Der Begriff Gehirnjogging ist mittlerweile recht bekannt. Man versteht darunter das regelmäßige „Gehirntraining“. Mit Gehirnjogging bringen wir also unser Gehirn mit entsprechenden Übungen zum „Laufen“.
Als Kind konnte ich mir sehr viele Dinge schnell merken. Heute tu ich mir da schon wesentlich schwerer. Unsere heutige Technik ist auch nicht gerade förderlich, unser Gehirn, und da vor allem die Merkfähigkeit, auf Trab zu halten. Daten, Telefonnummern, Namen – alles können wir heute auf unserem Computer oder dem Handy speichern. Deshalb tun wir uns oft schwer, einfache Telefonnummern zu merken – weil wir es heute nicht mehr müssen.
Aber so ist unser Gehirn. Es hat viele Fähigkeiten: Merk-, Rechen-, kreative Fähigkeiten etc. Die meisten Fähigkeiten lassen sich sogar bestimmten Gehirnregionen zuordnen.
Wir können uns unser Gehirn wie ein Körperteil mit mehreren Muskeln vorstellen. Die einzelnen Muskeln sind die verschiedenen Fähigkeiten. Bei jedem Menschen sind die verschiedenen „Muskeln“ unterschiedlich stark ausgebildet. Wenn man jetzt einen bestimmten „Fähigkeitsmuskel“ selten beansprucht, bildet er sich wieder zurück, wird schwächer.
Aber man kann diesen Prozess auch wieder umkehren. Mit dem richtigen Training, mit Gehirnjogging also, kann man die verschiedenen „Gehirnmuskeln“ (Fähigkeiten) trainieren und stärken.
Ein kleines Beispiel: Rumpelstilzchen hatte einen Job als Buchhalter. In diesem Job musste sein Gehirn fast täglich mit Zahlen arbeiten. Und weil er diese Gehirnfähigkeit so oft gebraucht hat, wurde dieser „Gehirnmuskel“ durch die Beanspruchung täglich trainiert und war deshalb auch gut in Form.
Dann hat Rumpelstilzchen den Job gewechselt. Er wollte mal etwas ganz anderes machen. So ging er zum Theater und spielt dort bei Märchenaufführungen mit. Sein Gehirn musste also nicht mehr mit Zahlen jonglieren, sondern jetzt wurde die Fähigkeit gebraucht, Texte auswendig zu lernen.
Der „Gehirnmuskel“ von Rumpelstilzchen, welcher für das Analysieren und Rechnen mit Zahlen zuständig war, hat sich zurückgebildet. Während jener, der für das Text-Lernen in Anspruch genommen wird, durch die häufige Beanspruchung beachtlich gestärkt wurde.
Um es nochmals auf den Punkt zu bringen: „Gehirn-Fähigkeiten“, die wir häufig nutzen, werden auch entsprechend gut entwickelt sein. Jene, die wir selten in Anspruch nehmen, wurden von unserem Gehirn auf Eis gelegt. Mit Gehirnjogging können wir diese wieder auftauen.
Heute stelle ich Ihnen ein drei Gehirnjogging-Übungen vor:
Gehirnjogging macht am meisten Spaß, wenn Sie es mit einem anderen Menschen machen können. Suchen Sie sich einen Trainingspartner. Das spornt an und motiviert.
Haben Sie eine Lieblings-Gehirnjoggingübung?
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