Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub: grausam. Muss nicht sein!

Sie kennen das sicher auch: Man genießt den Urlaub, befreit von dem Stress und der Hektik des Arbeitsalltags. Aber je mehr sich der Urlaub dem Ende neigt, desto häufiger drängen sich Arbeitsgedanken in die erste Reihe. Vor allem der Gedanke an den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub ist für viele nicht mit großer Vorfreude verbunden.

Und dann kommt der unausweichliche Tag, wieder zurück im Büro – man möchte am liebsten wieder fliehen:

  • ein übervoller E-Mail-Posteingang,
  • zig Nachrichten auf dem Anrufbeantworter,
  • ein volles Postfach

Das Telefon läutet auch ständig, weil jeder über Ihre Rückkehr Bescheid weiß (durch Anrufbeantworter, Abwesenheits-E-Mail, Kollegen etc.) und natürlich etwas dringend benötigt. Die gewonnene Erholung durch den Urlaub ist mit einem Schlag wieder verpufft.

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Urlaub ist vorbei! Es geht wieder zurück in den Arbeitsalltag …

Das muss nicht sein!

Wenn möglich, geben Sie Ihre Rückkehr aus dem Urlaub immer einen Tag später an. Damit haben Sie einen ganzen Tag, sich an das Arbeiten wieder zu „gewöhnen“, weil Sie noch jeder im Urlaub vermutet.

Sie können in Ruhe Ihre E-Mails abarbeiten – und wenn Sie auf E-Mails antworten, dann versenden Sie die Antwort zeitversetzt, damit niemand merkt, dass Sie schon im Büro sind.

Machen Sie Ihre Post, bearbeiten Sie Ihre E-Mails, Anrufe auf dem Anrufbeantworter werden abgehört. Niemand stört.

Und dann können Sie den nächsten Tag ruhig in die Arbeit starten, also an jenem Tag, an dem Sie für alle anderen wieder offiziell aus dem Urlaub zurück sind.

Offiziell auch einen Tag früher in den Urlaub starten

Ähnlich wie zur Vorbereitung der Urlaubsrückkehr können Sie auch für den Urlaubsbeginn vorgehen:

Also Abwesenheitsmeldung einen Tag früher aktivieren, ebenso den Anrufbeantworter, sodass Sie für Externe offiziell schon im Urlaub und nicht mehr erreichbar sind. So können Sie den letzten Arbeitstag vor den Start in den Urlaub in Ruhe alle noch anstehenden Aufgaben abarbeiten ohne ständig von außen unterbrochen zu werden. Und hier noch eine Vorbereitungs-Checkliste für die Abwesenheit im Büro/Unternehmen:

» Vorbereitungs-Checkliste Abwesenheit im Büro/Unternehmen



Kommentare

  • Idene

    Ich finde, das ist eine super Idee. Ich werde es das nächste Mal so machen.

    Vielen Dank für den Tipp

    Idene antworten
  • Ruske, Marlies

    Der Vorschlag ist gut, werde ihn nach dem nächsten Urlaub testen.

    Ruske, Marlies antworten
  • Tobias

    Super Tipp! Kann ich nur empfehlen.

    Gerne beginne ich auch nicht direkt an einem Montag. Lieber an einem Donnerstag oder Freitag (ohne dies bekanntzugeben). Dann habe ich eine kurze Woche, in der mich niemand stört. Ideal, um einen weichen Übergang in die Arbeitswelt zu finden.

    Tobias antworten
  • Ingeborg Gollas

    Wirklich eine hilfreiche Idee, leider nur für Leute mit einem Arbeitsplatz zu Hause oder einem Büro, in das sie ungesehen gelangen können.

    Ingeborg Gollas antworten
  • Walter

    So wie Tobias mach ich es auch, wenn es im Team möglich ist: erst am Mittwoch zurück ins Büro kommen.

    Zusätzlich trage ich mir – noch vor dem Urlaub – für diesen Tag einen Ganztages-Block in den Kalender ein, dann ist schon mal die Hemmung groß, mir da ein Meeting einzutragen.

    Und falls doch einer was einträgt, lehne ich es ab, wenn es nicht richtig wichtig ist.

    Walter antworten
  • Frank

    Kann ich auch nur empfehlen – ich mache das seit Jahren schon so.
    Freitags “heimlich” ins Büro nach dem Urlaub, offizielle Rückkehr ist montags.

    Frank antworten
  • Nicole

    Hilfreich ist es meist auch, wenn man das Mail-Postfach nach dem Urlaub erst einmal nach dem Betreff sortiert. So kann man dann einen Vorgang mit Antworten und Rückantworten über Wochen komplett durchlesen und weiß sofort, was der letzte Stand ist.

    Nicole antworten
  • Der Gedanke ist gut, aber nur fürs Büro geeignet und es arbeiten ja nicht alle im Büro. Wie wäre denn mal der Gedanke: Die Arbeit nicht immer nur als Feind zu betrachten. Jeder möchte Arbeit haben und keiner arbeitet gerne, ist doch irgendwie auch absurd.

    Wachter antworten
    • Die Arbeit sollte natürlich nicht als Feind betrachtet werden und das wird im Artikel so auch nicht vermittelt.

      Aber ganz unabhängig davon, ob einem die Arbeit gut oder eben nicht gefällt, für die meisten ist der erste Arbeitstag nach dem Urlaub aufgrund der

      • liegengebliebenen
      • und angehäuften „Sachen“
      • und mit den gleichzeitig herangetragenen Forderungen und Wünschen von Kollegen, Geschäftspartnern, …
      • sowie eingehenden Telefonanrufe

      nicht gerade mit Vorfreude verbunden. Dann kann eben der obige Tipp helfen, um nach dem Urlaub wieder leichter in die Arbeit zu starten.

      Burkhard Heidenberger antworten
  • Kornelis

    Auch wenn es den Urlaub geringgradig verwässert, kontrolliere ich die Mails regelmäßig, lösche so viel wie möglich (!) und sortiere sie nach “zu beantworten”, Dringlichkeit, auszudrucken für die Buchhaltung etc.

    Bei letzteren schiebe ich die zu druckenden Dateien direkt in einen Ordner, sodass die Emails gar nicht mehr erneut geöffnet werden müssen.

    Das geht schnell, tatsächlich Wichtiges wird nicht verpasst und vor allem verhindert es den Anblick eines Postfachs mit 438 ungelesenen Emails, deren Bearbeitung mehrere Stunden in Anspruch nehmen würde. Nach dem Urlaub ist so alles in weniger als einer Stunde erledigt.

    Kornelis antworten
  • snoopy

    Allerdings schwer umsetzbar, wenn ganze Abteilungen zeitgleich in den Urlaub geschickt werden.

    snoopy antworten
  • Sava

    Ich weiß ja nicht, was ihr alle für Jobs habt, aber bei uns im Krankenhaus ist nix mit “inoffiziell”, eher kommen oder gehen bzw. “offiziell” erst nach Wunsch beginnen. Da fängst du an und rackerst durch, nichts mit “erst mal in Ruhe Emails lesen und ankommen”. Die musst du zu Hause in deiner Freizeit lesen und ggf. natürlich auch beantworten.

    Wenn mein Job nur aus Email-Lesen und Telefonieren bestehen würde … Als OP-Pflegekraft oder “normaler” Arzt bist du sofort hundert Prozent eingesetzt und hast “Glück”, wenn du irgendwann deine halbe Stunde Mittagspause bekommst. Klingt krass, ist aber so.

    Sava

    Sava antworten

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