24 Tipps für ruhige Momente (nicht nur) zur Weihnachtszeit

Weihnachtsstress – jedes Jahr das Gleiche, für die meisten auf alle Fälle. Weihnachten naht und damit verbunden zahlreiche Aufgaben und (vermeintliche) Verpflichtungen, die unbedingt noch vor den Weihnachtsferien erledigt werden müssen.

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Wie wäre es mit einem Morgen-/Abendspaziergang in der Winterlandschaft?

Insbesondere im beruflichen Bereich fallen in diese Zeit zahlreiche Tätigkeiten, bedingt auch durch den bevorstehenden Abschluss des Geschäftsjahres. Aufgaben werden plötzlich dringend, die bisher auf die lange Bank geschoben wurden.

Weihnachtsstress zerstört die Weihnachtsstimmung

Als wäre das nicht schon genug, auch Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner erwarten Weihnachtsgrüße, Präsente, Geschenke, … Und mindestens ein Weihnachtsessen, eine Weihnachtsfeier etc. stehen auch an.

Im geschäftlichen Bereich lässt sich diesem Sog nur schwer entkommen. Und im privaten Bereich spielt es sich ähnlich ab: Geschenkideen sammeln, Geschenke besorgen, Einladungen wahrnehmen, Einkäufe, Treffen, …

Kein Wunder, dass viele die Weihnachtsstimmung mit Weihnachtsstress verbinden und froh sind, wenn diese Zeit vorbei ist. Und ja, natürlich machen wir uns den Weihnachtsstress größtenteils selbst.

(Wie Sie ihm vorbeugen können, habe ich bereits hier beschrieben.)

Nun, es bedarf nicht viel, um zauberhafte, ruhige Momente in der (Vor-)Weihnachtszeit zu erleben. Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint, die innere Wärme und ein Wohlgefühl schenken, die nicht nur einem selbst, sondern auch anderen eine Freude bereiten – gewissermaßen als Ausgleich zu den vorweihnachtlichen hektischen Alltagssituationen.

Aber hierzu ist es notwendig, selbst für solche Momente zu sorgen, denn von allein stellen sie sich selten ein.

24 Ideen für besondere Momente nicht nur zur Weihnachtszeit

Im Folgenden habe ich dazu 24 Vorschläge. Lassen Sie sich inspirieren und vielleicht wollen Sie den einen oder anderen umsetzen. Denn es tut gut, hin und wieder den Alltag zu durchbrechen, auch und vor allem in der Weihnachtszeit.

Zudem schaffen Sie dadurch nachhaltige Erinnerungen, von denen Sie noch lange zehren können. Schöne Erinnerungen für Sie persönlich und auch für Mitmenschen:

  1. Einen handgeschriebenen Brief für einen lieben Menschen (z. B. Partner, Kind, Eltern) verfassen und darin Ihre Dankbarkeit und Zuneigung kundtun. Sie können sicher sein, dass ein solcher Brief wertgeschätzt und lange aufbewahrt wird,
  2. am Abend durch die Stadt/Ortschaft bummeln und die weihnachtlich beleuchteten Häuser betrachten,
  3. eine Tasse Tee oder heiße Schokolade bei Kerzenschein genießen,
  4. mit einem lieben Menschen telefonieren, den Sie lange nicht mehr gesprochen haben,
  5. für mind. 10 Minuten die Sterne am klaren Nachthimmel beobachten,
  6. (gemeinsam) im Fotoalbum schmökern und dadurch alte Erinnerungen wecken,
  7. Bratäpfel zubereiten (verbreitet auch einen herrlichen Wohlgeruch),
  8. einen Spieleabend organisieren,
  9. bei rauem Wetter einen ausgedehnten Spaziergang machen,
  10. für mind. 10 Minuten einfach nichts tun,
  11. einen Abend ohne elektrisches Licht, nur bei Kerzenlicht verbringen,
  12. jemanden um Verzeihung bitten, der sich von Ihnen aus gegebenem Anlass eine Entschuldigung erhofft,
  13. gemeinsam ein feines Essen zubereiten und dann genießen,
  14. einer Person in einem Anliegen Hilfe anbieten, die es vielleicht nicht von Ihnen erwartet,
  15. einem Bettler oder Obdachlosen etwas zum Essen kaufen (nach Rückfrage, was er sich wünscht),
  16. einer Person eine Umarmung schenken – einfach so! –, die Sie schon lange nicht mehr umarmt haben,
  17. einen Morgen-/Abendspaziergang machen,
  18. über einen bestimmten Zeitraum den Fernseher nicht einschalten (z. B. in der Vorweihnachtszeit jeweils von Montag bis Donnerstag oder auch nur an einem Tag in der Woche),
  19. einer Person ein aufrichtiges Kompliment machen,
  20. jemanden positiv überraschen, auf welche Weise auch immer,
  21. ein Weihnachtsgedicht auswendig lernen,
  22. ein Buch lesen, das Sie das letzte Mal in Ihrer Kindheit gelesen haben,
  23. einer geschätzten Person eine Karte mit lieben Worten in den Briefkasten werfen, allerdings anonym, also ohne Ihre Unterschrift,
  24. einen alleinstehenden Menschen (z. B. aus der Nachbarschaft) einladen bzw. sich bewusst Zeit für ein längeres Gespräch mit ihm nehmen.

Haben Sie weitere Vorschläge? Vielleicht sogar passend zur Weihnachtszeit?


Buch-Tipp – Weisheiten, Erzählungen und Parabeln, die zu Herzen gehen:

Viele tiefsinnige, lehrreiche Kurzgeschichten, Parabeln und Lebensweisheiten, die berühren und hängenbleiben:


Einmal etwas andere Weihnachten

Passend zum Thema eine von der Leserin Selina Poms eingesendete Zeitblüte:

Ich bin einen hektischen Dezember gewohnt: Wohnung dekorieren, Kekse backen, einen Baum kaufen und diesen schmücken, … In meiner Arbeit und meinem Studium hatte ich ebenso viel Stress und so bin ich zu gar nichts gekommen. Auch zum Geschenkekaufen kamen mein Freund und ich nicht.

So beschlossen wir eine Woche vor Weihnachten, einfach max. 20 Euro für den jeweils anderen auszugeben und auch Weihnachten diesmal nicht zu Hause zu feiern.

Ich war es bisher gewohnt, Weihnachten daheim zu verbringen, willigte aber trotzdem ein und ging davon aus, dass es das mieseste, da ungewohnteste Weihnachten werden würde, das ich jemals gehabt hatte.

Ganz im Gegenteil:

Wir kamen beim Griechen unseres Vertrauens an, bestellten ein gutes Glas Wein und redeten. Zum ersten Mal seit langer, wirklich langer Zeit unterhielten wir uns wieder über Belangloses, aber auch Wichtiges und nicht nur über DAS WICHTIGSTE. Wir genossen das gute Mahl und gingen dann nach Hause.

Dort gab es die Bescherung mit einer kleinen Aufmerksamkeit, die jedoch von Herzen kam. (Ich bekam einen Wärme-Bären für meine immer kalten Füße. Meinem Freund schenkte ich eine Ukulele, da er ein leidenschaftlicher Gitarrenspieler ist.) Wir tranken noch ein Glas, gingen entspannt ins Bett und verbrachten eine absolut ruhige und vor allem beruhigte Nacht.

Es war eines der schönsten Weihnachtsfeste meines Lebens! Ich war an diesem Abend so glücklich, dass ich mich noch sicher zig Jahre daran erinnern werde … ein wirklich frohes Weihnachtsfest!


Zum Weiterlesen:



Kommentare

  • Bonner

    sehr schöne tipps dabei. auf meinem arbeitsweg liegt eine kirche. ich bin nicht religiös, aber in der adventszeit setze ich mich auf dem heimweg hin und wieder in die leere, beleuchtete kirche. der große, stille raum hat dann eine ganz besondere wirkung auf mich und ich komme zur ruhe.

    Bonner antworten
  • AnnaG.

    Hallo Herr Heidenberger,

    wie immer sehr lesenswert. Punkt 9 und 3 hat sich bei uns mal ergeben. Wir sind zu meinen Eltern aufs Land gefahren. Obwohl es sehr kalt und windig war, sind wir spazieren gegangen.

    Dann sind wir noch bei einem Weihnachtsmarkt zugekehrt. Als wir dann wieder in die warme Stube kamen, war das herrlich. Meine Mutter hat noch für alle Tee gemacht und selbstgebackene Plätzchen serviert und die Wohnung ist auch schon weihnachtlich geschmückt.

    Einen Tipp habe ich auch noch: Mit den Kindern Weihnachtsplätzchen backen. Da kommt bei uns immer richtig Weihnachtsstimmung auf.

    lg
    Anna

    AnnaG. antworten
  • Ursula Baviero

    Ein Musikinstrument spielen. Zur Weihnachtszeit passend: Weihnachtsmusik. Ich spiele auf meinem Keyboard (mit Kopfhörer, so störe ich niemand) und lasse mich “forttragen” …

    Meine Hits in der stillen Zeit: Stille Nacht, Tochter Zion und White Christmas, unglaublich beruhigend. Die anderen Lieder mag ich natürlich auch.

    LG Ursula

    Ursula Baviero antworten
  • Tobias

    Schöne Liste. Vielen Dank. Da habe ich mir direkt ein paar Punkte für nächstes Jahr aufgeschrieben, wobei es muss ja nicht immer Weihnachtszeit sein, um das zu tun. ;-) Ist vielleicht nicht etwas für jedermann, aber was ich gemacht habe, war, mich bei Dunkelheit in den Wald zu begeben und mich eine Zeit lang in einer Lichtung auf eine Bank zu setzen, um zu meditieren.

    Tobias antworten
  • Ich gestalte jedes Jahr mit meinen Kindern weihnachtliche Karten und bringe sie zum Christkindlpostamt nach Oberndorf – Punsch und Adventsstimmung inklusive! Für die nahe Verwandtschaft gibt es etwas Selbstgebasteltes zum Dekorieren oder Selbsgemachtes aus der Küche (Zwetschkenmarmelade mit Lebkuchengewürz oder Punschgelee) – duftet herrlich! Muss nicht auf den letzten Drücker passieren – oft schon im Oktober oder November begonnen und stressfrei in den Advent gekommen!

    Ach was mir noch einfällt: miteinander Haus weihnachtlich schmücken oder Baum putzen!

    In dem Sinne wünsche ich allen eine staade Zeit ?

    Mona antworten
  • Monika Wolff

    Hallo Herr Heidenberger,

    wir setzen uns jedes Jahr in der Familie zu Weihnachten oder Silvester zusammen, und jeder schreibt 4 Wünsche auf separate Zettel, die sich jeder für das kommende Jahr wünscht. Die Zettel kommen dann in ein Glas, das dann als “Zeitkapsel” das ganze Jahr verschlossen bleibt. Im nächsten zum gleichen Zeitpunkt, wird das Glas geöffnet und jeder liest seine Wünsche des vergangenen Jahres vor.
    Es ist immer wieder schön, zu sehen, wie sich Wünsche im Laufe eines Jahres erfüllen.

    Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ebenso eine besinnliche Weihnachtszeit.
    Monika Wolff

    Monika Wolff antworten

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