorgabe für den nächsten Namen.


12. Kreativspiel: Reimen

Dieses Spiel macht Kindern besonders viel Spaß, da sie damit ihre grauen Zellen kreativ und spielerisch fordern können.

Sie geben Ihrem Kind wieder ein Wort vor. Egal, ob Substantiv, Verb oder Adjektiv. Ihr Kind soll nun möglichst viele Wörter nennen, die sich hierauf reimen.

Beispiel: Vorgegeben wird Hund. Ihr Kind kann nun rund, bunt, gesund und vieles mehr nennen. Fällt ihm nichts mehr ein, nennen Sie das nächste Wort.


13. Kreativspiel: Ich packe meinen Koffer

Sie beginnen mit dem Satz: „Ich packe meinen Koffer und nehme … mit.“

Für den Satz wählen Sie einen beliebigen Gegenstand aus, der auf Reisen gebraucht werden kann. Nun ist Ihr Kind an der Reihe. Es wiederholt diesen Satz und den bereits genannten Gegenstand inklusive eines neuen Gegenstandes, den es sich ausdenkt.

So wird schließlich eine lange Kette aus Gegenständen erreicht, die sich Ihr Kind merken und wiedergeben soll.


14. Kreativspiel: Beschreiben und erkennen

Ihr Kind denkt sich einen Gegenstand aus und beschreibt diesen. Es soll sich genau auf diesen Gegenstand konzentrieren und ihn so beschreiben, dass Sie ihn erkennen können.

Wenn Sie ihn erraten haben, denken Sie sich einen aus und Ihr Kind soll ihn durch gezielte Fragen erraten.


15. Kreativspiel: Was/wer bin ich?

Sie denken sich ein Tier oder eine berühmte Person aus. Ihr Kind soll nun über Fragen, die nur mit ja oder nein beantwortet werden dürfen, herausfinden, um wen oder was es sich handelt.

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16. Quartett und Schwarzer Peter

Kartenspiele lassen sich auch im Innern eines Autos gut spielen. Bei Kindern beliebt sind vor allem die Quartett- und „Schwarzer Peter“-Spiele, bei denen die Karten weitergereicht werden.

Die Kartenspiele können sie zu zweit, zu dritt oder zu viert spielen. Für den Gewinner sollten Sie eine kleine Belohnung bereithalten.


17. Filme gucken im Auto ist einfach möglich

Dank der modernen Technologien ist es heutzutage kein Problem mehr, während der Autofahrt fernzusehen oder Filme zu gucken.

Im Handel sind speziell für Autofahrten und andere Gelegenheiten kleinformatige Player erhältlich. Empfehlenswert sind Filme, welche die Kinder noch nicht kennen und daher besonders spannend sind.

Die Player-Geräte lassen sich zumeist sehr leicht an der Rückenlehne des Vordersitzes anbringen. Auch Tablets eignen sich gut, um gespeicherte Filme anzuschauen.


18. Hörspiele haben ihren Reiz

Hörspiele können über das Autoradio abgespielt werden oder den Kindern wird ein eigenes Gerät zur Verfügung gestellt, mit dem sie den Hörspielen über Kopfhörer lauschen können.

Neue Hörspiele sind natürlich viel interessanter als Geschichten, die die Kleinen schon fast auswendig kennen.

Das Abspielen von Märchen und Erzählungen ist oft sinnvoller als Musik abzuspielen. Denn mitreißende Rhythmen machen die Kinder eher unruhiger und steigern den Bewegungsdrang.


19. Ein Platzwechsel kann sinnvoll sein

Manchmal kann auch ein Platzwechsel der Langeweile entgegenwirken. Ein solcher Platzwechsel könnte zum Beispiel nach jeder Pause erfolgen.

Bei zwei Kindern, die sich auf der Rückbank viel streiten, kehrt zumeist schnell Ruhe ein, wenn sich die Mutter mit nach hinten setzt. Ein Kind darf dann jeweils auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Nach jeder Pause erfolgt ein Wechsel.


20. Fahren Sie rechtzeitig los

Vor allem in der Urlaubszeit müssen Sie mit hohem Verkehrsaufkommen, mit Staus und Verzögerungen rechnen. Deshalb sollten Sie möglichst in Zeiten fahren, in denen mit weniger Verkehr zu rechnen ist – z. B. frühzeitig am Morgen.

Darüber hinaus kann es sich lohnen, die Kinder in aller Frühe noch im Halbschlaf ins Auto zu packen und loszufahren. Viele Kinder schlafen im Auto wieder ein.

Es gibt auch Familien, die nachts in den Urlaub fahren und am nächsten Morgen ankommen. Was für die Kinder erholsam sein kann, ist für die Eltern aber zumeist eine Strapaze.


Testen Sie die verschiedenen Möglichkeiten aus, inwieweit sie bei Ihren Kindern ankommen. Bleiben Sie bei den Favoriten Ihrer Kindern. Damit werden längere Autofahrten in Zukunft für alle Beteiligten stressfreier.

Gute Fahrt!




Kommentare

  • Kevin

    Ein toller Artikel!

    Kevin antworten
  • Stella

    Das sind sehr gute Tipps – mit den meisten sind wir immer sehr gut durchgekommen.

    Bei uns war es noch wichtig, die “Attraktivitäts-Skala” zu beachten – Highlights wie z. B. ein Film auf dem Tablet werden eher gegen Fahrtende eingesetzt als gleich bei Reiseaufbruch.

    Auch zwischendurch sorgen Überraschungen und kleine Höhepunkte für kleine Glücksmomente und können die “Spannkraft” verlängern – eine unerwartete Lieblingssüßigkeit oder das neue Hörspiel z.B. erst im Quengel-Tiefpunkt …

    Stella antworten
  • Hallo!

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Wir sind schon seit Jahren mit mehreren Kindern (aktuell zwischen 1 und 7 Jahre) unterwegs. Das mit den Kartenspielen ist eine tolle Idee. Wir spielen zu Hause viel, aber fürs Auto habe ich das noch nicht probiert.

    Gute Erfahrungen habe ich auch mit Handpuppen/Kasperpuppen gemacht. Gerade wenn der Kinder-Bespaßer auf dem Beifahrer-Sitz sitzt – auch für die Kleinen geeignet.

    Ich versuche die Tablet-Zeit möglichst gering zu halten und motiviere die Kinder zum Malen. Bei der letzten Reise kam mir die Idee, die Kinder zu einem Reise-Tagebuch zu motivieren. Ich habe nun Vorlagen dafür erstellt, die unter http://www.kinderreisetagebuch.de kostenlos heruntergeladen werden können.

    Beste Grüße
    Marion

    Marion antworten
  • Fine

    Super Beitrag! Wir haben auch 2 Kindern und Autofahrten können da schon manchmal echt schwierig werden.

    Nun haben wir aber überlegt, ob wir nicht auch mal mit dem Bus verreisen sollen und das Auto zu Hause stehen lassen. Ich hoffe nur, dass die Kinder das dann auch mitmachen.

    Fine antworten

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