7 weitere Meditationsübungen

Was es mit den Meditationsübungen auf sich hat und 15 solcher Übungen, habe ich bereits in diesem Beitrag beschrieben.

Im Folgenden stelle ich Ihnen weitere sieben Meditationsübungen vor:

1. Kreuz-Meditation

  1. Sie stehen kerzengerade mit nach unten gestreckten Armen.
  2. Schließen Sie die Augen und konzentrieren Sie sich darauf, gerade stehen zu bleiben und nicht umzufallen.
  3. Atmen Sie tief ein und aus.
  4. Strecken Sie den linken Arm in die Höhe, den rechten Arm winkeln Sie leicht zur Seite ab, sodass die beiden ausgestreckten Arme eine Linie bilden.
  5. Nach einer Weile wechseln Sie die Position. Der rechte Arm ragt nun in die Höhe, während der linke eine nach unten verlaufende Verlängerung zu diesem bildet.
  6. Atmen Sie weiterhin bewusst ein und aus und verharren Sie einige Minuten in dieser Position, ehe Sie beide Arme senkrecht zur Seite strecken, sodass sich eine Kreuzform ergibt.
  7. Atmen Sie erneut einige Minuten ruhig und sehr tief ein und aus. Stemmen Sie dann die Hände in die Hüften, bevor Sie in die Ausgangsposition zurückkehren.

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Mediteren fördert das Fokussieren und die innere Stärke

2. Wolken-Meditation

Diese Übung stammt aus dem Yoga.

  1. Sie stehen kerzengerade, sodass der Kopf und der Körper eine Linie bilden.
  2. Die Arme sind vom Körper weggestreckt, die Handflächen weisen nach oben.
  3. Mit geschlossenen Augen versuchen Sie nun, Ihren Kopf von sämtlichen Gedanken frei zu halten. Sie sehen in Gedanken eine schneeweiße Wolke, die über Ihnen schwebt und über Ihrem Kopf innehält. Die Wolke öffnet sich und es geht ein Regen aus feinem Goldstaub auf Sie nieder. Der Goldstaub verwandelt sich in kraftgeladene Strahlen, die auf den Kopf und die geöffneten Handflächen niederprasseln. Die Strahlen durchdringen den gesamten Körper und erfüllen diesen mit Wärme und Behaglichkeit, so lange, bis auch die Zehen zu kribbeln anfangen.
  4. Indem Sie die Füße schütteln, befreien Sie sich von allem Negativen. Im Anschluss schütteln Sie auch Ihre Arme und Hände.

3. Mond-Meditation

  1. Sie begeben sich in einen möglichst dunklen Raum und machen es sich auf einer Matte bequem.
  2. Legen Sie sich auf den Rücken, schließen Sie die Augen und strecken Sie die Arme und Beine locker aus. Entspannen Sie sich.
  3. In Gedanken sind Sie völlig von Dunkelheit umgeben. Lediglich der volle Mond strahlt hell und freundlich herab. Anfangs sind die Konturen in ihrer ganzen Klarheit zu erkennen, doch allmählich verschwimmen die Linien und werden vom Licht des Mondes verschluckt.
  4. Das fahle, weißliche Licht breitet sich immer weiter aus, bis es den ganzen Raum erfüllt. Der Raum ist nun nicht mehr dunkel, sondern von einem nebelartigen Licht umgeben. Weit oben ist nach wie vor der Mond zu sehen, dessen Konturen sich nun wieder deutlich klarer abzeichnen, auch wenn sie einen geringeren Kontrast zum hellen Nebel bilden.
  5. Der Mondball kommt immer näher zur Erde hinab. Er gewinnt dabei an Volumen und wird so groß, dass er Sie, am Boden angekommen, letztendlich vollkommen einhüllt. Die Kraft des Mondes durchdringt Ihren Körper. Gleichzeitig schwindet der Lichtnebel, der Sie umgibt.
  6. Und je mehr dies geschieht, desto dunkler wird der Raum, bis Ihr Körper den Mond vollkommen absorbiert hat und Sie sich in völliger Dunkelheit wiederfinden.
  7. Auf diese Weise gekräftigt, können Sie die Meditation beenden und das Licht wieder anknipsen.

4. Licht-Meditation

Die Licht-Meditation sorgt für innere Ruhe. Diese Übung passt sehr gut in die dunkle Jahreszeit.

  1. Begeben Sie sich zum Meditieren in einen dunklen und ruhigen Raum.
  2. Zünden Sie eine Kerze an und konzentrieren Sie sich auf das Flackern des Lichts. Spüren Sie, wie Sie die Wärme der Kerze einhüllt? Achten Sie nur auf die Kerze und lassen Sie keine anderen Gedanken zu.
  3. Atmen Sie tief und ruhig. Stellen Sie sich vor, dass auf Ihrer Stirn ein Edelstein funkelt, der das Licht der Kerze einfängt und wieder reflektiert. Das Licht wechselt in steigender Geschwindigkeit vom Diamanten zur Kerze, sodass sich zwischen der Kerze und dem Diamanten eine gedachte Linie bildet.

5. Eichen-Meditation

  1. Schließen Sie Ihre Augen und stellen Sie sich vor, Sie stünden auf einer weiten, von der Sonne bestrahlten Ebene.
  2. Vor Ihnen steht eine mächtige Eiche, durch deren Laub der Wind rauscht. Versuchen Sie nun, sich selbst wie eine starke Eiche zu fühlen.
  3. Ihre Zehen graben sich tief in den Boden und saugen die Energie der Erde in sich hinein.
  4. Strecken Sie Ihre Arme in die Höhe. Ihre Arme sind die Äste, die das warme Sonnenlicht empfangen.
  5. Beim Ein- und Ausatmen nehmen Sie die Energie der Sonne mit den Armen auf und geben sie, sobald diese Ihren gesamten Körper durchlaufen hat, über die Zehen wieder an die Erde ab.

6. Flammen-Meditation

Die folgende Übung kann Ihnen helfen, die Konzentration zu steigern und wieder klar zu denken. Insbesondere dann, wenn Sie sich den Kopf an einer scheinbar unlösbaren Aufgabe zermartern, ist diese Meditation häufig nutzbringend. Denn oftmals geht vor lauter Denken der Blick für das Wesentliche verloren. Manches lässt sich nicht nur mit dem Verstand, sondern vor allem auch intuitiv entscheiden.

  1. Stellen Sie sich daher vor, in Ihrem Innern brennt eine kleine Flamme, die ihre Wärme in den gesamten Körper strahlt.
  2. Versuchen Sie, einen Moment lang an nichts anderes zu denken.
  3. Stellen Sie sich dann vor, dass die Flamme immer größer und heller leuchtet, so hell, dass sie den Kopf erreicht und diesen mit ihrem Licht vollkommen einhüllt.

7. Lichtkegel-Meditation

Die nachfolgende Übung soll das Selbstvertrauen stärken und Mut machen. Die Lichtkegel-Meditation ist auch gut geeignet, um ein nervöses Gemüt zur Ruhe zu bringen.

  1. Legen Sie sich auf den Boden und winkeln Sie die Beine an. Die Fußsohlen liegen flach auf dem Boden auf.
  2. Machen Sie die Augen zu und stellen Sie sich einen großen, schwarzen Raum vor. Um Sie herum ist nichts, nur absolute Dunkelheit.
  3. Plötzlich spüren Sie in Gedanken, wie sich in Ihrem Bauch ein kleiner Lichtkegel bildet. Anfangs noch winzig klein, gewinnt das Licht sehr schnell an Stärke und breitet sich immer mehr im gesamten Körper aus.
  4. Der Kegel wächst und wächst. Schließlich fühlen Sie sich von warmem Licht umgeben. Gleichzeitig fühlen Sie sich immer leichter, freier und unbeschwerter.
  5. Nach einer Weile schrumpft der Kegel wieder zusammen, der Raum ist aber weiterhin mit Licht erfüllt.


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